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e x a p e n m.
Zweiundzwanzigster Jahrgang.
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Serapeum.
fflr
Bibliothekwissenscliaft, Uaodschrifteokunde
and ftltere Litteratnr.
Im Vereine mil Bibliolhekaren und Litteraturfreunden
herausgegeben
Ton
Dr. Robert RTa umann.
Zwelandzwanzigster Jahrgang.
Leipzig:
T. O. W e i g e 1.
1861.
Druck von C P. Melier in Leipzig.
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Serapenm.
fftr
Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde
ond aitere Litteratur.
lm Vereine mil Bibliolhekaren und Litteraturfreunden
heransgegeben
TOD
Dr. Robert N aunt an n.
Zwelnndzwanzigster Jahrgang.
Leipzig:
T. 0. W e i g e 1.
1861.
Pruck Ton C P. Melier in Leipzig.
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"2
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Inhaltsverzeichniss.
Seite
1. Drei verschiedene Ausgaben der lateinischen Uebersetzung des
italienischen Reiseberichtes Amerigo Vespucci's und eine Aus-
gabe der deatschen, nach den Exemplaren der Commerzbiblio-
thek in Hamburg beschrieben von Dr. F. L. Hoffmann in Ham-
burg 1
2. Anzeige von: Histoire de la Bibliotheque Mazarine depuis sa
fondation jusqu'a nos jours, par Alfred Franklin. Paris 1860. Von
G. Brunet, Secretair der Akademie der Wissenschaften und
sch6nen Kunste in Bordeaux 4
3. Der alte Godex des Neuen Testamentes im Domschatze zu Fulda
und Ranke's Specimen desselben. Von Dr. A. Ru land, k. Ober-
bibliothekar in Wurzburg 8
4. Lateiniscbe Lebr- und Wfirterbucher des secbzehnten Jahrhun-
derts mit deutschen Interpretationen. Zusatze. Von Emil Wel-
le r in Zurich 13
5. Hans Sachsens Gedichte. Eine Bibliographic Von Ebendem-
selben 14
6. Nachricht von den LebensumstSnden Heinrich Fried rich Otto's,
Herausgebers der Thuringia Sacra, und der von ibm hinterias-
senen Druck- und Handschriften. Von Hofrath Dr. L. F. Hesse
in Rudolstadt 17
7. Anzeige von : Bulletin du bibliophile Beige, publie par F. Heuss-
ner, sous la direction de M. A. Scheler. Tome XVI. (2e serie,
Tome VII.) 2e Cahier. Von Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg 29
8. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 5.) . 31
9* Nachricht von den Lebensumstanden Heinricn Friedrich Otto's
u. s. w. (Schluss von Num. 6.) 33
10. Mittheilungen zur Typographic des XV., XVI. u. (T. Jahrhunderte.
Von P. Gottfried Reichhart in Jetzelsdorf bei Znaim ... 38
11. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 8.) . 45
12. Mittheilungen zur Typographic u. s. w. (Fortsetzung von Num. 10.) 49
13. Hans Roseoplut. Von Jos. Maria Wagner in VVien .... 62
14. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 11.) . 63
15. Mittheilungen zur Typographic u s. w. (Schluss von Num. 12.) 65
16. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 14.) . 79
17. Anzeige von: Bulletin du Bouquiniste. 4e Anoee (2e Semestre.)
Chez Aug. Aubry. Von Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg . 81
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IV
Seito
18- Ehrenretlung und Vertheidigung des Kaspar Sagittarius gegen
den Vorwurf eines von ihm mit absichtlicher Verschweigung
der benutzten Quelle begangenen Plagiats. Nebst einigen die
Gleichische Geschichte desselben und des Paul Jovius betreffen-
den Beilagen. Von Hofrath Dr. L. F. Hesse in Rudolstadt . 84
19. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 16.) • 95
20. Khrenreltung und Vertheidigung des Kaspar Sagittarius u. s. w.
(Schluss von Num. 18.) 97
21. Anzeige von: Bibliographic des principaux ouvrages relatifs a
ramour, aux fe mines, au manage, indiquant les auteurs de ces
ouvrages, leur editions etc., par M. le C. d'J***. Paris 1860.
Von G. Brunet, Secretair der Akademie der Wissenschaften
und schonen Kunste in Bordeaux 107
22. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 19.) Ill
23. Die ersle deulsche Synonymik. Von Jos. Maria Wagner in Wien 1 13
24. Thomas Anshelm von Baden. Von Ebendemselben. . . 115
25. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 22.) 124
26. Thomas Anshelm von Baden u. s w. (Schluss von Num. 24.) 129
27. Notice sur un poeme italien d'une extreme rarete Von G.
Brunet, Secretair der Akademie der Wissenschaften und
schonen Kunste in Bordeaux 136
28. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Nam. 25.) 139
29. Bibliothekchronik und Miscellaneen. Aus der Presse Num. 127 143
30. Urkundliche Mittheilungen. Von Anton Ritter von Spaun in
Feldbach 145
31. Anzeige von : Bilderhefte zur Geschichte des Buchhandels u.s. w.
von Heinrich Lempertz. Jahrg. 1861. Von Dr. F. L. Hoff-
mann in Hamburg 150
32. Anzeige von: Bulletin du bibliophile Beige etc. Tom. XVI.
(2e serie, torn. VII ) 4. et 5 cahiers. Von Ebendemselben 152
33. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung von Num. 28.) 154
34. Nachweis von Urkunden, welche ehemalige Bibliotheken
von Orden, Klostern, Kirchen und geistlichen Corporationen
betreflen und in gedruckten Schriften mitgetheilt sich finden.
Von Bibliotheksecretair E. G. Vogel in Dresden 161
35. Anzeige von: Bulletin du bibliophile Beige etc. Tom. XVI.
(2e serie, torn. VII.) 6e cahier. Von Dr. F. L. Hoffmann in
Hamburg 173
36. Nachweis von Urkunden u. s. w. (Schluss von Num. 34.) . . 177
37. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Fortsetzung vou Num. 33.) 188
38. Pamphilus Gengenbach. Dritter Zusatz. Von Emil We Her in
Zurich 192
39. Anzeige von: J. G. Th. Grasse, der TaunhSuser und Ewige
Jude. 2. Aufl. Dresd. 1861. Von Dr. F. L. Hoffmann in
Hamburg 193
40. Anzeige von: Bulletin du bibliophile Beige etc. Tom. XVII.
(2e serie, torn. VIII.) ler cahier. Von Ebendemselben . 196
41. Ueber den Sltesten Kdnigsberger Druck und zvvei in Wacker-
nagel's Bibliographic des deutschen Kirchenliedes nicht ver-
zeichnete Liederdrucke. Von Dr. Rudolph Reicke, Custos
an der Konigl. und Universitatsbibliolhek in Kdnigsberg ... 199
42. Hans Sachsens Gedichte u. s. w. (Schluss von Num. 37.) . . 204
43. Notiz. (Ueber das Supplement zu: Ch. Pieters, Annales de
rimprimerie des Elsevier.) Von Dr. F. L. Hoffmann in Ham-
burg 208
44. Bibliothekchronik und Miscellaneen 208
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V
Seite
45. Anzeige von : Catalogue de la portion mathematique, historiqne
et bibliographiqoe de la celebre bibliotheque de Mr. Libri.
Londres, 1861. Von G. Br u net, Secretair der Akademie der
Wissenschaften und schonen Kunste in Bordeaux 209
46. Anzeige von: 0. Struve, Librorum in bibliotheca Speculae
Pulcovensis anno 1858 exeunte conteutorum Catalogus syste-
maticus. Petropoli 1860. Von Dr. F. L. Hoffmann in Ham-
burg 214
47. Einige Berichtigungen zu Herrn P. G. Reich harts Mitthei-
lungen uber Erstlingsdrucke. Von Emil We Der in Zurich . 223
48. Bibliothekchronik und Miscellaneen 224
49. Verzeichniss der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliolhek
zu Oldenburg. Von Bibliothekar Dr. Merzdorf in Oldenburg 225
50. Anzeige von: Notice relative a une collection de manuscrits,
Eossedee a Dordrecht par David Flud van Giffen. Par F.
. Hoffmann. Bruxelles 1660. Von Dr. F. L. Hoffmann in
Hamburg 237
51. Notiz. (Aus Publisher's Circular.) 240
52. Die offentlichen Unterrichts-Bibliotheken Oesterreichs im letz-
ten Dezennium 241
53. Die Keppler'schen Manuscripte. Mitgetheilt von Dr. F. L. H o f f-
mann in Hamburg 247
54. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num. 49.) 251
55. Anzeige von: Bibliographic Gantoise. Par Ferd. Vander-
haeghen. Gand, 1860. Von Dr. F. L. Hoffmann in Ham-
burg 257
56. Anzeige von: Catalogue de la portion mathematique, biblio-
graphique et historique de la celebre bibliotheque de Mr. Libri.
Londres, 1861. Von G Brunet, Secretair der Akademie der
Wissenschaften und schonen Kunste in Bordeaux 262
57. Seltene Drucke geistlicher Dichtungen des 17. Jahrhunderts.
Von Emil We Her in Zurich 266
58. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num. 54.) 269
59. Bibliothekchronik und Miscellaneen. Vom Herausgeber . 272
60. Anfrage. Von Ebendemselben 272
61. Der Streit uber den Verfasser des Buchleins „De Imitatione
Christi," wie solcher im XVIII. Jahrhundert in Deutschland ge-
fuhrt wurde. Von Dr. Anton Ruland, k. Oberbibliothekar in
Wurzburg 273
62. Anzeige von : Katalog der Aargauischen Kantonsbibliothek.
Aarau 1860. Von Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg .... 283
63. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num.58) 285
64. Bibliothekchronik und Miscellaneen 288
65. Der Streit fiber den Verfasser des Buchleins „De Imitatione
Christi** u. s. w. (Fortsetzung von Num. 61.) 289
66. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num.63.) 300
67. Bibliothekchronik und Miscellaneen 304
68. Der Streit uber den Verfasser des Buchleins „De Imitatione
Christi" u. s. w. (Fortsetzung von Num. 65.) 305
69. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num.66.) 316
70. Bibliothekchronik und Miscellaneen 320
71. Der Streit uber den Verfasser des Buchleins „De Imitatione
Christi" u. s. w. (Fortsetzung von Num 63.) 321
72. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Num.69.) 331
73. Der Streit uber den Verfasser des Buchleins „De Imitatione
Christi" u. s. w. (Schluss von Num. 71.) 337
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VI
Seta
74. Anzeige von: Stanislas B or mans, Tables des roanuscrits
gtaealogiques de Le Fort, conserves aux archives de l'Etat a
Liege. Liege 1860. Von Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg 348
75. Verzeichniss der Incunabeln u. s. w. (Fortsetzung von Nam. 72.) 350
76. Die altdeutschen Haodschriften der k. k. dffentlichen und Uni-
versitatsbibliothek zu Prag, verzeichnet von Prof. Dr. Johann
Kelle in Prag 353
77. Verzeichniss der Incunabeln u. s.w. (Fortsetzung von Num.75.) 360
78. Die altdeutschen Handschriften u. s. w. (Schluss von Num. 76.) 369
79. Zu den fireslauer Drucken des Elias Succentor. Von Prof. Dr.
Johann Kelle in Prag 376
80. Verzeichniss der Incunabeln u. s.w. (Fortsetzung von Num.77.) 380
81. Bibliothekchronik. Vom Herausgeber 384
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SERAPEU9X.
••• •• •• • *
fttr
Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde trod
fcltere Litteratur.
lm Vereine uiit Bibiiothekaren mid LitteraCurfreuiiden
h era osgege ben
TOI
Dr. Robert Nau mann.
M 1. Leipzig, den 15. Januar 1861.
Drei verschiedcne Ausgaben der laleinischen Ueberse-
Izung des italienischen Reiseberichtes Amerigo Vespuc-
ci's und cine Ausgabe der deutschen, nach den Exem-
plaren der Commerz-Bibliothek in Hamburg beschrieben
YOD
Dr. F. 1a. HoffmABn in Hamburg.
Jede dieser drei Ausgaben besteht aus vier unbezeichne-
len Blattern ohne Signaturen, in Qoarto. Eine Angabe des
Druckortes, des Buchdruckers und der Jahreszahl isl nicht
vorhanden. Gothische Lettern mil den angedeuteten Ausnah-
men in der Ausgabe Nr. I.
I.
Bi. i a : SKunbuS Ubuu6. | ALBEKICVS VESPV-
TIVS LAVRENTIO | PETRI DE MEDICIS SALVTEM PLV-
RljMAM DICIT. | SSpenoribue — inflerim9 Bl. l b : pn -
fue = Bl. 2»: re — nonnutle Bl. 2 b : funt — con Bl. 3 a :
fulto — orna Bl. 3 b : turn — licuit. Bl. 4»: g)®itur — in*
icUigee. Bl. 4 b : @s — eo. (Sic) | = LAVS DEO. Darunter:
MIL Jahrgug. 1
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a
ft
42 Zeilen auf der vollen Seite.
n.
bl i»: 90tombu8 SRouuS bi. i» : 2Clbertcu§
DCfpUCtuS 8ttUrenttO | $etri be mebicia falutem plutimam
Dtctt. | ©93Pf"o«&u* — pfamga: Bl. 2»: fcie$ — recipieba =
Bl. 2": nut: — SBretetea Bl. 3«: utlu — fon Bl. 3 h : tibud
— Figur:
5 5
5 5 5 5
5 5 5 5 5 5 (SanopuS
5 5 5 5
Bl. 4« : $oft — fufficiar. Bl. 4 b : Die bei No. I. dargestellte
Figar — ea. | 8au* Deo.
40 Zeilen auf der vollen Seite.
IH
bi. aJftmbuS 9touu& bi. i. :
aefyuctu* Jaurentio ^Jetri be me | Wei* falutem ptutimam
bfcit. | ©93pettoribu$ — in Bl. 2 a : ipfa* — fyabente* Bl. 2b:
in — inu Bl. 3»: merabtttum — Figur, wie bei Nr. II. an-
gegeben. Bl. 3 b : tyvft — fufficiant. BI. 4»: Figur, wie bei
Nr. I. und II. — ea. | gau* £)eo. Bl. 4 b weiss.
45 Zeilen auf der vollen Seite.
Schlussworle aller drei Ausgaben (ohne Abkurzungen und
abweichende Interpunction :
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a
Ex Italica in Latinam linguam jocundus interpres hanc
epistolara vertit, ut Latini omnes intelligant , quam mulla mi-
randa indies reperianlar et eorum comprimatur audacia, qui
coelam et majestatem scrutari el plus sapere quam liceat
sapere volunt: quando a tanto tempore quo mundus coepit
ignota sit vaslitas terrae et quae contineantur in ea.
IV.
Sechs unbezeichnete Blatter mit den Signaturen A ij und
A iij, in Quarto. 37 Zeilen auf der vollen Seile:
bl l*. SBon bee new gefimbe Region bte
XOO\ I «in welt genennt mag roerben, 2)urc$ ben grifhnlidjen
jfiijmg von tyoxtUQaU, tounbetbaxlid) erfunben. (Grosser, den
Obrigen Raum der Seile einnehmender Holzschnitt, welcher
den Konig von Portugall, das portugiesiche Wappen haltend,
darsteiu.) bl ib: 2CK>ertcu8 SSefpuctiuS gaitrentto
$)etrt Srancifct I u mebid* »u fl rAef. i 3n |jo =
BL 2«: an — gu BL 2 b : ftunban — erb BL 3*: ti<$d — e$n
BL 3 b : £ert — leben. BL 4a: tool — meifter BL 4b: tyoli*
detud — umnB Bl. 5*: barlicty — t>be BL 5 b : rig — ge
BL 6a: nanten — % ©ebrutft tyn 9?urnberg | burcfc 9Bofffgaiig|
Quebec. Darunler in der Hitte der Reichsadler mit der Krone,
rechts das Wappen der Stadt Nurnberg mit dem halben
schwarzen Adler, links ein anderes Wappen derselben Stadt:
eine gekronte Harpye oder ein Adler mit gekrdntem Jung-
frauenkopfe.
Der ubersetzlen Schlussschrifl ist hinzugefugt: 8lup latem
ift bift (sic) mifftue Xeutfdj gejoge aujj bem exemplar bad von
5J}ati$ fam 9m maien monet nadj S^ripi geburt, gunfoenfyun*
bert *>nnb funff jar.
In demselben Bande, welcher die beschriebenen Ausga-
ben des Mundus novus und der deutschen Uebersetzung ent-
halt, befinden sich, voranstehend, zwei Exemplare (das erste
mit gleichzeitigem Handschriftlichen unter dem Epigramm)
der Stephan Plannck zugeschriebenen Ausgabe Nr. 1. der
Epistola Cristofori Colom, etc. (Hain, Repertorium biblio-
graphicum. V. I. p. 2. S. 174. Nr. 5489 j Brunei, Manuel, 1. 1.,
S. 734, Graesse, Tresor, t. II., S. 228. Die Schlussworte des
Briefes sind in den Exemplaren der Commerz-Bibliolhek so
gestellt: 3Siifbone pribte 3bu$ SWartii. | SfyriftofotuS (Solom
Dceane clafftS ^refectu^.) Der deutschen Uebersetzung des
Mundus novus folgt: Gesta proxime per Portugalenses in
India. Ethiopia, et alijs orientalibns terris, die beiden von
1*
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4
Brunei (Manuel, t. II., S. 395, angefuhrlen Ausgaben, Colo-
niae 1507, per Joannem Landen , und Nurenbergae per Jo-
hannem Weyssenburger, gleichfalts 1507, beide vier Blatter,
Quarto. Das letzte Stuck des kleinen Colleclivbandes gros-
ser bibliographischer Sellenheiten ist: Serenissimi Emanuelis
Portugalliae regis ad Julium II. Pont. max. Epistola, etc.
(Brunet, Manuel, I. II., S. 157.)
A n z e i g e.
Histoire de la Bibliotheque Mazarine depuis sa fonda-
tion jusqu'a a nos jours, par Alfred Franklin, attache
a la Bibliothfeque Mazarine. Paris, A. Aubry,
1860. 8".
Le nom de cette bibliotheque fait suffisamment connattre
quel en fut le fondaleur; le c^lebre cardinal qui joua un si
grand r61e sous la r6gence d'Anne d'Autriche avait le gotit
des collections; il reuoit un grand nombre d'objets de prix
en tout genre, de tableaux, de livres. Lorsqu'il fut oblige de
quitter la France au plus fort des troubles de la Fronde,
ses ennemis livraient a une vente publique la majeure par-
lie des volumes qu'il avait r6unis k grands frais. Ce qui
resta, joint aux richesses nouvelles qui lui procura l'activit6
de son bibliothecaire, le savant Naude, formait encore lors-
que survint la mort du cardinal , une reunion importante.
II la legua au college des Quatre-nations qu'il avait fonde;
des accroissements assez lents mais continues pendant plus
d'un Steele l'eleverent a plus de 60,000 volumes. La revolu-
tion survint; elle conflsqua tous les livres des couvents suppri-
mes et des Emigres; elle les repartit entre les bibliothfcques
publiques. La Mazarine obtinl ainsi 50,000 volumes environ.
Aujour'dhui ce qu'elle repoit chaque annee est peu de chose.
On ne dispose pour les achats que de la faible somme de
1500 Francs; on repoit des ministeres quelques ouvrages pro-
venant des souscriptions. Tout cela ne fait entrer qu'une
bien faible quantite d'ouvrages contemporains, et la Maza-
rine, trfes riche en volumes imprimis de 1500 a 1650, est
fort pauvre en fait des livres mis au jour au dix-neuvifeme
siecle.
Mr. Franklin est tente de se feliciter de cet etat des
choses; la Mazarine ne possedant guferes que de serieux
ouvrages d'erudilion est protegee par sa pauvret6 meme
contre Tinvahissement des habitues de cabinets de lecture.
Les desoeuvres qui regardent les bibliolh&ques publiques
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9
comme des chauffoirs ouverts a lous ne s'y hasardent gla-
res, et les lecteurs qui s f y rendent sont des travailleurs
s6rieux.
Nous laisserons de c6t6 une description detaill6e do
local, et nous indiquerons ce que poss&de de plus inces-
sant cette bibliothfeque regardee a bon droit comme un mo-
dele de tenue. II y rfegne un ordre, une proprele parfaite;
les parquets sont cir6s avec soin ; les tables des lecteurs sont
couvertes de tapis.
Le nombre des Editions du quinzifeme sifecle s'61feve a
1300 environ; parmi les plus precieuses on distingue la
Bible dite Mazarine (par ce que c'est cet exemplaire qui a
le premier attirS 1'atlention des savanls), qu'on croit impri-
mee a Mayence vers 1454 par Gutenberg; 2°., la Bible impri-
mee par Fust et Schoyffer avec la date de 1462, exemplaire
sur velin ; 3°., Cicero, De Officiis, Moguntiae, 1466, 4°.,
la Bible imprimee par Eggesteyn, 1468, exempl. sur velin;
5°., les editions origi nales de Pline, de Cesar et de Aulu-
Gelle, 1469; de Justin, de Sn£tone, de Tite-Live et de Mar-
tiale, 1470; de Silius Ilalieus, 1471; de Macrobe, de Varron,
de Plaute, de la Divinia Comedia de Dante, 1472; d'Ammien-
Marcellin, 1474; des Opera omnia de Seneque, 1475; de
l'Anthologie, 1494; d'Aristophane, 1498.
On peut signaler encore: Fichet: Rhetoricorum libri III,
volume imprime a Paris, vers 1470 et qu'il est presque im-
possible de rencontrer aujourd'hui, la Bible en 2 vol. in fol.
publiee dans la meme ville en 1476; le Missale Carnotense,
1482, exempl. sur velin ; la traduction fran^aise de la CiU de
Dieu de Saint Augustin, mise au jour a Abbeville en 1486,
les Peregrinaciones de Breydenbach, Mayence, 1486 ; le ro-
man de Lancelot du Lac, 1488, 2 vol in fol.; l'Euripide de
Florence, 1496.
Les impressions d'Antoine Verard, si vivement recher-
chees en France et en Angleterre, sont dignement represen-
tees par le Litre de Matheolus, 1492; le Miroir historial
de Vincent de Beauvais, 1494, le Pelerinage de vie humaine,
par G. de Guilleville, 1499 ; le Stjour d'honneur d'Octavien
de Saint Gelais etc.
Les ouvrages imprimes sur velin, posterieures k l'annee
1500 et que possede la Mazarine sont au nombre des 40 en-
viron; les plus dignes d'attention sont VArbre des batailles
par H. Bonner; Thucydide, traduit par Claude de Seyssel,
Paris, 1527, in fol, le Portrait de la Reyne, par de La Serre,
Paris, 1644. 4°. ; exempl. offert a Anne d'Autriche et somp-
tueusement decore.
Des Heures, des livres de liturgie se trouvent aussi en
assez grand nombre.
Parmi les ouvrages de tout genre conserves dans le
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depdt en question, on peut mentionner bien des raretis d'an
prix veritable. La th6ologie est fort riohe ainsi que dansles
anciennes collections qui remontent a quelques siecles. On
doit indiquer plusieurs Bibles polyglottes, nottament celles
de Ximenez et de Walton; 29 bibles hebraiques; 80 bibles
latines (celle de 1542 publiee par Servetja Vulgate de 1590).
La liturgie, la patrologie sont des sections trfcs riches. On
doit regarder comme fort precieux un exemplair sur velin
d'un ouvrage de Philippe de Mornay: Advertisement aux
Juifs sur la venue duMessie x Saumur 1607. 4°.; les marges
portent de nombreuses corrections.
La jurisprudence el la medecine offrent une fort grande
Suantite de livres anciens et precieux, mais en fait de pro-
uclions modernes, il y a bien peu de chose.
La linguistique est bien representee; nous mentionnerons
rEsclaircissement de la langue franQoise par Palsgrave
(Paris, 1530. in fol. ; livre d'une excessive rarete, mais qui a
6le reimprime en 1852 avec une introduction par Mr. G6rin,
dans la collection des documents mis au jour sous les au-
spices du minist&re de Pinstruction publique.
La literature ancienne est noblement representee a la
Mazarine; nous nous bornerons k signaler 1'Homere de
Rome, 1550, l'Anacreon, publie en 1639 par l'abbe de Ranee,
alors fort jeune et qu'il supprima plus lard autant qu'il le
put; redition princeps d'Eschyle, 1518.
Mentionnons comme des raretgs bien remarquables la
Galeomyomachia, petit en 4°. Sans dale, opuscule imprime
avec les corrections grecs dont Aide l'ancien faisait usage vers
1494 (un exemplaire de ce precieux livre s'est paye jusqu'a
1105 fr. vente Uelasize k Rouen en 1846), et 1' Becatelegium
de Maximus Pacificus, imprime a Camerino en 1523, recueil
de vers fort libres qui loulefois choquait si peu les id6es de
bienseaoce de Tepoque que Umprimeur de celle edition y
mellait son nom en toules letlres, circonslance que presenle
6galemenl Tedition anterieure et plus precieuse de Florence,
1489 (un exemplaire de celle-ci s'est successivement adjuge
466 el 570 fr. aux ventes Nodier et Libri). N'oublions pas le
Scenophilax de L. Scaranus (Venetiis, 1601) ouvrage peu
connu et que le Manuel du Libraire menlionne comme digne
de 1'attention des savants. La collection ilalienne a une tres
haute valeur; indiquons seulement cinq editions precieuses
de I Orlando de l'Ariosle, 1524, 1537, 1543, 1542 et 1555,
et un exempl. sur velin des po6sies de Paolo Giordano II.
due de Bracciano.
II y a peu d'ouvrages reellemenl rares dans la classe des
pontes fran^ais; les anciens romans de chevalerie sont assez
nombreux.
Dans la classe des faceties et des livres relalifs aux
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femmes, est distinguie VInvectiva coetus foeminei de J. Mo-
tis, le singulier ouvrage de G. de Minut: De la beauts, dis-
cours dicers aveclaPaulegraphie, ou description des beau-
Ms tune Dame Tholosaine Paula, 1587 *) et le Puttanismo
romano de Baltassaro Sultanini.
La classe de Phistoire prtsente le recueil des hisloriens
des Gaules commence par les Benedictins, continue par Paca-
d6mie des inscriptions et parvenu aajour'dhui a son 22 vo-
lume; d'importantes collections de Memoir es, les recneils
publics par Muratori; ('edition princeps de Pausanias, Aide,
1516 (exemplaire de Diana de Poitiers), les grands et petits
voyages publies par de Bry.
Les manuscrits sont dignes d'une mention sp6ciale; its
sont au nombre de 4000 environ; presque tons proviennent
des depots litteraires 6lablis pendant la revolution. II est a
regret I er qu'il n'en ait pas encore M publie un inventaire
raisonne; Haenel dans son catalogue imprime en 1830, n'en
a signale que 17; le Dictionnaire des manuscrits public par
Pabbe Migne en 2 vol. in 8°. a donne une liste fort exacte
dress6e par Mr. Cocheris des codices que poss&de la Maza-
rine et qui se rapportent a la thiologie, mais c'est une enu-
meration circonscrite dans les bornes d'une specialile.
On compte 46 manuscrits du tente entier de la Bible en
latin, et 10 en fran^ais; 53 manuscrits latins renferment des
portions de PAncien Testament et 49 du Nouveau. Parmi
ces derniers il en est un du neuvieme siicle contenant les
Acles des Apotres, PApocalypse et les Epitres de Saint Paul.
• Les riluels, oraisons, heures, missals sont fort nombreux,
et il en est qui sont decores de trfes jolies miniatures. Les
Merits des Pfcres et des auteurs ecclesiastiques se comptent par
centaines; la Legenda aurea est representee par quatorze
copies. Un Plutarque du quatorzifeme sifecle a fourni des
variantes nombreuses pour Sedition publiee par Messieurs
Didot. Une copie du Livre de chasse faict par Gaston, diet
Febus comte de Voix (14. siicle, sur velin) est orne de 91 mi-
niatures Ires remarquables. Un manuscrit de Phisloire de Cas-
siodore, du douzieme sitcle, estnon moins artistement d£core
ainsi qu'une traduction latine de Josfephe qui paratt avoir ele
transcrite en Italie et un Val&re- Maxime translate pour Char-
les V, roy de France.
Une foule de Mimoires et de recueils de Lettres sont
d'une grande importance pour Phistoire de France, au dix-
septieme siecle surtout.
1) On peut consnlter a I'egard de ce livre etrange one longue no-
tice de Mr. Leroux de Lincy dans le Bulletin du bibliophile (Paris, Te-
chener) 1849, p. 83 - 96. En 1»55 un exemplaire a ete paye 260 fr.
a la vente Renonard.
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Cette analyse n6cessairement succincte donne, noos l'es-
p^rons, une id6e sufOsante de rinl6ret qu'offlre le travail de
Mr. Franklin. Ajoutons que ce volume est imprime avec
beaucoup de soin, sur bon papier fort, et qu'il n'a 6te tir6
qu'a un nombre assez reslreint d'exemplaires. II reunit done
toutes les qualitSs requises pour que les bibliophiles lui fas-
sent le meilleur accueil.
Bordeaux. & BruneL
Der alte Codex des Neuen Testament's im Domschatze
zu Fulda und Ranke's Specimen desselben.
Mitgetheilt
von
Dr. Anton Ruland,
K. Oberbibliothekar in Wurzburg.
Bekanntlich besitzt Fulda drei uralte Codices, welche
als Reliquien des teutschen Apostels S. Bonifacius gelten
und bereits 1723 von Schannat in einem eigenen Anhange
zu seiner „Vindemiae literariae a unter der Aufschrift: „Con-
spectus trium vetustissimorum Codicum, ex illis, quos in ipso
martyrii Campo, ubi 8. Bonifacius Archi-Episcopus cum so-
ciis gloriose occubuit, manus fldelium reoollegerunt , ac in
sacrarium Fuldense deportarunt u eine Beschreibung unter Bei-
gabe von in Kupfer gestochenen Schriflproben gefunden ha-
ben. 1 ) Dort beginnt er die Beschreibung des I. Codex mit
den Worten : „Codex est, mille ducentorum circiter Annorum,
argenteis Fibulis ac Lamellis hinc et inde rudi Opere, prout
ilia ferebant tempora, satis et ad Venustatem excultus, habens
in altum Pollices XIV. in latum VI. Folia vero ex levi eaque
tenuissima membrana prope CCCCC. prolixam enim Argumen-
torum seriem in se compleclilur u
Er theiil hierauf den Inhalt mit, der in folgenden Stiicken
besteht:
I. Harmonia IV Evangelistarum
also die gewohnlich in den alten Evangeliarien vor-
kommende nach „Canones getheilte kurze Harmonie
mit der Vorrede des Bischofs Victor von Capua. 3 )
II. Tabula lectionurn
oder das kirchliche Directorium fur die Lesestucke
1) Vergl. Serapeum 1859: Die Bibliothek des alteo Benedictinerstifts
zu Fulda. S. 308. 309.
2) Ob sich auch die 4 Rvangelieo selbst vorfinden, sagt Schannat
nicht.
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(Pericopen), weil beknnntlich diese sehr haufig nicht
aus den Lectionarien, sondern uranfftnglich aas dem
gerade vorhandenen Bibelcodex selbst genommen
oder gelesen wurden
III. Epistolae Vault Apostoli
mit der apocryphen Epistola ad Laodicenses. Diese
Briefe sind uach Maassgabe obiger Tabula abgelheilt.
IV. Notatum: Quibus locis Apostoli jaceant.
Eine karze Benennung jener Stadte, wo die Aposlel,
dann S. Stephan, Johann der Taufer, Barnabas und
Silas ruhen.
V. Actus Apostolorum.
Diese sind in 74 Abschnitte getheilt.
VI. Epistolae canonicae
beginnend mil der Epistola S. Jacobi ad dispersos.
VII. Apocalypsis
welcher die Verse des Papstes Damasos in B. Pau-
lum beigeschrieben sind.
Dieser Codex ist in einem ausgezeichnet schonen Uncial-
charakter geschrieben, der leichl verfOhren kdnnie demselben
noch ein weil hdheres Alter zuzuschreiben, lande sich nicht
eben die Vorrede des Bischofs Victor and was noch be-
merkenswerther ist, am Schlusse der Acta Apostoloram die
eigenhindige fast den Tironischen Noten ahnelnde Cursiv-
Unterschrift desselben
-n.
>t* Victor famulus XPI et ejus gratia Episc.
Capuae Leg. VI Non. Mai. d. Ind. Nona qu'q. p. 6
basilii u~~c cq.
welche Schannat gelesen hat:
VICTOR. FAMULUS. CHRISTI. ET. EJUS GRATIA. EPI-
SCOPUS. Ck?VM. LEGI. VI.NONAS. MAI. DIE. INDICTIONE.
NONA. QUINQ. POST. CONSULATUM. BASILII. V. C.
Das fOnfte Jahr des Consulats des Basilius, zusammen
fallend mit der Indictio nona ist nun das Jahr 546 der Christ-
lichen Zeitrechnung.
Schannat filgt bei: „Extat et alia hujusmodi Inscriptio
Autographa in fine Apocalypsis, sed magna sui parte ita
obliterata ac deformata ut praeter haec quae sequuntur, aliud
quidquam inde eruere haud licuerit:
VICTOR. FAMULUS. CHRISTI. ET. EJUS. GRATIA EPISCO-
PUS. CAPUE. LEGI. ET. APUD
IND. NON
, LEGI. IND. X. DIE
PRID. IDUUM. APRIL.
Ex quo nihilominus colligimus Victorem, non nisi Anno
f^roxime sequenti nempe D XL VII hujus codicis absolvisse re-
ectionem, quam ad exemplar alterius libri, ea qua par erat
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allentione instituil, multa enim lam in ipsa sua praefatione,
quam in contextu erasa vocabula, multa alia substituta, menda
etiam quamplurima sublala, et quae oscilanter per scriptorem
omissa erant, sedulo adschpta: ne autem frequenti hac ad-
jectione aat immutatione, Codicem temere interpolatum crede-
ret Posterilas, id suum esse faclum lestatus est. dum nbique
praeserlim initio cujusque Epislolae Canonicae, haec symbola
X F id est Christi Famulus et sub finem Legi propria appo-
suit manu . . . Ho. iLc.
Dieser Codex ist es nun, welchen Herr Consistorialrath
Professor Dr. Ranke, dessen voilreffliche Bearbeilung ante-
hieronymianischer Version-Fragmeute f ) sattsam bekannt ist,
sich zum Gegenstande seiner Forschungen gemacht hat, da
er eine Ausgabe des ganzen Codex beabsichtigt. Das funf-
zigjabrige Besteben der University Berlin, welches vielfache
BeglQckwunschungen hervorgerufen, gab auch der University
Marburg Anlass zu einer Festschrift des Tilels:
Inclytae
Universitati Literarum
Berolinensi
Idibus Octobribus A. MDCCCLX
Semisaecularia
celebranli
gratulatur
Universitatis Literarum Marburgensis
Prorector cum Senatu.
Inest Ernesti Ranke Specimen
Codicis Novi Testamenti Fuldensis.
DATUM MARBURGI
MDCCCLX.
yorzuglich schon und zwar Berolini typis Academicis — auf
31 Quartseiten gedruckt, der drei vortrefflich facsimilirte
Schriftproben beigeffigt sind.
S. 8. beginnt nun Ranke's Abhandlung : „Extat inter reli-
quias sancti Bonifacii, quae ad thesaurum ecclesiae cathe-
dralis Fuldensis pertinent, venerandae antiquitatis codex mem-
braneus, Novum Testamentum ex versione Hieronymiana con-
tinens, anno p. Chr. n. DXLVI iteratisque curis DXLV1I a
Victore Capuae episcopo propria manu correctus et complu-
ribus eiusdem subscriptionibus signis atque adnotalionibus
instructus. Cuius pretium quum multiplex est, turn in ea
maxime re cernitur, quod inter antiquissima est versionis
1) Fragments versionis latinae antehieronymianae propheUram Ho-
seae, Ainosi, Michae , aliorum. K codicibus mscr. emit, atque adnotat.
crit. instruxit K. Ranke. Acced. tabul. lapid. inc. Marburgi. 1857—58.
Fasc. I. II. 4°-
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5$. Scripturarum Hieronymianae documental Iodem Raoke
nunmehr in gedrfingten Won en die wirkliche Bedeutung and
Wichtigkeit dieser Version hervor hebt, fugt er die Worle
bei: „Hancigitur versionem, theologorum quidem summo studio
et historico et critico dignam, si quis codex vetustus authen-
ticam continet, is optimorum numero monumentorum recte
videtur accenseri."
Was Raoke nuo wollle. bezeichnel er mil den weiteren
Worten: „Hac vero data solemni occasione aliquod codicis
specimen edendaro atque ea adornandum ratione curavi, qua
illius, quantum per artem typographicam liceret, quasi ima-
ginem oculis lectorum proponerem." Er giebt nun als solches
Specimen den Brief des h. Jacobus, und zwar hauptsach-
lich gerade diesen Brief — „quia adnotationibus saeculo uti
videtur Mil charactere Anglosaxonico ad marginem scriptis
instructs est, quae a nemine adhuc, quod sciam, lectae nedum
editae, sicuti lectorem archaeologiae peritum ipsa scrip turae
difficultate ad legendi conatum provocant, ita Novi Test, in-
terpretem sacraeque exegeseos aestimatorem historicum argu-
mento suo alliciunt et deleolant. u
Ranke's Meinung, dass noch Niemand diese Annotationes
ffelesen babe, ist ubrigens irrig, falls man Schannat's Worten
Glauben schenken darf, wenn er in seiner obigen Beschrei-
bung sagt: .Eandem epistolam, postmodum manus recentior
(noo ilia S. Bonifacii, ut perperam putanQ caractere Saxonico
cursorio , ad marginem brevibus commentariis illustravit, quos
postquam exscripsimus , non tanti nobis visi sunt, ut hie
adjiceremus ... Uebrigens war Schannat zu wenig Theo-
loge, urn fiber den Werth dieser Annotationes oder dieses
kurzen Commentars richtig geurtheilt zu haben. Diese Anno-
tationes, welche Ranke als „Scholia incertae originis u in hochst
dankenswerther Weise S. 19—29 herausgab, tragen so ganz
das Geprage dcr Aulorschafl eines Missionars aus Schottland
oder England, der diesen Codex im 8. Jahrhundert benutzte
und hier die Resultate seines Wissens und Nachdenkens bei
der Lecture dieses wunderschdnen so recht zum Herzen spre-
chenden Briefes niederlegte. Man vergleiche z. B. nur die
Glosse zur Grussungsformel n salutem u . „Salus vera est
credere et episcopum audire qui salutem ministrat audienti-
bus. u Lasst sich eine bessere Accommodation dieser Worte
fur einen Missionar ausdenken, als sie hier gegeben ist?
Die*Noten selbst, wenn auch in demselben Charakter, sind
jedenfalls zu verschiedenen Malen , vielleicht selbst yon zwei
verschiedenen Handen, wie Ranke ganz wohl bemerkl, ge-
schrieben, obschon fiber letzteren Punkt ein sicheres Urtheil
sehr schwierig, bei einem aber noch so trefflichen Facsimile
unmdglich ist, weil man selbst den Codex vor sich liegea
haben muss, urn hierfiber einen Totaleindruck zu gewinnen.
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Die drei Schriftproben, gefertigt von dem Gasseler Pho-
tographen Kegel „adjuvante artifices Amando Keitz, biblio-
thecae Fuldensis praefecto observantissimo atque de ipsa co-
dicis edilione optime merente" sind vortrefflich. Die ersie
enlhait Actorum XXVIH. 26—31., die zweile: Jacob. I. 1 —
11., die drilte Jacob. I. 11—18.
Anlangend nun den antiquarischen Werth dieser Hand-
schrifl, so ist sie offenbar eine der ftltesten existirenden, und
wir wussten nur zwei ihr vollkommen ebenbBrtige Evange-
lienhandschriflen in Deutschland ihr zur Seite zu stellen,
nfimlich den Codex Evangeliorum S. Kyliani des alten Dom-
stifts zu Wurzburg, welchen der Frankenapostel S. Kylian ira
Jahre 685 aus seinem Vaterlande — Schottland — mitge-
bracht, und den Codex S. Burcardi, des ersten von S. Boni-
facius geweihten Wurzburger Bischofs, welcher Codex dem
Fuldaer sehr ahnlich und sicherlich Rdmischen Ursprungs ist,
indessen ersterer auf Kylian's Heimatland hindeutet. Von die-
sem Codex S. Kyliani schreibt Joh. Georg v. Eckhart in sei-
nen ^Commentariis de rebus Franciae Orientalis" dort wo er
eine Abbildung der kostbaren Elfenbeinsculplur dieses Codex
giebl 1 ): „Asservatur in thesauro Ecclesiae cathedral is sacro
liber Evangeliorum S. Kiliani ejus aetate si non superior sal-
tern compar M indessen er nochmals auf den Codex zuruck-
kommend sagte: „Pandectis Florentines aetate par si non
superior. 11 An diesem Codex haflete tausendjahrige Tradition,
dass er das Handbuch des h. Kylians gewesen sei, wesshalb
er auch immer abgesondert bei dem „Heiligthume u als Theil
desselben aufbewahrt und mil demselben jahrlich am S. Ki-
lianstage dem Volke zur Verehrung ausgesetzt ward. 3 )
Die merkwflrdige Sculptur selbsl ist bekanntlich in neue-
rer Zeit ofters Gegenstand der Besprechung geworden. Auf
den wissenschaftlichen Werth des Codex kann naturlich hier
keine Rucksicht genommen werden.
Anlangend den Codex S. Burcardi, so ist derselbe in
diplomalischer Beziehung ein vorzugliches Denkmal des Al-
terthums, dessen Vorderdecke) durch eine eingelassene Elfen-
bein-Sculptur — die Mutter Gottes und S Nicolaus — nooh
uberdies einen vorzuglichen Kunstwerth erhalt.
Im Uebrigen kann man sich nur freuen, wenn man solche
Arbeiten Ranke f s pruft. Gewissenhafte Genauigkeit giebt sich
in jeder Zeile kund.
1) Vergl.: ,,Commentarii de rebus Franciae Orientalis et Episco-
patus Wirceburgensis. Tomus I. Wirceburgi 1729. fol. p 281 und 452.
2) Oegg, Versuch einer Korographie der En- und Grossherzogl.
Haupt- und Residenzstadt Wurzburg. 1807. S. 348.
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Lateinische Lehr- und Wdrterbucher des sechzehnten
Jahrhunderts mit deutschen Intrepretationen.
Z q s a t z e,
Von
Emil Weller in Zurich.
MSmtalc (Suratoru | prebicanbi prebend mobu: lam (atino|
qj imlgari fermone practice illumi|natu: cum certtd aUjd ab cura|
animaru ptinentibud : | omnibus curatig | ta cobucibile qg falubre.
Am Ende: fteliciter ac faufto finit liber animo: | laboriofa bilU
aentia 93afilee im|pref[u$: 3lnno fructifere I incarnationid 2Ril|
leftmo quingen|teftmo octavo | SJlefid jt>o | UJtarcij. 8B1. Vorst.,
127 gez. Bl., 1 Bl. leer. 4. Auf dem Titel Mich. Furter's
Druckerzeichen. — In Basel (wo auch die Baseler A. von
1503 and 1514 sich befinden).
SJocabuta pro juuenibud. Am Ende: 9?urnberg, 3ol).
SBe^jfenburger o. 3. (a 1512). 18 Bl. 4. — Janfermannsches
Verzeichniss. 1860. Nr. 360.
5Bocabulari*|ud rerum. Am Ende: Smpreffum fpir. Slnno
bfu\ 3K. b. ir. | 8aud beo. 2 Bl. Vorsl. u. 46 gez. Bl. 4. mit
Titelwappen. — In Frauenfeld (Kantonsbibl.). Ganz unbe-
kannte Ausgabe.
45ocabula*|riuS: primo poneS bt^jcttoned tl)eutonica$. in
lingua Becnacuia. | tyoftta latinaft: er quo incipieS bifcere: po-|
terit fcire: quomobo tfyeutonica verba. latt*|ne loquatur aut feci*
bat. j Sin orbenlic&e anje^lgung: roie man ein tyegflidjd teutfet?
roort | ju latyn rebe mag. (Sinem tyeben letyen bed | *>erftanb$
bed latynd begirig: t>aft nufrlid). Am Ende: Smpreffum 2lr*
gentine per Ijoneftu | Dirum 3Jlatf)iam £upfuff | Stnno falutift
noftre. 2Jtil ( leftmo. quingentejtmo. | becimo quinto. 188 Bl. 4.
m. Tiieleinf., worin unten das Druckerzeichen. — In Basel.
3oanni$ ^iniriant ^rompiuaruim ttocabulorum. Am Ende:
Argentine, 3- Jtnobloucty 1520. 4. — Junfermannsches Verz.
1860. No. 604.
Nomenclatura rerum domeslicarum. Norimberge apud
Fr. Peypum. 1530. 12. — Diefenbach, Glossarium XX. Dem
Auszuge aus Pinicianus von 1521 enlsprechend.
Gemma gemmarum de nouo iterum emendata cum multis
addilionibus. Impr. Colonie per Marlinam de werdena prope
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domum consulatus id vico burgensi vel die borgerslraes com-
morantem anno domini 1507 feria 4 post. f. assumpt. Marie.
4. — In Liibeck u. Budingen (Gymoasialbibl.) Diefenbach XX.
Niederrheinischer Dialekt.
4JocabulariuS op | ttmg ©emma bictq. qui fere t Duo | bud
milibq t>ocabuli$. ptiuS negle|cti$. Ijaub mobico labore abauct9|
t emebatior effect9 e Srptifftmoru | t>iro4 tejitonia lucibe fuptn*
buceS | t)ulgariq3 eloqofuccincti t>ta pfingeS. cuilibet legeti multu
pfutur9. | 2lb lector? (Sarmen | (4 Sifii^en) | ©emma gemmatu
Am Ende: 3mpffa Sipfcf | © SWelctyiot Setter. Slnno tori! 9Ril*
leftmo. qnge | teftmooctauo. $)te 2une mcejtmaefnta SRarcij. 34
Bog. Oder 202 Bl. 4. m. Titeleinf. — In Frauenfeld. Panzer
unbekannt.
SMctionartum quob | ®emma gemma^ t)o|cant: nuper cajii*
gatu. 3)i quo ntyil eorum: | que in ptioribuS ercu | fa funt:
bejtberantur. Am Ende: 93ocabulatiu$ @emage|maru biltgenter
reutfu* et caftigatuS : ac abbittoibg, augme | tatud. impreffufq$ x
imperiali opptbo ^augenam p in^|buftriu £enricu ©ran inibi
incola impejte ac fumptibj circiifpecti t>iri ardjibibliopole | 3oamti*
Sfynman be Dringan) fi nit fcliciter. Stnno Birginei | partus WliU
leftmo en* | geteftmo. jciiij, me* | fe SKouem | bri. 156 Bl. 4.
(letztes leer) m. Tileleinf., worin unten das Druckerzeichen. —
In Basel. Daselbst auch die Strassburger Ausg. von 1520.
2}ocobuIa* | riud 8atini$ ®al«|liri0 et Iljento-inicid t>erbid|
fcriptum. Am Ende: ©etrudt ju Strafcburg | burd) 2Watt)i*
#upfuff | 9lnno bni. 3K. 2). rt>. 30 Bl. 4. (letztes leer) m. Ti-
teleinf., worin unten das Druckerzeichen — In Zurich (Stadl-
bibl.) und Wien (Ambras). Ein sellener, bisher nur im An-
zeige-Blatt des 99. Bandes der (Wiener) Jahrbucher f. Lit.
erwahnter Nachdruck des Lyoner Buchleins von 1514.
Hans Sachsens Gedichte.
Eine Bibliographic
von
Emil Weller in Zurich.
Hans Sachsens Reimgedichte und Spiele sind von ihm
selbst gesammelt als:
Sehr Herrliche Schdne vnd warhaffte Gedicht. Geistlich
vnnd Weltlich, allerley art, als ernstliche Tragedien, liebliche
Comedien, seltzame Spil, kurzweilige Gesprech, sehnliche
Klagreden, wunderbarliche Fabel, sampt andern lecherlichen
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15
schwencken vnd bossen pp. Welcher stuck seiod dreyhun-
hundert vnnd sechs vnnd sibentzig. Darundter Hundert vnd
sibentzig stfick, die vormals nie im truck aussgangen sind,
yetzond aber alter welt zu nutz vnnd frummen inn Truck
verfertigt. Durch den sinnreichen vnd weyt berumbten Hans
Sachsen, ein liebhaber teudscher Poelerey, vom M. D. XVI.
Jar. biss anf diss M. D. LYIII. Jar, zusammen getragen vnnd
vollendet Getruckt zu Nurnberg bey Christoff Heussler.
155a Fol.
In zweiter Ausgabe ebd. 1560. Fol.
Der II. Band, 1560, enthalt 310 bis auf eines ungedruckte
Stucke, der III. Band, 1561, enthalt 102 Stucke.
Dritte Ausgabe: I. und II. Band. Nfirnberg, bey Joachim
Lochnern. 1570. Fol. III. Band, ebd. 1577, IV. Band, 1578,
V. Band, 1579.
Vierte Ausgabe: Sehr Herrliche SchOne vnd Warhaffle
mancherley Art gebunden Gedicht etc. Kempten, C. Krause.
1612—16. 5 Theile. 4.
Von Hans Sachs berichten eingehend Sal. Ranisch
(Hist, kritische Lebensbeschreibung Hans Sachsens. Alten-
burg. 1765) und J. L. Hoffmann (Hans Sachs. Sein Leben
und Wirken. Nurnberg. 1847). Von neueren Anthologien u. s. w.
sind zu nennen:
Proben aus Hans Sachs Werken, von Berluch. Weimar.
1778. 8.
Gedicht, Fabeln und Schwenck. In einem Auszug aus
dem ersten Buch mit Worlerklarungen von J. H. H. (Hfislein).
Nurnberg. 1781. 8.
Hans Sachs' Werke, herausg. von J. G. G. BQsching.
1—3. Buch. NQrnberg. 1816—24. 8.
Historien und gute Schwanke. Herausg. von Konrad Spat (W.
A. Gerle). Pesth. 1818. 8.
Hans Sachs im Gewande seiner Zeit oder Gedichte dieses
Heistersangers in derselben Gestalt, wie sie zuerst auf
einzelne, mit Holzschnitten verzierte Bogen gedruckt, vom
Burger und Landmann urn etliche Kreulzer gekauft, an
die Wande und Thuren der Wohnstuben geklebt, und auf
diese Weise uberall unter dem deutschen Volke verbreitet
worden sind. (Von R. Z. Becker, mil 24 Foliodrucken
nach Ex. der Gothaer Bibl.) Gotha 1821. Fol.
Hans Sachs. Eine Auswahl von J. A. Goz. Nurnberg. 1824 —
1830. 8. 4 Bdchn.
Schwanke. Herausg. von J. A. Nasser. Kiel. 1827. 8.
Hans Sachs. Auswahl von G. W. Hopf. Nurnberg. 185(J. 8.
2 Bdchn.
Von den vielen einzelnen poetischen, nicht dramatischen
Slacken, welche Hans Sachs wahrend seiner langen Lebens-
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zeit, 1494—1578, drucken liess, warden mir folgende be-
kannt:
1. — Yier fchoner fluck: Acteon zu eim Hirfchen wur. Lu-
cius gewann Efels natur Athalanta wardt eine Ldwine
Aragnes eine gifftige Spine. Nurnberg, Georg Merckel
o. J. (c. 1553). 8 Bl. 4. mil Titelholzsch. — In Berlin
und Nurnberg.
1. Ovidius befcbreibet fchon | Von einem junglich
Acteone etc.
2. Als Lucius Apuleus etc.
3. Ein Jungfraw hiefs Athalantha etc.
4. Ovidius befchriben hat etc.
2. — Die fiben anftdfs eines Menfchen der von dera Berg
Sinay des Gefetz, zu dera Berg Zton des Evangelj gehn
will. o. 0. (Nurnberg). 1553. 6 Bl. 4. rait 2 Holzsch. —
In Berlin und Nurnberg.
Schaw menfch du fchone creatur etc.
3. — Baldanderft fo bin ich genant,
Der gantzen Welte wol bekant,
Hayntz widerporft. Hans Unfleyfs. Sturm des vollen
Bergs. Das Schlauraffenlandt. Nflrnberg, Herman Ham-
ling o. J. (c. 1550). 12 Bl. 4. mit Titelholzsch. - In
Berlin und Nfimberg.
Eins abends gieng ich aufs nach fifchen
Ein gutes nachtmal zuerwifchen etc.
4. — Urfprung des Behemifchen Landes vnd Konigreychs.
Contrafaclion Thefeus des Tflrckilchen Kayfers. Ein tyran-
nifch that des Turcken. Nuremberg, G. Merckel. 1553.
8 Bl. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin, Nurnberg (Stadt-
bibl.) und im Germ. Museum.
Eins tag bat ich ein Ehrnholdt
Das er mich vnterrichten folt etc.
Urfprung des Bomifchen Lands vnd Kdnigreichs.
Augfpurg o. J. (1621). Folioblatt mit Kupfer. —
In Ulm.
5. — Die belohnung der Tugent. Nurnberg, Nic. Knorr o. J.
(c. 1540). 4 Bl. 4.
Zweyerley belonung, bayde der Tugend vnd Latter.
NQrnberg. H. Hamling o. J. (c. 1550). 4 Bl. 4.
Als ich was bey achzehen jaren etc.
Nfirnberg. 1554. 4. — In Berlin und Nurnberg.
(Fortsetzung folgt.)
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verlecer: T. O. Weigel. Druck von C. P. Melzn in Leipzig.
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SERAPEUM.
titfQrifi
fiir
Bibliothekwissenschaft, Handschrifteiikunde und
iltere Litteratur.
Im Vereine mit Bibliothekaren* und Litteraturfreunden
hera usgegeben
won
Dr. Hobert Naumann.
Leipzig, den 31. Januar 1861.
Nachricht von den Lebensumstanden
Heinrich Friedrich Otto's,
Herausgebers der Thuringia Sacra,
und den von ihm hinterlassenen Druck- und Hand-
schriflen.
Von
Hofratli Dr. Ii. F. Hesse in Rudolstadi.
I.
Heinrich Friedrich Otto war der Sohn Philipp Jacob
Otto's (vonBuchsweiler,welcher als Hohenloh-Laagenbergischer
Hofrath 1715 slarb). wurde in Ohrdruf den 18. April 1692
geboren, besuchte das dasige Lyceum bis 1709 und hierauf
ein Jahr das Gymnasium zu Ohringen; studirte in Jena, 1712
in Halle, wurde 1715 Liceoliat der Rechte in Erfurt, dann
Herzoglich Sachsischer Advokat. Den Rathstitel empfing er
von den Grafen von Hoheulohe (wahrscheinlich aber nicht
von der Bartensteinischen Linie, wie J. Fabricius und JOcher
behaupten, weil diese keinen Antheil an der Grafschaft Glei-
chen hatte). Am 9. Januar 1717 verheirathete er sicb mit
Johanne Friederike, Tochler des Amtmanns Johann Theodor
Schultess zu Reinhardsbrunn. Die Stelle als Burgermeister
XX1L Jahrgaig. 2
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(consul perpetuus) in Meissen trat er 1721 an uod schrieb
hier im folgenden Jahre seine Epist. de Ottone praeposito
Halberstadiensi etc. Die Bemuhungen, von seiner dortigen
Wirksamkeit etwas in Erfahrung zu bringen, blieben bis jetzt
fruchtlos, doch verbreiten die vor dem damaligen dortigen
Kreisamle ergangenen Acten wegen Otto's Nachlassenschaft
wenigstens einiges, aber sehr trauriges Licht uber dessen
letzte Lebensumstande und zerruttete Vermogensverh<nisse.
Von seiner Ehefrau war er seit dem 22. August 1729
geschieden. sein Tod erfolgte am 1. August 1730 nach lang-
wieriger Krankheit an der Wassersucht im vollendetem 38.
Jahre des Alters. Zu seiner feierlichen Beerdigung am 3. d.
M. waren aus der stadtischen Kasse 30 Thaler vorgeschossen
und eine Grabstatte in der Gottesackerkirche unentgeltlich
angewiesen worden. Sofort meldete sich eine grosse Anzahl
von Glaubigern, aus deren Forderungen sich ergiebt, dass
Otto bei alien mdglichen Handwerkern, in der Apotheke, bei
seinen Aerzten u. s. w. nicht unbetrachtliche Rechnungen hatte
auflaufen lassen. Auch seine eigenen Papiere bezeugen, dass
er mehrfach gemahnt wurde, Wechsel ausstellte, sich Abzuge
von seiner „ordent!ichen B&rgermeisterbesoldung," welche
jfthrlich 200 Gulden betragen zu haben scheint, gefalleti Hess,
Mobilien und Kleidungsstucke verpfandete. Auch sah er sich
oft genothigt, Burger und andere Personen urn kleine Dar-
lehn anzugehen. — Nach wenigen Monaten brach der Con-
curs aus. Er hinterliess zwei Kinder: Henrielte Wilhelmine.
welche zu ihren Verwandlen nach Reinhardsbrunn zog und
sich 1741 verheirathete, und Friedrich Wilhelm. Die hinter-
lassene Wittwe siedelte noch im J. 1730 nach Dresden uber
und schrill den 10. April 1731 zur andern Ehe mit Gottlieb
Samuel Richter daselbst. — S. von ihm Ioa Fabricii historia
bibliothecae Fabricianae. P. VI. (Wolfenb. 1724. 4.) p. 110 —
112. — (wo auch von seinen beifallig anerkannlen Leistun-
gen als Rechtsanwalt die Rede ist). — J6cher und Rotermund
— Friedrich Krugelstein, F. Honenloh. Kirchen- undSchul-
rath, Director des Lyceums zu Ohrdruf, Ueber Heinr. Fr. Otto,
Verfasser der Thuringia sacra und dessen Schrift de antiquis-
simo statu Ordruffii. 1843. 8. 12 Seiten.
II.
Von ihm erschienen folgende Schriften im Druck:
1. Oratio de mutua et felici literarum cum armis con-
junctione in republica, primum quidem in Gymnasio, quod
Oringae est, Hoenloico publico recitata; nunc vero inAcade-
mia Jenensi, Parente suo jubente recognita, aucla inque aliam
redacta forma m et ad statum Romanorum Germanicum maxime
directa. Jenae 1711. 4. (7V 4 Bogen.)
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2. Epist. grat. ad D. Burchard. Gothelf. Slruvium de digni-
tate academiae Rectoris 1712.
3. Epist. de linguae Germanicae origine et usu ad D.
Cbr. Frid. Hunoldum alias Menanles dictum 1714.
4. Numismatis Lysimachi Macedooiae regis exposilio.
Epistola ad Joh. Fridemann Schneiderum professorem Hallen-
sera. Halae 1714. 4.
5. Disp. inauguralis de ratificatione nullilatum extraiudi-
cialium in causis matrimonialibus. Erfurt. 1715. (Promotions-
schrifl.)
6. Epist. dedicat. ad Dr. Fr. Reinh. Ottonem, consiliarium
darmstadlinum , patruum et Dr. Job. Alex. Schegkium, con-
siliar. Nobilit. imperial, francicae, avunculum. 1715.
7. Epist. dedic. ad Illustr. Comites Hohenloicos 1715.
8. Brevis commentatio de ingeniis, moribus et studiis
praecipuarum gentium Europae. Francofurti 1718.
9. Corpus pacificationum imperialium religionis maxiroe
negotium concernentium. Die Reichsfriedensschlusse, die Re-
ligionssache betreffend vom Passauischen Vertrag an bis zum
Badenischen Frieden. 1721.
10. Epist. ad Jo. Georg Leuckfeldium de Ottone praepo-
sito, post episcopo Halberstadiensi , monasterii Heusdorfiensis
fundatore. Misn. 1722. 4. (s. Leipz. Gelehrte Zeilung v. J.
1720. (?) N. XLI. J. Fabricii hist, bibliolh. Fabrician. P. VI.
(Wolfenb. 1724. 4.) p. 110 sq (kurze Inhaltsanzeige).
11. De testimonio fraterno testamentario dispulatio. Lips.
1724.
12. Thuringia sacra s. hisloria monasteriorum, quae olim
in Thuringia floruerunt, in qua eorum fundalio, hisloria abba-
tum, fata, antiquilales, mutatio et interims et res notabiles
hactenus ignotae ex codd. manuscript's, membranis authenlicis,
diploraalibus, monumenlis, lapidibus el sigillis et nummis
historico et chronologico ordine exhibentur. Accedunt Samuelis
Reyheri Monumenta Landgraviorum Thuringiae et Marchionum
Misniae, aucta et emendata, innumerisque figuris aeneis et
sigillis adornata. Francofurti ex ofBcina Weidmanniana 1737.
in fol. Praefat. ad lector. 5 Blatter Sect. I. p. 1—604. Sect. II.
605 — 956. Index rerum et nominum propriorum praecipuo-
rum 9 Bl. — Dieses erst nach Olio's Tode erschienene, von
einem dazu nicht gehorig befahigten Gelehrten herausgegebene
Buch ist schon vorher angekundigt in den Leipziger neuen
gelehrten Zeitungen 1722. N. LXXIV. Spater hat einer der
grundlichsten Kenner dieses Fachs, Christian Schottgen,
dasselbe einer slrengen, aber unparteiischen Beurtheilung un-
terworfen und seine Fehler und Mangel, (welche gewiss zum
Theil vermieden worden waren, wenn es der Verfasser, des-
sen unermudetem Sammelfleisse es den Ursprung und die
meisten Beilrage verdankt, wieder hatle durchsehen and
2*
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*0
uberarbeiten kdnnen,) ohne Nachsicht aufgedeckt. Sie lau-
let also:
„Opus illad Thuringiae sacrae, quod obiter monere liceat,
ab editore negligenter admodum babilum est, qui bene fecit,
quod nomen suum nos celauit. Vltra dimidiam partem diplo-
matum iam alibi impressam nobis denuo recoxit, et quidem
habitu longe quam ante impressa fuerant, deteriore. Et cui
bono ilia Exempla diplomatum toties repetita, quae tamen
integra iam adfuerant? Hoc est volumen constipare et emto-
res pecunia emungere. De imaginibus nihil dicam. Repetitae
sunt Reyherianae, satis commendabiles , quae vero tanquam
nouae addunlur, vix aspectu dignae habendae. Jo. Georgium I.
Electorem quern vel ex numis eius orones nouimus, vix agno-
scas, nisi scriptura addita illud significel. Quis credat in
Thuringia quondam maldras pecuniae obtinuisse? El tamen
diploma Heusdorffense insigni quodam stupore illas nobis
exhibet. In multis documentis vix sensum sanum exsculpas,
quum tamen manus Ononis lectu admodum facilis fuerit. Mo-
nasteria Schameliana ab inlerprete negligenter admodum sunt
habita, sphalmalibus quoque typographies, quae absentia
Aucloris euitare non potuit, fldeliter relenlis. Hue pertinet
illud, quod in diplomate Salfeldensi p. 697. Anno Archiepi-
scopus Coloniensis monasterio bannum (h. e. iurisdiclionem)
super quaelibet fulmina concessit. Flutnina debebal ponere,
Yno verbo, opus tale est, cni Vannutn Criticam non imme-
rito quis adhibeat, si liber lectoribus non debet esse prorsus
inutilis: de qua re fortassis alio tempore. Et quantillo pretio
virum aliquem doctum et in historia patriae versatum biblio-
pola nactus fuisset, qui haec omnia emendasset, et Germa-
niam nostram a tarn turpi neglegentia vindicasset? u
vid. Christiani Schoettgenii opuscula minora historiam
Saxonicam illustrautia. Edidit G. J. Grundig. Lipsiae 1767.
8. p. 233. not. c.
An dieses Werk schliesst sich folgendes Manuscript un-
mittelbar an:
Henrici Friderici Oltonis Monumenta Monasteriorum Thu-
ringiae ex scriptoribus cum editis, turn maxime Msstis con-
gesla multisque diplomalibus ab inleritu vindicatis illustrata.
Diese von Otto's Hand herrfihrendenCollectaneen zu dem
zweiten Bande der Thuringia sacra (s. vornehrolich Praefat.
p. VII.) sind hin und wieder von M. G. Chr. Kreysig, aus
dessen Nachlasse sie in die Leipziger Rathsbibliothek kamen.
(Rep VI. 4. 18. s. Naumann catalog, p. 159 sq. N. DLXXV.)
vermehrt und schon von Grundmann (s. dessen Samra-
lung fiber Thfiringische Klosler in der Kdnigl. Bibliothek zu
Dresden (Schrank K. N. 75.) benutzt worden. Sie bestehen
aus 312 meist beschriebenen Quartblattern und liefern theils
kiirzere, theils weillaufigere Beilrage zur Geschichte von 130
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ai
solchen geistlrehen Stiftungen, namentlich Inhnltsanzeigen von
Urkunden, von denen Otto enlweder vollstandige Copien be-
sass oder die er aus Archivregislranden entlehnte, Auszuge
aus grosseren und kleineren Schriften, Beschreibungen von
Grab- und andern Denkmalern, Inschriflen, Siegeln u. s. w.,
die er selbst zu sehen uod zu untersuchen Gelegenbeit halte,
Verzeichnisse der Aebte, Aebtissinneo , Propste uod Qbrigen
Klosterbeamten. Bei manchen ist der Anfang zu der fur den
erwahnten Zweck bestimmlen Ausarbeitung gemachl, z. B. bei
Kapellendorf (§. I— IV.), dem Kloster zum heiligen Kreuz in
Gotha u. s. w. Ausserdem hat er auch etliche Thuringen be-
nachbarte Kloster berQcksichtigt.
Die hierin nicht enthaltenen Aufzeichnungen fiber Paulin-
zelle (19 Bl. in 4. 35 Num.) , Leulenberg (1 Bl. 2 Num.) und
Frankenhausen (6 Bl. 17 Num.) im Schwarzburgischen halte
Kreysig dem mil ihm befreundelen Conrector zu Rudolstadt und
nachherigen Adjunct zu Kftnigsee J. Heinr. Rudolph Scheibe,
der auch als historischer Schriltsteller bekannt ist, mitge-
theill, so wie auch die aus 12 Quarlblaltern und GO Numern
bestehenden uber Jechaburg, von jenem dem Frankauser
Syndikus Johann Friedrich Muldener zum Gebrauche uber-
lassen worden waren. Beide liegen jetzt in dem Rudolstad-
tischen geheimen Archive. — Hierher gehoren auch: H. F.
Ottonis monum. monasterii Ilmensis iu comitatu Schwarzburg.
88 Bl. 4. in der von Ponikauischen Bibliothek, eingeruckt in
Thuringia sacra p. 561—590. (verschieden von der weit un-
vollstfindigeren Arbeit des Schamelius). Auch in dem
Catalog, blbliothecae V. E. Loescheri P. III. (Dresdae et Lips.
1751. 8.) kommt N. 12737. p. 707. ein Manuscript in 4. unler
dem Titel vor:
Monuments monasterii Ilmensis monialium ordinis Cister-
tiensis Dioecesis Moguntinae, vor, welches von jenem vielleicht
nicht verschieden ist. — Rndlich: Monumenta Ecclesiae s.
Cruris collegiatae imperialis et diversi ordinis Monasteriorum
tarn viris quam feminabus destinatorum Nordhusae quondam
conditorum. Manuscript in fol. von 96 zum Theil von Otto
eigenhandig beschriebenen Blattern, welche sich in der Biblio-
thek des M. Mehnert in Leipzig befand, die im Jahre 1838
versteigert wurde. Es enthielt Urkunden, die sich auf fol-
gende geistliche Stiftungen beziehen.
1. Ecclesia libera et Imperialis Praepositura S. Crucis. Ac-
cedit S. Martini Ecclesia.
2. Monasterium Minorum Fratrum.
3. „ Dominicanorum.
4. „ Augustinianorum.
5. „ B. Mariae Virginis ordinis Cisterciensis am
Frauenberge.
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6. Monasterium B. Mariae Virginis ordinis Cistercieosis in
Altendorf oder Neuwerk.
7. Den aus 5 Paragraphen bestehenden, von Otto verfasslen
Anfang einer Geschichle der Kreuzkirche. Vermothlich
halte Friedr. Christian Lesser, mit welchem Otto in ge-
nauer Yerbindung und hdufigem Briefwechsel stand, za
dieser Sammiung Mehreres beigesleuert.
Yon den Quellen, woraus diese verschiedenen Collecta-
neen geschdpft sind, werden namhaft gemacht:
Diplomata Schwarzburgica Msta.
Miscella collecta Msta.
Diplomata archivi Mogunt. msta.
Anliquilates Gleichenses.
Documenta Gleichensia msta.
(Diplomata III. Gleichensia de anno 1292. et 1563. et H.
F. Ottonis Collectanea autographa ad historiam et genealo-
giam comitom Gleichens. 27 Quartblalter sind jetzt in der
Ponikauischen Bibliothek )
Monumenta monasterii Ichtershus. msta.
Cod. monast. Thuring. diplomat, msta. n. s. w.
ffl.
Ein Yerzeichniss der yon Otto selbst ausgearbeiteten oder
besessenen, meist historischen Handsohri f ten ist in der
Briefsammlung des gelehrten Zacharias Konrad von Uf fen-
bach enthalten, welche ans Joh. Christoph Wolfs Nachlasse
fQr die Stadlbibliolhek zu Hamburg erworben wurde. Ich
yerdanke die Mittheilnng desselben der schon oft erproblen
Gule eines vieljahrigen Freundes, des Herrn Dr. jar. Friedrich
Lorenz Hoffmann.
IV.
Catalogus Manuscriptorum nonnullornm, quae possidet Dn.
Henricus Fridericus Otto, Hohenloicus. (in Yol. XXYI.
epistolarum MSS. ab Uffenbachio collectarum — in folio.
Yid. Conspectus supelleclilis epistolicae et literariae manu
exaratae, quae extat apud Joa. Chph. Wolfium. Hamburgi
1730. 8. p. 98.)
1. Fragmentum scriptoris anonymi pervetusti res gestas
tempore Caroli M., Francorum Regis, complectens e
membranis descriptum. 4.
2. Chronicon Seligenstadense de Einhardo et Imma ex libro
velusto Coenobii Seligenstadensis membranaceo descripsit
Peter Hag, Erpachischer Amtmann zu Breyberg. 1622.
foL
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3. Andreae Berselii Epitome Genealogiae el Historiae Se-
renissimorum Ducum Brunsvicensium et LiineburgeAsium
circa annum CI3DXXXVI. confecta. fol.
4. Anonymi sacerdotis cuiusdam Merseburgensis Annales
ab an. MDXCIX. 4.
5. Johann Feuerberg's Chronologie und Slammbaum derer
wohlgeborenen Grafen zu Gleichen, Herren zu Tonna,
colligirt vnd aus bewShrten Historicis zusammen gefasst
und beschrieben anno Chrisli 1597. (im Monat Majo.)
Jobann Feuerberg war ein Pyrmonter (Johannes Pyr-
monlanus alias Feuerberg, wie er ubersetzte), sein wirklicher
Name ist unbekannl. Ein aus 21 Blattern beslehendes Exem-
plar dieses Manuscriptes , welches in der spaleren Zeit man-
che brauchbare Noliz, aber in der alleren vieles Unrichlige
enthfilt, befindet sich in dem furstlichen Archive zu Ohrdruf,
auch Struv und Schdttgen besassen dasselbe. Der Abschrift
aus der ersten Halfte des 17. Jahrhunderts von 8 Folioblat-
lern in meiner eigenen Sammlung fehll nur zu Anfange das
Verzeichniss der benutzten Quellen und zu Ende die Ahnen-
tafel des Grafen Georg und seiner Gemahlin. — Vergl. Hell-
bach's Gleichisches Archiv II. 86—88.
6. Anonymi Hislorie von Belagerung der Stadl Braunschweig
an. 1601 und 1615.
7. Copialbuch alter Privilegien des Ralhs der alien und
neuen Stadl Quedlinburg. 4.
8. Johannis Debelii 1 ) Chronicon minutum latinum Ordor-
fiense conscriptum. 1587. 4.
9. Johannis JUosis 2 ) Chronicon parvum latinum Ordorfiense
confectum an. 1661. 4
10. Anonymi Erfurtische Chronica, worinnen alles aufge-
zeichnet worden, was sich in gantz Thuringen zu-
getragen von Chrisli geburth an bis hieher, nehmlich
1582. 4.
11. Johann Christian Schroters kurtze Beschreibung von
der loblichen alien Herrschaft vnd Sladt Querfurth,
ihrem Alterthum und souverainen Regenten, aus unter-
1) Johann Debel, geboren zu Remda d. 11. April 1540, wurde im
J. 1579 Pfarrer zu Obrdruf und d. 14. Marz 1605 Professor der Theologie
zu Jena. S. Thuring. sacra p. 16. not. a. (Bruckner's Kirchen- und
Schulenstaat des Herzogthums Gotha. 3. Thl. 10. St. S. 56 f. — Kru-
gel stein's Gesch. von Ohrdruf. S. 426. — J. Gunther's Lebensskiz-
zen der Professoren der Universitat Jena. S 166.
2) Johann Mose aus Ohrdruf, anfangs Adjunct der philosophise hen
Facnltat zu Erfurt, erhielt 1635 den Kuf zum Diakonate in seiner Ya-
terstadtt 1637 zum grSflich Hohenlohischen Hofprediger, 1644 zum Sub-
stituten des Superintendenten Job. Weber, wurde 1647 als wirklicher
Superintendent bestatigt und eingefubrt und starb den 23. Januar 1626,
72 Jabr alt, nacb dem er diese geistlicben Aemter uber 40 Jahre be-
kleidet hatte. — S. Bruckner a. a. 0. S. 58—61.
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schiedenen Acten zusammen getragen anno 1709. 4. —
S. auch J. Fabricii historia bibliothecae Fabricianae. P. VI.
p. 112. — K. F. Otto's strenges Urtheil daruber in (les-
sen Supplementum historiae comitum Querfurtensium
Praefat.
12. Anonymi Beschreibung der Stadt Magdeburg. 4.
13. Gensura eines fuhrnehmen Icti fiber die Magdeburger
Conjunctnr mit dem Administratoren Marggraf Christian
Wilhelm zu Brandenburg etc. an. 1630 gestellt. 4.
14. Jacobi Montani spirensis vita S. Elisabeth Regis Hun-
Sarorum filiae. 4.
oh. Reinhard's kurtze und wahrhafte Anzeige des
Hochgefursteten Loblichen Stiffts Wurtz burgs Uhr-
sprung, wie es zu christlichem Glauben kommen und yon
einem Bischoff auf den anderen regieret wirdt. fol.
16. Gegenwartiger Zustandt von Sachs en, das ist kurtze
doch grfindliche Beschreibung des Churfurstenthums Sach-
sen und incorporirten Landten. 4.
17. Burchardi Gotthelf Struvii Notitia Rei literariae plenior.
1709. 4.
18. Registrum Coenobii Sanclimonialium in Hugistorff, auscul-
tatum (revisum) per Johannem Friderici Praepositum,
continens evidenter orones tenores Bullarum et Priviie-
giorum. Mdnchsschrift, Original. S. J. Fabric. I. c. fol.
Diese Originalhandschrift scheint sich jetzt in dem Her-
zoglichen Golhaischen Archiv zu beflnden. — Das Manuscript
der Leipziger Stadtbibliofhek: (Anonymi) Monumenta Mona-
sterii Heusdorf etc. s. Naumann 1. c. p. 156. No. DLXII.
isl die von Otto mit Benutzung jenes Registrum ausgearbei-
tete Geschichte des genannten Klosters in seiner vermulhlich
genommenen Abschrift vor deren Erscheinen in der Thuringia
sacra (p. 320—431), wenn nicht Otto's eigene Schriftzfige
dasselbe ffir das Original zu erklfiren berechtigen, was der
Augenschein lehren musste.
19. J. B. Fleiners Hohenloische Chronik. Original, fol.
20. Iter Dili Wilhelmi Ducis Saxoniae Landgravii Thurin-
giae et Marchionis Misniae etc. ad terram sanctam susce-
ptum an. MCCCCLXI. 4.
21. Prions Wilhelmi Registrum Reinersbornense. Inventa-
rium bonorum ablatorum ad Wymar ex monasterio Rei-
nersborn et Gotha. Item omnia acta per Rusticos anno
Dni. MD XXV. fol.
S. J. Fabric. 1. c.
1) Dieses Registrum, welches noch folgende neoere Aafschrift hatte :
Historia, wie das am Thuringer Walde gelegene Kloster, mit Nahmen
Reinhardsborn vor hundert and mehr Jahreo von den auffruhrischen
Bauern ist geplandert and die Mdnch verjagt werdeo, and wie solches
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22. Fragmentom appendicis Chroniei Martini Poloni. 4.
23. Henrici Friderici Ottonis de antiquissimo Ordorffii, civi-
tatis Thuringiae, statu commentatio e monumentis vel
scriptoribus fide conspicuis, editis et Mstis quibusdam
documents siogulari studio eruta ad Historian) Thurin-
giae probe conducens. 4.
S. J. Fabric. 1. c. enter den edendis.
24. Tobias Pfanners Bericht von furstl. Sachsischen Ehe-
sachen, aus denen Aclis des gemeinsamen und particular
Archivs erstattet. fol.
25. Burchb. Gotthelf. Struvens Sachsische Historic 4.
26. Phiiipp. Jac. Ottonis, Icti, annotationes ad capitulationem
Imperat. Leopoidi. 4.
27. Eiusdem annotationes ad Boecleri notitiam Imperii. 4.
28. Job. Henrici Boecleri annotationes ad suam notitiam Im-
perii. 4.
29. Anonymus de praecipuis orbis Imperiis, regnis rebusque
publicis. 4.
30. Anonymus de praecipuis Italiae Ducibus 1) Magno duce
Hetruriae. 2) Duce Sabaudiae, 3) de Ducibus Parmen-
sibus. 4) de Estensibus seu Mutinensibus. 5) de Duci-
bus Mantuanis.
31. Georgii Schubartii animadversiones in Joh. Schilteri In-
stitutiones juris publici.
32. Anonymi chronicon breve templi Neoforensis Halae Saxon.
ex annalibus mstis. 4.
33. Henr. Frid. Ottonis monumenta Illustrissimorum Comitum
de Hoenloe maximo antiquitalis pariter atque autoritalis
splendore erainentium, cum in suis locis, turn in exteris,
quondam posita. fol.
S. J. Fabric. I. c. unter den Edendis.
34. Graffin Anna vndt Hires Sohns Graff Philippsen von Ho-
henlohe abgefasste und eingeffthrte Cantzelordnung
(Cantzeleiordnung?). 1591. fol.
35. La Nouveaute de la Religion de l'Eglise Romaine et Fan-
tiquite de celie des Protestants. 4.
36* Dr. Joh. Tobias Brodttorfs (Brodkorbs) Landschaft-
liche Verfassung oder Notiz der bei ldbl. Landtschafft
des Furstenthums Got ha angewandter, wohlhergebrach-
ter Ordtnung, Gerechtsame und Gebrauchen. 1706. fol.
37. Volumen Responsionum atque Consiliorum criminalium
oollectum a Phil. Henr. Ottone. fol.
alles in Wahrheit ergangen von Anfang bits zu Ende aufgeschrieben mit
eigener Hand von desselben Closters damahligen Prior, VVilhelra Li-
sterna n, der mit darbey gewesen. 1630. ist abgedruckt in Thiiringia
sacra p. 292 295.
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to
38. Volumen Responsionum et Decisionum in causis matri-
monialibus. fol.
39. Volumen Consiliorum et actorum in materia testamenta-
ria collectum a Phil. Hear. Ottone. fol.
Der von Uffenbach selbst geschriebene Catalogus ist jetzt
in der Hamburger Stadlbibliolhek und fulll in der no oh mil
N. 26 bezeichneten Briefsamrolung, diefruher: XVIII LXIX,
jetzt 343- 347, paginirten Seilen.
V.
Beschreibung der Handschriften H. F. Otto's, welche fruher
in dem Koniglicheu Staatsarchive zu Dresden aufbewahrt und
vor Kurzem an die dasige offenlliche Bibliothek abgegeben
wurden, Angabe der Einrichtung und des Hauptinhaltes.
1. Henrici Friderici Ottonis
Supplementum
de
PAGIS
anliquae Uermaniae
praesertim Terrae Thuringicae et Saxonicae
ex Imperatorum Kegumque
Teutonicorum
diplomatibus ac privileges
suppeditatum
1713. 4.
Zugeeignel:
Philippo Jacobo Ottoni — Ducis Saxonici Gothani et
Comitum Hohenloicorum Consiliario — parenti omnis
observantiae cultu prosequendo.
Brevis introductio in notitiam de pagis antiquae 6 Blatter.
Germaniae in 8 §§., worin die Schriften fruherer
Gelehrten uber diesen Gegenstand angefuhrt und beurtheilt
werden:
§. 1. Henricus Bebelius Justingensis Suevus, qui Sue-
viae pagos politissimo libello inclusos Miscellaneis an: 1510
in fol. editis adiunxit. Cuius opera obventu tam rara sunt,
ut ne Paullini quidem licet multum quesita, ad ocutos manus-
que pervenerint, ipso in praef. ad Geograph. curios, fatente
ac dolente. Ea semel tantum aliquot horas perlustranda Chri-
stian© Knauthio commodata esse, ex ipsius ore mihi constat.
Meibomius tamen senior iis crebro usus est Bebeliumque
saepius in libro suo allegat. — Extat etiam ap. Schard. T. I.
§. 2. Deinde Thuringiam in pagos divisam vir diligen-
tissimus Marcus Wagner Frimariensis libro: ThQringen K6-
nigreichs — Auszug aus Antiquitatibus. Jena 1593. 4. de-
scripsit, sed instituto suo, prout promisit, ac debuit, non
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ubiqoe safisfecit et multa sibi nondum cognita, ex defectu
fortasse antiquissimarum chartarum intacta reliquit.
§. 3. Marquardus Freherus in originibus Palatinis (Hei-
delb. 1686 Ed. III. 4.) egit de LXXXI pagis superioris Ger-
maniae.
§. 4. Henricos Meibomius CIII. pagos utriusque Saxo-
niae vicinarumqae regionutn in Opuscalis hist. Helmstadii in
4. editis traclavil, quern librum nepos eius Henricus Meibo-
mius inter scriplores de reb. Germ. T. III. a. 1688 excus.
retulit.
$. 5. Hadrianus Valesius in notitia Galliarum non Gal-
liae solum, sed Germaniae quoque pagos concinna expositione
indicavit.
$. 6. Chr. Fr. Paullini XCVI pagos in syntagm. rer. et
antiquitat. German. (Fcf. 1698. 4.) descripsit. Quo libro in
lucem emisso auctor ille a quibusdam viris doctis excitatus,
Freheri, Meibomii senioris cum junioris adhibitis animadver-
sionibus, Valesii suumque libellum conjunctim snb titulo:
Geographiae curiosae seu commentarii de pagis antiquae Ger-
maniae seguenti anno typis subjecit eidemque Christ. Knau-
thii Antiquitates pagorum et Comitatuum Principals Anhal-
tini ex antiquis rerum monumentis erutas multisque diplo-
matics ac sigillis auctas e MSto separatim annexuil.
Hujus viri, cvjus favorem multis tnodis cumulate erga
me declaratum grato animo publice praedicandum censeo,
opera in eo maxime laudanda est, quod non solum in pago-
rum naturam, quoad principatum Anhaltinum viciniamque ejus
solide inquisiverit, sed Comitum quoque Marchionumque, qui
pagis istis praefuerunt, generationes ac successiones enarra-
tione historica discusserit. Sed Anhaltinas solum provincias
opusculum hoc valde erudilum complectilur, ac dolendum
est, totius Germaniae partes eadem solertia non esse pera-
gratas.
Knauthius, (vir saluberrimae corporis tuendi artis peritus)
quum Principum Anhaltinorum rami Coethani salutis custos
esset, sibique tempus aliquando otiosum esse videretur, sin-
gula ri dementia impetravit, ut tabulis publicis utendi sibi fa-
cultas concrederetur, quo facto tantum praestitil, ut et reli-
qua tanti viri scripta nulla temporis vetustas, nulla unquam
oblivio sit obscuratura.
§. 7. Joh. Henr. Hoffmann, archivarius feudaliumque
Secretarius, deinde redituum cameralium praefectus Cellensis,
Auctarium et animadversiones ad Henr. Meibomii Commenta-
rium de veteribus Saxoniae pagis reliquit. of. Leuckfetdt antiq.
Ilfeld. p. 212. — Nun folgt ein etwas veranderter Titel:
H. F. Ononis SVPPLEMENTUM de PAGIS ANTIQYAE GER-
MANIAE in primis Saxoniae, Thuringiae, Franciae, Sueuiae
terraeque Rhenensis ac aliarum partium ex Imperatorum Re-
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gumque Romanoram Diplomatibus chartisque pariter ac aua-
libus vetastis compilatum, in quo ea, quae a Paullino in com-
mentario sunt omissa, in lucem proferuntur.
Hier endigt sich das Supplement, de pagis; das,
was ausserdem in diesem Fascikel vorkommt, sind un-
geordnete und unvollst. d. sachs. u. s. w. Geschichte
bet re fiend e Collectaneen yon keinem sonderlichen Belang.
2. Henr. Friderici Ottonis
Gommentatio de Banneresiis Imperii iiiustribns. Von des
H. R. Reichs Bannerherren , ex probatissimis historiarum ju-
risque publici documentis ac scriptoribus mullo studio per-
quisita, atque ordine perspicao deciarata.
Cap. I. De explicatione vocum Bannerii et Banneresiorum.
Summaria.
§. 1. Veternm Germanorum virtus militaris.
§. 2. inde veniens nobilitas.
$. 3. Panier etymon ex Graecis.
§. 4. ex Latinis.
§. 5. ex Gallis.
§. 6. ex Germanis, ubi diversae doctorum opiniones.
§. 7. Vera senlentia.
Cap. 2. De origine Banneresiorum.
„ 3. De diversitale Banneresiorum.
„ 4. De definitione Banneresiorum.
„ 5. De modo creandi Banneresios.
v 6. De juribus, privileges ac dignitate Banneresiorum.
„ 7. De amissione dignitatis Baneresiis competentis.
Nor das erste Kapitel ist im Concept und einer verbes-
serten Abschrift vorhanden, die letzte enthfilt 24 Seiten. Das
iibrige Manuscript besteht aus diese Materie betreffenden, noch
zu verarbeitenden Excerpten aus vielen historischen und an-
dern Schriften. Das Ganze umfasst uberhanpt 114 meist be-
schriebene Blatter.
(Schluss folgt.)
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A n z e i g e.
Bulletin du bibliophile Beige, publie par F.
Heussner, sous la direction de M. Aug. Scheie r,
bibliolhecaire du Roi. Tome XVI (2 C serie, Tome
VII). — 2* Cahier. Bruxelles, F. Heussner, librairie
ancienne et moderne. 25. Mai 1860. S. 97—100.
Ann. Plant- S. 233—236. Gr. 8°.
Einen ansehnlichen Raum dieser Lieferung 1 ) (S. 97—139)
nimmt die Fortsetzung des Essai sur rhistoire de rimprimerie
en Belgique, depuis le XV e jusqu'a la fin du XVIII e siecle
(m. s. Bulletin I XV, S. 153—193) des Herrn J. B. Vincent
ein; sie besteht aus mehreren beachtungswerthen Erorterun-
gen und interessanten Mittheilungen fiber die Ursachen des
Gedeihens der Buchdruckerkunsl in Belgien, die sie betref-
fende Geselzgebung im 16. Jahrhundert, und den Beginn ihres
Verfalles. Als Belege sind beigefugt : Placart, en forme d'or-
donnance, staiut el edict, etc., BrQssel 14. October 1529,
Karl's V; dessen Ordonnance, statuut ende ewich edict, etc.,
BrQssel 29. April 1550, im Auszuge, mit franzdsischer Ueber-
setzung, Ordonnance, statut et edict provincionel, etc., BrQs-
sel 19. Mai 1562, Philipp's II.; dessen Ernennung Chrisloph
Plantin's zum Prototypographen der Niederlande, BrQssel, 10.
Junius 1570. Herr Dr. A. Namur fahrt fort luxemburgische
Handschriflen literargeschichtlich-bibliographisch-palaeogra-
phisch ausfiihrlich zu beschreiben (vgl. Bulletin, t. XV, S. 379
—384, t. XVI. S. 46—72), und zwar 1) die Originalhandschrifl
der „Gesta pontificum tungrensium, trajectensium et leodien-
siurn" des Gilles d'Orval (Aegidius Aureae Yallis), die, ein
Geschenk des Herrn Bischofs Laurent, in der Bibliothek des
Seminars zu Luxemburg aufbewahrt wird, nebst biographi-
schen Nachrichten uber den Verfasser, der, wahrscheinlich
ein Lutticher, gegen Ende des 12. Jahrhunderts geboren, zwi-
schen 1230-1251 schrieb, und in der Ablei Orval urn 1257
starb ; 2) eine lateinische Bibel (A. und N. Testament) aus
dem 13. Jahrhundert, fruher in der Bibliothek von Orval, jetzt
in der luxemburger Seminarbibliothek , gleichfalls von dem
erwahnten Herrn Bischof geschenkt. — Yon Herrn P. V.
(Ph. Vanderhaeghen) sind unter der Ueberschrifl Simples
notes einige auf Vorsatzblatter von Buchern geschriebene lit-
terarisch-bibliographische Nachweise geliefert. — Der Buch-
1) Durch ein Versehen kommt dieselbe spfiter als ihre unmittelbare
Nachfolgerin, welche schon im vorigen Jahrgange S. 326 fgd. ihre Be-
sprechung gefunden bat, zur Anzeige.
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handler der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu
Reims, Herr Brissart-Binet, erneuerl das Andenken an
den durch seine eleganten Ausgaben in 18°. und 24". bekann-
ten Buchhandler in Reims Hubert Martin Cazin, geboren da-
selbst am 22. Mai 1724, gestorben (von einem Kanonenschuss
getroffen) in Paris am 13. Vend6miaire III. (1795). — Herr
Dr. Scheler veroffentlicht einen ungedruckten laleinischen
Brief Rabelais' an Guillaume Bade (Badaeus), datirl : Fonte-
niaci (Kloster Fontenay-le-Comte), quarto nonas Martii, ohne
Jahr, aber vermuthlich den Jahren 1515—1521 angehorend. Der
Verleger des Bulletin hatte diesen Brief von einem Norddeut-
schen erworben ; er ist jetzt im Besitze des londoner Buch-
handler Herrn Boone.
Aus der Abtheilung Melanges heben wir nur heraus
eine dem „Guide de la bibliothfcque imperiale et publique de
St. Pelersbourg" entnommene Notiz uber die Bibliothek der
Bruder Zaluski, u. s. w., die Anzeige zweier neuer Bande der
Publicaliouen der Societe de l'hisloire de Belgique, „Memoires
de Frederic de Perrenot, sieur de Champagney, 1573— 159u u
und „Memoires anonymes sur !es troubles des Pays-Bas de
1565 a 1585, t. II , u ferner ein Schreiben des Herrn Brunet
iu Paris vom 27. April d. J., welches durch eine Aeusserung
des Herrn Dr. Scheler in der ersten diesjahrigen Lieferung
des Bulletin veranlassf wurde ; wir ersehen daraus u. A., dass
der Druck des ersten Halbbandes der neuen Auflage des
„Manuel u (450 SS.) so weit fortgeschritten ist, dass er im
Julius d. J. wird erscheinen konnen; die andern B&nde wer-
den von drei zu drei Monaten folgen und das Ganze (6 Bande
gr. 8°., jeder etwa von 900 SS. in 2 Col.) wird zu Anfang
des Jahres 1863 vollendet sein.
In der Revue bibliogr aphique bespricht Herr G.
Brunet des Herrn Lacroix (P. L. Jacob, bibliophile) neue
Ausgabe von „Paris ridicule el burlesque au dix-septieme
sifecle, par Claude Le Petit, Berlhod, Scarron, Colletet, etc. u
Herr Ch. Ruelens. ^Bibliographic gantoise. Recherches
sur la vie el les travaux des imprimeurs de Gand, par Ferd.
Vanderhaeghen. 2 P p., XVII* sifccle", Herr Dr. Scheler:
-Bilderhefle zur Geschichle des Bucherhandels und der mit
demselben verwandten Kiinste und Gewerbe. Herausgegeben
von Heinrich Lempertz" ! ), und „Guide de la bibliolhfeque
imperiale et publique de Saint-P6tersbourg u ,u.s. w. Die Revue
des Periodiques beschafligt sich mit Pelzholdt's „Anzei-
ger fur Bibliographic und Bibliothekwissenschaft", „Revue
d'histoire e! arch6ologie w , „Messager des sciences historiques",
^Bulletin de l'Academie royale de Belgique u , ^Bulletins de la
Soci6t6 bistorique et litteraire de Tournai u , „Annuaire de la
1) Serapeutn, I860, Nr. 6. S. 125 u. 126.
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Social e libre d'emolalion de Liege u , und ^Bulletin de la So-
c\M ltegeoise de literature wal!onne. u
Die Ablheilung Catalogues. Ventes de livres bringt
AuszGge ans dem ^Catalogue des livres rares et precieux
composanl la bibliothfeque de M. Auguste Veinant und eine
Noliz fiber diesen Bibliophilen von Herrn G. Bruoet.
Der beigegebene Viertelbogen der Annal. Plantio. nmfasst
Nr. 37 — 49 Plantinscher Drucke von 1581 und Nr. 1—4 von
1582.
Harobur * Dr. F. L. Hoffmann.
Hans Sachsens Gedichte.
Eine Bibliographie
voo
Emil Weller in Zurich.
(Fortsetzung.)
6. — Befchreibung alter turckifchen Kaifer. o. 0. (NDrnberg).
1532. 4. mil Holzsch.
7. Eygentliche Befchreibung Alter Stfinde auff Erden,
Hoher vnd Nidriger, Geiftlicher vud Weltlicher, Aller KQn-
ften, Handwerken vnd Handlen etc. Durch den weitbe-
rftmpten Hans Sachfen Gantz fleiflig beichrieben vnd in
Teutfche Reimen gefaffet etc. Am Ende : Frankfurt a. M.,
bey Georg Raben, in verlegung Sigm. Feyerabents. 156b.
31 Bogen 4. (letztes Blatt leer) mit 114 Text-Holzschnit-
ten von Jost Amman. — In Zurich (Sladtbibl.), Nurnberg
und im Germ. Museum. Vergl. Becker, J. Amman. S. 62,
und Sinceri Nachrichten I. 63.
Eygentliche Befchreibung aller Stande auff Erden, Hoher
vnd Niedriger, Geiftlicher vnd Weltlicher, Aller Kun-
ften, Handwercken vnd Handeln etc. vom grdfsten
bifs zum Kleinften, Auch von jrem Urfprung, Erfin-
dung vnd Gebrauchen, durch den weitberuhmlen Hans
Sachfen gantz fleifl'ig beichrieben, vnnd in Teutfche
Reimen gefaffet, Sehr nutzbarlich vnd luftig zu le-
fen, vnd auch mit Kunftreichen Figuren, deren glei-
chen zuvor niemandt gefehen, alien Standen fo in
diefem Buch begriffen, zu ehren vnd wolgefallen,
alien Kunftlern aber, als Malern, Goldfchmieden etc.
zu fonderlichem dienfl in Druck verfertigt Mil Rd-
mifcher Kayferlicher Mayeftat Freyheit Gedruckt zu
Franckfurt am Mayn 1574 4. 8 Seiten Vorrede, 230
S. Text, 114 Holzsch. Am Schlusse steht als Druk-
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ker Paulus Reffeler , in verlegung . Sigmund Feyer-
abends. — In Bern und Celle.
Draudius (Bibl. class.) erwahnt noch zweier Nachdrucke
von 1580 und 1588, bei Yoigt in Leipzig, welche ganz
verschollen zu sein scheinen.
Die ^Beschreibung" ist eigentlich eine deutsche Aus-
gabe von Hartmanu Schoppers llavojtfaa, omnium artium
genera continens. Francof. 1564 und 1568, mit Holzsch.
von J. Amman. — Vergl. Meinecke's Diet. I. 218.
8. — Die Brflderliche Lieb hat keyn Fufs mehr. Nflrnberg,
J. Merckel o. J. (c. 1553). 4. — In Niirnberg.
9. — Der Buler Artzney. Mehr die Neun Gefchmeck inn
dem Ehelichen ftandl. Nuremberg, G. Merckel o. J. (c. 1553).
10 BI. 4. mil 2 Holzsch. — In Berlin.
Eins abends gieng ich aufsfpatziern etc.
Der Buler Arzney. Nurnberg, G. Merckel. 1553. 4. —
In Nurnberg.
10. — Die gefangene Goltin Ceres. Nurnberg, H. Hamfiug
o. J. (c. 1550). 4 Bl. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin
und Niirnberg.
Als funffzehen hundert Jar
Vnd drey vnd vierlzig war etc.
11. — Die zwen vnd Sibentzig namen ChriAi. Nflrnberg, F.
Gutknecht. 1554. 6 Bl. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin
und Nflrnberg.
Keyfer aller Keyferthumb etc.
12. — Comparacion, oder vergleichung, eines Kargen Reichen
Mans, mit einer Saw, in vierzig flflcken. Nflrnberg, F.
Gutknecht. 1554. 4. — In Nflrnberg.
13. — Daniel in der Lowengrube mit dem groffen Drachen.
o. 0. u. J. (Guldenmund in Nflrnberg, c. 1530). Folioblatt
mit Holzsch. — In Gotha bei Becker.
Nachdem der fromme Daniel
Die keufch Sufanna hel aufs quel
Errelt aufs aller Angft vnd Noth etc.
14. — Kduig David im Ehebruch mit Bathfeba vnd Morderey
mit Vria. o. 0. u. J. (Goldenmund in Nflrnberg, c. 1530).
Folioblatt mit Holzsch. Monogramm: A. T. — In Gotha.
Bei Becker.
Das ander Buch Samuelis
Sagt an dem Eilfflen vns gewifs etc.
(Fortsetzung folgt.)
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Nautnann.
Verleger : T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEUM.
ei tftfrift
fttr
Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde und
ftltere Litteratur.
lm Vereine wit Bibliothekaren und Litteraturfreundeo
herausgegeben
Tea
Dr. Hobert N aumann.
JVi 3. Leipzig, den 15. Februar 1861#
Nachricht von den Lebensumstanden
Heinrich Friedrich Otto's,
Herausgebers der Thuringia Sacra,
and den von ihm hinterlassenen Druck- und Hand-
schriflen.
Von
Hofrath Dr. 1a. F. Heate in Rudolstadt.
(Schluss.)
3. a) H. Fr. Ottonis
Supplementum historiae Comitum Querfurtensium e genui-
nis rernm veterum monumentis scriptoribusque fide dignis
compositum. Viro plurimum reverendo, amplissimo atque
clarissimo, M. David Sigismundo Buttnero sacerdoti mentis-
simo Civitatis Querfurtensis.
S. P. D.
Hear. Fr. Otto.
Qaam naper quae ad historian* Querfurtensera supplen-
dam pertinent, horis a labore academico aliquando vacuis me
accingerem atque quae suppetebant argumenta in ordinem
redigerem e Uteris Tnis — aroantissimis commotns, ea omnia
MIL Jahrgaag. 3
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ad finem perducta perlustrationi Tuae, si qua digna iudica-
veris, benevolae subjicio.
Praemissa de pago Hassegau, cui dominium quondam
Querfurtense includebatur , qualicunque descriptione, ei ad-
juncta tabula excellentium virorum generations , quam bre-
vissime narratas praesentante, ipsas eorum res gestas recen-
sere incepi, quas et scriptorum et diplomatum potissimum
robore munitas reddidi plurimas, ab aliis praeteritas restitui
atque ab interitu vindicavi.
Scribebam Halae Saxonum ipsis Calendis Marlii ann.
MDCCXIV.
Lectori benevolo salutem.
Non injucunduro fore puto (si cui provinciae pristinis
temporibus Dynastia Querfurtensis adscripta fuerit, brevibus
declaratum praemitterem). Tota quondam Thuringia, quae
certe ampla fait, pariter atque Germania pagis ceu minutis
regionibus circumscribebatur : illiusdemque pars dimidia,
septentrionalis vocata earn omnem terram, quae Albim, Ocram
et Onestrum interjacet sub se comprehendebat: Cui civitatem
Querfurtensem procul dubio annumerandam esse censeo:
enimvero cum e finibus id facile dijudicari, turn e tot vesli-
giis eximiis demonstrari potest, ut nulla amplius illuslratione
indigeat. Quam ob causam earn eli. Laurentius Origin. Do-
ring, c. 13. p. 104. expresse eo refert. Pines suos Thurin-
gia septentrionalis longe lateque extendentes in multas mino-
res distribuebat ditiones, veluti Hartingau, Suevon, Helmingau,
Zurregau, Hassegau ceteraeque deprehenduntur.
3. b) Supplementum historiae Comitum Querfurtensium.
Comitum Querfurtensium prosapia memoriam ohginis at-
que aetatis suae ex lot tamque sterilibus antiquitatum tenebris
vix recordari ac ne vindicare quidem potest. Quamquam Cy-
riacus Spangenbergius cum in Saxoniae, Mansfeldiae, Thu-
ringiae, Hennebergiae turn denique in Querfurti historia, quae
Erfordiae an. 1590. 4. typis excusa est, pro industriae aeque
ac solerliae ratione judiciique acumine strenuum et eruditum
se maxime praestiterit , multa tamen, quibus Querfurtensium
splendor cumulari potest, sibi ignota omisit. Quern ut qui-
busdam in partibus emendaret, ex eodemque rerum prae-
clarissimarum summam brevibus depr omeret, Casparus Schnei-
derus 1 ) in concinna eximiqe Dynastiae ac Civilatis Querfur-
1) In Naumanni Catalogue librorum njanuscriptonim. qui in biblio-
theca senatoria civitatis Lipsiensis asservantur p. 172. N. DGXL.. wird
ein aus Kreyssig's Nachlasse stammendes Manuscript erwSbnt, das fol-
genden Titel hat: Kurtze Beschreibung der LSbl. alten Herrschaffl and
Stadt Querfurt, dabei nicht allein die Kegenten hiesiges orths von lan-
ger Zeit her ordentlich verzeichnet, sondern a^cl) allerley denckwurdige
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tensis pervetustae satis descriptione, quae an. 1654. 12. Halae
Sax. prodiit, cogitationem suam operamque adhibuit, plurima
amen rerum velerum monumenta, quae in scriniis bibliothe-
cisque principum adhuc asservari consueverunt, a multis viris
Joclrinarum studio maxime couspiouis in libris suis publicae
luci traduntur, ut ex iis cupidi excelleiitioris artis videlicet
studiosi amoenitales atque fruclus quam amplissimos con-
sequantur, ac inde, quae in Querfurtensi histoha notiliae
praeelusae desiderataeque fuerunt, faciii negolio tanquam ex
f oiiuijus aperlis hauriri possint, quae ad earn pleniorem et
curatiorem restituendam valde conducunt. Idem institutum
suscipiendum putavi et quae mihi in pervolvendis historioorum
codicibus forte ad oculos dispersa venerunt, sub uno adspeclu
posita iis, qui cum omnem banc scientiam politiorem, turn in
primis, qua Querfurlum consecratam veneratur sibi semper
commendalam habent, benevola aptaque eorum mente fretus,
impertire constitui. In eo quidem Joh. Christ. Schrdteri pro-
positum, qui an. 1709 ad hanc historiam conficiendam ali-
quantum curae conferre conatus est, animum meum noa de-
lerret, quum ex manuscripta Querfurtensium antiquitatum com-
memoratione e Spangenbergio et Schneidero omnia sua tran-
^ripsisse ac protulisse probe perspexerim.
Quaoto minus primum generalionis caput, a quo alii pri-
uiordia capiunt, ex infima vetustate multis repetere, sed quae
polius in scriptoribus ante jam adductis e documentorum pe-
ouria silentio praetermissa esse sentio, sine ullo verborum
anfractu supplere in animo mihi est.
4. Patriae Civitatis Thuringicae
ORDRVFII
Historiam
ab originibus ad nostra usque tempora
deductam
praebet
Henricus Friedericus Otto,
Jurisprud. stud.
Inc. Halae d. XXIV. Octobr.
MDCCXIL
(Ex praefat. p. 2. b.) Jacobus Weberus 7 ) in civitate pa-
tria natus, antistes ecclesiae, quatuordecim de Thuringorum
Falle ond Geschichte, welche sich , sooderlich in vergangener Kriegsun-
rake, bierinnen begebhen, kurtzliche nut angefuhret und erzehlet wer-
den. Sowohl aus dem Querfnrtischen Chronico, ais andern Buchern, von
aller (alter?) glaubwurdiger Leuthe Berichte mit Fleifs Erortert una Zu-
sammengetragen von Casparo Schneidern. ~ Da Otto Drnckjahr
und Ort genau angiebt, so mas es wohl nur eine von dem ehemaligen
Besitzer Kreyssig veranstaltete Kopie des sehr seltenen Baches sein.
2) cf. de Webero Kragelsteurs Nachrichten von Ohrdruf S. 425.
3*
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conversione condones historicas confecit, quae post mortem
eius ann. 1606 in lucem pobiicam demam emissae sunt. Pa-
anum is aliquando cultum descripsit aeque ac propagatae
octrinae christianae modum edocuit, plurima tamen, ot nullo
fere antiqoitatis fulcimento oti potait, e conjectoris de-
sumsit.
Non ita multo post Jeremias Witti chins Ordorfiensis,
Juris candidatus, Poeta Laurealus, et Not. Publ. Caes. in pa-
tria quondam practicus, historiam tarn ecclesiasticam , quam
poiiticam ligato sermone latino scriptam reliquit, quam, ut
vulgo solet, raro judicii acumine adhibito brevissimis recenset
ac in perquirendis fontibus curam exiguam declarat.
Deinde Andreas Top pi us soluto dicendi genere brevem,
ut reliquarum urbium, descriptionem Germanice suppedilavil,
plurimasque res notatu dignas attulit, quam J. Chph. 01 ea-
rius Syntagmatis rer. Thuring. Tomo L adjunxit.
Ejus tamen viri industria magis in congerendis rebus
gestis, quam soiida rerum demonstralione est laudanda.
Quare mihi est constitutum, ne oblivione posteritalis om-
nia penitus exslinguantur, quantum adhuc superest, brevibus
illustratum ac in ordinem redactum in lucem proferre. Ex quo
hoc opusculum conditum est, quod, licet paucis constet pa-
ginis, persuasus tamen sis velim, in eo conficiendo multum
me desudasse, dissentientium scriplorum aliquando assertiones
diu mente agitatas confutasse ac veritatem ubique vindicasse.
Habebitis, dilectissimi cives, statum patriae antiquissimum de-
lineatum, accipite historiam, quae vobis grata sit atque ac-
cepta, annales etiam ab eo, quo haesi. tempore ad nostram
usque aetatem exspeclate in posterum, divino numine annuente
ac connivente, contexendos.
Diese aus 54 beschriebenen Blattern bestehende Hand-
schrifl enthall nur Materialien, d. i. zusammengetragene aber
ungeordnete deutsche und lateinische Excerpte, welche dem
spater auszuarbeitenden Werke zu Grunde gelegt werden soli-
ten. Sie diente also zum erslen Entwurfe und ist von Otto,
als er noch auf der Universilat war, begonnen und nach und
nach fortgeselzt worden, bis er endlich hinlanglichen Stoff zu
haben glaubte, urn die vollslandige Geschichte dieser Stadt,
welche zu den allesten und merkwurdigsten Thuringens ge-
hort, zu unternehmen. Dass dieses wirklich geschehen sei,
beweisst ausser dem oben mitgetheilten Verzeichniss N. 23.
das in dem Katalog (unter Ms. hist. Quart. 132.) der ehema-
ligen von Ponikauiscnen Bibliothek zu Halle *) aufgefQhrte Ma-
1) Weber's hist. Predigten von der Tharinger Bekehronf. Coocio 1.
p. 2. Cone. 4. p. 40. 41. 42. 44. cone. 6. p. 63. Gone. 8. p. 97. praefat.
p. ult. cone. 5. p. 46.
2) Diese Bibliothek hat aber seit ibrec schnellen Versetzung von
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37
nuscript H. F. Ottonis de antiquissima Ordorfii statu com-
mentatio (85 Blatter.) E i u s d. Antiquitates Ordorfienses oder
historische Beschreibung der Stadt Ordorf (126 Blatter). Au-
tographum auctoris." Gleichmann, Heller in den thu-
ringischen Merkwurdigkeiten S. 65. 66. 467. und Bruckner
scheinen das Werk in dieser Fassung gekannt und benutzt
zu haben. Aus Vergleichung der Dresdener Handschrift mil
den Mittheiluogen der genannten Gelehrten fiber Ohrdruf
schliesst Krugeistein in seiner Abhandlung mit Recht, dass
ihnen noch eine andere, von Otto herzuleitende Quelle zu-
ganglich gewesen sei, wenn sie sich auf diesen berufen und
Aeusserungen von ihm wortlich wiederholeo, die man in dem
Dresdner Exemplare vergebens sucht. Dabei konute es aber
auch nicht fehlen, dass in der neuen vermehrten und verbes-
serten Ausgabe manches aus der fruheren beibeballen wurde,
und dass sie in einzelnen Stellen mil ihr gleichlautend war;
jene isl wenigstens zum Theil und insofern es dem Zwecke
und Umfange dieses Buchs angemessen war, mit den nothi-
gen Aenderungen und Weglassungen den Monument. Mona-
sterii S. Hichaelis Archangeli Ordorfii einverleibl, welche in
der Thuringia sacra p. 16—40. die lange Reihe der darin be-
scbriebenen Kirchen und Kloster eroffnen, und wo es unter
andern in dieser Rucksicht heisst: „De cultu Thori, populis
septentrionalibus communi, in commentatione mea de anti-
qnissimo Ordorfii oppidi Tburingiae statu „Msta. cap. I §. 3.
et cap. VII. §. 1. seqq. fusius egi. VergL Krugeistein
a. a. 0. S. 6. ff.
Henr. Frid. Ottonis
Collectanea historica de primariis veterum Landgravio-
rum Tburingiae officialibus. Mspt. in 4°, von 32
grdsstentheils bescbriebenen Blattern.
Dispositio :
1. Ludovicus primus Landgravius cum principal! dig-
nitate effectus eique multi comites et nobiles untergeben.
§. 2. Differentia inter vasallos el ministeriales.
§. 3. Ministeriales vel hereditarii vel minus. Ulrique
recensentur.
4. Pincernarum officiura, catalogus et familia.
§. 5. Marscballorum officium, catalogus et familia.
$. 6. Garoerariorum officium, catalogus et familia.
§. 7. Dapiferorum officium, catalogus et familia.
Wittenberg so grosse Verluste erlitten, dass dieses Manuscript nebst
vielen andern, lant einer Aensserung des daraaligen Bibliothekars , noch
vor einigen Jahren vermisst wurde und sich bis jetzt nicht wieder ge-
funden zu haben scheint
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as
$. 8. Burggraviofum officium, catalogus et fatnilia.
§. 9. Notarioram officium. Catalogus.
|. 10. De ceteris quibusdam oflicialibus.
Mittheilungen zur Typographic des XV., XVI. u. ff.
Jahrhunderte.
Von
P. Gottfried Reichhart.
Von der Stiftsbibliothek zu Gottweig aus hatte ich in
meinen lelzteren Beitragen zum Serapeum, betreffend die be-
kannt filleslen Erzeugnisse von Druckorten des XVI. and ff.
Jahrhunderte, nur solcbe zur Kennlniss gebfacbl, von deren
Existenz und Inhait icb durch Aatopsie mich iiberzeagen konnte,
ohne auf die zuweilen schwankende Auclorilfit so mancher
bibliograph. HilfsbQcher, Buchhandler-Verzeichnisse and Bi-
bliotbek-Kataloge mich berufen zu mQssen. Nunmehr jedocb
itm Bereiche der zavor erwahnten reicbhaitigen BQchersamm-
lung vie! zu weit entrfickt and einer ganz anderen Wirkungs-
sphfire zugetheilt, finde ich mich beliufs der Fortsetzung mei-
ner oben bezeichnelen Mittheilungen eben auch nur auf grds-
sere bibliographische Werke, Buchhdndler-Kataloge a. dgl.
als metne Bezagsquellen angewiesen, denen ubrigens die Lieb-
haber dieses speziellen Faches alien Glauben zu schenketi
nieht anstehen durften, da deren Verlasslichkeit in Betreff der
Angaben genugend erwiesen und allgemein anerkannt ist Die
reicbste Ausbeule bezuglich der in deri nacbsten Nummern
dieser Zeitschrifl folgenden Mittheilungen hat sich aus Brunet's
Manuel du Iibraire etc. Paris. 1842—44. in 5 Bd., ergeben;
sodann waren mir zu Nutzen die Wiener Jahrbb. d. Litleratur,
Ebert's bibliographisches Lexikon, Serapeum, Bulletin du biblio-
phile Beige, d'EIvert's Histor. Literal -Geschichte von Mahren
und Oest. Schlesien. 1854 ff. u. A.; ferner zahlreiche Auc-
tions- und Lager-Kataloge von Antiquaren besten Klanges,
wie Asher, Bulscb, Kobler, Schratt, Stargard, Tross, Weigel,
urn nor einige zu erwahnen; endlich Correspondenz mit be-
freundeten Fachmannern.
Bevor ich nun die Beschreibung meiner Aehrenlese auf
dem bezeichnelen bibliographischen Felde nfiher beschreibe,
scheint es mir der Tendenz des Serapeums entsprechend zu
sein, wenn icb hier zunachst einige mehr oder minder wesentliche
Berichtigungen folgen lasse, zu unterschiedlichen NN. fruherer
Jahrgange dieser Zeitschrifl, in welchen mit Rucksicht auf die
von mir selbst und anderen Mitarbeitern mitgetheilten typo-
grapbisch- bibliographischen Arlikel einige irrthumliche An-
gaben und stdrende Satzfehler (letztere wohl meist nur Folge
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3ft
schwer leserlicher Manuscripte) eine nachtraglifche Verbesse-
rung ndthig erscheinen lassen.
Zu Serap. XIII, S. 287.
Den Yon mir namhaft gemachten siebeo Exemplaren des
ChronicoD Budense ist noch ein achtes im Besitze von Se-
nator Cuiemann zn Hannover anzureihen.
Zu Serap. XIV, 331.
In dem Verzeichnisse der Druckorte des XV. Jahrh., von
denen nor ein Wiegendruck bis jetzt bekannt geworden ist,
sind die 3 Artikel Madrid 1499. — Salazzo 1481. — und
Troyga 1497. zu streichen. Madrid ist nach der von mir im
Jahrg. 1854. S. 193. gegebenen Berichtigung nicht Orl der
Drucklegung, sondern der scbriftlichen Absagung der konigl.
Gesetze ; — von Saluzzo kennen wir nicht bioss ein, sondern
mindestens zwei Incunabel-Druckwerke von 1481. und 1498.
(Siehe die weiter unten folgende Bemerkung zu Serap. XVII,
S. 163.). Eben so sind uns von Troyga noch mehrere Druck-
Erzeugnisse des XV. Jahrh. bekannt geworden. (vgl. Ser. XV,
19a u. XVI, 40.)
Zu Serap. XV.
S. 196. Z. 27. ist zu lesen: MLcccclxxvui.
S. 300. Gorlitz 1567. — ist zu lesen: 1566.
S. 301. Linz. 1616. — Siehe zur Berichtigung die Mit-
theilang von Ant. Bitter v. Spaun, Jahrg. XVI, 257. 355.
S. 302. Mergentheim. 1693. Siehe ein alteres Druckwerk
v. J. 1491. (Jahrg. XX, 146.)
Zu Serap. XVII.
S. 19. Bruggtaoven 1623. Ist nach der von Welter gege-
benen Berichtigung (Serap. XX, 126.) Pseudonym fur Munchen,
so wie der Name des Verfassers Fabius Hercynianus Pseu-
donym ffir Jacob Keller. (S. J.)
S. 163. unten. — Das Erstlingsdruckwerk von Saluzzo
ist nicht das von Neigebaur bezeichnete aus d. J. 1498, son-
dern ein urn 17 Jahre alteres, namlich das schon von Ebert
und Brunet aufgefuhrte Auli Persii Flacci satyrarum liber,
aus der Druckerstfilte des Marlinus de la Valle 1481. lOFebr.
S. 165. (Mitte.) Altro Marte u. s. w. ist von Lorenzo da
Spirto wohl handschriftlich abgefasst im J. 1470., aber
zu Vicenza erst im J. 1489. gedruckt worden. (Deutlich
zu ersehen aus Hain's No. 14960. Beschreibung des Munch-
ner Exemplares.)
Weiter unten ist anstatt Garrazaro zu lesen Gornazzano.
— und anstatt Eustachius Silber zu lesen Eucharius Silber.
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AO
S. 244. Z. 12. zu lesen: an (antiphonae)
„ Z. 13. „ „ et ps (psalmi) cum ceteris. Ca-
pirn. (Capitulum).
„ Z. 27. „ „ Domine qd (quid) u. s w.
r Z. 10. (von lint.) zu lesen : Incipit cce (commune)
sanctorum u. s. w.
Zu Serap. XVIII.
S. 165. (untere HalfleO „Brunschweig liber pesti-
lentialis 1500. u Es mag wobl nur durch etwas ubereilte
Lecture geschehen sein, dass mein Citat aus dem Kataloge
des Fid. Butsch missverslanden wurde. Abgesehen von der
Analogie aller ubrigen Citate in der angezogenen Stelie. wel-
che dem Leser die Bezeichnung Brunschwig (sic!) nicnt als
den Namen des Druckortes, sondern des Verfassers deut-
licb kund giebt, ist auch aus den bibliogr. Hilfsbuchern Pan-
zer, Ebert, Hain, Brunet, so wie aus Serap. IV, 301. 303. —
V, 32. 157. 206. u. A. genugend zu ersehen, dass des Hiero-
nym. Brunschwig Liber pestilentialis in der Ausgabe vom J.
1500. zu Strassburg bei Job. Gruninger erschienen ist.
Uebrigens ist aas im Serap. XIX, 170. aufgefdhrte Druck-
werck vom Jahre 1506. auch zu lesen in Fid. Butsch's Kata-
log Num. XXXIII. 1857. S. 37.
S. 258. Steyer 1728.— Von diesem Druckorte ist mir
aus den Antiquar. Monatsblatt. von Fid. Bulsch ein alteres
Werk bekannt geworden , u. d. T. : General-Sturm der Herr-
licben Haupl-Statt In Engelland | Mit alien Kriegs-GeschQtz
und Praparatorien versehen j | . . . Anderter od Sommer-Theil.
Durch Joan. Andr. Graff . . . Gedruckt zu Steyr | bei Frantz
Zachaus Auinger | 1697. — 2 Theile in 4°.
(Note.) Der 1. Theil bat d. Titel: „Belagerung der Herr-
lichen Haupt-Stalt In Engelland u. s. w. Gedruckt zu Graz ...
Anno 1697.
S. 259. Enchuysen flndet sich allerdings bei Falken-
stein S. 396. aufgeffQhrt, und zwar mit dem Druckjahre 1609.
S. 261. Zu Schmalkalden ist nach meiner Mitlheilung
im Serap. XV, 203. bereits i. J. 1564. ein Werk aus der
Presse von Michel Schmuck erschienen.
261. Rorschach am Bodensee kommt als Druckort
wenigstens schon im J. 1588. vor mit dem Drucker Leonhart
Straub, der daselbst „Joa. Rasch's Prognostikon von Antichrist
und Ende der Welt" in 4°. erscheinen liess. Uebrigens hat
L. Straub (der erste (S.) Galler Typograph) wegen mehrfacher
Censur - Ueber tretung aus (S.) Gallen verwiesen, schon im
J. 1584. seine Offizin nach Aich (eine halbe Stunde von Ror-
schach entfernt) verlegl, da er hier eine Papierfabrik besass,
und als Druckort Rorschach gebraucht, wo auch seine Bucher-
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41
mid Papierladen beflndlich warea. (Nach briefl. Mittheill. von
Pet. Wegelin aus St. Gallen, der ein Verzeichniss von zahl-
reichen Druckwsrken Leooh. Straub's and dessen Nachkommen
bearbeilet hat.)
S. 262. Zu Wisingsburg (Wisingsoe) in Schweden, am
Wettern-See im Gebiete von Jonkoping, hat Graf Peter Brahe
im J. 1667. in der von ihm aufgerichteten Drackerei unler
der Leitung des gelehrten Joh. Kankel das „Itinerarium Ni-
colai Matthiae herausgegeben, und seine typographische Tha-
tigkeit fortgesetzt bis znm J. 1681. Zuletzt wurde die Presse
1688. in das Stadtchen Jonkoping verlegt.
(Siehe Brunei: Manuel I, p. 668b, wo auch eine spezielie
Abhandl. fiber die Druckerstatte zu Wisingsoe angezogen wird
unt. d. T.: -De libris in typographia Wisingsburgensi impressis.
Upsali© 1733. in 4°. worin die Verfasser Gestrin und Axner
das Verzeichniss und die Beschreibung von 28 daseibsl er-
schienenen Druckwerken geben.)
S. 356. Thierhaupten, das vom bainschen Herzoge
Tbassiio im 8. Jahrh. gestiftele Benedictiner-Kloster, hat gieich
vielen andern Ordenshausern seine eigene Klosterdruckerei
besessen, von welcher aus dem letzten Decennium des XVI.
Jahrh. mehrere Producte bekannt sind. Bis jetzt gilt mir als
das alteste Erzeugniss das in meinem Besitze befindliche
Werkchen: -Der Layen Kirch enfpiegel . . . aufsgelegt: Durch
Bartholo: Wagner Augustanum Ludimoderatorem, bei S. Mar-
tin fl Gedruckt im Gottshaufs zu Thierhaupten | im Jar
1593." 4°.
Auf dem Titelblatte b. ein Hoizschn. (derseibe wieder-
holt auf Bl. 10b. aber zuverlassig nicht von Hans Scheuffeiin.)
Dann 82 bez. Blatter, deren erste zehn die Dedication enthal-
ten mil dem Dat. 24. Mai 1593.
Hat es mit der Angabe des Jahres 1594. (in oben be-
zeichn. Stelle) seine Richtigkeit, so zeugt dies wohl nur fur
eine erneuerte Ausgabe.
S.359. R. Jacob Ben Asher Even-a-ezer, und von detn-
selben Coscben-amischpalh , sind wohl nicht zwei selbststan-
dige Drackwerke, deren jedes apart im J. 1475. zu Pieve di
Sacco erschienen ist, wie man nach jener Aufzahlung von
Neigebaur zu glauben versucht sein kOnnte; sondern das
Erstgenannte ist der Tertius Ordo, das Andere ist der Quar-
tus Ordo von Rabbi Asher's vollslandigem Werke Arba Turim,
i. e. Quatuor Ordines, gedruckt zu Pieve di Sacco 1475. von
R. Mescullam. zubenannt Kotzi. Das einzig bekannte Druck-
werk dieses Ortes im XV. Jahrh.
Orach Ghajim (nicht: Osach Ohaim) zu Mantua 1476. ist
der Primus Ordo, — und Jore (nicht: Jose) Deha zu Ferrara
1479. ist der Secundus Ordo des eben erwahnten Werkes
Arba Turim, — beide Theile fur sich getrennt erschienen.
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«*
Das Psalterium mil dem Comment, von R. Kimchi ist
wohl 1477. erschienen, aber o. 0. (Bononiae?)
Z. 4. v. unt. zu lesen: Soraschim, anst. Sciarascim.
In den letzten zweiZeilen besser zn lesen: Eine gleiche
von dem Talmudischen Wdrterbuche Aruch von R. Nathan
B. Jechiel.
S. 360. (Z. 8.) zu lesen : R. Joseph Aibo. Sepher Ikkarim.
Daselbst 1486. (De Rossi.)
S. 360. (Z. 6.) Pirke-Aboth erschien ohne Angabe des
Ortes und Jahres, aber wahrscheinlich zn Soncino 1484. oder
1485.
S. 360. (Z. 9.) Die grosser) Propheten u. s. w. erschienen
ohne Angabe des Ortes und Jahres, aber wahrscheinlich zu
Soncino 1486.
8. 360. (Z. 10.) Anstatt: „erster Druck u zu lesen: Erste
Ausgabe.
S. 360. (Z. 110 Zu lesen: Die Editio princ. der Hagio-
graphen, das Hohelied und der Prediger Salomons, die Klage-
lieder, die Psalmen, Hiob u. s. w.
S. 360. (Z. 21.) Zu lesen: Josue, Buch der Richter, die
BQcher der Konige u. s. w.
Zu Serap. XIX.
S. 122. (Z. 3.) Was wohl mit der so bezeichneten Poly-
glotte von Jenson 1471. fur ein Druckwerk gemeint sein mag?
S. 123- (Z. 20.) 1 2,000,000 (nicht elwa bloss 1,200.000?
sondern so einige zwolf Millionchen) Bande!
S. 125. Du is burg halte bereits 1585. eine Drucker-
stattte, aus welch er: „Gerardi Mercatoris Atlas sive cosmo-
grapbiae meditationes de fabrica mundi et fabricati figura" in
fol. mit 100 Karten erschien.
(In C. H. Beck's zu Ndrdlingen Katalog XXXI. S. 29.
angezeigt.)
S. 127. (S. Victor bei Mainz. Aus dem J. 1541. ken-
nen wir: „Propheticus sermo. 2 Petr. 1. Hundert vnd mehr
heiliger Lection | aus alien Propheten | zur Befferung der
Chriften gelamlet. Durch Georg. Wicelium. Anno M.D.XL1. —
Gedruckt zu S. Victor bei Mentz | Durch Francifcum Bohem.
(Aus Fid. Bulsch's Antiq. Mon. Bll. 1856. Septemb.)
S. 172. Bruntrut's Erstlingsdrucke datiren schon vom
XVI. Jahrh. her. Nach Sinner's Bibliographic (S. 241.) sind
iin Katalog der Colleg. Bibliothek zu Bruntrul (s. Trouillol
Rapport sur la bibliotheque de Porrentruy 1849.) die Local-
drucke bereits vom J. 1592. an aufgezahlt. Uebrigens, wenn
in einem Anliq. Katalog von F. Schneider zu Basel (Mftrz
1854.) aufgefuhrt wird: „Basilea sacra . . . Bruntrutti 1558, u
^o ist letzteres Jahr eben nur ein Satzfehler fur 1658.
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Aft
Das alteste mir bekannte Druckwerk dieses Ones fuhrt
den Titel: „Le livre de la Congregation, c'est-a-dire, les cinq
livres des institutions chrestieones . . . trad, par Coster. Por-
rentruy. Jean Faibvre. 1594. w in 8°.
S. 233. (Z. 28.) „Der 1465. zu Fabiano gedruokte Kata-
log, u — ist mir und wohl Anderen nicht minder ein biblio-
graphisches Rdthsel. Sollte etwa gar zu iesen sein: „Der
1465. zu Subiaco gedruckte Lactanz u (?)
S.235. (Gege Ende) zu lesen: „Das vierte (nicht zweite)
hier erschienene Bucb. u — Als zweites ndmlich ist den Biblio-
graphen bekannt: ? Pauli Bagellardi a Fiumine Libellus de
infantium aegritudimbus . . . 1472. die 21. Aprilis. in 4°. (In
der Munch ner — Bibliothek.) — und als Drittes gilt uns:
„Antonii Turcheti pro Nicolas Trono Principe reipublicae
gratalatoria oratio. u die V. mens. Maji. (Univers.-Bibl. zu
Prag.)
Ueberdiess ist an der bezeichneten Stelle zu verbessern:
23. Juli 1472, - so wie weiter unten zu lesen: Florenz,
Yon Francesco Bonaccursio 1491. in 4°.
S. 236. (Mitte.) Zu lesen: Liber servitoris Bulchasis, in-
terprete Abraam Judaeo tortuosiensi.
S. 258. (Mitte.) Z. 19— 24. sind zu verbessern: lateinische
Bibel 1475. s. d. folgende Bibliothek ; dagegen ein Sallust auf
Pergament vom J. 1470. ! ) — - ein Dante zu Venedig gedruckt
1477. mit der Schlussschrift : de Spira Vendelin fu il stam-
patore delle mille quatro-cento e settante sette; ein fheolo-
gisches Worterbuch zu Piaceoza 1483. gedruckt von Jacobus
de Tyela Alleman ; ferner ein Missale auf Pergament u. s. w.
S. 260. (Z. 12.) zu lesen: ein Plinius von Jenson 1476.
und 1481.
S. 260. (Z. 21.) zu lesen: Darunter Georgius Valla. 1501.
„ „ (Z. 13. v. unt.) zu lesen: Die lateinische in Pia-
cenza 1475. gedruckte Bibel durch Pet. de Ferratis.
S. 357. wird berichtet, dass Angelo Pezzano eioen sehr
vollstandigen Katalog uber die zahlreichen Incunabeln
der konigl. Bibliothek zu Parma herausgegeben hat; und
einige Zeilen weiter heisst es: „dieser Katalog, obwohl nur
die von 1472 — 1499 in Parma selbst gedruckten
Bflcher enthaltend, umfasst dennoch 155 Werke. w — Abge-
sehen von dem obwalte&den Widerspmche mag nur bemerkt
werden, dass die Zahl 155 (in Parma selbst gedr. Werk) wohl
sehr in Zweifel gezogen werden durfte (vielleicht statl 155
zu lesen 55), da uns aus den bibliographischen Handbuchern
uber Typographie des XV. Jahrh. wenig mehr als 60 Incu-
nabeldrucke von Parma bis jetzt bekannt geworden sind. Ein
1) Lateinische Ausg., nicbt italienische.
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44
gefalliger Aufschluss fiber den fraglichen Artikel wfirde somit
einem billigen Wunsche sehr entsprechen.
Das Erstlingsdruckwerk vod Parma ist: Plularchus de
liberis educandis (Guarino Veron. interprete) , Hieronymus de
officiis liberorum erga parentes, et Basilii M. de legendis Gen-
tilium libris. Impress. Andreas Portiglia. 1472. — Daruber
hat Angelo Pozzano eine besondere Abhandlong verdffent-
licht. 1808.
Weiter ist zo lesen: Incomincia el iibro chiamato triompbi
d'amore facto per Messer Francesco Petrarca da Firenza per
amor di Madonna Laura: von demselben 1473.
S. 358. (Z. 4.) zu lesen: Thomas de Aquino. *)
S. 363. (Z, 15. v. unt.) anstatt Yen. 1474. ist zu lesen:
Yen. 1476.
S, 363. Turan de Castello tractatus u. s. w. ist, gleich
dem nachst erwabnten Scotus: super libro III. sententiarum,
eines von den Erstlingsdruckwerken zu s. Urso , wo Joh. de
Rheno in den Jahren 1473—75. lhatig war.
Fazio degli Uberti da Firenza 1474. durcb Leonhard v.
Basel gedruckt zu Yicenza.
S. 368. Oudenarde 1480. Im Texte zu lesen: Ahrend
von Keyzer .... Hermanni de Petra de Santdorpe . . . per
me Arnoldum Cssaris meosque sodales u. s. w.
S. 371. (Hitte) wird Pomponius Mela als Ersllingsdruck
der Mailander Presse erklart. Angenommen auch, dass das
Druckjahr LXYIIII. in den sonsl ffir Mailands filtesten Wiegen-
druck gehaltenen „Miracoli de la gloriosa Yerzine Maria"
feblerhafl sei anstatt LXXYIIII, was aber noch bei Weilem nicht
zur Evidenz dargethan ist: so gebubrt doch dem Pompejus
Festus de significalione verborum vom J. 1471. 3. Non. Aug.
die Priori tat vor oben erwahntem Pomponius Mela mit dem
Datum 7. Kal. Octobr.
S. 372. (Milte) soil wohl zu lesen sein: von dort auch
das Calholicon von 1460.
Zu Serap. XX.
S. 23. (Z. 15.) Conrad Baumgarlhen hat nicht erst 1502.
sondern schon 1500. des Augustini Moravi Tractat. contra
h&resin Waldensium zu Olmutz gedruckt. (Siehe Jabrg. XVII.
S. 44.)
Aus derselben Offizin kennen wir auch: Stigmifere vir-
ginis Lucie de Masnia . . . facta admiratione digna. 1501.
in 4°. (Stadtbibl. zu Hamburg.)
S. 126. (Mitte) ist zu lesen: Herr A. Hitter v. Spaun,
und auch G. Keichhart irren sich in mehreren von ihnen
1) Weil nicht ital. sondern latein. Ansgabe.
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48
citirten u. s. w. und weiter unten zu lesen : wiewohl Reich-
hart in einem frfiheren Jahrgange n. s. w.
S. 146. Mergentheim. 1691. In demselben Jahre isl
(nach Fid. Butsch's Theolog. Anzeiger 1858. No. 11.) daselbst
auch gedruckt worden: „Predigten auf alle Sonn- nod Feyertag
d. g. J. Nebst Lobpredigten auf die Feste d. h. Joseph, Au-
gustinus, Bernard, Franciscus etc. 3 Thie. in 1 Bande.
S. 147. Kloster Hem in Holland 1497. — In meiner Schrifl:
Die Druckorte des XV. Jahrh. (4°. Angsb. Fid. Butsch.) fiodet
sich auf S. 16. vgl. 30. als Erstlingsdruck zu Schoonhoven
(eigentl. zu Hem, Kloster der regul. Cborherrn ausserhalb der
Stadt Schoonhoven) aufgefuhrt: -Breviarium secundum ordi-
nem Trajectens. Ecclesis. 1495. rol.
S. 384. (unt. Halfte) ist zu lesen: Ovid de arte amandi
et de remediis amoris. Augsburg, von Gfinther Zainer v.
Reutlingen. 1471.
(Fortsetzung folgt.)
Hans Sachsens Gedichte.
Eine Bibliographic
VOD
Emil Weller in Zurich.
(Fortsetzung.)
15. — Neun gfchmeck ehlichen Hands, o. 0. u. J. 4. — In
Nfirnberg.
16. — Die Neun verwandlung im Ehelichen Standt. Nfirnberg,
G. Merckel. 1559. 4. — In Nfirnberg.
17. — Eblich bitterfufs. o. 0. u. J. 4. — In Nfirnberg.
Das bitter furs Eheliche Leben vnd wie es im ehelichen
Stande pfleget zuzugehen. o. 0. 1645. 4.
18. — Epitaphium oder klagred ob der Leych Marth. Luthers.
Nfirnberg, F. Gutknecbt. 1546. 4 BL 4. — Abgedr. in
Forstemanns Mittheilungen VIII. 1. Heft. S. 95.
Als man zelt funffzehen hundert jar
Vnd fechs vnd viertzig, gleich als war
Der fibenzehend im Hornung,
Schwermutigkeit mein Hertz durch drung etc.
o. 0. u. J. (1546). 4 BL 4. — Stuttgart. 1846.
19. — Erklerung der Tafel des Gerichts, fo der kdftlich
Maler Apelles dem Konig Antiocho entwarff. o. 0. u. J.
(Guldenmund in Nfirnberg, c. 1530). Querfolioblatt mit
Holzsch. von Erhard Schdn. — In Gotha. Bei Becker.
Als Apelles der Maler war etc.
20. — Ein erklerung difer Figur (St. Chriftoph) vnd was fie
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bedeut. Kyn ermanung der blindtheyt Menfchlichs ge-
fchlechts. Nurnberg, H. Hamfing o. J. (1553). 4. — In
Berlin and Nfirnberg.
Schaw menfch fo da erkennen will etc.
21. — Ein ernflliche ermanung an die Weltkinder. Nurn-
berg. 1555. 4.
lieber menfch betracht allzeil etc.
22. — Euangelium. Die Hochzeit zu Cana in Galilea. o. 0.
a. J. (Gaidenmand in Nurnberg, c. 1530). Folioblatt rait
Holzsch. von Hans Schaufelein. — In Gotha. Bei Becker.
Johannes fchreibt am vierten das etc.
23. — Der Eygen nntz, das grealich Thier, mil fein zwolff
Eygenfchafflen. NOremberg, G. Merckel o. J. (c. 1553).
4 Bl. 4. — In Nurnberg.
Eins nachts ich vngefchlaffen lag etc.
Der Eygen nuz, das greulich Thier. Nurnberg, G. Mer-
ckel. 1555. 4 BL 4. — In Nurnberg.
Das fchedlich Thier der Eygennutz etc. Nurnberg, Pan-
gratz Kempff o. J. 4 Bl. 4. — In Berlin.
24. — Der zwolff reinen vdgel eygenfchaft zu den ein Chrift
vergleicbt wird. Auch die zwolff ynreinen vogel darin
die art der Gottlofen gebildet in. Nurnberg. 1553. 4 Bl. 4.
Der Zwelff reinen vdgel eygenfchaft zu den ein Chrift
vergleicht wird. Auch die Zwelff vnreinen vdgel
darinn die art der Gotlofen gebildet ift. o. 0. (Nurn-
berg). 1555. 4 Bl. 4. — In Berlin, Nurnberg und
WolfenbutteL Wackernagel, Bibl. d. Kirch. S. 270.
Der Adler in die fonnen ficht etc.
25. — Die vier wunderberlichen Eygenfchaft vnd Wurckung
des Weins. o. 0. a. J. (Nurnberg, Guldenmund, c. 1530).
Folioblatt mit Holzsch. — In Gotha. Bei Becker.
Einsmals ich einen Doctor fract etc.
Die vier wunderberlichen Eygenfchafft vnd wurckung
des Weins. Mehr ein Newer fpruch von der Infel
Bachi vnd jrer Eygenfchafft
Nuremberg, G. Merckel. 1552. 8 BL 4. - In Nfirn-
berg.
Nuremberg, G. Merckel. 1553. 8 BL 4. — In Nurn-
berg.
Nurnberg. 1554. 8 BL 4. — In Berlin.
Nurnberg o J. 8 BL 4. mit 2 Holzschn.
26. — Die Zwolff Eygenfchafft eines bofshafftigen weybs.
Nuremberg, G. Merckel. 1553. 4. — In Berlin und Nttrn-
berg.
Eins abends fpat ich aufs fpacierel etc.
27. Zwo Fabel. Nurnberg, F. Gulknecht. 1556. 4. — In
Nurnberg.
28. — Fama, das weitfliegend Gerucht mit feiner wunder-
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♦7
lichen Eygenfchafft nacb Befchreibung Virgilii des Poelen.
o. 0. u. J. (Nurnberg, Guldenmund, c. 1530). Folioblatt
mil Holzsch — In Goiha. Bei Becker.
Virgiiius der Hoch Poet
Vor langfl alio befchreiben Ihet etc.
29. — Frau Keufcheyt ich genenet bin
Ein vertribene Konigin
Defs filz ich hie in der wuften
Mit trawring herlz, gemot vnd linn
Troftlofs, eilent fur hin vnnd hin.
o. 0. a. J. (Nurnberg 1524). 8 Bl. 4. mit Titelholzsch. —
Panzer No. 2578
Eins mals da jjieng ich in dem Heyen etc.
30. — Fraw Traurigkeit mit jhrer Eygentohafft. Mehr die
Vnulz Frew Sorg. Mehr die Starck gewonheyt. Nurnberg,
G. Merckel. 1554. 4. — In Berlin und Nurnberg.
Nachdem die kooigin
Arfinoes vorhin
Grofs vngluck hett erlitten etc.
31. — Die Neunerley heudt einer bofen Frawen, fambt jren
Neun Eygenfcbafften. Mehr das Bitter Sui's Ehlich Leben.
Nuremberg, G. Merckel. 1553. 4. — In Nurnberg.
Als ich eins abends gieng fpalziern etc.
Nurnberg o. J. 4. — In Berlin und Nurnberg.
Die neun bofen haul eines bofen weibs.
o. 0. 1710. Fol.
32. — Die Chriftliche Gedult. o. 0. u. J. (Nurnberg, Gulden-
round, c. 1530). Folioblatt mit Holzschn. — In Gotha.
Bei Becker.
Menfch hie haftu lauter vnd pur
Ein gantz klare Contrefactur etc.
Die Chriftliche Gedult. Ein Kladred der Tugendreychen
Fraw Zuchl t vber die vngezembten Welt. Eyn Epita-
phium oder Klagred, ob der Leych M. Luthers. o. 0.
u. J. (Nfirnberg, Hamsing, c. 1550.) 4 Bl. 4. — In
Berlin und Nurnberg.
33. — Ein newer fpruch von dem Geldt, Wafs nutz vnd
fcbadens daraus entfteet. Am Ende: Nurnberg, H. Wan-
dereifen. 1539. 4 Bl. 4. — In Zurich (Stadtbibl.), Berlin
und Nurnberg.
Eins tags an einer abent zech
Vnter gar mancherley gefprech
Fragt einer vnfs etc.
Die wunderbarlich gut vnd bofs eygenfchafft des gelts
etc. Nurnberg, G. Merckel. 1354. 4. — In Nurnberg.
34. — Ein Gefprech einer Bulerin vnd eines liegenden Narren
vnter ihren Fuffen. Der Bauern Aderlafs, fampl einem
Zanbrecher. Nurnberg. 1554. 4 Bl. 4. — In Berlin.
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48
Ein Gefprech eyner Bulerin vnd eines liegenden Narren
ynter jhren Fuffen. Der Bawern Aderlafs. Nurnberg,
H. Hamfing o. J. (1554). — 4 Bl. 4. In Nurnberg.
35. — Gefprech mit funff Perfonen, heifs die Ewlen Pails,
o. 0. a. J. (Nfirnberg, Guldenmund, c. 1530). Folioblatt
mit Holzsch. — In Gotha. Bei Becker.
Fliecht, fliecht, fliecht, fliecht, jr lieben gfelln etc.
36. — Ein Gefprech mit der Fafsnacht yon jrer Eigenichafft.
o. 0. u. J. (Nurnberg, c. 1540.) 4. mit Holzsch. — In
Nornberg.
Als ich am freytag nach fafsnacht
Mit meinem beutel rechnung macht etc.
37. — Ein Gefprech vnd klagred Fraw Arbeit, vber den grof-
fen mufdgen Hauffen. Ein Klagred der Tagentreichen
Fraw zucht, vber die yngezembten Welt. Epitaphinm oder
klagred ob der Leich H. Luthers. Nurnberg, F. Gutknecht.
1556. 8 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg.
38. Ein gefprech mit dem Faulen Lentzeu, welcher ein Haupt-
man des groffen Faulen hauffen ift. Dabei: Die bofs
Gefellfchafft mit jren neuen Eigenfchafften. Nurnberg, G.
Merckel. 1554. 8 Bl. 4. In Berlin. Das Erste abgedruckt
in Hubs Bibl. I. 95.
1. Eins tags im meyen hewer
Gieng ich durch abenthewer etc.
2. Eins Nachts gedacht ich hin vnd her etc.
Nfirnberg, G. Merckel. 1555. 8 Bl. 4. — In Berlin und
Nurnberg.
39. — Ein gefprech der Gdtter ob der Krankheit des Poda-
gram oder Zipperlein. Nurnberg, G. Merckel. 1554. 4. —
In Nurnberg.
Ein Gefprech der Gdtter ob der Kranckheyt des Pota-
gram eder Zipperlein. Nurnberg, G. Merckel. 1555. 4. —
In Nurnberg.
40. — Ein ardlich gfprech der Gdtter, die zwitracht des R6-
mifchen Reychs betreffende. Nuremberg, G. Merckel. 1553.
10 Bl. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin und NQrnberg.
Als ich meins alters war
Tretten ins funfftzig jar etc.
Ein redlich Gefprech der Gdtter, die zwitracht des Ro-
mifchen Reychs betreffende. o. 0. u. J. (Nurnberg).
4. mit Titelholzsch. — In Berlin.
(Fortsetzung folgt.)
Verantwortlicher Redactear: Dr. Robert Naumann.
Verleger: 7*. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEURI.
1 1 i f r t f f
fttr
Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde und
Mtere Litteratur,
Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden
aerausgegeben
Ton
Dr. Hoberi Xaumann.
A| 4# t Ui^zif , den 28. Februar 186L
Mittheihragen ziir Typographic des XV., XVI. u. ff.
Jahrhunderte.
Von
P. Gottfried Reichhart.
(Fortsetzung.)
Im Jahrg. 1854. 190. des Serapeums babe ich in Betreff des
fruher iq diesen Blattern oft citirten Werkes von Ternaux-Com-
pans: Notice sut leis imprimeries qui exislent ou ont ete exisle
en Earope Paris 1813. outer Anderem auch die Bemerkung
gemacht, dass in demselben viele immerbin bemerkenswerthe
Druckorte, namentlich von Deutscbiand — und selbst von
Frankreicb — enlweder gar nicht verzeichnel sind, oder
aber mil irrthumlicben Augaben in Jahren und Druckwerken
aufgefuhrt werden. Die Beweise fur die Wahrheit dieser
Aeusseruog werden die Leser dieser Zeitschrift aus meinen
darauf erfolgten Miltheilungen, J ) so wie aus des Herrn Bitter
v. Spaun bezfiglichen Beilragen ) sattsam ersehen baben. In
1) Serap. XV. No. 13. 14. - XVII, No. 2. 3.
2) Serap. XVIII, No. 11. 17. 23. - XIX, No. 8. It. - XX, No. 9.
Aus den hier bezeichneten Beitrdgen habe ich mit besonderer Freude
und wahrer Befriedigang den Beleg dafor entnebmen konnen, dass meine
MIL Jahrg tag. 4
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50
dem weiter Folgenden nan beabsiohtige ieh, jene meine Be-
hauptung in noch weiterem Masse zu erharteo, indem ich
namiich vorerst bloss franzosische Druckorte bebandle,
und hierbei theils die von Ternaux-Compans rait Stillschwei-
gen ubergangenen ') nebst ihren bekannt altesten Druckerzeug-
nissen namhafl roaohe, theils andere auch von ihm erwahnte
Druckorte aushebe und seinen Angaben das Resultat meiner
bezuglichen Aehrenlese auf dem typogr.-bibliogr. Felde, so
weit dieses mir zuganglich geweseu, gegenuber halte.
In gleicher Weise werde ich dann spater bei der Be-
sprechung von ausserfranzdsischen Druckorten (in Eu-
ropa 2 ) verfahren.
L
Franzdsische Drnokorte.
A. In Ternaux-Compans : Notice sur les imprimeries ... en
Europe nicht aufgefflhrt.
FArrivour. 1547.
(Gul. Budmus). De l'instition du prince, livre contenanl
plusieurs histoires, enseignements, et saiges dits des aneiens;
bezugliche Aufforderung (Sertp. XV, S. 197.1 derartigeii Mittfceilun-
gen, wenn jpeich bis jetzt nur nach dieser Kinen Seite hio, eine freund-
fiche Rucksichtnahme gefunden hat Welch eine ergiebige Ausbeute an
Berichtigungen und Zus&tzen far dieses spezielle Fach wurde erst einem
Litteraturfreunde ermdglicht sein, dem gegdnnt wire, an reichhaltigen
Quellen placirt zu sein. Wie ich uberzeugt bin, steht zu erwarten, dass
Herr Bitter v. Spaun seine strebsamen Forschungen und Vergleichungen
auf diesem Gebiete mil beharrlichem Interesse fortsetzen und dies Er-
gebniss derselben zur FOrderung typogr.-bibliogr. Wissens auch ferner-
hin zu verdffentlichen geneigt sein werde. Sei es immerhin, dass wir
uns hier und da irrthumliche Angaben zu Schulden kommen lessen —
ohne alien und jeden Verstoss gegen die histor. Wahrheit wird es, wie
kaum irgendwo, eben so wenig bei dieser Art Studien abgehen k&nnen;
hier heisst es recht eigentlich dies diem docet; difficile est ut qui homo
stt, non in multis peccet. quaedam videlicet penitus ignorando, quaedam
vero male judicando , el quaedam tandem negligeaUus scriptis tractando.
(Galen, de compos, medic.) — Darum, wo immerhin eine geffillige Auf-
klfirung, Berichtigung Oder Erganzung mit Rucksicht auf die oben be-
zeichneten typogr. Mittheilungen erfolgen mag, werden wir uns zu auf-
richtigem Danke dafur verpflichtet fuhlen.
1) Uebriflens hat T. C. die HSlfte derselben in einem zehn Jahre
spSter mitgetheilten Verzeichnisse (siehe Bulletin du bibliophile Beige
1849. Tome VI. p. 308—310), aber ohne Angabe der Druckwerke auf-
gefuhrt.
2) Anbelangend die aussereuropjiischen Druckorte und die Erstlings-
erzeugnisse ihrer typographischen Ouicinen halte ich meine, wenn gleich
schon ziemlich zahlreichen Aufzeichnungeo oieruber doch zur Mitthei-
Iung noch nicht geeignet, da mir zu den unerlasslichen Vergleichungen
sowohl das Werk von Ternaux-Compans: Notice sur les imprimeries...
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»1
— revu, enrichi d'arguments et augments de scholies (par
Jean de Luxembourg). Impriml a I'Arrivour, par Nic. Paris.
1517. fol.
(Brunei: Manuel du Libraire ... 1842—4. Tom. I, p. 486 b .)
Avignon. 1497.
Luciani: Palinurus. Scipio Bomanus, Carmina heroica in
Amorem. Asinus aureus. Bruti et Diogenis Cvnioi Episfolae.
(Omnia latine). Avenione. Typ. Nicol. Tepe. id. Octobr. 1497. 4°.
(Ebert 12418. — Bei Brunet nicht aufgef.)
Bar-le-Duc. 1739.
In Falkensteins Gesch. der Buchdruckerkunst S. 398. bioss
mit Angabe des Jahres aufgeffthrt
Beaugency. 1799.
Jac. Nic. Pillieux: Essai historique sur la vide de Beau-
gency et ses environs. — 2 Voll. 18°. Beaugency. an VII —
IX. (1799—1801.)
(Brunet: Manuel. Tom. V, n°. 24285.
Beth-Aram. 1648.
P. de Marca: Trait6 des merveilles oper6es dans la
chapelle de N. D. du Calvaire de Beth-Aram, (en Beam.)
8°. Beth-Aram. 1648.
(Brunet: T. V, n*. 22362.)
Bonnefontaine 1662.
(Nic. Bergeron.) Le Valois royal, extrait des m6moires
de Nic. Bergeron. Ampitti et enrictoe des piusieurs piices
curieuses ... par F. A. Mauldrac. — 8°.
(Brunet Tom. V, n*. 24202.)
Bordeaux. 1520.
Summa diversarum questionum medicinalium per ordinem
alpbabeti collectarum Per magistrum Gabr. de Taregua docto-
rem regentem Burdegale. — Aggregatio eiusde$ de curis
qoarfida egritudinft per modum summe. Textus Auicelie etc.
Impressu$ est hoc opus i cspletn Burdegale decima octaua
die mesis decembris anno cristi millesimo quingetesimo vice-
simo. Per Gaspardn philippum calcographum prope sanctam
columbam morantem. — fol. 3 Partes in 1 Vol.
(Brunet: IV, 395. — und nach Mittheilung von G. Brunet
im Serap. XIV, 73.)
hors de I'Europe als aach andere hierauf bezagliche bibliographische
Behelfe (von Allibone. Rich. Thomas. Truber) noch nicht zagSngUch ge-
worden sind.
4*
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Boulogne. 1714.
Sardaigne paranymphe de la paix aux souvenir de
l'Europe.
(Serap. XVIII, 259.)
Calais. 1599. — Caseres. 1703.
In Falkenstein's Gesch. der Buchdruckerkunst S. 396. and
396. bloss mit Angabe des Jahres aufgeAhrt.
Castres. 1609.
hotel: les antiquites. raretfe etc. de Castres. — 8°.
(Brunei: T. V, n°. 24745.)
Coulognes. 1591.
Nic. Clement, de Treille. Les roys et dues d'Austrasie,
depuis Th6odoric premier, traduit en fran^ois par Fr. Gui-
baudet. 4°. 8 Btl. Vorstucke. 142 SS. mit Holzschn.
(Brunet: T. I, 710.)
Estival. 1725.
C. L. Hugo. Sacra antiquitatis monumenta historica, dog-
matioa, diplomatica, notis illustrata. Tom. I. Stivagii in Lo-
tharingia. 1725. foL mio. — Der zweite Theil erschjen zu
S. Di6 1731.
(Brunei: II, 658.)
Grenoble. 1490.
Guido-Papa. Decisiones. — Zu Ende: Hoc opus deci-
sions excellentissimi parlamsti dalph. fuil gracionopoli per
stephanfi foreti deo fauente ante ecclesiam saucte_ clare
impressum et finitfi die penuitima mens' aprilis Ano dni
MM°(sic)CCCCLXXX.
Fol. min. goth. 400 unbez. Bil. 34 Z.
(Brunet: T. II, 488. vgl. V, n°. 2659. wo bemerkt wird,
dass obige Jahrzahi fehlerhaft ist, anstatt MCCCCLXXXX.)
La Mole. 1517.
Joannis Mauri Constantiani in commentaries composi-
tionum ac derivationum iingue latine. — Zu Endej^ Reole im-
press, in aedib. Johannis Mauri Conslantini anno dui millesimo
quingentesimo XVII. xv. junii. — 4°. goth. bij ff.
(Brunet: T. Ill, 327. — und nachBericht von Gust. Bru-
nei im Serap. XIV. S. 73.)
(SJ Pon$-d$~Tmiers. 1516.
Barthol. de Soliiolis. (Vivariens. medici et bonar. artium
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S3
magistri.) Problem at a super sexagenarium astronomic admo-
dum utile et profecto admirabile instrumentum ... Zu Ende:
Impressum fuit opus psens ... in ciuitate diui Pdtii thome-
ria^- : p magtm Joans de guerlins impssorie artis mirificti arti-
fice. Anno christi. 500 et. 16. sun: 1000 a no am mundi.6860.
dte VO. 28. aprilis. etc. — 4°. 32 Bll. 47 Z.
(Branet: IV, 304.)
Rodez. 1682.
Abrege historique geneaiogique des comtes et vicomtes
de Rouergue et de Rodez, oil se Yoit 1'origine de Gilbert,
comte de Provence. — 4°.
(Branet: T. V, n*. 24716.)
Rouen. 1483.
Le coustumier du pays de Normandie, en latin et en
francais, avec des observations ou commentaires. 1483. fol.
338 Bll.
(Van Praet: Catalogue de livr. impr. sur v61in. Tom. VI.
p. 61. Brunet: T. I, 796.)
Saint-Quentin. 1629.
Histoire de Saint-Quentin, patron du Vermandois, de
plusieurs raretSs de sa ville, avec diverses autres observa-
tions d'antiquites ecclesiastiques et profanes, per CI. de La
Fons. — 8".
(Brunet: T. V, n*. 22256. und r. 24224.)
Satins. 1485.
Missale secundum usum ecclesiae Bisuntinae. — Typ.
Jean Desprels. Benoit Bigot. Claude Baudrand. — fol.
Die Schlussschriftlautet; „Divinis exactum auspiciis claro
Salinensi oppido, secundum Bisuntins metropolitans ecclesi©
missarum annalium usum; opus clarissimum caracteribus im-
pensa Joan, de Pratis diligenter correctis. Olympiadibus Do-
mini millesimo CCCCLXXXV.
(Brunei: T. in, 4100
Von Heine wird ein Exemplar auf Pergam. (Unicum) in
der Metropolitan-Kirche zu Tarragona erwahnt.
Trevoux. 1604.
Siehe Serap. 1859. S. 259.
. n
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54
B. Franzdsische Drucke, welche von Ternaux-
Compans mit spaterem Druckjahre, odcr ohoe
Angabe des Druckortes aufgefiihrt worden.
Angers. 1476. Cnicht 1477.)
Marci Tolli Ciceronis Rhetoric* nova. Mit der Schluss-
schrift : „Anno incarnacionis domini M.CCCC.LXX.VI. die qulta
mensis februarii fuit hoc opus completum andegavi per Jo.
de turre atqs morelli impressores. — 4°.
CBranet: T. I, 685.)
Ueberdiess wird von Brunet (T. I, 793.) die Vermuthung
ausgesprochen, dass die Coatumes d'Anjou et do Maine (o. 0.
u. J. 8°. r. 155 Bli. 19 Z.) sehr wahrscheinlich zu Angers,
weil mit denselben Typen der oben erwfihnten Rhetorica nova
und zwar noch vor Cicero's Werk gedruckt worden seien.
Autun. 1651.
Histoire sainte de la ville de Chas till on -sur- Seine an
duche de Bourgogne, par le P. Legrand. — 2 Tom. en 1 Vol. 8°.
(Brunet: T. V, n°. 24539.)
Auxerre. 1607.
CIm Bulletin du bibl. Beige am o. a. 0. erst mit d. J. 1650.)
Discours ioyeux en facon de sermon faict avec notable
industrie par deffunt maistre Jean Pinard . . . Plus y est ad-
jousts de nouveau le monologue dn bon vigneron sortant de
sa vigne et retournant le soir a sa opaison (par Louis de
Charmoy.)
Reveu, corrig* et augmente. Aucerre, Pierre Vatard.
1607. 8°.
(Brunet: T. m, 745.)
Bazas. 1530.
Joa. Dibarrola Opns quod Baptista Salvatoris nuncu-
patur. Impr. Vasati per Claudium Gamier. — 48 BU. 4°.
(Brunet: T. II, 76. — und Gust. Brunet im Serap. XIV, 74.)
Beziers. 1617.
Pan6gyrique, ou discours sur Pantiquite et excellence da
Languedoc, par Jacq. Cassan. — Beziers. J. Pech. 1617. 8°.
(Brunet: T. V f n°. 24722.)
Cahors. 1586.
Discours des choses memorables advenues a Cahors, en
1428, des annales consulaires du dit Cahors; avec annotations
de Francois de Roualdez. — Cahors, Rousseau. 1586. 8°.
(Brunet: T. IV, 131.)
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S5
Cambrai. 1518.
Rudimenta grammatices ad instituendos iuveues non pa-
rum conducentia. — TeXog. Irapressura Cameraci. Anoo Do-
mini. M.CCCCCXVIU. —4°. Goth. 6 unbez. Bli. Drucker nicht
geoannt.
HGohst seltenes Bruchstfick, fiber welches Voisin (zu
font) eiae spezielle Abhandlung geschrieben hat (Bulletin de
Techener 3 e s*rie, p. 599.)
(Brunet: Tom. IV, 143.)
Castelnaudary. 1682. (nicht 1721.)
(Fr. Andreossy, bgenieur.) Les regies du Jen du canal
royal avec Implication de tous les travaux qui composent
ce grand onvfage. — 12 41 .
CSerap. XIV, 168.)
Ckanteloup. 1778.
Mimoires du (Etienne Francois) due de Choiseul-Stain-
viUe. 4°.
(Brunet: T. I, 651. wo noch weiter bemerkt wird:) Re-
cueil de divers morceaux composes par ce c^lebre ministre
d'6tat, et imprimis sous ses yeux, k Chanteloap. en 1778. par
un prote d'imprimerie , nomme Le Brun. — Les sept pieces
dont est compost le volume, n'6taient pas destines an public,
et il n'en a et6 tiri qu'un tres petit nombre d'exemplaires.
Charenton. 1649. (nicht 1683.)
Des Sibylles cel£bres, tant par l'antiquite payenne que
par les Ss. pferes. Par D. Blondel. — 4°.
In Fid. Butsch's Antiq. Mon. Blfitt. 1857. No. 8.
(Brunet: T. V, n*. 22611.)
Chatillon-sur-Seine. 1675. (nicht 1812.)
Soopirs de Sifroi. ou l'inocence reconnue, tragedie, par
Pierre Corneille de Blessebois. — Chatillon-s-S. Pierre Lay-
mer6. 1675. 8°.
(Brunet: T. I, 363.)
Correrie. 1687. (nicht 1689.)
Annates ordinis Carthusiensis. (Auctore F. Innocent. Le
Masson). Correri® Fremon. 1687. fol. Tom. I.
Das Werk sollte eigentlich 3 Bande baben, von denen
aber nur der ersto erschienen ist ; der 2. Band (in 2 Theilen)
ist wohl gedruckt, aber nicht verdffentlicht worden, und so
selten, dass P. de Tracy, (Verfasser der Vie de s. Bruno.
Paris. 1785. in 12°.) nur das einzige Exemplar in der Car-
thause zu Val Dieu kannte.
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86
Der erste Baad ist in zweiter Aaflage zu Paris erschienen
1703. u. d. T.: De disciplina ordinis Carthusiensis.
(Brunei: T. II, 684. u. V, n°. 21776.)
Coutances. 1604. (nicht 1608.)
Histoire de la fondation de feglise et de l'abbaye da
Mont S.- Michel au peril de la mer, el des miracles, reliques
et indulgences donnees en icelle, — par Fr&re Francois Feu-
Ardent, de Fordre de S. Francois. *— Constance (Satzfehler
anslalt: Coutance) 1604. 12°.
Brunei: T. II, 272.)
(St.) DM, c. 1494.
Als Erstlingsdruck dieser Stadl isl sonst bezeiohnet
worden :
Cosmographiae introductio, cum quibusdam geometric
ac astronomi© principiis ad earn rem necessariis. Insuper
qualour Americi Vespucii navigationes (auctore Mart. Hyla-
comylo — pseudon. pro: Waldsee-Muller , simul el lypogra-
pho.) Deodal©, 1507. 4°.
Allein, neueren bibliographiscben Forscbungen zufolge
ist schon im XV. Jahrh. zu (S.) Di6 eine Druokerpresse thatig
gewesen, wie Brunei in seinem Manuel Tom. II, p. 785. hier-
fiber bemerkt: „On regarde generalement cetle cosmographie
comme le premier livre imprime a St. Die: il paratt cepen-
dant, qu'il en est autrement, car voici ce que rapporle M.
N.-J.-Gravier dans son Histoire de la ville et de Farrondis-
sement de St. Di4. u (Epinal. 1836. in-8°. p. 202. et 203.)
.Le chanoine Gautbier Lud, assopj6 par la suite a Matthias
Ringmann, connu sous le nom de Philesius des Vosges, £ig^-
nala la On du 13 c sifecle par Introduction rimprimerie a
St. Di6. u Plus loin , apres avoir dit que G&ulhier Lud fut
cilfebrer, en 1494, la fSle de la Presentation au temple, le
mime historien ajoule: „I1 consacra lespremices desapresse
k la publication des bulles de l'instilution et de Foffice de
cede file, sur trois ff. in 4. impr. a 2 col., letttes rondes,
sans chiffres ni reclames." — Ces renseignemeftts se sont
peul-etre pas aussi circonstanci£s fp'on pourrait le dtsirer,
neenmoins ils doivent 6tre pris en consideration, ainsi que
les observations qu'a faites a leur sujet M. Beaupr6, de Nancy,
dans ses curieuses Recherckes sur le commencement et les
progres de Nmprimerie dans le duchi de Lorraine.. (Nancy.
1841—42. in 8".)"
Gaillon. 1643.
Le Mercure de Gaillon, on recneil de pieces curieuses,
tant hierarchiques que politiques. — Gaillon, de l'impr. du
Chateau arcbiepiscopal, 1643—44. 4°. — (Brunei: HI, 362.
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87
wobei die Note wohl za beachten ist : Recueil de 24 pieces
relatives k l'histoire da diocfcse de Rouen, lesqaclles ont ete
imprimees separtment au chateau de Gaillon, par les soins
de Franc, de Harlay, archfiveque da Rouen, et ensuile rtunies
sous an titre collectif.)
La Fleche. 1610. (nicht 1650.)
Le convoy da coeur trfes aagaste de Henri-le-GraBt, roy
de France, depuis Paris jusqu'a au college de la Fteche.
8°. La Fleche. Jaques Rez*. 1610. — (Brunet: T. V,
n*. 23638.)
Ein filteres Druckwerk als v. J. 1650. ist auch: LA PER-
SPECTIVE positive de Jean Pelegrin dit Viator, latine et
fran^oise, revue et augmentto, et reduite de grand en petit. La
Fleche. 1635. in-8.
(Branet: T. IV, 604.)
Langres. 1582. (nicht 1590.)
Thainot Arbeau, (pseudon. pour Jean Tabourot). COM-
POST et raanuel Kalendrier par lequel toutes personnes pea-
vent facileraent apredre et savoir les cours da soleil et de
la lone ... en suivant la correction ordonnee par nostre
sainct pere Gregoire XIII. compost par T.... Imprime a Lan-
gres par Jehan des Preiz le 19 iour de decembre lan de la
correction da Kalendrier. 1582. in 4. 32 BI1. Die Aufschrif-
ten mit rom., der Text mit goth. Typen. — Wiederholt ge-
druckt im J. 1588.
Ein drittes Erzeagniss der vorgenannten Offizin zu Lan-
gres ist:
Orchesographie et traicte en forme de dialogue, par le-
quel toutes personnes peuvent facilement apprendre et pra-
tiquer l'honeste exercice des dances par Thoinot Arbeau
(pseud, pour Jean Tabourot.)
Langres. Jean des Preys. 1589. in 4. — 104 Bll. mit
Holzschn.
Vielleicht ist eine undatirte Ausgabe dieses Werkes schon
aus dem J. 1588, weil namlich das darin befindliche Druck-
Privilegium datirt ist vom November 1588, so dass also be-
reits vier typograph. Producte von Langres vor d. J. 1590.
bekannt sind.
(Brunet: T. IV, 383.)
Lille. 1595. (nicht 1612.)
Joannis Capetis: de indulgentiis tractatus. — Insulis ex-
cudebat Antonius Tack. 1595.
(Milgetheilt von H. Helbig im Bulletin du bibl. Beige.
Tom. XIL 6 e cahier.)
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98
Lons-le-Saulnier. 1767. (aioht 1828.)
Memoires historiqoes sur la rille de Poligny, par Pr.-
Fel. Chevalier. 1767—69. 2 Voll. in 4.
(Bruuet: Vom. V, h°. 24579.)
Macon. 1493. (nicht 1593.)
Diurnale JUatisconense. — Schlussschrifl: ^Explicit com-
pendia diurni fcd'm ordi || nera ©cclefie fancti Uincstij Ma-
tifcone- || fis. magna cfi diligstia reuiltam. fideliq3 |l Audio
emedatum t imprefTum. In ciuitate || Matifconsfi. per Michae-
lem Henfler || de Basilea. Impgfis honefti vir . . . (| . . . met-
cator malifcon. Anno l| dni. M.cccc.lxxxxiy. Sexto idus marcy.
18 w . 375 bez. Bll. 27 Z.
(Van Praet: Catalogue de lines impr. snr vAlin etc. I,
p. 148.)
Metz. 1482.
Admonitiones ad spiritualem vitam utiles. . . .
Schlussschrifl: impresse in cltate Metensi per fratrem
Johanna Colini. Ordinis fratrum Carmelitarum. Et gerhardum
de noua cltate. Anno domini Mille"CCCC"lxxxij. 4°. goth. 24
Bll. 29 Z. (Ebert 10484. — Hain 9136. — Brunet II, 675.)
Von demselben Jahre und der n&mlichen Offlzin ist das:
Opusculum quod speculum aureum anims peccatricis in-
scribitur. 1482. 19. Aug. 4°. goth. 36 Bll. 28 Z.
Sonst haben uns Panzer und Brunet noch zwei andere
Druckwerke von Hetz in deutscher Sprache aus der Presse
des Caspar Hochfeder v. J. 1499. u. 1500. bekannt gegebeu.
JUontauban. 1518. (nicht 1620.)
Joan. Dolz: Cunabula omnium scientiarum et pnecipue
Physicalium difflcultatum, in proportionibus et proportiona-
libus.
(Nic. Antonii Bibliotheca hispana. 1672. I, p. 520.)
Montbeillard. 1587.
(Siehe meine Hittheilung im Serap. XVII, 47.)
Montpellier. 1597. (nicht 1624.)
La cabale des reformis, tirte nouvellement dn pails de
D6mocrite, par J.-D.-C. (Reboul.) 8°. Montpellier 1597. oa
1599. — (Brunet: Tom. V, n°. 1840.)
Nantes, 1493.
Les Lunettes des Princes. (Un recaeil des po6sies) par
Jean Meschinot. 2 Theile jeder mit Schlussschrifl am Ende.
4°. gofb. 66 u. 44 Bll. Das Colophon des 2. Theiles lautet: Im-
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prime a Nantes oeXViour dapuril || en lan Mil ccoc. iiiixx et xiii,
par || Estienne Larcher imprimeur et libraire a || present de-
moarant a Nates en la rue des || Carmes pres les changes. —
Erste der vor 1501. zahlreich erschienenen Aosgaben.
Eine Ausgabe vom J. 1588. die yon mehreren Bibliogra-
Khen citirt wird, ist ein Undina; man hat nur im obigen
atom die Ziffer xiii fehlerhafl ais viii gelesen.
(Brunet: T. ffl, 369.)
(St) Nicolos-du-Port. 1503.
Uorae B. Virginis Maris ad usom Tnllensis ecclesie. —
Schlusschrift: faictes et imprimees a St. Nicolas du Port le
xviij jour de juing lan de grace mil cincq cent et trois: pour
le roy de Sioile due de Lorrayne et de Bar par Pierre
Jacobi. — 8 W . goth. Sign, a— s.
(Denselben Drucker finden wir auch zn Toul 1505. 1509.
ond 1521.)
(Brunet: T. I, 361.)
Puy-en-Velay. 1652. (nicht 1666.)
La vie des saincts et sainctes d'Auvergne et dn Velay,
par J. Branche. — Au Puy 1652. in-12 w .
(Brunet: T. V, n°. 22066.)
Quimper-Corentin. 1642. (nicht 1650.)
Le P. Julien Maunoir. Canticou spirituel . . . e'est-a
dire: Cantiques spirituels et instructions profltables pour ap-
Srendre le chemin qui conduit en Paradis: en bas-breton. —
luimper-Corentin, par Michel Machuel. 1642. in-8°.
(Brunet: T. in, 325.)
Reims. 1557. (nicht 1582.)
La legende de Charles, cardinal du Lorraine, et de sea
frferes de la maison de Guise, descrite en trois livres par
Francois de VIsle (wahrscheinlich ist L. Regnier de la Planche
der Yerfasser). Reims, de rimprimerie de Jacques Martin.
1576, in-8". 6 Bll. Vorstflcke und Text von Bl. 1—119.
Es giebt auch eine andere Ausgabe: Reims, de rimpri-
merie de Pierre Martin. 1576. in-8°. mit 6 Bll. Vorstflcke,
und 74 Bll. Text. In dieser so wie in jener liest man zu
Ende: fin du premier liure.
(Brunet: T. m, 140.)
Mom. 1733. (nicht 1784.)
Jos. Postural. Poesies auvergnates. — Riom, S. Thomas.
1733. in-8°.
(Brunet: Tom. Ill, 651.)
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60
Saintes. 1598.
De Santonum regione et illustribus familiis, traclatus
Nic. AUuU, opera Joannis Alani filii editus. — Santooibus.
1598. in-4°.
(Brunei: T. V. n°. 24625.)
Sedan. 1589.
Tres regis Navarr© declarations quas paulo ante obitum
regis ad tres gall, regni ordines habuerat. — Latioe per Tus-
satum Burchetum Lingonensem. Sedani 1589. 8°.
(Aqs Edwin Tross' XII. Catalog. Paris. 1853. No. 1187.)
Tarascon. 1732.
Crebe-Coeur (Lon) d'un paisant sur la moeurt de son
ay; erne la soufflranso et la miseri dei forpas que son en
galero e eis paures jardeni6s. — Tarascon ou Aix, Laur.
Elzeas, 1732. in-12 ( \
(Brunei: T. I, 804. y ajoute: Opuscule en vers proven-
paux, dont il existe une edition de 1709. in-12°., et une autre
de 1750. pet. in-12°*)
Tout. 1505.
Jean Pelegrin dit Viator. De artificial! perspectiva. —
Impressam Tulli 1509. ad nonum calendas Julias. Typis Petri
Jacobi presbyteri incol© pagi Sancti Nicolai. 1 ) fol. goth. 46
unbez. BU., aber dessenungeachtet minder vollst&ndig als die
zweite Ausgabe vom J. 1509. in 29 BU., und als die dritte
vom J. 1521. in 30 Bl).
Toulouse. 1476. (nicht 1479.)
Andre© Barbatiae Siculi de 'fide instrumentorum so-
lennis repetitio .... Impressa Tolos© XII calendas Julii
M.CCCC.LXXVI.
4°. goth. 108 BU. ohne Sign., Cust., Blattz. Initialen
fehlen.
1st von Panzer, Hain und Ebert nicht aufgefGhrt.
Aller Wahrscheinlichkeit nach ist dieses Werk von dem-
selben Joannes Teutonicus gedruckt, aus dessen Presse im
Jahre 1479. zu Toulouse der Tractatus de jure emphiteulico
juxta verbum Ulpiani etc. von Jason de Hay no gekommen ist,
welches Product sonst fur den ersten Wiegendruck aus Tou-
louse gegolten hat, wie denn auch im Bulletin du Bibliophile
Beige, Tom. V, p. 297. die EinfQhrung der Typographie za
Toulouse noch in's J. 1479. durch Henri Meyer gesetzt wird.
1) S. oben S. Nicolas-du-Port.
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•A
Tournon. 1596. (nicht 1Q04.)
(Siehe meine Mittheilung im Serap. XV, 221.)
Treguier. 1485.
In dera Verzeichnisse der Druckorte Frankreichs im Se-
rap. XI. 27 ff. giebt Ternaux-Compans bei Lantreguet (= Tre-
guier) das Jahr 1485. an, and f&hri dann weiter unten aber-
raals Tregoier auf, aber mit dem J. 1479. Da uns aber mil
letzterem Datum von Treguier (= Lantreguet) was dem latei-
aischen Trecorium (= Lantriguerium) entspricht, kein Druck-
werk bekannt gewordeo ist, so dQrfen wir wohl bis auf Wei-
teres our das erstbezeichnete Jahr 1485. festhalten, in wel-
chem aus einer ungenannten Presse erschienen ist: Establis-
seroens du due de Brgtaigne sur les plaidoieurs et leurs sa-
laires. lmprime eo la cit6 de Lantreguet. 1485. 8°. goth.
(Brunet: I, 795. und II, 206.)
Valence. 1508.
Missale secundum usum venerabilis abbatiae canonicorum
regnlarinm S. Rufi Valentia. — Impr. Valenli® per Job.
Belon Petrumque de Mole, 1508. (Die Juhrzahl ist in der
Schlussschrifl so bezeichnet: M. D. V. qs ter I.) fol. goth.
2 col. mit Holzschnitten.
(Brunet: T. HI, 401). )
Venues. 1597. (nicht 1072.)
Les observations de diverses choses remarqutes sur l'6stat,
couronne et peuple de France, tant ancien que moderne, par
Regnault d'Orleans, sieur de Sinc6. — Vennes. 1597. in 4°.
(Brunet: T. V, n°. 23310.)
Vienne. 1478. (nicht 1481.)
(Lotharii diaconi — posiea Innocent. III. Pap»). De
spurcissimi Sathans litigatione contra genus humanum.
Schlussschrifl: Scelestissimi Sathane litigacionis || Contra
Jenus humanum. liber feliciter || explicit. Vienne. per magistrum
ohan || nem solidi huius artis impressorie exper || turn. Anno
iocarnacionis. M. CCCC. !i LXXVIII.
Von Panzer und Hain nicht aufgefuhrt. — Ebert 10519.
nota. — Brunet. T. Ill, 177. — Dibdin: Decamerone II, 115.
(Schluss folgt.)
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01
Hans Rosenplut.
H Ein lieplich history, von groffer fchone. gedult vnd
kefifcheyt einer edleln (sol) keyferyn.
8 Blfttter in 4°., Signalor A— A«J (bis). Der Text be-
Slnit gieich unter der Ueberschrift and erstreckl sich bis
i. 8a. Diese Aasgabe ist verschiedeB yob der in Kellers
Fastnacbtsspielen, S. 1139 fg. abgedrnckten. Sie beflndet sich
in einem Sammelbande der Bibliothek des reg. lat. Chorherrn-
stiftes zu Klosterneuborg, der laoter alle StQcke aus den bei-
den letzten Jahrzehndeo des XV Jabrhnnderts enthalt. Nach
dem Schlussverse, der hier tantet:
Alio fpricht fchepper hanfs rofen plul
hat sie noch folgenden, bei Keller fehlenden theologisch-pole-
mischen Zusalz:
Die got dort ewig an fchawen mit frendeo
do von vnfs got nymer lofs gefcheyden
Welch menfch Rcb den teuffel liefs betaabefi
das er wolt zweiffeln an chriftenlichem glauben
Das lebendiger got vnd menfch nit fey
gantz vnd gefeget in der ofty
Die vnfs der priefler hie zeigen that
wor got wor menfch wor fleifch wor plat
Als in fein kefifche mater trag
vnd alfs man in an das heylig cre&tz fchlug
Do man im wundt macht (Sfs vndt hendt
wer das nit glaobt pifs an fein endt
Der wirt am iangften tag in die hel getriebefi
vnd wirt aufs dem lebendigen puch gefchrieban
(Bl. 8a.) Welch mench (so I) den glauben nit in im treib
das gotes mater fey ein reyne meit
Vnd nie gewat (so I) keiner funden fart
noch yres wirdigen fanfs gepart
Vnd noch ein reine meyd fey
die vnfs geporn hat die drey
Got menfch vnd fleifch in drey perfon
die fie entpfangen bat aufs dem hochften thron
Vnd aufs ir reinen keufcheit gebar
wer des nit glanbet gantz vnd gar
Als lang er hie fein leben hat
der (let am iangften tag fcham rot
So man nan fpricht das left vrteil
wer do felt der wirt nymer heil
Amen.
Wien - Jos. Maria Wagner.
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63
Hans Sachsens Gedichte.
Eine Bibliographic
VOD
Imil Waller in zouch.
(Fortsetzung.)
41. — Zwey ichane Gefprech, Das erA zwifche zweyen kle-
gern mil einem man, ob feinem verAorbne bdfen weyb
Das ander zwifchen Hans Sachfen vnd einem jungen
Ehman darinnen neunerley heut einer bdfen Frawen be-
griffen feindt o. 0. u. J. 4. — In Berlin.
Eins tages Aarb eim man fein weyb etc.
42. — Ein Gefprech mil dem fchndden Mflffiggang vnd feynen
aoht fchendtlichen Eygenfchafflea. Ein Gefprech mit dem
Hederlein. Ein Gefprech mit dem Hans Vnfleyfs vnd
feioer EygenfchaffL Nfiremberg, G. Merckel o. J. (c 1553)
4. — In Berlin and Nurnberg.
43. — Ein Gefprech zwifchen Sanct Peter vnd dem Herrn
o. 0. n. J. 4. mit Tilelholzsch. — Die erste Aosirabe
datirt von 1521. ^
Ein gefprech zwifchen Sanct Peter vnd dem Herrn von
der jetzigen Weldtjauff. Mehr ein gefprech zwifchen
eim Waldtbruder vu eim Engel, von d§ heimlichen
gencht Goltes. Am Ende: Zu Nflremberg truckts
Georg Merckel, bey der Kalckhflten o. J. (c. 1553)'
8 Bl. 4. mit Titelholzschnift, worauf 1521 H fd \
H. S. Beham). — In Zflrich. v "
Die alten haben vns ein Fabel
Befchrieben zu einer parabel etc.
Ein fchon Gefprech ChriAi vnd Sanct Petri von der
welt laufft, kurtz weilig zu lefen. o. 0. 1559. 16
Bl. 4.
Colloquium. Ein Gefprfich von Chrifto Jhefu vnd Sanct
Peter. Darinn alle Stend der Welt begriffen find
fehr nutzlich vnd gantz kurtz weilig zu lefen. o. o!
u. J. 12 Bl. 8.
Ein Gefprech des Herren mit Sanct Pelro. Von der
jetzigen Welt lauff, vnd Jren verkerten bdfen wefen
Auffs new vberfehen, vnd mit einem hfibfchen Spruch
von etlichen Aenden der welt, gebeffert, Durch Con-
rad Hafen. Nutzlich vnd zu gleich mit kurlzweilig
zu lefen. o. 0. 1560. 24 Bl. 4 *
Ein Gefprech des Herren mit Sanct Pelro. Von der
jlzigen Welt lauff, vnd jren verkerten bdfen wefen.
Widerumb auffs newe vberfehen etc. Durch Conrad
Hafen. o. 0. 1561. 24 BL 4. - In Berlin.
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•a
Aufsfchreibung Vnfers lieben Herrn Ma Chrifli, Das
vil klag vnd jamerhertz in der Welt fey, Das nie-
mand weils, was man zu glauben hat etc. in Kunfl-
liche Reimen geftell etc. o. 0. 1568. 16 Bl. 4.
o. 0. u. J. 16 Bl. 4.
Ein Gefprech defs Herren Chrifli mit Sanct Petro von
der welt Lauff vnd jrem verkehrten bofen Wefen etc.
durch C. Hafen. Nurnberg. 1584. 8.
Ein Gefprech des Herrn mit Sanct Petro. Von der jetzi-
gen Welt lauff vnd jrem verkerten bdfem wefen etc.
o. 0. 1587. 16 Bl. 8. mit Titelholzsch. — Abgedr.
in Schade's Satiren and Pasqnille 1856. S. 154.
S. Peter. Ach mein lieber Herr vnd Got,
Lars mein bit fein kein fpot etc.
44. — Drey fchdne Gefprech zwifchen Sanct Peter vnnd dero
Herren, dreyerlei art betreffendt o. 0. u. J. (Nurnberg).
4. mit Titelholzsch.
45. — Vier fchdner Gefprech zwifchen Sanct Peter vnd dem
Herren. Nurnberg, VaL Neuber. o. J. (c. 1555). 4. mit
Titelholzsch.
46. — Eyn Gefprech zwifchen dem Sommer vnd dem Win-
ter. Nurnberg, H. Hamflng. 1553. 6 Bl. 4. — In Berlin
und Nurnberg.
Eins mals an S. Matheus tag etc.
47. — Ein gefprech zwifchen dem Todt vnd zweyen Lieb-
habenden. Da zu : Der Todt ruckt das StiUlein, Die drey
Todten. fo Chriftus aufferwecket hat. Nflrnberg, G. Herckel.
1555. 4 — In Berlin und Nurnberg.
48. — Ein Gefprech mit einem Waldbruder, wie Frau Treu
geAorben fey. Mer, die vnlertrflckt Fraw Warheyt Die
gefangen gdttin Ceres. Nurnberg, G. Merckel. 1554. 14
Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg.
Eins tages mich anfacht
Der welt lauff vnd gedacht etc.
49. — Gefprach zwifchen einem frommen vnd zornigen Weib.
NQrnberg. 1533. 4.
50. — Ein Kampffgefprech zwifchen eynerFrawen vnd jhrer
Haufsmaydt Mehr ein Kampffgefprech zwifchen einer
Haufsmaydl vnd einem Gefellen. NQremberg, G. Merckel
1553. 4. — In Berlin und Nurnberg.
Eins nachtes gieng ich aus fpatzieren,
Mein lieben bulen zubofieren etc.
(Fortsetzung folgt.)
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. MeUer in Leipzig.
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SERAPEUM.
etffdjrt ft
fttr
Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde uod
JUtere Litteratur.
mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden
heraosgegebeo
TOO
Hobert Naumann.
M 5. Leipzig, den 15. Marz 1861.
Mittheilungen zur Typographic des XV., XVI. u. ff.
Jahrhunderte.
Von
P. Gottfried ReicMtart.
(Schlass.)
n.
Ausser-Franzdsische Druckorte (in Europa).
A. Hit Wiegendrucken des XV. Jahrhanderts. .
1.
Druckorte, derer in Ternaux- Com pans' Werke keine Erwah-
nung geschieht.
Der Kflrze halber, urn viel Bekannles nicht za wieder-
taolen. glaube ich in dieser und in der nachslfolgenden Un-
terablheilung bloss auf mein Verzeichniss der „Druckorte des
XV. Jahrhunderts u (4°. Augsburg, in Comm. bei Fid. Butsch
1853) mit Rucksicht auf die bezfiglichen Berichtigungen und
Zusatze im Serapeum XV. S. 193 ff. und XVI. S. 40. ver-
weisen zu dQrfen, da dort die belreffenden Druckerstlinge
XX1L Jahrgaag. 5
Im Vereine
Dr.
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66
mil Benutzuog der beaten bibliographischen HHfsquellen sich
aufgefuhrt finden. 1 )
Amsterdam. c. 1500. Lostcaslro. 1483.
Anjoum. c. 1480. Lttneburg. 1493.
Ascoli. 1477. (S.) Maertensdyk 1478.
Barco. 1496. Magdeburg. 1481.
Beromttnster. 1472. Mailand. 1469.
Bommel. c. 1491. Marienberg. 1492.
Herzogenbusch. 1496. Regensburg. 1485.
JaSn. (1500.) Reggio (Hodena) 1480.
Krakau. 1491. Trier. 1481.
Leiden. 1483. Trovga. 1491.
tin
Lissabon. 1489. S. Urso. 1472.
Druckorte, welche bei Ternaux-Compans mil unrichtigera
Datum aofgefQhrt sind.
Aalst.
1473.
nicht
1472.
Antwerpen.
1476.
n
1472.
Basel, gewiss schon 1472.
n
1474.
Bologna.
1471.
n
1477.
Breslan.
1475.
t>
1489.
Bnnzlao.
1500.
i)
1531.
Casale.
1481.
»
1491.
Copenhagen.
1490.
n
1493.
1477.
Tl
1479.
Erfurt
1479.
Tl
1482.
Gradiska. sec. XVI.
T»
148a
Guadalaxara.
1482.
T)
1564.
Hem.
1484.
T)
1495.
Jesi.
1472.
T)
1482.
Leipzig.
1481.
Tl
1480.
Monreale.
1472.
T)
1476.
Munchen.
1482.
T)
1500.
Odensee.
1482.
T)
1688.
Olmutz.
1499.
T)
1500.
1) Zagleich ergreife ich hier die GeleaenheiU raeine im VorworU
zu dem oben erwShnten Verzeichnisse (S. III. u. IV. vgl. VII.) umstaud-
lich formulirte Bitte den Freunden der Incunabeln- Litteratur, Bibliothe-
karen, Antiqoar-Buchhfindlern a. A. gegenuber, neuerdings zu wieder-
holen, und dieselbe ihrer freundlichen Berucksichtigung aufs dringlichste
anzueropfehlen, da, bei meiner Absicht, mtiglichste Genauigkeit and Voll-
standigkeit za erzielen, eben in dem Aasfalle der erbetenen bibliogra-
phiscben Mittheilangen eines der Haupthindernisse mit gelegen ist, wo-
dorch ich der angeregten Erwartung in Hinsicht auf die Herausgabe
meines grfcseren bibliographischen Hand baches bis jetzt noch nicht
gerecbt werden konote.
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67
Oxford.
1478.
nichl
i46a
Pamplona.
1480.
n
1495.
Pisa.
1482.
n
1483.
Siena.
1484.
n
1478.
Sonoino.
1484.
n
1488,
Stendal.
1488.
T»
1670.
Strassburg gewiss schon vor 1466. „
1471.
Toledo.
1486.
n
1487.
Tolosa.
1489.
n
1488.
Trient.
1475.
n
1476.
Treviso.
1471.
»
1477.
Tzenna.
1493.
1492.
Ulm, gewiss schon c. 1470.
1473.
Urbino. 1493. (viell. schon 1484.) gewiss nicht 1481.
B. Ausser-Franzdsische Druckorte des XVI. und
der fi. Jahrhunderte mil ihren bekannt altesten
lypographischen Erzengnissen.
1.
Solche, welche in Ternaux-Compans' Werke nicht ver-
zeichnet sind.
Altdorf. (Baiern.) 1586. — Siehe Serap. XVH, 17.
Ansburg. (Braunschw.) 1768. — Brandenburg, histor.
Munzbelusligung (von J. J. Spiess, P. D. Longolius etc.) 5
Theile. 4°. Ansburg. 176&-74.
(Brunei: Manuel du libraire T. V. n". 26667.)
Arboga. (Schwed.) 1579. — Universalis Arbogiensium
peractionum conclusio ab omni regni Sveciae ordinibus vnani-
miter affirmata. Mil lat. u. schwed. Texle. 4'.
(Aus Stargardt's XXIII. Katalog. Berlin 1855. n°.1249.)
Asti. (Piemont.) 1519. — Benv. Sangeorgii Series Montis-
ferrati marchionum et principum. — 4°. Asts: Fr. de Silva
1519.
(Brunei: T. V. n°. 25320.)
Astorga. (Span.) 1624. — Alphons. Messia de Tovar:
De gloria et perfectione concionatoria.
(Nic. Antonii Bibl. hisp. 1672. I, 29.)
Baden. (Baden.) 1511. — 1) Joan, de Motis: Apologia
mulierum in viros probosos. — Schlussschrifl: Excussum in
Thermis Anthoninis oppidi Badensis per Renatum Beck ciuem
Argentineo. Anno M. D. XI. Nono Kal. Januarij, quando
pestis preter solilam crudelitatem Argentorati incrudescebat.
4°. rom. 18 BU.
(Serap. I, 212.)
2) (Udalr. Zasius.) Der Marggrafffchafft Baden Statuten
und Orduungen in Teltaroen Erbfellen und Vormundfchafften. —
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Zu Ende: Gedruckt und vollendet in der lobichen Baden durch
Reinharten Becken Burger zu Slrafsburg vff vnfer lieben frawn
abent Prefentattois. Anno Dui M.cccccxj. — fol. 18 BII.
(Brunei: T. in, 468.)
Barby. (Sachsen.) 1757. — Siehe Serap. XVIII, 163.
Belloviso. 1507. — n „ XVII, 18.
Bengodi. 1584. — „ „ XIX. 128.
Bernburg. 1736. — „ „ XVIII. 260.
Biella. (Piemont.) 1778. — G T. Mullatera: Memorie
cronologiche (L corografiche della citta di Biella. — 4°.
(Brunei: T. V, n°. 25323.)
Braunschweig. 1506. — Siehe Serap. XVIII, 165. und
meine darauf beziigl. Bemerkungen Serap. XXII, 40.
Briel. (Holland.) 1652. — S. Serap. XVUI, 354.
Bukarest. (Wallachei.) 1688. — Biblia Wallachica. foL
(Ebert: Bibliogr. Lex. n°. 2357.)
No la. Der Curiosilat halber mag ein Druckwerk aus
dem J. 1690. erwahnt werden: „Tov MaxoQixov Meketiov
2?vql6ov . . . xat JoOiftsov naxQiaQ%ov . . . xcacc xcov xcclfk-
vixcw x8<paXsuov . . . ccvuQQr]6tg. u
(Melelii et Dosithei . . . refutationes haresum Calvinicar.)
y Ev rij ittQuprjiup uoXbl unovxovQBGtt] trjg Ovy7CQO$ka%iaq.
9 Ev hu 0(Qit]QUp: a%rj : Ttceta ^trjva £zjtzm$Qiov. — Fol. rain.
(In biblioth. monast. Gottvic.)
Campen. (Belg.) c. 1510. — Jesusaleemsche Reyse, dorch
H. Kuynretorff; Priefler binnen Kampen; Peter van Inhoyt,
Prior in Walzende; ende Edo Romken, Burghermefler in Sneck.
Geprent in Campen by my Peter Waraersin. (c. 1510.) 12°.
goth. — (Aus Edwin Tross's XII. Catal. Paris. 1853. No. 1187.)
Carlstadt. 1665. — Benjam. PrioH ab excessu Ludovici
XIII. de rebus gallicis historiarum libri XII. ad ann. 1644. 4°.
Garolopoli 1665.
(Brunei: T. V, n°. 23762.)
Carouge (bei Genf). 1789. — Oaselbst ist in dem be-
zeichneten Jahre ein kleines von Karschawin verfasstes Cu-
riosum erschienen, in franzosischer und russischer Sprache,
unter dem Titel: Beschreibung der Laus. (Vergl. Serapeum
XVIIL179.)
Carpi. (Modena.) c. 1506. — Joa. Gazoldi Gaidani poets
facundissimi epigrammaton libellus ; Appendices; Eligidia una;
Eclogae du© ornatissim®. — Carpi. Bened. Dulcibellis. (druckte
1506 zu Carpi, 1508 zu Novi.) o. J. 8°.
(Brunei: T. II, 374.)
Castrum Cortesium. (Corsika?) 1510. — Siehe Serap.
XVII, 19.
Chamogasko. 1557. — Apologia di M. Michel Agnolo,
ne la quale si tratta de la vera e falsa chiesa, de l'essere et
quality de la messa etc. scritta conlro a un heretico.
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Stamp, in Chamogasko, per Stefano de Georgio Catani
d'Agnedia. 1557. 8°. - 87 BI.
(Brunet: Tom. I, 41.)
Charkow. (Rossi.) 1808. - L. B. F. Marschall a Bieber-
stein. Flora taurico-caucasica, exhibens stirpes phsnogamas
in Chersoneso taurico et regionibus caucasicis sponte cres-
centes.
Charcovi», typis academicis. 1808—19. 8°. 3 Vo!l.
(Brunet: T. HI, 296.)
Chiavenna. (Venetiae.) 1550. — Franc. Nigri: de Fanni
Faventini, ac Dom. Bassanensis morte, qui nuper ob Christum
in Italia Rom. Ponlificis jussu impie occisi sunt, brevis histo-
ria. H. D. L. — Clavennae. pridie Kalend. nouebr. 1550. 8.
(Brunei: T. II, 504 j
Coesfeld. (Westf.) 1694. — S. Serap. XIX, 171.
Collio. (Lomb.) 1502. — Doctrinale cum commento no-
yiter impressum. 4°. Collibus (Vallistrumpi©) per Mapheum
de Fracazini, MDII.
(L. Lecchi delta Tipogr. Bresciana. 1854. P. 110.)
Coin a. d. Spree. 1620. — S. Serap. XIX, 124.
Constantinopel. 1505. — S. Serap. XV, 93 ff.
Constanz. (Schweiz.) 1505. — Schwetschke in seiner
vorakadem. Buchdrucker-Geschichte von Halle 1840. erwahnt
anlasslich des Druckortes Meersburg in einer Note, dass Con.
stanz i. J. 1505. die erste Druckerei erhalten habe. — Nach
P. Wegelin's briefl. Mittheilungen erschien hier 1533: Penla-
teuohus et libri historici veteris testamenti; als der altest
bekannte Drucker erscheint Balthasar Rumetsch 1545.
Corbach. CWaldeck.) 1674. — S. Serap. XVII, 22.
Corte = Castrum Cortesium. Siehe oben.
Dillenburg. (Nassan.) 1569.
(Nach Schaffarik in d. Wiener Jahrb. d. Liter. 1829. Bd.
XLVIU. Anz. Bl. S. 29.)
Duisburg. (Rheibpreuss.) 1585. — Ger. Mercatoris Atlas
si?e cosmographies meditationes de fabrica mundi et fabricati
figura. — Duisburgi Clivorum, fol. Mit 100 Karten.
(Aus C. H. Beck's in Ndrdlingen Katalog No. XXXI.
S. 29.)
Dvtenstein (im Fugger'schen, od. Grfifl. Hohengeroldseck-
schen Gebiele.) 1506. — ^Evangelia vnd Epistel mit der glofs,
auch anfang der mefs, dar by psalm vnd Collect. (Plenarium,
deutsch.) — (lurch Wilhelmum Schaffner. Getrnckt vnd vol-
endet zu Dutenstein. 1506. u fol.
(Panzer: Annalen der alt. deutsch. Liter. I, 272.)
Ebernburg. (Sachs.) — Ulrici ab Hutten: Dialogi novi,
bulla, monitor primus, monitor secundus. Praedooes. (o. 0. u.
J. aber: Ebernburg 1521] 4°. 37 Bll.
(Branet: T. n, 666.)
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Ebersdorf. (Ffirst. Reuss.) 1721. — S. Serap. XX, 146.
Eisenberg. (Sachs. Altenb.) 1758. — S. Serap. XIX, 127.
Emmerich. (Rh. Preuss.) 1593. — S. Serap. XIX, 367.
Enchuysen. (Holland.) 1609. — S. Serap. XIX, 126.
Eylemburg. (Preussen.) 1524. — 1) (Joh. Eberlin.) Mich
wuodert das kein gelt ihm land ift. — Ein fchimpflich doch
unfchedlich gefprech dreyer Landfarer etc. 1524. Eylemburg.
Jakob Stockel. 4°. (4 7, Bogen.)
2) Hans Sachs. Disputalio zwifchen eynem Chorherren
and Schuhmacher, Darinn das wort gotlis, vnd ein recht chrift-
lich wefen verfochten wirt. — Gedr. zu Eylenburgk dorch
Niool. Widemar. (1524.) 4°.
(Aus Asher's in Berlin Auct.-Katal. v. 7. Dec. 1854
No. 267. u. 1292.)
Fiesole. (Toscana.) 1820. — Franc. Inghirami: Alcune
figuline di Arezzo esposte. — Badia flesolana. 1820. 4°. Nor
11 Exemplare gedruckl.
(Brunet: Tom. II, 683.)
Franckenau. (Kurhess.) 1667. — S. Serap. XVIII, 261.
(S.) Gallen. (Stadt.) 1579. — Die erste Presse errichtete
hier Leonh. Straub, der im J. 1579. eineu sogen. langen Wand-
kaiender herausgab, welcher wegen des Appenzeller Wappens
eine hist, diplomat. Celebrital erhalten hat — Aus demselben
and dem folgenden Jahre (es giebt Exemplare von beiden
Jahren) erschien daselbst auch: D. Weteri: Testimonia etc.
(Aus P. Wegelin's briefl. Mittheilungen.)
(S.) Gallen. (Stifl.) 1641.— Als das fruheste Erzeugniss
der fur sich bestandenen Sliftsdruckerei ist mir bis jetzl be-
kannt geworden: n Gerardi Belgae: Opusculorum piorum P. I.
II. III. IV. in 12°. MDCXLI.
(In der Sliftsbibiioth. zu Gdttweig.)
Gera. (Reuss-Schleiz.) 1607. nach Falkenstein's Gesch.
d. Buchdr. S. 396. — uach Grasse's Allgem. Literargesch.
(IIL Bd. 1. Abth. S. 196.) schon 1591. *
Giessen. (Hess.-Darmst.) 1606. nach Falkenstein a. a. 0.
— nach Grasse a. a. 0. aber erst 1608.
Goes. (Holland.) 1656. — S. Serap. XIX, 367.
Gottingen. (Hannov.) 1690. — S. Serap. XVIII, 356.
Grebenstein. (Kurhess.) 1637. — S. Serap. XVIII, 261.
Greiz. (Reuss. alt. Lin.) 1712. — S. Serap. XIX, 171.
Gross-Meseritsch. (Mfihren.) 1588. — Sfebeftyana Kafto-
liona Rozmlouwanj fpolecnrho z Pifem Swatych Stareho y z
noweho zakona (ebranych knihy IV. Latiny prelozene od Kneze
Nikulafle Perthamera Ledeckyho etc. 8°.
(Aus d'Elvert's Beitrr. z Gesch. a. Statist. M&hrens.
I. Bd. BrQnn 1854. S. 18.)
Grosswardein. (Ungarn.) 1557. — S. Serap. XVni, 355.
Guastalla. (Parma.) 1784.— Gius. Man: L'ldraulica pratica
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ragtoaata e le teorie idraoliche concordale colle sperienze. —
Goastaila. 1784—1818. 6 Vol), in 4°.
(Bronet: T. Ill, 278.)
Hall am Kocher. (Baiern.) 1536.— Nach Falkenstein and
Grdsse 8 s
Heilbronn. (Wfirtemb.) 1599. — S. Serap. XVIII, 260.
Jaschkowitz. ( — Gesskowitz in Mihren.) 1592.— Mart.
Philadelfa Zamrfkeho postilla cefka na ewangelia, w Jezdko-
wicich 1592. 2 dily. fol.
(Aus d'Elvert's Beitrr. z. Gesch. etc. S. 33.)
(S.) Jean de Maurienne. (Piemont.) 1704. — (Abbe
Richard.) Le veritable p&re Joseph, contenant 1'histoire anec-
dote do cardinal de Richelieu, in 12°.
(Brunei: T. V, No. 23710.)
Imola. (Kirch. St.) 1810. — Gins. Benacci : Compendio
della storia civile, ecclesiast. e letterar. della citta d'Imola.
4 VolL 8°. Mil KK.
(Brunet: T. V. No. 25647.)
Isola. (Neap.) 1651. — Raph. de Turri: Dissidentis de-
sciscentis, receptaeque Neapolis libri VI. — Insulis. 1651. 4°.
(Brunet: T. V. No. 25750.)
Mich. (Rh. Preuss.) 1659. — Missive kan d. HeerKeur-
korst van Brandenb. aen delTelfs Minifters i. d. Hage klagend
over Joh. de Milh. — Guliok. 1659. 4°.
(Aus Stargardl's in Berlin Catal. No. XXIII. 1855.
S. 37.)
Kaisershaim. (Baiern.) 1610. — S. Serap. XVIII, 356.
Kufstein. (Tirol.) 1745. — J. J. Schwabe: Volleinge r
fchanktes Tintenfafzl eines allezeit parat feyenden Brieff Se-
cretary, gefOllt mit kohlrufzrabezpechfchwarzer Tinten wider
unfre feind etc. von R. D. Vilo Blauroeckelio. 8 U . — Satyre
gegen die Schweizer Bodmer, Breitinger n. A.
(Aus Asher's in Berlin Auct.-Kat. v. 7. Dez. 1854.
No. 1402.)
Landsberg. (Baiern.) 1677. — S. Serap. XX, 146.
Lare. 1515. — Elucidarius carminum et historiarum , vel
vocabularius poeticus continens fabulas. historias. prouincias,
orbes, insulas fluvios et monies; item vocabula et interpret.
Kecor. et hebraic. unacum vocabul. comun. Sarracenor. in
Lin. translatis; acced. terminor. latinor. botanicor. et iuri-
starum translatio german. — Lare. W. Schaffner. 1515. 4°.
(Aus Schratt's in Wien Antiq. Kat. 1855. No. IV. S. 32.)
Der Drucker W. Schaffner erscheint auch zu Dutenstein
1506. — Siehe d. 0.
Lauenburg. (Danem.) 1720. — S. Serap. XX, 146.
Lione. (Toscana.) 1582* — Jac. Nardi: Le istorie della
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citta di Firenze. (1494—1531.) — Lione. Teobaldo Aneelia.
1582. 4°. — Mit 4, 232 u. 36 B1L
(Brunet: T. Ill, 494.)
Lochan. (?) 1520. — Erasm. Roterod. Das Sprichwort:
man muss enlwer ein konig od. aber ein narr geboren wer-
den mit sei. aufslegung. v. den tugendten ei. chrii'll. furften zu-
ft&ndig. — Mit Titelholzsch. Lochan. 1520. 4°.
(Aus Schratf s in Wien Antiq. Kat. 1855. No. IV. S. 33.)
Lommatzsch. (Sachs.) 1524. - S. Serap. XVIII, 161.
(Auch im Ratal, der F. H. v. d. Hagen'schen Buch. Auct.
zu Berlin. 1857. No. 1180.)
Luce-Nouvelle. 1566. — S. Serap. XV. 242.
Lultsch. (- Mons liliorum in Mahren.) 1530. — Pijfnicky
krzeftanfke. (Chrislliche Lieder.) 8°.
(Aus d'EIvert's Beitrr. z. Gesch.... Mfihrens. I. Bd.
Brunn. 1854. S. 22.
Lumbitsch = Lommatsch.
MarchthalL (Wurlemb.) 1771. — S. Sailer: Das jubilirende
Marchtall, od. Lebensgesch. Konr. Kneers. 13. Abt des be-
sagten Reichsslifts. (Ord. Praemonstr.) 4°.
(In der Stifsbibl. zu Gottweig.)
Meidelburg. (= Middelburg in Holland?) 1578. — M6moi-
res de l'estat de la France sous Charles neufiesme, contenant
les choses plus notables , faites el publiees lant par les ca-
tholiques que par ceux de la religion depuis la troisieme
edit de pacification d'Henry troisieme. U e edition. A. Meidel-
bourg, par Henrich Wolf. 1578. 3 Voll. 8°.
(Brunet: Tom. Ill, 346.)
Meran. (Tirol) 1679. — S Serap. XX, 145.
JMillenau. (Mahren.) 1675. — S. Serap. XVIII, 357.
Miltenberg. (Baiern.) 1523. — Bernhart Jochim. War-
haftig Bericht wye die Chriften zu Miltenberg von hern Al-
brechts Cardinals Erzbilchoffs zu Maintz Thumhern od. Stat-
halter, des rechten glawbens halben, gefturmbt feynn. etc. 4°.
2 Bogen.
(Aus Asher's in Berlin Auct.-Katal. v. 7. Dez. 1854.
No. 625.)
Mondonnedo. (Span.) 1550. — (Molina.) Descripcion del
reyno de Galizia y de las cosas notables del. Compuesto por
el licenciado Molina. — Fue impresso el presente tratado en
la ciudad de Mondftnedo en casa de Augustin de Paz acabose
el segundo dia del mes de Agosto. Alio mil quinientos y
cincueta. 4°. 6 u. 62 Bll.
(Brunet: T. Ill, 424.)
Monrefuge. (Landhaus bei Wien in Oest ) 1795.— (Pri-
val-Druckerpresse.) In Dupont: historie de rimprimerie. 1854.
Tom. U. p. 600 sagt der Verfasser bei dem Druckorte Mon-
refuge: C'est dans cette maison de campagne que le prince
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Charles de Ligne, k qui elle appartenait, fit imprimer ses
-Melanges politiques et litteraires, de 1795 a 1811. 34 Voll.
in 12°.
Monte-Casino. (Neap.) 1740. — (Albert Mazzolenus). In
Numismata aerea selection maximi moduli, e museo pisano olim
corrario animadversiones. — In monasterio Benedicto-Casi-
nate. 1740—1741. 4 Tomi. fol.
Namiest. (Mahren.) 1533. — Isagogicou gene gest etc.
8°. — Erste bohmische Sprachlehre. Siehe Dobrowsky Bdhm.
Literal. II, 35. 164.
(Ebert bibliogr. Lex. No. 10556.)
Nickolsburg. (Mahren.) 1526. — 1) Ein kurlze enlfchul-
gung J. Balthafar Huebmdrs von friedberg an alle Chrift-
glaubige menfehen das fy ficb an den erdichtenn vnwarhayten
fo im Tein mifsgonner zu legen nit ergern .... Gedrnckt
durch Simprecht Sorg genannt frofchauer. 4°. 8V 2 Bll.
2) Handlung yetz den XIII. Tag Marcy des XXVI. Jars
So zn Ofterlytz in Merherrn x ) durch erforderte Versammlung
Yieler Pfarrer vnd priefterfchafflen auch etlicher des Adels vnd
anderer in Chhftlicher Lieb vnd ainigkayt befchehen vnd in
Syben Artickl befchloffen mitfamt derfelbem Artickl Erkla-
rung. 4°.
3) Ein Gefprech Balthafar Huebmors von friedberg
Docktors auff Mayfter Ulrichs Zwinglens ze Zurch Taufbuech-
len von dem Kindertauff. Nicolfpurg. 1526. 4°. 36 Bll. (mit
dem Zeichen frofchauers S. F., dem Leonhart und Hans von
Lichtenftein, Vettern, gewidmet.)
4) Der vralten vnnd gar neuen Leerern vrtail, das man
die jungen Khindlen nil tauffen folle bis fy im Glauben vnn-
derricht find. 1526. 0. Balthafar Huebmor von Friedberg.
Datum zu Nicolfpurg in herrn ofwalden zymmer am 21. July
A. 1526. 4°.
(Aus driver's Beitrr. z. Gesch. etc. S. 18 u. 19.)
Oberbronn. (Elsass.) 1691. — S. Serap. XIX, 368.
Ostrau (= Insula hortensis in Mahren.) 1568. — Nowj
Zakon, d. i. Neues Testament in bdhm. Sprache, aus dem
griech. Urtexte. II. Ausg. dieser Uebersetzung von Joh. Bla-
hoslaw, Prediger der Prerauer Brudergemeinde. — Die Editio
princeps ist vom J. 1564. o. 0.
(Aus d'Elverfs Beitrr. z. Gesch. etc S. 32.)
Potsdam. 1727. - S. Serap. XIX, 172.
Ravensburg. 1627. — Drucker: Johannes Schrdter.
(Nach E. Wegelinls Mittheilungen.)
Reesz. (Preussen.) 1584. — S. Serap. XIX, 368.
Reinsperg. 1608. — M. Luther trewherzige Warnung
1) D. i. Hosterlitz im ehem. Znaimer-Kreise.
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flch far den Sacramentsfchwermern d. i. Zwinglianern ond
Calviniflen fleiffijj zu huten. 4°.
(Aus Gosohorsky's in Berlin Ratal. No. XIX. — 1855.
S. 31.)
Salmansweiler (ehem. Cisterz.-Stift in Schwaben, jetzt
unler Baden.) 1718. — „hundig, Harmonia theologico-philo-
sophica. u etc. fol.
(Nach P. Wegelin's Mitlheilong.)
Salzburg. 1525. - S. Serap. XVIII, 258.
Schleusingen. (Preuss.) 1555. — Ein chriftliche verma-
nung n. erinnernng etc. Von den letzten fchweren zeiten des
Jiingften tages, Gefchrieben im 1546. Jhar. — Gedr. zu Schleu-
fingen d. Herman Hamfing. Anno 1555. 1 Bogen in Quart.
Mil Lather's grossem Bildniss in schdnem HolzschnitL
(Aus Asher's in Berlin Auct.-Katal. v. 7. Dec. 1854.
No. 974.)
Schnerszheim. 1526. — Beclagung Teulfcher nation uber
die vnbillichen befchwerd vnnd bezwingknusz des Romifchen
ftuls. 4°. 10 Bll.
(Panzer: Annalen der alt. deutsch. Lit. II, S. 457. —
und auch in Lippert's zu Halle AucL-Kal. v. J. 1846.
No. 5699.)
Schoeneck. (Sachs.) 1617. — S. Serap. XIX, 127.
Schwabach. (Baiern.) 1524. — J)em Edlen vnd Veften}
Erfamen vnd weyfen | Wolff Chriftoffel von Wiflfenthaw ge-
nant Amptman, Burgermeiftern vnd Rathe zu Schwabach be-
kaut Meinen gunftigen Junckhern | Auch meinen lieben Herrn
vnd Burgern u — Gedicht auf die Reformation bezuglich." 5 Bll.
mil Titelholzschn. 4°. Unterzeichnet: „N. Fafsnacht genannt.
In der Laruen vnbekant."
(Aus Asher's in Berlin obigem Auct-KataL No. 719.)
Siehe auch Serap. XVm, 353.
(S.) Sebastian. (Span. Guipuscoa.) 1674. — S. Serap.
XK, 171.
Skutari. (= Skodra in Serbien.) 1563. — Triod cwjetayj,
od. Pentekostar, das Oster-Triodion, durch Steph. von Skodra
und den Drucker Camillo Zanetti, am 24. Dec. 1563. — Fol.
224 Bll. 34 Z. ohne Cust. u. Seitenz. mit latein. Signatur.
Nach Schaffarik in d. Wiener Jahrbb. d. Liter. 1829.
Bd. XL VIII. Anz.-Bl. S. 23.)
Stein. (Nied.-Oest.) 1571. S. Serap. XV, 218. — Tern.-
Compans hat irriger Weise den Druckort Krems anstatt Stein
aufgeluhrt.
Steyer (Ober-Oest.) 1697. — S. Serap. XXII, 40. (meine
Berichtigung zu Serap. XXIII, 258.)
Teufen. (Schweiz, Kant. Appenzell) hat nach P. Wege-
lin's Mittheilung erst im J. 1752. eine typograph. Presse er-
halten.
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Tang er loo. (Belg.) 1794. — Acta Sanctorum quotquot
to(o orbe coluntur, collegit, digessil, notis illustravit Joann.
Bollandus. etc. Vol. LIIL Mens. Ootobr. Tom. VI. Tongarlo®.
1794. Fol.
Die vorausgehenden 52 BSnde sind zu Aniwerpen und
Brussel 1643—1786. gedruckt.
(Die vollslandige Sammlung in der Sliflsbibl. zu Gdtt-
weig.)
Ucbcrlingen. (Wfirlemberg.) 1700. — Nach Wegelin's Mif-
theiluog ward daselbst ein Theaterstfick „Hercules illuslris u
in 4°. gedruckt yon Job Geo. Salomon.
Ursel (in der ehem. Chur-Mainz. Grafschaft Konigstein.)
1556. — Geschicbte der Jaden, aus dem Orig.-Texte des Jo-
seph. Flavins fibers, von Mu aster. Ursel. 1556. dnrch Nicol.
Henricnm. 4°.
(In der Sliflsbibl. zn Gottweig.)
Vianen. (Holland.) 1563. — S. Serap. XIX, 366.
Vtllach. (Karnlhen. 1561. — S Serap. XVIII, 355.
VUtoria. (Span.) 1780. — Landazuri: Historia de la
cindad de Vitloria. 4°.
(Brunet: T. V, No. 26155.)
Waldsass. (Baiern.) 1734. — Ludov. de Ponte, (S. I.)
Meditaliones de praecipuis fldei nostra mysteriis, vit® ac pas-
sionis D. N. Jesu Chr. el B. V. Maris, sanctorumque et evan-
gelior. tolo a. occurentium, interpr. M. Trevinnio, s. T. 6 Par-
tes in 1 Vol. fol.
(Aus Fid. Butsch's in Augsburg Theol. Anzeig. 1858.
No. 12.)
Wangen (am Bodensee, zu Wurtemb. gehdr.) 1669. — Nach
P. Wegelin druckte hier in dem bezeichneten Jahre Johannes
Hubschlin, derselbe, welchen wie spater zu Feldkirch (1677.)
beschdftigt flnden.
Wesel. (Preuss.) 1543. — S. Serap. XV, 222.
Wildberg. (Nied.-Oest) 1688. — S. Serap. XV, 222.
Wimpassing. (Steiermark.) 1599. — S. Serap. XVII, 27.
Windsor. (England.) 1798.— Cours 616mentaire d'histoire
ancienne, k 1'usage des mesdames les Princesses d'Anglelerre,
par Ch. de Guissardiere, ministre de la chapelle fran$oise da
roi. — ImprimG k Windsor, chez C. Knight. 1798. 2 Vol!. 8°.
(Brunet: T. II, 489.)
Wisingsoe. (Schwed.) 1667.— S. Serap. XXII, 41. melne
Berichtig. zu Serap. XVIII, 262.
Wormer-Veer. (Belg.) 1649. — S. Serap. XVIII, 259.
Zierickzee. (Holland.) 1640. — S. Serap. XIX, 367.
ZUUichau. (Preuss.) 1702. - S. Serap. XVIII, 163.
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A n h a n g.
Druckorte des XVI. und XVII. Jahrhunderls (von Ternaux-
Compans nicht aufgefuhrt) meist mil liturgischen Drackwerken
in kirchenslawischer Sprache.
Deli. (Kloster in der Walachei.) 1646.
Ein Hissale aus dem J. 1646. — und eine Ueberselzung
des Buches de imitatione Christi, vom J. 1647. sind die zwei
Sliest bekannten Erzeugnisse dieses Druckortes.
Derman'sches Dreifaltigkeit-Kloster im Gebiete dns Fur-
sten von Ostroy. (Russland.) 1604.
Aus dieser Druckerei kennt man einen Octolch oder
Osmoglasnrk (Kirchenbuch mil achtstimmigen Ges&ngen) vom
Jahre 1604.
Digopolje (auch DIouhepole, Dolgopol, walach. Kimpolung,
in der Walachei am Valle Mare.) 1635.
Molitwenik od. Euchologion, jetzt Trebnik genannt, die
Kirchenagende oder das Rituale, auf Befehl des Woiwoden
Job. Matthaeus Bassaraba gedruckt durch den aus Kiew ge-
kommenen Timotheus Alexandrowitsch , zu Dl'gopolje in der
furstl. Druckerei, am 30. Juli 1635. 4°. 226 Bll., die Blattzahl
in kyrill. Schrift, mil kyrill. Signatur.
Ewja. (Ortschaft des Fflrst. Oginski in Russland.) 1611.)
Die Psalmen und das Neue Testament aus d. J. 1611. —
und ein Moralischer Spiegel in russ. Sprache, vom J. 1612.
in 4°. sind die zwei fruhesten uns bekannten typograph. Pro-
ducte dieses Druckortes.
Gorasdhje (an der Drina in d. Herzegowina). 1529.
Hier sind zwei altslawische Bucher gedruckt worden,
durch den Monch Theodor Ljubawic auf Kosten des Bozidar
Gorazdjanin. Das ersle ist ein Psalter in 4°. aus d J. 1529.,
das zweite ist ein Molilvenik oder Trebnik (Kirchenagende
oder Rituale), wo es in der Schlusschrift heisst: dutch den
Hieromonach Theodor und den Diakon Radoje gedruckt bei
der Kirche des Grossmartyrers Georg zu Gorasdhje an der
Frina im J. d. W. 7032. und nach Chr. Geb. 21. Oct. 1531.
in 4°. 296 Bll. 22 Z. ohne Cust. u. Blattz. mit kyrill. Signatur.
Krilos. (Dorr bei Halicz in Galizien.) 1606.
Das hier 1606. gedruckte _Evangelium u ist dnrchaus fchn-
lich dem weiter unten angefunrten Evangelium, das schon
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1569. von den ersten Moskauischen Typographeo in der Stadl
Sabladow war herausgegeben worden.
Kronstadt. (Siebenburgen.) c. 1500.
Diese Stadt (auch Braschow od. Koruna genannt), gilt
allgemein far den Druckorl des hochst seltenen auf Kosten
des Herrn Hanns Biegner yon Kronstadt erschienenen Evan-
geliums (o. 0. u. J.) in fol. , welches Duhch und Dobrowsky
nach einer von Rybay erhaltenen Nacbricht in das Ende des
XV. Jahrhunderts setzen.
Mileschewa (in der Herzegowina) 1544.
Ans der Druckerei dieses nahe bei der Stadt Prijepol an
der Lima gelegenen Klosters sind nns 3 kirchenslawischeDruck-
werke des XVI. Jabrh. bekannt geworden. Der frflheste der-
selbenist: Psaltir, diePsalmen sammt den Synaxarien nnd dem
Horologium, auf Befehl des Hieron. Daniel, Hegumens des
Klosters Mileschewa, durch die Hieromonachen Mardarije and
Theodor. Von 1. Jan.— 30. Oct. 1544. in 4°. 350 Bll. 19 Z.
ohne Custod. u. Blattz. mit kyrill. Signatur.
Mikschina-Czrkwa. (Kloster in Montenegro.) 1562.
Czetworoblagowjestije, die hh. vier Evangelien, gedruckt
durch den Hieromonach Mardarije, im Himmelfahrtskloster M.
Cz. den 14. Juni 1562. 4°. 211 Bll. und mit der Paschalie
214 Bll. 24 Z. ohne Custod. u. Seitenzahlen, mit kyrill. Sig-
natur.
Derselbe Mardarius druckte hier im J. 1566. mit Hulfe
des Priesters Ziwko und Radul's einen sogen. Triod o. Pen-
tikostar in kl.-fol. 218 Bll. Bemerkenswerth ist, dass die
Schrift in beiden Druckwerken verschieden isL
Muhlenbach. (Siebenburgen.) 1580.
In dieser kdnigl. Stadt (slaw. Schebesch, ungar. Szasz-
Sebes) erschien 1580 mit Erlaubniss des siebenbiirg. Metro-
politen Gennadios ein „Minej od. Festritual u , gedruckt von
Korusi, in fol., welchem die Venet Ausgabe vom J. 1528.
C43 B1L in fol.) zn Grunde gelegt ward.
Nowgorod-Sjewersk. (Klein-Russland.) 1628.
Ein sogen. Anthologion von diesem Ort und Jahr wird im
Neuen Anzeiger fur Bibliographic etc. 1857. S. 373. und im
Serap. XVIII, (Int.-Bl.) 178., als unter den kirchenslawischen
Druckseltenheiten der Kaiserl. offentl. Bibl. zu St. Petersburg
befindlich erw&hnt
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Rochmanow. (Russland.) 1619.
Auf diesem Gute der Fdrstin Irene Wischnewezky ward
im genannlen Jahre ein Evangelienbuch ubersetzt von Cyril-
las Tranquillion gedruckt, aber bald darauf (1627.) confiscirt
and ist desshalb von hdchster Seltenheit.
Rvjani (sudwestl. Serbien). 1537.
Ein Evangelienbuch in kirchenslawischer Sprache erschieo
auch in diesem bei Usbiza an der Morava gelegenen Klosler
im Jahre 1537.
Sabludow. (Litthauen.) 1569.
In dieser Stadt , welche den litthauischen Hetman Chod-
kewitsch gehorte, ward gleichfalls, wie in den vorhin bemerk-
ten Orten, ein Evangelienbuch gedruckt von den erslen Mos-
kauischen Typographen, dem Diaconus Iwan Fedorow und
Peter Mstislawzew, nachdem diese die Hanplstadt verlassen
batten. — Von den im nachsten Jahre 1570. von Iwan Fe-
dorow ebendaselbst herausgeg. Psalter ist nur ein eiaziges
Exemplar bekannt.
Sloboda (bei Moskau). 1577.
Die neue Stadt (Alexander-) Sloboda lieferte als erstes
Drnck-Erzeogniss einen Psalter im J. 1577.
Stoltzenberg. (Ungarn.) 1706.
Die ftusserst seltene Anleitung zur Slawfino-Russischen
Grammatik, verfasst von Elias Kopiewitsch, latein. und sla-
wonisch aus dem J. 1706. ist eines der frflhesten Producte
einer zn Stoltzenberg errichteten Druckerei.
Strjatino. (Galizien.) 1604.
Dieses im Brzezanischen Kreise gelegene Kloster liess
aus seiner Presse im J. 1604. ein Missaie in kirchenslawischer
Sprache erscheinen.
Ugory. (Galizien.) 1618.
Diesen Namen fuhrt ein Dorf im Galiz. Kreise Sambor,
wohin zwei Mdnche aus dem Sagorow'schen Kloster (in Wol-
hynien) gekommen waren, die wahread ihres Aufenlhaltes da-
seibst im J. 1618. eine Sammlung von Texten aus der heil.
Schrift im Drucke herausgaben.
Unew. (Galizien.) 1770.
BbiKJM-b o UepKBH ciaxoH, d. i. Abhandlung von der heiL
Kirche, ist das erste Buch, welches aus der Druckerei des
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griechisch-unirten Klosters zu Unew, einem Dorfe des Kreises
Zloczow, hervorgegangen isl
Wilna. (West-Russland.) 1525.
Als das Erstlings-Druokwerk dieser Stadt, welche Fal-
kenstein gar schon aus dem Jabre 1517. auffuhrt , gelten die
Aposteigeschichte and Kirchengesange nach der Uebersetzung
des Franz Skorina vom J. 1525. Dieser alsbald wieder auf-
gebobenen Druckerei folgte erst f&nfzig Jabre spfiter (1575.)
die Offlzin der Familie Mamonitsch, aus welcher in demselben
Jabre die Evangelien und die Aposteigeschichte erscbienen.
Sammlliche Druckwerke aus den iro Anhange aufgeffihr-
ten 20 Druckorten beflnden sich in der Kaiserl. dffentlichen
Bibliothek zu St. Petersburg, welche eine Sammlung der
nerkw&rdigsten und seltensten Denkmaler der kirchen-
slawischen und russiscben Typographic in solcher Voll-
st&ndigkeit besitzt, wie sie ausserdem nirgends gefonden wird,
und wohl aucb nicht werden kann.
(Nach Schaffarik's Beschreibungen in den Wiener Jahrbb.
der Literatur. Bd. XLVHL 1829. Anz.-Bl. S. 10 ff. — Serap.
IV, 327 ff. — Serap. XVIII. (Int-Bl.) S. 163 ff. — Neuer
Anzeiger (fir Bibliographie etc. von Jul. Petzholdt. 1857.
S. 368 ff)
Ietzelsdorf in Nieder-Oestreich.
Hans Sachsen s Gedichte.
Eine Bibliographie
von
Emil Weller in Zurich.
(Fortsetz ung.)
51. — Ein Kampffgefprech der Gdlter, warumb dieMenfchen
nymmer Aldt werden. Nfirnberg, G. Merckel o. J. (c. 1553).
12 Bl. 4. mit Titelbolzsch. — In Berlin und Nfirnberg.
Da ich meins alters war
Im fQnfftzigiften jar etc.
52. — Ein Kampffgefprech zwifchen einer haufsmeit vnd Kind-
beth Kelnerin. Nurnberg, Frid. Gutknecht o. J. (c. 1550).
4 Bl. 4. — In Sololhurn.
Vor jaren dient ich in eim haufs etc.
53. — - Ein kampfgefprech zwifchen dem Todt vnd dem Na-
( Or lichen leben, Weliches vnter in beden das peffer fey.
Nurnberg. Niclas Heldeman. 1533. 6 Bl. 4. — In Berlin
und Nfirnberg.
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Eines morgeos fru in de herbflmon
Da woll ich aufs nach vogeln gon etc.
Ein Kampfgefprech zwifchen dem Todt vnnd dem Na-
turlichen leben, Weliches vnter jn beyden das pefler
fey fall kurtzweylich za lefen. 1538. Am Eade:
Nurnberg durch Hanns Wanderyfen. 6 Bl. 4. — In
Berlin.
Nurnberg, Hans Meldemann. 1553. 6 Bl. 4.
Nurnberg, Herm. Hamfing o. J. (c. 1553). 14 BL 4.
54. — - Ein Kampffgefprech zwifchen fraw Tugend vnd fraw
Gluck. Nurnberg, H. Hamfing o. J. (c. 1553). 12 BL 4. —
In Berlin und Nurnberg.
Als in defs Mayen bliit elc.
55. — Ein Kampffgefprech zwifchen Waffer vnd Weyn. Nurn-
berg, H. Hamfing o. J. (c. 1553). 6 Bl. 4. — In Berlin
und Nurnberg.
Vor Jahren als ich in Welfchland
Zu Genua der flalt genand
Lag in dem keyferlichen heef etc.
Ein kampfgefprech zwifchen waffer vnd weyn. Nurn-
berg, Val. Neuber o. J. (c. 1555). 8 BL 8. mit Titel-
holzsch. — Hagens Bucherschatz No. 1194.
Vor jaren als jch im Welfchlandt etc.
56. — Von dem v&rlornen redenten gulden. Nuremberg, G.
Merckel. 1553. 10 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg.
Da ich wandert yon Nurnberg
Gen Wien, vnd kam zum kalenberg etc.
57. — Das Hailthumb, fur das vnfleifsig Haufshalten. Nurn-
berg, Nic. Knorr. 1554. 4. — In Berlin.
Zu Magdeburg Yor manchem jar etc.
(Fortsetzung folgt.)
Bibliothekchronik und Mi s cellane e n.
Dem Dr. Ludolf Krehl, Secretair an der kbnigl. ttffentlichen
Bibliolhek zu Dresden, ist die Stelle eines Custos an der Univer-
sitatsbibliothek zu Leipzig iiberlragen worden. Zugleich hat der-
selbe eine ausserordentliche Professor (fur die orientalischen Spra-
chen) erhalten.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Nautnann.
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEUM.
fttr
Blbliothekwissenschaft, HaiidschrifteokuDde udi)
<ere Litteratur.
lm Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreundeo
herausgegeben
Ton
Dr. Hobert Naumann.
JVt 6. Leipzig, den 31. Marz 1861*
A n z e 1 g e.
Bulletin du Bouquiniste. Paraissant le l er et le
15. de chaque mois. 4 e Annee. — (2* Semestrc.)
85 e — 96 e numero. l er Juillet— lS.Decembre. Paris,
chez Aug. Aubry, libraire, rue Dauphine 16. (Berlin,
Asher, Behr. Leipzig, Brockhaus. Francfort-s.-M.,
Baer. Tubingue, Fues.) S. 388—733. Gr. 8».
Das Bulletin da Bouquiniste muss gegenwdrlig den be-
sten bibliographischen Zeitschriften beigezahlt werden. Das
grosste Interesse freilich gewahrt es, seiner nachsten Bestim-
muog entsprechend, den Bibliophilen und Bibliographen Frank-
reichs, denen es unentbehrlicb , aber aucb ausserhalb Frank -
reichs verdient es aufmerksameBerucksichtigung. Hrn. Aubry's
Bficherlager hat einen reichen Vorrath yon Werken aufzu-
weisen, die durch den ausw&rtigen, namentlich deutscben
Buchhandel schwer zu erwerben sind und yon denen manche
in keiner bedeutenden offentlichen Bibliothek vergeblich ge-
sucht werden sollten. Es bedarf nur einer flQchtigen Durch-
sicht der Nummern 6494 bis 8481 des Verzeichnisses, weiche
in den sechs Monatsheften der zweiten H&lfte des zweiten
XX1L J&hrgaig. 6
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Halbjahres zum Ankaaf dargeboten werden, am sicb davon
zu Qberzeugen. Es ist dabei nocb besonders zu bemerken,
dass einzelne Zusammenstellungen aaf denselben Gegenstand
sich beziehender Werke dem Verzeichnisse einen bleibenden
bibliographischen Werlh verleihen. Die ersle Halfle enthait,
wie gewohnlich, eine ansehnliche Reihe von Besprechungen
bibliographischer, litterarhistorischer, historischer, archaologi-
scher u. a. Erscheinungen der neueslen franzdsischen Litte-
ralur, deren nahere Kenntniss auf anderem Wege zu erlangen
selbst in Frankreich nicbt leicht ist, da sie theils in den Pro-
vinzen, iheils our in wenigen Exemplaren gedruckt sind. Un-
ter den Mittheilungen namhafter franzosischer Gelehrten, die
gleichfalls ein Bestandlheil der Hefle, triOt man neben klei-
neren Arlikeln auch manche nmfangreiche Arbeit an. Hier
konnen nur einige genannt werden.
Herr C. F. Vergnaud- Romagnesi giebt in Nr. 8G unler
der Ueberschrifl Bibliographie Orleanaise ausfuhrlichere Nach-
ricbten von belreffenden Manuscripten, kurzere von gedruck-
ten Schriften. In derseiben Nummer ersucht Herr Sadault
de Buffon in Chalons, der Herausgeber der Correspondenz
Buffon's, von welcher zwei Bande erschienen sind, die Be-
sitzer von Antographen am Beitrage zu der Fortsetzung
Herr Rouard, Bibliotbekar zu Aix, liefert eine Notice biblio-
graphique sur M. le marquis de Lagoy, correspondant de
rinstitut de France, de I'Institut archeologique , etc., einen
ausgezeichneten Numismatiker. Nr. 88 enthalt u. A.: L'Apo-
logie du paysan du Danube. Guevara. — Boaistuau. — La
Fontaine. — Charles Nodier, von Herrn Hiver de Beauvoir;
ferner Erganzungen der Bibliographie Orleanaise von zwei
Abonnenten des Bulletin ; Nr. 89. einen Bericht Qber die nur
iu einer kleinen Anzahl von AbdrQcken verdffentlichle Schrift:
L'enfer du bibliophile vu et d6crit par Charles Asselineau,
von Herrn Emile Colombey ; Nr. 90: Note sur Hyacinthe Mou-
nier, poele du WW siecle, dessen geislliche Poesien nur
einmal von Estienne David in Aix, 1636, 8°., gedruckt und,
sonst ohne Werlh, eine grosse Seltenheit sind, von Herrn
Antonin Voisin. lnteressant sind die von Herrn E. J. B. Ra-
th ery eingesandlen, in Nr. 91 abgedruckten Briefe des Prasi-
denlen Bouhier, des P. Lelong, des Ministers Maurepas und
eines Ungenannten. Nr. 92 bringt von Herrn Georges Du-
plessis eine bio-bibliographische Notiz uber Jules Renouvier,
geb. in Montpellier am 18. Dec. 1804, gest. im Sept. I860,
der die Revue universale des Arts und die Gazette des Beaux-
Arts mit trefflichen archaologischen Artikeln bereicherle and
n. A. herausgab . Des types el des manieres des maitres-gra-
veurs. Montpellier, Boehm, 1853—1856 , 4 Bande, 4°., oach
Herrn Duplessis' Urtheil das vorzuglichste Werk dieser Art;
ferner: Les peintres de Tancienne ecole hollandaise — Gerard
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de Saint-Jean de Harlem et le tableau de la Resurrection de
Lazare. Paris, Rapilly, 1857, 8°. ; Hisloire de l'origine et des
progris de la gravure dans les Pays-Bas et en Allemagne
jusqu'A la fin du quinzi&me sifecle. (Memoire couronne par
I'Academie royale de Belgique le 23 septembre 1859.) Bruxel-
les, Hayez, 1860, mit eioer Tafel Abbildungen von Mono-
grammen. Aus Nr. 93 hebe ich das Folgende hervor: Nach-
(rag zu: L'apologie du paysan du Danube in Nr. 88, von
Herrn Eusebe Castaigne, Stadtbibliothekar zu Angouleme;
Nachweise eines Abonnenteu uber: Les amours d'Anne d'Au-
triche avec monsieur le C. de K., u. s. w.; Notes bibliogra-
phiqnes, unterz.: Un bibliophile chartrain, ein Verzeichniss
yon neunzehn Buchern, die, wenn sie Herrn Brunei auch wahr-
scheinlich bekannt, in der neuen Ausgabe seines Manuel sich
doch nicht befinden; vier derselben sind in Herrn Hofrath
Graesse's Tresor aufgefuhrt. In Nr. 94 sind bemerkenswerlhe
Aufsatze: Bibliolheque des eglises cathedrales d'Angleterre,
von Herrn Gustave Masson in Harrow of the Hill ; Courrier
russe, von Herrn M. Poloudensky, betreffend: 1. La legende
de la vie et de la mort de Demetrius, Amsterdam, chez Cor-
neille Nicolas, a Penseigne du livre a escrire, 16U6, 31 SS.,
8°., oder vielroehr den neuen, vom Fursten Michael Obolenski
1839 veranstalteten , mit einer Einleilung versehen Abdruck,
der ebenso selten wie das Original ist; 2. The reporte of a
bloodie and terrible massacre arrived in the city of Mosco,
1607, 1859, in's Franzdsische vom Fursten A. Galitzin Ober-
setzl; Une lettre inAdite de Jacques Amyot (geb. in Melun
1513, gest. in Auxerre 1593), von Herrn Abel Jeandet in
Verdun ; in Nr. 95 : Schreiben des Fursten Augustin Galitzin,
in welchem fur seine Vermnthung, dass der Kaufmann lsaak
Massa Verfasser des von ihm ubersetzten Berichtes uber das
Blutbad in Moscau, 1606, sei, auf Herrn Frederik Muller's
Essai d'une Bibliographie neerlaudo- russe (m. s. Serapeum,
I860, S. 121 ff.) S. 103 ff. Bezug genommen wird; Massa war
bereits 1601 in Kussland und kam nicht erst, wie Adelung
behauptet, 1609 dahin; „il a vu triomphant u , heisst es, n et
puis trahi et assassin^, celui qu'on appelle le faux Dmitri,
mais auquel je ne puis donner cette qualification". In der
lelzlen Nummer 196, finden wir: Vieux noel decouvert dans
la reliure d'un livre, von Herrn Victor Pelletier, Domherrn
der Kirche zu Orleans. Nicht litterarhistorisch-bibliographi-
scher Natur, aber ffir die Geschichte der Stadt Orleans jetzt
werthvoll, ist: Siege d'Orleans de 1429. Memoire sur les
dipenses faites par les Orleanais en prevision du s\b%e et
pendant sa duree, en fortifications, armes di verses, troupes,
gratifications, dons a Jeanne d'Arc et autres, extraits des
comptes de la ville d'Orleans et de divers auteurs et manu-
scrits, par Vergnaud-Homagntsi , membre de la Soci6te des
6*
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Antiquaires de France, etc. (Anfang, 1410—1420. Fortselzang
folgt.)
Von neuen Pablicationen, die von Herrn Aubry zu be-
Ziehen , oder von ihm verlegt sind , ftihre icb nur an : Manuel
du bibliographe normand, par Ed. Frere. Rouen, 1857—60,
2 Bde., gr. 8°. — Testament litt6raire de Leber, suivi d'une
description sommaire des livres et objets d'art les pins re-
marquables de son cabinet Origans, 1860, 8°. — Les So-
cietes de Rb6torique et lenr representations dramaliques chez
les Flamands de France, par I'abbe D. Carnel. Pans, A.
Aubry, 1860, 8°., mil Wappenabbildung. — Supercheries liu
teraires devoilees, par Querard, tome V et derniers. — An-
tonius Arena. Notice historique et lit (era ire, par Aug. Fabre.
Marseille, 1860, kl. 8°. — Poeme inedit de Jehan Marot,
public d'aprfes un manuscrit de la Bibliolhfeque imp6riale,
avec une introduction et des notes, par G. Guiffrey, 1860, 8°.,
gedruckt von L. Perrin, mit Nachbildung einer Miniatur, wel-
che den Dichter, sein Buch der Kdnigin Anne uberreichend,
darstellt — Les historiens de Lille. Notes bibliographiques,
par H. Pajot; 2 e Edition augmentee. Lille, 1860, 8°., (aus dem
Bulletin du bouquiniste). — Manuel du libraire et de l'ama-
teur de livres, 2 e partie du tome I. — Ausffibriicbe Inhalts-
angabe der Histoire de la Biblioth&que Mazarine, par Alfred
Franklin, Nr. 93, S. 620-622.
Durch Ulustrationen sind zwei Aufs&tze in Nr. 90 und
92 erlfiutert.
Der Preis des Bulletin ist sehr billig (5 fr. ffir das
Ausland).
Hamburg. Dr. F. L. Hoffmann.
Ehrenrettung und Vertheidigung des
Kaspar Sagittarius
gegen den Vorwurf eines von ihm mit absichtlicher Ver-
schweigung der benutzten Quelle begangenen Plagiats.
Nebst einigen die Gleichische Geschichte desselben und des
Paul Jovius belreffenden Beilagen.
Von
Hofrath Dr. Hetise in Rudolstadt.
Kaspar Sagittarius (geboren zu Luneburg d. 23. Sep-
tember 1648, ffestorben zu Jena, als Professor der Geschichte,
den 9. Mdrz 1694) hat sich besonders durch theils bei seinem
Leben, theils erst nach seinem Tode im Druck erschienene,
oder in der Handschrift hinterlassene Werke, die er der Er-
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forschang and Aufklarung der Zustande Thuringens in den
frahesten Zeiten und dem Mitlelalter widmete, verdient ge-
machl, und uber die Grenzen and Bewohner dieses Landes,
die Einfuhrung and Verbreitung des Christenthums in demsel-
ben, den Wechsel and die Schicksale seiner Beherrscher, die
wichtigsten Alterthumer and Merkwurdigkeilen der Vorzeit,
viel sicherere and genugendere Kunde gegeben, als seine zahl-
reichen Vorgfinger welche aas anlaaieren Qaellen ohne Unter-
schied und vorsicntige Auswahl zu schopfen gewohnt waren.
Bei Behandlung dieser Gegenstande slutzt er sich nicht auf
unverburgte Sagen, fabelhafle and abenteuerliche Berichte
der Chroniken, oder auf gewagte and anerwiesene Ver-
muthungen, sondern er brichl sich, unbeirrt von solchen
leichtglaubigen und unkritischen Erzahlern, an der Hand wahr-
heitsliebender and vorartheilsfeier Fuhrer, Bahn darch das
dustere Dunkel, welches jene fernen Jahrhanderte bedeckt,
uber die er durch scharfsinnige Prufung des dargebotenen
Strifes auf die uberraschendste and gelangenste Weise helles
Licht verbreitel. Durch solche, damals sehr sellene Yorzuge
empfahlen sich die Arbeiten dieses fleissigen Gelehrten nicht
nur den Zeitgenossen, sondern sie flnden auchnoch jetzt Beifall
und die dankbare Anerkennung, dass far die Nachfolger das
Fortschreiten auf dem von manchem vorher darauf wuchern-
den Unkraut gereinigten and bin and wieder mehr geebneten
Felde der Geschichte Thuringens darch seine sich dem vor-
gesteckten Ziele annahernden Beslrebangen wesenllich gefor-
dert and erleichtert wird.
Manche unter den letztern, die in Sagitlar's Fasstapfen
traten, liessen es sich angelegen sein, die Leistungen dessel-
ben anparteiisch zn wurdigen and ihm das gebuhrende Lob
reichlich zu spenden. Doch mangelte es auch nicht an sol-
chen, welche ieisen oder lauten Tadel uber ihn und diese
oder jene von ihm aufgestellte Behauptung aussprechen zu
kdnnen glaubten. Zwar weit entfernt, alien diesen zum Theil
anbilligen Aeasserungen beizuslimmen , nehmen wir jedoch
Anstand, das was aus Sagittar's Feder geflossen ist, durchaus
fur volikommen und unverbesserlich zu erklaren, und sind
im Gegentheile uberzeugt, dass an seinen Schriften verschie-
dene, mehr oder minder auffallende Mangel und Flecken haf-
ien, die wir jetzt nicht einzeln zu beruhren Willens sind, die
aber wol vornehmlich daraus herzaleiten und in so fern zu
entschuldigen sein mdchten, dass ihm bei seinen Untersuchun-
gen viele Urkunden und andere Halfsmittel noch nicht zu-
ginglich waren, welche erst nach seinem Tode entdeckt und
veroffentlicht wurden.
Wir wollen jetzt versnchen, den unermudeten Forscher
von einer Anklage zu reinigen, die ein sonst in der thurin-
gischen Geschichte sehr bewanderter und thatiger Bearbeiter
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mehrerer Zweige derselben gegen iho zu erheben sich fBr
berechtigt hielt, uod wfinschen am so sehnlicher, dass uns
dieses Vorhaben gelingen moge, weil durch jenes Urlheil aucb
der sonst, so viel wir wisseu, nirgends angefochtene Charak-
ter des biedern und aufrichtigen Mannes verdachtigt nod in
Schatten gestellt wird.
„Sagittar soil namlich, so lautet der fiber ihn gefailte
Richterspruch , dessen Urheber der ausserdem rQhmlich be-
kannle (im Jahre 1828 zu Arnsladt verstorbene) Schwarzburg-
Sondershausische Hofrath Johann Christian von Hell bach
ist, (s. dess. Archiv far die Geographie, Geschichte uud
Stalislik der Grafschaft Gleichen und ihrer Besilzer. 1. Bd.
(Altenburg 1805. 8°.) S. 78. 85 ff — ), bei Abfassung seiner
Historie der Grafschaft Gleichen ein offenbares Pla-
giat begangen und diese an einem ahnlichen Werke des Paul
Gotze (oder Jovius), (der den 4. Julius 1633 als Rector
zu Ebeleben im Schwarzburg-Sondershausischen starb , siehe
fiber dessen Leben und Schriften mein Verzeichniss ge-
lehrter Schwarzburger aus dem Auslande 4. St. Rudolstadt
1834. 4. S. 4 — 8) verfiblen Raub anf unverantworlliche Weise
absichlich verschvviegen und eine Seite nach der andern, bios
mil Einschaltung bald grdsserer, bald geringerer Zusalze
aus jenem, ohne Nennung des Namens des ursprunglichen
Verfassers, worllich abgeschrieben haben. u
Auf den ersten Blick hat diese, durch Sagittar's tiefes
Schweigen fiber sein ebengenanntes Vorbild, dem er fast
ausschliesslich gefolgl sein soil, veranlasste und bestatigte
Meinung vieles Wahrscheinliche; doch wurde von Hell bach
durch das von jenem in dem, seiner Schrift beigefflgten, aber
durch des Herausgebers Dr. Ernst Salomon Cyprian Sorg-
losigkeit nicht gedruckten Vorrede abgelegte Gestandniss
fiber die darin benutzten Vorarbeiten Anderer unfehlbar eines
bessern belebrt worden sein.
Je weiter wir den Weg, auf dem wir Sagiltars Ehrenret-
tung zu erreichen suchfen, verfolgten, desto erfreulichere Aus-
sichten eroffnelen sich uns zu andern fiber diese gelehrte
Arbeit desselben und diejenige seines Vorgangers, die er, fast
ohne eigene Zuthal, zum Muster genommen haben sollte, sich
darbietenden Aufschliissen , namentlich fiber ihre allmalige
Entslehung, die dabei gebrauchten Quellen und Hulfsmittel,
die Schicksale, welche sie nach dem Tode ihrer Verfasser
erfuhren, die ihrer dffentlichen Bekanntmachung schon anfangs
sich enlgegenstellenden Hindernisse, die erst nach einer Reihe
von Jahren beseitigl werden konnten, fiber manche bei der
Herausgabe beliebte Weglassung damals aus politischen Rfick-
sichten bedenklich und ansldssig scheinender Stellen und be-
sonders der Anhange, worin an gewisse, schon in dem Haupt-
werke kurz beruhrte Personen spdterer Zeit sich knfipfende
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Ereigtrisse ausfohrlicher erzahlt sind ; fiber die Beschaffenheit
der heutiges Tages vorhandenen , hier und da von einander
abweichenden , bald mehr, bald minder vollstandigen Copien
beider Werke, die von Paullini unternommene Vermehrong
und Fortsetzung der gleicbischen Chronik des Jovius etc.
Von diesen insnesammt soli jetzt das Wichtigste und
Inleressanteste, zugleich als erganzender Beilrag zu Aufkla-
rung mancher noch nioht genugend erorterter Lebensverhalt-
nisse dieser Histohker, mitgetheill werden.
Zuvorderst richlen wir unser Augenmerk auf Sagittar's
Historic der Grafen von tileichen, zu deren Heraus-
gabe, nachdem sie seit ihrer Vollendung im Manuscript lange
im Verschluss der Archive, oder in den Handen ihrer Vor-
sleher, welchen sie zur Beurtheilung anverlraul und dadurch
der freien Benutzung missgunstig entzogen worden war, man
einen nichl mit grundlicher, zu diesem Geschaft unentbehr-
licher Kenntniss der dem Kreise seiner theologischen Sludien
fern liegenden Thuringischen Geschichte ausgerusteten Mann
wahlte, so dass dieses sehnlich erwartete Buch haufige Spu-
ren der Uebereilung und Sorglosigkeit des mit dem Abdrucke
Beauftragten an sich tragt und jetzt in einer hin und wieder
verstummelten wesentlicher Bestandlheile, die ihm zur Empfeh-
lung und Zierde gereicht haben wurden, entkleideten und uber-
dies vod Druckfehlern und anderen Irrthftmern verunreinigten,
kaum massige Anspruche befriedigenden Gestalt, unter fol-
gendem Titel erschien:
Casparis Sagittarii, der heiligen Schrift Doctoris, und
Historiarum Professoris zu Jena, auch des Hochfurstl. Sach-
sischeu Sambt-Hauses Historiographi , grundliche und aus-
fuhrliche Historia der Grafschalt Gleichen, aus uuterschied-
lichen Furstlichen, Graflichen, Freyherrlichen Archiven, auch
geschriebenen und gedruckten Monumenten mit Fleiss zusam-
mengetragen, worinnen viele Kayserliche, Konigliche, Furst-
liche, Grafliche, Adeliche Geschlechts- und sehr viele aodere,
insonderheit aber Thuringische Geschichte erlautert werden,
mit ndthigen Kupfcrn, Stamm-Tafeln und Registern versehen.
Nunmehro aber auf vieler Begehren, aus des seel. Autoris
Autographo, nebst einem nothigen Vorbericht ans Licht ge-
slellet von Ernst Salomo Cyprian D. Consistorialralh zu
Friedenstein. Frankfurt a. M., bey Frantz Varrentrapp. 1732.
4. (Dedication 7, Vorbericht 8, Verzeichniss der Documente
8 Blatter, 476 Seiten, Zugabe 1 B., 24 Bl. Register.)
Schon fruhzeitig hatte man Sagittar's Manuscript, dessen
Herausgabe sich so lange verzdgerte, durch Abschriften zu
vervielfaltigen sich bemuht. Dergleichen Copien sind in offent-
lichen und Privatbibliotheken vorhanden una Ziehen auch noch
jetzt unsere Aufmerksamkeit auf sich, weil sie Sagittar's Auf-
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zeichaoagen nicht nar vollsttadiger und genaner wiederholen
als jener Abdruck, soodern auch weil sie von ihren gelehrten
Besitzern mil Anmerkungen bereichert, erganzt and berichtigt
worden sind. Dahin gehdren vorzuglich zwei, von denen
wir Kenntniss erlangt haben, ndmlich:
I.
Die erste in der Jenaischen Uni vers iUtsb i blio-
thek, veranslallet von F. Rudolphi, dem Verfasser der
Golha diplomafica, der das Original lange bei sich im Hause
hatte, nnd dessen Schwiegersdhnen Johann Basilius Gypner
oder von Gleichenstein, welche beide diesem Werke
grosse Sorgfalt zuwendeten. Ihnen verdankt man ein, dem-
selben beigefdgles , das Cyprianische an Umfang und Voll-
slandigkeil uberlreffendes Register and die Miltheilung einiger
Nachrichten fiber die Schicksale der Urschrift und des dar-
tiber gefQhrten Briefwechsels , auch die ErhaUung bei dem
Abdruck iibergangener Slellen, so wie verschiedener, von der
kunstgeubten Hand Jak. von Me II en gefertigter Zeichnun-
gen } die der Herausgeber als unnutz bei Seite legte, z. B.
des Grabmals des sogenannten zweiweibigen Grafen von Glei-
chen zu Erfurl, des farrenrodischen Teppichs etc.
Die Zahl sSmmtlicher Ahbildungen, welche Sagiltar ftir
sein Buch beslimml hatle, belief sich uberhaupl auf 32, vro-
von wir das Verzeichniss aus dem Jenaischen Manuscriple
(mil einigen Nachlragen) (unten C.) beifugen wollen.
A. Sagittar's Handschrift betreffende Briefe.
a) An J. Basil, von Gleichenstein, S. Weimar. Ober-
amtmann zu BQrgel.
Es ist mir ohnlangst Reimanni hist, literar. de libris ge-
nealogicis zu Handen kommen, in welcher ich p. 123. gele-
sen, dass Ew. Hochwohlgebl. Excellenz B. Sagittarii Historic
der Grafen von Gleichen aus des sel. Abts Schmidt Bibliothek,
als dieselbe noch in Calba gewesen, uberkommen haben. In
eben diesem Buch ist noch p. 113 beflndlich, dass Paul us
Jovius oder Goeze ein Chronicon Glichense geschrieben, so
in dem Archive zu Arnstadt beflndlich sein soil. Wie ich nun
gleich auf die Gedanken kommen, es mdchte Sagittarius dies
Mst. erhallen haben, indem er zu Arnstadt wohl bekannt ge-
wesen, nnd solches in Verfertigung seiner Historic gebrauchl
haben (wie man ihn denn zu Wittenberg unter die Plagiarios
gerechnet), also bin dessen von einem guten Freund in Arn-
stadt mit mehrern versichert und berichtet worden, dass Sa-
gittarius ermeldtes Mst. Jovii in einem Collegio prodociert
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end als was Seltsames gezeiget habe, daher es in dem Am-
stadtischen Arcbiv nicht mehr anzutreffen — so habe — urn
Nachricht aosuchen wollen, ob beide erwahnle Mst. oder oar
eins davon, insonderheit das Sagiltarianum, in dero renomir-
ten Bibliotbek noch vorhanden. — Ohrdruff den 13. Sept.
1731. Joh. Abrah. Kromayer, Superinl. das.
b) Schreiben des Herzogs Wilhelm Ernst zn Sachsen-
Weimar an den Herzog Friedrich zu S. Gotha. Ew. Liebd. —
wird bereits zura Theil nicht unbekannt sein, welcher gestalt
der versl. Prof, historiar. zu Jena C. Sagittarius eine ziem-
liche Anzahl von Manuscriptis, die er selbst verferliget, und
besonders znr Thfiringischen Historie vertraglich sind, hin-
terlassen, vor seinem Ende aber dem damaligen Abt Schmidt
zn Helmstadt comittiret, dass er solche drucken lassen oder
an Mann bringen, das darans geldsete Geld aber zu gewissen
Stipendien employren solle.
Nachdem nun ermeldter Abt Schmidt von Jena gezogen
and solche Manuscripte mit sich genomen, nunmehr aber anf
der Gruben gehet, dass zu besorgen, es durften gedachte
Hanuscripta in fremde Hande geralhen, wie denn der auch
verstorbene geheime Rath Leibnitz selbige bereits unter den
Handen gehabt haben, nicht weniger die Historic Glichensis
bei Ew. Liebd. Lehn-Secretair Rudolphi befindlich sein soil:
so achten wir der Nothdurft zu sein, dass man Sorge trage,
wie sothane sammtliche Manuscripta wieder herbei gebracht
werden mdchten, besonders da nicht ailein diese Schriften
meisteniheils aus den sachsischen Archivis zusamengetragen
worden, sondern auch die Academie bei der Sagiltarischen
Verlassenschaft Haeres ex asse ist. Mit Ew. Liebd. haben
wir demnach sowohl deshalber, als weil verlautel, dass die
Academie seither wenig Sorge davor getragen, selbige auch,
das Werk allein zu heben, zu schwach sein durfte — Com-
munication zu pflegen nicht ermangeln wollen und ersuchen
Dieselbe hiermit — Sie belieben uns dero erleuchtete Gedan-
ken in dieser das Interesse der gemeinschaftlichen Academie
concernirenden Angelegenheit — zu erdffnen, wie es anzu-
fangen, dass mehr benannte Manuscripta anbei geschafft wer-
den kdnnen. — Geben Weimar zur Wilhelmsburg d. 28. Mart.
1722.
Der Lehns-Secretarius soli hierauf wegen der Gleichischen
Historie — seinen Bericht erstatten. Signal. Friedenstein d.
1. Juli 1722.
c) Auszug aus dem Berichte des Lehnssekretar Rudol-
phi. „Mag darauf Ew. Hochf. Durchl. nicht verhalteu, dass
mir gar nichts zu schaffen giebt, was von dem Sagittarischen
Testament erwahnt worden, auch dass zu befahren sei, es
mdchten die dem Abt Schmidten der Befdrderung wegen zum
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Druck dberlassenen Manuscripta in fremde HSnde geratheo,
wie denn bereils der geheime Rath Leibnitz und ich etwas
von solchen Manuscriptis in Besilze hStten. Genug ist es,
dass bei Ew. — Durchiaucht selbst erwdhnet worden, wie
das Concept von der Historia Glich. nebst andero Schriften
erwahnter Abt bei sich habe. Ans diesem kann solche Historia
von ihm oder von einem Andern, dem es anvertraut werden
mdchle, zum offenllichen Druck befdrdert werden. Was aber
mein Exemplar betriffl, so habe von erwfthntem D. Sagittario
solches, als er letztes Mai bei mir war, cum onere erhalten.
a° 1690. Denn da er die vor seine Muhe pratendirte Remu-
neration von 300 Thaler nicht erlangen und mich contentiren
konnte, ubergab er mir solches mit diesen Formation: Weil
er wol wuste, dass er mir in ein und andern obligat, ich
mdchte solches Buch als eine Donation annehmen und seiner
alle Zeit dabei gedenken. Er betrubte sich, dass die von ihm
angewandte Mflhe gar schlecht erkannt und ein Spottgeld ge-
boten worden. Dieses ist der eigentliche Verlauf und wird
niemand sehen, wie die Universitfit zu lena einiges Jus an
dem von mehr gedachlem D Sagittario mir einige Jahre vor
seinem Tode geschickten Scriplo suchen kdnne, will aber die
Academie es drucken lassen, so kann selbige es aus dem
Original-Concept, so oben erwahnter Abt Schmidt besitzt, am
allernfichsten bewerkstelligen. Goth d. 7. Jul. 1722. Ew. Hochf.
Durchl. treu gehorsamster F. R (Rudolphi).
d) A monsieur Gottschalc (?) , conseiller intime de sod
Altesse Electorale de Mayence, et Directeur general de sod
Excellence monseigneur le Comte de Hatzfeldt a Blancken-
hayn. Es haben der Herr Geh. R. — mir eroffnet, wie Sr.
Grafl. Gnaden zu Hatzfeld einige Documenta von dero Grafl.
Hause, besonders die Manuscripta wegen derer Blanhayn —
Ehrenstein — Wandersleb. — Remdaischen und Tonnaischen
Linien etc. verlangten. Nun bin bereits in der Arbeit, die
benachbarten Grafen und Herren nach dem hiervor besage
unter Handen habenden Project zu beschreiben und, so viel
mdglich, derer Grafen und Herren des Hauses Sachsen, nach
der Art des Luca Grafensaal, Ursprung Prarogativen gegen
den niedern Adel nach den kaiserl. Begnadigungen und Pri-
vilegien aufzusezen etc. etc. — Woferne aber mit sothanen
Manuscriptis — Ihrer gr£fl. Gnaden einige Devotion dadurch
erzeigen mdchte, so bin auch bereit, damit nach Verlangen
an Handen zu gehen , Wo Ew. H. Wohlgeb. belieben mdchte,
jemanden etwa hierinnen Commiss zu ertheilen: oder alien-
falls offerire ich mich wen mein Herr Geh. R. in Wanders-
leben sich etwa befinden sollten oder hiesiger Orten passiren
mdchten, selbsten Parlicul Relation zu erstatten ; massen sehr
beklage, dass bei leztem Anseyn allhier nicht die Gnade ha-
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01
beo sollen, meine Aufwarlung dem Herrn Grafen zu machen
and zugleich der Bekanntsohaft Ew. Wohlgebl. fabig zu wer-
deo — d. 4. Sept. 1721.
Ew. Wohlgebl. gehorsamer
(F. Rudolphi,)
(von dessen Hand wenigstens ein Theil
des Buchs geschrieben ist).
B. Stellen des Sagittarischen Werks, die in Cy-
prians Abdrucke weggelassen worden sind.
Zu S. 287 nach den Worten: „auf dem Reichstag©
zu N urn berg auch erleget, gegeben u slehl noch fol-
gendes in dem Manuschpte der Jenaischen Universitatsbiblio-
thek S. 358 f.: „Wie wol solch Mandat an alle Graven zu
Gleichen ausgangen, dass sie mit 33 zu Fuss und einem hal-
ben zu Ross dienen sollten, doch gleichwol gar nichls vom
Reich zu Lehn trugen noch hatten, denn allein von Ihrer
Kurfurstl. Gnaden und dem Stifle Mainz , darumb sie sich
solches Dienstes gegen Kaiscrl. Majestat seines Erachtens
entschlagen, wie wol er vor sich mit obberuhrten Diensle
sich nachmahln haltend, vom Kaiserl. Kammergerichle,
auf Ansuchen des Fiscals, als ein Ungehorsamer vorm Jahr
erfordert, seine Ehschafft und Exception einzubringen: wie
denn geschehen: so lange doch die Sache vor dem Kammer-
gericht unentschieden. In dem sey allemahl der nachst vor-
gegangene Reichstag zu Speyer eingefallen da er D. Johann
Hoffmann solche seine hochanliegende Beschwerung den Stfin-
den des Reichs fur zutragen gevollmachtiget , welcher ihm
denn vor weniger Zeif, wie es mit dem Beschwerden beschaf-
fen, dass sie ferner Furbescheid nach Michaelis dessfalls ha-
ben sollten, geschrieben: aber es sey ihm bald hiernach aber-
mahls ein Kaiserlich Mandat erstlich an seinem Vettern gegen
Thonna, darnach ihm zugeschicket, zukommen, da abermahls
Kaiserl. Majestat an alle Grafen zu Gleichen geschrieben und
beschweret mit 3 zu Ross und 13 zu Fuss zu dienen, sieben
Monat und drei Viertel eines Monats zu Gelde angeschlagen
C082 Gulden auf drei Tagezeiten Kaiserl. Majestat Befehls-
habern Johann Lahingen gen Nurnberg zuzuschicken , wie,
solche Mandata die Tageszeiten melden und er bereit an
zweien verschienen funf Monat zu versolden vierzig Gulden
gen Nurnberg gesand : Wie er denn Willens, den dritten Ter-
min auch zu erlegen, konnt anders nicht erachten, er thSte
seinen Eid und Pflichten solch Gut Ehrenstein, gegen Kai-
serl. Majestfit nach Ausweisung des empfangenen Lehnbriefs
zu verdienen recht wol daran.
Zu S. 322 nach den Worten: „nicht wenig theil-
haf tig gemachet. u dass er fiber den vierten Theil der
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M
Herrschaft Blankenhayn vor der sfichs. Regierung zu Weimar
transigirel und sich darin, wie von andern iucompetenter mehr
beschehen, von gemeldter Regierung dem Erzstift zum hoch-
sten Prajudiz and Nachtheil immittiren lassen. Und aber Seine
Kurfurstliche Gnade dem Hause Sachsen in des Erzstifts Mainz
Eigenthum einigcr Landesfurstlichen Ober herrlich- und Ge-
rechtigkeiten im geringsten nicbt gestandig sein kdnnen, son-
dem vielmehr die bestandige Nachrichtung fQnden, dass der-
gleichen Anmasung and der Grafen zu Gleichen dabei ieweils
verspurte Connivenz von dero Idblichen Yorfahren lederzeit
solenniter widersprecheu wolten fworden?) Als wolten seine
Kurfurstliche Gnade nicht aliein wider gemachte und andere
in diesem Ihr. KurfQrstlichen Gnaden Eigenthum von der
Sachsischen Regierung vorgenommene Immissiones und dem
Erzstift zu Nachlheil gereichende Handlungen, sondern auch
alles dasjenige u etc.
G. Verzeichniss sammtlicher Abbildungen, welche Sagittar
seiner Gleichischen Geschichte beigefflgt hatte, die aber
nur zum Theil in Kupfer gestochen worden sind.
1. Der Teppich zu Farrenrode, darauff in 8 Theilen die
gantze Gleichische Historie zu ersehen. Vergl. Sagit-
tar 1 s Gleich. Gesch. S. 55.
Auszug aus einem Scbreiben Georg Ludwigs Burggrafen
von Kirch berg d. d. Eisenach d. 17. Jul. 1677 an Kaspar
Sagittarius.
„Gleichwie wir nun, dass die abschrifft iezt bemelter Kirch-
bergischen histori remittiret werde, hinterlassen , inzwischen
aber beikommende Nachricht, so Herr D. Eybe zusammen ge-
tragen, communiciren, deren remission, indem wir keine Ab-
schrifl davon behalten, wir verlangen, als wollteu wir auch
mit Ueberschickung Eingangs erwahuteo Teppichs dero
Herrn Professori nicht weniger gratificiret haben, wenn nicht
zu besorgen, dass wegen dessen Aelte, durch das Abreissen,
Einpacken, auch hin- und herschicken, derselbe leichtlich be-
schadigt werden durfle. Wir haben iedoch bereits bei dem
zu Farrenrode wohnenden Maler die Bestellung gethan, dass
er von solchem Teppich einen Abriss verfertige, welcher,
sobald derselbe fertig — dem Herrn Professori uberschickt
werden solle. tf
Aus ebendess. Schreiben vom 9. Mai 1678: „Also
senden wir demselben den begehrten Abriss von dem zu
Farnrode befindlichen Gleichischen Teppich. u
2. Leichenstein zu Erffurth uffn Petersberge da der Graff
Gleichen zwischen beiden Weibern inne liegt. Vergl. Sa-
gittar. a. a. 0. S. 56.
3. Saracenerin Conterfait — S. 56.
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4. Barbara von Kitlitz, Gr&ffin zu Gleichen Epitaph, in
Remda - S. 238.
5. Hanss von Gleichen Monum. das. ao. 1545. — S. 242.
6. Hanss von Gleichen. Herr zu Remda 1571. — S. 246 f.
7. Graff Georg Rudolph zu Gleichen 1596. - S. 24a
8. Crannichfeld, Ober- und Unter-Schloss. — S. 249.
9. Catharina von Waldenburg. Graffin zu Gleichen, ao. 1494.
zu Blankenhain. — S. 279 f.
10. Sigmund Graff von Gleichen, Leichstein zu B lan ken-
hay n ao. 1519. — S. 292.
11. Ludwig Graf von Gleichen und Magdalena dessen Gemalin
von Plauen- zu Blanckenhain. 1522. — S. 293.
12. Chrisloph von Gleichen zu Cranichfeld. — S. 294.
13. Das zu Graf Christoph Gedachtniss in der Kirche daselbst
aufgehangene Schild. — 294.
14. Schloss Ehrenstein. — S. 275.
Sagittar wfinscht in einem Schreiben an den Grafen
Albert Anton zu Schwarzburg-Rudolstadl (Rhemda
den 16. November 1681) Nachricht von der ehemals gr&flich
Gleichischen Herrschaft Ehrenslein zu erhalten und bemerkt
bei dieser Gelegenheit: „Weil ich alle grail. Gleichische, so-
wohl alte als neue Residenzschldsser abreissen lasse, als ist
dergleichen gestern mit Ehrenstein auch geschehen, werde
mil Ew. Hochgrdfl. Gnaden permission solchen Abriss mit
dem auf Dero Hochgr. Saal befindlichen Conter-
fait ehest conferiren, auch Ew. Hochgr. Gn. urn fernere Se-
cundirung meines Vorhabens anlangen. In der Kirche zu
Kranichfeld habe ich feine gr. Gleich. Monumenta gefunden,
nicht weniger auch sie alle und die Lage des Ober- und
Niederschlosses abzeichnen lassen. Weil das Oberschloss
scheint neu zu sein, dtirften sich wohl wenig Anliquitalen da
linden, aber weil des Niederschlosses Gebaude etwas alter
scheint, weis ich nicht, ob in demselben noch etwas vorhan-
den sein mochte."
15. Graff Ludwigs von Gleichen Epit. in Blancken-
hain ao. 1586. d. 19. Apr. - S. 298 f.
1 6. Wolff Sigmund Graff von Gleichen zu Blanckeuhayn
1554. — S. 299 f.
17. Walburgis von Gleichen, geb. Ffirstin v. Henneberg, S.
316. — Es liegen noch mehrere Grafen und Graflonen
in dem Chor der Kirche zu Kranichfeld, wie die in Le-
bensgrose auf Stein ausgehauene Bildnisse in demselben
erweisen, auf welchen aber nichts mehr, weil die Schrift
ausgetreten, zu lesen. — Vergl. Bruckner's Schriften-
und Schulenstaat im Herzogthum Gotha. 3. Thl. 6. St.
S. 15.
18. Wilhelm Graf zu Gleichen Epitaph, in Blancken-
hayn. — S. 316.
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19. Catharina von Gleichen, vermahlte Mansfeldisohe GraflBn,
isl zu Remda begraben 1661. — S. 317.
20. Graff Karolus von Gleichen Epit. zu Remda. 1599. —
S. 318.
21. Siegmund Graff von Gleichen Epitaph, in Tonna 1523. —
S. 376.
22. Ernsl von Gleichen Monum. in Tonna 1533. — S. 396.
23. Sigism. Grafin Gleichen Epitaph, zu Tonna 1550. —
S. 397.
24. Hanss Gr. von Gleichen (1542) Monum. das. — S. 397.
25. Margaretha, Philipps Graff von Gleichen Gem., zu Tonna
1535. — S. 405,
26. Margaretha von Pultlitz Epit. zu Tonna ao. 1574. —
S. 406.
27. Dorothea v. Gleichen (1575) das. — S. 407.
28. Georg von Gleichen zu Tonna begraben. — S. 420.
29. Walpurge Grafin von Gleichen, geb. Gr. von Spiegelberg
und Pyrmont, das. 1599 begraben. — S. 423.
30. Siegmund (ao. 1578; Epitaph, in Tonna. — S. 426.
31. Georg von Gleichen. Monum. in Tonna 1599.— S.427.
32. Philipp Ernst Job. Ludwig und Georgius. — S child. —
S. 429. Basil, von Gleichenstein bemerkl hierbei: Der
Graf aber liegt in der Kirche zu Ohrdruf unler dem
Taufsleine begraben, welches schone Monument ao. 1701
der das. Stadtrath mir zeigen lassen
„Weil bei Erbauung derjenigen Kirche zu Tonna der
eine Pfeiler gleich an dem Ort, wo Graf Hans Ludwig 1631
begraben, zu slehen gekommen, so sind auf gnadigsler Herr-
schaft Specialbefehl dieses Grafen und seiner GemahlinErd-
muth Julian en, Grafin von Hohenstein, Leichen, welche in
zinnernen Sargen gelegen, herausgenommen und in die alte
Sacristei hinlern Altar geselzt, woselbsl ich solche ao. 1702
d. Monat Juni gesehen, — und wohin hernach ao. 1703 d. . .
Januar Charlotte Maria, Herzog Wilhelm Ernsls zu Weimar,
Gemalin gebracht und die Thur zugemauert worden." (Eine
Anmerkung F. Rudolph i's zu dem Manuscript von Sagittar's
Gleich. Gesch. in der Jenaischen Universitatsbibliothek.)
(Die alte Kirche zu Grafentonna, welche bereits im Papsl-
thume gestanden, hat man 1690 ganzlich abgebrochen und
eine neue zu bauen angefangen, in welcher 1692 d. 13. No-
vember zum erstenmal Gottesdiensl gehalten worden. Siehe
(Bruckner s) Kirchen- und Schulenstaat im Herzogth. Gotha.
3. Th. 4. Stuck S. 70.) — Kasp. Sagittarius hatle die Grab-
steine der Grafen und Grafinnen von Gleichen, als sie noch in
der Kirche zu Grafentonna uber der Erde sich befanden,
durch Jakob von Melle zeichnen lassen. Cyprian hat jedoch
aus Mangel an Kunslsinn die Grabmonumenle nicht heraus-
geg'eben, und nur die Umschriften mitzulheilen sich begnugl.
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OS
(S. Cyprians Vorrede §. IIX., b. 3.) Nachdem nun das eigen-
hfindige Manuscript Sagiltars gedruckl und in das geheime
Archiv gelangl war, hiell mail es fur unndlhig, dasselbe noch
weiter aufzubewahren, sondern es wurde mit Fursllicher Ge-
nehmigung zerschnitlen. So durften auch die ohne Zweifel
mil dem Manuscripte verbundenen Zeichnungen nicht mehr
vorhanden sein. Inzwischen (1691) waren die Grabsteine in
das unterirdische finstere Gemach versetzl worden, worin die
Anfertignng neuer Zeichnungen mil Schwierigkeiten verbun-
den ist. u
S. Georg Rathgeber's Beschreibung der Herzoglichen
Gemaldegallerie zu Gotha. (Gotha 1834. 8.) 2. Lief. S. 256 f.
Anm. 47. Vergl. J. Chr. Hellbach's Archiv fur die Ge-
schichle der Grafscbaft Gleichen. 1. Bd. S. 65. 75. Von den
Grabsteinen zu Tonna und dem Ergebniss der im J. 1816 mil
denselben angestelllen Unlersuchung handell auch Krugel-
slein's Manuscript fiber den zweiweibigen Grafen von Glei-
chen S. 61 ff.
33. Albrecht's Siegel. — S 78.
34. Ernst's Siegel. Gleichl. und Waldeckl. Siegel,
Taf. V. N. 12.
Eine Zeichnung, welche der Sohn (?) des Geschichtsschrei-
bers Sagiltar von dem Schlosse Gleichen im J. 1670 an
Ort und Stelle aufnahm, die der Yater an Georg Ballhasar
v. Milwiz zu Erfurt mil einem Schreiben ubersandte, befand
sich nebsl dem Briefe, in den Handen des Verf. der Schrift:
Der Thuringer Wald etc. herausgegeben von W. v. C. M.
(Wilhelm von Clemens Milwiz ) Erfurl 1830. 8. s. S. 187.
Da Sagittarius in kinderloser Ehe (s. J. A. Schmidii vita
Casp. Sagittarii, Jenae 1713. 8. p. 64.) und also keinen Sohn
halte, so scheinl die vorhererwahnte Zeichnung, wie die ubri-
gen zur Gleichischen Gesch. gehOrigen, vielmehr von Jakob
von Melle herzuruhren, durch dessen Kunstfertigkeit Sagittar
bei seinen histor. Arbeiten auch ausserdem unlerslutzt wurde.
S. Schmid. p. 69. Sagittar. hist Goth. p. 299. u. Cyprian's
Vorrede zu dess. Gleicb. Gesch. §. IL a. 3.
Hans Sachsens Gedichte.
Eine Bibliographie
von
Emil Weller in Zurich.
(F o r t s e t z ii n g.)
58. — Hie flnftu zu eine newe Jar
Einen Hufsrat den hon ich dir fur war
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Vfs der neflen Mefs fur ein Kron gebracht.
Nim es yetz vnd vergul vnd nit veracht.
So wil ich zu neft bafs an dich gedencken
Vnd wil dir etwas vil betters fchencken.
o. 0. u. J. (c. 1530). 4. mil 10 Holzsch.
Der gantz haufsrat bey drey hundert fluck.
H. Guldenmundt (in Nurnberg c. 1530). 4. — In Nflrn-
berg.
Als ich eins tags zu Tifche fafs etc.
Der gantz haufsrat. Nurnberg, H. Guldenmundt. 1545.
4. — Im Germ. Museum.
Der gantz Haufsrat. Mehr ein nutzlicher raht, den jun-
gen gefellen fo fich verheiraten wdllen. Ein Rat
zwifchen eynem Alten man, vnd jungen gefellen
dreyer Heyrat halben. Nurnberg, G. Merckel. 1553.
8 Bl. 4. mit 2 Holzsch. — In Berlin und Nurnberg.
o. 0. (NQrnberg). 1560. 8.
59. — Ein kurtzweylig Lied zu hdren von dem haufsrat. In
des Schillers meyen weifs. Nurnberg o. J. 8.
60. — Der Hederlein bin ich genandt
Zenkifchen Leuten wol bekandt.
o. 0. u. J. (Nurnberg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt
m. Holzsch. — In Golha. Bei Becker.
Eins tags jch in dem Brachmon heifs
Ffir ein kleine Abendtreyfs etc.
61. — Die neun getrewen Hayden, fampt jren wunder getrewen
thaten. Die alten Freund die beflen. Dazu: Die neun
getrewen Haydnifchen Frawen- Die fieben alten haidni-
fchen Weyfen. NQrnberg, H. Hamfing. 1553, 12 Bl. 4. —
In Berlin, Nurnberg und im Germ. Museum.
62. — Die zwdlff getrewen heydnifchen frawen in des fchil-
lers hoffthon zufingen. Ein ander lied wider das vber-
fl&ffige gebreng, vnd zierde der euangelifchen weiber, in
dem thon der vnfal reit mich gantz vnd gar. Am Ende:
Nurnberg, Ludwig Ringel o. J. (1542). 8 Bl. 8. mil Titel-
holzsch. — In Berlin. Wackernagel, Bibl. d. Kirch. S. 178.
Das zweite von Amb. Blaurer.
Die zwolff getrewen Heidnifchen Frawen. In des Schil-
lers Hoffthon zu Ungen. Ein ander Lied der zwdlff
getrewen Heiden. Nurnberg, Val. Fuhrmann o. J.
(c. 1600). 8 Bl. 8. mit Titelholzsch.
63. — Das Hellbad. Nurnberg, Frid. Gutknecht o. J. (c. 1550).
12 Bl. 8. - In Celle.
(Portsetzung folgt.)
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger: T. 0. Weigel Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEUM.
titfdjrtft
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Bibliothekwissenschaft, HandschriftenkuBde unci
aitere Litteratur*
mit Bibliothekaren und Litteraturfreuiiden
hera usgegeben
ron
Hobert X aumann.
m 7. Leipzig, den 15. April 1861.
Ehrenrettung und Vertheidigung des
Kaspar Sagittarius
gegen den Vorwurf eines von ihm mit absichtlicher Ver-
schweigung der benutzten Quelle begangenen Plagiats.
Nebst einigen die Gleichische Geschichte desselbeo und des
Paul Jovius betreffenden Beilagen.
Von
Hofrath Dr. Hesse in Rudolstadt.
(Schluss.)
II.
Die zweile Handschrift fuhrt <ien Tile):
D. Casparis Sagittarii Hisloria Comitum Glichensium ex
Diplomatibus et monumentis authenticis magno studio et suc-
cessu siogulari composita. Opus egregium, cui prae reliquis
scriptis suis Sagittarius ipse in praefat. palmam defert, ex
B. Auctoris schedis accurate descripsit , revisit et hinc inde
auxit Christianus Gottlob Halt axis. Lips. An. 1727. (fol. 190,
grdsstentheils engbeschriebene Blatter.)
Zu Anfange steht ein Schreiben an den Herzog zu Sach-
sen — wahrsch. Friedrich v. S. Gotha, worin Sagittar raeldet,
dass seine Gleich. Geschichte zum Drucke fertig sei und zu-
XX1L Jahrgang. 7
Im Vereine
»r.
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98
gleich billet, sie dem Hofr. N. Chph. Lyncker oder dem Kam-
merralh Joh. Schiller zur Censur zu ubergeben.
In der aus G Blatlern bestehenden Vorrede spricht Sa-
gillar uoter andern von seinem Entschlusse, die Geschlechts-
historie aller Grafen uod Herren in Thuringen (die Schwarzb.
ausgenommen) auszuarbeiten und eine jede absonderlich her-
auszugeben. „Ja es seyn einige, insonderh. die Burggr. Kirch-
bergische, Beichling., Kevernb., Lobdab., Orlamiind. Historien
schon guten Theils verfertigl. Die Schwarzb. Gesch. (ob ich
gleich sehr viel davon angemerkt) bin ich nicht vOllig zu
tracliren gemeint gewesen, indem ich mund- und schriftlich
vernommen, dass davon ein schones und vollslaodiges Werk
vorhanden, so vielieichl auch schon zum Druck befordert
- worden ware, wenn Goll nicht den werthen Mann, dem es
zu ferneren Ausfertig- und Fortsetzung bis auf diese Zeiten
solien anvertraut werden, aus Thuringen in's Osier- und vor
wenigen Jahren in's himmlische Vaterland versetzt hatle."
S. 7 erkennt er dankbar an, dass die Vorarbeit eines
ihm nicht namenllich bekannten Gelehrten die seinige wesent-
lich gefdrdert und unterslulzt habe, indem er sich folgender
Worte bedient: „Inzwischen ward mir endlich von einem
berQhmten ICTO ein, zwar dem Ansehen nach verlegenes
und an etlichen Orlen zerrissenes, aber mil so vielen slatt-
lichen Sachen erfullles, Gleichisches Chronicon zuge-
schickt, das, wie ich ich solches durchgelesen, von Wort zu
Wort abschrieb. Wer diese Chronik verfertigt, ist
mir zwar noch nicht volig bekannt, doch habe
ich leichtlich gespurt, dass es ein nicht nur in
den Schwarzb. una vielen andern Thfiring., son-
dern auch in den Gleich. Archiven selber wohl be-
schlagener Mann mfisse gewesen sein. 1 ) Ich zweifle,
ob von dieser Chronik mehr als das Exemplar,
dessen ich mich bedient und das, so ich abge-
schrieben, in der Welt vorhanden: daher viel-
leicht ein anderer dieses mil Slillschweigen
flbergangen und mil fremden Federn sich ge-
schmOckel hatte. Dieses sei feme von mir! und
mich dauert, dass ich nicht umstandlich zeigen
konnen, was und wie viel ich aus dieser Schrift
enllehnl. Doch weis ich auch den grunenden Ge-
beinen des sel. Autoris in der kuhlen Erde viel
Dank und ich will die Wohlthat der Person, die
I) Id der Folge scheint jedoch SagiUar (oder Haltaus?) von dem
eigentlichen Namen des Verfassers unterrichtet worden zu sein, da an
mehreren Stellen der Kopie des letzten, in welchen von einem unbe-
kannten Autor <( geredet wird, sich die Randbemerknng „P aulas
Jovius" findet — VergL J. A. Schmidii viu Sagittarii p. 63.
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99
mir zu dieser Chronik verholfen, nimmer ver-
gess en. u
S. 9. „Es muss sich wunderbarl. fiigen, dass icb in Er-
fahrung brachle, wie man an einen gewissen Or I 1 ) vor
40 Jahren ein Archiv in Geheim verwahrlich beigesezl, wel-
ches, meinem Vermuthen nach, mil vielen Gleich. Originalien,
Lehnbriefen und andern Urk. erfullt sein muste u etc.
S. 10. „Wie ich 1681 zu Rem da elliche Tage mich
aufhalten muste, ward ich allda eines baufalligen Gemachs
gewahr, so mil alien Briefen dennassen erfulll, dass es schien,
als ware es damil gepflasterl, die icb denn zusammen lesen,
von dem vielfalligen Unflat saubern 2 ) und an die Lufl legen
lies, nachmals solche zu sorliren, durchzulesen und zu excer-
piren anting. Je dennoch, weil ich in der kurzen Zeil wenig
verrichteu konnle, sind diese Briefschaften wohl verwahrlich
hieher gebrachl, ferner von mir durchsuchl und manche feine
Nachrichl daraus gezogen worden. So babe auch die in dem
hies. Universitatsarchiv befindl. alien Remdaischen Gerichls-
und andere Bucher fleisig durchlesen und ebenfalls, was mir
dienlich, daraus excerpirt."
Diese ehemals Haltausische Handschrifl kam zuersl vor
in dem Verzeichnisse einer Leipziger Bucherversleigerung
vom 6. Februar 1837. S. 54. Nr. 1463., dann wieder in dem
Auclionskalalog der Bibliolhek des M. Mehnert den 15.
Novbr. 1838. 1. Ablheil. S. 73. Nr. 2539., wo sie von dem
Bibliothekar Zeisberg in Wernjngerode erslanden wurde,
und sich nun unter dessen lillerarischem Nachlasse gefunden
hat. S. die Handschriften der am 10. Octbr. 1854. zum Ver-
kauf ausgebolenen Zeisbcrgischen Bibliolhek — in Nau-
maon's Serapeum 1855. 1. Si. S. 9. Nr. 30. Jetzl isl sie
wahrscheinlich mil der ganzen Sammlung dem dorligen graf~
lichen Bucherschalze einverleibl.
Haltaus hat mehrere wicbtige Rrganzungen und Nach-
trage beigesleuerl, unler andern: Einige dieses Buch belref-
fende Briefe des Verfassers und Ulrich Hermanns von Lin-
gen, dem ersten verborgen gebliebene Urkunden und fasl auf
jeder Seile werlhvolle Randbemerkungen (meist Cilate aus sel-
lenen historischen Schriften), am Schlusse einen eigenhandi-
gen Aufsatz Sagiltar's liber das Yerhaltuiss des religiosen
Schwarmers Esaias S lief el zu der Grafin Erdmuthe Juliane
von Gleichen, dessen Schriften, sowie die Gegenschriften des
Superinlendenlen Jacob Weber zu Ohrdruf, eine gleichzeitige,
1) ,,1° obscuro loco bibliothecae publ. JeneosLs 1 ' — v. Gothofr.
Veckerodt sermon, panegyr. (Gothae 1705. 8,) P. 111. Serm. VIII.
p. 15!.
2) Veckerodt I. c. sagt: „Scripturas a canibus, felibus et muri-
cus pessime habitas."
7*
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100
schwer zu lesende Kopie des Gesuchs fQr den Grafen Georg
urn papslliche Dispensation von dem geistlichen Stande, and
einen sich aaf diese Angelegenheit beziehenden Brief v. 10.
Septbr. 1549, deren Abdruck S. 410 f. durch auffallende Feh-
ler enlstellt ist.
m.
Hieran schliesst sich eine drilte Handschrift in der
Leipziger Stadtbibliothek, deren Beschreibung wir in Nau-
mann, Catalog, libror. Manuscriptorum, qui in bibliotheca se-
natoria civitatis Lipsiensis asservantur (Grimae 1838. 4.) p.
141. N. CCCCL1H. lesen: „Codex chartaceus saec. XVII. ex-
euntis folior. 250. quorum ll b . 68«. 99 b . 125. 126. et 250*.
scriptura vacant. Adscriptae sunt hie illic notae a manu re-
centiore profectae. Conlinetur Casp. Sagittarii historia co-
mitum de Gleichen. Incipit post praefationem, (quae pertinet
a fol. l a — 11». et ita incipit. Vorrede. Ohne dieser pflegen
selten einige gedruckte Schriften etc.) fol. 12«. Unter denen
Grafen in Thflringen sind sonderlich berQhmt etc. Explic.
fiber selbige Grafen und Grafschafft. Subscriptio haec est:
Finitum per divinam gratiam d. 1. Septembr. 1677 postquam
29. Augusti absolveram Refulalionem Armamentarii Schoene-
manniani. Haec historia descripta est ex ipsius autoris auto-
grapho. u
Wir kdnnen jetzt, da wir zu eigener Ansicht dieses Ma-
nuscripts gelangt sind, die eben mitgetheilte Beschreibung
desselben noch in einigen Punkten vervollstandigen. Es enthalt
nicht das ganze Werk des Sagiltar, sondern bios die beiden
ersten Bficher und zwar mit manchen Abkfirzungen , beson-
ders in Ansehung der darin aufgenommenen Urkunden, von
denen nur der Aufang und Sohluss, und das Haupls&chlichste
mitgetheilt ist. Dies gilt besonders von denjenigen, welche
in Mencken, scriptor. rer. Germanicar. T. I. p. 534—582 ab-
gedruckt sind. Die Randbemerkungen : hoc diploma plenius
exstat in nostris scriptoribus, die sich bei solchen fast dureh-
gangig findet, lasst auf Mencken als ehemaligen Besitzer
dieser Handschrift schliessen, der das ihm schon bekannte
und von ihm selbst vor dem Erscheinen des Sagittar'schen
Buchs verdffentlichte , nicht durch Abschrift wiederholen las-
sen wollte Mencken scheint zwei verschiedene Excmplare
in Handen gehabt zu haben, die er bisweilen mit einander
vergleicht, urn das erste. welches die Grundlage des seinigeu
bildel, mit Hulfe des andern hin und wieder zu erganzen, doch
sind die Abweichungen nicht hAufig und von keinem grossen
Belang. Ob die Excerpta et Collectanea Glichensica und Coll.
Erfurt., auf die er sich mitunter beruft, von ihm selbst oder
einem andern Gelehrten veranstaltet worden sind, bleibt un-
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101
ewiss. Der Aohang von 198 b — 249 b enthilt AaszQge aus
en Streitschriflen und Processacten fiber die sogenaonte
Gleichische Exemtion, wovon Sagittar an verschiedenen Orten
seiner Schrift gehandell hat. . .
Wir wenden uns nun zu der AiUeit -des-'Piulriovrift^
fiber die Gleichische Geschichte, ais der Quelle, woraus
Sagittar den gr&ssten Theil der seinigen schdpfte, um das
von jenom unermQdeten Forscher Geleistete zu untersuchen
and das Verhiltniss des Nachfolgers zu dem Vorganger un-
parteiisch zu wQrdigen.
IV. a.
M. Paul Gotzens (sons! Jovii) Chronika der Grafschaft
Gleichen.
Das Original dieser Chronik wurde anfangs bei der grdf-
lich Schwarzburgischen Regierung in Arnstadt aufbewahrt,
dann lange Zeit vermisst und kam endlich bei Versteigerung
der yon Bulowschen Bibliothek zu Bayernaumburg im Jahre
1836 wieder zum Vorscheine, bei welcher es die Furs 1 1.
Bibliothek zu Rudolstadl erwarb. Es besteht aus 155,
(von verschiedenen alteren und neueren Handen, worunler
die des Verfassers selbst sich an mehreren Slellen unler-
scheidet und deutlich erkannt wird, beschriebenen) Quartblat-
tern und stimmt mil demjenigen Exemplar, dessen schlechl-
ten Zustand Sagittar in seiner Vorrede beschrieben hat, so
genau Gberein, dass man dieses fur das namliche gelten zu
lassen berechligt ist.
Ausserdem sind noch einige spfttere Kopien vorhanden:
1) in dem furstl. hohenlohischen Kanzleiarchive zu Ohrdruf von
207 Folioseilen (S. Hellbachs gleichisches Arcbiv I. 84. —
2) Nebst des Jovius Hohensteinischer Chronik in der Biblio-
thek des Justizrathes Dr. Varnhagen, welche den 15. Septbr.
1828 versteigert wurde. (S. den Katalog S. 6. N. 94.) 3) in
der Ayrmannischen Bibliothek zu Giessen aus Immanuel
Weber's gelehrtem Nachlasse (s. Chph. Frid. Ayrtnanni syl-
loge anecdotorum omnis aevi diplomatum etc. T. I. Francof.
ad H. 1746. 8. Prolegom. $. 17.), deren jetzigen Eigenthu-
mer man nicht kennt.
IV. b. '
Der als fleissiger Historiker geschatzte Dr. Christian Franz
Pa u Mini zu Eisenach, in dessen Hande die Joviusische
Chronik gekommen war, hatte den Enlschluss gefasst, die-
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103
selbe mit verschiedenen Anhangen vermehrt der Oeffentlich-
keit zu fiberantworten. Doch wurde er an der Ausfuhrung
gehinderl. Wir entlehnen jelzt das Hauplsachlichste, was er
in der Vorrede fiber -sein Unternehmen and die Schicksale
det Sehrifl "Jes: Joyiiis geaussert hat, aus der in der Gross-
heVz&glichen v Bit)lio'thek..za Weimar befindlichen Kopie.
> . : M- Payh G6'4z*ens, sonsl Jovii, ehemaligen Schul-
:'I{i6tfkte :iu : febttoben; Historia der Preisswurdigen tapffern,
" machtigen und Ansehnlichen Graffen von und zu Gleichen,
samt einen niitzlichen Anhang heraasgegeben yon Christian
Frantz Paullini. (Opus prelo quidem paratum, ast ha ct en us
ineditum, ex ipso Paullini MSto, quod in Bibliotheca Zach.
Conr. ab Vflenbach, Consulis ac Senatoris Reipubl. Franco-
furlensis, adservatur, descriptum MDCCXXVII.) Mspt. in fol.
Aufrichtiger Leser!
Wie mich einst ein sicherer Graff zu sich hoien lies, um
wegen eines von mir beschriebenen uralten Geschlechts eine
gewisse Unlerredung zu halten, traf ich ohngefar diese Chro-
nik bei ihm an. Vorn slunde: „von P. Jovio, Rect. zu Eben-
heim (Ebeleben) in der Grafschaft verfertiget. u Des beschrie-
benen Geschlechts wegen hat der Verfasser der monatlichen
Unterredungen (A. 1693. M. Januar. p. 86.) langst schon Er-
wahnung gethan. Dieser M. P. Gotze, aber von seinem Schul-
Rectore Jovios benannt, war von Themar bOrtig, des berfihm-
ten Dilherren eigentlicher Landsmann, urns J. 1001. noch Con-
rector zu Arnstadt, bernach Rector der Schule zu Ebeleben
(nicht Ebenheim) in der Grafschaft Schwarzburg, hat nebst
dieser Gleichischen Chronik auch eine Schwarzburgische und
Hohnsteinische geschrieben, so noch zu Arnstadt verwahrt
wird ). Und scheint, dass er allererst nach der Gleichischen
die Schwarzburgische verferligt habe. Denn wie er die Ver-
s6hnung Graf Ernstens von Gleichen mit Herzoge Wilhelm
anfuhrt, sprichl er (ad ann. 1451.): „Davon wird man kunflig
in meinem Schwarzburgischen Chronico, geliebl es Gott, Be-
richt vernehmen." 2 ) Er gedenkt zwar auch (ad ann. 1385.
und 1395.) der von ihm ausgearbeiteten Salzischen Genealogie,
so ich aber nie gesehen habe. Auch hat er eine grafliche
Kirchbergische Chronic hinterlassen, die sich aber jezo nicbt
mehr flnden lassen will, wiewohl nach des hochgrafl Arn-
sladtischen Bibliolhecarii und Antiquarii Herrn Christi. Schle-
gels Bericht der jezige Conrector daselbst Joh. Nicol. Frey-
•
1) S. uber den gesammten litterarischen Nachlass des Jovius weit
sicherere und ausfuhrlitherere Nachrichien in meinem Verzeichnisse
Schwarzburgischer Gelehrten aus dem Auslande 4. St. S. 5—8.
2) In Sajnttar's Gleich Geschichte musste dieser zu S. 205 gehOrige
Zosatz nothwendig fehlen.
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198
tag ') sie vor eztichen Jahren bei dem damaligen Professore
juris in Jena, Herrn D. Rothen*) gesehen hat. Nan war die-
set Rolh ein Arnsladtischer Minister von Haus aus, scheinet
aho. dass er sie von dort mil sich nach Jena genommen and
solche entweder wegen darauf erfolgten Todesfalis oder durch
andere Unachtsamkeit abhanden kommen sei. Nun dass diese
Gleichische Chronic bis anbero sehr rar gewesen, isl aus den
Worlen der Monatl Unlerredungen (a. 1694. p. 636.) leicht-
lich zu schliesen, aber gedachler Verfasser selbige (? von
selbiger) deutlich sagl: sie wurde wohl nimmer, eben wie
Dr. Caspar Sagitlarii geschriebene Gleichische Historic, (so
ich ehemals uber ein halb Jahr bei mir gehabt, solche durch-
iesen und uberall feine Sachen darin angetroffen habe, nun
aber im Fursll. Gothaischen Archiv fleisig verwahrl wird,) das
dffentliche Licht sehen. Darum auf vielfaltiges Anhalten un-
terschiedener Gelehrten, ja aueh einiger Standespersonen, ich
sie manniglich zum Besten herausgeben wollen, weil aller-
hand feine Nachrichlungen darinnen vorhanden, auch meines
Bedunkens alles der Wahrbeit gemas abgefassl und also der
Ursprung und Untergang der weilaud lapfern machligen und
ansehnlichen Grafen von und zu Gleichen darin enthalten isl.
Und wetl dieser Jovius ein fleisiger und accurater Mann diese
Gleichische Historic im 33.(?) Jahre vorigen seculi beschlos-
sen, als muss er ja noch dazumal gelebt haben und nicht
gleicb im Anfang desselben seculi gestorben sein.*) Uebri-
gens anlangend meine dem Buche vorn an die Slim geheftete
Sinnbilder so ist bekannt, dass die schlaue Egypter das wahre
und grundliche Gute recht vorzustellen, einen solchen Jung-
ling in einer Hand Waizenahren, in der andern ein Glas oder
Becher voll Wein haltend und urn den Hals eine Schnur vol!
weisser Mohnshaupler habende abgebildet haben, anzudeuten,
wer zu Essen und zu Trinken habe, kOnne auch wohl ruhig
schlafen etc. etc.
Der beigelegte An hang wird und kann auch hoffentlich
dem versl£ndigen Leser nicht misfallen, sinlemal solche Dinge
darin enthalten, so die Gleichische Hislorie nach Absterben
der — Grafen ziemlich erlautern und hier und da manchen
Irrthum entdecken. etc.
Die Schrift des Jovius enthalt 295 weitlauflg geschriebene
1) Geboren 1651 zu Arnstadt, vom J. 1686 bis 1724 d. 14. Febrnar
an welchen er starb, Konrektor, vorher seit 1678 Subkonrektor daselbst.
2) Heinricb Balthasar Roth wurde 1663 Doktor der Rechte zu Jena,
bald hierauf von dem (irafen Christian Gfinther von Schwirzborg zum
Hofrath ernannt, und 1670 zn einer juristischen Professur an der er-
wahnten UniYersitat berufen, die er bis an seiner. Tod (d. 4. Oct. 1689
bekleidete.
3) Er starb d 4. Jul. 1633.
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104
Seilen in fol, der Anhang 125 Seiten. Letzter besleht aus
folgenden Stficken:
1. Kormainzisches Schreiben an Herz. Johann Casimir
zu Sachsen wegen Heimfalls der eroffneten Grafschafl Glei-
chen. 1G31. Mainz d. 19. Mai.
2. Herzog Johann Casimirs zu Sachsen ausfuhrliches Ant-
wortschreiben an den Kurffirsten zu Mainz, den Heimfall und
die landesfurslliche Obrigkeit fiber die verledigte Grafschafl
Gleichen bclangend, den 28. Mai 1631. zu Gotha.
3 Ex libro III. Hermanni Hamelmanni de vetuslis tilulis
et nominibus Principum, Comitum, Familiarum emorluarum.
fol. 169.
4. Bericht von dem Stammbaum der Herren Grafen von
Gleichen Blankenhainischer und Remdischer Linie, von Herzog
Ernsts F. G. mit von Cranichfeld gebracht 25. Martii 1631.
5. Schenkischer Lehnbrief fiber Tonna — von dem Herz.
Joh. Casimir zu Sachsen ausgestellt 1631. — Coburg 1631.
d. 19. Mai.
6. Ein anderer Schenkischer Lehnbrief fiber Tonna von
ebendems. Coburg d. 26. Juli 1631.
7. Noch ein Schenkischer Lehnbrief fiber Tonna von dem
Herz. Johann Ernst zu Sachsen — Eisenach 1633. d. 2. Sept.
8 Extract aus einer Gleichischen Cbronik. Extract aus
einem Schreiben.
9. Reusneri stemma Comitum Glichensium.
10. Zur Herrschaft Tonna ist vermoge der F. Coburgi-
schen und Eisenachischen Lehenbriefe des Herrn Schencken
zu Teutenburg dat. 19. Mai 1631. und 26. Juli 1631., zu Co-
burg, und d. 2. Sept. 1633 , zu Eisenach gehorig.
11. An des h. Rdm. Reicbs Hochlbbl. Churffirsten und
Slande unvermeidliches Memoriale der furstl. Sachsen- Weimar-
Gotha- und Eisenachischen zu gegenwarligem Reichstage ab-
geordneten Rathe und Gesandten, die von denen Herren Gra-
fen zu Hazfeld, wegen der Grafschafl Gleichen im Reichs-
graflichen Collegio angemasste Session und Stimme belreffend
(nach dem Regenspurgischen Exemplar de anno 1653 — mit
Beilagen von A — M.
Diese Abschrift der Joviusischen Gleich. Genealogie ent-
hait S. 287—289. kurze Biographien der Grafen Philipp Ernst
und Johann Ludwig des Mitllern — und endigt sich mit den
Worten: „daher nach ihrer beiden seligen Hintritt diese uralte
und lobliche Familie der Grafen von und zu Gleichen ver-
loschen und sich mit ihnen geendet, nachdem dieser Graf
Johann Ludwig anno 1631. am 7. Januarii, und dann seine
Gemalin Fraulein (?) Erdmuth Juliana Anno 1633. d. 28. Juli
ihr Leben selig geschlossen und zu Tonna in Hero Erbbe-
grabniss graflich beigesezt werden. u — Diese letzten Seiten
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108
fehlen in der Originalhandschrifl des Jovius in der hies. F.
Bibliothek.
IV. c.
Revers Pauli Jovii, die Archive zu Tonna durchzusehen.
Kundl and zu wiffen fey, nachdem bey den Hochwolge-
bornen und edlen Herren Herren Philip Erneften, Ern-
ften, Graven vnd Herrn zu Gleichen, Spigelberg und Pyr-
mont, Herren zu Tonna meinen gnedigen Graven vnd Herren
der gleich Hochwolgebohrne vnd edele Herr Herr G tint her
der Vier Graven des Reichs, Grave zu S chwar tzburgk
and Honflein etc. mein auch gnediger Graf vnd Herr inter-
cediret, das S. Gn. mir untenbenambten zu meiner vorhaben-
den Chronicken gnedig vergdnnen wollen, in S. Gn. Archiv
zu Tonna nachzufuchen, was etwa zu gedachten meinen
Vorhaben beforderlichen, vnd aber S. Gn. folches gnedig nach-
gelaffen, Als reversire vnd verpflichte ich mich an eides ftalt,
das alles dasjenige, was ich in folchen Urkunden lese oder
fehe, verfchwiegen behalten , vnd mil mir in die Gruben ne-
meu, vnd weiter nichts, als was zu der Genealogy der Graven
zu Gleichen vnd fonften dienlich gebrauchen oder in lucem
ediren will, und diefes zu deurer Beftarckung , habe ich die-
fen revers mil eignen Handen gefchrieben und mich unter-
fchrieben. Gefchehen und geben zu Tonna, den 23. Januarii
anno 1617.
M. Paullus Jovius.
(Kopirt aus einem Mspte der Leipziger Stadtbibliothek:
Diplomata rerum Saxonicarum a. P. C. Kreyssigio descripta
et collecta IV. (4.) Rep. V. 34. p. 145 a .)
Laurentius Beckftein (Peckenftein) Kurfurftl. Hiftori-
cus wird vorfchrieben von dem Grafen Philipp Ernfl, die
Gleichifchen Dokumenle und Monumenta durchzufehen , ingl.
M. Jovius Conrector zu Arnfladt von dem Grafen Anton
Heinrich zu Schwarzb. — S. eine Nachricht im Archive zu
Ohrdruf, Schrank CLIII. 16.
IV. d.
Dem Jovius standen bei seiner Arbeit vornehmlich die
Schwarburgischen und Gleichischen Archive zu Gebote. Zu
dem Tonnaischen erhiell er, wie wir oben gesehen baben,
1617 freien Zutritt. Er hat auf diesem, vorher nur sparsam
bebauten Felde die Bahn gebrochen, auf der mil seiner Hulfe
Sagidar ungehemmter fortschreilen konnte. Dass dieser den
von jenem gesammelten Stoff seinem Werke zu Grunde legte
und oft wortlich einverleible, diesem als sicher bew&hrlen
Fuhrer meist unbedingl vertraute, seine Fusslapfen nur im
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1M
Gefuhl besserer Ueberzeugung verliess and dessea irrige Be-
hauptungen aus dem ihm reichlicher zufliessenden Vorrathe
jeuem nicht zuganglicher diplomatischer Zeugnisse zu verbes-
sern suchte, kann dem sonst selbststandigen und tuchtigen
Historiker nicht zu so grossem Vergehen angerechnet wer-
den, als Hellbach gethan hat, vorzuglich wenn wir ans des
eigenen Gestandnisses desselben erinnern, dass er seinem
achtbaren Vorganger in jeder Hinsicht unendlich viel zu ver-
danken habe.
Dieses erwagend, and die Leistungen beider sorgftltig
mit einander vergleichend, kann man nicht in Abrede stellen,
dass Sagi liar's Arbeit vor der des Jovius manche wesentliche
Vorzuge besitzt, die er ihr wohl noch in hoherem Grade ver-
liehen haben wurde, wenn es ihm verg6nnt gewesen ware, sie
vor dem Drucke wieder durchznsehen and einer nochmaligen
Prfifung zn unterwerfen. Dabei durfen wir aber anch die
Mangel nicht verschweigen , welche ein auftnerksamer nnd
gefibter Blick an Sagiltar's Buche enldeckt, wohin wir beson-
ders rechnen, dass die in grosser Zahl in dasselbe aufge-
nommenen Urkunden nicht immer anmittelbar aus den Ongi-
nalen in den Gothaischen und andern Th&ringischen Arcbiven,
in der jetzt in der Jenaischen Universitatsbibliolhek nieder-
gelegten, der aus Polykarp Leyser's Nachiasse dem Archive
zu Wolfenbuttel einverleibten Sammlung etc., sondern gemei-
niglich aus filleren oder neueren Copialbflchern , z. B. des
Klosters Georgenlhal entlehnt, und dass weder diese, noch
jene mit der erforderlichen diplomatischen Treue und PQnkt-
lichkeit abgeschrieben und wiedergegeben sind. Derselbe Tadel
trifft auch die ubrigen, von ihm benutzten Handschriften, na-
mentlich Conrad Ho lie's thflringisch-erfurtische Chronik de-
ren daraus mitgetheilte Abschnitte sehr nachlassig gedruckt
sind, wie meine, als XXXII Publication des litterarischen Ver-
eins zu Stuttgart 1854 erschienene Ausgabe beslfitigen kann.
Ueberhaupt pflegte Sagittar sich nicht strong an die
eigenlhumliche Schreibart und Orthographic solcher Denkmale
des Mittelallers zu binden, sondern der zu seiner Zeit ublt-
chen zu folgen.
Wir schliessen mit der aus langwieriger Erfahrung er-
zeugten allgemeinen Bemerkung, dass ungeachtet glucklicher
Bestrebungen einiger Geschichtsforscher der Neuzeit, dunkle
Punkte der Gleichischen Geschichte aufzuhellen, ein grQnd-
liches, umfassendes und dem gegenwfirligen Standpunkte der
historiscben Wissenschaft vollig entsprechendes Werk noch
immer tiefgefuhltes Bedurfoiss ist, welches man nicht durch
Hellbach und J. Hasemann, den Verfasser des Artikels:
Gleichen in Ersch und G ruber's allgemeiner Encyclopadie
der Wissenschaften , I. Section 69. Tbeil S. 227—315., als
befriedigt betrachten kann, da beide nur hdchst selten Rrgeb-
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107
nisse eigener Forschungen bieten und meist ohne gehdrige
Auswahl das von Sagillar mQhsam Aufgespcicherte in unge-
niessbarer, fast eben so geschmackloser Darstellung, nicbt
ohne neue Missgriffe und Irrthumer, wiederholen.
A n se e i g e.
Bibliographic des principaux ouvrages relatifs a l'amour,
aux femmes, au manage, indiquant les auteurs de ces
ouvrages, leurs editions, leur valeur et les prohibi-
tions ou condamnations dont certains d'entre eux
ont ete l'objet, par M. le C. d'l*** Paris, J. Gay.
1860. 8«.
Ce catalogue, le premier, k ce que nous croyons, qui se
soit attache a la sp6cialite curieuse qn'indique son litre,
forme un volume de 149 pages a2colonnes, imprim6 en ca-
tactferes assez tins, et qui n'a 616 tire qu'a 300 exemplaires.
Nous avons lieu de croire que le nom de Mr. le C. d'l***,
indique sur le frontispice, est un pseudonyme, et que I'ou-
vrage est le fruit des recherches de divers bibliophiles pa-
risiens. U est divis6 en plusieurs chapitres: Th6ologie, Ju-
risprudence, Sciences (Morale, mgdecine, Gi) , Literature
(Poetes Arabes, fran^ais, Strangers; theatre; romans et nou-
velles, fac6ties), Histoire, Aroh6ologie.
On ne s'est pas born6 a une s&che Enumeration de li-
tres; on a joint a un grand nombre d'articles des details et
Jarfois des citations. Nous nous contenterons d'indiquer,
peu pres au hasard, le Zombi du grand Hrou (pag. 76%
petit volume imprime en 1697 et k regard duquel un ing6-
nieux academicien, Charles Nodier, a en 1828 publte quel-
ques pages qui ont mis au rang des curiosites bibliograpbi-
ques ce livret mal ecrit et jusqu'alors fort oublie. Divers
passages en vers et une analyse de cette narration sont in-
serts dans le catalogue.
Nous allons transcrire, comme echantillon, et en y
joignant parfois de courtes indications bibliographiques, ce
qui concerne des ouvrages assez peu connus.
Les Aphrodites ou Fragments, par l'auteur de Felicia
et de Monuse (Andrea de Nercia), ouvrage licencieux. Les
Aphrodites sont une association de personnes de deux s6-
xes, association qui n'a d'autre but que le plaisir. Des
femmes de la cour, des abbes, des princes, de riches etran-
Sers, des ci-devant religieuses, paradent dans ces tableaux,
aas ces dialogues tres spirituellement Merits. C'est en un
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mot, un des ouvrages les pins remarquables en son genre,
mais il est pea connu, car il est presque introuvable, ettris
pea d'amateurs Font vu. II n'a paru k notre connaissance,
dans aucune vente. II porte la date, de Lampsaqae, 1793,
et forme 8 parties petit 8°, de 88 pages et une planche cha-
que. Ces 8 parties se relient en un on deux volumes. Les
figures sont libres et finemenl gravees. Nous croyons qu'il
a paru en Allemagne un ouvrage en 4 volumes intitule les
Aphrodites, mais ce n'est pas 1 ouvrage de Nerciat, c'est un
recueil comprenant Necrion. Clean, Margot la ravaudeuse,
I'Histoire du prince Apprius.
Acadtmie galante, Paris, 1681, 1684. s. 1. (Hollande k
la SDhfere). 1682, Amsterdam, 1708, 1710, 1711, 1731, 1732,
1740, 1790, 2 parties, petit in 12. Cadre ingenieux est dont
on aurait pu tirer un meilleur parti que l'auteur (inconnn)
de cet ouvrage. Une societe de sept personnes, y compris
la maitresse de la maison, trois demoiselles et quatre cava-
liers, se ressemble a Paris, et se constitue en une academic
ayant pour objet de decider de tout ce qui ressort de la ga-
lanterie el de lire et d'examiner les ouvrages galants. Mai-
heureusement les slatuts de cette Acad6mie sont ridicules, et
les histoires qui y sont racont6es ne sont gufire interessan-
tes. Dans sa preface, l'auteur avertit le lectenr que l'Aca-
demie dont il s'agit n'est point une facetie et que les per-
sonnages qui en ont drasse les statuts sont dessines d'apr&s
nature.
De la Beauti. Discours divers, avec la Paulegraphie
ou Description des beautez d'une dame tholozaine, nommee
la Belle Paule, par Gabriel de Minut, Lyon, 1587, petit 8°,
141 fr. vente Crozet. Paule de Viguier etait si belle, dit
son biographe, que sa presence dans les rues de la ville,
faisait une 6meute, tout le peuple s'impressait pour la
voir. Ce livre, publie du vivant de la personne qu'il con-
cerne, pourrait inspirer des doutes sur la vertu, car toutes
les perfections de son corps, sans en exceptor une seule, y
sont minutieusement decrites. L'auteur, parlant d'une femme
3u'il repr6sente comme tres chaste, affronte sans management
es details tres scabreux. On a peine k comprendre com-
ment ce livre a eu pour editeur la soeur de celui qui I'avait
compost, Charlotte de Minut, abbesse du monaslfere de Saint-
Claire de Toulouse, qui l'a dedie a la reine Catherine de
Medicis. (A la venle Renouard en 1853, un exempl. de la
Paulegraphie a 616 pay6 260 francs; Mr. Leroux de Lincy
a donne dans le Bulletin du bibliophile de Techener, 1849,
pag. 83—96, une notice Vendue sur cet ouvrage. Voir aussi
le Bulletin du bibliophile beige, t. III. p. 422 ; et la note de
catalogue Aime-Martin, 1847, p. 847. La Biographic Uni-
verselle t. 74, p. 116, a consacre un court article k Gabriel
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de Miout. La Belle Paule est l'objet d'une notice dans la
Revue du Midi, mars 1836, mais il n'y est pas fait mention
de la Paulegraphie, circonstance qu'explique la raret6 de ce
volume.
Kin Ping Mei (ce litre fait allusion aux trois principa-
ls heroines de ce roman). Roman chinois dont 1'edilion
forme 3 volumes in 4° avec 100 gravures (une k chaque
livre) represenlant les principales scenes de ce recit. Un
exemplaire a 616 pay6 176 francs a la vente Klaproth en
1840. Sous le rapport litt6raire ) les Chinois regardent le
Kin Ping Mei comme un chef d'oeuvre. C'est Phisloire d'un
riche droguiste et de ses intrigues amoureuses. Toute une
compagnie d'hommes el des femmes y est presentee dans
les different rapports de la vie sociale, et on les voit pas-
ser successivement par toutes les situations que Thomme ci-
vilis6 pent parcourir. La traduction d'un pareil livre rendrait
superflu tout autre ouvrage sur les habitudes des Chinois;
malheureusement il renferme trop de passages licencieux
pour que nos savants osent l'enterprendre. Les scenes qui y
sonl decrites sont d'une nature telle que l'empereur Khan- hi
lanpa un d6cret de prohibition contre Touvrage lorsqu'il pa-
rut pour la premiere fois en 1695, circonstrance qui, du
resle, n'a fait qu'accroitre sa c616bril6, et le faire recherche
davantage. Le frfere meme de Tempereur qui venait de lan-
cer ce d6cret en fit une traduction en langue mantchoue (gin
Phink Mei bit Khe) traduction qui pour la beaul6 du style,
ne le cede rien, dit on, a Touvrage original.
Les Milles et une nuits, contes arabes .... Le texte
original a droit de figurer parmi les 6crits licencieux; les
traductions en langues europeennes n'en donnent qu'une idee
fort incomplete. On lit dans la relation du Voyage en Afrique
du lieutenant Burton, cit6 dans la Revue britannique qu'un
cinqui6me an moins de Touvrage est absolument impossible
a traduire, et que Torientaliste le plus audacieux n'oserait
point rendre litt6ralement les trois quarts du reste. On y
voit les dames de Bagdad s'asseyanl sur les genoux d'un
portefaix et se livrant a des plaisanleries qui feraient rougir
le plus effronle des Europeens. La traduction fran?aise de
Galland ne comprend que le quart environ du recueil et les
rtcits libres en ont 6(6 exclus. La publication integrate du
texte arabe a 6(6 interdile, il y a quelques ann6es a Saint-
P6tersbourg. On dit que la traduction allemande de Weil,
Stuttgart, 1837, est la plus fid61e de toutes.
Formulaire fort ricriatif de tons contrats, donations,
testaments, G. (aid par Bredin le Cocu> notaire rural, etc.
(par Benoit du Troncy), Paris, 1590, 1615; Lyon 1591, 1594,
1602, 1603, 1610, 1617, 1618, 1627, in 16, 76 fr. vente No-
dier. R6imprim6 par Mr. Breyhot du Lut k Lyon en 1846,
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gr. in 12 a 50 exemplaires. Facelie amusante et spirituelle.
On trouve dans ce volume une espece de farce intilulee:
Colloque de I'origine et naturel des femmes, auquel sont
inlroduits Maitre Jean Coquillard, maitre Pierre Lesaye et
maitre Francois Baudichon, lous trois noiaires ruraux au
royaume d'Utopie. Coquillard est veuf, mais bien qu'il vive
avec une mercenaire itrangere, il preffere une femroe legi-
time et il veut se remarier. Baudichon et Lesaye cherchent a
Ten dStourner et la debilent force lieux communs conlre les
femmes. Coquillard avoue qu'on lui dit de grandes choses y
mais il a son parti pres et il veut se remarier. Les autres
le quittent en se moquant de lui. On peut consulter sur ce
livre et sur son auleur une note de M. Pericaud dans la Bi-
bliographie de la France, 1821, p. 442, le Dictionnaire des
anonymes de Barbier, n°. 6813, la Biographie Universelle,
t. 46. p. 585 et les Archives historiques du tihdne, torn. III.
V. et VI.
Monuments de la Vie privie des douze Cisars d'apres
une suite des pierres et medailles gravees sous leur rigne.
Monuments du culte secret des dames romaines d'apres une
suite de pierres gravtes. Caprie en Rome (Nancy. Leclerc)
1780, 1782.
Destruction ordonnee par arrfet du 19. Septembre 1826 a
cause des gravures libres que Touvrage contienl. Voir, dans
le catalogue de la vente M. faite par l f Alliance des Arts en
1846 N° 1454 pour la difference qui presentent di verses editions.
Voir aussi Noel, collections lorraines, p. 787.
Les deux ouvrages qu'on vieul d'indiquer n'gtant sans
doute a la portee que d'un fort petit nombre de nos lecteurs,
nous croyons devoir leur emprunter les details qu'on y trouve.
D'Hancarville etait un chevalier d'induslrie instruit et spirituel,
dont le veritable nom etait Hugues et qui se fit appeller ega-
lement le comte de Sainte Elme, le comte de GrafTeneck, de
Lenoncourt. On lui doit plusieurs ouvrages sur Farcheologie et
sur la mythologie ; ils sont fort usiles aujourd'hui.
L'imprimeur Leclerc qui avait imprime deja les Elegantiae
latini sermonis du pseudo-Meursius fut mis a la Bastille,
mais les officiers du regiment du Roi, en garnison a Nancy,
le prirent sous leur protection et lui firent rendre la liberty.
Plusieures repressions des deux ouvrages dont nous avons
transcrit les litres onl eu lieu. On remarque celle qui porte
au frontispice: de iimprimerie du Vatican ] elle differe sensi-
blement de la premiire ; beaucoup de notes sont ajoulees, I'or-
dre du chapitres est completement chang6; les figures du culte
secret sont plus grandes, plus detaillees.
Un certain nombre d'ouvrages allemands figurent dans le
catalogue de M. le C. d' /*** mais leur enumeration pour-
rait etre bien plus complete. Nous reparlerons d'ailleurs peul-
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Ul
(tre de cette publication qui n'est qu'an essai, mais qui a
d6ja vivement pique, a ce qu'on assure, Indention des bi-
bliophiles fran^ais.
Bordeaux. Q m Brunei.
Hans Sachsens Gedichte.
Eine Bibliographic
von
Emil Weller in Zurich.
(Fortseiiung.)
64. — Der gul Hirt vnd bofs Hirt, Johannis am zehenden
CapiteL o. u. J. (Nurnberg, Guldenmund c. 1530).
Folioblalt mil Holzsch. — In Golha. Bei Becker.
Jefus fprach zu des Volkes fchar elc.
65. — Ein erfchrockliche Hiftory von einer Kunigin aufs Lam-
parte. Antony Formfchneider zu Franckfurdt o. J. (1536).
Folioblalt mil Holzsch. 102 Verszeilen. — In Zurich
(Stadlbibl.)
In der Lamparter Chronica
Lefs wir wie in Lamparlia
Ein kun mutiger Konig fafs etc.
66. — Ein klaglich Hiftori der Liebe. H. Guldenmundt (in
Nurnberg c. 1530). 8 Bl. 8. mil Titelholzsch.
Man liA in Cento Nouella
Wie das vor zeyten faffe
Ein Kfinig in Cecilia etc.
67. — Ein fchdn Hiftoria von dem Neidigen vnd dem Geizi-
gen. o. 0. u. J. 4.
68. — Eine fchdne vnd hofliche Hiftori, von der Ehebrecher
Bruck, welche Kunig Artus, zu Britania, Auff verborge-
nen klugen Ralhfchlag, dels kunflweifen Virgiiii, vmb
argkwohn wegen, der Kfinigin feiner Hausfraw Mit aller
Zuegehor, gantz wunderbarlich geziert, erbawen laflen.
Am Ende. Gedruckt zu Nurnberg, bey Hans Wolff Gla-
ser o. J. (c. 1580). 2 Folioblatter mit Holzsch. von J.
Amman. — Abged. bei Becker, J. Amman S. 160.
Vor Zeyten ein mechtiger Konig was
Artus genandt, derfelbig fafs etc.
69. — Eyn wflnderliche Hiflorij, vn einem Bitter aufs Franck-
reich. Gedruckt zu Nurenberg durch — (abgeschniUen).
Folioblalt mit Holzsch. 130 Verszeilen. — In ZQrich
(Sladlbibl.)
Horl zu ein wunderlich gefchicht etc.
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70. — Drey fchdner Hiftorij: Von dreyen Heydenifchen mor-
derifchen Frawen. 1540. Am Ende: NQrnberg bey Halis
Wandereifen. 4 Bl. 4. — In Berlin.
Man finl haidnifcher Weyber drey
Sind durch jr wultent mdrderey
Inns fchenllicher gedechlnus blyben etc.
Drey fchdner Hiflori, Von dreyen Haydnifchenn mor-
derifchen Frawen. Nurnberg, P. Fabricius. 1553. 4.
71. — Anzeigung, wider das fchnod lafter derHurerey. Nurn-
berg, Hans Wandereifen. 1540. 4 Bl. 4. — Ira Germ.
Museum.
Anzeygung, wieder das fchntid Lafter der Hurerey.
Mehr der Sabbathbrecher. NOremberg, G. MerckeL
1553. 6 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg.
Das funff vnd zwenlzigfl numeri etc.
72. — Sanct Jacobs Lied , Chriftlich vergebeffert. Ein ander
lied, Sanct Chriftoff du vil heyliger man, verendert vnd
Chriftenlich corrigiert. Chrifte warer Sun Gottes fron,
des lob wir ewig preyfen. Am Ende: H. Guldenmundt
(in NQrnberg c. 1530). 4 Bl. 8. mit Titelholzsch. — In
Weimar. Das zweite Lied ist von H. Sachs. Wacker-
nagel, Bibl. d. Kirch. S. 80. Abged. in dessen Kirchenlied
S. 173 ; das erste S. 366.
Sanct Jacobslied, Chriftlich gebeffert. Noch ain ander
lied, Sanct Chriftoff du vil hayliger man, verendert,
vnd Chriftlich Corrigiert. Am Ende: Augfpurg, Hans
Zimmermann o.J. (c. 1540). 4 Bl. 8. — In Munchen.
Wackernagel, Bibl. d. Kirch. S. 157.
73. — Inhalt zweyerley Predig, Jede in einer kurzen Summa
begrifen. 1529. o. 0. (NQrnberg, Gnldenmund). Folioblatt
mit kleinem Holzschnilt. — In Gotha. Bei Becker.
Ir Kinder Chrifti merckt vnd hort etc.
74. — Ein yder trag fein joch dife zeit mit gedult. NQrnberg,
Frid. Peypus. 1554. 4 Bl. 4.
75. — Die Judith mit Holoferne, ob der Belegerung der ftatt
Bethulia. o. 0. u. J. (NQrnberg, Guldenmund c. 1530).
Folioblatt mit Holzsch. — In Gotha. Bei Becker.
Nachdem als Nebucadnezar
KOnig in Aflyrien war etc.
Die Judit mit Holoferne, ob der belegerung der Stat
Bethulia. Nurnberg, F. Gutknechl. 1554. 4 Bl. 4.
mit Titelholzsch. — In NQrnberg.
(Fortsetzung folgt.)
Veranlwortlicher Redacteur: Dr. Robert Neumann.
Verleger: T. O. Weigef. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEUM.
titftfrift
fttr
Bibliothekwissenschaft, Ilandschpiftenkunde und
altere Litteratur.
Im Vereine mit BibJiothekaren und Litteraturfreuuden
hera usgegeben
▼ on
Dr. Hobert Naumann.
As 8# Leipzig, den 30. April 1861#
Die erste deutsche Synonymik.
Von
Jos. Maria Wagner in Wien.
Unter dieser Ueberschrifl hat A. H. Hoffmann von Fal-
lersleben im ersten Bande seiner 'Findlinge. Zor Geschichte
deulscher Sprache und Dichlung' (Leipzig 1860), S. 75—79
Auszuge aus der altesten gedruckten deutschen Synonymik
mitgetheilt. ') Ich kenne aber eine handschriftliche, die
wol noch um hunderl Jahre alter ist. Sie befindet sich im
Melker Codex No. G. 3. (Papierhs. in 4°. aus der Milte des
XV. Jahrhunderts), Thl. I, S. 736—753. Der grdssere Theil
des Wdrterschatzes gehdrt der juristischen Terminologfe an
und man wurde die Arbeit des Rechtsgelehrten daran erken-
nen, auch wenn der ubrige Theil der Handschrifl meist aus
Urkunden (deutschen und laleinischen, meist aus der Zeit
Karl's IV.), Briefformeln, Titulaturen, EingSngen und Schlussen
1) Ihr Titellantet: 'Synonyma. Das ift, Mancherley gattungen Deut-
fcher worter, [o im Grand einerley bedeutung haben. Allen Predigern,
Schreibern vnd Rednein zu dienft colligiert vnd zufammengetragen. Durch
Jacoben Schopper Priefter Gedruckt zu Dortmund durch Mel. Soter.
1550/ Die synonyma sind darin nach lateinischen Schlagwdrtern gereiht.
Vier Jahre spacer erschien bereils in Niirnberg eine zweite Sammlung :
'Synonyma oder Formular, wie man einerley Meinung auf manche Art
und Weife Toll aussprechen fur die ungeubten Schreiber geftellet,' welche
der Stadlschreiber Leonhard Schwarzenbach zu Orlenau in Krancken
veranstaltete.
XXII. Jahrgang. 8
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von amtlichen Sendschreiben u. dgl. bestiinde. Trotzdem ist
das Ganze nicht uninleressanl fur die Geschichte unserer Spra-
che, wie schon die nachfolgenden Proben zeigen werden. l )
Hie'hebent fich an dye SyHonima, durch die man
wolgezierte geblompte Rdd vnd colores der hoff-
lichen kunft Rethoriken forroiren mag.
Mifshellung irrung fpenne vehe gepreht vrlovge grem zwi-
hertzung.
Ainhelligklich ainmundigklich einmuttigcklich mil ougen-
weiten (?)
Gewonheit fitt lantloffig alter herkommen herpringang.
Grofslich mercklich fwarlich mater hoch(?) vberfchwenck-
lich.
Beherczenheidt bekeckheidl manheidt k&nheidt.
Raub mord brand nam befchedigung plutvergieffung vnter-
truckung vertillgung nyderlegung abnemung.
Gefaczt geltompt genemptt gefchaffen gepotten zugefchriben.
Fred wolluft wun wolgemSt frolich frolocken Jubilieren er-
frewen frofingen.
Lob ere zier lemwat (liumel ?) frumckheit.
Dheinlay kein einich ancherlay icht.
Vngeftomlicher fchedlicher fraifTamer greylicher angftli-
cher vnuerAragenlicber fnoder.
Sel fyn entpfindung vernunfft entrichtung gem&t gedachtnufz
bertz fantaseu begirlichkeil wiile gepildung.
M o r d e r durchachter vernichter peinlicher wutricher fchacher
vbeltelliger zucker nachtdieb flaifchverkauffer.
Vbertrefflicher vberfcbwencklicher vberhochler erheptler.
Verhengen jnfeczen gabigen gewaltigen.
Grober hertfynniger rudifcher efzlicher waldefzlicher ge-
pawrifcher vilcziger paur ackerman pawman mair.
Scheint flrallel gleiflel gliczett pliczgeet ieucbt clartdurch-
scheint durchsichtett
Samlung puntnufz horr reifigerzug conuent mengy yolck
concily gemain pouel.
Gibt gabigolt gemiltigett eignet erpewt.
1) Dafs unserem Juriften uber der etwas harten sprache der kam-
mergerichtlichen Resolutionen der galante Styl der * buolbrievel! n ' nicht
abhanden gekommen war, zeigt eine blumenlese solch susser Redens-
arten, die er auf S. 647 eingetragen hat; auch daraus einiges zar Probe:
Mynnecliches frevdenreiches inprinstiges wollufliges fuptilles — kindt;
holdfaliges raines zuchtiges woltSuiges — wefen; Vnwandelparliches wol-
geschicktes wolkundiges zarttes wipliches tugentriches — hercz ; froden-
reiches mynnenriches mynbegerndes adenliches wolgeftaltes — weib;
wolgecziertes wolbefchaides troftliches fufsfrodenreiches — frawlin ; zier-
liches tobliches allerliebftes herczliebfles furgekrontes vbertreffenliches
farnames furpuntliches — hertz.
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US
Getddtt ermort flaischgehackt erflochen tempfit mangfchlacht
droiTelt erwurgtt hals zwingen.
Alt gewooter gejart gargeallet fibenzigjariger langlebiger
zeitliger fechczigjaricher allftendiger.
Trager abloffiger flaffiger verdroszenlicher vnrdfcher vber-
gefchickler menfch.
Verpirgt beflnftertt verplennt getocknett [lougent] verfleppt.
K rum men piegen pognen knupiegen fchmiegen.
Einhellen widerhellen pullen ruffen kurren wifpilln laulen
fingen.
Krieg kempf parratt durnieren vachung veltzug herfarll.
Loiter bub gauch gagler tifchpfeiffer freyhart farnder fchu-
ler camiffirer ') lecker pfcheifler betrieger hurenfun banch-
hart raffeler fpiller fcholderer fuller fawffer hurenfuter
berntreiber kuppler padreiber hencker hundfchlacher
frawenwirt blaczmaifler rauber zucker schaczer dieb.
Expliciunt Synonima pulcherima perlinencia
ad Rethoricam facienda (sol) pulchros colores ic.
Thomas Anshclm von Baden.
Von
Jog. Maria Wagner in Wien.
Thomas Anshelm von Baden hatte ldngst die Aofmerk-
samkeit unserer Bibliographen erregen sollen. £r war als
Dracker thatig in Slrassburg, Pforzheim, Tubingen und Ha-
genao seit 1488 bis in das zweite Jahrzehnd des 16. Jahr-
hnnderts. Mit mehreren der ausgezeichnetsten Manner des
oberrheinischen Humanistenkreises muss Anshelm in freund-
schafllichem Verkehr gestanden haben, so mit Wimpheling,
mit Bebel, mit Reuchlin, wohl auch mit Melanchlhon in dessen
TQbinger Periode. Seine vielen Ausgaben ihrer Werke sind
hubsch, ja prachtvoll ausgestattet und zahlen zu dem schOn-
sten was aos den OfBcinen des anbrechenden 16. Jahrhunderts
hervorging. Erst in neuester Zeit ist durch Lempertz (in den
Bilderheften zur Geschichte des deuischen BQcherhandels,
I860, Heft VIII) auf den merkwurdigen Mann wieder hinge-
wiesen worden. In dem nachstehenden Verzeichnisse habe
1) Camiffirer hi ess en auf Rotwelsch die fahrenden Scbolaren,
welche allerlei Betrug an den Bauern ausubten. vergl. den Liber Vaga-
torum im Weiroarischen Jahrb. IV, 82. Das Wort begegnet noch spSt:
'etlich die seind hoch daran, practicieren heimlich and verborgen nigro-
maDciam, als campifi erer, die komen aus dem Venusberg und haben
ihr kanft getauft iiu Veltliner und haben mit dem bruder Eckart mellin
betet und mit dem Danhaufer ein blutwurft geffen ' Paracelsus, chirurg.
Schrift. (Strasb. 1618), S. 332b.
8*
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116
ich es versucht, ein Gesammtbild seines Wirkens zu entwer-
fen, indem ich alles, was ich bei den alleren Bibliographen
zerstreut verzeichnet fand und was sonst zu meiner Kenntniss
gelangte, zu chronologischer Uebersichl zusammentrug. Ich
darf nicht hoffen, dasselbe uber die grdbsten Urorisse hinaus-
gebrachl zu haben, aber leichl werden Kundigere und zu sol-
cher Arbeit besser Ausgerustete die feineren Lineamente hin-
zufugen und was mangell erganzen. Bei vielen Nummern
mussle ich leider einzig den oberflachlichen Angaben alter
Bibliotheks- und Anliquarkataloge folgen und diese vor alien
sind sorgfaltiger Nachforschung bedflrftig. Ffir die genauen
Beschreibungen aus Schweizer Bibliotheken, namentnch aus
der reichen Zurcher Stadtbibliolhek bin ich der unermudiichen
Gefalligkeil des Herrn Erail Weller verpflichlet.
Der alteste nachweisbare Druck Anshelms sind die Evan-
gelia mit der Gloss, die er ira Januar 1483 zu Strassburg
herausgab. Dass er hierauf durch zwdlf Jahre aus den An-
nalen der Typographic ganz und gar verschwindet und erst
im Jahre 1500 plotzlich zu Pforzheim wieder auftaucht, ist
ein rathselhafler Umstand, der zu einlfisslicher Untersuchung
aufforderl. In Pforzheim blieb Anshelm bis ungefahr Marz
1511. wie das Datum des Vocabularius cura Altenstaig, 2. Ausg.
(Nr. 2) ausweist, der wohl zu seinen letzten dorligen Drucken
gehort. Von Pforzheim wandte er sich nach Tubingen and
datirt von dort bereits seine im Juli 1511 vollendete Aus'-
gabe von Bebel's comment. Epistola CNr. 31). Vielleicht
war es Bebel, der ihn veranlasste dorlhin zu kommen, je den-
falls mochte er in der Universitatsstadt besser seine Recti-
nung finden, als in dem vom litlerarischen Verkehre fernab
liegenden Pforzheim. In Tubingen muss Anshelm auch die
Bekanntschaft Herzog Ulrich's von Wurtemberg gemacht ha-
ben, der mehrere seiner Ausschreiben von ihm besorgen liess.
Sicher geschah es aus Vorliebe fur den Herzog, dass er des-
sen Namen auf die Tilel mehrerer seiner damaligen Unter-
nehmungen setzte; „Sub illustri Principe Udalrico Virtenper-
genfi u (Nr. 40, 47, 57), was sonst nicht seine Gewohnheil
war. Im Jahre 1517 endlich wechselte Anshelm zum lelzten-
male seinen Aufenthalt. Er siedelte nach Hagenau uber, wo
er sich schon seit langerer Zeil eine zweite Druckerei ein-
gerichtet Reuchlins de Arte cabalistica libh HI (Mense Martio
1517. Nr. 58.) sind das lelzte was er in Tubingen druckte,
aber bereits vom November 1516 finden wir einen Druck, die
drilte Ausgabe des Dialogus Mythologicus (Nr. 40), mil dem
Datum Hagenau, noch im selben Jahre erschienen ebendort
die Teutsch Evangeli und Epistel, die er im Verein mit Jo-
hannes Alberti ausfGhrte fNr. 50), und im Januar 1517 die
zweite Ausgabe der Ars versificandi von Bebel (Nr. 56). Die
letzten Drucke, welche sich mit Sicherheit als Anshelmische
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lit
nachweisen lassen sind von 1521. Die Opera Fulgentii item
Maxentii 2. Ausg. (1526, Nr. 85) erschienen wohl erst nach
seinem Tode, oder es mussle eine zweite grosse LGcke in
seiner Thatigkeit und darauf pldtzliches Abbrechen angenom-
raen werden. Ich bin der Meinung, dass Anshelm im Jahre
1522 gestorben ist, und Johannes Secerius (wie es scheinl
schon seit 1518 mil Anshelm in Verbindung, vergl. „Hexasti-
chon Job. Secerius Lauchen.", Nr. 68) seine Druckerei uber-
nahm. Wahrscheinlich isl auch bereils der Nachdruck von
Luther's Schrifl An die Radherrn (1524. Nr. 00) von diesem.
Ich kenne zwei Drucke von 1523, auf denen sich Secerius
nenntund die wohl zu seinen allerfrQhesten gehdren: Eobanus
Hessus, Ecclesi© afflict© ad Lutherum („Haganoae, ex Nea-
cademia Seceriana"), und: Luther, Ordnung und Bericht wie
es furterhin mit ihenen so das Sacrament emphahen gehalten
soli werden. Typenvergleichung, die ich leider nicht anstel-
len kann, da mir nichts von Secerius zur Hand ist, wurde
die Sache bald in's Klare bringen.
Mehreres druckte Anshelm mit Anderen (Joh. Alberti Nr.
60, 61) oder auf Bestellung fremder Verleger (Knobloch,
Nr. 75, 76; Koberger, Nr. 85). Was zu Pforzheim und Tu-
bingen in den beiden ersten Jahrzehnden des 16. Jahrhunderts
ersohien, darf ihm unbedingt zugeschheben werden, auch wenn
es nichl seinen Namen tragi, es druckte kein anderer dort
zu jener Zeit. Seine, besonders in der Hagenauer Zeit ge-
brauchte Titeleinfassung ist daran erkennbar, dass auf der
nnteren Leiste vier nackte Kinder ein fiinfles fortzerreo. Die
Lettern sind denen des Strassburgers Joh. Pruss ahnlich.
Anshelms Chiffre besteht in einem verschlungenen TAB (Tho-
mas Anshelmus Badensis), weiss auf schwarzem Grunde.
1. Ewangelij mit der glos vnnd Epistr teulfch, liber das
gantz iar allethalbe darbey der anfang : der pfalm : vnnd
die collect ainer yedliche mefss nach ordnfig der criften-
lichen kirchen. — Am Ende: Ewangelia vnd Epistel mit
der glofs auch Anfang der Mel's, darbey Pfalm vnd Col-
lect durch Thomam Anfshelm von Baden gedruckt vnd
vollendet zu Strafsburg am zehenden tag des monaths
Genners Nach Christi vnfers herren geburl vierzehen hun-
dert vnd im acht vnd achtzigflen jare. — Fol. — Panzer.
Nr. 248. (Lempertz kannte dieses Stflck nicht.)
2. Vocabularius , cura Altenftaig. Phorce 1500. — Spaetere
Ausgabe: Phorce, mense Martio 1511. — Lempertz Bilder-
hefte, Jahrg. 1860. Taf. II.
3. Ein ermanung aller Furften vnd Herrn, K&nigen .... vnd
der Schwytzer widder den Durken. — Am Ende: Getruckt
zu pfortzheim 1500. 8°. Panzer Zus. S. 92.
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118
4. Behennd vnd hfipfch Rechnung vff alien kouffmanfchafften.
— Am Ende: Pfortzheim, Thomas Anfshelm. 1500. 16°.—
Ashers Catal. Nr. 61, S. 117. Der Autor diefer fchrifl
ift Johann Widmann von Eger, Meifter der fieben fr. kunfte
zu Leipzig. Die erste Aasgabe erschien zu Leipzig bei
Kacheloffen 1489 in 8°., vgl. Panzer I, Nr. 283. — Spi-
te™ Anshelmische Aoflagen sind : Behend vnd hubfch Rech-
nung vff alien Kauffmannfchafften. — Am Ende: Gedruckt
zu Pfortzheim von Thoman Anfshelm Im iar als man zalt
1508. 8°. Fruher in Rebdorf, Panzer I, Nr. 629. Danndie
ebdt. Nr. 967 verzeichnete Ausgabe: Behend und hfipfch
Rechnung uff alien kauffmanfchaften. — Am Ende: Ge-
truckt zu Hagenaw durch Thomam Anfshelm. Im iar als
man zalt 1519. 8°. 154 bez. BU. Mit Holzschn. — In St
Gallen, vergl. Scherer, St. Gallifche Handfchr. S. 83.
Nr. 35.
5. Tractatus De ruine | ecclefie planctu. — Am Ende: Im-
preflum Phortze. o. J. 8 BU. 4°. In Berlin. Hain Nr.
13031. — Neue Ausgabe: Tractatus De ruine ecclefie
planctu | Tractatus admirabilis, Vom Hand der Crifteheit |
Qui din clam delimit, wem mag es nil sein leid | Sed ad-
huc viuit dominus, Der hett vns das anzeigt | Reuixit ipfa
Veritas, Die hat sich zu vns gneigt || Am Ende: Impres-
sum Hagnoe. 8 Bl. 4°. Panzer Zusatze S. 11. Hain Nr.
13032. In Hoffmann's v. F. Besitz und danach abgedruckt
in deff. In dulci jubilo, S. 87. Nr. 35. — Von diesem merk-
wurdigen Buchlein giebt es viele Ausgaben. Eine erschien
zu Memmingen bei A. Kunne urn d. Jahr 1485, ein Olmutzer
Nachdruck von 1499 ist angezeigl im Serap. Bd. 17. S.
45. Vergl. Godeke Grundr. §. 119, 1.
6. Cato in latin durch | Sebaftianum Brant getutft. | Vdal. Ca-
rinthi. | Hue pperent iuuenes morn documeta Catonis | Car-
mine gustare. nam probitate valent. | G. S. | Laudes in-
genui nequit libelli | ... Am Ende: Impreflum Phorce. o.
J. (urn 1502.) 16 Bl. 4°. Hain Nr. 4749. — Ueber andere
Ausgaben vgl. Godeke §. 115, 2.
7. Facetus deutfeh durch Seb. Brandt. Am Ende: ImprefTura
Phorce 1502. 4°. In Wolfenbuttel, s. Deutfches Mufeum v.
1788. n. 443, wo der Tilel nicht angegeben ist. Andere
Ausgaben bei Gddeke §. 115, 3.
8. Doctor Sebaftiani Brants Traum in tutfeh. Gedruckt zn
Phorzheym 1502. in laudem Dei. 4 Bl. 4°. In Strafsburg
(Univ. Bibl.). Panzer Zus. S. 96.
9. Magnentii Rabani Mauri Opus de laudibus Sanctae Crucis,
eruditione, versu, prosaque mirificum. Forcheimii, Thorn.
Anshelmus 1503. Fol. — So angeffihrtbei Lambacher, Bi-
bliothecn antiqu. Vindobon. civica etc. (1. — einz. — Bd.,
Wien 1750) S. 131. Die Angabe Forchheims als Druck-
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orl beruht wohl auf einer WillkGhrlichkeit. Denis in s.
Merkw. d. Garell. Bibl. II. 532 Nr. 407 fprichl von derfel-
ben Ausgabe desselben werkes uod cilierl dabei ein am
Schlusse stehendes Distichon:
Est natale solum Baden : sedes mihi Phorcys.
Dicor et Anshelmi Bibliopola Thomas.
Anshelmi Thomas, scil. Alius, nichl, wie Denis meinf, dass
der Familienname„ Anshelmi" gelaulel habe!
10. ©ratio ab regent 3Jiayi | miliantl de laudibns alqs amplilu-
dle Germanie. | Nachher 17 Zeilen Inhaltsangabe. Am
Ende: Phorce. Ex Aedibus Thome Anfhelmi. | MenfeMar-
tio. H. D. IIII. — Verfasser ist H. Bebel. 96 Bl. 4°. Sign,
a— s. — In Zfirich (Stadtbibl.)
11. J. Reochlin, liber congestorum de arte predicandi. Acc. va-
ria carmina. Phorce, (Ansh. Badens.) 1504. 4°. Bulsch,
Catal. Nr. 34. S. 78. Ebdt. eine spatere Ausgabe von
1506.
12. (Hemorabiles Evangelistarum Fig.). $eraftt$on <Seba*
fttani | Brant in memorabiles euangeliftagt nguras | 3 Di-
slicha. Darauf 4 Dislichen des Jod. Gallus Rubeaquensis
und 2 Dist. von Georg Relmisius (d. i. G. Simler). Am
Ende: Ifta tibi Thomas | Badenils cognomento anfhelmi |
tradidit. 1504. — IS Bl. 4°. In Zurich (Stadt- und Kan-
tonsbibliothek). Es ist die alte Ars memorandi des Mon-
ches Peler von Rosenheim mil den 15 grossen curiosen
Holzschnitten (einer nachgebildet bei Falkenstein, zu S.
21 fg.), neu herausgegeben von G. Simler. Weigel (Sc-
rap., Bd. 17, S. 35) kennt ausser dieser noch Ausgaben
von 1502 und 1503. Ein von dem vorliegenden verschie-
dener Druck, aber ebenfalls mit der Jahrzahl 1504 und bei
Anshelm muss sich auf der ehemaligen Wiener Stadtbi-
bliothek befunden haben, wenn Lambachers Angaben ge-
nau sind. Er sagt a. a. 0. S. 68: „Monendum porro et
hoc eft, in Bibl. Fabricii Med. et Inf. Lat. T. VI p. 433
haec memorabilia Evangeliftarum adfcribi Sebaftiano Brant,
cum tamen hie nonnifi Epigramma praefixerit. Sed facile
quis falli potuit, qui tantum obiter inspexit, non vero legit
opusculum. Ab ejus enim initio legitur: „ Sebastian*
Brant Epigramma in Memorabiies Evangelistarum figu-
ras. a Nec alius opusculo titulus praeflgitur. tt — Peter von
Rosenheim erscheint im Jahre 1427 als Abt des Stifles
Melk.
13. Nation ar turn (Suangelt* | ftarum- omnia in fe euangelia-
profa* verfu * yma-|ginibufq5 q5 mirifice compleclens. | Am
Ende nach der Jahrzahl 1505 Anshelms Druckerzeichen.
18 BU. 4°. Text lb— 18a. Eine neue Ausgabe der Ars
memorandi mit denselben funfzehn Holzschnitten. Kloster-
neuburger StiAsbibliothek, Incun. Nr. 1063a. — Weigel a.
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a. 0. fuhrl ausser dieser noch Ausgaben von 1507, 1510
und 1522 an. Vergl. auch Serap. f. 1856, S. 309.
14. Ein ordnung vnd | vnderweifung, wie fich ein ieder hallen
fol vor | dem recblen. | Am Ende: Gedruckt z 11 pforz-
heym durch Thomam Anfshelm | von Baden. Im iar 1505.
Got fy lob. | Darunter das Druckerzeichen. 16 BI1. 4°.,
letztes leer. Der Text beginnt auf 2a. Sign, aij— ciiij. —
In Klosterneuburg, Incun. Nr. 1054.
15. Doctor johanns | Reuchlins tutfch miffiue. warumb die
Jude | fo lang im ellend Find. \ Am Ende: Datum inn
Wybenacht fyertagen zu einem guten feligen iar. Ad anntt
1505. | Gedruckt zu Pforlzheim. I Darunter Anshelms Zei-
chen. 6 Bl. 4°., letztes leer. — In Zurich (Stadlbibl.) und
Leipzig (Ralhsbibl.). Bei Panzer Zus. 101 ungenau.
16. (Reuchlini Rudim. lingu. hebr.) Incipium | libri | Auf der
Ruckseite. Joannis Reuchlin Phorcenfis | LL. Doc. ad Dio-
nyfium fratrem | fuum germanum de rudimentis | hebraicis
liber primus | (Capilalschrift.) 620 gez. Seiten. Fol. Das
ganze Buch geht von rechts nach links. Auf dem vorletz-
ten Blatte G. Simler's Nacbwort an Anshelm, daL Nonis
Marlijs Anno M.D.VI. Links unlen: Phorce in ®dib. Tho.|
Anshelmi sexto. Kal. | Apriles. Anno. MD.VI. (Capitalschr.)
Mitten zwischen diesen drei Zeilen Anshelms Ghiffre. \uf
der Ruckseite: Jo. Reuchlin Phorcens. Doctor | Juris. Comes
Palatinus Late | ranus Sicambrorum Legis Taci | tus Et
Sueviae Triumvir. Fride | rico. III. Imp. Ro. Infignis. (Ca-
pitalschr.) Darunter sein Wappeu mit „Ara Capnionis a .
Auf dem letzten Blatte: Finis libri | Canon | Non eft liber
legendus hie ceu c^teri | Faciem fmiAra dextera dorfum
tene | Et de ilniftra paginas ad dexteram | Quafcunq$ uerte.
qu ? latina uideris | Legito latine hebn-a fi lint insita | a
dextera legenda funt UniArorfum. | In Zurich (Stadt- und
Kantonsbibliothek), Eine neuere Ausgabe: Hagenau 1511
bei Lambacher S. 70.
17. Jacobi ffitmpfe | lingij Apologia pro Republica | Chri-
stiana. | M. Ringmanni PhileHj Telraftichon | ad Lecto-
res: | . . . . Am Ende: Phorce in aedibus Thome Ans-
helmi | I ex to Kal. Apriles. Anno M D VI. Sign, a— h, 42
Bl. 4°. Vorrede dat. Argentine curfim Ex ^dibus noftris
pridie Idus Julij. Anno M.D.V. In Zurich (Titelblatt fehlt),
dann in Klosterneuburg.
18. SRobcrti ©agutni Dc | arte metrificandi libelli. omni | bus
ad poelicam anhela | tibus tarn iucundi | q$ omnifarifij
fructiferi. | Vdal. Carinthi pro arte carminum | Hexaftichon.j
.... | G. S. | Noch 2 Distichen. — Am Ende: Impri I mi
curauil Phorce in aedibus | Thom ? Anfhelmi. Vdal. | Ca-
rinthus. | Menfe | Seplem. M.D.|VI. - Sign. A-F, 34 Bll.
4°. Widmung des Sim. Recomadoris, Secret&rs des Bisohofs
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von Xanten an s. Lehrer Gaguin. — In Zfirich (Stadt-
bibliolhek.)
19. Grammatice infiilutiones Jacobi Henrich manni Sindelfin-
gensis u. f. w. Phorce, Thorn. Anfh. 1506. 1508. 1509. in
4°. — 3acobi $enri<$manni | Sindelfingenfis grammaticae
infiilutiones | . . . . | Tubingen | o. Jahrzahl (um 1512.)
15 Bog. 4\ In der Titeleinfassung Anshelms Chiffre. Her-
ausgeber Joh. Hiltebranl. Widmung von Jacob Hen an
Bebel, da I. Tubingg ex cotubernio nru decimo kaledas
apriles. Anno, M.D.VI. Widmung des Verfassers an Kas-
par Hummel, ex Luftnoia. vii. Kalendas Manias. Anno
octauo fupra fefquimillefimum. In Zurich (Stadtbibl.).
Eine zweite Tubinger Ausgabe ist von 1515, dann giebt
es Hagenauer von 1517, 1518 und 1520, alle bei Aus-
helmus und in 4°. Auch Henr. Gran (vor Anshelm in
Hagenau) druckte das Werk oft, z. B. 1500, 1512, 1514
(4".), vergl. Panzer Annal.
20. Jacobi ©im^fclmgu I Schletftallenfis Theofophi | Oralio
de fancto ipirilu. | Am Ende: Phorce In aedibus Thome
Anfhelmi | Anno. M.D.V1I. Menfe | Maio. 8 BIL 4°. Wid-
mung Ringmann's Philefius an Phil, de Duno, daL K. Sep-
tembris. 1506. In Zurich (Stadtbibl.).
21. Caffiodorus fenator de anima | Caffiodori ad lectorem
Barbafculum | Epigramma. | .... 24 BIL 4°., letztes leer.
Am Schluss: Phorce. In edibus Thom^ Anfliel|mi Anno
M.D.VII. Menjl'e Junio. | Darunter Anshelms Druckerzeichen
mit einem fliegenden Bande auf dem die Buchstaben more.
— In Klosterneuburg, Inc. Nr. 1049 a.
22. ©ucottca Slntonit ®efcal | dini poet^ laureati & protho|
notarij apostolici. | Am Schluss: Pforc^ in ^dibns Thom^
Anshel|mi Anno. M.D.VII. men | fe Julio. | Darunter das
Druckerwappen wie vor. 26 Bll. 4°., letztes leer. In Klo-
flerneuburg, Inc. Nr. 1083 a.
23. M. Plantfch, opusculum de sagis maleficis. Phorcae 1507.
4°. Butsch 34. Catal. S. 72.
24. 3oamtt* SReud^Un ^or|cenfis Sergius uel Capitis ca | put
cum commentario | Georgij Symler. | 87 gez. Seilen, 1 Bl.
Titel, 1 Bl. mit Simlers Widmung an Reuchlin und 4 Bll.
Index in Sergij comentarios. 4°. Auf der Ruckseite des
Blaltes mit Simlers Dedication: Phorce in sdibus Thomae
Anshelmi | Anno. M.D.VII. menfe | Septembri. | Darunter
Anshelms Chiffre mit den hebr. Buchstaben. — In Zurich
(Sladlbibl.) und in Klosterneuburg, Inc. Nr. 1087. — Spa-
tere Ausgaben: 3oanni£ SRcu^tin ^5for|cenfis Sergius uel
Capitis caput | cum comentario Georgij | Simler Vuimpi-
neiis. Titelblatt, 85 gez. Seilen, 1 Bl. Widmung, auf des-
sen Ruckseite: Phorce in aedibus Thomae Anshelmi | Anno
M.D.VIII. menfe | Aprili. Druckerzeichen. 4 Bll. Index 4°.—
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In Zurich (Kantonsbibl.) — Soomttt SReuc^ltn ^tyorcen | (is
LL. doctoris celebratiffimi Serous uel Capitis caput cum
comroen | tario Georgii Simler Vuimpinenfis | 77 gez. Sei-
ten, 1 Bl. Widmung, 3 BU. Index diclionum. Auf dem
Ietzten Blatte: Tubing® in aedibus Thorns Anshelmi | Ba-
denfis. Anno M.D.XIII. | Menfe Aprili. Druckerzeichen. —
In Zftrich (Stadtbibl.) — Vergl. Grundriss §. 113, 2.
25. 3oanm$ {Rcu^lin $forcen|fis Scenica Progymnafmata, Hoc
en | Ludicra praeexercitamenla^ | Sebaflianus Brant. | 4
Distichen. Am Ende: Phorc ? in ^dibus Thom$ | Anfhelmi.
Anno. M. D. viij. — 10 BU. 4°. In Zurich (Stadtbibl.).
Aeitere und j&ngere Ausgaben (darunter Anshelmisch: Tu-
bingen 1516, 10 BU. in 4°.) bei Gddeke §. 113, 2. Zu-
sammen mil dem Sergius (Comoedi® duae) Tfibingen 1512
und 1513, beide male in 8°.
26. Bebelii opera. Phorce® in Aedib. Th. Anfhelmi 1506. 4°.
Gddeke §. 104.
27. Bebel. Opera sequentia : Triumphus Veneris libri VI car-
mine heroico conscriptus. — Hecatostichon de victoria
C®saris Bohemica. Hecatostichon contra bella civilia Ger-
manorum etc. Ex Tubinga, 1509. 4°. Butsch Catalog.
XXXIV, S. 11. Bei Gddeke $ 104 mit d. Datum: Phorcea
in ©dib. Th. Anshelmi 1509.
28. J. Wimpheling. El eg an life majores. Phorce© 1509. 4°.
Butsch Catal. XXXIV, S. 102.
29. Ein nulzlich regiment vuider die bofen Frantzofen mit el-
liche clugen fragflficken durch meifler Alexander Sytzen
zu Marckbach befchribenn. Am Ende : Gedruckt zu Pfortz-
heim in dem 9R vnd if. 8 BU. 4°. Der Aebtissin
des Kloslers Lichtenstein Elisabeth Schflttin gewidmet. —
Panzer Nr. 652.
30. Gramatic© institutes | Joannis Brassicani Tubingensis
cum | auantitalibus Bebelianis exa|mussim absolutissimis|
4 Disticnen. Am Ende : Phorce in aedibus Thome Anshelmi
Badensis. | Auno M.D.X. menfe Junio. | Druckerzeichen. 8
BU. Vorstand und 122 gez. Blatter 4°. Widmung an Graf
Job. von Salm. In Frauenfeld (Kantonsbibl.)
31. Bebelii comment, epist. Tubing©, mense Julio 1511. Lem-
pertz, Bilderhefle etc. VIII (1860).
32. Aue praeclara getutfl durch | Sebaftianum Brant. Am
Ende: Gedruckt zu Tubingen, o. J. (urn 1511.) Folioblatt
mit Holzschn. und Nolen. In Berlin (kgl Bibl.) — Wie-
dergedruckt bei Zarncke, S. 163 fg. und in Michel Vehe's
Gefangbfichlin v. J. 1537 ed. Hoffmann v. F., S. 98 und 129.
Auch bei Wackernagel, Kirchenlied S. 124. Vergl. dess.
Bibliogr. d. Kirchenl. Nr. 1071.
33. Doctor Johannfen Reuchlins der K. M. als Ertzhertzogen
zu Ofterreich auch Churffirflen vnd Ffirften gemainen bundt-
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richters ion Schwaben warhafflige entfchuldigung gegen
vnd wider ains getaufften iuden genant Pfefferkorn vor-
mals getruckt vfsgaugen vnwarhafligs fchmachbuchlin Au-
genfpiegel. (TGbingen 1511 (lurch Thorn. Anshelm. Ba-
dens.) 41 gez. Bll. 4°. Panzer I, Nr. 694.
34. H. Bebel. Opuscula varia. Tubing®, Thorn. Anshelmus.
1511. 4°. Butsch Catal. XXXIV, S. 11.
35. Angeli Politiani viri | undecunqs doctiffimi | Lamia | A. E.:
lmpreifum Tubing® in aedibus thorn® | Anshelmi Badenfis |
o. J. Cam 1512). 10 Bll. 4°. In Zfirich (Stadlbibl.)
36. Hippocrates de praeparatione | bominis ad Ptolom®nm re-
gem, nuper e greco in j latinum traductus a Joanne Beuch-
lin Pborcen | fi legum imperialium doctore. | A. E.: Anno
M D XII. xiij Kalendas Hartias. | Tubing® in edibus Tho-
mae Anfhelmi Badenfis. | Druckerzeichen. 6 Bll. 4°. Wid-
mung an Dr. Jo. Stockar von Ulm. — In Zurich (Stadl-
bibl.)
37. Babi Joseph Hyssop®us Parpi|nianen(1s iudaeorum poeta
dulciffimus ex he|braica lingua in latinft traductus a Joanne |
Beuchlin Phorcenfi legum impe I rialium doctore. | A. E. :
Anno M.D.XII. fexto kalendas Martias. | Tubing® in aedibus
Thome Anfhelmi | Badenfis, menfe Hartio. Druckerzeichen.
8 Bll. 4°. Zfirich (Stadtbibl.).
38. Ain clare verflenlnus in tutfch vff doctor Johannfen Reuch-
lins ratfchlag von den iuden bQchern vormals auch zu
latin im Augenfpiegel vfsgangen. Am Ende: Geben am
jrij. tag des mertzen, im funffzehen hundert vnnd zwdlflFten
iar. 14 Bll. 4°. (Jedenfalls zu TQbingen bei Anshelm ge-
druckt.) Panzer I, Nr. 718.
39. Joannis Beuchlini Phor|cen(is. 11. doctoris in feptem pfal-
mos | poeuitetiales hebraicos interpretatio | de uerbo ad
uerbum, 4 fuper | eisdem commentarioli fni, ad | difcen-
dum linguam hebraijcam ex rudimentis. Am Ende: Tu-
bingu® apnd Thomam Anshel | mum Badeniem M.D.XII.
Druckerzeichen. 11 Bogen in 8°. Widmung an Jacob Lemp,
dat. Stutgardi® Kaledis Sextilibns Anno M.D.XII. I Als
Anhang folgt auf 10 Blfittern: Septem pfalmi poenitetiales
hebraici | cum gramaticali tralatione latina | (So das Titel-
blatt). Diese Uebersetzung von rechts nach links. — In
ZQrich (Kantonsbibl).
40. Dialogus mythologicus Bartolo|Iomei ColonienHs dulcibus
iocis , iucundis salibus , | concinnirqs fententiis refertus,
atq3 dilig§ter | elaboratus | M. G. Konitz diAichon | Hinc
fugiat rigidi qui laudat uerba Catonis | Hie iocus 4 rifus,
nil nifi l®ta patent | Quorundam uocabulorum difficilium
explanatiojnem in calce libelli inuenies | Am Ende: Tu-
bing® in aedibus Thome Anshelmi Baden | Us. Anno M.D.XII.
Menfe octobri Sub | illnftri principe Ydalrico Yirtenber-
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m
genii. | Druckerzeichen. Sign. A— E, 26 B1L 4°. Des Bar-
thol. Dialogus ist datirt ex Dauetria fexto Idus Julias 1496.
Die Widmung des Georg Adelbert Witchin an f. Valer Anion
pridie Idus menfis Junii 1504. — In Ziirich (Sladtbibl.). —
Bei Butscb Catal. XXXIV, S. 10 sind Ausgaben von 1515
und 1516 angefuhrt, letztere auch bei Lempertz VIII roit
dem Datum Hagenoe, Mense Novembr.
41. Picus Mirandula. Stauroftichon h. e. carmen de mysteriis
dominicae crucis uuper in germaniam delapsis. Tubingae,
Th. Anshelmus, 1512. 4°. Butscb Cat. XXXIV, S. 72.
(Schluss folgt.)
Hans Sachsens Gedichte.
Eine Bibliographie
von
Emil Weller in Zurich.
(Fortsetzung.)
76. — All Romifch Kaifer nach ordnung, vnd wie lang yeder
geregiert hat von dem erften bifs auff den yetzige grofs-
mechtigften Kaifer Carl. Nurnberg. 1530. 12 Bl. 4. mil
Bildniffen von W. Refch u. A. — In Berlin, Wolfenbuttel
und im Germ. Mufeum.
Al Romifch Keyfer nach ordnung, vnd wie lanng yeder
geregiert hat, zu welcher Zeit, was Alien der gehabt,
vnnd was Todes er geltorben fey, von dem erften
an, bifs auff den yezigen grofsmechtigiAen Keyfer
Carl etc. Anno domini. 1531. Am Ende: Gedruckt
zu Wienn in Oefterreych Im. 1531. Jar (durch J.
Singriener). 8. — In Wien. Denis, Wiens Buch-
druckergescbichte S. 362.
All Romifch Kaifer nach ordnung vnd wie lang yeder
geregyert hat etc. o. 0. u. J. 12 Bl. 4. — In Berlin.
All Rdmifch Kayfer nach Ordnung etc. Nurnberg, G.
Merckel o. J. (c. 1553). 4. — In Berlin und Nurn-
berg.
Der Keifer Bildnuffen vnd leben. Franckfurt, Chr.
Egenolff 1535. 16 Bl. 4. mit Holzsch. — In Berlin.
Der Ffirflen Schatz. Furftliche hiftoren vnd Ebenbild
aufs Gdttlicher vnd Heydnifcher gefchrifft, wefs fich
ein jder keyfer, konig, Furft, Herr etc. hall en fol,
damit fie nit mit den menfchen kindern verderben.
Darin feint alle kdnig der Juden, bifs auff Sedechiam,
— bifs auff den grofsmechtigften vnnd onberweidt-
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us
lichflen Keyfer der Rflmer etc. Carolum V. Alles
luftig vnd nutzlich zelefen. Gedruckt zu Sfrafsburg
bei M. Jacob Cammerlander. Anno M. D. XXXViij.
48 Bl. 4. (letztes leer) m. Holzsch. Wenige Zus&tze.
Anfang :
Eyns tags bat ich eyn Erenholt
Das er mir knrtz erzelen folt etc.
Schluss: Darzu fein keyferlicbe ebr
Gedechtnus wirdig auff erwachs
Das wfinfcht jm von Nflrnberg Hans Sachs.
Chronica vber all romifche Kayfer. Nflrnberg, G. Mer-
ckel. 1554. 12 Bl. 4. mit Holzsch. — In Nflrnberg.
Romanorum Imperatorum vitae. D. i. Kurtzer Suma-
rifcher Aufszug, aller Rdmifchen Kayfer Succession,
von dem erften bifs auff jetzt regierenden Kayfer
Rudolphura, defs Namens der ander, neben jren war-
hafflen Contrafacturen, Thaten, Leben vnd Sterben.
1597. Am Ende: Gedruckt zu Straubing durch Andre
Sommer. 72 Bl. 8. mit Holzsch. — In Berlin.
77. — Die drey Klaffer. Mer des Klaffers zung. Mehr der
Hederlein bin jch genandt, zenckifchen Leuten wol be-
kannt. Nurmberg, G. Merckel. 1553. 4. - In Berlin und
Nflrnberg.
1. Als ich kam auff Sanct Annenberg etc.
2. Klaffer dein falfch hertz anfchaw etc.
3. Eins tags ich in dem brachmon heifs etc.
Nflrnberg, G. Merckel. 1555. 4. — In Nflrnberg.
78. Klag, Antwort vnd vrteyl, zwifchen Fraw Armut vnd Pluto
dem Gott der reichtumb welches vnter yhn das peffer fey.
Am Ende: Niclas Meldeman Brieffmaler zu Nurmberg an
der Langenbrucken 1531. 4 Bl. 4. mit Titelholzsch. —
In Berlin.
Eins roals mich in dem hornung kalt
Hein weg trug durch ein dicken wait etc.
79. — Ein klag Goltes vber feinen Weinberg, verwflftet durch
menfchen Lehr vnd Gepot. Der Fflnffr Pfalm Dauids.
Nurnberg, G. Merckel o. J. (c. 1550). 4. — In Berlin
und Nurnberg.
1. Menfch hdr wz Gott d' Herre klagi etc.
2. Herr hdr mein wort etc.
80. — Klag der wilden Holtzleut vber die vntrewen Welt. o.
0. u. J. (Nurnberg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt mit
Holzsch. — In Gotha bei Becker.
Ach Gott wie ift verderbt all Welt eto.
81. — Der klagent waldtbrnder vber alle Stend auff erden.
Mer der waldtbruder mit dem Efel, der argen welt thut
niemandt recht Nuremberg , G. Merckel o. J. (c. 1553).
8 Bl. 4. mit 2 Holzsch. — In Berlin.
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196
Als ich in den meyen au£sgieng
In wald, zu fuchen pflfferling etc.
Der klagent Waldtbruder vber alle Stend etc. Nurem-
berg, G. Merckel. 1553. 8 BI. 4. mit Titelholzsch.—
In Nfirnberg.
82. — Des verjagten Frids Klagredl, vber alle ftendt der
Weldt. Ein Klagred der neun Mufen fiber Teudtfchlandt.
Nfiremberg, G. Merckel o. J. (c. 1553). 10 Bl. 4. mit 2
Holzsch. — In Nurnberg.
Ira Mayen gieng ich aufs nach wfirtzen Zu ertze-
ney etc.
Des verjagten frids klagred vber alle ftend der welt.
Nfirnberg. 1553. 4. — In Berlin.
83. — Der klagent Ehrenhold vber ffirften vnd adel. Nfiren-
berg, H. Hamfing. 1553. 6 Bl. 4. — In Berlin und Nurn-
berg.
Eins abends nach eim mayen regn etc.
84. — Klagred der waren Freundtfchafft vber das volck Chrift-
licher Land welches He flfichtig verlaffen mufs. o. 0. u.
J. (Nurnberg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt mil klei-
nem Holzsch. — In Gotha. Bei Becker.
Eins morgans gieng ich aufs zu pirfchen etc.
Klagred der waren Freundfchafft etc. Nfirnberg. 1553. 4.
Klagredt der waren Freundtfchafft, vber das volck chriA-
licher landt, welches fie fluchtig verlaffen mufs. Die
brfiderlich lieb hat kein Fufs mehr. o. 0. u. J. (Nurn-
berg c. 1553). 8 Bl. 4. mit 2 Holzsch.
85. — Ein Klagred dreyer Mayd vber jr harte dienft. Mehr
Der Nafentantz. Nfirmberg. G. Merckel o. J. (c. 1553).
8 Bl. 4. — In Berlin und Nfirnberg.
Drey arme Haufsmayd klagen auch
Die jardienfl fein jn herb vu rauh etc.
86. — Klagred der Weldt ob jrem verderben, dargegen ein
Straffred jrer grundtlofen Bofsheit. o. 0. u. J. (Nurnberg,
Guldenmund c. 1520). Folioblatt mit kleinem Holzsch. —
In Gotha. Bei Becker.
Vergangen in dem Hertzen heur
Spaciert ich aufs nach abentheur etc.
Klagred der welt ob yhrem verderben, Da gegen ein
firaffted yhrer grundtlofen boffhait. W. Refch (in
Nfirnberg) 1531. 4BL 4. mit Titelholzsch. von Resch.
— In Wolfenbfittel.
Klagred der welt ob yhrenn verderben. etc. Nfirnberg,
H. Wandereifen o. J. (c. 1540). 6 Bl. 4. mit Titel-
holzsch.
Klagred der weldt, ob jrem verderben. Mehr ein klag-
red der wilden Holtzleut vber die vntrewen Welt
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M7
NQrnberg, G. Merckel o. J. (c. 1553). 8 Bl. 4. rait
Tilelholzsch. — In Berlin und NGrnberg.
87. — Dreyerley klagred dreyer Weibsbild, Lucrecie, Thisbes
vnd Virginia, o. 0. (NQrnberg). 1554. 4. — In Berlin und
Nurnberg.
88. — Zwo Klagrede. Nurnberg, G. Merckel o. J. (c. 1555).
4. — In Nurnberg.
89. — Ein Klagredt der Tugentreychen Fraw Zucht Qber die
vngezemblen Well. Eyn Epitaphium Oder Klagred ob der
Leych Dr. M. Luthers. o. 0. u. J. (Nurnberg, Hamfing c.
1550). 5 Bl. 4.
90. — Klage der warheit das fie niemandt Herbigen wil. In
ein Poelifch gefprach gefaflet, darinnen der Welt lauff,
vnd warumb es alfo vbel Itehet, angezeigt wird etc. Durch
Johannem Warmundl aufs Sachfen In Truck gegeben.
Hierneben ifl beygefugt die Bruderfchafft Bachy etc. Ge-
druckt zu Collen, Bey Wilhelm LQtzenkirchen. 1605. 20
Bl. a — In Berlin.
Als zu Lubeck in Sachfen
Ich ein jungling erwacbfen etc.
91. — Wie Syben Weyber vber jhre vngeratene Menner kla-
gen. NQrnberg, H. Hamfing o. J. (c. 1553). 4 Bl. 4. —
In Berlin und NQrnberg.
Eins mals ich in dem brachmon heirs
Mir auff ein tag furnam ein reifs etc.
92. — Ein gefprech zwifchen Syben Mennern, darinn fie jhre
Weyber beklagen. NQrnberg, H. Hamfing o. J. (c. 1553).
4 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg.
Eins abends ich fpatzieret aufs
Auff ein fchlafftrunck in ein wirrtshaufs etc.
93. — Ueber eins klagenden Frauleins mit den Parcis, als
denn dreien Gdttio des Lebens. o. 0. (NQrnberg). 1535.
4. - Hirsch, Millen. IV. 706.
94. — Der Krieg mit dem Winter, den armen Hauffen betref-
fendt, kurzweylig zu lefen. Gedruckt zn NQrnberg durch
G. Merckel. 1560. 4.
95. — Drey guter NQtzlicher lehr einer Nachtigal. NQrnberg,
Val. Neuber o. J. (c. 1555). 4 Bl. 4. — In Berlin und
NQrnberg.
Vor jaren war ein bawer alt
Der hett ein fehr lufiigen waldt etc.
96. — Von der Lieb. NQrnberg, H. Wandereifen o.J. (1540).
4. — Im Germ. Museum.
Eins mals was mir mein weil gar lang etc.
Von der Lieb. Wolfgang Formfchneider (in NQrnberg
1547). 8 Bl. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin, o. 0.
u. J. 4. mit Titelholzsch.
Eyn Schon gefprech von der lieb. NQrnberg, G. Mer-
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138
kel o. J. (1553). 8 Bl. a mil THeiholzsch. — Ha-
gens Bucherschatz No. 1195.
97 Ein kleglich lied, von eines Furflen lochter vnd einem
Jangling, die von lieb wegen beyde jr leben habeo ver-
loren. Vod ifl in Fraw Eren thon zu fingen. Noch zwey
hfibfche lieder, hynden hynan gefetzt H. Guldenmundt
(in Nurnberg c. 1530). 8 Bl. 8. mit Titelholzsch. — In
Weimar.
1. Ain Buch Cento Nouella heyft etc.
2. Dein troll anff erd ich haben mag etc.
3. Ain brauns Meyglein fagt mir freundtlich zu etc.
Ein kleglich Lied von eyner Furflen tochter vnd einem
jungling etc. Ein ander hubfch Lied : Kein Troft etc.
Noch ein Lied: Ein brauns Meidlein etc. Nurnberg,
V. Newber o. J. (c. 1560). 8 Bl. & — Hagens Bu-
cherschatz Nr. 944.
98. — Ein new Lied, Von eines Rilters Tochter, der jr Bui
an jren armen ftarb, nach laut eines wunderlichen Traums.
Vnd ift in Fraw Eeren thon zu fingen. Noch zwey hOb-
fche Lieder, Das Erfl, Mag ich hertz lieb bey dir han
gunft etc. Das Ander, Das hum hum find vnd wollens
nit feyn, das wil mich fchellig machen etc. Hans Gulden-
mundl. 8 Bl. 8. mit Titelholzsch. — In Weimar. Das
erste beginnt: In Cento Nouella man lift etc.
Ein new Lied, vli ainos Ritters Tochter, der jr bnhl
an jren Armen ftarb. Noch zway hdpfche Lieder:
Das Erft. Mag ich Hertzlieb bey dir han gunft. Das
Ander: Dafs Hum Hum feind. Augfpurg, M. Francke
o. J. (c. 1560). 8 Bl. 8. mit Titelholzsch. — Hagens
Bftcherschatz Nr. 923.
99. — Ein new lied von einer ermordten Junckfrawen, die
eines Heydnifchen Konigs tochter was, vnd von eines
Kftnigs Sun in Cicilia, In fraw ehren thon zu fingen.
Nurnberg. Frid. Gulknecht o. J. (c. 1555). 8 Bl. 8.
100. - (Gerbmo und Constan(ina). Titel fehlt. Gedruckt durch
Hans Guldenmundt (in NQrnberg c. 1530). 8 Bl. 8. — In
Weimar.
Man lieft in Cento Nouella etc.
101 . — Ein fchdn New Lied, von den drey Loblichen Bewrin,
Im Rofenthon. Ein ander New Lied, Schdn bin ich nit,
zu gleich wie du etc. o. 0. u. J. (1547). 4 Bl. 8.
Das erste, von H. Sachs, beginnt:
Drey Baure faffen bey dem Weine etc.
(Fortsetzung folgt.)
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger: T. 0. WeigeL Druck von C. P. MeUer in Leipzig.
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SERAPEUM.
cUfdjrt ft
fttr
Bibliothek wissenschaft , HandschriftenkiiDde uod
altere Litteratur.
Itn Vereine ntit Bibliothekaren und Litteraturfreuudeo
hera usgegeben
Dr. Hobert Naumann.
M 0. Leipzig, den 15. Mai 1861.
Thomas Anshelm von Baden.
Von
Jos. Maria Wagner in Wien.
(Schluss.)
42. Dcfcnpo 3oanni$ {Reuctytm | Phorcenfis LL. doctoris | contra
calumniato|res suos Colo|nienses | Summarium libri | ffiet*
c$er fctyrtybt ober fagt bad id? obgenanter boctor inn mtyjnem
ratfc^tag bie iuben bilker betreffenb, au§ beuetcty fai^erttc^eTj
maieftat gemac^t, Ijabe getyannbett annberS bann ain criften*
licfyer | frummcr erber biberman. Dcr fetb tfigt alls ain &n<
glaubljafftiger, | tyc^tfertiger, eertofcer b&jjtoictyt, bed erbcut idf
mid) ju eeren »nnb | re$t fur ju tummen. | Am Ende : Tu-
bingae apud Thomam Anshelmum Badenlem. Anno M.D.XIK.
Druckerzeichen. 10 Bog. 4'. — In Zurich (Stadlbibl.). —
Eine Ausgabe mil der Jahrzahl M.D.XIIII. erwahnt Panzer
Annal. S. 342, auch Bulsch a. a. 0. S. 78.
43. Reucblin. Conftanlinus Magnus Romanorum Imperator. Tu-
bings 1513. 4°. Butsch Cat. XXXIV, S. 78
44. Ain nutzlichs biichliu von dem Wildpad , gelegen im FQr-
ftenthumb Wirtenberg gemacht von dem berumpten Doc-
tor Johann Mecbinger. Am Ende: Gedruckt zu Tubingen
Anno ic. xiij. 8 BII. 4°., letztes leer. Panzer I, Nr. 756.
Mechinger oder Moicbinger ist Job. Widmann.
XX1L Jabrgang. 9
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130
45. grancifci ^Ijttetyfyi pocte Iaurc|ati & oratoris clariffimi de
edacatione libero|rum ... Am Ende: Tubingae in aeditus
Thorn® Anshelmi Badenfis | Anno M.D.XIII. Menl'e Maio.|
Druckerzeichen. Sign, a — m, 62 BU. 4 U . — In Zurich
(Stadtbibl.).
46. Clarorum virorum epistolae I latinae graecae 4 hebraicae
uariis lemporibus milfae | ad Joannem Reuchlin Phorcen-
lem | LL. doctorem. | Am Ende: Tubing® per Thomam
Anshelmum Badenfem, | Mense Martio, Anno M I) XIIIl.|
Druckerzeichen. 10 Bog. 4°. — In Zurich (Stadtbibl.)
47. §>ermannt lorrentwi inter gram|maticos nolirae tepeftatis
uiri doctit'fimi cometaria | in prima parte doctrinalis Alexft-
dri, cu uocabu|loru interpretatione, quibufdam mendofis
fu | peruacaneis 4 obicuris uerlibus uel reieclis, uel in
ueriores et planiores muta|tis, demum diiigenter ab au-
tore recognila. Additis in margine ter | minalionibus,
cunclifqj uo|cabulis cum dictio|num iudice. | Ad lecto-
rem. | Inuenies hie . . . Am Ende: Tubingae in aedi-
bus Thomae Anshelmi Badenfis | Anno, M.D,XIH, menfe
Julio | lub illullri pnncipe Vdalri|co VuirtembergenfL | Dru-
ckerzeichen. 8 BU. Vorst., 90 gez. BU., 52 ungez. BU. 4°.
Auf Bl. 100 folgen: gommentaria clarifftma in fecQbam)
partem doctrinalis Alexandri ab erudiliflimo uiro | Kempone
Theffalienfi Hollandig edita. | In Zurich (Stadtbibl.).
48. Tubinger Vertrag, zwischen der Landschaft und Herzog
Ulrich zu Wirlemberg, dat. vom 8. Juli 1514. Nebst Ab-
schied vom selben Datum. (Tubingen, Th. Anshelm 1514).
Fol. — Inhallsanzeige bei Heyd Ulrich I, 291-316. Abge-
druckt bei Sattler I, Beil. S. 145—156. Dass dieses Stuck
bei Anshelm gedruckt, ist ausdrucklich bei Heyd I, 316
bemerkt. Einen Titel hat es, wie fast alle Ausschreiben
jener Zeit, wahrscheinlich nicht.
49. Ausschreiben Herzog Ulrichs wegen Umlegung der Land-
steuer vom 9. Sept. 1514. (TQbingen, Th. Anshelm, 1514).
Folioblatt. Abgedr. bei Gutscher, Vollziehung d. TQbinger
Vertr. S. 76—79.
50. Bestatigung des Tfibinger Vertrags durch Herzog Ulrich,
dat. Stutgarten vff Georgi 1515. Fol. — Gutscher S. 72;
das Begleitschrejben S. 112 fg.
51. Warhaffiig vnderrichtung der vffrurn vnnd hanndlungen fich
im Furflenthumb Wirtemberg | begeben Anno f&nffzehen-
hundert vnd vierzehen. — Am Schlusse: zu Slutgart vff
Mitwoch nach vnfer lieben frauwe tag Affumptionis. Als
man von der geburt Chrifti vnfers lieben herrn zalt luTent
fQnffzehnhundert vnd vierzehen iar. — Darunter die Siegel
von Stuttgart, Tubingen und das herzogl. Gerichtssiegel. —
Folioblatt von zwei Ellen Hflhe, bestehend aus 4 zusam-
mengeklebten StQcken. — Im Zttrcher Slaalsarchi v ; abge-
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131
d ruck I bei Saltier I, Beil. S. 157—173. Ausser dieser offt-
ziellen Ausgabe ersohien noch eine in Form einer Bro-
schflre: Warhafltig vnderrichtung der | vffrurn vnnd hand-
lungea fich im furfletithumb Wirlemberg begeben. | 12 Bll.
io 4*. Text Bl. 2a— 12a, Sign, aij — ciij. Am Schluss: Ge-
druckt zfl Tubingen durch Thomam | Anfhelmom von Ba-
den. | Ein Exemplar befindet sich in der sog. „Maximilia-
nischen Bibliolhek" (einem Bestandlheil der Ambraser
Sammiung) zu Wien, vergl. Dr. J. Bergmann's Verzeichuiss
im 99. Band der Wiener Jahrbucher, Nr. 46. Ein zweiles
im germ. Museum zu Nurnberg.
52. Erneuerte Landesordnung Herzog Ulriehs, vom 10. April
1515. Folio. (Ebenfalls bei Anshelm in Tubingen.) Wie-
dergedr. bei Gulscher S. 80—111.
53. Befehl Herzog Ulriehs gegen das Gottesl&ftern und Saufen.
Dat. Slutgarlen vff Georgi 1515. Folioblalt. Abgedruckt bei
Saltier I., Beil. S. 187 fg.
54. S. Athanasius, in librum pfalmorum nuper a J. Reuchlin
integre translat. Tubingae, Th. Anshelmus 1515. 4°. Butsch
XXXIV, S. 9.
55. In Lavdem Reverendifli|mi Alberthi Archepiscopi Moguntini
Ylrichi de Hutten | Equitis Panegyricus. | Darunter das
erzbischofl Mainzische Wappen. 30 Bll. 4°. Sign. A— F.
Am Ende: Tubings apud Thomam Anshelmum | Badenfem.
Menfe Februario. | Anno M. D. XV. Widmung an Eytel-
wolf v. Slein. — In Zflrich (Stadtbibl.) — Conf. Hutten ed.
Backing I, 13*.
56. 2lr$ uerftftcanbi ct carmimim | condendorum cum quantita-
tibus fyllabajrum Henrici Bebelii luflingenfis | poetae lau-
reati | . . . Am Ende: Tubingae ex aedibus Thom^ Aus-
helmi Badenfis | Menfe Martio. Anno M.DXV. Darunter das
Druckerzeichen, etwas abweichend von dem fonft gebrauch-
ten. — Sign. A-I, 12 Bog. 4°. od. 48 Bll. Bebels Vor-
rede dat. ex Tubinga die Mauricii, Anno M.D.XI. Widmung
an Joh. Widman und dessea S6hne Beat und Amblros. dat.
Tubingae XI. Kalendas Julias. Anno M.D.VI. — In ZQrich
(Stadtbibl.) Neue Ausgabe: SrS uerftficattbt et carminum|
condendorum cum quautitatibus fVUabarum | Henrici Bebelii
Juflingenfis poetae ] laureati j Haec omnia dinuo etnen-
data lunt diligentiiTime per au-llorem ipfum cam addi-
tione nouiflima Am Ende: Hagenaw in aedibus Tho-
mae Anshelmi Badenfis | Menfe Januario. Anno M.D.XVII.
Drockefzeiohen. 42 B1L Sign. A— I. Mit 5 Distichea. Ein-
leitung von Wolfgang Bebel. In ZQrich (Stadtbibl.)
56. Naucleri chronicon. Tubing© 1516, menfe Martio. — Lem-
pertz Bilderhefte, VIII (I860).
57. Aldi Manutii Romani Institu|tionum grammaticarum I libri
quaiuor | . . . . (Inhaltsanzeige der 4 BQcher). Am Ende:
9*
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139
Tubingae apud Thomam Anshelmom Baden fern | Anno
M.D.XVI. Menfe Aprili. Sub Uluflrifs. I principe Vdalrico
Vuirtembergenfi. Druckerzeichen. Einleituug : Veneliis.
Menfe octobri. H.D.VII. Sign, a— z. 180 BU. 4°. In Zurich
(Stadtbibl.)
58. Reuchlin. De arte cabaliftica libri III. Tubingae, Mense
Martio 1517. Fol. Lempertz Bilderh. Jahrg. i860.
59. Osci et Volsci | Dialogus Lu|dis Romanis | Actus. | o. 0.
u. J. 10 BU. 4°. An der Titeleinfassung als Anshelmisch
kennbar. Wohl noch in Tubingen. Widmung Melanchthons
an Herrn von Nuenar , dat. Tubingen , o. J. — In Frauen-
feld (Kanlonsbibl.)
60. Teutfch Ewangelii Vnd Epislei: Mil fampl Vil Hailfsamer
Leer, Vnnd Vnderweifungen , Vom Latyn in beffer teutfch
Gebracht, Vnnd mit Luftigen Figuren Vor Mais nie gefe-
hen, New Gelruckl, Den Laien ganlz Verdienlich. Dnrch
Thoma Anfshelm zu Hagenaw Gelruckl. Am Ende: Ge-
lruckl Vnd Volendel In Der Loblichen ftat Hagenaw, dnrch
die Erbern, Thoman Anfhelm, vnd Johanfen Alberli, Im
Funffzehnhunderften vnnd Seclizehen Jare. 150 gez. BU.
Folio. Titeleinfassung und Holzschn. von H. Schaufelein.
Unter der Druckanzeige das Druckerzeichen. Panzer I,
Nr. 831.
61. Vigerii decachordon chriftianum. Hagenoe 1517. Ebenfalls
im Verein mit Alberli. Lempertz Bilderhefle Jahrg. 1860.
G2. Virida|rium illuftrium | poetarum, Cum ipforum con|cor-
dantiis in Alphabetica | tabula accuratiffime | conlentis. Am
Ende: Hagenoiae in aedibus Thomae Anshelmi Badenfis|
Menfe Junii. Anno M.D.XVII. Max. aemili|ano Pio Impe-
rante. 6 3 / 4 Bog. Vorst. und 189 gez. BU. 8°. Widmung an
Octavian Arcimbald von Oclavianus Mirandula. — In Zu-
rich (Kanlonsbibl.)
63. De arti|bus libera |li bus oratio a Philippo Melanchlhojne
Tubingae habita. Am Ende: Ex Chariito Thomae Ans-
helmi | Menfe Julio. | Ohne Jahr (Hagenau 1517.) Widmung
an Job. Stofller. 10 BU. 4°. Titeleinfassung. — In Zurich
(Kantonsbibliothek).
64. Ariftophanes. Plutus graeci sermonis studiosis mire ulilis,
Jraece, (ed. P. Mosellanus.) Hagenoae, Anshelmus, 1517.
°. Butsch XXXIV. Catal. S. 8.
65. V. Cybeleus. De laudibus et vituperio vini et aquae. Ha-
genoae, Anshelmus 1517. 4°. Butsch XXXIV. Cat. S. 28.
66. Cursus B. M. V. Hagenoe mense Januario, s. a. — Neu:
1518. Lempertz, Bilderh. VIII.
67. Acta Iudicioruro inter | F. Jacobum Hochftraten Inquifito)
rem Colonienfium 4 Johan|nem Reuchlin. LL. Doc. | ex
Regiftro publico, | autentico 4 figil|lato. Am Ende: Ha-
genoaB in aedibus Thorn® Anshelmi Anno | M.D.xviii. Menfe
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133
Febniario. 4°. — Wiederholt bei v. d. Hardt, Hilt lit. re-
form. II, 94—130. Cf. Hutten ed. Bdcking I. 303.
68. De accen|tibus, et orthogra|phia, linguae hebrai|cae, a Jo-
hanne Reuchlin Phorcenfi | LL. Doctore Libri Tres Car|
dinali Adriano dicali. | 83 gez. Bll. Fol., 4 BH. (9 Seiten)
Musiknoten, 1 Bl. oben ein Hexaflichon des Jo. Secerias
Lauchen., darunter: Hagenoaein aedibos Thomae Anshelmi
Badenfis | Anno M.D.XYIII. Menfe Febniario. Zwischen
zwei stehenden Engeln Anshelms Chiffre, oben auf fliegen-
den Bandern IHZOiH und mBn\ Dieser grossere Holz-
scbnilt und das Titelwappen, worin „Ara Capnionis", herr-
lich gezeichnet, der Druck sehr scbOn. — In Zurich (Kan-
tonsbibl.).
69. Luciani | Samosatensis I dialogi duo, | Charon et Tyrannus,
in qui | bus mira gratia I humane coo| ditionis mileriae | de-
pinguntur, Petro | Mofellano Protegenfi | Interprete. Am
Ende: Hagerioae ex Academia Anshelmiana Menle | Octobri
Anno M.D.XVHI. Druckerzeichen mil den Engeln. 24 Bll.
4". Titeleinfassung. — In Zurich (Stadlbibl.).
70. Jacobi | Fabri Stapu|lensis, de Ma|ria Magdalena, 4 Triduo|
Chrifti, difceptatio, Concio J natoribus verbi Diuini | ad-
prime vtilis. | Hageno®, ex Neocademia ! Anfhelmiana. Am
Ende: Hagenoae typis ac formulis Thomae Anshelmi Ba-
densis. | Menfe Decembri. Anno. M.D.XVHI. 1% Bog. 4°.
Titeleinfassung. Widmung an Franc. Molinaus. — In ZQ-
rich (Stadlbibl ).
71. Joannis Cellarii Ifagogicon in literas Hebr&as. Hagenoae,
ex Neocademia Anshelmiana. Absqu. anno. 4°. Lamba-
cher p. 72.
72. Zriupfytt | 2>oc. 9teu$(ini | Habes Stv|diose Lector, Jo Ian-
nis Capnio|nis viri praeftantiffimi Enco-|mion. Triumphant!
illi ex | deuictis Obfcuris viris, Id | eft Theologiftis Colo
nien. dCFralribus de | Ordine Pr«dicato|rum ab Eleutherio
Byzeno decan| latum, | 22 Bll. 4°., Sign. A — E. 1 Holz-
schnitt in Querfolio: „Trivphvs Capnisis." 0. 0. u. J.,
aber Titeleinfassung, Typen, Papier, alles von Anshelm
(1518). Erste, sehr seiten gewordene Ausgabe dieser
Schrift Huttens. Vergl. Hutten ed. Booking I, 26*. —
Zweite Ausgabe: 3oanni« SReucfclin t>ixx dariffimi | (Snco*
inion: £rtuntt^anrt itti er| JDeuictfc DbfcuriS t>iri«: tb eft|
2$eologtfti$ Solonien. et $ratri|bu« be orbine $rebicato|rum
ab ©eutfyerio Siceno SDecantatum. | o. 0. u. J. (ebenfalls
Hagenau, Th. Anshelm 1518). 22 Bll. 4"., Sign. A-E. Zapf,
Augsb. Buchdruckergesch. n, 200 Nr. V sah diesen Druck
irrlhumlich fur einen Miller'schen an, vergl. Hutten ed.
Backing S. 26 fg. — Wiedergedruckt bei v. d. Hardt Hist
lit ref. II, 148—156 und Munch S. 359-391.
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194
73. Rabi | Mose Kimhi | in introdujctorio | grammatics*. | Am
Ende: Hagenoae, ex OfBcina Thomas Anshelmi, | Salulis
anno M.D.XIX. Menfe Januario. | Druckerzeichen mil den
zwei Engeln. Sign, aa — kk. 2 Bl. Vorsl., 78 gez. Seiten,
1 Bl. mil Druckanzeige. 4°. Lateinische Widmung Ans-
helms an Herzog Friedrich von Sachsen. Hebraischer Text.
Das ganze von rechts nach links. — In Zurich (Stadtbibl).
74. Franjcisci Philelphi | oratoris difertilTimi , Epifto|l« Fami-
liares, iam denuo | ex emendatifs. exem|plari recognit».|
Item | Argumenlorum Epiftolarum | (Ingularum Index. | Item
Angeli Politiani uiri, noftrae | aelatis, doclifs. felectae plae-
raeqs in calce libelli | iunctae funt. | Am Ende: Hagenoae,
apud Thomam Anshelmam I Menfe Januario. Anno incar-
nations M.D.XIX. I 11 BU. Titel und Index, 1 Bl. leer,
136 gez. Bl 8°. Titeleinfassung. — In Zurich (Stadtbibl.).
75. Ludi literarii | magistris -\ Vnllis Auditoris ueflris, bene
loquendi amuf|fim egregiam tradere. Adefte quel'o. Ha-
betis hie | Calphurnium atq* Nemesia|num Poelas elegan-
tils. Nuper ab Joanne Ale|xandro Brassicano, Pofcla ft
Oratore a Caefare I laurealo, pristino nitori reftilutos.
Adefte | quefo. Prouehet iuuennm animos au|reae breui-
tati iuncta fesliuitas. | Valete. | B A R | Am Ende: Im-
pends prouidi viri Johannis Knoblochi | incolae Argenti-
nenfis, Formnlis uero Anshelmianis. Menfe Aprili. | Anno
XIX. | Widmung an Joh. Heinr. von Elingenberg. 7 Bog.
4". — In ZQrich (Stadtbibl.).
76. II AN Omnis I Avtore Joanne Alexan|dro Brafficalno, Poeta
et | Oratore, a Caefare | Laureato. | Am Ende :_Sumplibos
prouidi Joannis Knoblochi | incolae Argentine u. Formulis
uero | Anfhelmianis. Anno XIX. I Mense Aprili. I 12 Bll.
4°. — Backing I. 252.
77. Illvftrivm | Virorvm Epiflojlse, hebraicae, grscs et latins,
ad Joannem Reuchlin Phorcenfem | virum noftra state
doctiffimum | diuerfis temporibus miffs, qui | bus iam pri-
dem additus eft | Liber secvndvs | nunquam antea editus.l
Reuchliniftarum exercitum pa-|gina inuenies mox fequenti.j
Em Ende: Hagenoae ex Ofncina Thomae Anshelmi. Anno
Incar|nationis Yerbi M.D.XIX. Menfe Maio. | 28 Bog. 4°.
Titeleinfassung. — Bdcking I. 92 *
78. S. Athanasii Liber de variis quaeftionibus nuper e Graeco
in Latinum traductus per Joannem Reuchlinum Acc. Anno-
Capnioniae. Hagenoae, Th. Anshelmus Badens. 1519. 4°.
Lambacher p. 81. Butsch XXXIV. Catal., S. 9.
79. Ain Nutzlich Regimen vnd vnderwyfung, welcher maffen
den menfehen mil dem gifft der Peftilentz beladen, mil
hailfamer Artzney zuhelffen fey. Durch den hochberumb-
ten Johannem Lotzer von Horb etc. 1519. Am Ende:
Getruckt zu Hagenaw. 2 Bog. 4°. Panzer I, Nr. 943.
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80. Luciani | Rhetor a Bilibaldo | Pirokaime|ro in Latin vm
versvs. | Am Ende: Hagenoae in aedibus Thorns Anshelmi|
Menfe Januaho. Anno M.D.XX 12 Bll. 4". Hutten ed.
Backing I. 317.
81. Lvciani | Fvgiiivi a | Bilibaldo | Pirckaime|ro in Lati|nvm
versvs. | Am Ende: Hagenoae, ex Academia Thomae Ans-
helmi I Anno M.D.XX. Menfe Martio. | 14 Bll. 4°, letztes
leer. Bdcking I. 208.
82. Joa. Franc. Pici ad Leonem P. M. et concilium Lateran.
de reformandis moribus oralio. Acc. Ejusd. hymni Ires.
Hageno©, ex aedibus Thorns Anshelmi. | Anno M.D.XX.
Menfe Marcio. | 19 Bll. 4°. Titeleinfassung. Bdcking I, 27*.
83. (Lulher.) Von der Freyhayt | Aines ChriAen | menfehen.
o. 0. u. J. 14 Bll. 4°. Anshelms Titeleinfassung und Ty-
pen. 1520. — Stadtbibl. in ZQrich und zu Basel.
84. Libellus aureo praestantior de animae praeparatione in ex-
tremo laborantis deque praedeslinatione et tentalione fldei.
Hagenoe, Th. Anshelm. (1520.) So in Heberles Bibl. Theol.
1866. II Nr. 1854.
85. Opera B. Fvlgen | tii Aphri, Episcopi | Rvspensis Theologi
anti|qui. Nuper in velustirfimo codice apud Germanos | in-
uenla, obfoletis & Longo*ardicis Uteris confcri|pta. Anlea
nunq$ impreila |i Item Opera Ma|xentii Johannis,
Servi ' Dei, pulchra vetuflatis Monumenla, | in eodem Co-
dice reperta. || Index Operum continuo pagina verfa con-
fpicitur. | Titeleinfassung mit dem Monogramm ^ (V.G.)
in der oberen Leiste. 102 und 35 gez. Blatter Fol. Am
Schlusse: Expliciunt opera B. Fulgentii Episcopi, 4
Maxentii Serui Dei, | Impreffa in Hagenau, impends Ko-
bergerorum Norinbergen|fmm. In officina Thorn© Anshelmi.
Anno XX. \\ Darunler das Druckerwappeu Anshelms von
zwei Engeln gehalten und m»rp auf fliegen-
den Bandern. — In Wien (Hofbibl.), vergl. Lambacher
S. 125. Ein zweiter Druck „impensis Cobergerorum in
offic. Thorn. Anshelmi 1523 u ist von Lempertz angemerkt,
Bilderh. VIII.
86. Ellich Artickel goltes | lob, vnd des heyligen Rdmifchenj
Reicbs, vnd der gantzen Teut|fchen Nation eer vu gemey-|
nen nutz belangend. I Ein Chriflliche verwarnfig zu alien [
Chriften wie man fich gegen dem hei|ligen Euangelio hal-
ten fol. | Am Ende: Gedruckt zu Hagenaw durcb Tho|roan
Anfshelm in dem Hornug, | Nach der gepurt vnfprfs hernl
Chrifti Taufent funffhun|dert vnd einundzwenzig [sic!]|
Jar. | Druckerzeichen. — 8 Bll. 4°.. letztes leer. Titelein-
fassung. — In Zurich (Kantonsbibliothek).
87. Novum I Teftamen|tum Graece. I Am Ende: Hageno©, in
©dibus Thorns Anshelmi Ba|denfis. Menfe Martio. Anno
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falatls | noflrae M.D.XXI. 4 Bll. Vorst., 279 gez. BIL, 1
ungez. Bl. 4 W . Vorrede von Nicol. Gerbel zu Sfrafs-
burg — In Ztirich (Stadtbibl.) — Vergl. Stargardt, Ver-
zeichniss einer werthvollen theolog. Bibliothek u. s. f. (De-
cember 1860) Nr. 140, wozu Herr Dr. Schneider bemerkt:
„Nach dieser and nicht nach der Erasmus'schen Ausgabe
hat Luther seine deatsche Uebersetzung angefertigt, vergl.
Luthers Brief an Gerbellius vom 23. Januar 1523 (de
Wette I, 303). u
88. HZTXIOT AESIKON | Hesychii Dictionarium. | Am
Ende: Hagenoae in aedibus Thomae Anshelmi Badenfis.|
Anno Salutis M.D.XXI. Menfe | Decembri. | Druckerzeichen
mit den Engeln. Titelblatl, 776 gez Spalten (2 Sp.), letz-
tes Bl. mit Druckanzeige. Vorrede von Aldus Manutius an
J. J. Bardellus. — In Zurich (Kantonsbibl.).
89. Vnterfcheidt | zwifchen weltlicher vnd Chrift-|licherFrom-
keyt. | Philippus Melanchthon | Hagenow. | o. J. (1521).
4 Bll. 4°. — In ZQrich (Stadtbibl.) und im germ. Museum.
Vergl. Panzer Nr. 1137.
90. An die Badherrn | aller fledte deutfches | lands: das fy
chriftliche fchulen auffrichten und halten follen. | Martinns
Luther. | Wittemberg. M.D.xxiiij. I Lafst die Kinder zu mir
komen, vnd weret jnen I nicht. Hatthei 19. | — o. 0. u. J.
(Hagenau 1524.) 16 Bll. 4°. Titeleinfassung und Typen
von Anshelm. — In Zurich (Stadt und Kantonsblibl.) und
Basel. — Vergl. Luther ed. Irmischer, XXII. 170.
A n z e I g e«
Notice sur un poSme italien (Tune extreme rarete.
On a entrepris a Paris la publication d'un recueil d'opus-
cules italiens qui, s'ils ne sont pas tr&s 6difianls, se recom-
mandent du moins aux bibliophiles par une excessive raretg.
Ces reimpressions, faites par les soins de quelques amateurs,
ne sont point destinees au commerce; elles ne sont imprimees
qa'a cent exemplaires num£rot6s, et c'est en consideration de
ce petit nombre et de Tabsence de mise en vente que ces
reimpressions sont toIerSes.
Une jolie vignette orne le frontispice; elle repr£sente un
fou presenlant une marotte a Minerve; tout autour on lit poor
Legende : Ipsamque interdum juvat insanire Minervam.
La premifere de ces editions nouvelles est un livret in
12° de 68 pages; il reproduit le livret connu sous le nom
du Manganello y au sujet duquel le Manuel du Libraire de
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Mr. J. Ch. Bronet contient des details interessants ; one courte
preface mise en t6le de la r&mpression de 1860 offre quel-
ques considerations plus elendues; nous les indiquerons
rapidement :
La Manganello est un poeme en terza rima divise en
(reize chapitres on chants qui jouit d'une grande cel6brite
en Italic, et dont le but est une satire violenle contre les
femmes.
Son titre est assez in intelligible: mangano en italien
signifie un cylindre qui sert k calendrer les eloffes; manga-
nello, qui en est le diminutif, designe plus particulierement
le baton dont se sert il signor Pulcinello, le seigneur Poli-
chinelle, pour battre le commissaire, ce qui ferait supposer
que ce mot est employg ici dans un sens allegorique; d'au-
tres pensent que c'est un nom propre (peuUetre celui de
I'auteur) ; d'autres enfin que c'est une allusion a la mani&re
dont les femmes y sont pour ainsi dire ecras6es sous le
poids de la vengance de recrivain.
Dans la composition de son poeme qu'il adresse a un
de ses amis, nomm£ Silvestre, I'auteur s'est surtout inspire
de Juvenal , qui parait elre son poete favori. II dit dans le
preambule qui commence le premier chant:
10 credo che Messer Giovan Boccaccio
Vedesse Giuvenal Giunio d'Aquino.
Prima ch' ei componesse il suo Corbaccio;
Donde retrasse in un volgar latino
11 vituperio, il fastidie e la pazza
Che mena al mondo il sesso feminino.
Pins loin (chant XII) il ajoute:
Attendi ben a questa mia lettura
Tratta dal buon poeta Giuyenale,
Che capo 6 par de la vecchia scrittura.
Cette production fut attribute a l'Aretin, mais elle n'est
cerlainement pas de lui. S'il faut en croire une note manus-
crite tracee sur un exemplair, I'auteur etait Milanais, et il
aurait ecril son poeme pour se venger d'une noble dame de
Ferrare dont il avait k se plaindre.
On connait deux editions de ce livre.
La premiere est imprimge en caractere romain, exacte-
ment le meme que celui d'une ancienne edition de la Put tuna
errante avec laquelle on la trouve reliee. Elle est de format
petit in 8"., sans titre, ni faux-titre, et par consequent sans
aucune indication de lieu ni de date, commenpant immediate-
ment pas le texte precede de cet intitule: // Manganello, en
tete de la premiere page, et se composant de 28 feuillels.
On croit qu'elle a et£ imprimee a Venise par le Zoppino,
vers Tan 1530.
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La seconde Edition do diff&re de la premi&re que par to
format qui est in seize et par le caractfcre qui est an assez
ros italique. Elle ne renferme aucune indication de lieu ni
e date, et elle a du suivre de pres Pimpression de la pre-
miere.
Malgrt ces deux Editions, la rarel* de ce livre est bieo
connue des litterateurs et des bibliophiles. Les deux ou trois
exemplaires que Ton trouve mentionnes dans les ventes publi-
ques n'en represented peut 6tre qu'un seal, car aiosi que le
remarquait fort judicieusement Charles Nodier les livres de
cette espece sont sujets, a se reproduire en apparence sans
pour cela se multiplier. En effet, la condilion exlerieure du
volume ne peut, en aucun cas, devenir un argument en faveur
de l'existence d'un nouvel exemplaire, puisque certains biblio-
philes, pour satisfaire une fantaisie, n' hesitenl point a sacri-
fier la reliure la plus irreprochable.
Le Manganello s'est vendu 145 francs, relte en maro-
quin vert, chez Balbi Leblend en 1800, el 6 livres sterling
6 shillings (plus de 160 frans) a Londres k la venle Hibbert
en 1828. Le dernier exemplaire connu qui se soit montri
dans les ench&res est celui de Nodier, adjug£ en 1844, an
prix de 400 fr. k Mr. G. Bolle. Cet exemplaire £tait de la
premifere edition et reconvert d'uoe elegante reliure de Koeh-
ler en maroquin rouge. Devenu plus tard la propriety du comte
de Camerata, il a 6t6 achete aprts la mort de ce dernier,
par un riche amateur italien qui Pa ramen£ vers le berceau de
son enfance. Nous croyons qu'il serait aujourd'hui impossible
de signaler un autre exemplaire de cet ouvrage dans les
bibliolh&ques publiques de Paris et probablement aussi dans
les biblioth&ques particuliferes.
II est fait mention du Manganello dans le rare volume
intilule Cicalamenti del grappa, imprime a Montoue en
1545 «).
On trouve dans la Bibliotheca italiana d'Haym indica-
tion d'un ouvrage intitule : Riprensione contra Manganello
per Bertocco, sans aucune indication, in 8°. Ce pourrait 6tre
une reponse a la satire dont ils s'agit. Les bibliophiles aime-
raient a voir qu'on put leur procurer quelques renseignements
sur ce livre si pen connu.
Nous terminerons par de courtes citations emprunt6es au
Manganello; nous les choisirons parmi les passages qu'on
peut transcrire sans scrupule.
1) Des exemplaires relics en maroquin de ce volume rare se sont payes
95 et 85 francs aux ventes Libri et ftiva. Entre autres questions etran-
ges que discute I'auteur de celte facetie, il examine si la belle Laura
n'a pas donne il mat francese a Petrarque.
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199
Le capitolo IV dftbute ainsi:
Trovarsi feminelle d'altre sorli
Che sanoo far ma!6e prestigiose
Con acqua santa e con ossi di morti;
Allre piu orade e piu pericolose
Che faranno ana imagine di cera.
Simile a quel di cui son amorose,
E falla baltegiar colk da sera,
E .poi li cacciun de chiodi ne gli occhi,
E mellela a seccar ad une spera.
Et altre con cicale e con ranocchi,
Con teste di lucerte e con tavani,
Fanno fatture a far gli huomini sciocchi.
Voici mainlenant comment l'auleur lermine son ©uvre:
Vivi gentil, e non punto villano
Come de far ciascun sia chi sia
Perch* ogni altro pensier per certo 6 vano.
Fuggi ogni noia et ogni ricadia.
Si come predicara frate Purcio;
Che morta sia tristitia e villania,
E chi reniau da dietro serri Tuscio.
Bordeaux - Gust. Brunei.
Hans Sachsens Gedichte.
Eine Bibliographie
von
Emil Weller in Zurich.
(Fortsetzung.)
102. — Ein fchon new Liedt. Tag vnnd nacht leyd ich grofs
pein etc. Ein ander Liedt, Venus dein art. Mehr ein
ander Liedt, Zu lob vnd preifs der lugenlreiche. Im Ro-
fen thon. Nurnberg, V. Newber o. J. (c. 1560;. 4 Bl. 8.
mit Tilelholzsch. — Hagens Bucherschatz No. 925.
103. — Ein Newes Lied Von Funfftzehn Ordeusleuten wie ein
yeder vber feinen orden klagt. In des Schillers Hofthon.
Nurnberg. Hans Guldenmundt (in Nurnberg c. 1530). 8
Bl. 8. mit Tilelholzsch — Hagens Bucherschatz No. 952.
104. — Das liedt, Die Fraw von hymel. verendert vnd ChrifL
lich Corrigierl. o. 0. 1524 Folioblatt. — Wackernagel,
Bibl. d. Kirch. No. 165. Abged. in dessen Kirchenlied
S. 169.
Chriftum yon hymel ruff ich an etc.
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105. - Das Liedl Maria zart, verendert vnd Chriftlich Corn-
giert. o. 0. 1524. Folioblatt. — Wackernagel, B. d. K.
No. 164. Abgedr. in dessen Kirchenlied S. 168.
Jefu zart gotlicher art etc.
106. - Wach auf in Gottes Namen. 1524. Am Ende: GOtt
fey Lob, Hannfs Sachs, Schufter. o. 0. V2 Bog. — Ab-
gedr. bei Wackernagel S. 171.
107. — Zwey fchdne Newe Geiflliche Lieder, Das Erfte war-
umb betrubft du dich mein hertz etc. Ein Ander GeifU
lich Lied Bifs mir gnedig Herre Gott etc. Am Ende:
Nurnberg, V. Newber 0. J. (c. 1560). 4 Bl. 8. — In
Berlin. Nur das ersle von H. Sachs. Wackernagel, Kir-
chenlied S. 182.
108. — Drey fchdne Geyflliche Lieder, Das erfte von der ge-
dult etc. Das ander, Der 13. Pfalm Dauids. Das dritle,
Der 3. Pfalm Dauids etc. Niirnberg, Val Newber 0. J.
(c. 1560}. 4 Bl. 8. — In Berlin. Nur das zweite von
H. Sachs, das dritte von Lud. Oeler. In Wackernagels
Kirchenlied steht das zweite S. 178, das erste S. 431.
1. Geduldt die follen wir haben etc.
2. Herr wie lang wilt vergelTen mein etc.
3. Ach Herr wie find meiner Feynd fo vil etc.
109. — Drey geyflliche lieder vom wort gottes, durch Georg
kern Landtgraff Philips zu Heffen Gefangmayfter. Der
Juppiter verendert geyftlich, durch Hans Sachflen Schu-
fter. 0. 0. 1525. 4 Bl. 4. — In Wolfenbuttel, Berlin,
Hamburg. Panzer No. 2890. Wackernagel, Bibl. d. Kirch.
S. 67. Abgedr. in dessen Kirchenlied S. 175. Das H.
Saohsische beginnt:
Gott vater du haft gewalf etc.
110. — Gar fchdner vnd Chriftlicher Lieder funffe, yelz new
zufamen gebracht, vnd auffs trewlicheft Corrigiert. Niirn-
berg, Georg Wachter 0. J. (c. 1560). 12 Bl. 8. — In
Berlin. Wackernagel, Bibl. d. Kirch. No. 443. Riederers
Nachrichten III. 106. Die zwei erslen von H. Sachs, die
andern von Luther. Eines der letzteren in Wackernagels
Kirchenlied S. 141.
1. DieZehen gebot Gottes, zu fingen im thon, Herre
Got begnade mich: — Got hat vns geben die
gepot etc.
2. Die zwolff ftucke des Chriftlichen Glaubens in arti-
ckels weifs: — Wir glaubenall an eynen gott etc.
111. — Etliohe geyflliche in der fchrift gegrunte, lieder fur
die layen zu fingen. 0. 0. (Nurnberg, J. Gutknechi). 1525.
8 Bl. mil Titeleinf.) — In Ntirnberg u. Bamberg. Wacker-
nagel, Bibl. d. Kirch. S. 67. Acht Lieder; vergl. uber
den Inhalt G&deke's Grundriss S. 340.
Etliche geyflliche, in der fchrifft gegrundte, lieder, fur
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141
die Layen zu fingen. o. 0. (Nfirnberg, J. Gu(knecht).
1526. 6 Bl. 4. m. Titeleinf. — In Ulm und Stuttgart.
Wackernagel S. 86. Abgedr. in dessen Kirchenlied
S. 168 ff.
o. 0. 1534. 6 Bl. 4. — In Munchen. Wackernagel No. 323.
Schdne geyftliche Lieder fur die Leyen zu fingen. o. 0.
(Nurnberg). 1550. 8.
112. — Ein fchon New Meifter Lied, yon Zaleucus, ein lieb-
habender der gerechtigkeit etc. In des Marners gulden
thoo. Ein ander Meifter Lied, In dem fuffen thon Har-
ders, Das bofs Haul. o. 0. u. J. 4 Bl. 8.
1. Zaleucus der frumme Held etc.
2. Ecclefiafticus befchiede etc.
113. — Ein fchon new Meyfterlied. Die Marterin Pura, Inn
der gefang weifs Hans Sachfen. Ein ander fchOn Meifter
Lied. Die Mordersgruben zu Rom. Nurnberg, Y. Newber
o. J: (c. 1560). 4 Bl. 8. Das erste beginnt:
Sanctus Ambrosius beschrieb etc.
114. — Ein fchon meifter Lied Von der Gottesforchligen Frawen
Judil, wie He Holophernus das haupt abfchlug. Im be-
werten Thon Hans Sachfen. Nurnberg, F. Gulknecht o. J.
(c. 1555). 4 Bl. 8. — In Berlin.
Hort den Text des buchs Judit etc.
Ein fchon Meifter Lied yon der gottesfuchtigen Frawen
Judith, o. 0. (Bafei, J. Schroter). 1607, 4 Bl. 8.
115. — Kin fchon Geiftlich Meifter Lied, Der reich Jungling.
Im Leid thon Herman ortels. Ein ander fchon Meifter
Lied, Die zwen Son Eli. In der gefang weifs Hans Sach-
fen. o. 0. u. J. (Nurnberg, F. Gutknecht c. 1555). 4 Bl. 8.
— In Berlin.
1. AIs ein Jungling zu Jefu trat etc.
2. Im erften Buch Samielis etc.
116. — Ein fchdner Meifter gefang, Wie der Engel Marie den
grufs bringt. Im klingenden Thone Hans Sachfen. Ein
ander, der flymnus Fit pota Chrisli poruia. Von der Mutter
Gottes etc. Nurnberg, Fr. Gutknecht o. J. (c. 1555). 4 Bl.
8. — In Berlin.
1. Lucas am erften fpricht es ward gefendte etc.
2. Die Pfort des Herre Jefu Chrift etc.
117. — Newe Mayfter lieder zwey, Das erft vom Sclvaftock,
Im Rofen thon flans Sachfen. Das ander, Vom Gluck,
Im vnbekannlen thon. Schleufingen, H. Hamfing. 1556.
4 Bl. 8. — In Berlin.
1. Johannes Boccatius fchriebe etc
2. Eins morgens ich entrucket etc.
118. — Ein fchdn New Liedt von der Edlen Frawen Beritola.
In Romers gefang weis. Ein ander Liedt, Ich kan nicht
Frdlich werden. Im Thon: Wie mocht ich frolich wer-
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14a
den. Magdeburg, Joachim Walden o. J. (c. 1570). 4 Bl.
8. Das ersle:
Als Kdnig Carolus gewati Sicillia etc.
119. — Zwey fchdne Newe Meifter Lieder, Das erft, Die lieb
fawer vnd lus. Im Rofen thon, Hans Sachfen. Das Ander,
Von einer Junckfrawen, Die verflucht war, Vnd von einem
Hitter der fie erlofen wolt etc. In des Romers gefang
weifs. Nflrnberg, Fr. Gulknecht o. J. (c. 1555). 4 Bl. 8.
1. Amorigo ein Bitter wale etc.
2. Johannes de Monte villa ein wunderthat etc.
120. — Zwey Schoner Mayfter Lieder, Das erfle, Als Abfolon
verfolget helt. In dem Iangen thon des Meyen fcheias.
Das Ander, Hort wie klerlich. In des Nachtigal gefchi-
den thon. Am Ende : Nflrnberg, V. Newber o. J. (c. 1560).
4 Bl. 8. mit Tilelholzsch.
Zwei Schdne Newe Lieder, Das erfte, von Abfalon etc.
Im langen thon des Meyenfchein. Das ander. Die-
weil vmbfonft jetzt alle Kunft. Magdeburg, Joachim
Walden o. J. <c. 1570). 4 Bl. 8. Das erste, von H.
Sachs, beginnt:
Als Abfalon verfolget het etc.
121. — Drey fchone Meyflerlieder. Im buch der alten Weifen.
Nurnberg, F. Gulknecht o. J. (c. 1555). 8.
122. — Vier fchdne Meifter Lieder, Im Rolen Ih on Hans Sachf-
fen. Augfpurg, Mich. Manger o. J. (o 1580). 8 Bl. 8.
(letztes leer).— Vergl. Haupt, Altdeutsche Blfitterl. 28 1.
123. — Ein Lobfpruch der allerheiligften Dreyfeltigkeit Goltis
etc. o. 0. (Nurnberg). 1552. 4. — In Nflrnberg.
124. — Der Lofe Mann. Die Figur zeiget an die art eines
vnheufslichen Weibs. Nflrnberg, G. Merckel. 1556. 4. —
In Berlin und Nflrnberg.
In dem bflchlein von ernft vnd fchimpff etc.
125. — Des Manns Lob, darinnen faft alle gute Tugendt vnd
Silten eines Ehrlichen Manns begriffen vnd fflrgebildet
find. Nflrnberg, Nic. Knorr. 1563. 4. — In Berlin.
Eins mals auS einer Kindstanff faffen
Neun Frawen, die gar frolich waffen etc.
126. — Der Kauffleut Abgot Mercurius.
Kompt her alle die Reichthumb begeren,
vnd ehret mich, ich will euch gewahren,
Wie ein Handler bald reich werden fol,
Der lefe diefs vnd merck es wol.
Am Ende: 1536. 24. Nouembris. o. 0. (Nurnberg). 4 Bl.
4. — In Berlin.
Mercurius bin ich genant
Bey den Poeten wol bekandt elo.
Mercurius, ein Got der Kauffleut. o. 0. n. J. 4. — In
Nflrnberg.
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IAS
Mercuries, ein Gott der Rauffleute. Nfirnberg, G. Mer-
ckel. 1553. 4. — In Berliu.
127. — Die ueun Mufen. o. 0. u. J. 4. — In Nfirnberg.
128. — Nachred, das greulich latter fambt feinen zwdlff Ey-
genfehaften. o. 0. u. J. (Nfirnberg, Gnldenmund c. 1530).
Folioblatt mil Holzsch. — In Gotha bei Becker.
An einem morgen frfih vor Tag
In einem ftlTen Schlaff ich lag etc.
Nachred das grewlich latter fampt feinen zwelff eygen-
fchafften. Wolfgang Formlchneider (in Nfirnberg 1536).
4 Bl. 4. — In Berlin und WolfenbGUel.
Nachred das grewlich latter, fampt fein zwdlff Eygen-
fchafften. Nfirnberg, H. Wandereifen o. J. (1540).
4 Bl. 4. mil Titelholzsch. — Im Germ. Museum.
Nachred das greulich latter etc. Nfirnberg, G. Merckel.
1553. 8 Bl. 4. mil Titelholzsch. — In Nurnberg.
129. — Der NarrenfrefFer. Mer das Narrenbadt. Nfirnberg,
G. Merckel o. J. (c. 1552). 4. — In Berlin und Nfirn-
berg.
Der Narrenfreffer. Mer das Narren Badt. Nfiremberg,
G. Merckel. 1553. 4.
Ich Ipatziert heut frfi aus vm Drey
Zu fehen wie der lichte mey
Bekleydet hett das weite feld etc.
130. — Das feindtelig haufs des Neides. o. 0. (Nfirnberg).
1554. 6 Bl. 4. mil Titelholzsch.
Das feindtfelig Haufs des Neides, aufs der befchrei-
bung Ovidii. Mercurius ein Got der Kauffleut. Nurn-
berg. 1554. 4. mit Titelholzsch. — In Berlin und
Nfirnberg.
Ovidius den neyd befchrieb etc.
131. — Das feindtfelig Lafter derNeidt mit fein zwdlff Eigen-
fchafften. Nfirnberg, G. Merckel 1553. 4. mit Titelholzsch.
— In Berlin.
Eins mals lag ich vn mir gedacht etc.
(Fortsetzung folgt.)
Bibliothekch ronik und Miscellaneen.
(Die dffentlichen Unterrichts - Bibliotheken
Oesterreichs.) Nach einem urafassenden Berichle in der Wie-
ner-Zeitung fiber die dffentlichen Bibliotheken, welche bis zur
Creirung eigener Hofstellen flir die Lander der ungarischen Krone
dem vormaligen Minislerium flir Cullus und Unterricht unlerge-
ordoel waren, belrug die jfihrliche Dotation flir die Universit&ts-
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144
Bibliotheken von Wien, Prag, Padua, Pest, Krakau, Graf, Lem-
berg, Innsbruck, die Studien -Bibliotheken von Linz, Salzburg,
Laibach, Klagenfurl, Gorz, Mantua, Olmiilz, Klausenburg, die Bi-
bliothek bei San Marco in Venedig, die Bibliothek des Wiener
polytechnischen Instituts, ira Jahre 1850 fiir Ansehaffung von
BUchern und das Einbinden derselben 20,460 fl. ; dieselbe wurde
in den darauf folgenden zehn Jahren ura 5940 fl. vermehrt, so
dass sie gegenwtirlig die Summe von 26,400 fl. erreicht. Die
jahrlichen Ausgaben fiir diese Bibliotheken sind j.edoch weit hitter,
und die Dotation entspricht dein Bediirfnisse nicht. Indessen giebt
es in Wien ausser der grossen k. k. Hofbibliothek noch eine
grosse Zahl anderer Bibliotheken, die dera Fachgelehrten und den
Freunde der Wissenschaft zur Benutzung offen stehen, was der
Universittits - Bibliothek ihre Aufgabe nicht wenig erleichtert
Aehnliohe Verhaltnisse flnden sich auch in mehreren anderen
St&dten.
Das Minislerium fiir Cultus und Unterricht hat in den Jahren
1849 und 1860 im Ganzen 37,050 fl. auf ausserordentliche Do-
tationen zur Ansehaffung der nothwendigsten Biicher bewilligt,
namenllich um jene Liicken auszufiitlen , welche sich aus Anlass
besonderer wissenschaftlicher Bediirfnisse zeiglen, und ausserdem
wurden die Hermann'sche , Grysar'sche, Hahn'sche, Benigni'sche
und Schuler'sche Bibliothek um den Gesammtpreis von 15,563 fl.
im Laufe der genannten Jahre zum Besten der diesem Minisle-
rium unlerstehenden Bibliotheken angekauft. Nach dem Biicher-
stande des Jahres 1860 ordnen sich die Universi tats- Bibliotheken
wie folgl: Wien 159,644 Bande, Prag 126,103, Krakau liber
102,822, Pest 98,097, Padua 89,497, Innsbruck 57,802, Graz
48,847, Lemberg 39,166 Bande. Die Bibliothek bei San Marco
in Venedig besitzl 114,230, ferner Olmiilz 54,362, Salzburg 50,141,
Mantua 40,910, Laibach 33,627, Klagenfurl 31,627, Triest bei
28,000, Linz 27,830, das polytechnische Institut in Wien 26,800,
Klausenburg 13,397 und Gorz 10,001 Bande. Ausser dem An-
kaufe von Buchern werden die Bibliotheken auch durch die Pflicht-
und Probe-Exemplare der im Inlande erscheinenden Press-Erzeug-
nisse und durch Geschenke vermehrt. Die Bibliotheken sind vom
Minislerium beauftragt worden, die Erzeugnisse der Landespresse
als Beitrage zur Culturgeschichte jedenfalls in den Bibliotheksbe-
sland aufzunehmen, und haben uber die Art ihrer Behandlung
eine detaillirle Vorschrift erhalten. (Die Presse, Num. 127.)
Veranlwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naurnann.
Verleger: T. 0. WeigeL Druck von C. P. JUelzer in Leipzig.
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SERAPEUXKE.
dtfdjt iff
fur
BibliothekwisseDschaft, Handschriftenkunde und
<ere Litteratui\
lm Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden
hera usgege ben
von
Dr. Hobert Naumann.
JVi 10. Leipzig, den 31. Mai 1861#
Urkundliche Mit theilungen.
Wenn der sel. Regierungsrath Josef Chmel in Wien ! )
und andere Geschichtsforscher seines Ranges es ais eine
Anforderung des von ihnen gewahlten Bernfes angesehen
haben, manche unscheinbare, im Privalwege in ihre Hande
gelangte, Urkande vor der Vernichtung zu retten, und sohin
far die zukfinftige Forschung, welche haufig auch aus dem
Inhalte und der ausseren Form von Privaturkunden interes-
sante culturhistorische Schlusse zu Ziehen vermag, aufzube-
wahren, so glaube ich, dass in dieser Beziehung ein Zusam-
roenwirken moglichst vieler Freunde der Geschichle nur will-
kommen sein konne , und halte es demzufoige fur zweckent-
sprechend, vor der Hand die nacbfolgenden drei, eigenlhum-
lich von mir erworbenen Urkunden, von welchen die ersle in
Wien selbst entstanden ist, wahrend die beiden anderen der
Stadt Wels in Oberdsterreich angehoren, dem Drucke zu
ubergeben.
I. 138S. Ich Chunrat der Rokk vnd ich Ianns der Jan
die zeit baid des Rates der Slat ze Wienn Bechennen offen-
ieich mit dem brif. das fur den rat der egenanten Stat cze
1) S. das Nationalbl. der k. k. Academic der WissenschaRen zq
Wien, vom Jabre 1854, Seite 222 fl.
XXU. Jahrgang. 10
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wienne chom Janns der Plainer an ainem (ail und chlagt von
feines Hawfes wegen gelegen an dem Allen Cholmarkchl ze
Wienn und ftozzet auf fand Michels freilhof, das Im Perich-
tolt der Futrer, die zeit Chirichmaifler dafelbs zway venfter,
die aus feiner fluben auf den egenanlen freythof giengen, mil
einer hutten verpawt hiet, das von Alter nicht alio hercho-
men wer. Da enkegen chom an dem andern tail derfelb Pe-
richtolt der Futrer, an der egenanten kyrchenflal, dacz fand
Michel und fprach das er der huten ze pawn voiles recht
hiet. Und paten darnach den ganczen Rat zu bayderfeit mil
gfitleichem willen unbetwungenleich das Er In geben zwey aus
In des Rates darauf ze befchawen und darnach in ein Recht
zefpreohen dapey Si furbas vor allem chrieg beleiben woll-
ten Des gab der Rat uns obgenant zwey aus In, ihn darauf
ze belchawen und haben auch wir die egenanten fennfter mit-
fambt der hutten dafelbst aygenleich und wol befchawt und
darnach in ein Recht gefprochen dabey Si furbas vor allem
chriege beleiben Allien Alfo das der vorgenant Perichtoll dem
egenanten lannfen dem Planner die obgenanlen zway venfter
und alle die vennfter die aus feinem haul's auf den egenanten
freythof gent uuumpawt und ungeirret Iten lazzen fol wann
Si von alter und rechlleich alfo geftanden und herchomen
find und darnach chamen wir wider fiir den obgenanten Rat
und fagten da unfer kuntfchaft, in dem Rechlen als vor ge-
fchriben ftet. Und dariiber zu einem warn urchunde geben
wir von gefcheft, und gehayfsen desfelben Rates dem ege-
nannten Jannfen dem Plattner und dem vorgenanten feinem
haws den brif vorligilten mit unfer bayder anhangenden In-
figiln. Der brif ift geben ze Wienu nach kriftes geporde
drewtzehenhundert Jar darnach in dem acht und achtzigiften
Jar des nechften Fritags nach Sand Jacobe lag in dem Seyl.
Orig. Perg. Mit einem auhangenden schwarzen Wachs-
siegel.
Diesen Servitutsbrief habe ich bei der, von W. Drugulin
am 5. November 1860 in Leipzig abgehaltenen, Kunsl-Auction
erstanden.
II. 15S0. Ich Hanns Achleuler der zeit Statrichler zu
Wels Und ich Margaretha fein eheliche Hausfrau Bekhennen
fament und unverfchaidenlich fur unns und all unfer beeder
Erben Offenntlich mit difem brief wo der zuvernemben fur-
khumbt. Als wir unns verfchiner Zeit aus Schickbung Gottes
nach Ordnung der Heilligen Chriftlichen Khirchen, unnd auf
unnfer zu beederfeits Regften freundt Rath mit eelicher Heurat
zufamen verpflicht und gelehert, Bifs herr freundtlich unnd
treullich mit einannder gehauft Unnd durch den Segen Got-
tes eeliche Khinder bei einander erzeugt, Daher wir bedacht,
unnd zu Herzen genomen difs vergennekhlich leben, unnd das
ein Jeder mennfch durch den Zeitlichen Todt von difer welt
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147
abfchaiden maefs, Ime aber die ftundt gannz ungewifs unnd
yerborgen ifl, unnd haben darauf zu furkhumbung khunffliges
tribs und Irrung, fo llch nach uoofer aines ablaiben in unn-
fern Zeillichen guettern erregen mdchten, gannz wolhedacht-
lich frey wilkhierlich unnd unbezwnngen, zu der Zeil da wir
folches, an menigelicbs Irrung unnd widerfprechen , Kechtlich
woll ihuen mugen, defsen Auch gueten fueg, unnd macht
gehabt, In unnfern haab und guettern To wir Anfangs zufa-
men gebrachl, feiderhero uberkhumben Jezo haben Oder noch
binfuro in unnfer eelichen beiwonung mil einander oder Jedes
fonnderwar erobern, ererben, erkhauffen, und gewinnen Hier
Innen nichts ausgefchofsen uiidter was obrigchaiten, gebQet,
onnd orlen die gelegen, unnd zu finden fein mdchten, Dife
yolgundte Ordnung unnd vermachtnus wie folches gemaines
Lanndts unnd der Stat wels gebrauch nach, am krefflig, und
beflanndigiften befchehen loll khan und mag. Aufgericht unnd
mis enntlchlollen Thuen das auch hiemit wifsentlich in Crafft
dies briefs. Dergeftalt und mainung. Das all und Jed unnfer
anligundt unnd varundl haab und guet. in Zeit unnfer baider
leben, unnd eelichen beiwonung, ain Ainiges unzertrennls
guet fein, unnd darfOr gehalten werden folle. Wann fich aber
binfuro nach dem willen Gottes zuetrueg, das lein Almech-
tigchait laung verhuelen welle, das unndler unns beeden aines
vor dem anndern Todies abgeen wurdte. So foil unnd mag
fich alsdann die lennger lebennt Perfon welche die ift, aller
unnd Jeder obgemelter unier beeder Anligunndten und Yarund*
ten haab, fmuekh, und guettern, Es fey Haufs Hof, grundt,
Poden, ParfchafJI , verbrieffl, unnd unverbriefft fchulden, Sil-
bergfchier, Clainadter, Claider, Pelh und Leingewannt, Zia,
Mefsing, Khupfler, Khucblgfchier unnd annders, darinnen we*
der wenig noch vill uichts ausgefchlofsen , one alle Spdrr
unnd lnventur (deren wir die Sladtgerichliich Obrigchait gennz-
lich bemuefsigt, unnd one fchaden gehalten haben wellen.)
unndterwindten, das alles frey Aigenthumblich Innhaben nuczen,
nuefseu unnd gebrauchen, verrer verfeczeu, verkhaufen, fchaf-
fen, machen unnd geben. wem unnd wie fy will unnd verluft,
one der erft Abgeftorbnen Perfonen negften erben, unnd Jeder
menigelicbs Irrung ^ Ua ennlgegeu aber fy die uberlebennt
Perfon fchuldig unnd verpundten fein unnlere eeleibliche Khin-
der, fovill deren zu derfelben Zeit im leben verhanndten fein.
Bifs zu Ihren Vogtbarn Jam , in der Forcht Gottes zu aller
Zuchl, unnd Erberchait, mit Speils, Drankh Claidung unnd
Annderer gebuerlicherLeibsnotturften auferziechen, unnd unnd-
terhalten, Auch in die fchuell geen, unnd was nuczlichs lern-
nen lafsen , Und wann deren Ains oder mer feine Vogtbare
Jar erraicht, unnd fich mit Kalh vorwifsen und willen Jr der
lennger lebennten Perfon nach ehren verehelichen, unnd ver-
heurathen wurdte, So folle es bey der uberlebennten Perfonn
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148
Freien gueten willen unnd wolgefallen fteen diefelben unnfere
khinder nach gelegenhait unnfers vermugens, unnd der Heu-
rath, mil Ainem zimblichen Heurathguet, So vill Ir gefellig,
Umb unnd fur Ir Anerftorben vatter oder muetlerliob Erb zu-
betreuenn, zu begaben, unnd aufszerichten , Daran ain Jedes
khindt benuegig unnd zufriden fein Unnd diefelb tiberlebennl
Perforin uber das, was fy aus freyem willen darzugeben vor-
hat, durchaus nit Antringen noch betrueben folle wie wir
dann aines gegen dem Anndern unnfer Herczlich vertranenn
feczen Es werdle fich die lenngerlebennt Perform aus folcher
betreuung, wie fich gebuerl, Auch vatter unnd muetter one
das gegen Iren Leiblichen khindern Zuthuen fchuldig Fein,
verhalten unnd erczaigen Im faal aber Auf folch der erlten
Perfonn Todt, unnd Abganng khaine khinder Im leben ver-
hanndten weren, oder diefelben gienngen vor Irer Voglbar-
khail Todtes ab. So ift die uberlebennt Perfonn. Aus unns
der erstabgeftorbnen negften Erben unnd Pluetsfreundten. wer
die gemainen Rechten, unnd Lanndtsbrauch nach fein werden,
fur alle unnd Jede Ir daher fuecheute Erbliche Sprfich, unnd
Legilima merers nit als zween unnd dreifsig gulden Inner
Jarsfrift gegen genuegfamer verzicht unnd Quittung, hinaufs-
zegeben. unnd zu beczallen fchuldig. Damit fy gennzlich
hiridan Abgefertigt. unnd vergniegt fein unnd bleiben follen. —
Hierauf fein wir mer beruerte beede Conieuth fur unns unnd
all unnfer beeder erben Aines des anndern difer unnfer Heu-
rathsvermachtnus halben. Rechte Treue gwehr fcherm, unnd
furftanndt, fur all Rechtiich khrieg, unnd Anfprach, Alfsdann
Laudtes Oefterreich ob der Enns, unnd der Sladt wels Recht
unnd gebrauch ift. Alles treullich und Ongeverdte. —
Des zu wahrem urkhundt haben wir Innhalt gefertigter Petzeil,
diennftlichs vleifs erbeten, die Furfichtigen, Erfamen unnd
weil'en. Hannfen Thaurrn der zeit Burgermaiftem zu wels,
unnd Michaeln Huebmer Eltiften des Rats do felbs, das Sy
Ire Aigne Innfigl Hierangehanngen. Doch Inen Iren erben unnd
Innfigln. Auch gemainer Stadt in Alweg unvergriffen unnd
one fchaden. Zeugen der fachen unnd des gebets umb die
fertigung fein die Erfamen, unnd we i fen Paiigracz Altennann-
ger, Hannfs Hafslbacher beede Rathsverwannte , Und Thomas
Grabmer all drey Burger zu wels. — Befchehen Am lag
Martini. Nach Chnfli unnfers lieben Herrn unnd feeligmachers
gebuert Im Funfczehenhundert unnd Achczigiften Jar.
Orig. Perg. Die zwei Siegeln fehlen.
Diesen Erbvertrag habe ich im Privalwege erworben.
III. 1670. Ich Johann Daniel Schnegg, ordinari Ambts
Burgermaifter alhie zu Wells, und neben Ihme ich Helena
Regina fein Ehefrau bekhennen hiemit fur Unns unnd all
unfere Erben offentlich gegen yedermeniglich in kraffi difes
Brieffs. wo ulld welcher orthen derfelbe Zuvernemben fQr-
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khombt. das wir omb vnferer befserer gelegenheit willen, ganz
wollbedSchllich recht unnd redtlich, auff ein ftfilterdings unnd
unwiderrueffliches Ende unnfer bishero aigenlhumblich inge-
habtes Tagwerch Aekher im Vifcher Veldt, mit dem Obern
Orth an die Mayrhofterifch: anjezo Rheingrueberifche Grundt:
and mit der Undteren feitlen an der Gafsen oder Landftrafs
ligendt, fomit aller Grundt Obrigkeit Gmainer Statt Weirs in
dero Burger Spilall undterworffen unnd alldahin jdhrlich zur
Dienft Zeit im Herbft mit zwainzig Pfening dienftbar, die
Grundt oder Landfteur aber gm. Stall gehdrig lit, fambt all
defsen Rechtlichen Ein- und Zuegehorung. Mit dem Ehrnveft
onnd Wollfurnemben Herrn Georgen Freundt des Innern
Rathes unnd geordtneten Spitall Ambts Yerwaltern und re-
spective dem Burger Spitall felbften cum omnibus perti-
nentiis, Herrentgegen Er Herr Freundt alls Spitall Ambts
Verwalter, Uns, aus des Spitall Ambts Griindlen ain khlaines
Tagwerch Ackher, im Vifcher Veldt beym Creuz, mit dem
Obern orth an Prukhmayrifchen. am Untern aber an Herrn
Wolffen Fellners des Innern Raths allda ftofsendt und geleg
To gleichesfahls mit aller grundt Obrigkeit befagtem Burger
Spitall Ambt undterworffen und alldahin zu obberuehrler Dienit-
zeit mit zwainzig Pfening dienftbar ift. (ambt all defsen
Rechtlichen Ein- und Zuegehorung laut defswegen aines un-
ter heutigem dato abfonderlich auffgerichlen unnd Uns ain-
gehandigten Wexlbrieffs, Verwexlet und eingeraumbt haben,
Hierauff haben Wir eingangs bekhenendte Cohnleuth vorge-
meltes Tagwerch Ackher mit aller Gwehrfchaft mehrerwenten
Herrn Freundt feinen Nachkhomben, und refpeclive dem Bur-
ger Spitall felbften in deren Handt, Gwaldt, Nutzen gebrauch,
Wexlweis abgetrelten, richtig Ubergeben und aigenlhumblich
eingeantwortt haben, Allfo und dergellalt, das for mehrbe-
fagter Herr Freundt alls Spitall Ambts Verwalter, und feine
Nachkhomben nun hinfuro darmil all Ihren Nuzen unnd from-
ben darmil betrachten thuen unnd handlen konnen und mogen,
wie feyn geluft unnd verlangen, ohne unfer und all unlerer
Erben, auch fonften Meniglichs eintrag, Ihrung, hiudlernufs
onnd widerlprechen, Wir feyn auch hieruber diefes richtig
Wexlkhauffs halber fur Unns und unfere Erben, villgedachten
Herrn Freundlen, feinen Nachkhomben unnd Succedirendten
Spitall Ambts Verwaltern, rechle gethreue Gaben , Gwehr,
Schermb und furftandt, fur alle Rechtliche Clag unnd an-
fprach, wann und alls offt folches zu recht noth befchuecht,
Allermafsen dann in dergleicben Wexls Gwehrfchafflen Land-
tes Ofterreich ob d. Ennfs Recht, und der Stall Wefss altes
Herkhomben unnd gebrauch ift, Threulich und ohne ge-
▼erdte; Defsen zu wahrem Uhrkundt, haben wir dienftl.
vleis erbetten. Den Edl unnd Veften Herrn Andreen Chlemb.
Sfyapl. Slattrichlern , und angefetzten Spitall Ambts Verwal-
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ISO
tern, das derfelbe difen Wexlbrieff, rait feinem aignen hier-
undterhangendten Infigl (: doch all aodwerlhs ohne nacbtt
und fchaden:) von Ambts- und furgefetzler Obrigkeit wegeo,
Verfertligt und bekreffligt hat ; Zeugen der Sachen und des
Gebetts urn ermelte Ferttigung feyndt die Ehrnveft unnd fur-
neroben, und achtbare, Herr Zacharias Pallnftorffer, geordt-
neter Statt Cammerer, Herr Johann Rheingrueber, beede des
Raths unnd Leonhardt Fafsl, Ralhsdiehner, alle drey allhie zu
bemellem Welfe. Beschechen den zwainzigiften Monatstag No-
vembris im Sechzehenhundert, unnd Siebenzigiften Jahr.
Orig. Perg. Das Siegel fehlt. Dieser Tauschverlrag (nach
der Sprachweise seiner Ausstellungszeit : „Wechselbrief") ging
wahrend meines Aufenlhaltes zu Wels aus der Innehabung
eines Privaten an mich fiber.
F eld bach, in Sleyermark.
Anton Ritter v. Spavn.
A n z e i g e.
Bilder-Hefte zur Geschichte des Buchhandels und der
mit demselben verwandten Kflnste und Gewcrbe.
Herausgegeben von Heinrich Lempertz, Inhaber
der Firma J. M. Heberle in Koln. Jahrgang 1861 (der
neunte der Reihe). Koln 1861. Sechs Blatter in
Umschlag. Folio.
Der Herausgeber erfreut nicht nur alljahrlich seine litte-
rarischen Freunde mit einem neuen Hefte seiner ebenso an-
ziebenden als belehrenden Miltheilungen, sondern alle Biblio-
graphen und Bibliophilen des In- und Auslandes schenken
der schonen Gabe ihre lebhafteste Theilnahme. (M. s. z. B.
die Anzeigen im Bulletin du bibliophile beige.)
Die Lieferung fur das Jahr 1861 bringt gleich ihren Vor-
g§ngern umsichtig ausgewahltes , interessantes Material, wie
die folgende Uebersicht bekunden wird.
1. Blalt: Signet des Levinus Hulsius, Geographen, Mathe-
matikers und Buchhandlers zu Numberg und Frankfurt im 16.
Jahrhnndert, nebst einem Bricfe desselben aus Frankfurt vom
10. Mai 1603. (Original im Besilze des Herrn Lempertz.)
Mit einer Notiz fiber Hulsius' Leistungen.
2. Blatt: Nach Martin Rota's Stich facsimilirtes Bildniss
Michael Pelerle's, Buchdruckers , Formschneiders und Illumi-
nisten zu Prag im 16. Jahrhnndert, und dessen Signet. Sein
Hauplwerk war: ^Triumph und aigentliche Contrafactur wie
Maximilian II mit seinen Sdhnen und Brfidern und den Chur-
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fflrsten auf den Reichstag geritten ist. Durch den beruhmlen
Maler Hans Bocksberger disponirt und geslellt. Gedruckt in
Prag durch Michael Peterle, Illuminislen 1573. u Fries von
22 Slattern, von welchen es schon oolorirte Exemplare giebt.
3. Blatt: Des beruhmten englischen Typographer) William
Bulmer's (geb. 1757 zu New-Castle-upon-Tyne, gesl. zu Lon-
don am 9. Dec. 1830) Bildniss nach Audinot. (Auch in C. H.
Timperley's Dictionary of printers and printing Lond. 1839,
nebst Nachrichten uber ihn ; Temperley giebt den 9. Septem-
ber als seinen Todestag an.) Die bei ihm erschienene Pracht-
aosgabe Shakespeare's gab die Veranlassong zu (Jem Namen
Shakespeare's press", den seine Buchdruckerei fGhrte. Das
Original eines miigetheilten facsimilirlen Schreibens Bulmer's
befindet sich in der Sammlung des Herausgebers.
4. Blatt: 1) Bildniss Johann August Gottlieb Weigel's,
Buchhandlers und Universitats-Proclamalors in Leipzig (geb.
am 23. Februar 1773, gest. am 25. Dec. 1846), nach einer
Zeichnung von F. Giessmann (1832) geslochen von L. Sich-
ling (1844) 2) Weigel's eigenhandige Notizen uber die letz-
ten Stunden seines Freuudes J. G. Seume (gest. am 13. Junius
1810) von Herrn T. 0. Weigel, sowie die Platte des Bildnis-
ses, zur Verfugung des Herausgebers geslellt, welcher Nach-
weise der grossartigen Geschaftsthaligkeil Weigels und seiner
Sohne, der Herren Theodor Oswald Weigel (geb. 1812) und
Rudolph Weigel (geb. 1804), beigefugt bat.
5. Blatt: Initialen. Dritles Blatt. Ein vollstandiges
Alphabet von im 15. Jahrhundert zu Buchern verwendeten
Initialen, eine der grossleu Sellenheiten. Es befindet sich in:
„Salomonis eccl. Constant, ep. glossae ex ill. coll. aucloribus."
0. 0. u. J. gr. Fol. (Hain Nr. 14134). Druck und Ausstat-
tung haben Aehnlichkeit , wie Herr Lempertz bemerkt, mit
den Erzeugnissen der Presse des J. Zainer zu Ulm.
6. Blatt: AB. Vorder- und Ruckseite eines von Clemens
Alyandre reichgepragten Lederbandes mit den franzdsischen
Lilien, dem Clevischen Wappen etc. zu: „Pragmatica Sanctio.
Parisiis, J. Petit et Phil Pigouchet, 1510 w C. Ruckseite eines
Lederbandes mil der Statue Karl's des Grossen etc. zu: „Fr.
Philelfi epistolae. Parisiis per Nic. de Pratis, 1507." D. Vor-
derseite eines Lederbandes mit einem der Marque des Phil.
Pigouchet ahnlichen Monogramme des Yerferligers aus zwei
verschlungenen P bestehend, zu : ^Galfridi Monemulensis Bri-
tannie descriptio. Parisiis per Jo. Badium Ascens. 1508. u (Die
Originale gehoren Herrn Buchhandler Tross in Paris.)
Hafnbur « Dr. F. L. Hoffmann.
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i5a
A n z e i g e.
Bulletin du bibliophile Beige, public par F.
Heussner, sous la direction de M Aug. Scheler,
bibliothecaire du Roi. Tome XVI (2 e serie, Tome
VII). — 4 e et 5 e cahiers. Bruxelles, F. Heussner,
librairie ancienne et moderne. Novembre I860. S.
295—392. Gr. 8°.
Dieses Doppelheft enthalt in der ersten Abtheilung, Hi-
stoire des livres, 1) unter der Ueberschriflt: Hisloire de comle
de Namur, par le P. de Marne, (Jesuit, geb. zu Douai 1699,
gest. zu Lultich, sein Werk erschien daselbst 1754), dessen
handschriftlich im Besitze des Herrn Senators Vergauwen
befindliche ungedruckle Epitre dedicatoire der „Histoire a , fer-
ner: Observations (der Censoren) sur le manuscrit de I'His-
toire de Namur. — Reponses et reflexions sur ces observa-
tions ; Reponse courte, sur la dissertation qui m'a ete envoiee
en reponse a la mienne sur le comte de Lomme. Die Zeit-
schrift verdankt diese Mittheilung Herrn J. Borgnet. (Vgl.
Bullet., I. VII, S. 453—456.) — 2) Notices relatives a une
collection de manuscrits, possedee dans la seconde moitie du
XVII e sifccle el les premieres annees du XVIIi% a Dordrecht,
par David Find Van Gi/fen (irrthiimlich ist Griflen gesetzt),
et vendue a la Haye en 1765, von dem Unte rzeichneten.
Betrifft eine merkwurdige Sammlung von Briefen und geschicht-
lichen Documenten, die in einem kleinen sellenen Kalalog,
welchen die hamburgische Sladtbibliothek bewahrt. verzeichnet
sind (audi besonders abgedruckt, 14 SS. gr -8°.) 3) Une copie
du XVl e siecle du Liber aureus de Tabbaye de Saint Willi-
brord, a Echternach, von Herrn Namur. Dieser „ Liber au-
reus*, welcher nicht zu verwechseln ist mit dem gleichnami-
gen Codex evangeliorum , der, mit goldenen Buchstaben auf
dem reinsten Pergamenl geschrieben, ebenfalls der genannten
Abtei gehdrte, ihr 1794 aber entfremdet wurde und an die
Bibliothek zu Trier verkauft sein soli, besleht aus 194 ge-
schichtlichen , grosstentheils auf die Abtei sich beziehenden
Actenslucken von Clovis HI an bis Karl V, 691 — 1555; von
denen, wie Herr Wurth-Pagnot in einer Beschreibung und
Analyse des Manuscripts, die er der Archaologischen Gesell-
schaft des Grossherzogthums Luxemburg uberreichte, angiebt,
144 ungedruckt sind. 4) Charles de Rouillon, poete beige
du milieu du XVI C sifecle. — Un livre perdu et une ode sauvee.
(Auch besonders abgedruckt, 11 SS. gr.-8°.) Eine neue in-
teressante Arbeit des Herrn H. Helbig, die einen unbekann-
ten belgischen Dichter, der 1560 bei Plantin „Odes u , 8°.,
drucken liess, zum Gegenstand hat; nur eine derselben, „Ode
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103
a Charles d'Utenhove , Ganlois u ist erhalten, das Buch war
nirgends aufzuQnden. Herr Helbig hat dieses Gedicht, welches
uns Charles Rouillon als einen des franzosischen Dichterfur-
sten wurdigen Schuler kennen lehrt, nach einem vollstandi-
gen Abdruck wieder veroffentiicht. 5) Extrails du rapport de
la Commission royale d'hisloire a M. le ministre de l'inlerieur
sur les travaux de la dite commission pendant la periode 1834
a 1859, unterzeichnet: Le Secretaire, Gachard. Le President,
Baron de Gerlache. Eine Uebersicht der wissenschafllichen
Leistungen der hochverdienten Commission, deren Thfitigkeit
im In- uad Auslande allgemein bekannt und anerkannl ist.
Die zweite Abtheilung, Biographie, bringt 1) Necro-
logie litteraire de l'annee 1859, von Herrn Dr. Aug. Sche-
ler, in sechs Abschnitteu: 1. Deutschland (nebst Oesterreich
and der deutschen Schweiz), 79. 2. England und Amerika, 51.
3. Belgien , 12. 4. Frankreich und die franzosische Schweiz,
37. 5. Niederlande. 13. 6. Italien, 10. — Skandinavische
Lander, 5. — Russland, 4. — 2) Eine biographische Notiz
fiber den verstorbenen Jean Baptiste Theodore de Jonghe
(geb. zu Brussel am 23. November 1801 , den Besitzer einer
ausgezeichneten Bibliothek, von welcher mehrere Bestandtheile
in Brussel 1850 offentlich verkauft wurden), von Herrn Ch.
Rue lens, dem ersten Bande des reichhaltigen , musterhaft
bearbeiteten Katalogs entnommen.
Fur den ersten Artikel der dritten Abtheilung, Melan-
ges, der mil Freundesworten des Tages gedenkt, an welchem
der Unterz. sein 70stes Lebensjahr erreicht hatte, Herrn Dr.
Scheie r auch hier offentlich meinen innigsten Dank! — Die
fibrigen Artikel handeln u. A. von den Zuschriften in Hum-
boldt's Buchern und seinen Nolizen in denselben nach dem
„Magazin fur die Litteratur des Auslandes u ; von der in Paris
verkauften Bibliothek Constant Leber's ; von der Buchdrucke-
rei der „Times u ; von der Benutzung der Photographic zu
Fac-simile's von Manuscripten, besonders den sehr gelungenen
Yersuchen des Herrn Camille Silvay. — Dann folgt, iiber-
schrieben : Le Cabinet de Jos. Paelinck, eine Notiz uber die
in* Brussel versteigerten Bucher, Manuscripte und Kupferstiche
dieses Kiinstlers.
In der vierten Abtheilung, Revue bibliographique , ist
fiber den ersten Theil des ersten Bandes der neuen Ausgabe
des Brunet'schen „Manuel u berichtet mit Hinzufugung einiger
Erganzungen etc.; unterzeichnet B. (G. Brunei).
Nachrichten von der Bibliothek des Herrn de Clinchamp,
die Herr Solar im Ganzen lur 125,000 Fr. (der Katalog ent-
halt nur 819 Nummern) erworben und mit der seinigen ver-
einigt hat, giebt die letzte Abtheilung, Catalogues. — Ventes
de tivres.
Andere augenblickliche Beschaftigungen haben Herrn
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184
Rue lens veranlasst, die Verdffentlichung der FortsetzuDg
der -Annates Plantiniennes" auf einige Zeit zu unterbrechen.
" amburg - Dr. F. L. Hoffmann.
Hans Sachsens Gedichte.
Eine Bibliographie
von
Emil Waller in Zurich.
(Fo rtsetzung.)
132. — Ein lobfpruch der ftatt Nurmberg.
Der Stadt Nurmberg ordnung vnd wefen
Findftu in difem gdicht zulefen.
o. 0. (Nurnberg}. 1530. 8 Bi. 4. — In Berlin and Nam-
berg.
Eyn Lobfprucb der Stat Nurmberg.
Der Stat Nurmberg ordnung vnd wefen
Findftu in difem gdicht zu iefen.
Am Ende: Gedruckt zu Nurnberg durch Kunegund Her-
gotin o. J. (c. 1530). 8 Bl. 4. mil Tileleinf. — In Zurich
(Stadtbibl.) und Weimar.
Vor kurzen tagen ich (paciert
Vor grunem boltz ich vmb rifiert etc.
Ein Lobfpruch der Statt Nurnberg. o. 0. u. J. (Nurn-
berg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt mil Holzscb.
(Ansicht von Nurnberg). — In Gotha. Bei Becker.
Ein Lobfpruch Der Stadt Nurnberg.
Der Stadt Nurnberg ordnung vnd wefen
Findft du inn difem gedicht zu lefen.
Am Ende: Gedruckt zu Nurmberg, durch Georg MerckeL
1554. 8 Bl. 4. mit Titelwappen. — In Berlin.
Nurnberg, V. Neuber o. J. (c. 1560). 8 Bl. 8.
Nurnberg, G. Wachter o. J. (c. 1560). 8 Bl. 8.
Nurnberg, Val. Fuhrmann o. J. (c 1600). 8 Bl. *
G. L. Fuhrmann (in NQrnberg) o. J. 8 Bl. 8.
Nurnberg, C. Fuld. 1622. 8 Bl. 8.
133. — Der Omeyfs hauffen der vnruhigen vnd jrrigen welt
Dazu: Das wutendt Heer der kleynen Dieb. Nurnberg,
G. Merckel. 1556. 10 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg.
Eins morgens gieng ich in dem meyen etc.
134. — Dreytzehen Pfalmen zu fingen, in den vier hernach
genotirten thdnen in welchem man wil Oder in dem thou,
Nun frewt euch lieben Chriften gmein, einem Chriften
in widerwertigkait fehr troftlich. o. 0. (Nurnberg, J. Gut-
knecht). 1526. 16 Bl. 8.— In Berlin. Abgedr. in Wacker-
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nagels Kirchenlied S. 175 ff. Bei Panzer ungenau nach
Riederer angegeben.
Zwei geistliche Lieder des Hans Sachs (No. 238 und
239 von Waokernagels Kirchenlied) stehen in:
Enchiridion oder handbftchlein geyftlicher gefenge vnd
Pfalmen. NQrnberg, Hans Herrgott. 1525. 8. (Zwei
Auflagen in demselben Jahre; vergl. Wackernagels
Bibliographie S. 68—69).
Ebensn in folgenden Sammlungen:
Enchiridion geyftlicher gefenge. Erfurt. 1525. 8. Neue
Ausg. Erfurt, J. Lorffelt. 1526. 8. Ebd. o. J. (1526).
8. Ebd. 1527. 8. Ebd. 1528. 8. — Vergl. Wacker-
nagels Bibl. S. 70, 85, 97, 104.
Eyn gefang Buchlien Geyftlicher gefenge Pfalmen etc.
Breflaw, A. Dyon. 1525. 8. — Vergl. Panzer No.
2921, Wackernagel S. 70.
Die Euangelifch Mefs Teutfch. Auch dabey das hand-
buchlein geyftlicher gefenge etc. Nurnberg, Hans
Hergot. 1527. 8. — Vergl. Wackernagel S. 99.
Der gantz Pfalter, d. i. alle Pfalmen Dauids, an der
zal 150 etc o. 0. 1537. 8. Herausg. von Joachim
Aberlin. — Vergl. Wackernagel S. 146.
Der New gefang pfalter. o. 0. 1538. 8. Herausg. von
Sigm. Salminger. — Vergl. Wackernagel S. 147.
Das Lied No. 238 fteht allein in Geyftliche gefenge.
Erfurt, W. Sturmer. 1525. 8. — Vergl. Wackernagel
S. 70.
135. — Ein nutzlich Rat den jungen Gfellen So fich verhey-
raten wdlln. H. Guldenmund (in Nurnberg). 1549. Folio-
blatt mit Holzsch. — In Gotha. Bei Becker.
Nachdem ein Jungling frifch vnd frey
Het vnter Handt der Heyrat drey etc.
Ein nQtzlich rath den jungen gfellen, fo fich verheira-
then wdllen. H. Guldenmund 1549. 4.
Ein Rat zwifchen einem Alien man vnd jungen gefel-
len dreyer heyrat halben. Nurmberg, G. Merckel o.
J. (c. 1552). 4. — In Sololhurn.
Ein Rat zwifchen einem Alten man vnd jungen gefellen
Dreyer heyrat halben. Nuremberg, G. Merckel. 1553. 4.
Ein nutzlicher raht den Jungen Gefellen, So fich ver-
heyrathen wdllen. Am Ende: Das hat gedruckt Wolff-
gang Slrauch (in Nurnberg) 1569. Folioblatt mit
Holzsch. (von Virg. Solis). — Weigels Kunstkatalog
No. 19742.
136. — Das Regiment der anderthalbhundert Fogel. o. 0. u. J.
(Nurnberg). 4 Bl. 4. — In Berlin und Nftrnberg.
Nun horet wunder frembde mahr etc. •
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Das regiment der anderthalb hundert vogel. o. 0. u. J.
4 Bl. 4.
137. — Der Sabbatbrecher. o. 0. u. J. 4. — In Nurnberg.
138. — Der Samariter mit dem wunden. Mehr, Niemand kan
zweyeo Herrndienen. Nurnberg, H. Hamfingo. J. (c. 1553).
8 Bl. 4. — In Berlin und Nurnberg.
Luce am zebenden capitel
Den Herren Chriftum fragt ohn mittel etc.
139. — Eyn new gedichte von den Schmeichlern. Nurnberg,
Kun. Hergotin o. J. (c. 1530). 8. mil Tilelholzsch.
Ein yder fehe fur fich fnd verberg fich hinder keinen
Schmeichler. Ein fchdne Hiftorie, Von den Neidigen
vnd dem Geitzigen. Ein yder trag fein joch dife
zeit. Nurnberg, Fr. Gutknecht. 1554. 4 Bl. 4. mit
Titelholzsch. — In Nurnberg.
Eyn yeder fehe fur fich Vnnd verberge rich hinder
keinen Schmeichler. Nurnberg, Fr. Gutknecht o. J.
(c. 1555). 4 Bl. 4. mit Tilelholzsch.
Ein jder fehe fur fich vnd verberg iich hinder keinen
Schmeichler. Ein fchon Hiftorie von dem Neidigen
vnd Geitzigen. o. 0. u. J. 4. mit 2 Holzsch.
140. — Schwank, von dem frommen Adel. o. 0. u. J. (Nfirn-
berg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt m. Holzsch. — In
Gotha. Bei Becker.
Als zu Franckfurt vor manchem Jar etc.
141. — Schwank: Der pauern dantz. o. 0. u. J. (Nurnberg
1528). Folioblatt mit Holzsch von Sebald Behem.
142. — Vntergang Sodoma vnd Gomorra. o. 0. u. J. (Nurn-
berg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt mit Holzsch. — In
Gotha. Bei Becker.
Als Sodoma fich hat verfundet.
143. — Das vntrew Spiel. Nfirnberg, H. Hamfing o. J. (c. 1553).
4 Bl. 4. mit 2 Holzsch. — In Berlin und Nurnberg.
Eins mals ich auff ein abend fpat
Zu einer fchonen frawen trat etc.
144. — Ein neuwer Spruch, wie die Geyftlichkeit vnd etlich
Handtwerker vber den Luther clagen. o. 0. u. J. Folio-
blatt mit Holzsch. — Im Germ. Museum.
145. — Ein ftraffred Diogenis Philofophi etc. Nurnberg, Val.
Neuber o. J. (c. 1555.) 4. — In Nurnberg.
Ein ftrafred Diogenis Philofophi vber das viehifche ver-
kerte Leben menfchlichs gefchlechts. Mehr Drey artlicher
Schwenck von Diogene dem Griechifchen Philofophen.
Nurnberg, V. Neuber. 1555. 4.
146. — Die Sufanna mit den zweyen falfchen Richtern. o. 0.
u. J. (Nurnberg, Guldenmund c. 1530). Folioblatt mil
Holzsch. von Hans Schauffelein. — In Gotha. Bei Becker.
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Es war in der Stadt Babylon
Joiakim ein herrlicher Mon etc.
147. — Dem Teufel will die Hell zu eng werden. o. 0. u. J.
(Nurnberg, Frid. Gutknecht c. 1555). 8 Bl. 8. — InCelle.
148. — Der Teuffel left kein Lantzkoecht mehr in die Hello
fareo. Nurnberg, G. Merckel. 1555. 4 Bl. 4. — In Nurn-
berg.
Eins tags an einem abent fpat.
Da hett der lucifer ein raht etc.
Nuremberg, G. Merckel. 1556. 4 Bl. 4.
NQremberg, G. Merckel. 1558. 4 Bl. 4.
o. 0. fNfirnberg). 1561. 4 Bl. 4.
Abgedruckt in Hub's Bibl. I. 57.
149. — Die gemarthert Theologia. Mer das Klagent Euange-
lium. Nurmberg, G. Merckel. i:>52. 12 Bl. 4. — In Ber-
lin untf Nurnberg.
1. Als ich eins nachls nach Ton
Wie teutfche Nation
Jetzunder fo voll fteckt
Irrthumb, rotten vnd feet etc.
2. An der karfreytag nacht etc.
Die Gemarthert Theologia. Mer das Klagent Euange-
lium. Nfirmberg, G. Merckel. 1553. 12 Bl. 4. — In
Berlin.
150. — Was das nutzeft vnd fchedlichft Thier auff Erden fey.
Nfirnberg, H. Hamfing o. J. (c 1553). 4. — In Berlin
and Nurnberg.
Eins morgens kam ich in ein fchul etc.
151. — Die Thorheit der Welt. Folioblall mil Holzsch. von
Albr. Durer. Haos Guldenmnnd. 1526. — Verschiedene
AbdrQcke, z. B. Bei Georg Lanog. Vergl. Murr's Journal II.
158. Schorn im Kunstblatt 1830. S. 116. Nagler's Kunst-
ler-Lexikon III. 550.
Wer hat ye groffer clag erhorl
der Tyrann mich erfchrecklich fport etc.
152. — Der Thurnier fpruch. Alle Turnier, wo, wie vnd
wenn lie im Teutfchlandt gehalten find worden. NQrn-
berg, H. Guldenmundt. 1541. 8 Bl. 4. mit Titelholzsch. —
In Berlin, Nurnberg fStadtbibl.) und im Germ. Museum.
Eios morgens in defs Mayen thaw
Spatziert ich dnrch ein grune aw etc.
NOrnberg, Nic. Koorr. 1541. 4.
Auch abgedruckt in: Stamm vnd Ankunffl des hoch-
lObl. Haufes zu Sachfen etc. Magdeburg, Joh. Franck.
1587. 4.
153. — Tifcb Zucht. Hie in diefem bftchlein flndftu klerlich
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wie man die kinnder fol lern fchone tifch zucht. o. 0. u.
J. (c. 1530). 4 Bl. 4. — Id Berlin und Wolfenbfittei.
Lag wenn du zu tifch wolleft gan etc.
Tyfch Zucht. Hie in dyffem biechlein findeit da kler-
lich wie man die kind' fol lernen fcbdne TifcbzucbL
o. 0. u. J. (c. 1530). 6 Bl. 4. — In Berlin. Gervi-
nus II. 382.
Wann du zu tisfch wollefl gon.
Deine hend foil du vor gewefchen hon etc.
154. — Der Todt ein Endt, aller Yrdifchen ding. Nfirnberg,
G. Merckel o. J. (1553). 12 Bl. 4. — In Berlin nod
Nurnberg.
Der Todt ein end aller yrdifchen ding. Nfirnberg, VaL
Neuber o. J. (c. 1560). 8. mit Tltelholzscb. — Ha-
gens Biicherschatz No. 970.
Als man zelt ffintzehundert jar etc.
155. — Der Todt ruckt das Hullein. Nfirnberg, tl. Hamfing.
1553. 4 Bl. 4. — In Berlin und Nfirnberg.
Eins nachts lag ich vnd rounder wacht etc.
Der Todt ruckt das flullein. Nurnberg, V. Neuber o. J.
(1554). 4 Bl. 8. mit Titelholzsch. - In Berlin.
156. — Ein ich oner fpruch von dem Tod vnd elnem Blinden.
o. 0. (Nurnberg). 1546. 8.
Merck auff mit Fleyfs du frommer Chrift
Du waift wol das du todtlich bill etc.
Eyn fchdner fpruch, von dem Tod vnd einem Blinden.
Nfirnberg, H. Hamfing. 1553. 4 Bl. 4. — In Berlin
und im Germ. Museum.
157. — Die Drey Todtenn fo Chriftus aufferweckt hat Alle-
goria dreyerley Sfinder, fo Chriftus durch fein wort noch
teglich erwecket. Nfirnberg , H. Hamfing o. J. (c. 1553).
4 Bl. 4. — In Berlin und Nfirnberg.
Chriftus drey todten hat erweckt etc.
158. — Dreyerley fchaden der Trunckenheit. Nfirnberg , V.
Neuber o. J. (c. 1555). 4. — In Berlin u. Nfirnberg.
Als ich in meiner jugend fragt etc.
159. — Die Tfirckifch belegerung der Stat Wien , mit fampt
feiner Tyrannifchen handlung, Im M.D.XXIX. Jar. Folio-
blatl mit color. Holzsch. (Wiens Belagerung). Am Ende:
H. S. S. Valentin Neuber o. J. (c. 1560). 100 Verszeilen
— In Zfirich (Stadtbibl.)
Hbrt zu nach dem gezelet wurdt
Yon des Herren Chrifli geburl etc.
160. — Der Waldbruder mil dem Efel. Der argen Welt that
niemand rechl. o. 0. u. J. (Nfirnberg, Guldenmund o. 1530).
Folioblatt mit Holzsch. — In Gotha. Bei Becker.
Vor Jaren wont in einem Wald
Ein Waldbruder von Jaren alt etc.
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161. — Der Waldbruder vor dem heimlichen Gerichte Gottes.
Nflrnberg, V. Newber o. J. (c. 1560). 8 Bl. 4. mil Titel-
holzsch. — Lempertz, Bibl. germ. No. 680.
162 — Die neuo Elenden Wanderer. Nurnberg, G. Merckel.
1553. 4. — In Nflrnberg.
Der erft, welcher mil karren fehrt etc.
163. — Was vngelchlagen keyn gut that. o. 0. u. J. (Nflrn-
berg c. 1540). Folioblatt mit Titelholzsch. — Lempertz,
Bibl. germ. No. 151.
164. — Wafcherin , Spinnerin etc. o. 0. u. J. Folioblatt mit
flolzsch. — Leropertz No. 152.
165. — Die zwolff durchleuchtige Weyber dels Alien Tefla-
meots. In der Flam weyfs oder Herzog Ernfl weyfs zu
fingen. Nurnberg, V. Newber o. J. (c. 1560). 8 Bl. 4. mit
Titelholzsch. — In Berlin.
Zwolff durchleuchtige Weyber fendt etc.
Nurnberg, V, Newber. 1574. 8 Bl. 8. — In Berlin.
Augfpurg. 1596. 8 Bl. b.
Der Ehrenfpiegel der zwolff Durchleuchtigen Frawen
des Alten Teflaments. Nurnberg, H. Hamfing. 1553.
12 BL 4. — In Solothurn.
Nurnberg, H. Hamfing o. J. 4. - In Nflrnberg.
166. — Ein wunderbarlicher Spruch das Wolfsgefchrey ge-
nandt. o. 0. u. J. (Nurnberg. 1543). 8.
Hoerl ein wunderlich abenthewer etc.
167. — Summa all meiner Gedicht, von HDXIII Jar an bis
ins 1567 Jar. o. 0. (Nflrnberg). 1567. Folioblatt. — In
Gotha. Bei Becker.
Als man zelt viertzehnhundert Jahr
Vnd vier vnd neunzig Jar furwar etc.
In seiner „Summa w bekennt der alte Hans Sachs, in 16
Buchern 4275 Meistergesangstucke (13 in eigener Melodie),
in 18 Buchern 208 Spruchgedichte angefertigl zu haben.
Lienhardt Nunnenbeck war sein Lehrer in der Dichtkunst;
▼on seinem Yorbild Hans Folz schweigt er ganzlich. Sein
erstes Gedicht machte Hans Sachs zu Mfinchen im 20. Jahre
„ira langeu Marner, Gloria path, lob vnd ehr. w Gesprache
and Spruche, Fabeln und Schwanke dichtete er an die 1700.
Die drei ersten bis 1567 in Druck orschienenen Bucher ent-
halten 788 Slucke. Im ersten Bande seiner Gesammtausgabe
spricht er von 206 vorher einzeln gedruckten Gedichlen.
Also mass diese Zahl im Ganzen noch etwas hdher sich be-
laufen bis zur Zeit seines Todes. In Prosa hat Hans Sachs
7 Dialoge verfasst, ausserdem eine Menge geisllicher Lieder,
r Gassenhauer u , „Lieder von Krieges Geschrey u , und etliche
„Buhllieder a , in Summa 73, „in Thdnen fchlecht vnd gar ge-
mein u , wovon 16 in eigener Melodie. Alles in Allem wurden
6048 Slucke von ihm geschrieben.
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168. — Hans Sachfens fpruch damit er dem Maler fein Valete
dediciret. Folioblatl mit Kupferstich von J. Amman (H.
Sachsens Bildniss) nach dem Gemalde von And. Herney-
sen. Darunter:
Zwai monal ein vnd achzg Jahr alt
War ich, Hans Sachs in der Geflall
Yon Enders Herneyfen abgemalt etc.
Gedruckt zn NQrnberg, durch Kath. Gerlachin, vnd Jo-
bans vom Berg Erben. 1576. — Becker, Joflt Amman
S. 205.
Valete, Des Weilberhfimtep Teotfcben Poeten Hans
Sachfen verfafst 1567. Nurnberg. 1576. 4.
Valete des weitberuhmten Poeten Hans Sachfens, dar-
inn er felbft im 81. Jahr feines Alters fein Leben
vnd Inhalt, Anzahl vnd Ordnung aller feiner Gedichte
reimweifs verfaffet. Nurnberg. 1576. 4.
In Hans Sachsens gesammelten Werken nicht aufgenom-
menen, sind folgende, theils polemische, theils histohsche Ge-
dichte:
169. — Die Wittenbergifch Nachtigall die man yelz hOret
vberall, o. 0. u. J. (1521). 12 Bl. 4. — In Berlin.
Wacht auff es nahent gen dem tag
Ich hor llngen im grunen hag
Ein wuunigliche Nachtigal etc.
Die Wittenbergifch Nachtigall die man yetzt hdret vber-
all. Eylenborgk, Nic. Widemar o. J. (1522). 12 Bl.
4. — In Wolfenbuttel.
Die Wittenbergifch Nachtigall die man yetz horet uber-
all. o. 0. u. J. (1522). 12 Bl. 4. mit Titelholzsch. —
In Berlin.
Die Wittembergifch nachtigall Die man yetz hdret vber-
all. o. 0. u. J. (1523). 14 Bl. 4. (letztes leer) mit
Titelholzsch. — In Berlin.
Die Wittembergifch Nachtigall Die man yetzt hdret
fiberall. Zwickaw, J6rg Gafiel o. J. (1523). 12 Bl. 4.
o. 0. 1523. 4. — Neuer Abdruck: Stuttgart 1846.
Das Gedicht steht auch am Schlusse der
Schulzrede yedem Chriften wol zu wiffen. Wyder
das falfch anklagen. der Papiiten vnd Munche etc.
o. 0. u. J. (Basel, Th, Wolff 1523). 4.
(Fortsetzung folgt.)
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger : T. O. Weigel. Dmck von C. P. Metier in Leipxi*.
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SERAPEUM.
eitftfri ft
fUr
Bibliothekwissenschaft , llandschriftenkunde und
Ultere Litteratur.
mit Bibliothekaren und I jittwtunfrruiiden
herausgegeben
von
Hobert 1M aumann.
M 11. Leipzig, den 15. Juni 1861.
Nachweisung von Urkunden, weiche ehemalige Bi-
bliotheken von Orden, Klostern, Kirchen und geistlichen
Corporationen betreffen und in gedruckten Schriflen
mitgetheilt sich flnden.
Es dfirfle wohl keinem Zweifel unterliegen, dass Urkun-
den, weiche die Geschichte ehemaliger schon seit mehreren
Jahrhunderten untergegangener Bibliotheken einzelner Corpo-
rationen betreffen, zu den schatzbarsten Denkmalen gehoren,
welcbe uns aus der Vergangenheit flberkommen sind. Abgesehen
da von, dass sich in ihnen bisweilen ganz allein die Rxistenz
der Sammlung docamentirt flndet, enthalten sie oft auch nicht
ein einzelnes Factum aus der Geschichte der letzteren allein,
sondern mit mancherlei Nebenumstanden verbunden, oder ge-
ben Zeugniss von allerhand bibliothekarischen Einrichtungen
und Maasregeln, weiche man kaum anderswo erwahnt findet.
Es ist daher gewiss mit Dank anzuerkennen , dass in dieser
Zeitschrift bisweilen Urkunden dieser Art veroffentlich worden
sind; aber so viel der Unterzeichnete weiss, ist weder an
diesem noch irgend einem andern Orte eine Nachweisung un-
ternommen*worden, vermuthlich des|prib, weil eines Theils eine
frosse Menge von Hilfsmitteln dazu nothwendig ist, andern
heils aber auch das oft vergebliche Nachsuchen darin sehr
zeitraubend und penibel ist Der Unterzeichnete, welcher seit
XX1L Jahrgaag. 11
lin Vereine
Dr.
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einer langen Reihe von Jahren mit VervollstSndigung seiner
Collectaneen fiber die Litteratur von offentlichen und Corpo-
ralionsbibliotheken beschaftigt , nebenbei zu seinem Privat-
gebrauche eine Sammlung von solchen Urkunden aus den
verschiedensteu gedruckten Buchern angelegt hat, glaubt da-
her nichls Unnutzliches oder Ueberfltissiges zu thun, wenn
er die Nachweisung derselben hier niederlegt. Freilich mit
der festen Ueberzeogung , dass sie auf Vollstandigkeit keinen
Anspruch machen darf.
Dresden. E. G. Vogel,
Secrttair der Kon. offentl. Ribliothek.
A. Bibliotheken einzelner Orden uberhaupt.
Capuciner-Minoriten, Dominicaner, Eremiten,
Carmelilen.
1. Conslitutio Urbani VIII. Pont. Max. d. d. XXIX. Julii
MDCXXXVIII. Romae apud S. Mariam Majorem, qua prohi-
betur; ne quis, quacunque aucloritale polleat, libros, quinterna
aut folia sive impressa sive manuscripta ex nostris biblio-
thecis extrahat et P. Ministro Provinciali el Diffinitoribns
unitim facultatem tribuit, libros inutiles cum licentia dantium
vel haeredum per Syndicos in utiles permutandi. — V. Bulla-
rium Ord. Capuccinorum ed. a Mich, a Tugio (Rom. 1740.
fol.) T. I. p. 95—97. abgedrnckt im Bullarium Magnum Rom.
op. L. Cherubini (Luxemb. 1727. fol.) T. V. p. 304—305.
2. Constitutio Innocentii X. P. M. d. d. Romae apud S.
Mariam Majorem d. XXIII. Julii MDCXLVIII. qua Bibliothecas
debile instrui el libros superfluos ad alios Coavenlas, ir$ ca-
rentes, juxta Eminentiss. Cardinalis Prolectoris arbilrium n>ilU
concedit. — V. Bullar. ord. Capucc. T. I. p. 103—104.
3. Conslitutio Alexandri VII. P. M. Ne ex nostris BibliQ-
thecis libri, quinterna, folia etc. exlrahantqr, vel extra Ordi-
nem commodentur, sub excommunicalionis ac privationis ei©.
poenis noviter prohibet, d. d. Romae ap. S. Mariam Majors**
d. III. Jul. MDCLVI. — V. ibid. T. I. p. 106—107. und abge-
druckt im Bullar. Magn. Rom. T. VI. p. 35—36.
4. Constitutio Benedicti XIII. P. M. qua Constitutions
S. mem. Urbani VIII. et Alexandri VII. circa Bibliothecas con-
firmat, et Ministro Provinciali ac Diffinitoribus conjunctiva
libros duplicatos seu superfluos commutandi ac aliis Provin-
ciae Bibliothecis applicaadi facultatem largitur — v. Bullar.
ord. Capucc. T. I. p. 167—168. (0. Romae die VIII. Augosti
MDCCXXIV.)
5. Conslitutio Alexandri (IV.) Episcopi, qua Fratrit^s
Minoribus de locis suis ad alia loca transeuntibus omo^Q
primi aedificii raateriara, libros ft paramenia *4 a|ium trans-
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1«3
ferendi etc. facultalem largitur, ac aliter facta annullat. D.
Anagniae, duodecimo Kal. Nov. Ponlificalus noslri Anno V.
v. ibid. T. VI. p. 32—33. — V. ibid. T. VI. p. 32—33.
6. Constitutio Kjosdem, qua a Pratribus Minoribus ad
Episcopatus aul alias dignilates promotis libros el alia Ordini
§vo reuuncian jubet. Datum Late rani nonis Decembr. Ponlifi-
calus nostri Anno I. — v. ibid. T. VI. p. 34.
7. Excommunicato lalae sententiae contra extrahentes
seu permittenles, ut extrahantur libn, ac etiam manuscripla
a Bibliothecis Fratrum Ord. Pnedicalorun d. d. Romae apud
S. Petrum die xxni. Martii MDXXVI. — v. Bullarium Prae-
dicatorum. p. Th. Ripoll. (Rom. 1729. fol ) T. VI p. 47.
wDrtlich wiederholt vom Papst Urban VIII. im Bull. Magn.
Rom. T. IV. p. 112 u. T. V. p. 111.
8. Clemenlis VIII. Prohibilio amovendi libros et alia mo-
numenla ex Bibliothecis Ord. F. F. B. Mariae de Monte Car-
melo dat. Romae ap. S. Marcum d. 29. Mart. 1593. — v. Bul-
lar. Magn. Rom. T. III. p. 34—35.
9. Urbani VIM. P. M. Prohibitio extrahendi libros ex Bi-
bliothecis Regular! um lolius Ordinis Fratrum Eremitarum S.
Augustini Discalceatorum d. d. Romae ap. St. Petrum 6. Febr.
1643. — ibid. T. V. p. 382.
16. Clemens Episc. promotis ad episcopatus seu Praela-
luras Fratribus Ordinum Praedicatorum et Minorum libros el
alia secum ex Ordine deportare interdicit d. d. Viterbii V.
Idus Junii, Pontiflcatus nostri Anno IV. — v. Bullarium Ord.
Capuccin. T. VI. p. 53—54
11. Sixti V. Prohihio extrahendi aut quoquo modo amo-
vendi libros et alia existeniia in Bibliothecis Fratrum Minorum
d* Observanlia Ordinis S. Francisci, et Ordinationas, quibus
etdem conservari debeant d. d. Romae apud S. Marcum d.
in Octobr. a. MDLXXXVH.— v. Bullarium Magn. Rom. T. II.
p. 649—650.
B. Bibliotheken einzelner Lftnder, Provinzen, Bisthumer,
Kirchensprengel u* s. w.
Baiem.
Bekanntmaohung, die verbotene Verausserung seltener
Druckwerke und Manuscripte aus Kloster-Bibliotheken belref-
fend — d. d. Munchen v. 11. Juni 1802., s. Churpfalzbaiersches
RegierungsbJaU. MDCCCII. S. 480.
Decretum (Max. Josephi) Electorala, quo de librorum usu
disponilur, qui ex Bibliothecis suppressorum per Bavariam
monasteriorum congesti sunt d. d. Munchen d. 28. April 1803.
(In deutscher Sprache) — s. Mederek, Annales Universitatis
Ingolstadii P. V. p. 526—528.
IV
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164
Bosnian.
Bibliolheken der Minoriten-Kloster.
Gregorii XI. P. M. Epistola Fratribus Ord. Minor, in Bos-
nia, ut libros fratrom suorum morientium in sabsidium fldei
valeant retinere. d. apud Orgonum Avinionensis diocesis IV.
Idus Julii Anno quarto. — v. Theiner, Vetera raonumenta Hun-
gariae sacrae T. I. p. 147.
Granada (Provinz).
Urbani VIII. P. M. Prohibitiones extrahendi libros e Bi-
bliothecis et Paramenia ab Ecclesiis Conventnnm Fralrum
Ord. Minorum S. Francisci de Observantia Recollectoram
nuncup. Provinciae Granatensis d. d. Romae apud S. Mariara
Majorem die 13. Octobr. 1637. — v. Bullar. Macn. Rom. T. V,
p. 299—300. et d. 23. Pecembr. 1643.— v. ibid. p. 400— 401.
Preussen (Ost- und West-).
Geistliche Bibliotheken tiberhaupt:
Papst Innocenz IV. fordert die Aebte , Prioren a. s. w.
auf, der ueugegrfindelen Kirche in Preussen mil dem Ueber-
flusse ibrer BGcher zu Hulfe zu kommen. 1246. D. Lugduni
VL Kal. Mai. — s. Voigt, Codex diplomat. Prussicus. P. I.
p. 63. N. LXVII.
Reggio (Provinz),
Decretum Sacr. Congregationis Episc. et Regul. quo in-
utiles libros Provinciae mediante Syndico Apostolico vendi,
et pretium retractum in alios libros converti indulgetur d. d.
Romae 5. Mai. 1747. — v. Bullar. Magn. Rom. T. VII.
p. 400.
Rom (Provinz).
Innocenlii Papae X. Prohibitio extrahendi libros ex Bi-
bliothecis Domorum Fralrum Reformatorum Strictioris Obser-
vance Provinciae Romanae d. d. Romae apud S. Mariam
Majorem die 27. Julii 1651. — v. ibid. T. V. p. 478.
Spanien.
Urbani Papae VIII. Prohibitio extrahendi libros e Biblio-
thecis Convenluum Ordinis B. Mariae de Monte Carmelo
Discalceat. Congregationis Hispaniae — d. d. Romae. ap. S.
Pelrum d. 25. Martii 1642. - ibid. T. V. p. 374—375.
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168
C. Einzelne Bibliotheken.
Aarhus.
Bibliotheken der Kirche S. dementis.
Petri Episcopi Arusieosis litterae, queis libros suos donat
Ecclesiae B. Clementis, in ejus Armario reponendos d. d.
V. Id. Febr. A. D. MCXCV. — v. Diplomatarium Arno-Mag-
naeaDum ed. Thorkelin T. L p. 68.
Albelda.
Bibliotbek des Domkapilels.
Carta del Rey D. Alfonso (X.) en que conflesa haber re-
cibido del cabildo de Albelda unos libros d. d. 22. de enero
1270. — v. Memorial historico-Espauol, T. I. p. 257.
Altaich (Ober-).
Bibliothek des Benedictiner-Klosters.
1. P. Herrmann Scholliners Scbreiben an den Abt und
die Conventoalen zu Ober- Altaich, eine Stifiung fflr die Bi-
bliothek des Klosters betreffend, v. 23. Jul. 1791.
2. Instrument d. d. Oberaltaichii , 18. Nov. 1791. — v.
Gftathner, Geschichte der literarischen Anslalten in Baiern B. 2.
S. 292—295.
Auxerre.
Bibliothek des Domcapitels.
Extrait d'un Acte de Tan 1324. par lequel un Parliculier
Clerc emprunta la Bibliotheque de feu son oncle Chanoine
D 1 Auxerre , leguee a l'Hdtel-Dieu du Chapitre. An. 1324. —
v. Lebeuf, Memoires concern. 1'histoire ecclesiast. et civile
d'Auxerre T. II. p. 297.
Barcelona.
Bibliothek des Dominicaner-Klosters S. Caterina.
Pauli P. M. V. prohibitio, ne quis extrahat libros ex Bi-
bliotheca S. Catharinae Barchinonensis d. d. Romae apud S.
Hariam Majorem die xxx. Maii MDCXV. — v. Bullarium Prae-
dicatorum T. V. p. 701—702.
Benevento.
Bibliothek der Domkirche.
1. Graf Philipp von Albano, Herr von Apice, scbenkt der
Domkirche das Patronatrecht, welches er fiber die Kirche S.
Lucia im Bereiche seines Besitzthums hat, hauptsachlich zur
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16C
Wiederherstellung der BQcher ihrer Bibliothek, d. d. 25. Nov.
1186. — s. Ughelli Italia sacra T. VIII. p. 132 — 133. and
auch gedruckl in Jo. de Vita, Thesaurus Antiquitatum Bene-
ventinar. T. II. p. 410— 411. jedoch mit einigen Abweichungen
des Textes.
2. Hugo, Erzbischoff von Benevent trifft Bestimmnngen
ilber die Vermehrung des Einkommens der Dorabibliothek uad
zweier Beam ten derselben, sowie flber die Gesch&fle dersel-
ben, d. d. 23. Oct. 1371. — v. Ughelli 1. c. T. VIII. p. 151
— 153.
Beuggeo..
Bibliothek des Teutschordenshauses.
Wolfram v. Stellenburg, Ordensmeister , verordnei die
Ablieferung der von den einzelnen Mitgliedern der Bailey
hinterlassenen Bflchern zur Bildung einer Bibliothek des Or-
denshauses Beuggen d. die Mauritii sanctorumque ejusdem
beatorum 1345. — S. Mone, Zeitschrift fur die Geschichte des
Oberrheins Bd. 8. S. 308—309.
Blois.
Bibliothek des Franciscaner-KIoslers.
Marie Herzogin von Orleans ubergiebt dem Kloster tint
Pergamenthandschrift, enthallend den Commentar von Nic. de
Lyra flber die Bibel in 3 Banden, d. d. 28. Febr. 1463. — V.
Laborde, Dues de Bourgogne P. II. T. 3. p. 412—413.
Boedeken.
Bibliothek des Klosters S. Magnulfi.
Heinrich Levehenke, Archipresbyler zu Hervorden, ver-
kauft dem Kloster mehrere Bflcher; d. die sanctorum Felici-
tatis et filiorum ejus septem fratrum 1426. — V. Serapeum
Jahrg. 1859. N. 8. S. 122.
Bordesley.
Bibliothek der Abtei.
Gui de Beauchamp, Graf von Warr, schenkt dem Kloster
eine Anzahl altfranzdsischer Romane d. d. 1. Mai, Tan da
regne le roy Edward trentime quart, v. Histoire litteraire de
la France. T. XIX. p. 623-624.
Bourges.
Bibliothek der Capelle S. Sauveur.
Georg de Ambagia, Presbyter zu Rouen, wflnscht einen
von dem Capitel der besaglen Capelle geliehenen Codex nocb
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167
linger bahalten zu dOrfen, d. d. III. Mart. 1507. Biturigis. —
V. Voyage litteraire de deux Benedict! ns T. I. P. 1. p. 28.
Brandenburg.
Bibliolhek des Dominicaner- oder Pauliner-Klosters.
Kurfurst Johann schenkl seinem Hofrathe Johann Heyler
die ehemalige Liberei des Klosters d. d. Brandenburg am 31.
Oct. 1548. — S. Riedel, Codex diplomatics Brandenburg.
Th. 1. Bd. 9. S. 291.
Bremen.
Bibliolhek der Domkirche S. Wiilebad.
Johann, Decan, verkundigt urkundlich, dass Joh. Hynde-
beke, Canonicus und Schatzmeister der Kirche, dieser seine
Bucher geschenkt habe, d. d. Anno Dom. M"CCC°LV" in vigi-
lia BB. Symonis et Jude Apostolor. — S. Serapeum Jahrg.
1849. S. 51.
Bromholm.
Bibliolhek der Kirche S. Andreae.
Richard von Paston schenkl eine in vier Terminen jahr-
lich von seinen Erben zu entrichtende Abgabe von 12 Dena-
ren ad emendacionem librorum Ecclesiae. Ohne Datum, aber
bestatigt durch ein Patent Kdnig Heinrichs II. zu Bromholm
16. Febr. Anno Regni 18 vo . — V. Adam de Domersham Hi-
sloria de rebus gestis Glastoniensibus ed. Hearne. Vol. I.
Praefel. p. LV1H— LIX.
Brussel.
Bibliolhek des Jesuiten-Collegiums.
Extrait hors du Testament de feu le Conseiller Uwens,
en date du dernier de Mars 1643. — v. Bulletin du Biblio-
phile Beige T. XIV. p. 274—275.
Chartres.
Bibliothek des Benedictiner-Klosters S. Petri.
Udo Abbas et conventus assignant reditus ad renovan-
dum augendumque armarium, d. anno 1145. — V. Mabillon,
Annales Ordinis S. Benedict. T. VI. p. 651—652.
Chorin.
Bibliothek des Cistercienser-Klosters.
Die Burgerschafl zu Oderberg bekundet die von einem
ihrer Milburger H. v. Alim vorgenommene Aussetzung einer
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jahrlichen Hebung aus einem Weinberg zu Oderberg fiir das
Kloster zu Chorin, zur Verstarkung seines BQchervorraths im
J. 1275. — S. Riedel, Codex diplomalicus Brandenburg. T. I.
Bd. 13. S. 219.
Cluni.
Bibliothek des Benedictiner-Klosters.
Schreiben des Basler Concils an den Convent zu Cluni,
woriu der Empfang einiger geliehenen Bucher des Klosters
bescheinigt und zugleich um Zusendung einiger anderen ge-
belen wird. Basel die 26. Dec. 1432. — v. Ziegelbauer, Hist,
rei liter. Ord. S. Benedict. T. I. p. 475—476.
Corbei.
Bibliothek des Benedict-Klosters.
Die GebrQder Bernd und Lambert v. Stockhausen ver-
pfanden ein Exemplar des Sachsenspiegels an das Kloster um
8 Rheinische Gulden. Dat. vom Sonnabende vor dem Sonn-
tage der Dominiken Cantate 1456. — S. (Justi) die Vorzeit.
Taschenbuch fur d. Jahr 1823. S. 314—316.
Corbie.
Bibliothek des Benedict.-Kloslers.
Alexander lit. bestatigt den Beschluss des Abts nnd Con-
vents, die Bibliothek durch Geld- und Naturalien-Erhebungen
zu unterstutzen und zu vermehren. Dat. Lateran. XV. Kal.
Jul. s. a. — V. D'Achery Notae ad Guiberti Abbatis Opera
p. 598—599. und Ziegelbauer 1. c. T. I. p. 471.
Danzig.
Bibliothek der Marienkirche.
Beslatigungsurkunde des Hochmeisters des deutschen Or-
dens, Heinrichs von Plauen, fiber die Stiftung der Bibliothek.
Dat. Danzig im XIHIsten Jore und XIHsten Jore am Tage
Johannis Baptista. — S. Petzholdt, Anzeiger fur Literatur
der Bibliothekwissenschaft. Jahrg. 1843. S. 68—70.
Dargun.
Bibliothek des Cistercienserklosters.
Borwin, Herr von Rostock, schenkt dem Kloster einen
Mansus zur Anschaffung und Vermehrung von Buchern, dat
a. d. MCCXL id. Oclbr. — S. Lisch, Mecklenburgische Ur-
kunden S. 64.
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160
Dobrilugk.
Bibliothek des Cistercienser-Klosters.
Jacob, Abt des Klosters, verkauft mit Uebereinstimmung
des ganzen Convents einige namhaft gemachte BQcher an die
Domherren der Kirche St. Marien zu Herlunghorum bei Bran-
denburg, dat a. 1441. — V. Serapeum, Jahrg. 1850. S. 377
-379.
Engelthal.
Bibliothek des Nonnenklosters.
Lyse Lewin, Aebti&in, verpfSndet mit Uebereinstimmung
ihres Convents eine Bibel an das Benedictinerkloster zu Stu-
venberg fur eine Schuld von 63 Gulden, dat. in vigilia S.
Andreae Apostoli a. d. 1417. — Vgl. Bernhardt Wetterauische
Alterthflmer Pars spec. Abth. 1. S. 109—110.
Erfurt.
Bibliothek der Carthanse.
Peter Drach jun. , Buchdrucker zu Speier , bekennt von
den CarthSusern zu Erfurt Jacobi sermones de Tempore ge-
liehen zu haben. (1516.) — S. Hormayr, Taschenbuch (tkr
die vaterlandische Geschichte, Jahrg. 1849. S. 167.
Ferrara.
1. Bischdfliche Bibliothek.
Der Podesta erhdlt die Weisung eine ffir die Dom-
kirche geschriebene Bibel, von welcher ein Theil von den
Domherren eigenm&chtig als Pfand gegeben worden ist, der
Kirche zurOckslellen zu lassen, dat. a. 1266 die VI. exeunte
Junio. — V. Muratori, Antiquitatum Italicarum medii aevi dis-
sert III. p. 841.
2. Bibliothek des Capucinerklosters.
Legatum pium, ab Alphonso Pistria relictum, in emptio-
nem librorum pro Bibliotheca Ferrariensi ac alias in fabricae
reparationem converti indulget Urbanus Papa VIII. d. d. XIX.
Sept. 1626. anno PontiQcatus 4. — V. Bullarium Capuccino-
rum Vol. II. p. 232—233.
Figueres.
Bibliothek des Capuciner-Klosters.
Onus Missae menstruae, ex relicta Bibliotheca Conventui
Oppidi Figueriarum impositum, ad ducentas Missas semel
dicendas reduci coraroittil Urbanus Papa VIII. d. d. Romae
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17§
apud S. Mariam Majorem die xx. Jul. 1626. — V. Bullariam
Capuccinor. T. V. p. 316.
Fleury.
Bibliothek des Benedictiner-KIosters.
Abt Macharius beslimmt zur Verbesserung der Kloster-
bibliothek eine von den ihm untergebenen Klostern sowofal
als von seinem eigenen zu entrichtende Geldabgabe, d. d.
1146. — V. Joh a Bosco, Bibliolheca Floriacensis p. 409
—411.
Florenz. •
1. Bibliothek des Dominicaner-Klosters S. Marco.
Papst Leo X. verbietet strong eine Beschadigung und
Entwendung von Buchern oder Handschriflen der Bibliothek.
Dat. d. 9. Juli 1519. — V. Bandini Calal. Codd. MSS. Bibl.
Medic. Laurent. T. IV. p. XXII. Not. 1.
2. Bibliothek des Minoriten-Klosters Santa Croce.
Bernardus, Provinzial der Minoriten von Toscana, giebt
Vorschriften fiber das Verleihen von Buchern der Bibl. und
die Rfickgabe derselben. Dat. d. 2. Aug. MCCCLXVII. — V.
Bandini 1. c. p. XL.
Fontfroid.
Bibliothek des Cistercienser-Klosters.
Arnaldus, Erzbischof von Narbonne, schenkt dera Kloster
seine Bfichersammlung ; dat. IX. Cal. Octobr. 1225. — Vid.
Sammarthanorum Gallia Christiana T. VI. Instrument* p. 58
-59.
Frankfurt a. M.
Bibliothek des Bartholomaens-Slifts.
Bertoldus der decan und das capitel der St. Bartholo-
maeuskirche beurkunden , dasf der vicarius Jacob von Bona-
tties auf seine und andrer frommen leule kosten eine voll-
standige Bibel angeschafft habe, welche nunmehr auf ewige
Zeiten bei uns in ihrer Kirche bleiben solle. 1331. Mai I. —
V. Codex diplomaticus Francofurtensis ed. J. F. Bdhirter. I.
p. 509-510.
Fussen.
Bibliothek des Benedictiner-KIosters S. Mang.
Das Kloster verspricht dem Bischoff Peter (zu Augsburg)
Iftr etlicbe Bucher, wolche ihm derselbe geschenkt, die Ab-
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in
haltung zweier Jahrtage. Dal „ils tnan zalt von Christi un-
fers liehen hern geburt vierzehenhundert vnd darnach In dem
Sechlzigstem Jar an sant Michaels Tag des heyligen Ertzen-
gels/ _ y. Monumenta Boica T. XXXIV. p. 1—3.
Gatatina.
Bibliothek des Capuciner-Klosters.
Innocentius Papa X. d£ libris mille et sexcentis a Fede-
rico Termularum Episcopo Bibliothecae Domus S. Petri le-
gatis inutiles vendi Syndico commiltit, conditione donationis
non obstante; dat. Romae apod S. Petrum die XXII. Dec.
1645. — Vid. Bullarium Capoccinor. T. III. p. 133.
Genua.
Bibliothek des Collegiums S. Francesco de Paula.
Urbanus Papa VIII. jubet sub poena excommunicationis
et privationis vocis aclivae et passivae, ne ex Bibliotheca
Genuensi Ordinis Minorum extrahantur quomodolibet libri. Dat.
Romae apud S. Petrum die 13. Febr. 1G25. — V. Bullar.
Magn. Rom. T. V. p. 84.
Gorgona.
Bibliothek des Benedict.- Klosters.
Rechnungsvorlage des Presbyter Gerardus fiber den Bau
and die Anlage der Bibliothek durch Beilrtige Verschiedener.
Dat d. 6. Oct. 1169. — Vgl. Bandini Bibl. Mediceo-Leopoldina
T. I. p. 704—705.
Gottor.
Bibliothek des Dominicaner-Kloslers S. Mariae Consolationis.
Pauli P. P. V. de libris non extrahendis e Bibliotheca
Convenlus Oppidi de Gottor Constitulio, d. Romae apud S.
Majorem Mariam die ultimo Augusli MDCXV. — Vid. Bulla-
rium Praedicator. T. V. p. 703.
Hamersleven.
Bibliothek der Augustiner-Chorherren.
Der Prior ond Convent bescheinigt dem Decan der Dom-
kirche zu Halberstadt, Tydericus Dompnitz, fur einige ver-
pfftndete Biicher 49 Rheinische Gulden schuldig zu sein. Dat.
am Tage der Kreuzeserhfthung des Jahres 1453. — S. Mone,
lateinische und griechische M esse n S. 60.
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in
Hildesheim.
Bibliothek der Domkirche.
Der Priester Bruno schenkt der Domkirche mehrere nam-
haft gemachte Bucher, and bestimmt zugleich, dass er den
Mag Echard beauftragt habe, andere ebenfalls genannte dahin
zu geben, falls er vor seiner Pilgerreise nach Jerusalem nichl
zurfickkehren sollte. (Ohne Schluss.) — V. Commentaliones
Societatis reg. Gottingensis recentt. T. VII. Class, hist, el
philos. p. 3—5. nebst Commentar dazu p. 5—18.
Jena.
Bibliothek des Dominikaner- Klosters.
AM und Kloster bescheinigen den Empfang einiger Hand-
schriften von Gunlher von Schwarzburg, dat. a. M.CCC.XXXIII.
dominica in octava paschale. — V. Serapeum Jahrg. 1858.
N. 2. S. 22-24.
Lamego.
Bibliothek des Klosters S. Crucis.
Der Papst Clemens VIII. bestaligt die Schenkung von
Buchern von Seilen eines Senators zu Lamego, Lor. Mourao,
an das Kloster, und verbietet die Entnehmung derselben ; dat
die XX. Junii MDXCVI. — V. Jac. Phil. Tomasini Annales
Canonicor. secul. S. Georgii in Alga p. 169—170.
Leipzig.
Bibliothek des Barf&sser-Klosters.
Guardian und Convent bescheinigen den Empfang zweier
Bucher von Joh. Ortranth, Stadschreiber zu Dellcz, und ver-
sprechen jahrlich zwei „Begencknysse u dafur hallen zu wol-
len, dat. am Hichaelistage 1451. — S. Serapeum Jahrg. 1852.
N. 21. S. 332.
Luneburg.
Bibliothek des Klosters S. Michaelis.
1. Johann Tornbreze verkauft dem Kloster S. Michaelis
zu Luneburg einige Bucher, dat. am St. Barbara -Tage 1400.
S. Allgemeiner literar. Anzeiger Jahrg. 1798. S. 801—802.
2. Joh. Sternberg verpfandet dem Kloster S. Michaelis zu
Luneburg 35 Bucher, dat. am Tage des h. Laurentius 1539. —
S. Ebendas. Jahrg. 1799. S. 93.
Madrid.
Bibliothek des Capuciner-Klosters.
Clemens Papa XI. non obstante prohibitione de libris e
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178
BiMiotheca non exlrahendis, a Concionatoribus (ales de Bi-
bliolhecae Conventus Patientiae Christi Civitatis Malrilensis,
etiam extra Conventum, de licentia Patris Guardiani pro tem-
pore exlrahi posse indulge!; dat. Romae apod S. Petrum, die
XVI. Aprilis MDCCHI. — V. Bullarium Capuccinor. T. V.
p. 372.
Malaga.
Bibliothek des Dominicaner-Klosters.
Ne libri ex Bibliotheca Conventus S. Dominici Malacitani
extrahantur cavet Innocentius PP. XII. dat. Romae apud S.
Mariam Majorem d. XXIX. Augusti MDCXCIH. — Vid. Bulla-
riom Praedicator. T. VI. p. 402.
Marburg.
Kirchenbibliothek des deutschen Ritlerordens.
Karl v. Bessart hochmeister des deutschen Ordens ver-
ordnet mit zustimmung des generalkapitels des ordens, dasf
die bacher des in dem deutschen hause von Marburg und in
den dazu gehdrigen hausern und hofen des ordens sterben-
den ordensbruder der im bau begriffenen kirche zu Marburg
anheimfallen, und der baumeister nach belieben daruber ver-
fQge. Marienburg 1314. iuli 6. — S. Hennes, Codex diplo-
matics ordinis S. Mariae Theutonicorum, p. 347 — 348.
(Schluss folgt.)
A n z e i g e.
Bulletin du bibliophile beige publie par F.
Heussner sous la direction de M. Aug. Scheie r,
Dr. Ph., bibliothecaire du Roi des Beiges, profes-
seur agrege a l'universite de Liege, chevalier des
Ordres de Leopold et du Christ, et d^core de la
croix du Merite de la Saxe-Ernestine. Tome XVI.
(2 C s^rie, tome VII.) — 6 # cahier. Bruxelles, F. Heuss-
ner, librairie ancienne et moderne. Janvier 1861.
Gr. 8°.
Mit dieser Lieferung ist der Jahrgang 1860 oder der 16.
Band des Bulletins beendigt und demselben der Haupttitel
nebst dem Inhalts- und alphabetischen Register (S. 452— 459)
beigegeben. Das Ganze besteht, ausser den Annates Planti-
nlennes, aus 459 Seiten.
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TO
Die Abtheilung Histoire des fares enthalt: I. Heores
gotbiques de la librairie de Simon Vostre, a l'usage de Ver-
dun. (De la bibliolh&que de la Sociele archiologique da
grand-duche de Luxembourg.) Vostre war our Buchhandler
und lies seine Verlagswerke bei Buchdruckern in benachbar-
ten SlSdten drucken. Genannt haben sich Nicolas Higman
und Philippe Pigouchet. Der Verfasser der Beschreibung,
Herr Dr. A. Namur, hat 57 „Heures u gefunden, die Vostre
zum Gebrauche vom Amiens, Angers, Autun, Auxerre, Be-
sanpon, Cambrai, Chalons, Charlres, Langres, Macon, le Mans,
Metz, Paris, Poitiers, Rheims, Rome, Soissons, Toul, Troyes,
Verdun und Xantes verdffentlichte. Sie gehdren den Jahren
1491 bis 1502 an. Das bibliographisch genau beschiiebene
luxemburger Exemplar besleht aus 131 klein Oclav-Perga-
mentblaltern, 21 Linien auf der Seite, und ist mit 21 die
ganze Seite fullenden Bildern und reichhaltigen Einfassungs-
Verzierungen geschmuokt. Auf der Rftcfcseite des ersten Ban-
des befindet sich ein Kalender auf 20 Jabre, der aber nor
von 1502 bis 1520 reicht. II. Description d'une edition de
quelques dialogues de Lucien, traduils en latin par Erasme,
imprimee a Louvain, en 1512, par Thierry Martens, Von dem
Unterzeichneten nach einem Exemplare der hamburgi-
schen Sladtbibliolhek. Herr A. F. Van Iseghem bat diese
Uebersetzung in seiner trefflichen „Biographie de Thierry Mar-
tens d'Alost, premier imprimeur de Belgique, suivie de la
bibliographic de ses editions," 4 S. 234, Nr. 65, nur nach Pan-
zer und dem 7ten (irrthfimlich ist 8ten gesetzt) Bande des
Katalogs der Thott'schcn Bibliothek angefuhrt: III. Les Acta
Sanctorum. Bei der Discussion fiber das Budget des Innern
in der Kammer der Reprasenlanlen im Februar 1860 hatte die
(durch kdnigl. Beschluss vom 13. Mai 1837) zur Fortse-
tzung der Arbeilen der Bollandislen bewilligle jabr-
h'che Summe von < 000 Fr. Veranlassung zu einer Debalte
fiber den Nutzen dieser Beihilfe und derea fernere Bewilli-
gung gegeben. Der Minister, Herr Rogier, welcher gfinslig
fur dieselbe gesinnt war, waudle sich an die kdnigl. Com-
mission der Geschichte urn deren Urtheil fiber den geschicht-
lichen und litteraiischen Werth der Bande der „Acta Sancto-
rum^ die seit der Fortsetzung erschienen, zu vernehmen. Die
Herren De Ram und Borguet wurden beauflragt diese
Bande zu uotersuchen und der Commission einen Bericht zu
erstatten, welcher im Bulletin derselben abgedruckt ist. Er isl
eine musterhafle und sehr heachtungswerthe Leislung des Er-
steren, der sich bcreits 1836 urn die Wiederaufnahme der
Herausgabe der ^cla Sanctorum" ungemein verdient machte.
Herr Dr. Scheler hat dieses Gutachten, mit Weglassung der
Einleitung fiber die Hagiographie im Allgemeinen, mitgetheilt,
was um so mehr dankenswerth ist, da die Bulletins der Corn-
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mission nicht Jedero zugfinglich sind, nod der Gegenstand voa
grosser Bedeulung ist. (Herr Dr. Scheler lieferte im Jabr-
gange 1846 des Serapeum S. 305 — 315, roil Benutzung
eines „Memoire sur les BolIandisles u des Herrn Generalarchi~
vars Ga chard [1835] und des Prooemium, des ersten Theiles
des oeuen Unternehmeas eioen inleressanlen Beilrag zur Ge-
schichle der „Acla Sauclorum u .) In das Einzelne der umfang-
reicben Beriohterslaltung des Herro Canonikus und Reclor der
Universilat zu LOwen De Ram (S. 403—441) einzugehen,
gestattet der Raum nicht; es ist aber zu wuoschen, dass sie
m einer theologischen oder geschichlliohen Zeitschrift voll-
slandig in deutscher Uebersetzung erscheine, urn die Noth-
wendigkeit der Fortselzang der „Acla Sanctorum" und den
Werth des von den neuen Bollandisten Geleisteten auch in
Deutschiand zur Anschauung zu bringen. — Bei der neuestea
Verbandlung uber das Budget kam kein Redner auf die Acta*
Sanctorum-Frage zuruck. — Es ware in der That unverant-
worllich nnd ein beklagenswerther Ruckschrilt der Pflege der
Wisseusohaften und KQnsle, welcher sich dieselben gegen-
wirtig in Belgian erfreuen, wenn man den Forlgang des gross-
artigen wissenschaftlichen Unternehmens durch die Verweige-
rung einer verbaltnissm&ssig nicht bedeutenden Summe hem-
men wollte! Die ^Acta Sanctorum" schliessen einen reichea
Schatz von Ergebnissen hislorischer, archaologischer und an*
derer Forschungen in sich, die bei gelehrten Arbeiten viel-
falligen Nutzen gewahrt haben und fortwahrend gewahreu
werden. Gelehrte, welche die umfangreichslen und gediegen-
sten Kenninisse bekunden, wie, um nur Einen zu nennen, der
P. Victor de Buck, haben die Bearbeituog der neuen Bande
Qbernommen. firfreulich ist es zu erfahren, mil welcher Theil-
nahme sich die beiden ehrenwerthen Herren, der Herr Mini-
ster des Innern und der Rector der Universital zu Lowen, der
Sache augenommen. Katholische und protestantische Manner
der Wissenschaft sind ihnen dafur den unbedingtesten Dank
schuldig. (Ich kann es mir nicht versagen noch die Schluss-
worte des werthvollen Artikels uber die -Acta Sanctorum",
mil welchem mein unvergesslicher Freund Ebert die «Allge-
meine Encyclopadie der Kunste und Wissenschaflen" (I. Sect.
I. S. 341 — 344) bereichert hat, abzuschreiben. Sie lauten:
„Und so lieferten, auf rein hislorischem Wege fortschreitend,
die Bollandisten ein Werk, welches sowohl durch seinen in
alle Facher der Geschichte einschlagenden Inhalt, als auch
durch die Art seiner Bearbeitung nicht nur bisher scbon
manuigfaltigen Nulzen gesliflct hat (es veranlasste unter An-
derm Mabillon's Werk uber die Diplomatik und mit ihm die
Enlstehung dieser Wissenschaft), sondern und uberhaopt stets
einen bleibenden Werlh haben wird. u )
Unter der Rubrik Melanges erklarl Herr Durand de
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Lanpon in Heugnes (D6partement de l'lndre), dass Peignol
nicht, wie im Katalog der de Jonghe'schen Bibliothek be-
hauplet, Verfasser der kleinen Schrift: „Le lavage du papier
timbrS, ou les malheors de la Regie. Dijon, Lagier, 1839 U ,
24 SS. 8°. sei. — Dann folgt eine Notiz uber eine neue
Publication Fick's in Genf in alterthumlicher Form, eine bio-
graphische Denkschrift von Herrn Ed. Pick (42 SS.), die dem
Andenken Johannes Kessler's gewidmet ist, des St. Galler
Chronisten, auch Chesselius oder Ahenarius genannt, geb.
1502, gest. am 17. Marz 1574, der Schuler Luther's und Me-
lanchthon's, Beforderer der Reformation in Genf, zugleich aber
Sattler war. Seine Chronik betitelt: Sabbatha (1517 — 15403
ist ungedruckt. Er predigte 1535 zu Rheinthal und kehrte
darauf in seine Werkstatte zuruck. 1537 wurde er Professor
der griechischen und lateinischen Sprache mil einem wdchent-
lichen Gehalte von einem Gulden! Seit 1542 war er auch
Prediger an der St. Laurenzkirche uud spfiter der erste Auf-
seher der von Vadianus (Joachim von Watt, gest 1551) der
Stadt Genf vermachten Bibliothek. (Job. Jakob Bernet ver-
dffentlichte zu St. Gallen 1826: Joh. Kessler gen. Ahenarius,
BQrger und Reformator zu St. Gallen, 8° Vgl. auch Dessel-
ben: Verdienstvolle Manner der Stadt Sankt Gallen in Bild-
nissen und kurzen Lebensnachrichten. St. Gallen, 1830, 12°.,
S. 23—36.)
In der Revue bibliographique referirt Herr G. Bru-
net, dessen Thaligkeit auf dem Felde der Bibliographic und
Litterargeschichte eine unermQdliche und unbegranzte ist, uber
Alphonse Franklin's „Hisloire de la bibliothfcque Mazarine",
deren ich in meinen Berichten uber Herrn Aubry's ^Bulletin
du Bouquiniste" wiederholt gedacht habe. — Herr Dr. Sche-
ler rich let die Aufmerksamkeit der Leser auf die n Biblioth&-
que amlricaine. Catalogue raisonne d'une collection de livres
|>r£cieux sur PAm6rique, parns depuis sa decouverte jusqu'a
'an 1700, en vente chez F. A. Brockhaus, k Leipzig 1861. u
8°., 153 SS.
Auch in diesem Hefte fehlt leider die Fortsetzung der
r Annales Planliniennes u , dieser fur die Geschichte der Buch-
druckerkunst in Belgien so wichtigen Arbeit.
Hamburg ' Dr. F. L. Hoffmann.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger : T. O. WeigeL Druck von C. P. Me Iter in Leipzig.
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SERAPEUM.
nffdjrtfj
fttr
Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde und
<ere Litteratur.
Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden
h e r a a s g e g e b e n
TOO
Dr. Hobert Naumann.
M 12. Leipzig, den 30. Juni 1861.
Nachweisung von Urkunden, welche ehemalige Bi-
bliotheken von Orden, Klostern, Kirchen und geistlichen
Corporationen betreffen und in gedruckten Sohriften
mitgetheilt sich finden.
Von
E. CK Vojrel,
Secretair der Kdnigl. flffentl. Bibliothek id Dresden.
(Schloss.)
Marienwerder.
Bibliothek des Domcapitels.
Copia lostrumenli continens libros, quos dominus Nico-
laos Episcopus donavit ecclesiae pro perpetua memoria, dat
1. Aug. a. MCCCLXXIIII. — v. Voigt, Codex diplomat. Prus-
sians T. III. p. 155—156.
Marseille.
Bibliothek der Beuedict.-Abtei S. Victor.
Statutum Abbatis Mainerii pro Bibliotheca, dat. 1. De-
cembr. 169a — V. Ziegelbauer, Historia rei litt. Ord. S. Be*
nedicti T. I. p. 1172.
XX1L Jaorgang. 12
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178
Matera.
Bibliothek des Capaciner-Kloslers.
Manuscripta Fr. Laurentii a Matera ex hujus Loci Biblio-
iheca extrahi sub censura et poeois prohibet Innocentius
Papa X. dat. Romae apud S. Mariam Majorero die II. Haji
MDCXLVII. — V. Bullarium Capuccinor. T. Ill p. 132.
Meissen.
Bibliothek der Stadtkircbe.
Ebersdorfs BQchergeschenk an die Stadtkirche zu Meis-
sen, dat. Misne anno nativitatis millesimo trecentesimo nona-
gesimo quinto, indictione tertia, mensis Januarii die decima.
— S. Gautsch, Archiv ffir sachsische Geschichte und Alter*
tbomskunde Jahrg. I. Htt. 4. S. 228—229. abgedrnckt bei Petz-
holdt, Anzeiger Jahrg. 1843. S. 66—68.
Michelstadt.
Pfarrbibliothek.
Dr. Niclas Matz stiftet eine Bibliothek angekelteter BOcber
zu Michelstadt, dat. Montag nach S. Ambrosias - Tag in dem
Jahr, als man nach Geburth Christi tausend vierhandert neun-
zig und neun Jahr zehlet. — S. Serapeuro Jahrg. 1858. N. 2.
S. 22—24., fruher in : Literarische Blatter Bd. V. S. 133—143.
Monopoli.
Bibliothek des Capuciner-Klosters.
Libros et Icones Domus Monopolitanae alio transpor-
tari etc. sub censuris prohibet, ac prohibitionem hujusroodi
semel in anno in pleno Capitulo publican , et illius copiam
portae Bibliothecae afflgi mandat Urbanus Episcopus. Dat
Romae apud S. Mariam Majorem anno Incarnationis Domini-
cae millesimo sexcentesimo vigesimo sexto, pridie Nonas
Septembr. — v. Bullarium Capuccinorum T. III. p. 108.
Munster.
Bibliothek des Dorocapitels.
Regulirung der Einkunfte und Geschafte des Bibliothekars.
Dat. auno Dom. 1302. sabbate post festum beatorum Gereonis
et Victoris martirum. — S. Allgem. literar. Anzeiger Jahrg.
1800. N. 59. p. 579-580.
Najera.
Bibliothek des Klosters Santa Maria.
Carta del Rey D. Alfonso X en que conftesa haber reci-
bido del convento de S. Maria de Nagera varios libros. Dat
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170
en Santo Domingo de la Galzada, veinte 6 cinco dias de
Febrero, era de mill e Irecientos e ocho afios — V. Memo-
rial historico espanol. T. I. p. 258.
Neapel.
Bibliothek des Capaciner-KIoster S. Maria Concesa.
Libros a Jo. Baptista Centurione Bibliothecae Domus
Conceptionis Beatae Virginis Mariae relictos, et usui Fratram
ac Ordini non competentes permutari concedit, ac alios facta
commutatione extrabi etc. Apostolicis poenis cavet Urbanus
Papa VIII dat. in Arce Gandolfi Albanensis Dioecesis die
XL Maii MDCXXVI. — Vid. Bullarium Capuccinorum T. III.
p. 28-29.
Neu-Celle.
Bibliothek des Cistercienser-Klosters.
Literae Petri Abbatis et Conventus Novae Gellae de libris
monasterio veteri Cellensi impignoratis anno 1409. datae. —
V. Petzholdt, Urkundliche Nachrichlen zar Geschichte der
sachsischen Bibliotheken (2(er Bogen) p. 24—25.
Nocera.
Bibliothek des Capociner-Klosters.
Donationem librorum Domus Nucerinae ab Episcopo Vir-
gilio Florentio Perusino factam commendat et conflrmat Urba-
nus Papa VIII. Dat Romae apud Sanctam Mariam Maiorem
die H. Martii MDCXXX. — V. Bullarium Capuccin. T. II.
p. 129.
Palermo.
Bibliothek der Domkirche.
Gli esecuiori testamentarii di Pielro Garsia di Santasede
assegnano all' Arcivescovo ed a' Ganonici della Ghiesa paler-
mitana alcnni libri e suppellettili preziose di 420 fiorini d'oro
lasciato alia detta Chiesa, dat. A. Dom. Incarn. 1306. mense
Julii, die vicesimo primo ejusdem mensis, quartae Indictionis.
— V. Mortillaro Opere T. I. p. 242-243.
Paris.
1. Bibliothek der Abtei S. Victor.
Testament de Messire Henry du Bouchet, Seigneur de
BournonyiUe. Conseiller du Roy en sa Cour de Parlement,
dat. l'an 1652. le 27. jour de Marz. — V. Henrici de Bou-
chel, Memoria Eustachii Bouette de Blemur. p. 42—50.
Petrus de Siaco confitetur vendidisse Abbati et Gonventui
10*
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180
S. Victoris libram quendam, dat. die 1. Augusti a. 1422. —
Y. Supplement aux Histoires de Mess. Philippe de Comities
Seign. d'Argenton. p. 43.
2. Bibliothek des Klosters der Minimen.
Urbaous Papa VIII. prohibet sub poena excommunicatio-
nis etc. ne Libri ex Bibliotheca Conventus Parisiensis extra-
hantur, ne mutuo dentur aut accipiantur, nisi praestita cau-
tione etc. Dat. Romae apud S. Petrum die VI. Aprilis 1635.
— V. Lanovii Chronicon Ord. Minimorum. Bullarium p. 182.
3. Bibliothek des Cluniacenser-Klosters S. Martin des
Champs.
Milonis de Vergiaco Prions Casta de Armario S. Martini
de Campis, dat. a. D. MCCLXI. in crastino festivitatis Beati
Martini hyemalis. — V. Marsier, Historia Monasterii S. Martini
de Campis. p. 211—213.
4. Bibliothek des Carmeliten-Klosters de la place
Maubert.
Fragmenta Testamenti Michaelis de Becco Cardinalis, dat
Avenione anno D. MCCC decimo nono XII. die mensis Julii. —
V. Duchesne, Histoire de Tous les Cardinaux de France.
Preuves p. 277 -278.
5. Bibliothek der Kirche Notre Dame et des Ecoles
Episcopates.
Nomina librorum theologie quos bone memorie magister
Stephanus, quondam archidiaconus Cantuariensis legavit acco-
modandos pauperibus scolaribus Parisiis in theologia studen-
tibus et indigentibus , per manus canceliarii Parisiensis qui
Sro tempore fuit. S. dato. — V. Collection des Cartulaires
e France T. V. p. 495 -496.
6. Bibliothek des Professhauses der Jesniten.
Tabulae donationis, quibus P. D. Huetius Episc. quon-
dam Abrincensis suam bibliothecam Jesuitarum domui pro-
fessae Parisiensi addixit ; dat. a Paris le 18. Jour d'Avril 1691.
— V. Schelhornii Amoenitates litem. T. 5. p. 164—176.
Paulinzelle.
Klosterbibliothek.
Agnese von Heldrungen bekennt den Verkauf einiger
BAcher an den Abt Johann zu Paulinzelle; dat im J. 1440.
am St. Petersabende. — S. Serapeum Jahrg. 1859. N. 8
S. 119.
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181
Pavia.
Bibliothek des Augustiner-Collegiums und des Dominicaner-
KIosters S. Apollinaris.
Eugenii Episcopi Constitutio, ne quis exportet libros e
collegio S. Augustini vel e Coenobio Papiensi. Dat. Floren-
tiae A. 1441. Quarto Decimo Kal. Augusti. — Y. Bullarium
Praedicatorum T. HI. p. 136—137.
Ragusa.
Bibliothek des Dominicaner-KIosters.
Pauli P. P. H de coenobio et Bibliotheca Ragusin. per-
ficiendis — Dat. Romae apud S. Petrum A. 1469. Terlio Idus
Septembr. — V. Bullarium Ord. Praedicat. T. in. p. 467. et
T. V. p. 470.
Ravenna.
Bibliothek des Nonnenklosters S. Andreas.
Giacomo Prete elletto Paroco della Chiesa di S. Apolli-
nare in Ronco giusa fedelta a Costanza Abadessa di S. An-
drea, e di conservare li libri etc. che si conservano. Dat.
An. 1245. Jun. 6. — V. Fantuzzi, Monumenti Ravennati T. I.
p. 357.
Reggio.
Bibliothek des Capuciner-Klosters.
Libros in Bibliotheca Domus veteris Civitalis Rhegiensis
positos et ponendos Fratribus utriusque Domus inibi pro usu
communes esse decernit Urbanus Papa VIII. Dat Romae apud
S. Mariam Hajorem die XXX. Septembr. MDCXXXVII. — V.
Bullarium Gapuccinor. T. M. p. 65.
Riga.
Bibliothek der Kirche des Minorilen-Klosters.
Friderico archiepiscopo Rigensi conceditur, ut de libris
suis disponere possit. Dat. Avenione VII. Kal. Jul. Anno
sexto decimo. — Y. Theiner Monuments histor. Poloniae
Vol. I. p. 342-343.
Rom.
1. Bibliothek des Dominicaner-KIosters S. Sabina.
Innocentius Papa XH. de libris e Goenobii S. Sabinae
Bibliotheca non extrahendis sine consensu Prioris statuit. —
V. Bullar. Praedicator. T. VI. p. 432.
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2. Bibliothek des Cistercienser-Klosters SS. Fabiani
et Sebastiani.
Extrahi quomodolibet libros, charlas et mobilia quae-
cunque ex Bibliotheca Monasterii SS. Fabiani et Sebastiani
extra et prope muros Urbis sub poena excommunicationis ac
Krivationis vocis activae et passivae prohibet Clemens Papa XI.
at. Romae apud S. Mariam Major em die XXI. Novembr.
MDCCVin. — S. Bullar. Rom. Magn. T. Vm. p. 68. auch ge-
druckt im Bullarium Clementis XI. p. 89—90.
3. Bibliothek des Franciscaner-Klosters Ara Celi.
Nonnullae ordinationes pro administratione Bibliothecae
et Archivii Conventus S. Mariae de Araceli de Urbe Ordiois
Fratrum Minorum S. Francisci de observantia nuncupatorum
Clementis P. P. XII. Dat. Romae apud S. Mariam Majorem die
20. Septembr. 1737. — V. Bullar. Magn. Rom. T. XV. p. 150
—151.
Paulus III. P. prohibet libros e Bibliotheca Monasterii de
S. Mariae de Araceli extrahere. Dat. Tusculi die XI. Maii
MDXXXIX. - Vid. Wadding, Annales Minorum T. XVI. p. 447
-448.
4. Bibliothek des Collegiums der Calabresischen Minimen.
Urbani P. VIII. Excommunicatio contra extrahentes sacras
Reliquias aut Libros ex Ecclesia et Bibliotheca Collegii S.
Francisci de Paula ad Montes Urbis Fratrum Minorum Natio-
nis citerioris Calabriae. Dat. Romae apud S. Mariam Majo-
rem anno Incarnat Dom. 1628. Pridie Cal. Novembris. — Vid.
Lanovii Chronicon Ord. Minimorum. Bullarium p. 180—181;
auch gedrackt im Bullar. Magn. Rom. T. V. p. 178—179.
5. Bibliothek des Benedict. -Klosters S. Blasii de Cantosecuto
s. della Pagnotta.
Domus et OfOcina quaedam ad Monasterium S. Blasii
della Pagnotta spectanles conceduntur a Capitulo cum Bene-
placito Apost. ad vitam Card. Vicecancellario , qui largitur
Basilicae trecentos florenos annuoque censui unius Floreni in
duobus cereis se adstringit. Dat. Tibure A. Incarn. Dom.
MCCCCLXm. Idibus Augusti. — Vid. Collectio Bullarum Ba-
silicae Vaticanae T. II. p. 278-280.
Salamanca.
Bibliothek des Dominicaner-Kollegiums St. Stephani.
Quae pro Bibliotheca Salmantioensi sunt sancita, flrmat
Clemens- Papa VIII. Dat. Romae apud S. Petrum die XK. Jul.
MDC. — Vid. Bullarium Praedicator. T. V. p. 565—567.
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Salzwedel.
Bibliothek der Ca tharin en- Kirch e.
Der Rath der Neustadl Salzwedel vergleicht sich mitiHer-
mann Winkelmanns Wittwe, von welcher er die besten drei
Bucher aus des Mannes Nachlasse empfangt. Dat. am 8.Juni
1467. — S. Riedel, Codex diplomat. Brandenburg T. L Bd.
13. S. 219.
Sessa nuova e vecchia.
Bibliothek des Capuciner-Klosters.
Ex Sacristiis et Bibliothecis utriasque Domus Civitatis
Suessae Calices etc. ant respective libros extrahi prohibet
Gregorius Episcopus. Dat. Romae apud S. Petrom Anno In-
carn. Dom. MDCXXII. — V. Bullar. Capuccinor. T. 3. p. 26.
Siena.
Bibliothek der Domkirche.
1. Compromesso in maestro Giovanni di Slefano, in mae-
stro Giacomo Cozzarelli, e in maestro Domenico di Matteo
Delia stima delle porte di bronzo della Libreria di Dnomo
ratte da maestro Antonio di maestro Giac. Ormani. Anno Dom.
HCCCCLXXXXVII. 13. di Giugno. — V. Milanesi Document
per la storia deir arte Senese T. II. p. 458.
2. Allegazione delle pitture della Libreria Piccolomini nel
Dnomo di Siena a maestro Bernardino , detto el Pinturicchio
pittor perugino. Act. di XXVUII. di Giugno HCCCCII. Senis.
— V. Milanesi 1. c. T. 3. p. 9—13.
Bibliothek des Eremiten-Klosters S. Martini.
Alexander Papa VII. prohibet ne libri ex Bibliotheca
Fratrum Ord. Eremitarum S. August. Senensium extrahantur.
Dat. Romae apud S. Mariam Majorem die 2. Octobr. 1657. —
V. Bullarium Magn. Romanum T. VI. p. 59.
Sigtuna.
Bibliothek des Dominicaner-Klosters.
Paft Legaten, Bisk. Wilhelms af Sabina , stadftstelse, pa
nSgra af f. d. Bisk- Thomas i Abo till Sigtuna kloster gifna
booker. Dat. Scheningiae XII. Kal. Martii, Pontificatus dom. In-
nocentii Papae IV. Anno quinto (d. laFebr. 1248;.— V. Di-
plomatarium Suecicanum ed. Liljegren T. I. p. 329—330.
Predikaebrodern Thorers Wrskritoing pS et utur Sigtuna
Kloster Santaget Breviarium. Dat. 1298. — v. Ibid. T. II
p. 248.
Provincial- Vicarien Nils's FOrordnande, att det Breviarium
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huilket Thorer frSn Huddunge, sfisom Hunk skSnkt Sigtuna
kloster, af honom bans lifstid fick begagnus men ifter bans
dod chvar del fannz skulle, utan att kunna afhandas, klostret
tillfalla. Datum siktonie a. d. HCCC sabbate infra octavas
ascenfionis domini (1300. d. 21. Mai). — V. ibid. T. 2. p.
322-323.
Decanus LARS i Upfala gifver St PredikarebrOderna i
Sigtuna at skilliga bocker, som i brefvet uppraknas; men
emedan ban eikan undvara deffa, hafva munkarne medgifrit,
att ban mfi till sin d&d behalla dem i sitt forvar. Datum upfalie
anno dom. MCCCXX octavo in die sancti laurencii. — Vid.
ibid. Vol. IV. p. 68—69.
Samme Decanus LARS forklurar, att ban fornt gifvit at
famma Predikarebroder atskilliga bocker utom dem som i bans
testamente appraknas. Dat. A. D. MCCCXXVIII. die b. Lau-
rentii. — Vid. ibid. Vol. IV. p. 69.
Speier.
Bibliothek der Domkirche.
Als royn Herre Herr Joban Flachen fenger zu Spier fin
Biebel gelehen, und der ytzgenannt Herr Johann fich die nach
fyne tode wieder zu geben verfcbriben hat. Dat. uff f. Jorgen
tag des h. litters vnd martirers (23. April) Anno dom. 1447. —
Vgl. Mone, Zeitschrift f&r die Geschichte des Oberrheins B. 1.
S. 369.
Tarascon.
Bibliothek des Capuciner-Klosters.
Libros e Bibliotheca Fratrum Loci Tarasconis, cura Franc.
Cherubini a Noves collectos extrahi sub censuris et poenis
Krohibet Clemens Papa XII. Dat. Romae apud S. Mariam
[ajorem die VII. Haii MDCCX XXIII — V. Bullarium Capuc-
cinor. T. V. p. 182—183.
Tivoli.
Bibliothek des Minoriten-Observanten-Klosters.
Inhibitio librorum et Quinternorum Bibliothecae Conventus
Mariae Majoris Tyburis Ordinis Fratrum Minorum Observan-
tium S. Francisci extra ipsum Conventum absque auctoritate
Apostolica, sub censuris et poenis, dementis P. XI. Dat.
Romae apud S. Petrum die XIX. Haii 1713. — V. Bullarium
Clementis XI. P. p. 311.
Toro in Spanien.
Bibliothek des Dominicaner-Klosters.
Sixtus P. IV. quaedam Coenobio Taurinensi legata sol-
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18S
venda jubet. Dat. Romae apud S. Petrum A. Incarn. Dom.
MCCCCLXXXV. — V. Bullarium Praedicator. T. III. p. 629
-630.
Trevigi.
Bibliolhek des Dominicaner-Kloslers.
Exemplum Donationis plurium Voluminum factae a Be-
nedict XL tunc Generali Ord. Praedicatorum Magistro, Con-
ventui Tarvisino. MCCXCVII. — Vid. Manni, Osservazioni
sopra i sigilli antichi. Vol. VU. p. 147—148.
Troyes.
Bibliolhek des Minoriten-Klosters.
Traits fait entre nous les Gardien ei Couvent des Cor-
deliers de Troyes et Jacques Hennequin natif de Troyes, flls
de Jean Hennequin et Marie Angenest, aage de seplante-cinq
ans accomplis le septieme de ce mois de Novembre, Docteur
et Lecteur en Theologie actuellement et continuement 6s Ecoles
de Sorbonne, depuis quarante-quatre ans. Dat. a Troyes le
vingt-deuxifeme jour du mois de Novembre mil six cent cin-
quante et un. — V. (Grosley) Vie de P. Pithou T. II. p. 317
-319.
Tulle.
Bibliothek des Benedicliner-Klosters.
Arnaldi Episcopi Tutelensis litterae de bibliotheca raona-
sterii, et de libris donatis a Bernardo de Chanaco. Dat anno
Dom. MCCCXXXVI. die Martis in crastinum festivitatis b.
Martini hyemalis. — V. Baluzii Historia Tutelensis p. 699
-700.
Urbino.
Oeffenlliche Bibliothek im Minoriten-Kloster.
Clementis Papae XL Prohibitio extrahendi libros et scri-
pturas ex publica Bibliotheca nuper a Sanctitate Sua in Con-
ventu Fratrum Ordinis Minorum S. Francisci Conventualium
nuocupatorum Civitatis Urbinatensis instituta, cum licentia in
ea retinendi el asservandi quoscunque libros prohibitos. Dat.
Romae apud Sanctam Hariam Majorem die XII. Julii HDCCXX.
— V. Bullarium Magn. Rom. T. VIII. p. 211—212. auch ge-
drackt in Colucci della Anlichita Picene T. 26. p. 61—64. und
im Bullarium Clementis P. XL p. 281— 2S2.
Utrecht.
Bibliothek des Capitals von S. Maria.
Statulum de Libraria Ecclesiae nostrae (1476).— V. Ar-
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chief voor kerkelijke en wereldsche geschiedenissen. T. DL
p. 370.
Valenza.
Bibliotbek des Capuciner-Klosters.
Situm veteris Domus extra terram Valentiae vendi, et
pretium in usum Bibliothecae novae Domus ibidem converti,
indulget Innocentius Papa X. Dat. Romae apud S. Mariam
Major em die X. Decembris MDCXLIX. — V. Bullarium Capuc-
cinor. T. II. p. 329.
Valenzia.
1. Erzbischdfliche Bibliotbek.
Zwei Schreiben des Papstes Clemens XIIL an den Erz-
bischof von Valenzia Andrea, den Baa einer Bibliotbek be-
treffend, Dat. Romae apud S. Mariam Majorem d. 12. M&rz
1760. u. d. m. Juni 1762. — Vid. BuUarii Magni Romani Con-
tinuaUo Vol. I. p. 298—299. u. T. II. p. 246.
2. Bibliotbek des Dominicaner-Klosters.
Clementis P. (VIII.) Prohibitio extrahendi libros ex Bi-
bliotheca domus Fratram S. Dominici Valentini Ord. Praedica-
torum, dat. Romae apod S. Pelrum. A. Incarn. Dom. MDCI.
Quinto Idas Februar. — Vid. Bullarium Ord. Praedicator. T. V.
p. 601.
Vendome.
Bibliotbek des Benedictiner-Klosters S. Trinitatis.
Decretom domni Roberti abbatis Vindocinensis (de ar-
mario). Dat. anno ab incarnatione Dom. MCLVI. — Vid.
Habillon Annates Ord. Benedict. T. VI. p. 726.
Venedig.
1. Bibliotbek des Dominicaner-Klosters SS. Joannis et Panll
Senatns Venetos decernit, nt Codices donati Reipublicae
a Cardinali Nicaeno assignentur Bibliothecae construendae in
Monasterio SS. Joannis et Pauli. 1494. 11. Junii. — V. FL
Cornelii Ecclesiae Venetae. Decas XI. P. 1. p. 283—284.
2. Bibliotbek des Franciscaner-Klosters a Vinea.
Eugenius P. IV. de reddendis libris e Bibliotheca desumtis
statuit. Dat. Bononiae A. D. 1437. quarto Non. Augusti. —
V. ibid. T. VIII. p. 38.
3. Bibliotbek des Klosters S. Michaelis de Mariano.
Testamentom presbyteri Thomae de Cremona, in qoo de
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codicibus eorumque pretio meniio fit. Dat. A. MCCCCXXXVIlI.
indictiooe 1. die XXV. mensis septembr. — V. Mittarelli An-
nates Camaldulenses T. VII. p. 47—48.
Venosa.
Bibliothek des Capuciner-Klosters.
Libros Bibliothecae Domus Venusinae a Sylvio Maranta
legatos, et usui Fratrum non aptos vendendi aliosque emendi
facultatem largitur, ita lamen, ut pars emptorum Bibliothecis
Baiensi et Nojae aggregetur, Urbanus Papa VIII. Dat. Romae
apud S. Hariam Majorem die XX. Seplembris MDCLI. — V.
Bollarium Capuccinor. T. III. p. 110.
Vercelli.
Bibliothek der Kirche S. Eusebii.
Testamentum mag. Th. Cottae. Dat. V. Id. Maii A. D.
MCCXCIV. — Vid. Gregory, Istoria della letteratura Vercel-
lese T. IV. p. 504—506.
Zschille.
Klosterbibliothek.
Litterae Henrici de Hochheim de libris quibusdara mona-
sterio Zschillensi traditis, a. 1291. Dat. in altenburc a. dom. 4
MCCLXXXXI. Id. Septembr. — V. Petzholdl, Urkundl. Nach-
ten znr Geschichte der sachsischeo Bibiiotheken S. 33.
Zusatz.
Ausser den bisher angefuhrten Urkunden babe ich noch
hinzuzufQgen :
Portugal.
Bibiiotheken der Regal. Chorherren v. S. Aagostin.
Quod non extrahantur libri et scripturae ex Archiviis et
Conventibus ac Bibliothecis Canonicorum Regularium Congre-
gatioiiis S. Augustini in Regno Portugalliae existentibus, Con-
stitute Alexandri Papae VII. Dat. Romae apud S. Hariam
Majorem die 24. Septembr. 1659. — V. Bollarium Hagn. Ro-
man. T. 6. p. 74—75.
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188
Hans Sachsens Gedichte.
Eine Bibliographie
von
Emil Weller in Zurich.
(Fortse tz ung.)
170. — Dem Edlen vnd Veflen Erfamen vnd weyfen Wolff
Chriftoffel von Wiffenthaw genaiit Amptman , Burgermei-
ftern vnd Rathe zu Schwabach bekaiit Meinem gunftigen
Jonckherrn Auch meinen lieben Herrn vnd BQrgern. o. 0.
1524. 6 Bl. 4. (letztes leer) mit Titelholzsch. — In Ber-
lin und im Germ. Museum. Unterzeichnet. N. Fafsnacht
genannt. In der Laruen vnbekant. Steht auch in Hans
Sachsens :
Eyn gefprech , von gemaynen Schwabacher Kaften etc.
o. 0. 1524. 4. — Panzer No. 2579.
171. — Eyn wunderliche Weyffagung von dem Babllumb, wie
es yhm bifs an das endt der welt gehen fol etc. Ein
vorred Andreas Ofianders etc. Gedruckl durch Hans Gul-
denmundt (in Nurnberg). 1527. 4. mil 30 Holzsch.
Ein wunderliche weilTagung von dem Bapftthum, wie
es ihm bifs an der welt ende ergehen (bile, in Figu-
ren begriffen etc. o. 0. (Nurnberg). 1527. 18 Bl. 4.
mit 30 Holzsch.
Ein wunderbarliche weilTagung, von dem Bapltumb, wie
es yhm bis an das ende der welt gehen fol, ynn
flguren odder gemelde begriffen gefunden zu Nurm-
berg ym Carlheuferklofter, vnd ift leer alt. Ein vor-
red, Andreas Ofianders. Hit gutter verftendtlicher
auslegung, durch gelerte ieut, verklert. Wilche, Hans
Sachs yn Deudfche reymen gefaffet, vnd darzu ge-
fetzt hat. o. 0. 1527. 4. mil Holzsch. — In Nurn-
berg (Stadtbibl.) und im Germ. Museum.
Eine Ausgabe auch in Wolfenbflttel.
172. — Newe Zeytung vom Teuffel vnd Bapfl wie lie vnter
einander gefprech halten. Von dem Teuffel, dem die Hell
will zu eng werden. o. 0. u. J. (Nurnberg c. 1535). 4.
mil Titelholzsch.
173. — Neue Zeitung von einer Th&ringifchen Grafe Magd,
der ein Kind begegnet. o. 0. u. J. (Nurnberg c. 1535). 4.
174. — Ein vermanug Kayf. Mayeftat, fampt aller Stent des
Rftmifchen Reichs. Eines Herzugs, wider den pluttur-
ftigs Turckhen. Vnd ift in brad' Veyten thon zu fingen.
Am Ende: H. S. S. GedrQckht zu Regenfpurg durch
Hannfen Kholl o. J. (c. 1535). 4 Bl. 8. — In Munchen.
Abgedr. in KOrners Hist. Volksliedern S. 141.
Herr Gott yn deinem reyche etc.
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180
175. — Eyn ermanunng an die Keyferliche Maieftat, defs
Evangeliumbs halben: Inn feinen Erb Lenndern. DarinnS
auch ein Trewe warnung an Vnns Teutfchen. Durch
einen Wolweifen Kriegfs erfarnen Herrn fchen Befchriben.
o. 0. (Mrnberg). 1546. 8 Bl. 4. — Id Zurich (Stadt-
bibliothek).
Herr Gott erkenner aller hertzen,
Sih an was jamer vnd auch fchmertzen,
Jetzund leider iA vorhanden,
In Teutfchen vnd in Welfchen Landen.
Dein heiiigs Wort wil man vertreiben etc.
Ein Ermanung an die Kaiferliche Maiettat des Euan-
gelien halben, in feinen Erblendern. Darinnen auch
ein trewe Warnong an vns Deutfchen. Durch einen
Wolweifen Kriegserfarnen Herrn fchon befchrieben.
o. 0. 1546. 8 Bl. 4. — In Berlin. Vergl. Strobel,
Beytrage L 198.
Eiil ermanuug an die Keyferliche Mayeftat, defs Euan-
geliumbs halben, in feinen Erblandern. Darinnen
auch ein Trewe Warnung an vns Teutfchen. Durch
einen Wolweifen kriegfserfarnen Herrn fchdn be-
fchriben. o. 0. 1546. 8 Bl. 4. — In Luzern (Bfir-
gerbibl.)
Ein ermanung an die Keyferliche Maieftat, des Euan-
geliums halben, in feynen Erblendern. Darinnen auch
ein trewe warnung an vns Teutfchen. Durch einen
Wolweyfen Kriegfserfarnen Herrn fchdn befchrieben.
o. 0. 1546. 8 Bl. 4. — Bibl. Ebner. IV. 381. Wolffs
Volkslieder S. 102.
Eyn ermanung an die Keyferliche Majeflat, des Euan-
geliums halben, in feinen Erblendern etc. o. 0. 1546.
8 Bl. 4. — Hagens Bficherschatz No. 890.
Eine Ausgabe auch in Wolfenbuttel.
Vermanung an Keyferliche Majeflat, auff das er das
Euangelium nicht wolle austilgen, vnd Deutfch Landt
nicht verw&fte noch zerftore. Darneben auch ein
Trewe warnung, an die Lieben Deutfchen. o. 0. u. J.
(1546). 8 Bl. 4. — Hagens Bucherschalz No. 878.
Herr Gott erkenner aller hertzen etc.
176. — Folioblatt mit Holzsch. (ein Bote) ohne Ueberschrift
Gedruckt zu Nurmberg durch Hans Guldenmundt o. J.
(c. 1530).— Vergl. Hellers Zusatze zu Bartsch S.63. 40
Verszeilen:
Ich bin ein bereyter pot zu fuefs etc.
177. — Folioblatt ohne Ueberschrift, mil Holzsch. in 8 Ab-
theilangen. Geschichte eines Bauern mit feinem Knaben
und feinem Efel. Gedruckt zu Nurnberg durch Hans Gulden-
mundt o. J. (c. 1530). — Vergl. Hellers Zusatze S. 63.
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190
178. — Folioblatt ohne Ueberschrift , mil Holzsoh. ton Virg.
Solis (das junge Weib zwischen dem alien Mann mit
Geldbeulel und dem jungen mit Schlussel). Gedruckt zu
Nurnberg durch Wolffgang Slrauoh o.J. (a 1569).— Wei-
gels Kuastcalalog No. 19741.
179. — Die Helden Israels o. 0. o. J. Sechs Folioblatter mit
Holzschnilten nach Jost Amman, Halbfiguren. Auf jedem
Blatte Reime (yon Hans Sachs?). — Lemperlz, BibL
germ. No. 139.
180. — Clag ellicher Itand, gantz kurtzweylig zu lefen. o. 0.
u. J. (c. 1518). 6 BL 4. — In Berlin. Panzer No. 102.
Abgedr. bei Gddeke, P. Gengenbach S. 403. Scbeint mir
sowohl nach Stil als Inhalt von H. Sachs herzurfihren.
181. — Inftruction vnd Lehre, fo Kayfer Maximilian von fei-
nen Kriegsrdthen ehemals in der Jugend ift gegeben wor-
den. o. 0. 1595. 4. — In Ulm.
Fruher schon abgedruckt in: „Die vier bficher Sexti
Julij Frontini des Cnfalarifchen mails von den gnten
Rathen vnd Ritterlichen anfchlegen der gnten haupt-
lent u . Am Ende: Gedrackt zn Meyntz bei Iuo Schdf-
fer. 1532. Fol. — In Zurich (Stadtbibl.)
Durchleuchfigifter Edler Furft,
Thu belrachten was da bift vnd wirfl etc.
Neue Ausg. ebd. 1537. Fol.
Ferner aufBl. 108b— 113b zogleich mit einigen andern
im Kriegsbnch befindlichen ReimMcken, von: „Funff
Bucher. Yon Kriegfs Regiment vnd Ordnung etc
Durch Lienhart Fronfpergern. Gelruckt zn Franck-
furt am Mayn, durch Dauid Schdffel. 1555. tt Fol.
Spatere Ausgaben: Frankfurt, Zephelius. 1558, ebd.
Feyerabend. 1564. Fol.
Im ersten Theile des Fronspergerschen Kriegsbuches,
Bl. 150 der letzten Ausgabe.
In Goblers -Chronica der Kriegshandel Maximilian I.
gegen die Venediger etc. 44 Frankf. 1566. Fol.
Im „Thewerdanck u von 1589. Fol.
In „Grundtlicher vnd ChriAlicher Vnterricht fur alle
Stande etc. 44 Leipzig 1595. 4.
Im „Deutschen Museum 44 1779. I. 267.
Das berQhmte seltene Fronspergesche Kriegsbuch l ) hat
unser Hans Sachs mit einer ziemlichen Anzahl gereimter Schil-
1) Mit dem Titel : Von Kayferlichen Kriegfsrechten etc Frankf. a. M.
1565 (es soil auch Ausg. von 1566 und 1571 geben); vermehrt in drei
Theilen: Frankf. 1573, ebd. 1578, ebd. 1596. Fol. Ueber diese verscbie-
deoen Ausgaben lese man Becker : Jost Amman. Leipzig* 1854.
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101
demngen ausstaffirt. Da mir die letzte Ausgabe vorliegt, will
ich nach dieser den Inhalt angeben.
Kriegfsbuch, erfler Theil. Von Kriegfs Rechten, Malefitz
vnd Schuldthdndlen, Ordnung vnd Regiment etc. Von
newera befchrieben vnd an tag geben, Durch Leon-
hart Fronfperger. Jetzt von neuwen mit fondenn
fleifs vberfehen, vnd an vielen Ortern gemehrt vnd
ebeffert etc. Getruckt zu Franckfurt, durch Sig.
eyrabends feligen Erben. M.D.LXXXXVI.
In der Einleitung folgen drei Reimstficke:
Contrafeil defs weitberfihmten vnd Kriegfserfahrnen Leon-
hart Fronfperrars. — 24 Zeilen.
Eines gelehrten Herrn vrtheil, von dem Aulhore diefer
Bficher, zu dem Lefer. — 20 Z.
Die ndtigften ftuck , an welchen im Krieg die vberwin-
dung am meiften gelegen etc. — 92 Z.
Bl. 150 ff. Die Lehr fo Kayfer Maximilian in feiner ju-
gendt dnrch feine erfahrne treffenliche Kriegfsraht zugeftellt
ifl. - 86 Z.
Von Krieges Regiment. — 84 Z.
Von gulem Regiment vnderm Kriegfsvolck. — 26 Z.
Von Feldfchlachten. — 112 Z.
Von Belagerung vnd Stftrmen. — 38 Z.
Exempel der Alten zu folgen. — 36 Z.
Kriegfsbuch, ander Theil. Von Wagenburgk vmb die
Veldleger, wie man die fchlieffen, fich darein ver-
fchantzen, wider aufTbrechen, vnnd ein Statt oder
Feftung mit vortheil Belagern, vmbfchantzen vnd
vntergraben foil etc. Getruckt zu Franckfurt, In
verlegung Sig. Feyrabends Erben. M.D.LXXXXVI.
Bl. 47. Erklerung folgender Wagenburg, Zugordnung etc.
- 67 Z.
Bl. 48. Vermerck wie ein Wagenburg fey,
Vmb ein Lfiger zufchlagen frey etc.
117 Z.
BL 49. Wie man vor Feinden abziehen vnd von ein La-
ger in das ander verrucken foil. — 51 Z.
Bl. 50. Erklerung folgender vberlengter Wagenburg etc.
- 95 Z.
Bl. 52. Erklerung einer Circkelrunden Wagenburg vmb
ein Lager gefchlagen. — 59 Z.
Bl. 53. Erklerung folgender halb vnnd runder Wagen-
burg, an ein PaUz oder Waller gefchlagen. — 67 Z.
Bl. 72. Notwendige Kriegfs Artickel in Reimen verfaft,
einem Oberflen nutz vnd dienftlich. — 142 Z.
Kriegsbuch. drifter Theil, Von Schantzen vnnd Befefttm-
gen Vmo die Feldtlager auffzuwerffen vnd zu fchlagen
etc. Getruckt zu Franckfurt am Mayn, Im Jahr 1596.
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193
In der Einleitung: Defs Oberiten Generals vermanung an
din gantzen Hauffen. — 254 Z.
Bl. 19. Ein vermanung fleiHig vnd recht zu vrtheilen. —
100 Z.
Bl. 46—84. Folgen allerley Befelch vnd Emptor, yon
dem hdchften bifs zu dem niderften verzeichnet etc. — 39
Blatter mil je 40 Z. und mil 77 Holzschnitten = 1660 Z.
Bl. 101. Befchreibang der Schlangen Schantzen. — 67 Z.
Bl. 266. Von der Trunckenheit, vnd was fur groffer fchadt
daraufs entftehe. — 122 Z.
Eine Sammlung Separatabdrftcke erhielt den Titel: Fign-
ren aufs den Kriegsrechten Fronfpergers, in ein Tabulam rer-
faffet. Franckfurt a. M. 1565. Fol.
Holzschnitte aus dem Kriegsbuche erschienen als Band
besonders, bei Sig. Feyerabend, in Quart, wahrscheinlich 1573.
Der Tifel fehlte in Beckers Exemplare.
(Schluss folgt.)
Pamphilus Gengenbacb.
Dritter Zusatz.
Von
Emil Weller in Zurich.
[Vergl. Serapeum i860. S. 349.]
Introdvctorivm in octo parti |vm orationis cognitionem
bre|vissimo (et quo antea vix brevi|or visus) tramite dirigens.
Fauftus patrem introducens admone|tem filium ne antea
vel morals, vP | naturale Philofophia aggre-|diatur, quam fo-
lida grfi- 1 malices fundamen-|ta iecerii.
Si loca cell'a poles firmato Icandere greHu
Maxima foelicis gloria patris erit
Sed puer infirmis volitans fuper aethera pennis
Flebilis aequoreis pifcibus efca fuit
Corruit inualido fundatum robore tectum
Non funt anle fuos alta petenda dies.
Am Ende : Basileae apud | Parophilum. G. | Mense Jvniol
M D XVII. — 20 Bl. 4. mil Titelholzscbnitl (der Engel and
Maria hallen das Baseler Wappenschild , oben dartlber auf
fliegendem Bande: ave maria. gratia plena dominus. — Statt
„gralia u stebt aber n gracla. u — In Zurich.
Verantwortlicher Redactenr: Dr. Robert Naumann.
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melier in Leipxig.
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SERAPEUM.
titfdjtift
fiir
Bibliothekwissenschaft, Handschrilteokunde und
aitere Litteratur.
Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden
herausgegeben
von
Dr. Hobert Naumann.
JVi 13# Leipzig, den 15. Juli 1801.
A u x e i g e.
Der Tannhauser und Ewige Jude. £wei deutsche
Sagen in ihrer Entstehung und Entwickelung histo-
risch, mythologisch und bibliographisch verfolgt und
erklart von Dr. J. G. Th. Grass e, Konigl. Sachs.
HoFrath etc. Zweite, vielfach vcrbesserte Auflage.
Dresden. G. Schonfeld's Buchhandlung (C. A. Wer-
ner). 1861. VI u. 130 SS. 8°.
Die beiden, 1846 und 1844 erschienenen Abhandlungen,
welche die Sagen vom Tannhauser und dem Ewigen Juden
zom Gegenstand haben, sind im Buchhandel vergriffen und
werden in Bucher-Auctionen mit verhaltnissmassig hohen Prei-
sen bezahlt. Der Herr Verfasser hat deshalb diese neue ver-
besserte und vermehrte Auflage, deren Dasein anzuzeigen der
Zweck dieser kurzen Notiz ist, veroffentlicht. Fur diejenigen
Leser des Serapeums, denen die belehrenden und beach-
tungswerthen Abhandlungen noch unbekannl, folgt hier die
lnhaitsangabe derselben.
Tannhauser 1. Kapitel. (Der Horselberg im HOrsel-
thale zwischen den St&dten Eisenach und Gotha.) 2. Kap.
Die Sage vom Tannhfiuser. 3. Kap. Verwandte Sagen. 4. Kap.
XIII Jahrgaog. 13
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Ursprung der Sage. 5. Kap. Bearbeitangen der Sagen vom
Tannhauser. — Anmerkungen. (19.) — Abdrucke. I. Tann-
hauser im Venusberg: „Ach got, wafs foil ich mich beklageo."
II. Tanhufers Tagweife: n Ach wer hut rair rain frdd en t want?"
III. Tan hauler: „Nun will ich aber heben an. 44 IV. „Aver will ick
h'euen an." V. „Wele grofs wunder fchauen wil. tt VI. „Nun wil
ich aber heben an. u VII. Van heer Danielken: VIII. Bidder
Danyfer: „Welan! jeg her begynde viL tt IX. 1. (Tanhauser
lied.) „Geltickes w6r mir not wo ich der land hinker: u 2.
(Tanhauser lied.) „Mein hochfter hiromels hort. tt 3. „Der
tugend ein voiles fas. tf 4. Do er rait dem kreutze dranck."
Zu Nr. IV ist zu bemerken, dass im Serapeura 1854,
S. 213 — 216 dieses „leet van deme Danh&fser" in einem Ab-
druck mitgetheilt ist, der mil dem unter der angef&hrten Num-
mer gelieferten nicht ganz Gbereinstimmt und auch alter za
sein scheint, wie aus der Anrufung der Jungfrau Maria za
schliessen ist. (Einige Satzfehler sind zu bench tigen.) Das
Lied nebst dem „leet Maria tzu art u fOllt die R&ckseite eines
Flugblattes in Folio aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhun-
derts und wurde in der hamburgischen Stadtbibliothek in einer
alten Bucherdecke von Herrn J. L. de Bouck aufgefanden *).
— Mil der Sage vom Tannhauser haben sich auch die Herren
Dautzenberg und J. Heremans in der zweiten Lieferang des
Jahrganges 1854 der Zeitschrift „Het Taelrerbond u (Antwerpen)
beschfiftigt. (Vgl. Bulletin du bibliophile beige, 2* serie, t. I tf ,
S. 474. Die beiden von Herrn de Bouck aufgefundenen Lie-
der sind dort irrthdmlich als „en langue neerlandaise u ge-
schrieben bezeichnet.)
Die Sage vom Ewigen Juden: Einleitung. 1. Kap.
Der ewige Jude. Geschichle. 2. Kap. Sein Auflreten in Eu-
ropa. (Hier ein Abdruck des Berichtes von dem [unenthulllen ?]
Pseudonymen Chrysostomus Dudulaus Westphalus.) 3. Kap.
Kritik dieser Sagen. 4. Kap. Schriftliche Bearbeitangen der
Sage. — Anmerkungen. (45.) Zusatz. (Bibliographischen In-
halts.)
Zu der reichhaltigen Litteratur, die ein neuer Beleg der
aasgebreiteten Belesenheil des Herrn Hofrath Graesse ist
(S. 101 -107), kann noch hinzugefflgt werden:
1) Erst nachdem Herrn de Bouck's Aufsatz schon gedruckt war.
konnte ich oachweisen, dass in Denis' ,,Wiens Buchdruckergeschichte (<
S. 335 u. 336 die Vorderseite des betreffenden Blattes mit Tast gleicher
Ueberschrift, Wien, Joh. Singriener unter Nr. 345 verzeichoet ist, wo-
durch seine Vermuthung, dass davon verschiedene Ausgaben vorbanden,
bestStigt wird. Das Blatt wird als an dem Bande der ptolem. Geographie
Ulme 1482, f., klebend, in der Stiftsbibliothek zu Neuburg, von Denis
bezeichnet: auf der Vorderseite befinden sich vielleicht die beiden Lie-
der. Das Buch hat Georg Tannstatter gehdrt. (Vgl. auch „ Hamburger
Litterarische und Kritische Blatter, 1854 S S. 619 u. 620.)
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109
Von dem unter 5 A verzeichnelen „Wunderbarlichen Be-
richl u befand sich in der den 29. Nov. 1852 zu Hamburg ver-
steigerlen Bibliothek des Grafen Adam Holtke (m. s. meinen
Katalog S. 148. 149) ein Exemplar, in welchem der Titel und
grosse Holzschnitt auf demselben, so wie der Inhall der
„Newen Zeitung" mil dem dresdener Qbereinstimmt, yon klei-
nen Abweichungen abgesehen; die Zeitung schliesst jedoch:
Datum Dantzig 9 Julij A° 1602 u . Die „Erinnerung u fQllt 17
Seiten. Schluss : „ErAlich gedruckt zu Leyden, bey Christoph
Creutzer". (Wohin dieses Exemplar gekommen, welches mit ffinf
aodern kleinenSchriften zusammengebunden,ist mir unbekannt.)
L Grflndliche und warhafftige Relation, Von einem Juden,
Nahmens Abasvero Von Jerufalem; der, von der Zeit
defs gecreutzigten Herrn Jefu ChriAi, durch fonder-
bare Schickung, zu einem lebendigen Zeugnufs in der
Welt herum gehen mufs : II. Bericht , von den zwdlff
JQdifchen Stammen. was ein jeder, dem Herrn Chrifto,
fur Schmach angetnan, und was fie defswegen, noch
hent zu Tag, leiden ro Often: in. Verzeichnifs defs er-
gangenen Blnt-Urtheils, wie es eigentlich fiber den
Herrn ChriAum ergangen. Dnrch Chrysoslomum
Dndulaeum Westphalum. (Einein Kupfer gestoohene
Vignette, Christus , das Kreuz tragend , und den wan-
dernden Juden darstellend.) Zufinden bey Paul FfirAen,
Kuuflhandlern in Nfirnberg. 0. J. 24 unbez. Blatter mit
Signal. Ay — fiij. 4°.
In der hamburgischen Stadtbibliothek. Zwei verschiedene
Drucke des Volksbuches: JBericht von einem Juden aus Je-
rusalem Namens Ahasverus etc. „Gedruckt in diesem Jahr u ,
in derselben Bibliothek, enlhalten Nr. I. mit der „Erinnerung u
und Nr. II. der erwahnten Schrift.
Ein drities Exemplar im Besitze des Herrn Dr. Otto Be-
aecke in Hamburg, hat den Titel: „Der immer in der Welt
herumwandernde Jude. Das ist: Bericht Hiebei ist
auch ein Bericht .... Gedrnckt in diefem Jahr. tt (Vgl.
GrSsse, Nr. 9; auf den letzten drei Seiten ist aber „Weil
der Raum es zugelassen" ein Lied von neunzehn Versen hin-
zugefugt, in welchem die Geschichte des Juden erzahlt wird.
Anfang: ^0 Chriftliches Gemfithe, du Gott ergebnes Herz u .
Die Widerlegungsschrift: p Hiftorifche Nachricht von dem
Ewigen Juden etc." (S. 104) hat in unserm Exemplare eine
Kupferstich- Titel -Vignette mit der Unterschrift: „Abbildung
des ewigen Juden, wie ihn Herr Doct Paulus von Eitzen in
Hamburg in der Kirche gefehen." Druckorts- und Jahres-
Angabe scheinen abgeschnitten.
Der Titel des hamburgischen Exemplars von Anton's
Abhaudlung (S. 104) lautet:
„Commentatio historica de Judaeo immortali in qua haec
13*
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JOB
fabula examinatur et confutatur aoctore Carolo Anto-
nio .... Editio secunda auctior et emendalior.
Helmstadii apud Christ. Frider. Weygand. MDCCLVL U
XXXXVIII SS. 8".
Herr Baron F. de Reiffenberg hat der Sage vom
ewigen Juden , namentlich auch in bibliographischer Bezeich-
nung, besondere Aufmerksamkeit gescheokt. Dem grossern,
vom Herrn Verf. im Vorwort S.IV citirten Aufsatze im ^0-
naaire de la bibliothfeque royale de Belgique (nicht „de Bruxei-
les u ), 3 C ann6e u S. 198—206, folgten mehrere kleine Notizeo
im zweiten und dritlen Bande des ^Bulletin du bibliophile
beige" Jahrg. 1845 und 1846, namlieh 1845: S. 74; S. 281
und 282. (Anzeige von Herrn Gustave Brunei's Schrift,
1845, 19 SS. 8°., die nur in 50 Exemplaren gedruckt ist;
Herr de Reiffenberg theilt den Titel einer hollandischeo
Uebersetzung (Antwerpen, Josephus Thys, 31 SS. 12°.) mit,
der von dem in der Graesse'schen Abhandlung angefuhrten
abweicht; S. 495 und 496 (Bericht uber die besprochene
Arbeit, die belobt wird); 1846, S. 267 und 268 (aus Nye-
rup's „Almindelig Morskabslasing, 1846" der vollstandige
Titel einer danischen Uebersetzung der Relation des Dudulaeus,
die in Kopenhagen 1631, 4 Blatter, 4°., erschienen; ferner:
„Sebast. Nieman[nJ: De duobus testibus - vivis passionis
dominicae, Jenae, 1668 u and Casp. Hildgaard [— ich finde
diesen Namen in Nyerup's und Kraft's „Almindeligt Lit-
teralexicon" nicht; vielleicht ist es der des Respondenten — ]:
De Judaeo non mortali, Copenh., 1733).
Han flndet die Sage auch in : „Hamburgische Geschichteo
und Sagen; erzahlt von Dr. Otto Bene eke. Hamburg 1854",
8°., S. 223—227, (nach dem „Wunderbarlichen Bericht"). Der
Verfasser fugt noch hinzu, dass Ahasverus 1606 wieder nach
Hamburg gekommen. (Die Quelle ist Bekendorp's handschrift-
liche, im Stadtarchive aufbewahrte Chronik, II, S. 31 u. 32 j
Hamburg - Dr. F. L. Hoffmann.
Anzeige.
Bulletin du bibliophile Beige, public par F.
Heussner, sous la direction de M. Aug. Scheler,
bibliothecaire du Roi. Tome XVII (2 C serie, Tome
VIII). — I" cahier. Bruxelles, F. Heussner, librairie
ancienne et moderne (place Sainte-Gudule). Anil
1861. 88 SS. Gr. 8".
Dieses erste Heft des Jahrganges 1861 des Bulletin be-
ginnt in der Abtheilung Histoire des livres mit Hrn. A. Du-
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197
rand's strenger Kritik des Werkes: Hisloire de rimprimiere
impehale de France, par M. F. A. Duprat, chef de service de
{'administration, secretaire du conseil a l'lmprimerie imperiale.
Paris, Imprimerie imp6riale, 1861, 8°. Diese Kritik ist zu-
gleich ein werthvoller Beilrag zur Geschichte der beriihmten
franzdsischen Staatsbuchdruckerei, deren nahere Bezeichnung
so oft gewechselt. — Dann folgen von Hm, A. Oinaux Notes
relatives aux pontes beiges du XVI 6 sifccle, und zwar zuerst,
an Hm. Helbig's Mittheilnng ein Bulletin uber Charles de
Bouillon* anknupfend, eine von der Angabe desselben abwei-
chende, den Geburtsort des Oichters betreffende Meinung
(— Hr. Dinaux glaubt, er sei Rouillon bei Mortagne, an der
Scarpe — ), ferner kurze Nachweise uber eine ziemlich lange
Reihe Belgier des sechzehnten Jahrhunderts, die vorzuglich in
franzosischer Sprache dichteten. (Jch erhalte so eben die
langst erwarlelen Ouevres choisies d'Alexandre Sylvain de
Flandre, poele a la cour de Charles IX et de Henri III., pr&-
oed6es d'une 6tude sur Pauteur et ses oeuvres par Henri Hel-
big et accompagnies d'une notice inedite par G. Colletet.
Liege, F. Renard, editeur. Paris, A. Claudin, libr. Leipzig,
F. A.Brockhaus. 1861, LXXXII u. 121 S. 8°. Es soil daruber
gelegentlich ausfuhrlicher gesprochen werden.) — Unter der
Ueberschrift : Livre d'heures en miniscules gothiques, de la
fin du XV sifecle. (Bibliotheque du seminaire de Luxembourg)
beschreibt Hr. Dr. A. Namur ein Manuscript auf Pergament
von 188 Blaltern in sehr kleinem Format mit bereits fruher
im Bulletin dargelegter bibliographisch-paldographischer Ge-
nauigkeit — Einen grossen, aber in jeder Beziehung wurdig
ausgefailten Raum (S. 30—56) nehmen ein Causeries sur la
vente Th. de Jonghe (ecrites pendant le cours de la vente),
von Hm. Ch. Ruelens, der in ebenso belehrender als geist-
reicher und anziehender Weise seltene oder sonst merkwur-
dige Bucher und Handschriften der herrlichen Sammlung mit
Hinzuftigung der Preise und Angabe der Erwerber hervorhebt.
Durch diese so meisterhaft ausgefuhrte kleine Arbeit tritt die
Bedeutsamkeit der de Jonghe'schen Bibliothek und der blei-
bende Werth des von Hm Ruelens verfertigten Katalogs
(- drei Bande von XXI, 368, XII, 459, X, 446 SS. gr. 8*\— *)
noch mehr an's Licht — B. unterzeichnet ist : Description de
trois impressions de Thierry Martens. Es sind: 1. Opuscula
aliquot Erasmo castigatore et interprete, etc. etc. Lovanii,
1514. KaL aug., 4°. 2. M. Tul. Ciceronis et C. Plinii Secundi
aliquot selectiores ac elegantiores epistolae. Lovanii, 1518
1) Hr. Heussner verkauft eine kleine Anzahl von Exemplaren dieses
Katalogs auf stark em Velinpapier fur 25 Fr. Von zehn Exemplaren auf
sehr schonem hollandischen k'auier. 4°, nebst dem Katalog der Medaillen
and Munzen, sind drei fur den tfuchhandel bestimmt; Preis 75 Fr.
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mense Maio, 4°. 3. Officia Ciceronis rursus accoralissime
recognita per Erasmum Roterodamum, etc. Lovanii, quarto Id.
Sepiemb. 1519, 4°.
Die Abtheilung Melanges enthalt eine Anzeige von Hrn.
Gustave Brunei's Diclionnaire de bibliologie, welches des Hrn.
Abb6 Migne nfitzliche Encyclopedic theologique vervollst&ndigt.
— Ueber die Ertheilung des Leopold-Ordens an Hrn. Ch. De-
brou, den verdienten und von alien Jconophilen und Bibliogra-
phen wegen seines Wissens nnd seiner Geffilligkeit verehrten
Vorsteher der Sammlungen des Hauses d'Arenberg tesen wir
freundliche und theilnehmende Aeusserungen des Herrn Dr.
Scheler. — Jn einem Berichte fiber eine neue Publication
des Buchdruckers Hrn. Julius Wilhelm Fick in Genf: Le livre
du Recteur. Catalogue des etudiants de I'Academie de Geneve,
de 1559 a '1859, 8°, werden die Namen derjenigen Belgier
angefuhrl, die in Genf im sechzehnten Jahrhundert studirten.
Unter dem Jahre 1559, 9. November, wahrend des Rectorales
von Theodore de B6ze , findet man die Namen Joannes a Mar-
nix Bruxellensis und Philippus Marnixius Bruxellensis. Diese
authentische Inscription steht in Widerspruch zu der Behaup-
tung der Herausgeber der Werke von Philipp v. Marnix (IV,
S. 2793, welcher zufolge er 1559 nach Belgien zurfickkehrte.
Sie lehrt auch, dass Philipp sich zu Genf mil seinem Bruder
Johann, der 1567 am 15. Marz gelddtet wurde, befand. — Die
Melanges bringen noch: eine Anzeige drei neuer Wiederab-
drficke alterer Werke, die der Buchhandler Hr. Duquesne in
Gent veroffentlicht hat.— Dem Journal Le Pays ist ein Artikel
fiber die Sch&lze des Generaldepots des Archivs des franzosi-
schen Kaiserreiches entnommen. Es besteht aus sechs Sectio-
nen : Section legislative, administrative, historique, topographi-
que, domaniale und judiciaire. — Hr. Derote, Generalconsul
in Chile und Peru, hat an die belgische Regierung einen urn-
fangreichen Bericht fiber den chilensischen Handel erstattet.
aus welchem die von der Buchdruckerei, dem Journalismus und
dem Buchhandel beider Lander handelnden Stellen (S. 65 —
75) abgedruckt sind. In Chile waren 1848 nur neun Buch-
druckereien, 1859, dreiundzwanzig ; funfzehn derselben sind
mit Herausgabe von Zeitschriften beschaftigt, abgesehen von
andern Arbeiten. In Peru gibt es dreiundzwanzig Buchdru-
ckereien. In Santiago sind sieben, in Valparaiso zwei Buchhand-
lungen, die viele franzdsische, wenig englische, in grosster Menge
spanische Bficher vorrathig haben. (Ein sehr interessanter Ar-
tikel der von Hrn. Derote nicht angefuhrten, vielleicht nicht mehr
erscheinenden Revista de ciencias i letras. Tomo I, num. IV, ano I.
Santiago. Imprenta del Ferrocarril. Abril. — 1858, 8°, ! ) befin-
1) Die hamburgische Stadtbibliothek besitzt noch das erste, zweite
ond dritte Hefl des ersten Bandes, 1857, April, Jnlios, October. Das
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del sich S. 739 — 768 in der Cronica literaria i cienlifiea: Ca-
talogo de los libros i folletos impresos eo Chile desde que se
introdujo la imprenta ( — 1812: zwei Schriften, bis 1857:vier-
unddreissig; das bflcherreichste Jahr isl 1856—).
Inhalt derRevue bibliograp hique : 1. Manuel du lib—
raire et de l'amateur de livres, par J. Ch. Brunei, t. I er , 2. par-
lie, mit einigen fehlenden Artikeln, von Hrn. G. Brunei; 2.
Bilderhefle zur Geschichte des BQcherhandels und der mit dem-
selben verwandten Gewerbe und Kunste, herausgegeben von
Heinrich Lempertz. Jahrgang 1861, von Hrn. Dr. Scheler;
3. Catalogue descriptif et raisonne des manuscrits de la biblio-
theque de Valenciennes , par J. Mangeart Paris. Valenciennes.
1860, gr. 8°., XIV und 764 SS. von Hrn. A. Dinaux (aus:
Archives historiques et litteraires).
Die letzte Abtheilung Ventes de livres bildet als Aus-
zug der Et caetera der Independance beige der Aufsatz : Ven-
tes Solar et de la Jarriette a Paris. In der Auction der Bfl-
cher des Hrn. Felix Solar wurden unglaublich hohe Preise ge-
zahlt ; es brachlen z. B. dreizehn Nummern Frs. 506; 1,075;
1,200; 1,315; 900; 200 ; 3,000 ; 780; Qber 800; 1,600; 1,900;
1,120; 4,000. Der Betrag der Verkaufssumme der Autogra-
Sraphen-Sammlung nebsl Bildnissen und Kupferstichen des
irn. de la Jarriette war Fr. 59,247 — 57 (ein Brief des Kai-
sers an Marie Louise von 1820, der nicht an seine Adresse
befdrdert war, wurde fGr Fr. 1,200! erworben. — )
Die Fortsetzung der Annates Planliniennes ist leider auch
in dem anzeigten Hefte noch nicht erfolgl.
Hamburg. Dr. F. L. Hoffmann.
Ueber den altesten Konigsberger Druck und zwei in
Wackernagers Bibliographic des deutschen Kirchenliedes
nicht verzeichnete Liederdrucke.
Von
Dr. Rudolph Reicke,
Cuslos an der Kdnigl. und UniversilSts-Bibliothek zu Konigsberg i. Pr.
Einer der ersten, vielleicht der allererste Druck zu K6-
nigsberg in Preussen ist bekanntlich nach Pisanski („Ent-
wurf der preussischen Litterargeschichte u Konigsb. 1791. 8°.
S. 122 f.) und Meckelburg (anonym: ^Geschichte der Buch-
druckereien in Konigsberg. Ausgegeben am Tage des in Kd-
nigsberg stattfindenden Buchdrucker-Jubilaums am 5. December
1840. u KOnigsberg, Druck und Verlag der Hartung'schen Hof-
vierte Heft schliesst diesen, 778 SS. starken Band. — Unter den eilf
Heraosgebem ist ein Hamburger Dr. A. Rudolf Philippi, Professor der
Botanik and Zoologie.
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200
buchdruckerei. 8°. S. 2.) Binwald's Ausleguog des Vater-
unsers :
Das Vater|vnfer auzge | leget durchj Matihiamj
Bynwalth, | Prediger zu | Gdantzk. (Dieser Tilel
sleht in einer aus einem Stuck geschnittenen Holzschnitteinfas-
sung die nach aussen durch eine einfache Linie, nach innen
durch eine gezahnle und wiederum eine einfache begrenzlist. Im
obern Theil dieser Einfassung beflndet sich ein leerer Wappen-
schild ; im untern Tlieile, dem Tilelfelde als Basis dienend, ein
kelchartiges Gefass mil doppeltem Knaufe, berfihrt von den
ausgestrecklen Handen zweier Knaben, aus deren beiden an-
dern Handen sich rechts und links pflanzenarlige in eine ffinf-
theilige Blumenkrone auslaufende Arabesken aufwarts Ziehen),
kl. 8°. 14 Blatter ohne Blatt- und Seitenzahlen. aber mit
Custoden, an den Rand gedruckten Bibelslellen und den Sig-
naluren A bis C ; Bogen A zahll 6, die beiden fibrigen jeder
4 Blatter. Am Ende (auf der ersten Seite des letzlen Blattes,
folgende vier Verse:
Czu Koniglsberg hall gedruckt mich
Hans Weynreych gar ffleyssiglich
Bey der lehlofstreppen der Aide Itadl
Da fuch mich wer lull czu kauffen hat.
Darunter in einem durch einfache Linien gebildeten Rechteck
zwei Manner (Josua und Caleb nach IV. Mos. 13, 24 cf. 14,
6.) ein Rebenstfick mit einer grossen Weintraube an einem
fiber die SchuKern gelegten Sleeken tragend, der erste bar-
hauptig, der andere mit Turban und Slock.
Dass dieser Druck Weinrichs, der in den Jahren 1520 —
1554 abwechselnd in Danzig und in Konigsberg druckte (s.
Los chin, „Geschichte der Danziger Buchdruckereien u , in der
Einladungsschrift zu der am 25. Juli 1840m Danzig zu
begehenden Feier des vierten SSkuIar-Jubilaums der Erfindong
der Buchdruckerkunst. 4. S. 4), am letzteren Orte vor 1524 er-
schienen ist, lassl sich mit Pisanski a. a. 0. daraus schliessen,
dass jene Verse nur noch einmal, namlich in „Eyn Sermon
czu Konigsberg yn Preussen geprediget durch D.
Johann Briessmann, von Anfechtung des Glaubens
vnd der Hoffnung u vorkommen, in den Buohern hingegen,
die er 1524 gedruckt hat, nicht mehr, „weil damals seine Woh-
nung und Buchdruckerei bekannler werden gewesen sein. tt
Eine bibliographisch unzulangliche Beschreibung dieser Aus-
legung des Vaterunsers, aber ausfuhrliche Nachricht fiber das
Leben ihres Verfassers findet man in der „P reussischen
S a m m 1 u n g allerley bisher ungedruckter Urkunden, Nach-
richten und Abhandlungen." Band I. Danzig, 1747. 8°. S.417
ff. von dem gelehrlen Danziger Professor Ha now. Dieser
Weinreich'sche Druck scheint selten und ausser in Preussen
wenig oder gar nicht bekannt zu sein. In der obengedachten
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n Geschichte der Buchdruckereien in Konigsberg" S. 3 wird
aogemerkt: „Ein Exemplar dieses Weynreich'schen Druckes
befand sich 1747 in Valentin Schliefs Bibliolhek zu Danzig,
einanderes besass der Schoppe der Altstadt Danzig, Andreas
Scholt. In Konigsberg isl kein Exemplar dieses altesten Konigs-
berger Druckes vorhanden, wol aber in der Danziger Stadt-
Bibliolhek." Das letztere, unterder Signatur „XX B. 820. 8°.
Prakt. Theol. u eingetragen, ist wegen zweier Lieder inleres-
sant, die nach Hanovv in der Preussischen Sammlung
Bd. I. S. 202 „an Malhias Bynwalths Auslegung des Vaterun-
sers hinlen gedruckt" sind; in der „Geschichte der Buch-
druckereien in Konigsberg" S. 2 heissl es unmillelbar nach
der Beschreibung des unter den 4 Weinreich'schen Versen be-
findlichen Holzschnitls : „Auf der nachslen Seite flnden wir
einen zweilen Holzschnill u. s. w. w Dies isl eine ungenaue
und irrefuhrende Angabe. Nicht auf der nachslen „Seite u ,
sondern auf dem nachslen Blatt finden wir den zweilen Holz-
schnill. Aber noch mehr: diese beiden Lieder sind nicht, wie
Hanow meint, hinlen angedruckt, sondern nur angehef-
tet, wie ich in den hier erscheinenden von Dr. von Hasen-
kamp redigirten neueu preussischen Provinzial-Blaltern aus-
fuhrlich nachzuweisen und damit zugleich die auf seine Mei-
nung gegrundeten fur die Danziger Reformationsgeschichte
wichtigen Folgerungen zu widerlegen gedenke. Hier geniige
zu bemerken, dass es mir mOglich gewesen ist, dies Exemplar
der Danziger Stadl-Bibliothek mil einem andern erst kurzlich
fur die hiesige Konigliche und Universilats-Bibliothek auf
einer Calvaryschen Auction in Berlin fur den Preis von 2
Thalern erslandenen Exemplar zu vergleichen; dem letztern
fehlen die beiden Lieder, die ubrigens schon aus dem einfa-
chen lechnischen Grunde nicht mit Binwalds Auslegung des
Vaterunsers zusammengedruckt seiu konnen, weil das Papier,
worauf sie stehen, andere Wasserzeichen hat als das der Bin-
wald'schen Schnft.
Ich gebe in dem Folgenden eine genaue Beschreibung der
Liederdrucke selbst. Da Philipp Wackernagel in seiner
-Bibliographic zur Geschichle des deutschen Kirchenliedes im
XVI. Jahrhundert" sie nicht kennt, so wird dieser erganzende
Beitrag alien Liebhabern hoffentlieh willkommen sein.
(1.) Jefu Chrift, deyn nam der isl.
(2.) Eyn geystlich lied von | den sieben worten die Got
der Herr|fprach am ftammen des hey-|ligen Creutzes.
4 Blatter in 8°., die Ruckseile des letzlen Blades leer, ohne
Druckort und Jahr, ohne Zahlung der Blatter oder Seiten,
ohne Custos und Signatur. Unmittelbar unter der Ueberschrift
von 1 auf dem Titelblatt ein viereckiger Holzschnilt mil schwar-
zem Rand : Christus am Kreuz mil Dornenkron und Glorien-
schein; rechts im Yordergrund Johannes und Maria, beide mit
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Glorienschein. Johannes zu Christus aulblickend weist mil
der Rechteo anf die neben ihm stehende Maria, die ihre Hande
uber einander gelegt hfllt and zagleich die Fatten des Mantels
rait der Linken aufnimmt ; links im Hintergrnnde ein Berg mil
3 Baumen. Am uberragenden Kopfende des senkrechten Kreuz-
balkens unter dem obern Rande die Zeichen u^^.^f
Anf der Ruckseite des Titels gleich oben beginnt das
Lied, 9 Strophen auf 3 Seiten. Verszeilen nicht abgesetzt.
Zwischen den Strophen keine grossern Zwischenrfiume, von
der zweilen an beflndet sich vor jeder das Zeichen f[ nor
wenig eingezogen. Jm Anfang des Gedichts ein grosses la-
teinisches durch zwei Zeilen gehend.
Blatt 3* ein viereckiger Holzschnitt mit schwarzem, nicht
an alien Stelien ausgedrucktem Rande. Christus am Krenz
mit Dornenkrone und Glorienschein ; rechls Johannes und die
Leiden Marien, die Mutter Jesu halt mil der Rechten ihr Ge-
wand vor das weinende Auge ; links drei Manner mit schwar-
zen Schuhen und kurzen Wamsern, der erste dem Kreuze zu-
nachst stehende reicht einen Stab mit dem Schwamm zu Chri-
stus! hinauf, der zweite halt in der rechten Hand als Waffe
einen Morgenstern, dessen Stachelkeule auf die Erde gestulzt
ist; der mittelsle zumeist von den beiden vorigen verdeckt
mit einer kappenartigen Kopfbedeckung halt einen Speer and
vrirft mit der Linken nach Christus empor, aile drei sehen
nach ihm in die Hdhe.
Auf der Ruckseite des Holzschnilts die oben unter 2 an-
gegebenen Titelworte in 4 zu beiden Seiten gleichmassig mehr
und mehr eingezogenen Reihen, die erste mit grdsserer Schrift;
darunter ohne grdsseren Zwischenraum fangt das Lied an, 9
Strophen, 4 auf der erst en, 5 auf der zweiten Seite. Vers-
zeilen nicht abgesetzl, hinter jeder ein Komma. Zwischen
den Strophen keine grdsseren Zwischenr&ume, von der zwei-
ten an befindet sich vor jeder das Zeichen ([ nur wenig ein-
gezogen. Im Anfang des Gedichts zwei grosse Buchstaben.
Es ist das Johann Bdschenstein zugeschriebene Lied
Nr. 165 bei Wackernagel Do Jesus an dem Creutze
ftund mit folgenden erheblicheren Abweichungen: I, 4. fehlt
da. —"5. fehlt die. II, 4. vorgib statt vergib. — nicht fge-
trennt ni-cht) statt nit. — 5. vorbringen st. verbringen, III, 2.
fchecher st fchacher. — 3. Got fprach st. fprach got. — 4.
Furwar st. Fflr war. — heutte st. heut. — 5. vatteren st va-
ters. IV, 2. nicht st. nit. — 3. fchawe st. fchaw. — fohn st.
fun. V, 1. Nu st. Nun. 2. durft st. durft. — 3. fchrey statt
fchry. — 4. begem st. begeren. VI, 4. fehlt da. VII, 1. Das
zweite das fehlt. — 4. volbracht st. verbracht. — 5. dieferst
differ. VIII, 1. empfilh st entpfilch. — 2. den st. dein.— fehlt d u.
3. letzften statt leften. — 4. Wann st Wen.— woltst. wit —
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5. nicht st. nit. IX, 2. gedenck st. gedenckt.— 3. dem st. des.
4. feblt mil. — 5. dort st. ddrt. Am Schlusse sleht Amen.
Das erste Lied kommt in Wackernagel, das deutsche
Kirchenlied etc. Stuttg., 1841 nicht vor. Hoffmann von
Fallersleben, Geschichte des deutschen Kirchenliedes bis
auf Lathers Zeit. 2. Ausg. Hannov, 1854 fQhrt unter Nr.
286 aos der Liederhandschrift der Bruder firentano 1528 nur
die erste Strophe an. In dem von ihm unter Nr. 287 aus
Arnt von Aich's Liederbuche urn 1519 Nr. 21 angefOhrten
Liede die sieben Tageszeiten, wovon aoch nur die erste
Strophe mitgetheilt wird, steht dasselbe Lied ohne die erste
und letzte Strophe. Joseph K eh rein („Katholische Kir-
chenlieder, Hymnen, Psalmen, aus den altesten deutschen ge-
druckten Gesang- und Gebetbflchern zusammengestellt. A. u. d.
T.: die altesten kathoiischen Gesangbucher v. Vehe, Leisentrit,
Corner und Andern in eine Sammlung vereinigt. 2 Bde. Wflrzb.
1859. 60. u ) theilt es Band I. Seite 235 ff. unter Nr. 162 vollslandig
mit. Da es bei ihm aber zu sehr von dem hier vorliegenden
Drucke abweicht, so lasse ich lieber das Lied in exetnso fol-
gen, statt bios die Abweichungen als Lesarten zu verzeichnen.
Jefu Chrift, deyn nam der ift, jfo gewal|digklich da
vor auch sich, ein yetylich I kny fal bygen. All crea-
tor, hymlisch flgur, | erdifche ding nellifch gesind, thun all
dyr | ehr eryeygen. Dem namen deyn, vmb todes|peyn, To
man dyr an ward legen, Gehorfam|lich, erzeygftu dich, am
Creutz von vnnsern | wegen.
SO Jefu Chrilt, folch leyden id, fo gros | vnnd fchwer
Br gyr, fo hertlichen er-|gangen. Zur metlen zeyt, hub
fich der ftreyd, .| du wordft verkaufft der yudenfchafft. ge-l
bunden vnnd gefangen. Darzu fy dich, han | yemerlich, wol
hin vnnd her gezogen, Ynn | folcher noth, deyn yfinger drot,
find all von | dyr geflogen.
f[ Jefu Chrilt, darnach du bifl vmb pri|men zeyth
gefurt aus neydt, Pylato zu mit | waffen. Von yuden fchar.
dy mit gefahr, | vnrechter klag falscher anfag, verklagtenf
dich zu ftraffen. Darzu fy dich, han yemer-jlich gebunden
vnnd gefchlagen. Vorfpeyten | auch deyn angeficht, als vnns
die ichriffl I thul fagen.
f[ Jefu Chrift, der milde bifl, vmb terci-|en zeyt die
yudifcneit, gfchregen han vnbe-|fcheyden. Dem richter zu,
yhn creutzigen thu | du wordft verlpot ewiger got, gekleyd
mit | purpurem kleyde. Auch fy aus zorn, ein kran-jtz von
dorn, haben ynn deyn haubl gefchla|gen, Vnd dyr zu leydt,
ein cre&tz bereydt, vff | den berg der peyn zu tragen.
|[ Jefu Chrift, der edultig bifl, vmb fex-|ten zeyt die
yodifcheit, ans creitz dich gen a- 1 gelt haben. Dnrch folchen
angfl, gros dorft | erlangft, nach menfcheit fehr was deyn
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be-|ger, gall efllch fy dyr gaben. Man fchalzl | dich gros,
der fohecher genofs, dy man zu | dyr hat ghangen. Der bufe-
wicht, zur lincken | gerichi, thet mit den yuden prangen.
|T Jefu Chrift, der gfitligk bift, vmb no|neu zeyt hafla
bereydt, deyn leben vff zu ge-|ben. Meyn got meyn got.
ryffftu ynn noth, | ynns vaters hend Ihelflu elend, deyn feelf
treulich befelhen. Mit einem fpehr, verwun|det fehr, wardt
dyr geoffent deyn feyten, | Solch wunden tieff, werden erzey-
gen rich, | zu yfingften gerichts zeyten.
H Jefu Chrift, der wirdigk bift, vrab ve-|fper ftond
man dich begund, vom creutz her | ab zunemen. Man gab
dich blofs, bald ynn | den fchofs, der mutter deyn der wardt
Srofs | peyn, yhr hertz vnnd leyb vernemen. Vmb | das fie
rot, mil angft vnnd nodt, den todt | an dyr mull fehen , Hilff
ewiger Gott, vnns | fru vno fpat, das wyr dyr lob veryehen.
fT Jefu Chrift, du heylig bift, vmb com|pleten zeyt
ward ao gelegt, deyn leychnam yn | die erden. Der gfalbet
wardt, k&fllicher arlh, | mit guttem ruch den fchrifften noch,
die mil- 1 flea erfflllt werden. Darumb deyn fchmertz, | eio
ytzlich hertz, fol offt vnd dick betrachten. | Vnd danckbar
fein, dem leyden deyn, bey tag | vnd auch bey nachte.
d Jefu Chrift, der gnedigk bift, vns fun-| dem grofs on
alle mofs, mit deynem fchatz | der gnaden. Den du fo fait,
erlitten haft, mit | marler fchweer am creutz fo heer, vnd thuftj
vns damit laden Yns vater reych, gar ficher|leych, verf5no<
haft des vatern zornn, Thu | hylffe icheyn, auff das deyn peyn,
an vnns | nicht werd verloren. Amen
Hans Sachsens Gedichte.
Eine Bibliographie
von
Emil Weller in Zurich.
(Schluss.)
Von Heller in seinen Zusatzen zu Barlsch S. 55 — 63.
werden nachstehende 42 kleinere Einblattdrucke beschrieben,
sammtlich gegen 11 Zoll hoch, 7 Zoll breit, No. 1-30 von
Hans Guldenmund, No. 31 — 42 vou Niclas Meldemann ge-
schnitlen und verlegt. Sie tragen sammtlich Reime von Hans
Sachs und slammen wohl theilweis aus der „Beschreibnng
aller turckischen Kaiser" von 1532; einige werden dieselben
sein, welche man im Fronspergerschen Kriegsbuche antrifft
1. Brachim Wafcha der nechft des lOrckifchen keyfers Rath
abconterfet. 8 Zeilen Reime.
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Bracbim Bafcha der nechfte rath
Der Keyferlichen Mayeflat etc.
2. Saniaco des turcken oberfter Hauptmaii. 8 Z.
3. Die gefangen klagen. (Ein Tiirke mil zwei Gefangenen).
13 Z.
Herre Golt lafs dich erbarmen etc.
4. Eyn Hayd. (Zu Rofs mil Bogea und Kflcher). 8 Z.
Aufs Perlla byn ich gepdren
Soldinus ill meyn nam erkoren etc,
5. Der Mufca Wyler herr abkunterfect. 14 Z.
6. Alfo reyten die Mufcabiter zu felde.
7. Heyne aufs der kyrchgaffen von Schweitz. 8 Z.
a Gall von Vnderwalden. 8 Z.
9. Doppelfoldner. 6 Z.
Ich pin genant Hanns vnuerzagt.
Der feinen Leib gar tapffer wagt etc.
10. Feldtwaybel. 6 Z.
Clas Feldtwaybel bin ich genant.
Vor Pavia ward ich erkandt etc.
11. Puchfenmayfler. 16 Z.
Jorg PQchfenmeyfter nen ich mich
Def Artlerey pin meyfter ich elc.
12. Michel von Schorendorf oberfter felt waywel. 8 Z.
13. Rotmayfter. 6 Z.
14. Profos. 8 Z.
Ich bin genant der Felt Profos etc.
15. Schuldthos. 8 Z.
Im feldt man mich den Schuldthos nent etc.
16. Sleckenknechte. 16 Z.
Wir find zwen Steckenknecht beftelt etc.
17. Edelmann. 8 Z.
Ich pin vom Adel hochgeboren etc.
18. Veyt Pildhawer. 10 Z.
Vil Tchdner Pild hab ich gefchnitten etc.
19. Gurller. 8 Z.
20. Vlrich von Vim Parchant Weber. 8 Z.
Ein gemayn Waybel pin ich peftelt etc.
21. (Ein tflrkischer Edelmann.) 8 Z.
Ich byn eyn Thtlrckifcher Edelman,
Ins Keyfers beer reyl ich voran etc.
22. (Ein Stradiol). 8 Z.
Abconterfecl eyn Stradioth etc.
23. (Ein Renegat). 8 Z.
In die IMrckey byn ich fyn kumen,
Hab Machomels glauben angnumen etc.
24. (Ein Mameluk). 8 Z.
Ein Camel thier elc.
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MM)
25. (Ein Tflrke). 8 Z.
Ich bio ein Thflrck — dem goller bin.
26. (Ein Tflrke). 8 Z.
Ich pin ein Tflrck — far vnfern Ion.
27. (Ein Tfirke). 8 Z.
Aufs der Thflrckey etc.
2a (Ein Tflrke). 8 Z.
Ich bin geruftet etc.
29. (Zwei Tfirken). 24 Z.
Die Thflrcken. Wir Mammalucken etc.
Die Frauen klagen. Ach web vns etc.
30. (Tflrkifche Graofamkeit). 14 Z.
Ach Herr Gott — aufs des Thflrcken hendt.
31. Qnartyrmeifter. 8 Z.
Ich tayl den knechten aufs etc.
32. Prabantmaifler. 8 Z.
Ein Prabantmayfter ich auch heiCs
Ich mufs forgen ?mb tranck vn fpeifs etc.
33. Wachmayfler. 8 Z.
34. Feldtwaybel. 6 Z.
35. Pfichfenfchfltz. 10 Z.
36. Feldt Artzt. 14 Z.
37. Pyldfchnitzer. 8 Z.
Ich hab manch kflnltlich pild gefchniten
Gelydmafiert auff welfchen fiten
Nun hat ein haubtman mich beltellt etc.
38. Schneknecht (Schnster als Soldat). 8 Z.
39. Theml lafs nichts liegen (Ein Soldat). 8 Z.
So wil ich dennoch nicht verzagen,
Mein langen Spiefs noch langer tragen etc.
40. Glas Winttergrun. 8 Z.
41. Hans Vnuerdorben. 8 Z.
Aufs Franckreich kum wir her geloffen
Das vnglflck hat vnns hewer troffen etc.
42. (Zwei Soldat en). 8 Z.
Woi auff mit mir — die bring in vnfer Lofament.
Bildnisse von Hans Sachs.
1. — Ein Folioblatt ohne Ueberschrift. Unten:
Im MDXLVI. Jar. Gedruckt durch Hans Guldenmundt.
Die Reime sind nnterzeichnet : Johann Betz. — In
Gotha. Bei Becker.
Diefe Abcontrefaction
Zeigt Hans Sachfs von Nflrnberg an,
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907
Schumachern, der viel fchdn Gedicht
Vnd weife Sprfich hat zugericht
Nach Ahrt der Edlen Poeterey,
In teutfcher Sprach, laflig vnd frey,
Auch durch Meiflergefang mit Fleiis,
Auf gayfllich vnd weltliche weirs.
Welches dann gute Hiltel find,
Dadurch gemeinr Mann vnd fein Kind
MQgn SchriflFt vnd Wetfsheit auch erfarn,
Tugentlich darnach zu gebarn,
Gott zu Ehr vnd dem Nechft zu nutz,
Wdlchs alles ift gnugfam bewilft,
Drumb bleybt fein Lob aufiis gewiffift.
Unter dem Bildniss: 1545: Hans. Sachsn. Alter. 51.
Jar.
Dieses Blatt wurde dem Meistersanger an seinera 51.
Geburtstage von Hans Brosamer uberreicht. Derschau's
Verzeichniss II. S. 38 nennl noch eine andere Ansgabe
mit 16 lateinischen und 16 deutschen Versen von Leon.
Kelner und Job. Betz. Unterzeichnet :
Im Jor 1546. gedruckt durch Hans Guldenmund.
2. — Hans Sachs Teutscher Poet zu NQrnberck.
o. 0. u. J. (NQrnberg 1567). — S. Ranisch S. 270. Fo-
lioblatt mit Holzschnitt, in anderer Ansgabe mit Kupfer-
stich, den Meistersanger im 73. Jahre abbildend. Unter
dem Bilde folgende Zeilen:
Zn. NQrnberck. Bracht. Fur Manch. Gticht.
Die auf Poetifch find zugericht,
Zu fpielen fingen vnd zu lefen
Von geiftlichen vnd weltlichen Weien
Doch alles deutzlch luftig vnd fchon
Es. Hat. Ims. Keiner. Gleic. Gethon.
3. — Folioblatt mit Holzschnitt. o. 0. u. J. (1567). — In
Zwickau.
Unter Hans Sachsens Bilde steht:
Alfo war mein Geflalt ganz vnd gar,
Da ich noch ein Schuhmacher war.
4. — Folioblatt mit Kupferstich von Jost Amman.
Darunler :
Als nach Jefu Ghrifti geburl
FQnffzehnhundert gezelet wurd,
Dazu fechs vnd fiebentzig Jar,
Gleich der Neunzehent Jener war etc.
o. 0. u. J. (1576). — Becker, J. Amman S. 205.
Eine andere Ausgabe wurde oben beim „VaIele tt auf-
gefuhrt.
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308
5.— Eygeniliche Conlrefactur defs Sinnreichen vnd weitbe-
ruhmten Hanfen Sachfens, fiirnemmen Teulfchen Poelens,
Seines Alters ein vnd achtzig Jahr.
Kupferftich von Lucas Kilian in Augsburg. — S. Ra-
nisch S. 278.
In Verlegung Lucas Kilians, KupferCtechers ira Jahr
1623, Bey Stephan Michelfpachern im Jahr 1617.
Alfo war ich Hans Sachs geftalt,
Gleich ein vnd achtzig Jahre all etc.
ST o t i z.
Die im Jahrgange 1858. Num. 13. Seite 201 — 206. be-
sprochenen:
Annales de l'lmprimerie des Elsevier, ou histoire de leur
famille et de leurs editions. Par Charles Pieters. Se-
conde Edition, revue el aogmentee. A Gand 1858.
haben noch ein mit grosser Sorgfalt ausgearbeitetes Supple-
ment erhalten unter dem Titel:
Annales de l'lmprimerie des Elsevier. Edition de 1858.
Additious et corrections, publtees par l'auleur en 1860.
Gand, chez C. AnnooL Braeckman , imprimeur-editeur.
SS. 503-52a Gr. 8°.
Der Werth des bekannten trefflichen Werkes isl durch
diesen Nachtrag noch bedeuteud erhdhl worden, und die Zahl
der neuen Arlikel, welche dieses Erganzungsheft darbietet,
ist sehr ansehnlich.
Hambur «' Dr. F. L. Hoffmann.
Bibliothekclvronik und Mi s cell anee n.
In diesen Tagen ist die der Leipziger UniversilKtsbiblioUiek
vermachte Bibliothek des verslorbenen Justizralhes Dr. Biener
flir die erbende Anstalt iibernommen worden.
Verantwortlicher Redactenr : Dr. Robert Naumann.
Verleger : T. 0. Weigel. Dnick von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEUM.
tilfdftift
fur
Bibliothekwissenschaft, llandschriftenkunde uod
aitere Litteratur.
Im Vereine mit Bibliothekaren und LitteratuWreunden
herausgegeben
von
Or. HoberVN aumann.
JVi 14. Leipzig, den 31. Juli 186 1#
A n z e i g e.
Catalogue de la portion mathematique, historique et
bibliographique de la celebre bibliotheque de Mr.
Libri. Londres, 1861. 8°.
A plusieurs reprises di verses parlies de .'immense col-
lection de livres rares el precieux formee par Mr. Libri ont
6t6 livrees aux eaeheres publiques, el elles ont provoqu6
avec raison de la part des bibliophiles 1'altenlion la plus
serieuse. Nous nous bornerons a mentionner la vente faile
a Paris en 1847 et consistant surtout en livres italiens, et
celle qui a eu lieu a Londres en 1859 et qui s'est fait remar-
qoer par un choix exquis de reliures anciennes, Les prix
payes a ces deux ventes sonl montes a des proportions
presque inconnues jusqu' alors. Aujourd'hui nous avons sous
les yeux la premiere partie d'une vente nouvelle, que Mr. Libri
a fait effectuer a Londres; rangee, suivanl Tusage, dans Tor-
dre alpbabetique, cette partie comprend 4335 numeros et
s'arrtte a la lettre M. On n'y trouve pas les raretSs extra-
ordinaires, les exemplaires d'elite qui abondaienl dans les
catalogues que nous venons de mentionner; il s'agit de livres
plus modestes, mais presentanl souvent un interet scientiflque
iris reel; les sciences mathematiques et physiques y flgurenl
XX1L Jabrgang. 14
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210
avec une importance speciale, el comme dans tous les cata-
logues qui gmanent des mains de Mr Libri , le lecteur trouve
une multitude de notes et un grand int£ret, revelanl pres que
toujours des particulates peu connues.
Redige en langue anglaise et £tant d'un prix elev6, le
catalogue en question est destine sans doute & etre fort peu
repandu hors de la Grande -Bretagne; c'est ce qui nous
engage a placer ici la traduction de quelques unes des notes.
Albano (Petro di) conciliator differ enliarum Hhilosophorum.
Venetiis, 1476. — Ouvrage fori important, rempli de ren-
seignemenls scientiflques et historiques. On peul citer
comme exemple la differentia LXVII, ou l'auteur men-
tionne des details relatifs a TAsie orientale d'apres l'auto-
rite de communications verbales revues de divers voyageurs
parmis lesquels figure Marco Polo. II parle aussi de la
tentative audacieuse faite vers la fin du treizifeme sifecle
par deux navigaleurs genois (Doria et Vivaldi) qui, deux
siecles avant Colomb, voulurent atteindre rinde en traver-
sant TAtlantique.
Adriani (G.) Istoria de suoi Tempi, Firenze, Giunti, 1583,
in fol.
Edition designee par Gamba comme originate e pregialis-
sima, cet exemplaire contient le feuillet supprime (marque
180 V 2 et 181 7a) qui renferme le recit de Texpulsion des Do-
minicains. Le Manuel du Libraire ne mentionne pas cette
suppression.
Ferrari (Lud.) e Nicola Tartaglia, Cartelli di deifide scien-
tifiche intorno la risoluzione delle equazioni algebriche
(n° 178 du catalogue) Milano e Venetia, 1547. 4°.
Volume d une rarete extreme; il provient de la collection
du professeur S. Gherardi. On y trouve les discussions sur-
venues sur des questions d'alg&bre entre Tartaglia, Cardan et
Ferrari, a regard desqnelles on etait reduit a quelques allu-
sions dans divers ouvrages de Tartaglia. Ces defaits qui
provoquerent alors a un haut degr6 Tattention publique, eurent
lieu d'une fapon des plus solennelles; ils 6taienl echanges
entre les champions au moyen de herants qui marchaient
en procession, banni&res employees, et suivis d'une foule
nombreuse. Les Cartelli et Riposte sonl en nombre de
douze; ils 6laient Testis ignores jusqu'a ce que Mr. Gher-
hardi, maintenant professeur a I'Universite de Turin, eu la
bonne fortune de decouvrir cet exemplaire, au sujet du-
quel il publia a Bologne en 1846 un memoire curieux (di
alcuni tnateriali per la Storia delta faculta matematica in
Bologna) ; il n'y avail alors que onze de ces pifeces; la dou-
zieme (la reponse de Tartaglia au sixieme Cartello de Fer-
rari) a ele decouverte depuis. On a ainsi six Merits origi-
naux de Ferrari, le plus grand mathematicien de son epoque
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211
et qui passait poor n'avoir hen public Uoe note de Mr.
Gherardi atleste qu'apres de longues recherches dans les
diverses bibliolheques de ritalie, il n'a pu rencontrer qu'une
seule des douze pieces dont il s'agil; le second cartello de
Ferrari existe dans la bibliotheque Saint Marc a Venise
Allaei (Francisci) Astrologice nova methodus et liber Fati
Universi, Rhedonis, 1654. 1655. in folio.
Ouvrage rare et curieux compose par un capucin, le Pfere
Yves de Paris, et condamne au feu par le parlement de Ren-
nes. Cette Edition fut imprimee aux frais du marquis d'As-
serac; il en fut fait une reimpression dans laquelle on n'in-
sera pas les predictions sur l'etat futur de TEurope cause de
la condamnation du livre. Parmi les revolutions relatives k
l'Aogleterre on trouve pour Fannee 1666, magna calamitas
(et l^venement justifia la proph£lie; l'un grand incendie de-
trait en partie la Cite de Londres): en 1691 magna Rei-
publicae turbatio (guerres en Irlande), en 1705, adversa
omnia (ici l'erreur est complete; Marlborough et Peterborough
eurent de grands succfes cette annee); 1756 minatur maxi-
mum exddium f la guerre declaree a la France) ; 1884, maxima
adversitas (qui vivra verra)
Abbacho , Incommincia una practica molto bona e utile :
a ciarchadano che vuole uxare larte dela mercha-
daniia chiamata vulgar men te larte de labaccho.
Treviso, 1478. 4°.
Volume extremement rare. Le savant de Morgan, dans son
important puvrage sur les anciens livres d'arithmetique, ne
lementionne que sur la foi d'autrui; un seul bibliographe parait
I'avoir vu; c'est Federici qui le decril dans ses Memorie
Trecigiane (pag. 73) et qui l'altribue aux presses de Michiele
Manzolo, an des plus anciens imprimeurs trevisans. L'exem-
plaire qu'avait vu Federici ne se retrouve plus. L'ouvrage
imprime sans signatures, reclames ni pagination, se com-
pose de 62 feuillets, caraclere gothique, 32 ligues a la page
entiire.
Opera Joannis Foenisecae (Maderi) , Augustas Vindelicorum,
1515. 4°.
Cet ouvrage fort rare parait avoir 6t6 inconnu a Lalan
de, a de Morgan et aux autres bibliographes qui se sont
occupes specialement des malhematiques. II fut imprime com-
munibus impensis Joannis Milter atque Joannis Foenisecuc;
c'est peut-dtre le premier exemple d'une association lilteraire
entre un auteur et son imprimeur, de nombreuses gravures
sur bois, parfois de la grandeur de la page, se rapporlent a
la perspective, a la geometric, et indiquent aussi le jeu curieux
de la rilhmomachie Des notes de musique sont aussi gravies
et, circonstance curieuse, elles sont employees pour montrer
comment certains mots hebreux doivent 6tre prononces.
14*
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212
Catuldi Episcopi Tarentini (Sancti). Prophetia reperta anno
domini 1492 in Ecctesia Tarentina, in lucem edita
per Fratres Sancta Maria Montis Oliveti, s. 1. et a.
(Firenze, 1697) 4°.
Opuscule de 2 feuillets inconnu & tous les bibliographes.
On remarquera que ceite prophetic annonce la chute de la
dynastie hispano-napolilaine.
Castelli (B.) Alcuni Upusculi Filosofici. Bologna, 1669. 4".
Ouvrage trfcs rare e fort important, compos* par un sa-
vant benedictin, ami de Galilee. Ce volume est reste presque
inconnu, et entre aulres objets remarquables il renfenne
deux lettres adressies a Galilee et conlenant des experiences
qu'exerce influence de la couleur sur la puissance rayon-
nanle de la chaleur.
Ceulen (Ludolphi a) de circulo et adscripts liber et oka
opus cu la (Arithmetica surdorum, etc.) Lugduni Bala-
vorum, 1619. 4°.
Cette traduction des edits d'un habile malhematicien qui
s'etait servi de la langue hollandaise, est rare. Mr. Charles,
dans son savant ouvrage sur les progres de la GiomHrie^ a
rendu justice au talent de Van Ceulen; il s'6lait surtout oc-
cupy de chercher le rapport proportionnel du diametre d'un
cercle a la circonference, et il avait eu la patience de pous-
ser ses calculs jusqu'a 35 decimales , resultal dont il fut si
fier qu'il exigea qu'on le gravait sur son tombeau (dans l'e-
glise saint Pierre a Leyde) ; au dessous du portrait qui figure
en lete du volume de 1619, on s'est conlente d'indiquer vingt
decimales seulement.
Cervio (V.) // Trinciante, ampliato et a perfettione ridotto
dal Car. Reale Fusoritto da Narni, Roma, 1593. 4°.
Cet ouvrage curieux sur Tart de decouper contient aossi
un poeme en terzetti } ecrii par Anl. Rigo, sur le qua lit a di
diversi animali. Un supplement presente Enumeration des
plats servis a I'occasion de quelques grandes fetes telles que
le mariage du due de Mantoue en 1580, le serment d'obeis-
sance de Pambassadeur de Portugal a Gr6goire XIII, le manage
du grand connelable Colonna, due de Paliano, avec lani&cede
Sixte-Quint, la fete donnee k Rome aux trois tils du due de
Baviere. On voit flgurer dans ces solennites des paons dont
la queue est ornee de pierres precieuses, on sen de I aequo,
odorifera alle mani; le luxe elait dfes-lors parti a des raf-
finements qu'on n'a pas surpasses depuis; en a plut6t re-
trogardk
Cuisinier royal et bourgeois. Paris, 1698. in 12. Les an-
ciens livres sur Tart de la gueule (comme disait Mon-
taigne) sonl recherches ; celui-ci oftre quelque impor-
tance pour l'etude de la science gaslronomique a l'e-
poque de Louis XIV. Les menus de divers banquets
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ai3
donnes par le due d'Orleans, le due de Chartres, le
due d'Aumont et autres grands pcrsonnages sont rap-
porles en detail.
Coroaro (L.) Trattato di Acgue. Padova, 1560. 4°. Cet
ouvrage qui roule sa la marche a suivre pour conserver
les lagunes de Yenise est a peu pres inconnu; il fut
eerit par le celebre auteur de VAN de prolonger la
vie ; on sait que Cornare eut l'avantage assez rare de
mettre sa theorie d'aecord avec la pratique; il vecut pres
d'un siecle entier.
Eschinardi (F.) Lett era al S. Francesco Redi nella quale
si contengono alcuni Diszorsi Fisicomatematici. Roma,
1681. 4".
Eschinardi 6tait un jesuite fort instruit; il signale dans
cet ecrit l'atilile d'un canal qui couperait l'isthme de Suez,
et il expose de curieuses experiences lhermometriques ainsi
que des remarques interessantes sur la condensation del flui-
do planetario sur l'usage de l'aiguille magnetique comme
annon^ant les tremblements de terre par ses changements
soudains. Eschinardi, des 1670. suggerait l'idee de plonger
les thermometres dans la glace, ann de les rendre com-
portables.
Flurance Rivault (Sieur de) Elemens de VArtillerxe. Paris,
1608. 8°. Volume rare et curieux; e'est la qu'on trouve
pour la premiere fois la description et la figure d'un
fusil a vent, dont I'invention est attribute a Maria Bour-
geois de Lisieux en Normandie. On rencontre aussi
dans ces Elemens un avant-propos historique concer-
nant Forigine et les progrfes de rimprimerie, la prepa-
ration de la poudre fulminante, etc.
Nous reviendrons une autre fois sur le catalogue Libri,
et nous signalerons une curieuse reunion d'ecrits relatifs a
l'laquisition.
Bordeaux. G Brunei
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214
A n z e i g e.
Ubrorum in Bibllotheca Speculae
PuICOVensiS anno 1S5S exeunte contento-
rum CatalOgUS systematlCU8. Eden-
dum curavit et praefatus est Otto Struve, mu-
nere directoris speculae Pulcovensis fungens, Aca-
demiae Imperialis scientiarum Petropolitanae socius.
Petropoli, 1860. Pelropoli apud Eggcrs et socios.
Rigac apud Samuelem Schmidt. Lipsiae apud Leo-
poldum Voss. Pretium: 3 Rub. 80 Kop. = 4 Thlr.
7 Ngr. XXX u. 970 SS. Lex.-S°.
Der Description de V Observatoire astronomique central
de Poulkova par F. G. W. Struve. SL-Petersbourg y i84o
(mil dem Vorsatztitel Annates de VObservatoire central. In-
droduction; 4 unbez. Blatter, 293 SS. und 264 Spall, gr.-4°,
nebst: Description de VObservatoire de Poulkova. Planches.
Saint-Peter sbourg. 1845, 2 Blatter PI. und I -XXXIX [pL
XXXV A. u. B.]) ist hinzugefugt: Appendice. Catalogus librorum
in Bibliotheca Speculae Pulcovienns conlentorum (Sp. 1 —
264). Derhochberuhmte Astronom uod Director der kaiserlichen
Hauptsternwarte zu Pulkowa, dem die Bibliothek ihren Ur-
sprung verdankt (1834), der Vater des Herausgebers der
neuen anzuzeigenden Ausgabe des Kalalogs, liess das Ver-
zeichniss mit einer Introductio (Recensus scriptornm a J.
Kepplero editorum in derselben), Emendationes in Lalandii
Bibliographiam, Systema catalogi und Index alphabelicus auc-
torum et nominum in litulis citatorum (Pelropoli, typis Aca-
demiae scientiarum. 1845, XLVIII und 438 SS. gr-8°) be-
sonders abdrucken. (Vgl. meine Anzeige in der Beilage zu
Nro. 16i des Hamburgischen unpartheiischen Correspondent
ten, den 13 Juli 184S).
Schon von dem bedeutend grosseren Umfange der neuen
Ausgabe lasst sich auf den ansehnlichen Zuwachs der Bucher-
sammlung schliessen. Sie erfreute sich im Jahre 1854 einer
so grossen Vermehrung, dass fur ein anderes Local zu ihrer
Aufbewahrung gesorgt werden musste. Der Abdruck des
neuen Kalalogs war bereits 1857 begonnen; Reisen und Krank-
heit des Vaters veranlassten denselben die nicht leichte Arbeit
der Herausgabe dem Sohne zu iibertragen, der dabei yon den
Herren Wagner und E. Undritz, dem jetzigen Bibliothekar.
unterstutzt wurde.
Es sind in dem Katalog verzeichnet 4113 Tilel von gros-
seren Werken in 7625 Banden, 143 Himmelskarten, 14634
Titel von Disserlationen und kleineren Schriften, von denen
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215
jedoch viele gesammelten Werken, Zeit- und Gesellschafls-
schriften entDommen , so dass ihre wirkliche Zahl 8455 isl.
Umslandlich wird daruber in der Einleitung benchlet. Im
Jahre 1845 besass die Bibliothek nur 2068 Werke in 4150
Banden, 60 Himmelskarten und 3109 Dissert a lion en; die Bucher-
zahl bat sich demnach in dreizehn Jahren mehr als verdop-
pelt. Diese Vermehrung wurde herbeigefuhi t (heils durch Ge -
schenke der Publicalionen anderer Sternwarten und gelehrter
Gesellschaften, durch Ankauf neuer geeigneler Erscheinungen
der betrefienden Literatur, theils durch mehre Erwerbungen
alterer Bucher, namenilich aus der 1854 versleigerten Biblio-
thek Naumann's, ferner aus der Sammlung der russischen
Mission in Peking (— grossteulheils Werke des sechzehnten
Jahrhunderts — ) aus dem Naohlasse des 1855 in St. Peters-
burg gestorbenen Astronomen und Geographen Wisniawski,
und endlich durch Tausch mil der Universilat Moskau. Drei
Manuscripte des Regiomontanus, die v. Murr 1801 beschrieben,
erhielt die Bibliothek von derselben Universilat, von der kai-
serlichen Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg die
von ihr veroffentlichten Werke, fast hundert Bande, welche
Schenkung hauptsachlich dazu beitrug die neue Section XXVI.
Itinera imprimis Rossiam spectantia einzuschalten.
(Ueber die fruheren Erwerbungen ist die Einleitung zur Aus-
gabe des Katologs von 1845 S. HI -VIII. nachzusehen).
Die Seiten VI — XIII der Indroduction enthalten eine
muhsame inleressante Vergleichung des Beslandes der Pul-
kowaer Bibliothek und v Bibliographie astronomique" de La-
lande's, zu welcher lelzleren S. XVI. — XXI Verbesserungen
und Bemerkungen gelieferl sind. Seite XXII — XXIV geben
einen Nachweis der oben erwahnten Gesellschafls- und an-
derer Schrifften, aus welchen Titel astronomischer Abhandlun-
gen in dem Dissertationen-Verzeichnisse aufgefuhrt werden.
Das System, nach welchem die Bucher geordnel, ist mil
geringen Abiinderungen dasselbe geblieben, wie man es in der
fruheren Ausgabe des Katalogs aufgestelll findet. Die ganze
Sammlung ist in zwei Hauptabtheilungen gesondert: Libri
majores und Libri mino res et dissertationes. Ich
theile das Schema beider seinen Hauptrubriken nach, nur die
Rubrik Astronomia der ersten Abtheilung nebst alien ihren
Subdivisionen, mit.
Catalogus librorum majorum.
p. 1—262 et p. 819—830.
I. Auctores classici, graeci et romani, mathematici, astro-
nomici, physici, alii, secundum ordinem alphabeticum
II. Opera auctorum recentiorum collecta. Secundum ordi-
nem alphabeticum.
HI. Lexica disciplinarum mathematicarum el physicarum.
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916
Mathesi s.
(IV-XII.)
XIII. Astronomia medii aevi. XIV. Astronomia generalis e(
Cosmologia, aevi receotioris. XV. Compendia et cursas
astronomici. XVI. Astronomia theorica. XVII. Astro-
nomia physica. XVIII. Astronomia specialis. XIX.
Chronologia. XX. Astronomia practica. XXI. Gnomo-
nica. XXIII. Usus globoram. XXIII. Coiistructio et
usus instrumentorum imprimis astronomicoram. XXIV.
Fabrica et usus horologiorum. XXV. Geologia. XXVI.
Geographia physico-mathematica et historica. XXVII.
Itinera, imprimis Rossiam spectantia. XXVIII. Astro-
gnosis. XXIX. Astrologia. XXX. Astronomia popula-
ris. XXXI. Historia naturalis Solis, Lunae et planela-
rum. XXXII. Cometoeraphia. XXXIII. A. Observation
nes antiquiores. B. Observationes in speculis insti-
tutae. Secundum ordinem alphabeticum specnlarum.
C. Observationes itinerariae. D. Transitus Mercuhi et
Veneris. E. Observationes variae. F. Observationes
penduli. XXXIV. Catalogi sleltarum fixarum. XXXV.
Tabulae moluum in systemate solari. XXXVI. Tabulae
astronomicae et geodaeticae auxiliares. XXXVII. Ephe-
merides. XXXVIH. Mappae coelesles. XXXK. Astro-
nomia sacra. XL. Miscellanea mathematica, astrono-
mica el physica.
Geodaesia.
(XLI— XLIII.)
Physice.
(XLIV— XL VII.)
Libri periodici et acta societatum.
(XL VIII. XLIX.)
Historia literaria, rel.
(L-LIV.)
Catalogus librorum minorum et disse rta tionura
p. 265—818 et p. 831—857.
Disciplinae mathema ticae.
(1-11.)
Disciplinae astronomicae.
(12—23.)
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aw
Catalog! fixarura, Ephemerides, Tabulae.
(24. 25.)
Terra.
(26—31.)
Sol et Luna.
(32—34.)
Eclipses, occult at i ones, transitus.
(35—41.)
Determinate looorum geographica.
(42-45.)
Planelae.
(46—52.)
Stellae fixae.
(53—53.)
Observationos earumque subsidia.
(59—67.)
Disciplinae physicae.
(68-91.)
Historia literaria.
(92—95.)
Catalogus d isser ta Ho uum comet og ra phi ca rum.
(96. 97.)
Diese systematische Anordnung wird mancher Bibliograph
und Bibliothekar ohne Zweifel als eine eigenlhiimliche, den
Forderungen, die gegenwartig an ein bibliographisch- wissen-
schaflliches System gemacht werden, nur in beschrankter Weise
Genuge leistende bezeichnen. (Der Hr. Herausgeber des Ka-
talogs von 1845 bemerkte selbst, dass sie eines „fundamen-
turn strictum" entbehre). Sie hat sich aber unter den ob-
waltenden Verbaltnissen als durchaus zweckmassig bewahrt
und den Beamteten der Slernwarte die Benutzung der Biblio-
thek sehr erleichtert, und fur sie ist dieselbe ja, wenn aurh
nicht ausschliesslich, doch yorzugsweise gegrundet und be-
stimmt. Eine Bi bliographia astronomica ira streugen
Wortsinne hat sich naturlich in anderer Abfassung darzustel-
leo und es ware nnleugbar ein wahrer Gewinn fur die Wis-
senschaft gewesen, wenn es sich hatte ermoglichen lassen,
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918
den Kalalog zu eioer solchen zu gestalten. Dann ware je-
doch der ursprungliche Plan zu andern gewesen, eine Urn-
stellung der Biicher u. dgl. nothwendig geworden und wir
hfilten vermuthlich das neue Verzeichniss noch lange erwar-
ten mussen. Der Kalalog, auf (lessen Bearbeiiung dieselbe
unermudliche und umsichtige Sorgfalt seit 1854 bis zu seiner
Beendigung verwandt ist, mit welcher die Vervollstandigung
des trefflichen Bucherschatzes angestrebt wurde und wird
(- es befinden sich davon manche schriftliche Belege aus
fruherer Zeit in meinen Haoden — ) erscheinl gewiss, so wie
er dargeboten, alien Astronomen als ein sie angenebm uber-
raschendes und die nulzlichslen Diensle leislendes Geschenk.
Bei bibliographischen und bibliothekarischen Arbeiten moss
man sich freilich mil der gewahlten Anordnung vorher genau
vertraut roachen. (Die Ausarbeilung des astronomischen Ka-
talogs der hamburgischen Stadtbibliothek wurde schon durch
die Benutzung der Ausgabe Yon 1845 gefdrdert.)
Die Titelabschriften sind im Allgemeinen in hinreichender
Ausfuhrlichkeil gegeben und in der Reg el chronologisch ge-
ordnet. Die verschiedenen Ausgaben desselben Werkes
hatteu ohne Nachtheil fur die Ordnung, auf einander folgen
konnen, stalt dass sie jetzt getrennt sind. In den s. g. Real-
(systematischcn) Katalogen unserer Stadtbibliothek ist dies
uberall vorschriftsmassig beobachtet und hat sich nie storend
erwiesen. DenTitelnder selbststandigen kleinen Scliriflen
fehlt die Angabe des Formats. Die Vornamen der Schrift-
steller sind wohl aus dem Grunde, dass unbedingte Gleichfor-
roigkeit nicht oder erst nach viele Zeit raubenden Forschungen
zu erreiohen, so wie in manchen andern Bibliothekskalalogen
(z. B. dem der Commerz-Bibliothek in Hamburg) durch die An-
fangsbuchstaben angedeutel oder bei allgemein bekannten
Schrifstellern auch diese Andeulungen weggelassen.
Addenda ad Catalogum librorum majorum brin-
gen die Seiten 819 — 830, ad Catalogum librorum
minorum et dissertationum die Seiten 831 — 857
(wahrend des Druckes bis Ende 1858 Hinzugekommenes). Die
von Hrn. Undritz mit ersichtlichem Fleisse verfertigten zwei
Namenregister der beiden Hauptabtheilungen wdrden die Be-
nutzung des Kataloges noch urn Vieles erleichtert haben, wenn
die Vereinigung derselben zu einem Ganzen, die wahrschein-
lich locale oder andere Grunde nicht erlaubten, hatte statrfin-
den kdnnen. Gleichwohl verdienen sie, so wie sie vorliegen,
besonders das erste, die vollkommenste Anerkennung \ die
folgenden drei Beispiele werden dafur zeugen, und das dritte
zugleich den Reichthum der Bibliothek an Ausgaben der Werke
eines und desselben Schriftstellers darlegen:
Alchabitius (Alkabitius, Abdilazus), Astroi 1485. 137; 1491,
1502, 1503. 139. 1520, 1521. 130
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919
Cassioi IV, le Comte, /. D., Obs. Astr. 1791. 160 Obs.
itin. 1770. 164. Oper. geod. 1791. 908. Met. et
Magn. 1791. 226. Biogr. 1810. 255.
Sacrobosco, I. de, Anal. fin. 1838. 42. Astr. med. aev.
1478, 1482, 1485, 1488, 1490. 16. 1491 (2), 1493,
1498, 1499, 1500 (2), 1501, 1503, (3) W. 1507, 1508,
1510, 1513, 1516 (2), 1518, 1519. 18. 1531. 10. 1537,
1538, 1539, 1545. 8©. 1550, 1551 (2). $1. 1557,1558.
1566, 1567, 1569, 1570. »». 1578 (2), 1583,1594. 83.
1601, 1603, 1607, 1611. 84. Chron. 1538 ( 2), 1545,
1551. 105. 1558, 1566, 1578. 106
Im zweiten Register sind die Jahreszahlen nicht hinzuge-
fugt, z. B.r
Naumann, C. F., Geom. alt. 904.
Sacrobosco, I. de, Arithm. 269.
Struve, A. Mass. plan. 530. Nept. 545 (2).
Fur die anonymen Schriften, deren Zahl verhallnissmassig
nur klein, ist kein Register vorhanden. (Bei Katalogen, in
welchen sie sich in grosser Menge befinden und der Mehr-
zahl nach von Wichtigkeit sind, wie z B. in dem Ka-
talog der Commerz-B iblio thek in Hamburg. 1846.
dessen Register meine Arbeit, ist dies ein wesentlicher Mangel).
Druck- und Schreibfehler werden S. 967 — 970 berich-
tigt. Viele enlslanden, weil die Bucher, welche die Bibliothek
der Sternwarte tauschweise von der Moskauer Universitat em-
pfing, noch nicht in Pulkowa waren, als die erste Abtheilung
des Kalalogs gedruckt wurde.
Nimmt die herrliche Kaiserliche offentliche Bib-
liothek in St. Petersburg unler ihren Schwestern in £u-
ropa und Amerika in jeder Beziehung einen Khrenplatz ein,
so steht die Bibliothek der kaiserlichen Haupt-
sternwarte zu Pulkowa als Specialbibltothek in vollem
Glanze da, und was die Fachwissenschalt betrifft, schwerlich
eine ihr ganz ebenburtige zur Seite. — Die Klasse: Astro-
nomie, S. 16 — 200, enlhalt in der ersten Hauplabtheilung,
die in den Zusalzen verzeichneten mil gezahlt 1474 Werke, un-
ter denen grosse bibliographische Seltenheiten ; die Cometo-
graphie umfasst dort 82 Bucher, in der zweiten Hauplabthei-
lung, S. 761 —818, 1392 kleine Schriften und Dissertalionen,
von welchen mehre nur noch in sehr wenigen Exemplaren zu
find en, einige wohl Unica sind. Dass hin und wieder auch hier
Lucken, ist aus der Natur der Schriften dieses Zweiges der
astronomischen Literatur ( — sie sind zum Theil nur in der
Zeit ihres Erscheinens beachtele Ephemeren — ) leicht er-
klfirlich. Diese Lucken, gleich anderen in den Bucherreihen
zu Pulkowa auszufullen, bemuht sich die Verwallung der
Sternwarte fortwahrend mil seltener Umsicht und regem
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920
Eifer Sie geniessl das GlOck uber die nothigen Geldmittel
verfugen zu konnen, ein Gluck, um welches viele, viele deutsche
Bibliotheken sie beneiden durften, nor nicht unsere Commerz-
Bibliothek, die auch von demselben begunstigt ist.
Die Bibliothek bewahrt 11 (10?) Drucke von 1472—1480,
28 von 1481 -1490, 27 von 1491—1500 und i7 undalirle
aus dem funfzebnten Jahrhundert. Incunabeln-Freunden, de-
nen der Kalalog nicht zur Yerfugung steht, ist es vermuthlich
willkommen, einige dieser Drucke (von 1472—1480) nach der
Angabe in demselben kennen zu lernen. Es sind alphabetisch
zusammengestellt folgende :
Jacobns Angeli de Ulma, Tractalus de Cometis
(seu) de appantione comate stelle (anni 1402). 4.
Uber sedecim foliorum, sine anno et loco impressionism isqoe
bibliographis, ut vidctur, prorsus incognitus. Anno 1402 conscri-
ptum esse ex narratione de cometa initio mensis febiuarii ejus
anni apparente paler. Auctor se anno 1382 Parisiis fuisse aarrat.
Sub anno 1386 internecionem exercitus et ipsius ducis Leupoldi
de Austria coinmemorat. In fine legitur:
Compilatus est iste tractatus et completus per Jacob u ui
angeli de ulma, inagistruin in artibus, ac licentiatum in
medicinis, phisicum illustris principis ducis Leupoldi ducis
austriae.
S. 147; vgl. S. 761, mil dem Zusatze: (Ante 1500) und
S. 785. Hain's Hepertorium, welches erst nach Beendi-
gung des Drucks in die Bibliothek gekommen zu sein scheint
(s. Addenda S. 830) Nr. *1099. Hier in der Schlussschrift :
„principis u zweimal. (Ob vor 1480?)
Christianus, Ad solitarium quendam de ymagine mundi
per Honorium Augustodiensem).
Secundum cataloijum Na u m anni ami m. qui alterum cxhibet
exemplar, prodiit lil>er Norimbergae, 1472, per A. Koberger.
In exemplari nostro desunt literae initiales pictae. Opusculuin tem-
pore Imperatoris Friderici I. conscriptum esse affirm at Naum an-
nus, cum lmpeiatoram chronologia usque ad Conradum 111. pro-
ducta sit, qui 1152. obiit.
S 76. Hain, Addenda et Corrigenda, Nr. 4984a (c. 1470)
und Nr. '8800 (Norimb , Ant. Koburger). F.
Cnsa, de, N., Opera. 2 vol. (Sine loco et anno).
Liber anno 1480. anterior habendus est.
S. 27. Hain, Nr. 5893? F.
Joannis de Gersona, Tractatus in trilogio astrologiae
theologiz[ale]. (1475?)
Sine loco et anno , absque custodibus et paginis. Folia 12.
Liber rarissimus, quern Scheibel et Lalande ignoraverunt.
S. 380. Hain, Nr. *7711. (Norimbergae, Joh. Sensen-
schmidt.) F.
1) Sollten Leser des Serapeums im Besitze SHerer astronomischer
Schriften sein, die sie zu verSussern geneigt, so wird der Unterz. eioe
genaue Aufgabe derselben dankbar entgegen nehmen.
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931
Isidori junioris Hispalensis episcopi liber de respon-
sione mundi et astrorum ordinationibus , per Gin t he-
rum Zaioer de Reutlingen anno MCCCCLXXH.
(1472.)
S. 76. Hain, Nr. *9302. F.
Manfredi, H, Prognosticum anni 1478.
S. 137. (Hain, Nr. 10697: Hieronymus de Man-
fredi s, Prognosticon ad annum 1479. Von Hain nichl ge-
sehen.)
Pnrbachii, G., Theoricae novae planetarum. Fol. (Sine
anno et loco; secundum bibliographos : Norimbergae.
1472.)
S. 76. Hain, Nr. *13595. (Norimbergae, Joh. Regio-
monttnus.)
II Calendario (di G. Reglomontano) Venetiis 1476?
(nisi 1474). 4.
S. 180. Hain, Nr. 13789: I nomi di impressori || Son
qui da basso di rossi colori || Venetiis. 1476. |] Bernardus
pictor de Augusta || Pelrus /ostein de langencen !| Erhardus
ratdoll de Augusta. Von Hain nicht gesehen. Ob identisch
mil dem Pulkowaer Exemplar?
Sacrobnsto. J. de, Spera mundi ; Gerardi Cremo-
nensis Theoricae planetarum. (Venetiis). 1478. 8.
S. 76. Hain, Nr. *14108: Impressa I Venelijs per Fran-
cises renner de Hailbrun. || M. CCCC. LXXV1H. 4.
Pliisiti Thfirecensis Tractaius de Cometis. Ro-
mae? 1473? Fol.
Edilio oposcnli haec princeps elegantissime impressa, vix ulli
bibliographorum conspecta esse videtur.
S. 147, und S. 785, mit der Bemerkung: Romae? 1474.
Eine Vergleichung mit Hain, Nr. *155l2. (Beronae [Bero-
munster im Kanlon Luzern], Helyas [Helye] de Louffen) und
Nr. *15513 wird ergeben, ob, wie ich vermuthe, der Bero-
munster Druck? Die Anfangsworte desselben lauten auch:
Thureceusis phisiti Tractatus de Cometis Incipit, die der
Nr. 15513: Phisici Nr. 15512 und ist statt Thurecensis ge-
setzl: Thvreoehsis. R. Wolf wird in seiner Schrifl: Ueber
die alteste Cometen-Litteratur der -Schweiz, Bern, 1849, die
inir nicht zur Verfugung sleht, aber im Katalog verzeichnet
ist (S. 773), den Physicus Thurecensis nicht unbeachtet ge-
lassen haben.
Das Verhaltniss der Drucke des funfzehnten Jahrhunderts
in der Buchersammlung der Stern warte zu deLalande's
Bibliographie astronomique stellt sich so dar:
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222
lu Bibliogra- lu Gatalogo la Lai audio Pnleovae
phia Lalandi Pulcovensi Communes qui Pulcovae qui Lalandio
1472—1480
23
11
2
21
9
1481—1490
48
28
22
26
6
1491—1500
72
27
17
55
10
sec. XV sine anno
17
5
5
12
6
160
71
46
114
25
Uer typographisch sauber ausgestattete und zweckmassig
eingerichlete katalog ist aus der Buchdruckerei der Kaiser-
lichen Akademie der Wissenschaflen hervorgegangen.
Nachdem ich meinen Bericht fiber den Katalog der Slern-
warte zu Pulkowa bereits an die verehrl. Redaction des Sc-
rape urn abgesandt hatte, erhielt ich (lurch die Gfite des
Herrn Professors Dr. Peters, Directors der Sternwarte in
Altona:
Biographien zur Kulturgeschichte der Schweiz. Von
Dr. Rudolf Wolf, Professor der Astronomie in Zurich.
Dritter Cyclus. Mil dem Bildniss von Daniel Ber-
noulli. Zurich, Druch und Verlag von Orell, Fusstif
Comp. 1861. 8°.
Ich entnehme der Biographie J oh an n Jakob Wag-
ner's von Zfirich, 1641—1695, folgende die Cometenschrift
des Thurecensis Physici betreffende Stelle (S. 105. 106):
„Seino Thaiigkeit bestand weniger darin, dass er die
Cometen selbst beobachtete, als dass er von litterarischer
Seite aus ihre Kenntniss zu fordcrn suchte. Einerseits ver-
danken wir ihm, dass er nicht uur auf eine der altesten Druck-
schriften fiber die Cometen aufmerksam machte, auf den
zwolf Folioseilen [Folioblfittern] beschlagenden , jedes Titel-
blattes und der Angaben uber Ort und Jahr des Druckes
entbehrenden „Thurecensis phisiti Tractatus de Cometis",
sondern Naheres liber denselben festzustellen suchte 1 )- Das
Resultat seiner Untersuchungen war, dass er dem einen der
beiden Exemplare des Tractats, welches die Zurcher-Stadt-
bibliothek besitzt, den Titel ^Eberhardi Schleusingeri de
Garmanstorf Franconiae, Artium el Medicinae Doctoris,
Physici Tigurini, Traclatus de Cometis, speciatim de Comela
A. C. 1472. Beronae (MUnster) M73 u beifQgte, sich theils
auf Lavater, Gessner und Lycosthenes berufend, (heils die
Schrift selbst berficksichtigend. Meine seitherigen Nachfor-
schungen fiber Schleusinger in den Zfircherischen Archives
1) Ich habe diesen Tractat bis jetzt auf den Bibliotheken in Zurich,
Bern und Munchen gefunden, — uberall mit demselben, also wohl ur-
sprunglichen Mangel. W. (Ein Exemplar der Beromunster Ausgabe kommt
vor in dem Catalogue des livres astronomiques , mathematiques et phy-
siques provenant des bibliotheques de Petersen, de Bogustawski et Siber.
Berlin 1855, Nr. 831. H.)
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993
fubrten zu keinem Resultate 1 ), wahrend mir dagegen Herr
Bibliothekar Horner die Versicherung gab, dass der Tractat
mil andern Beromfinster- Drucken vollig ubereinstimmende
Lettern zeige, und Lalande's Angabe, dass er 1474 in Rom
erschienen sei, jedenfalls als irrig bezeichnet warden mfisse,
— es ware denn, dass 1474 ein zweiter Abdruck veranstaltet
worden ware, wie in einem Auctionskataloge behauplet wor-
den ist 3 ). Was den Tractat selbst anbelangt, so hatte ich
ohne die unermudele Hulfe meines Freondes, Herrn Professor
Ludwig Schlafli in Bern, die massenhaften Abkurzungen des-
selben wohl schwerlich entziffern konnen; so aber wurde ge-
funden, dass er fur die Kenntniss des Cometen von 1472
nicht sehr viel Bedeotendes enthalte, sondern hauptsachlich
astrologische Muthmassungen aber Entstehung und Bedeutung
der Cometen. u (Es foigt nun noch Einiges fiber den Inhalt
des yjractatus* ; dann wird von Wagner's deutscher Ueber-
setzong von Ludwig Lavater's ^Cometarum omnium fere
catalogus" etc. gehandelt.)
Hambur «- Dr. F. L. Hoffmann.
Klnige Berlcbtlgnngen
zu
Herrn li. Reichhart's Mittheilungen fiber Erstlingsdrucke.
Von
Emil Weller in Zurich.
In No. 4. und 5. des Serapeums 1861. werden von Herrn
R. verschiedene Druckorle genannt, die theils fingirt, theils
gar nicht als Druckorte in den betreffenden Schriften ge-
oannt sind.
LArrivour, par Nicole Paris 1547 = Lyoner Druck, wie
auch: La vie et les ouvrages triomphants d'une trfes ilia—
stre Damoiselle, nommee Catherine de Bas Souhaits , par
Jehan de la Roche, baron de Florigny. Troyes, chez
maistre Nicole Paris. 1546. Enthall die Abenteuer der
1) Leu hat ebenfalls bl.oss die durftige Notiz, dass sich ein fiber-
hard Schleusinger oder Schlusinger im Anfange des 16. Jahrhunderts in
Zurich aufgehalleu habe, ein wohl erfahrner Arzt gewesen sei, und aus-
ser dem Cometen-Tractat einige astrologische Schriften hinterlassen habe.
— Hottinger schreibt in seiner Schola Tigurina , dass ein „Rodolphus
Ariel, Physicus" ein Bach fiber den Cometen von 1472 herausgegeben
habe. — wohl dasselbe Werk, das Wagner dem Schleussinger vindicirt.
W. (Jocher hat Kestner's medizinisches Gelehrten - Lexikon citirt und
das Wenige, was er sagt, wdrtlich nacligeschrieben ; vom „Tractatus"
findet man bei Beiden Nichts. H.)
2) Man vergl. meinen Bericht. H.
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Fran des Raths am Parlament von Bordeaux Johann de la
Borne. Stephan Dolet druckte zu Lyon: Le second Enfer
d*Estienne Dolet, natif d'Orleans, qui sont cerlaines poe-
sies, faictes par lay mesme sor la justification de son
emprisonnement. Troyes, Nicole Paris. 1544, wovon ein
neuer Abdruck existirt.
Reims, Jacques und Pierre Martin = Genfer Druck . Jacques
Martin mit und ohne Druckort wird bereits 1562, 1568
und spaler von Lyoner und Genfer Druckern als Maske
gebraucht, wie spaler Pierre Marteau und Jean Nourse.
Die erste Ausgabe der Legende erschien ubrigens 1574,
die dritte 1579.
Carolopolis, typis Gedeonis Ponceleli 1665 = Pariser Druck.
Clavenna 1550 ist nur der Aufenthaltsort des Verfassers.
Franckenau fingirter Druckort fur Scherzbucher, z. B.: Kurtz-
weilige Geschichte. Leben und Wandel des Clement Marot,
Franckenau auf der Neusladt. 1660. N. Ausg. ebd. 1668.
Ferner: Gepfluckte Fincken u. s. w. Franckenau, bey Hans
Brodessers Erben 1681 Und so noch ofter.
S. Jean de Maurienne, G. Butler 1704 = Pariser Druck.
N. Ausg. ebd. 1750.
Ku/ stein 1745 Druck von Hemmerde in Halle.
Lochau 1520 Aufenthaltsort G. Spalatin's des Uebersetzers.
Luce-Nouvelle par Brifaud Chasse-diables 1565, 1566 und
1567 = Genfer Druck.
Lumbitsch auff dem Federmarck 1524 = Erfurler Druck. N.
Ausg. ebd. 1524.
Miltenberg 1523 kein Druckort.
Heinsperg 1608 = wohl Ingolstadter Druck. Schrift des Cas-
par Scioppius, der unter gleichem Druckorte 1608 eio
Amulelum adv. Satanae fascinum lateinisch edirte.
Schnerssheym an dem Kocherssberg 1526 flngirt.
Schwabach 1524 kein Druckort.
Bibliothekchronik uud Miscellaneen.
Am 21. Juni slarb Hofrath Dr. Ludwig Pre Her, Oberbiblio-
thekar der Grossherzoglichen offeotlichen Bibliothek zu Weimar.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger: T. O. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEUM.
<if fdjrtff
fttr
Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkiinde und
Ultere Litteratur.
im Vereine mit Bibliothekaren and Litteraturfreunden
hera usgegeben
TOO
Dr. Hobert Naumann.
m 15. Leipzig, den 15. August 1861.
Verzeichniss
der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek
zu Oldenburg.
Von
Bibliothekar Dr. Heradorf In Oldenburg.
(Fortsetzung.) *)
103. g.
Stella clericorum s. 1. et a. (Lips. J. Sensenschmid?) 4.
Hain 15065. Ueber den Drucker vergl. Nr. 102. f.
103. h.
Canones poenitentiales s. textus canonum poenitentialium de
summa fratris Astensis extractus. s. 1. et a. (Lips. Marc.
Brandis.) 4.
Hain 4340.
*) Nach langer Unterbrechung — die letzte Mittheilung findet sich
im Jahrg. 1853. Num. 7. S. 109—112. — folgt jetzt die Beschreibung
der noch ubrigen Incunabeln. Die Unterbrechung wurde durch den Uui-
stand herbeigefuhrt, dass das Manuscript verloren gegangen war und dei
Hen Yerf. dasselbe nochmals ausarbeiten musste.,
Die Redaction.
XX1L J&hrgug. 15
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226
103. i.
Discordia praedicatorum et minorum cum clero seculari. s.
1. el a. (Lips. Marc. Braodis.) 4.
Haia 6275. Hier ist zu bemerken, dass der Inhalt des
Titels schoo Fol. 12. a* 4chlils4l find dann ein besonderer
Anhang folgt, aus (lessen Ueberschrift zu schliessen, dass
Jac. Carthus. 1470 noch gelebt, da man doch sonst 1466
als Todesjahr annimmt, es Ware dean, dass 7 fur 5 gel-
ten sollle.
103. k.
Huguitio intricaliones numeralium vocabulorum. s. L et a.
(Lips. Arnold de Colonia.) 4.
F. 1. a. Tractates vguiicnis intri|cationes nneralium
vocabu-|lorum lucide exponens legen | tibus perulilis. | F
1. b. leer. F. 2. a. (mil Sign. Aij) De Cardinalibus I ( )
Ocabulorum fignificantiut numeros que-|dam dicantur car-
dinalia. quedam ponderajlia. queda difperliliva etc. F. 6. b.
lin. 26. Vllimo zeta facit finera bis mille tenebit 5 duo
failia. mm. 6 BU. m Sign, obne Blaltz. u. Custad* m. 33
fceil. golh. Cbar. 4.
Panz. Ann. IV, 207, 1268. Hain 16082.
103. L
Virgilius MarO (P.) Bncolict. s. L et a. (Lip** Melch. Loller
nach 1500, wie aus der romischen Type ersichllich, wel-
che derselbe erst nach genannlem Jahre in Leipzig ein-
fuhrte.) 4.
103. m.
Qualiler Festa Marine celebranda sint. s. 1. et a. (Lips, post
1508, wie aus der Unterschrifl hervorgeht.) 4.
103. n.
Computus noYus ecclesiasticus 1515. s. 1. (Lips.) 4.
103. 0.
Luther (Mart.) Eyn Sermon von der Betrachtung des beyligen
leydens Chrifli. Leypczyck 1519. 4.
103. p.
Oecolampadius indicium de Marlino Lilhero. Lips. 1520. 4
103. q.
tractatulus de arte et modo inquirendi quoscunque haereti*
cos. s. L et a. (Lips. 1519?) 4.
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327
103. r.
Soccatius Fabula Tancrcdi in lalinum verfa a. Phil. Beroaldo.
Villembergi s. a. (nach 1502, aber vor 1507. lyp. Nic. Ma-
reschalci expensis H. M. A. T. d. i. (Heri Manni Aqnilii
tsennachensis) da Nic. von Marschall erst 1562 nach Wit-
tenberg ging und 1507 nach Rostock zog.
104.
Ballhasar (Theol Li cent.) exposilio canonis sacralissimae
missae. s. I. et a. (Lips. Bollicher.) 4.
Panz. Ann. lyp. IX, 106, 135. Ilain 2345.
105.
Basilius (S.) Magnus oratio ad adolescentes de legendis an-
tiquorum sea gentilium libris lat. Leonardo Aretino in-
terprete. c. commenL J. Hon. Cubilensis. s. I et a. (Lipl
Melch. Lolher) 4.
Hain 2636.
106,
Gclpurnius (Tit. Jul) Siculas Bucolicon s. Eclogae. s. 1. ct a.
(Lips. Melch. Lother.) 4.
F. 1. a. Titi Calpharnij Siculi | Btcolicom carmen.
F. 1. b. leer. F. 2. a. (mil Sign. Aij) Tili Calphnrnij Si-
culi Buco|licum carmen. Ornilus. el cori|don. fratres in-
terloquulores | Aegloga prima. | ( ) Onduin foils equos
d' clivis mitigat eflas | etc. F. 29. a. Z. 6. Bucolica tili
calphurjny ficuli flniunt. F. 29. b. F. 30. leer. 30 Bl. mit
Sign. A. D. ohne Blattzahl und Custoden rait 18 Zeil.
•goth. Char. 4.
Hain 4270. Das hiesige ExempL hat gleichzeitige hand-
schriflliche Noten.
107.
Cictr* (M. Tull.) oratio pro lege Manilia sen Gn. Pompejo
editore M. Andrea Epistala Delitschensi. s. 1. et a. (Lips.
Thanner.) fol.
F. 1. a M. Tollij Ciceroni's oralio pro Cn. pom|peio
magno in duo bos caufe generibus | constituta deliberativo
fc$ t demonftratiao: omnibufqs parlibuf oralio |nis Rhelo-
rice conslans. In qua duo pfuadere nititur. P. K. feu Qui-
rili-jbos. Prima vt fufcipial bellum contra Mithridatem x
Tigranem reges | Secundu vt Cn. Pompeius illi bello cum
ftttiimo irtrperio preflciatur | contra fentenliam. Q. Catuli
et Q. Hortenfij. f M. Andreas Epistates Delitfchenfis | Ad
Lectorem | Pompeij laudes hie elaulit Tullius acer | Gloria
romuliduni bella gerenda iubet | Hie oculis fubicclanlur
15*
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que gutture dulci | Martigenis primum fuaferat arte potens|
Nec ducis armigeri cetus hie munera defunt | Pompeij
floret Candida Tama quibus | F. 1. b. Argumentum orationis
Pompeiane. | Cicero creatus pretor romanus duo pfuadere
nitit populo ro|mano feu etc. und schliesst Z. 26 uina
peue ac celefti eloquentia contraria argumenta confutat.
F. 2. a. (mit Sign. A ij) M. TuIIij Ciceronis pro lege Ma-
nilla siue I de laudibus Cn. Pompeij fine de Imperatore
deligendo Oratio. | ( ) Vanqs mihi Temper frequens con-
fpectus vefter multo | iocundiffimus : etc. F. 12. b. Z. 21.
et rationibus (sic) preferri oportere. | <J| Finis. 12 BI. m.
Signal ohne Blattz. u. Custoden mit 26 Zeil. goth. Char.
Panzer Ann. IV, 113 Nr. 344. Hain 5152. Das hiesige
Exemplar hat gleichzeitige handschriftliche Noten.
ioa
Dares Phrygius Historia Trojana. s. 1. et a. (Lips. Mart. Lands-
berg circa 1498.) 4.
Panzer Ann. I, 491. Nr. 182. Hain 5962.
109. a.
Mancinus (Dominic.) de quattuor virtutibus et omnibus offi-
ciis ad bene beateque vivendum pertinentibus s. 1. et a.
(Lips. Maur. Brandiss circa 1488.) 4.
F. 1. a. Candidiflimus Dominici Mancini | Liber de
quattuor yirtutibus et om|nibus officiis ad bene beateqs
viu£|dum pertinentibus | F. 1. b. Johannes Cubitenfis Ar-
tium Ma|gifter wenlzeflao germao fuo charif|fimo Salntem
(sic) dicit | Preclare. egregie. et fapienter ad Architam
TaretinG fcribit Plato gre|corum omnia etc. Z. 19. ceat
quidue cauere eis conueniat offendes Uale Exliptzk Anno
lalutis | noftre millefimo quadringentefimo octogeflmo
octauo Die vero Ulti|ma Menfis Junij | F. 2. a. Libellus de
quatuor virtutibus et | omnibus officiis ad bene beateq$l
viuendQ pertinentibus | Do. Man. ad lectore de libro fuo]
und schliesst F. 2. b. Z. 17. ipfarum quatuor virtutum
officia enarrat | F. 3. a. Prefacio j Dominici Mancini in
libru de qua|tuor virtutibus et omnibg officiis | ad Fride-
ricum Seuerinale domijnum illuArem Epifcop0q5 Mai lea |
renflum reuersdti prefatio incipit | die Vorrede schliesst
F. 6. b. F. 7. a. De quatuor fdtibus honeftatis qui | a
nalurali ratione habent originem | Das Gedicht schliesst
F. 42. b. F. 43. a. Carme Sulpicii verulajni de ingenuis
moribus | in men fa feruaudis (sic) | welcher F. 46. a. Z. 8
schliesst. Dicito. £5 tolles ordine queq3 fuo) | Finis. F.
46. b. leer. 46 Bl. ohne Sign. Blattz. u. Custoden mit 20
Zeil. mit Marginal, goth. Char. 4.
Hain 10631.
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299
109. b.
Virgiliocentones veteris et novi testamenti. Frcft. ad/viadr.
1507. 4.
110. a. ,
Mavis (Paulus) colores rhetoricae disciplinae. s. 1. et a. (Lips.
Martin Landsberg.) 4.
Panz. I, 502, 503. Haio 11715.
110. b.
Wjmpina (Conr.) Ars epistolandi. s. 1. et a. (Lips. Lolher.) 4.
F. 1. a. Precepta coaugmet&de Re|thorice oraconis
comodiflta | Ad lectorem | Hue ades Egregium qui nofcere
Rethoris altum | Jam velis aut placidam per didiciffe no-
tam | Namq$ ibi que postas fcribenda pericia preflat | Di-
cere nee deerit. grandia quauta uoles | F. 1. b. leer. F.
2. a. ( ) Ene effet iucnndiilimi (sic) | comites a quonifi
omnis eloquencie et p-ffecle etc. F. 18. a. Z. 16 gis ex
animo nitttur (sic) qui laboris remuneraciones fibi pre I
pofitam videt Telos | F. 18. b. Ars Epiftolandi mgFi Coni
radi de wimpina prefatom | preceptorum comodiflima. 18
Bl. ohne Sign. Blattz. u. Custod. mit 20—36 Zeil. goth.
Char. 4.
Hain 13315 und 16202 hat dasselbe Buch unter zwei
Titeln aufgefuhrt, ohne es gesehen zu haben.
110. c.
Barynus (Jacobus) ars scribendi s. 1. et a. (Lips. Thanner
1494.) 4.
Panzer Ann. IX, 166, 37. Hain 2661. Unser Exemplar
hat handschriftliche gleichzeitige Bemerkungen.
XIX. Lfibeck.
Typographus ignotns.
111.
Birgitta (Sunte) Openbaringe. Lubeck 1496. o. Drucker. 4.
F. 1. a. Unter einer Krone Sunte. Birgitten. f open-
baringe. F. 1. b. Sunte Birgitta bydde vor vns | darunter
ein Holzschnitt die Heilige Birgitta yorstellend und dann
funf Zeilen Text. F. 2. a mit der Blattzahl ij Dat regifter
deffes boekes | welches bis Blatt 7 (VII) b. 2. 20 laeuft,
worauf ein Gebet an Maria folgt. F. 8. a. (VIII) unter
einem Holzschnitte , die Jungfrau Maria darstellend, Eyn
ghebeth van funle Birgitten | F. 8. b. Z. 9 beginnt: Eyn
gebet ?& funte Kathenn? r8 watzfteyn. j F. 9. a. (mit der
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830
Zahl r) <IDa( ersle cnpilfel holt in fyck eyne korle vor-
re|(ie deifes bockes etc. F. 203. a. (bezeichnet cciii) eudet
das Buch teken. de me nich al kan fetie in fo dan heel
boeck alze I dii is darto walzfteyne grole boeke va vul
gefcreue|ligge ghelyk alze van erer hilghen moder Deffe
hil-|ge wil wy an rope, vppe dat fe vor ons bidden Ams|
Anno domini Mccccxcvj. Lubeck. F. 203. b. kleiner Tod-
(enkopf zwischen vier Schildern, oben der Keichsadler und
das Lubecker Wappcn, unten drei Mohnkopfe und F wel-
ches offenbar das Monogram des Holzschneiders wie die
Mohnkopfe dessen Wappen ist. 203 Bl. mil Blallzahl und
Signal, ohne Custoden mit 32 Zeilen und 8 Holzschnitlen
and Inilialen. golh. Char. 4.
Hain 3206. Bruns Beilrage z. kritisch. Bearbeit unbe-
nulzler alter Handschr. etc. Slack II. S. 197 ff. Nr. 38 giebt
geuaue Beschreibung und Auszflge aus diesemBuche. Auf
den Deckeln des Exemplars hies. Bibliothek linden sich
zwei Blftller aus Speygel der leyen (LQbeek 1496.) [cfr.
Bruns Beilrage II, 206 Nr. 40.] aus dem Capilel Amt der
Melfe, die Erlfiulerung der SlQcke des Messgewandes.
Vergl. auch Gesner-Suhl p. 55 Anm. Kinderling p. 357.58.
Scheller Nr. 466. Deecke Nachrichfen S. 21. Nr. 37.
Fruhcrer Besilzer Vincenlius Smidt.
XX. Magdeburg.
Mauritius Brandis.
Ferrerius (Vincentius SJ (racfalus de inferior^ homing Mag*-
deburg Maur. Brandis 1493. 4. vid. Nr. 99. d.
XXL fflailand.
112.
Demetrius Chalcondylas.
Suidns Lexicon Graecum. Mailand 15. Nov. 1599. Demetrius
Chalcondylas, fol.
Panger II, 91, 559. Hain 15135. $dilio prinpeps r&-
rissima.
XXII. Mainz,
a. Petrus Schdffer (1467).
113.
Aureolus (Petrus) Tractatus de conceptione virgipis Mariae.
s. 1. el a. (Mogunl. Pelr. Schdffer). 4.
Panzer U, 142, 118. Hain 2142.
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831
114.
Valerius Ma?\m\tf Jfoctprum dicfommqne raemorabilium UM
IX. Mogunt Petr. SchoeflTer 1471. JlVIII. Kal. Jul. foL
P^zer U t J21, 22. Hail 15774 Auf Blail 198, b. die-
ses Exemplares sleht: Liber fralrum domus Riyileonis in
Marpurg.
115.
(Botho [Conrad]) Cronecken der Sassen. Mainz Petr. SchOf-
for. 1492, 6. mn. Mil vielen color. Hoi<s*ehn. foj.
Panzer, deulsche Annal. I, 196, 338. Hain 4900. In
unserem Kxeoiplare zwei etigeheftele Pergamentblitter mit
Wappenzeichnungen.
f>. Erhard Rewicb (Reuwich) vpn Vlrecbt (I486).
116.
Breydenbach (BernK de) Peregrina(iones sanotae. Mogunt.
Krfaard Reuwich. XI Febr. 1486. Mil vial. Hplzschn. fol.
Paizer II, 131, 58. Hain 3956. Dibdin bibl. Speno.HI.
Nr. 651 und Mosers instractiver Aufsalz im Serapewa III.
(1842) p. 56 IF. Nach des lelzlern aualuhrlicher Beschrei-
bung isi das vorliegende Exemplar bis auf die Holzsohnitte
3. 4. 5. 6. 7. 8. 19. 22. 23. 24. complet und hat dafur 7
Holzschnille F. 13. a. F. 22. b. F. 69. b. F. 70. b. F. 71. a.
F. Tl a. F, 73. a. #i«gekiebt, wejebc aus der Sefcedel-
schen Chronik zu seip echeijiei, Aasserdem hat 4as Ex-
emplar einige Handbemerkuogen vpn Uaaden de$ 15. und
JC. JaJuhuuderUf.
o. Peter vop Friedberg (1494).
117.
Palaeonydorvs $. d$ Aqya peferi (Joanne*) liber trimerpstos
de principio et prpp^ssu ordiui* CarmetfUci. Mflipz. Petr.
de Fridberg. 1497. 4.
Panzer II, 135, 83. Hain 12270. Das hiesige Exem-
plar bat einzelic kandschriflliche Raadbemerkuugen.
na
Trittenheim (Joannes) de statu et mina monastic! ordinis. s.
1. et a. (Mainz Petr. de Fridberg.) 4.
Panzer JI, 143, 124, Hain 15624. Das hiesige Exem-
plar hat einzelne handschriflliphe R&ndbemerkungeu.
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232
119.
Trittenheim (Joannes) de laudibus ordinis fratrum Carmelito-
rum. Mogunt. s. a. (Petr. de Fridberg.) 4.
Panz. II, 133, 67 und II, 134, 73. Hain 15628.
xxm. Nflrnberg.
a. Anton Koberger (Koburger) aus Nflrnberg (1472).
120. a.
Platina (Bartholom. s. Baptista) vitae pontiftcum. Norimberg.
Ant. Koberger. 3. Id. Aug. 1841. fol.
Panzer II, 188 , 89. Hain 13047. Das erste Blatt ist
handschriftlich erganzt.
120. b.
Trittenheim (Joannes) de script oribus ecclesiaslicis. Basil.
1494. (Joh. Amerbach.) fol.
Panzer I, 175, 163. Hain 15613. Anf dem vordern
Deckelblatte : Liber Henrici Bockholt II doct. ppti ac ca-
nonici Lubicen. Dasselbe ist einem alten holiandischen
Drucke entnommea, welcher mil den Valdenaerschen Druk-
ken zu Utrecht grosse Aehnlichkeit hat
Bonifacius VIIL papa liber VI. decretalium. Norimberg (Ko-
berger) 1482. IV. Id. Mart fol. vid. Nr. 124. b.
319.
Biblia Germanic a. Nflrnberg Ant. Koburger. 1483 am Montag
nach Invocavit. Mil Holzschn. fol. 2 Bde.
Panzer Gesch. d. Nflrnb. Ausg. d. Bibel. 65 ff. Panz.
deutsch. Ann. I, 133, 166. Hain 3137. — Ist die neunte
deutsche Bibel.
121. a.
Panormitanus (Nicolaus) 4e Tudeschis, Abbas Siculus Le-
ctura super quinque libros decretalium. Norimberg Ant
Koburger 1485—86. 6 Thle in 3 Bdn. fol.
Panzer Ann. n, 199, 149. Hain 12314.
121. b.
Panormitanus (Nicol.) de Tudeschis, abbas Siculus. Gonsilia
cum Ludovici Boiognini tabula. Ferrara. Petrus de Aran-
ceyo et Johann. de Tornaco. 9. Maij 1475. fol.
Panzer Ann. I, 395, 16. Hain 12345.
122.
Aeneas Sylvius epistolae familiares. Norimberg Ant Kobur-
ger. 16. Kal. August. 1486. 4.
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B33
Panzer Ann. II , 203 , 164. Hain 154. Merzdorf bibl.
Unterhalt. II, 135 fi. Unser Exemplar hat einzelne hand*
schriflliche Bemerkungen.
Clemens V. papa. Constitationes c. apparatu Joh. Andreae.
Norimberg Ant. Koburger. 15.Marz 1486. fol. Vid.Nr. 124. c.
123.
Clavasio (Angelus de) Summa angelica de casibus conscien-
tiae. Norimb. Ant Koberger 5. Kal. Sept. 1488. fol.
Panzer Ann. II, 205, 177. Hain 5385. Dieser Band
hat vor 1503 Nicolaus Batece zu Marpurg, dans dem Pie-
ban Johann zu Steinertzhausen, dann Johann Strack von
Hatzfeld (f 1542), Adam sodann Siber und Lucas Cocceji
gehdrt. Auf den 7 Vorsatzblattern finden sich handschriflU
liche Controversen aus dem 16. Jahrh.
Bartholomaeus de Glanvilla de proprietatibus rerum. Norim-
berg Ant. Koberger 20. Juni 1492. fol. Vind. Nr. 241. b.
124. a.
Gregorius IX. Papa Decretalium libri V. c. glosa. Norimberg
Anl. Koburger 1493. X. Marz. fol.
Panzer Ann. II, 212, 219. Hain 8030.
124. b.
Bonifacius VUl. Papa liber VI. decretalium. Norimberg Ant.
Koburger 1482. IV. Id. Marcii. fol.
Panzer Ann. II, 191, 107. Hain 3603.
124. c.
Clemens V. Papa Constitutiones c. appar. Joh. Andreae. No-
rimberg Ant. Koburger 1486. XV. Marc. fol.
Panzer Ann. II, 200, 155. Hain 5435. Bei diesem
Buche fehlt das letzte (5Ste) Blatt — Dieser Band hat
fruher Johann Brochmann Vicarius in Bockenheim , Georg
Tappe und endlich (unler Abt Peter) dem Kloster zu Abdon
und Simon in Ringelheim gehdrt
125.
Gratianus Decretum cum apparatu Johannis et Bartholomaei
Brixiensis. Norimberg Ant. Koberger. Pridie Kalend. De-
cemb. 1493. fol.
Panzer Ann. H, 213, 222. Hain 7913.
126.
(Schedel [Hartmann]) Liber chronicarum. Norimberg. Ant.
Koberger 12. Juli 1493. Hit viel (2250) Holzschn. fol.
Panzer Ann. II, 212, 221. Hain 14508.
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127. a.
Paratus Sermones de tempore et de Sanctis. Norimber* Ant.
Koberger 23. Dec. 1493. *
Panzer Ann. II, 213, 223. Hain 12412.
127. b.
Strmones exquisili super epislolis per anni circujum. Argent
finae. impens. Joh, Reynardi aliae Cruninger pridie 10.
Kalend. Aprilis 1489. fol. * v
F. 1. a. (rolh gedruckt) Sermones exquifiti fuper | epi-
slolis per anni circuln. J F. 1. b. leer. F. 2. a. (mil Sign, j)
unler der Ueberschrift Tabula in gespalten. Column. Inue-
tarium pro|plum eo^ que in fermonib9 fequenlib9 | vel
traclanlur vel langunUir. | C ) Abas hejijas dixit etc. F.
8. a. endet das Register. F. 8. b. leer. F. 9. a. (mil Sign, a)
unter der Ueberschrift Sermo Primus Sermones qus | ele-
ganliffimi, fuper epirtolis domini-|calib9, per totius anni
circuln. collecti | ex fermonibys wilhelmi lugdunenris | et
ex diclis fancti Thome. Johannis J nider aliorumqs dodo
ru5 calholicozj. | alqs ex fermonib9 fenrati. ac denuo cu^
magno labore reuil'i. incipiunt felicifer. J Dominica prima
in aduelu domini ad Rhomanos. xiij | ( ) Ratres Scien-
tes quia hora est | iam nos etc. F. 83, a. Col. 2. Zeile 3<
nediclus Amen. | Finiut fermones, fup epl'is dnicalibus
per anni circulnm valde habiles Acti ar-|geline imp?fis
puidi viri Johanis Rey-|nardi aPs gruninger) diligeii exa-
m»nalio|ne preuia. Anno dHi. Mcocclxxxix. p'die j vo Ka-
lendas aprilis. | F. 83. b. leer. 83 Bl. mil Sign, ohne Blalt-
zahl und Cuslod. mil 50 Zeilen in gesp. Column, goth.
Char. fol.
Braun II. p. 175. Panzer I, 38, 158. Auf den Blatt-
deckeln ein papsilicher Iodulgenzbrief (zwwseitig) test auf-
geklebt.
128.
(Institoris [Henricus]) Malleus maleflcarunj. ptoriipb, A$U Ko-
berger 17. Jan. J 496. 4.
Panzer II, 220, 259. Hain 9246.
129.
Vocabularius breviloquus cum arte diphlbpngandi punctandi
et accenluandi. Norjmberg Ant. Koberger J2.Juiil498. fol.
F. 1. a. Vocabularius breuilo|quus en arte diphlhonl
gandi. punctandi et ac-|centuandi. F. 1. b. Sunt qui fibi
iam plurima coparare volumi|nMlatuerunt. a quorum pfecto
lectione fyepius dictioaum wertit ignoranlia. tasliditq$ anim9|
legentis. cum Qraljppi$ e(c. Z. 28 jentffH <}ip$e Vorrede:
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panentis generis prime coniugalionia. Et fio de alijs (
In prefenii libro conlinenlur. | Hem ars diphlhongandi
Guarini Veronenfis. | Item compendiofus dyalo^us da arte
Iiunclandi. | Hem Iraclalus vlilis de accenlu. | Item Breui-
oquus vocabularius. | F. 2. a. (mit Sign. 2) Col. 1. Gua*-
rinus Veroneqlls Floro fuo falule plujrimam dicit. | ( )
On fine caufa | factum effe cerlo fcio n diphthfi|ganda
vocabula etc. F. 3. b. Col. 1. Z. 1. Compendiofus de arte
punclandi dialo-|gus foeliciler incipit. Col. 2. Z. 24. aman-
tilfime adQjefcens. | Finis. | Incipit tractatq de accenlu
perulilis ! F. 6. b. Col. 2. Z. 49 ra huiusmodi. | Finis.)
F. 7. a. (mit Sign* a) Col. 1. Incipit frreuiloquus vocabu-
larius. | ( ) A. a. domi-|ne deus ecce nefcio loq. | quia
puer ego fus. F. 294. a. Col. 2. Z. 40. Vlrumnam inier-
rogaliuum eft. 2 h$ nam J ilia | bice. 2 acuit pe. I Finit Vo-
cabularius Breuiloquus (riplici | alphabelo diuerfis ex au-
(oribus. necnon cor | pore vlriufq* iuris colleclus ad lali-
nnm fer-|monem capeffendum vtijiffimus. Impreflus | Nurm-
berge per Anlonium Koberger. An-|no dUi. M.cccc xcviii.
die. xij. mends Julij. | F. 294. b. leer. 294 Blall mit
Signat. ohne Blaltzahl u. Cusloden, gespalt. Column, mit
57 Zeilcn golh. Charact. fol.
Panzer Ann. II, 22G, 296. Auf dem Tifelblatfe: Liber
fanclorum marlyrum Abdou fennes et Blafii in Ryngelem.
Auf den Einbanddeckeln Bruchstucke eines alien hand-
schrifllichen Missale's auf Pergament.
130.
Biblia Latina c. poslillis Nicolai de Lyra. Norimb. Ant. Ko-
berger. G. Sept. 14^7. fol.
Panzer Ann. II, 224, 285. Hain 3171. Die hiesige Bi-
bliolhek besilzt nur Fol. 241—424 des ersten Bandes. Das
Buch stammt aus der Bibliptjiek Remmers von Seedyck.
131.
Clavasio (Angelas del Summa angelica de casibus conscien-
ce. Norimberg Ant. Koberger 1498 in vigil. Sanct Bar-
thplom, foj.
Panzer Ann. II, 226, 297. Hain 5400. Pas (schlecht-
gehallene) Buch stammt aus der Biblioihek Remmers von
Seedyck und hat einzelne handschriftliche Randbemer-
kuogen.
b. Friedrich Creussner (1472).
132.
Polo (Marco) Reisen. NQrmberg Fritz Creussner 1477. fol.
Panzer deulsche Ann. I, 99, 81. Hain 13245. In un-
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336
serai Exemplar sind Blatf 4. 5. schlecht ausgebessert, so
dass der Text fehlt.
Sixtus IV de dei potentia. s. I. (Nurnberg) Fritz Creussner.
o. J. fol. vid. Nr 276. e.
Pharetra auctoritates et dicta doctoram, philosophorum et
poetaram continens. s. 1. (Nurnberg) Fr. Creussner. fol.
vid. Nr. 296. o.
133.
Soliloquium peccatoris conversi et compuncti. Nuremberg.
Fritz Creussner. 1479. 4.
Panz. Ann. II, 184, 72. Hain 14872.
134.
Poggius (Joh. Francisc.j Facetiae, s. 1. et a. (Norimb, Fritz.
Creussner.) fol.
Panz. Ann. II, 237, 357. Hain 13180. Unserm Exem-
plar fehlen die 5 Blatt Register, sonst ist das Werk voll-
st&ndig. Am Rande einige handschriftliche Bemerkungen.
135. a.
Andreae (Joannes) Lectura super arboribus consanguinitatis,
afBnitatis et cognationis spiritualis. s. I. et a. (Norimb.
Creussner.) fol.
Panz. Ann. II, 238, 362. Hain 1018. Bei unserm Ex.
fehlt Fol. 8. den arbor afBnitatis darstellend. Mit einigen
handschriftlichen Bemerkungen.
135. b.
Id. lib. Liptzk 1492. (Mart. Landsberg.) fol.
Panz. Ann. I, 477, 45. Hain 1042.
135. c.
Id. lib. Lips. Wolfgang Honacensis 1514. fol.
135. d.
Id. lib. Lips. Hart. Herbipolensis 1515. fol. (Auf dem letzten
Blatte Z. 3. v. unten der Druckfehler 1408 statt 1508.)
(Fortsetzung folgt.)
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837
JL n z e i g e.
Notice relative a une collection de manuscrits, possedee
dans la seconde moitie du XVH e siecle et les pre-
mieres annecs du XVIII*, a Dordrecht, par David
Find van Giffen, et vendue k la Haye en 1705.
Par le Dr. F. L. Hoffmann. (Brussel, 1860, 14 SS.
gr.-8°. Abdruck in 25 Exemplaren aus tome XVI.
des Bulletin du bibliophile beige.)
In der reichen Sammlung von Auctions-B&cher-Catalo-
gen, welche die hamburgische Stadlbibliolhek besitzt, fand icb
zufallig ein Duodezbandchen von 63 Seiten, betilelt:
Catalogus variorum insignium et rarissimorum in quovis
fere eruditionis ac linguae genere Manuscriptorum.
Hinc librorum, qui omnes fere inediti sunt: illinc epi-
stolarum,a regibus principibus, illustribus Politicis et lite-
rals viris seculis XV. XVI. XVII. conscriptorum: quibus
accedunt acta politica et ecclesiastica : quae magna dili-
entia et studio sibi comparavit vir plarimum reveren-
us, doctissimusque David Flud van Giffen. V. D.
quoad viveret in ecclesiA Dordracena Praeco fldelissimus
suavissimusque. Quorum publica distractio habebitur
Dordraci in aedibus sororis die aprilis Anno
domini M. D. CCII.
Die Worler „Dordraci u und „Sororis u sind durchstrichen
uad statt derselben ist geschrieben: „Hag. Com. D. 23. Febr.
per Abrahamum Hondt in Aula Magna", die Jahreszahl 1702
in M. D. CCV verSndert. Hr. A. D. Schinkel io Haag be-
wahrt ein ganz gleichformiges Exemplar, doch ohne die haml-
schriftlichen Abanderungen, und Herr Ferd. Vanderhae-
ghen in Gent kaufle in der Auction Van Vorstein Exemplar,
dessen letzle Titelhalfte lautet: . . . quae magna diligentia
et studio comparavit harum rerum indagator curiosissimus.
Quorum publica distractio habebitur per Abrahamum de Hondt,
bibliopolam Hagiensem in officina quam tenet in Aula Magna,
vulgo, de groote Zael van 't Hof. Ad diem 32. Februar., St.
Greg. Ann. Domini, 1705. — Apud Abrahamum de Hondt,
1705. 70 SS. Bis S. 17 sind die Preise und Namen der
Kfiufer (unter denen mehre Buchhandler und, wie ich ver-
muthe, BQchercommissionaire) beigeschrieben.
Schon der Titel lasst Bedeutendes erwarten, man er-
staunt aber, wenn man sich mit dem Inhalt des kleinen Ka-
talogs, den wol nur wenige Deutsche und selbst hollfindische
und belgische Gelehrte aus eigener Ansicht kennen, bekannt
macht. Der Besitzer David Flud Van Giffen, war aus
Sneek in Vriesland gebOrtig, studirte bis 1674 auf der Uni-
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238
versilat zu Franeker, wurde Predigcr an verschiedenen Oer-
lern, 1G31 in seiner Vaterstadl, and 1688 in Dordrecht, wo
er 170 1 slarb. Er war ein beliebler Kanzelredner und fleis-
siger Schriftsleller Seine Bibliolhek und Handschriften-Samm-
lung wurden sehr geriihmt. (Ueber Van Giflen's Lebensver-
halfnisse hat mich der gelehrle Hr. Dr. Schotel in Tilburg
unterrichtel).
In meiner Notiz sind ans den einzelnen Ablheilungen des
Verzeichnisses : Catalogus librorum manuscriplorum — Col-
lectiones epislolarum — Acta politica et ecclesiaslica , deren
ersle Nummer: Foedera el pacta domus Burgundiacae cum
pluribus regibus, principibus et ordinibus, aus 22 Foliobfinden
beslehl, diejenigen Manuscripte, die mir besonders wichlig
und interessant erschienen, so wie sie, leider wenig genQ*
gend, der Verfasser des Katalogs beschreibt, aufgefOhrt. Einige
Beispiele meiner Auswahl mdgen hier einen Platz finden:
Das ersle und dritle Buch von Hugo Grotius „ParaIlelon
rerompublicaruta" (das lelztere nach dieserti Manuscripte
von Meerman herausgegeben 1801 und 1802).
Eine grosse Sammlung von Briefen an Viglius de Zuichem
von Aytla (Nr. 3—7) von Hopperus (522) u. A. (Sehr
wahrscheinlich der in der Bibliolh&que royale des dues
de Bourgogne beflndliche).
Drie groote ingebonden slucken, behelsende fransche en
duydsche originele brieven, anno 1572 den staat ont-
voert, en by Air de Laloo gecompleleert.
Fasciculi tres epislolarum ad Audream Masium. B. Alter
150, inter quas praecipuae Joh. Baptistae et Antonii de
Taxis, etc., de rebus quae tunc Romae et in Italia age-
banlur.
1Len (Fasc.) mit 12 brieven van due d'Alva aan Bossu , met
een doodvonnis over drie martelaren van Brandwijk by
due d'Alva onderlekeut en een missive van de marie-
laar Joost de Tollenaar, uyt het gevangeuhuys aan sijn
moeder geschreven.
Epist. Erasmi et ad Erasmum 352 apographae, uno con-
teniae volumine : duo autographae, una Erasmi ad duceffl
Saxoniae, altera ad Scepperum. Adest etiam una Aegi*
dii ad Erasmum. (Werden wohl alle in der Leidener
Ausgabe der r Opera w gedruckt sein).
Briefe von Marnix de Sainte Atdegonde und an ihn Briefe
an Dousa den Vater und die SOhne (daruater 51 von
Melissus, 28 von Gruter, 14 von Scaliger).
De eygene handen van sommige riglers de geseten foebben
over Johan van Oldenbarnevelt.
Tom. VII der Acta polit. et eccles. Traites avec les roys
de Dannemarc et Suide, la social* de Hanse, Polonie,
Hangarie, Baviire, et les fralernil6s de la maisen da
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139
Saxes et Hessen, ens^mblee aocuns accords des mar-
quis de Brandenbourg, aussi choses lestamentaires.
Tom. XVI. Contenaht divers trails de la maison de Bour-»
gogne aveo Angleterre et Ecosse (etc.)
Tom, XVIII. Livre conlenant l'estat advis6 pour la reine
Marie, a son advenue au Pays dembas (eta etc.) Da-
rin u. A.: Calaiogus Biblioihecae Keginae Mariae.
Tom. XX. u. XXL Placarts de Tempereur Charles V poor
ses Pays-Bas, et aucuns de l'empereur Maximilien;
Placaris faites da temps du Roy Philippe Catholique
pour ses Pays-Bas.
Oade $tuckea en brieven, mitsgaders andere despeches,
rakende het hartogdom ran Boargonje. Uyt het cabinet
van Viglius Zwichemius.
Collectanea connexa. A — G. z. B. G: Relation fort curi-
euse des diverses choses importantes, qui se sont passees
a la cour de France, sous le r&gne de Henri III. et
aulres papiers.
Staals saken geduyrende den spaanschen oorlogh, tat op
het twaalf jarigh beltant v#ergevallen 1572, 1573, 1575,
1588, 1590, 1594, 1596—1600.
En volumen van brieven en stucken, rakende verscheyden
Siaien, als Denemarcken, Sweden, Vrankryk, de Paltz eo
Nederland, van de jaren 1590 tot op 1637.
Wie Van Giffen in den Besitz dieser Schalze gekommen,
ist schwer zu erklaren: es heisst u. A. in meinen Millheilun-
£en: „ll ne sufBt pas Mire riche, c6mm6 retail probablemcnt
Van uiflen, ou savant, ou bibliophile 2el6, pour accumuler
autant de tresors historiques, il faut que des circonstances
toules parliculiferes aient favorise le proprietaries Mein ver-
ehrler Frennd Hr* Dr. Aug. Scheler hat dazu bemerkt: U M.
Find Van Giffen etait nalif de Sneek; c'est igalement le lieu
Dalai du secretaire Hopperus, ou se retira sa veuve aprfes la
mort de son mari. Cette circonstance pourrait peul-6lre
meltre sur la voie des moyens qui ont facilile Tacquisition de
la collection Van Giffen. 44 Vielleicht geben 27, nur von Ma-
nuscripten handelnde Briefe des Besitzers der Sammlung an
Cornelis Van Alkemade (gest. zu Rotterdam 1737) von 1696
bis 1700, die Eigenthum des unermQdlichen Forschers, Herrn
Schinkel sfad, fiber Einzelnes Auskunft. — Nur von zwei
Handschriften (— der von Meerman veroflenllichten und Had-*
riani Junii Hornani appendix ad libros animadversionum ab
ipsa auctoris manu, welchen der Prediger der Remonstranlen
zu Rotterdam Cornelis Van Arckel 1708 herausgab — ) weiss
ich beslimmt, wohin sie gekommen; die in Hrn. Vander-
h a eg hen's Exemplar genannlen Personen kauflen ohne Zwei-
fel grosslenlheils fur Andere. Hr. Schinkel schreibl mir:
n Jaren lang heb ik poogingea gedaan om te welen te komea
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MO
in wiens bezit de manuscripten Van Flud ran Giffen zijo, doch
fruchleloos. Men vermoed dat se buiten s'lands, mischien in
Engeland, zijo." lch habe fiber meine Notiz hauptsachlich im
Serapeum deshalb gesprochen, weil es doch moglich, dass
ein oder der andere Leser desselben nachweisen kann, wo
gegenwartig Van Giffen'sche Manuscripte zu su-
ch en si nd.
Es bedarf wohl kaum der Erwahnung, dass mehre der in
dem Kaialog verzeichneten Briefe und Documente bereits vor
1702gedrackt waren oder spater gedruckt worden, einige auch
in hollandischen und belgischen Archiven und Bibliotheken,
in Ur- oder Abschrift, vorhanden sind. Die Friedenstractate
findet man gewiss fast alle in den bekannten grossen diplo-
matischen und historischen Werken.
Hambur «" Dr. F. L. Hoffmann.
ar o 1 1 z.
Few Persons who have come into personal Contact with
the late Mr. Leigh Sotheby, and who remember his cheerful
activity and pleasing Manners, can have received the news
of his sudden death without feelings of deep regret. Mr. So-
theby, who had but lately retired to his house at Buckfast
Leigh, was found drowned in the river Dart, which runs near
by, having, it is supposed, fallen into the water in consequence
of a sudden attack of dissease in the heart. Mr. Sotheby was
chiefly known by his large work on Block Printing (Principia
Typographica) , begun, we believe, by his father; but his
taste for literary history and biographical Illustration mani-
fested itself in many other Publications, and he was, we be-
lieve, at one period an active contributor to a critical Paper.
His latest work on the Autograph of Milton, though com-
pleted, was not yet published. Mr. Sotheby died at the age
of fifty-five , and has, we believe, left a Widow and several
Children. (Publisher's Circular, July 1. 1861.)
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger: T. 0. WeigeL Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEUM.
dtftftift
fiir
Biblf othek wissenschaft 9 Handschriftenkunde und
iiltere Litteratur.
lm Vereine tuit Bibliothekaren und Litteraturfreimden
hera usgegeben
▼ on
Dr. Hobert Naumann*
M 16. Leipzig, den 31. August 1861.
Die offentlichen Unterrichts-Bibliotheken Oesterreichs
im letzten Dezennium.
Unter dem Titel: „Beitrage zur Geschichte des Unter-
richtswesens in Oesterreich. Wien. Druckerei der kaiserlichen
Wiener Zeitung. 1861. u isi eine kleine lesenswerlhe Schrift
erschienen, welche Zeugniss davon ablegt, wie es in der
Oesterreichischen Monarchie auf geistigem Gebiete in der er-
frealichsten Weise sich regt. Die Schrift enthalt auf 24 Oclav-
seiten zwei aus der k. Wiener Zeitung von 1861. Num. 108.
and 109. abgedruckte Aufsatze: I. Die Reform der osterrei-
chischen Volksschulbucher. II. Die offentlichen Unterrichts-
Bibliotheken Oesterreichs im letzten Dezennium. Den letzte-
ren (aus der k. Wiener Zeitung vom 9. Mai a. c. Num. 108.
entnommen) lassen wir hier vollstandig folgen, obgleich wir
schon frfiher in Num 9. dieses Jahrganges S. 143—144. einen
kurzen Bericht fiber denselben aus der „Presse u mitgetheilt
haben.
Wir sind (heisst es daselbst) in der Lage aus bester
Quelle Nachrichten fiber die Offentlichen Bibliotheken
zu bringen, welche bis zur Kreirung eigener Hofstellen fQr die
Lander der ungarischen Krone dem vormaligen Hinisterium
for Kultus und Unterricht untergeordnet waren, d. i. fiber die
MIL J&brgaag. 16
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242
UniversitfUs-Bibliotheken von Wien, Prag, Padua, Pesth, Kra-
kau, Gralz, Lemberg, Innsbruck, die Studien-Bibliolheken von
Linz, Salzburg, Laibach, Klagenfurt, Gorz, Mantua, Olmulz,
Klauseuburg, die Bibliothek bei San Marco in Venedig, die
Bibliothek des hiesigen polytechnischen Institutes und die
ararialisch-sladlische Bibliothek der Handels- und nautischen
Akademie in Triest.
Im Jahre 1850 hat die gesammte jahrliche Dota-
tion dieser Bibliotheken (mit Ausnahme der zuletzt genann-
ten von der Stadtgemeinde votirten Bibliothek) fur Anschaffung
von Buchern und das Einbinden derselben 20,460 fl. betragen ;
dieselbe wurde in den darauf folgendeu zehn Jahren urn
5940 fl. vermehrt, so dass sie gegenwartig die Summe von
26,400 fl. erreicht, wornach durchschnittlich auf eine Biblio-
thek 1466 fl., auf eine Universitats-Bibliothek 2145 fl. en l fal-
len. Die hochsle Dotation hat unter den Universitats- Biblio-
theken Wien mit 4725 fl., die niederste hat Gratz mit 630 fl.
Bei den ubrigen Universii&ts -Bibliotheken ist diese Dotation
nach folgender Stufenreihe bemessen: Prag 2625 fl., Padna
2520 fl., Krakau 2400 fl., Pesth 2000 fl., Innsbruck 1000 fl.
Unter den anderen Bibliotheken hat die hochsle Dotation die
Marciana mit 2520 fl., die niederste Gorz mil 315 fl. Fur das
polytechnische Institut in Wien betragt die Dotation 2100 fl.,
fur die Studienbibliotheken in Mantua 1260 fl., Olmulz 735 fl.,
Laibach, Klagenfurt und Klausenburg je 525 fl., Salzburg 4200.,
Linz 315 fl.
Die gesammten jahrlichen Ausgaben fur diese Bibliothe-
ken sind jedoch weit hdher; so betragt beispielsweise die
Gesammtdotation fur die Wiener Universitats-Bibliothek 17,767
fl., welche ausser der erwahnten Summe fur die Bucher noch
die Ausgaben fur das aktive Personate, die Kanzlei und Amls-
erfordernisse, die Erhallung der BauJichkeiten und die Ruhe-
genOsse in sich begreift.
Es kann leider nicht in Abrede gestelll werden, dass
dessenungeachtet die Dotation der Bibliotheken, namentlich
was die Kosten fur Bucheranschaffung betriffl, dem gegenwar-
tigen Bedurfnisse nicht entspricht ; allein bei den Vergleichun-
gen, welche nicht selten zwischen den Dotationen der oster-
reichischen Bibliotheken und jenen anderer Lander zum Nach-
theile der ersteren gemacht werden, wird ein wichtiger Urn-
stand meistens ubersehen, der insbesondere in Wien diesem
Vergleiche seine Spitze nimmt. In Wien besteht namlich die
grosse k. k. Hottribliolhek, welche offenllich ist und die Uni-
versitats-Bibliothek der Nothwendigkeit uberhebt, eine grosse
Menge kostspieliger Werke anzuschaffen, deren Bezahlung
mit ihrer Dotation in allzu grossem Missverhaltnisse stunde.
Ueberdies sind hier zahlreiche andere Specialbibliotheken,
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943
welche, obschon nicht dffentlich im strengen Sinue, doch dem
Fachgelehrten und dem Freunde der Wissenschaft mil grosser
Liberalitat zur Benutzung offen slehen, was der Universilats-
Bibliolhek ebenfalls ihre Aufgabe nicht wentg erleichtert. So
findel der Bolaniker die beruhmte bolanische Bibliothek im
botanischen Garten der Universital, der Zoologe die Bucher-
sammlung des zoologischen Hofkabinets, der Mineraloge und
der Geologe die Bibliotheken des mineralogischen Hofkabinets
nnd der geologischen Reichsanstalt, der Geograph und Sta-
tistiker die Bibliothek der adminislrativen Stalislik, der Archao-
loge die Bibliothek des Mfinz- und Antikenkabinetes.
Die kaiserliche Akademie der Wissenschaflen, dann die
k. k. geographische und k. k. zoologisch- bolanische Gesell-
schaft haben einen sellenen Schatz von Publikalionen der
gelehrten Gesellschaften nnd Vereine der ganzen Erde. Die
Beam! en finden die BQcher ihres Faches in den Bibliotheken
ihrer Cenlralstellen. Aehnliche Verhallnisse finden auch in
mehreren grdsseren Stadten mil dffen (lichen Bibliotheken slalt;
so in Prag, wo neben der k. k. Bibliothek die offenllichen
Bibliotheken des Gewerbevereins und des bdhmischen Mu-
seums, die zwar nicht dffentlichen , aber der Benulzung von
Seite der Gelehrten und Bucherfreunde zuganglichen Biblio-
theken der kdniglichen bdhmischen Gesellschaft der Wissen-
schaften, des Kreuzherrenstiftes , des Stifles Strahow ebenso
reichhaltige als werthvolle Bucherschatze enthallen; so in
Lemberg, wo neben der Universilats-Bibliothek die Ossolins-
ki'sche besteht; in Gratz, wo die Universilats-Bibliothek durch
die Bibliothek des standischen Johanneums ihre Aufgabe er-
leichtert findet; in Pesth, Innsbruck, wo neben den Universi-
tats-Bibliotheken National-Museen mil zum Theile sehr reich
dotirten Bibliotheken bestehen.
Diese Verhallnisse kdnnen die Folgen der ungenugenden
Dotationen wohl mindern , jedoch nicht aufheben ; insbeson-
dere, wenn erwogen wird, dass an den meisten Bibliotheken
nicht bios an die Anschaffung der neu erschienenen BQcher,
sondern auch an die Ausfullung der Locken in der Litteratur
aus fruherer Zeit Hand angelegt werden musste.
Das Ministerium fur Kultus und Unterricht hat desshalb
in den Jahren 1849 bis 1860 im ganzen 37,050 fl. auf aus.
serorden tliche Dotationen zur Anschaffung der nolh-
wendigsten BQcher bewilligt, namentlich urn jene Lflcken aus-
zufullen, welche sich aus Anlass besdnderer wissenschaft-
licher Bedurfnisse zeigten, und ausserdem wnrden die Her-
mann'sche, Grysar'sche, Hahn'sche, Benigni'sche und Scbuler -
sche Bibliothek urn den Gesammtpreis von 15,563 fl. imLaufe
der genannten Jahre zum Besten der diesem Ministerium un-
terstehenden Bibliothek angekauft. Fur die Bibliothek des in
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Goltingen verstorbenen Philologen Hermann wurden 6543 A.
ausgelegt. Dieselbe kam nach Prag an die Universilats-Biblio-
thek. Die mil Rucksicht auf den Bucherschatz der Prager
Universitats- Bibliolhek aasgeschiedenen Doubletten warden
an andere Bibliotheken abgegeben ; die Bibliolhek des urn die
siebenburgische Landeskunde hochverdienten Benigni von Mil-
denberg ist fur 4725 fl. angekaufl und unter die Sludienbiblio-
thek zu Klausenburg, die Bibliolhek der Hermannstadter Rechts-
akademie and die Bibliolhek des Hermannstadter Staalsgym-
nasinms verlheill worden. Die Bibliolhek des in Innsbruck
verstorbenen Professors J. Schuler, besonders reich an hislo-
rischen Werken and an englischer Litteralur, ward am 3000 fl.
f&r die Innsbrucker Universitats-Bibliothek angekaufl.
Die jahrlichen Bezuge der systemisirten Biblio-
theksbeamten worden von 1850 bis 1860 urn 4279 fl. ver-
mehrt, uberdies wird gegenw&rtig fur einen Nachwachs an
gulen Bibliotheksbeamten durch Aafstellung von mehreren
(neon) Amanuenses gesorgt, welche Taggelder, Remuneratio-
nen oder Adjuten im Gesammtbelrage von 3951 fl jahrlich
beziehen. Es beslehen gegenwartig 15 Bibliothekare (Vor-
sleher, Prfifekt, Bibliothekar) mil 840 bis 2100 fl. Gehalt und
zum grdssten Theile mil Freiwohnung oder Quartiergeld , 8
Kusloden (Vice-Bibliothekar) mil 525 bis 1260 fl., 19 Scrip-
toren (Coadjulori) von 420 bis 840 fl. Gehalt und 11 Ama-
nuenses (Aggiunli), wovon zwei syslemisirt mit Bezugen von
315 bis 511 fl. jfihrlich. Die Bibliothekare haben die VII. oder
VIII , die Kustoden die VIII., die Scriptoren die IX , die Ama-
nuenses die XII. Dialenklasse.
Die Angestellten an der Bibliothek von Triest werden
vom Sladtmagistrate , die von Linz vom Slifte Kremsmfinster
bezahlt. Das Personal in den Bibliotheken von Gorz und
Klausenburg hat anderweitige Anslellungen und wird fur die
Verwendung an den Bibliotheken nur remunerirt, wesswegen
auf die genannten vier Bibliotheken in obiger Darstellung des
Personalstandes keine Rucksicht genommen wurde.
Nach dem Bucherbestande des Jahres 1860 (in Ruck-
sicht der Bibliotheken zu Pesth und Klausenburg — des
Jahres 1859) ordnen sich die Universilats- Bibliotheken wie
folgt:
Wien 159,644 Bfinde
Prag . . : 126,103 n
Krakau 102,822 „
Pesth
Padua
98,091
89,497
57,802
48,847
Innsbruck
Gratz . .
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2«
Lemberg ungeachtet des Brandes im Jahre 1848, mit
Hilfe ausserordentlicher Dolationeo im Gesammtbetrage von
6825 fl. docb 39,166 Bfinde.
Die Bibliothek bei San Marco in Venedig besitzl 114,230
Bande. Die ubrigen Bibliotheken geben nach der Bfindezahl
folgende Reihe:
Olmiitz 54,362
Salzburg 50,141
Mantua 40,910
Laibach 33,585
Klagenfurt 31,627
Triest bei 28,000
Linz 27,830
polytechnisches Institul in Wien 26,800
Klausenburg 13,397
G5rz 10,001
Die verlrauensvolle Behandlung der Bibliothekare von
Seiten der Regierung bezfiglich der Dotation, welche ihnen zu
Anfang jedes Yerwaltungsjahres in ganzen oder halbjahrigen
Raten flOssig gemacht wird, wodurch dieselben das baare
Geld in der Hand haben, urn jede vortheilhafte Gelegenheit
zn Einkaufen im Augenblicke benutzen zn konnen, ist ein
wesentlicher Grund, dass mit den vorhandenen geringen Mit-
teln verhdltnissm&ssig nicht wenig geleistet wird.
Ausser dem Ankaufe von Buchern werden die Bibliothe-
ken auch dorch die Pflicht- und Probe - Rxemplare der im
Inlande erscheinenden Presserzeugnisse und durch Geschenke
vermehrt.
Die Bibliotheken sind vom Ministerium beauftragt wor-
den, die Erzeugnisse der Landespresse als Beilrfige
zur Kulturgeschichte jedenfalls in den Bibliotheksbestand auf-
zunehmen, und haben fiber die Art ihrer Behandlung eine
detaillirte Vorschrift erhalten.
Die Geschenke bestehen (heilweise aus den regelmas-
sigen Zusendungen der Schriften der kaiserlichen Akademie
der Wissenschaften, dann der Handels- und Gewerbekammern.
Ueberdies schenken in einzelnen Fallen Private grdssere
oder kleinere Bflchersammlungen oder einzelne Bflcher, welche
Falle vorziiglich in kleineren Orten vorkommen, wo die offent-
liche Bibliothek des Kronlandes als ein gemeinsamer Schatz
betrachtet wird, den zu vermehren eine patriotische Angele-
genheit jedes Freundes der Wissenschaften ist. Es ware nur
zu wQnschen, dass diese Auffassung Qberall Wurzel fasste.
Bei dieser Gelegenheit kann versichert werden, dass wohl
nirgends ein Buch der wissenschaftlichen Benutzung besser
freisteht, als in den dffentlichen Bibliotheken, von denen hier
die Rede ist.
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346
Durch die Verordnung dieses Minisleriums vom 20. De-
zember 1849 fiber die Benulzung der Bibliotheken
(Reichsgeselzblalt 1850 Seite 422) ausgedehnl auf Lemberg,
Krakau, Pesth, Klausenburg, Venedig, Padua, Mantua mil den
Verordnungen vom 12. November 1852 , 7. Juli 185G und 28.
Dezember 1859, und die nachgefolgte Erganzung vom 9. Fe-
bruar 1854 (R. G. Bl. 1854 Seite 548) kann heulzutage Jeder-
mann unler sehr leichlen Bedingungen die dffeutlichen Biblio-
theken nicht nur durch den Besuch des Lesesaales soodern
auch durch Enllehnung der Bucher benulzen. Durch diese
lelzlere Geslallung sind die Bibliotheken erst in der That zu
einem wissenschaftlichen Gemeingut geworden.
Professoren und Lehrern an Mitlelschulen werden zar
Fdrderung wissenschaftlicher, von ihnen unlernommener Ar-
beiten fiber besonderes Ansuchen noch weiter gehende Er-
leichlerungen in der Art gewahrt, dass die Benutzung von
Bibliotheken auch ausserhalb ihres Aufenthaltes kostenfrei fur
sie vermiltelt wird.
Durch diese fur die Fdrderung der Wissenschaften so
wichtigen Gestallungen einerseits, dann durch die Errichtung
eigener Schiilerbibliotheken an Gymnasien und Realschulen
anderseits, hat die Anzahl der Leser in den Lesesalen der
Bibliotheken in mehreren Bibliotheken abgenommen, wabrend
in der Wirklichkeit die Benutzung derselben im allgemeinen
sehr zugenommen hat. In anderen Orten jedoch, namentlich
an der Universilats-Bibliothek in Wien, hat die Anzahl der
Leser in den Lesesalen, ungeachtet der ausserordenllichen
grossen hauslichen Benutzung, sich dennoch bedeulend ver-
mehrt, so dass im Jahre 1860 an der zuletzt genannten Bi-
bliolhek die Benulzungsfalle in den Lesesalen vom Bibliotheks-
vorsteher auf 75,000 veranschlagt werden konnten; wahrend
die Zahl der Falle der hauslichen Benutzung 8922 betrug. An
dieser Bibliolhek, so wie an der Bibliothek des polytechni-
schen Institutes sind im Wintersemester die Leses&le auch in
den Abendstunden geoffnet worden.
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947
Die Keppler'schen Manuscripts
Nenesler Berichl liber dieselben aus:
Beitrag zur Fesbiellung des Verhaltnisses von Kepp-
ler zu Wallenstein von Otto Struve, Mitgliede
der Akademie. Gelesen am 8. April 1859, in den
Memoires de l'Academie Imperiale des sciences de
St.-Petersburg, VIP Serie. Tome If, No. 4, und be-
sonders abgedruckt: St. Petersburg, I860, 36 SS.
Gr. 4°.
Mitgetheilt
von
Dr. P. 1a. Hoffmann in Hamburg.
Ueber die Keppler'schen Hanuscripte ist schon vielerlei
von Hevel, Hansch, Kaestner, Murr u. A. geschrieben
worden. Die Geschichte ihrer Wanderungen lasst sich fol-
gendermassen zusammenfassen. Nach dem Tode Keppler's
(1630 Nov. 15.) verblieb sein ganzer litterarischer Nachlass
seinen Erben und zwar zuerst in den Handen seines Schwie-
gersohnes und letzten Gehulfen Jac. Bartsch. Spftter schei-
nen die Manuscripte durch Keppler's einzigen, ihn fiber-
lebenden Sohn Ludwig nach Konigsberg gebracht zu sein,
wo letzlerer als Arzt bis zum Jahre 1663 lebte. Von ihm,
oder seinen Erben , gelangten sie durch Kauf in den Besitz
des beruhmten und begGterten Danziger Astronomen und Bur-
germeisters Joh Hevel, der uber ihren Inhalt in den Phi-
losophical Transactions 1674, in einem an Oldenburg ge-
richleten Briefe berichtet. Nach Hevel's Tode erhielt sie,
wie es scheint, als Geschenk vom Schwiegersohne Bevel's,
dem Burgermeisler Lange in Danzig, der Malhematiker
Hansch, welcher die Absicht hatte alles Werlhvolle aus
diesem Nachlasse zu verdffentlichen. Obgleich anfangs von
Kaiser Carl VI. liberal zu diesem Unternehmen unlerstulzt,
hat Hansch jedoch nur einen Band Briefe unter dem Titel:
Joh. Keppleri aliorumque epistolae mutuae 1718 publicirt.
Geldverlegenheiten hinderten ihn an der Fortsetzung seines
Unternehmens, ja er sah sich sogar gendthigt, nachdem er
die Manuscripte vergeblich verschiedenen Akademien und ge-
lehrten Gesellschaften zum Kauf angeboten hatte, dieselben
fur eine geringe Summe in Frankfurt am Main zu versetzen,
wo sie verschiedene Besitzer wechselten, weil Hansch nicht
wieder in den Stand gesetzt war sie auszuldsen. In den Han-
den von Leuten, die ihre Bedeutung nicht ahneten, blieben
sie unbeachtet bis endlich der bekannte Bibliophile C. von
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948
Murr sie ungefahr 1760 aufstdberte und nachdem ver-
schiedene andere Antrage missglfickt waren, durch Stahe-
I i n 1 s Vermitlelung die Kaiserin Catharina II. im Jahre
1774 zu ihrem Ankauf bewog. Von dieser aufgeklfirten Mo-
narchin wurden die Manuscripte unserer Akademie geschenkt
und lelzierer der Auflrag erlheilt aus denselben das Interes-
sante zu veroffentlichen. Nach Murr's Zeagniss wurden die
beiden Euler, Lex ell and Krafft mil der Untersuchung
der Manuscripte fur diesen Zweck belraut und speciell stand
von Lex ell ein ausfuhrlicher Bericht fiber dieselben zn er-
warlen. Ob dieser Bericht je angeferligl, ist mir nichl be-
kannt, verdffentlicht ist er gewiss nicht. So lagen die Manu-
scripte auch in unserer Akademischen Bibliothek nahezu 70
Jahre ganz unbenutzt, bis sie, bald nach der Grundung von
Pulkowa, durch Beschluss der Akademie unserer Sternwarts-
bibiiothek einverleibt wurden. In der Einleitung zur ersten
Ausgabe des systematischen (Catalogs unserer Bibliothek vom
Jahre 1845 , machte mein Vater das wissenschaflliche Publi-
kum wieder auf diesen Schatz aufmerksam und jetzt nach 27s
Jahrhunderten steht endlich eine geeignete und umfassende
Benulzung der wissenschaftlichen Hinterlassenschaft eines der
grflsslen Astronomen und scharfsinnigsten Denker aller Zei-
ten in naher Aussicht. Wie der Akademie bekannt, hat Pro-
fessor Frisch in Stuttgart die Herausgabe sammtlicber Kepp-
ler'sche Schriflten sicb zur Lebensaufgabe gestelll. Auf seine
Bitte werden ihm zu dem Zwecke durch die Akademie nach
einander die verschiedenen Bande unserer Sammlung zur
Benutzung anheim gestellt und noch jflngst sind die Bande
XVI und XVII an ihn abgesandt
Die vollstandige Sammlung der K eppler'schen Manu-
scripte, wie sie in dem Besitze Hovel's gewesen und von
dessen Krben oder von Hansch, dessen Namensinitiale (D.
M. G. H.) der letzten Seite des Einbandes in goldenen Let-
tern aufgedruckt sind , in starken Lederbanden gebunden ist,
scheint aus 20 Folio- und 2 Quartb&nden bestanden zu ha-
ben 2 ). Zu diesen kamen noch einige nicht eingebundene
Convolute hinzu, von denen Pulcowa nur eine Mappe besitzt
Die in dieser Mappe enlhaltenen Manuscripte sind meist von
Bartsch's Handschrift, indessen linden sich darindoch auch
noch einige eigentliche Keppleriana. Yon den genannten
Bdnden besitzt Pulkowa 18. Von den 4 fehlenden, welche die
t) Zach, Monatliche Correspondent 1810.
2) Hevel selbst giebt 1674 29 Fasciculi an. Der Einband datirt
aber erst von 1712 und die Nummern der jelzigen Bande entsprecben
nicht den Nuimnern der Hevel'schen Fasciculi, so dass hieraus allein
kein Urtheil uber die Vollstandigkeit der Sammlung, wie sie im Besitze
Hovel's war, abzunebmen ist.
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240
Nommern VI, VII, vm und XII tragen, sollen nach Murr's
Angaben, wenigstens die drei ersten sich in der K. K. Biblio-
thek zu Wien befinden und sind nie nach Russland gekom-
men, sondero fehlten schon als die Kaiserin Catharina die
ubrigen Manuscriple ankaufle. Mein Valer spricht in der er-
wahnten Einleilung znm Kalalog der Sternwartsbibliothek die
Meinung aus, dass jene vier fehlenden BSnde die Briefe ent-
halten, welche von Hansch publicirl sind und dass sie von
lelzterem als Original- Documente seiner Publication in der
K. K. Bibliolhek in Wien deponirl seien. Diese Ansicht ist
wohl nur thetlweise rich tig, denn auch in den hier befind-
lichen Banden finden sich mehrere Briefe, die in Hansch's
Werke aufgenommen sind. Kine Vergleichung des von He-
vel angegebenen Inhalls der von ihm besessenen Manuscriple
mil der Pulkowaer Sammlung lehrl ausserdem, dass hier
einige grdssere Schriftea fehlen und es steht wohl zu ver-
muthen, dass auch diese sich in jenen vier Wiener Banden
finden ').
Hansch's Publication ist nur eine sehr unvollstandige
gewesen. Er hat sich offenbar nur auf die lateinische Cor-
respondenz beschrankt, wahrend die deutsche fast eben so
zahlreich in Manuscripten vertreten ist, und auch erstere ist
nur sehr luckenhaft von ihm wiedergegeben. So fehlt z. B.
der Inhalt des ganzen zehnten Bandes, welcher den so hochsl
inleressanten durchweg lateinisch gefuhrtenBriefwechsel Kepp-
ler's mil David Fabricius enthalt • ). Desgleichen enthal-
ten auch die Bfinde XVIII und XIX noch viele Correspondent
zen, die aber, weil sie sich meist auf aslrologische Fragen
bezeichnen, von Hansch unberucksichtigt gelassen sind.
In Beziehung auf die in Wien befindlichen Manuscriple
Kep pier's erhielt ich durch die gfilige Vermittelung meines
Freundes, des Herrn Pfarrer P. Gottfried Reichhart in
Ietzelsdorf, von Herrn E. Birk, Custos der Kaiserl. Konigl.
Hofbibliolhek, die folgende gefallige interessante Millheilung:
1) Lei der haben wir in anserer Sammlnng vergehlich nach der von
L u d w i £ Keppler abgefassten Synopsis vitae parentis gesucht , die
freilich Here I, wie er seibsl bezeugt, nicht gekannt hat, die aber
spater als Manuscripl in Hansch's Handeu gewesen und von ihm viel-
fach zur Zusammenstellang seiner vita Keppleri, welche die Einlei-
tung zn seinem Werke bildet, benutzt worden ist.
2) Dieser Band wurde von der Pulkowaer Stemwarte dem Prof.
A pelt in Jena behufs einer von ihm unlernommenen Arbeit iiber Kepp-
ler zugesandt. In seiner Schrift: Die Reformation der Sternkunde,
Jena 1852, hat derselbe Bruchstocke aas dieser Correspondenz ab-
gedmcku
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980
„Die Kaiserl. Kdnigl. Hofbibliothek besitzt von Keppler
folgende Mss.:
Cod. Ms. Palal. No. 10702. (olim, recens No. 341) cod.
chart, foil. 394, Fol. u. Cod. Ms. Palat No. 10703 (olim,
recens No. 341a.) cod. chart, foil. 192. Fol.
CoUectio epistolarum originalium a diver sis eruditissi-
mis ac celeberrimis suo tempore viris ad Joanem
Kepplerum mathematicum Caesareum ab anno 1594
usque ad annum 1630. et amplius potissimum lingua
latina, partim etiam germanica ex at at arum, quarum
latinae a M. GottL Hanschio Caroli VI. imperat. jussu
et auspicus excerptae et anno 1718. Lipsiae editae
fuere.
Pergamentbande rom Anfang des 18. Jahrhunderts obne
alle Bezeichnung aussen.
Cod. Ms. Palat. No. 10704 (olim, recens. No. 342.) cod.
chart foil. 192. Fol.
Johannis Keppleri dialogus et consilium de calendario
Gregoriano cum aliis actis et elucubrationibus ad
hanc materiam pertinentibus.
Pergamentband. Auf dem vordern Deckel mit Goldbuch-
staben: DEO ET PUBLICO. D. M. G. H. 1712. Auf dem Ru-
cken: C. VOL. VI.
Letztere Handschrift ist also ohue Zweifel der zu Pul-
kowa fehlende Band VI. Da die beiden anderen hier vorhan-
denen Bande ganz denselben Einband haben, wenn auch ohne
eine nahere Bezeichnung, wie letzterer, so kann es wohl kaum
zweifelhafl sein, in ihnen Bd VII. und VIII. zu erkennen.
Ausser diesen werthvollen Autographen-Banden, die von
verschiedenen Forschern bereits sorgfaltig benbtzt wurden,
besitzt die Kaiserl. Kdnigl Hofbibliothek noch zwei Codd.,
die Keppleriana enthalten.
Cod. Ms. Palat. No. 10686 (olim, recens 1775.) cod.
chart. Lose Blatter in Fol. u. 4°.
Johannis Keppleri varia astronomica de anno potissi-
mum 1601 et opera quaedam Rothmanni etc.
Cod. Ms. Palat. No. 10689 (olim, recens Philos. No. 71.)
cod. chart. Lose Blatter in Fol., 4°. etc.
En thai t einige Autographa Keppler's unter einer gros-
sen Anzahl verschiedener Notizen und Aufsatze Tycho
Brahe's u. A.
Beide Codd. bediirfen der genauesten Durcharbeitung yon
vollkommen kundigen Handen, die jedoch sehr lange Zeit in
Anspruch nehmen durfle, und bei dem Zustande der Mss.
wohl nur in Wien moglich ware. u
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3*1
Yerzeichniss
der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek
zu Oldenburg.
Von
Bibliotbekar Dr. Meradorf in Oldenburg.
(Fortsetzung.)
o. Conrad Zeninger (1480).
137.
Annius vel Nannis (Johannes) Glosa in apocalypsin seu liber
de fuluris Christianorum iriumphis conlra Saracenos. s. 1.
et a. (Norimberg Conr. Zeninger.) 4.
Panzer II, 239, 376. Hain 1123.
d. Georg Stuchs (1484).
13a
Jacobus de Voragine Legenda Sanctorum. Nuremberg 1496
in vigilia Pasche. (Stuchs.) fol.
F. 1. a. Lombardica hyfloria que a plerifqs | Aurea
legenda sancto2j. appellatur. | F. 1. b. Incipit tabula fuper|
legedas fcl52j. |m ordine alphabeli collecla. et | primo
pmillit plogq: qui olidit modfi repiedi | materias cotentas
in diuerfis locis hui9 volu-| minis. Prologus. Das Register
eudet F. 9. b. Col. 1. 2. 21. darauf folgt ein Prologus und
Capitelverzeichniss. F. 10. a. (mil Sign, a) Incipit legenda
fcl64 que lorn bar |dica nolatur hifloria. Et primo de fej
ftiuitatibus que occurrunt Tfra tern- 1 pus renouatsis quod
repfental ec-|cleliaab aduentu vfqs ad natiuitate | domini.|
Legenda prima. A | De aduentu domini, | ( ) Duentus
do | mini per qua|tuor feptimanas agil ad | fignificfidum etc.
F. 186. a. (mil Sign. E.) Col. 1. Z. 40. re dignetur qui
viuit i regnat de9 per omnia | fecuia CeculoTj. amen. | Ex-
plicit legenda lom-|bardica Jacobi de voragine ordinis
predica-|lo2j. gpi Januefis. Imprella Nursberge An-|no
dni Hccccxcvj. | Sequuntur additiones. | Dieselben begin-
nen auf der folgenden Columne und gehen bis Blatt2l4. a
Col. 2. Z. 43 veraciter cedere debent q. corpus chrisli eft
et | fanguis eius. | Explicint quorudam fanctoft legende
ad- 1 i uncle post Lombardicam hostoriam (sic): impfle|
Nurnberge Anno dni. M.ccccxcvj. Finite iu | vigilia Pa-
sche. F. 214. b. in romischer Type 28 sapphische Slro-
Khen unter 2 Zeilen Ueberschrift. 214 Blatt mil Sign, ohne
lattz. u. Custoden mil gespaltenen Columnen und 56 Zei-
len goth. Char. fol.
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851
Panz. Ann. II, 223 , 278. Bei Hain fehll der ganze Ar-
likel Jacobus a Yoragine. Unser Exemplar hat einige we-
nige handschriftliche Bemerkungen.
139.
Missale Hit d ens em ens e. Norimberg Stochs d. Solzbach 17.
Seplbr. 1499. fol.
F. l.a. Miffale hildesemen. | F. J. b.leer. F. 2. a. Col. 1.
(roth) Ad bndicedfi fal et aqua dni-|cis dieb9 legat prius
facerdos | c) (schwarz) eus in adiutorin metim intsde. |_DTie
ad adiuuandu. Paler nofter. | etc. F. 2. b. Col. 2. Z. 24
loru. Amen. F. 3. a. — 8. b. Kalendarium (roth n. schwarz
gedruckl). F. 9. a. — F. 30. b. (mil Signat. j-vjjj) in fefto
purifications ad benedictionem cereorum et luminum; in
die palmarum ad benediction, palmarum, benedictio cerei
pafchalis, benedictio aquae etc. | F. 31. a. (mit Blattzahl I
und Signat. a.) Col. 1. roth gedruckt Incipit miffale fcd'm
ordi|nariu maioris ecclefie hilden|femenfis. Dnica prima in
ad|uentu dlii. Ad pceffione que | post tercis fiet circa
curiam. J vna crux portef. (schwarz) Afperges (roth) dice]
tur ca fua coir. Hymn9 (schwarz) Veni | redeptor. (roth)
Statio in monaftejrio nc erit. Et in choro post p|ce(Tion£
dice! aii. (schwarz) Betbleem non | es minima, (roth) eo
v. (schwarz) Ex fyon fpecies. | roth Et ita feruabitur vfqs
ad vltijma dnica aduenfus dTii. in q | post circuilQ dicel
(schwarz) Inluemijni. (roth) cQ eode v. Sed fi faerit
vigi|lia nativitate dicef v. (schwarz) Hodie | fcietis. roth
Ad miffam Introitus. | (schwarz) | ( ) D te leuaui ani|ma
meam: F. 204. a. (mit der Blattzahl clxxnn. I Col. 1. 2.
21. tis noftre. (roth) vt fupra in pafcha. Col. i F. 204. b.
leer. F. 203. 220 (mil Signat. j—xvjjj) Gloria, Credo etc.
F. 221. a (mit Blattzahl clxxv und Signal. A) roth gedr.
In vigilia vniq apl'i. Introit9 I (schwarz) (E) Go aute sicut
oli | ua fructificaui etc. F. 344. a. (mil Biattz. ccxcix unr
Sign. V.v) Col. 2. (schwarz) Miffali fm ordinariu eocle-
fie hildenfemenfis ordinato. | Georius. fthdchs de fu^bach
imprerforie artis haud ignar9 (sic) Nurnberge Anno lalutis
xpi|ane milleflmo quadringenle-|Hmo nono. xvjj. | vo die
menfis septebrio finem | felicem dedit. F. 344. b. (roth)
Sequunl informatioes t cau|tele obferuande pfbytero vo-|
lenti diuina celebrare. | (P) (schwarz) Rima cautela eft. etc.
Die Cautelen enden F. 347. a. Col. 2. Z. 17 darauf folgt
bis F. 349. a. das Register. F. 349. b. leer. 349 Bl da-
von 299 num., mit Signat. 2 Col. 31 Zeil. roth u. schwarz
in grdsserer und kleinerer Missaltype. fol.
Fehlt bei Panzer und Hain, in unserem Exemplar fehlt
Bl. 16. a. 212. Nach Blatl 220 scheinen einige unpaginirte
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983
Blatter ausgeschnitten zu sein. Auf den innern Blattdeckeln
zwei Pergamentblalter eines handschriftlichen Missals.
d. Casp. Hochfeder (1491).
140.
Anseltnus (S.) Cantuar. Episc. Opera et tractalus. Nfirnberg
Hochfeder 27. MSrz 1491. fol.
Panzer II, 209, 201. Hain 1134. Mit einig. handschr.
(Italian.) Bemerkungen und einem Sonnett, gehorte der Klo-
sterbibliothek Sancla Cruz zu Veoedig.
XXIY. Paris,
a. Petrus Caesaris et Joh. Stoll (1474).
141.
Florins (Franciscus) de duobus amantibus s. de amore Ca-
milli et Emiliae. etc. Paris, s. a. (Petrus Caesaris et Joh.
Stoll. [1477?J) 4.
F. 1. a. (mit Signal aj) Francifci Florij Floretini: de
amore Camilli et Emi | lie aretinoru. ad Guillermum tardi-
uum prologus | feliciler Incipit. | ( ) T adhuc diucius &
(ardum vlixem ca-|fta expectauerit penelope. longas tuasf
litteras nondu etc. F. 2. b. Z. 17. tit. atqs emendes. Vale. |
Francisci Florij Floretini de amore Camilli el Emi | lie are-
tinoru prologus feliciter finit F. 3. a. (mit Sign, a, 3)
Francifci Florij Floretini de amore Camilli et Emi | lie are-
tinoru liber feliciter Incipit. | ( ) Nler ceteras antiquilfi-
mas elrurie vr|bes que vel Cola fama etc. F. 34. b. Z. 14.
Guillermo? cui milies eciam florium fuum recommiflfum
face. | Francifci Florij Florentini de duobus amaulib9 | liber
feliciter explicit Anno domini millefimo qua-|dngete(lmo
fepgetuafimo feptimo (sic), qui quidem liber | editus eft
luronis i domo dm Guillermi archiepifco|pi (uronenfis?
pridie kalendas ianuarij. Anno do- 1 mini millefimo quadrin-
gentefimo fexagefimo fepti|mo. | F. 35. a. (mit Sign, e, 3)
Incipit alius libellus de duobus amantibus per | Leonardum
aretim (sic) in latino ex boccacio tranfflgujratus. I ( ) Vm
fepius mecu egiffes. vt fabulam illaj | boccacij de Tan-
credo principe falermita-lno eiusq3 filia Sigifmunda vul-
gari fmo|ne fcriptam. in latino etc. F. 41. b. Z. 7 lico ac
dolorofo falermitano^ (sic) funere in eode fepul-jchro fe-
peliri ambos fecit. | Explicit tractatulus. F. 42. leer. 42
BI. mit Signal, ohne Blattzahl u. Custoden mit 26 Zeilen
goth. Char. 4.
Hain 7195. Vergl. fiber die verschiedenen Ausgaben
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354
Foncemagne in Hisloire de l'Acad. des Inscript. VII. p. 310 ff.
Clem nt Bibl. cur. T. VIII. p. 373. Debure Bibliogr. Nr. 3754.
Marchand supplem. a l'histoire de rimphmerie par Mercier.
Paris 775. p. 118. Mailtaire ann. lyp T. I p. 42. Leich
d. typ. Lips. p. 122. Dibdin bibl. Spenc. Ill, 326 ff. Panz.
Ann. H, 343, 683. Eberl 7664. Note.
Alanus ab insults Paraboles. Pahs Ant. Verard 20. Marz
1492. m. Holzschn. fol.
F. 1. a. Les paraboles maiftre | alain en francois. | F.
1. b. leer. F. 2. a. (mit Signat. a ii) Unter einem grossen
Holzschnitte (a) Infi que dieu paraboliquemeut | Maint pre|
chement | Fift de haulte fubftance | Pour explaner figura-
tiuement | F. 99. a. Z. 14. Fy do monde ce neft que va-
nite | Cy fin ill les paraboles maifire alain imprime a | pans
ce. xx. iour de mars Mil. cccc. quatre vingts | et douze
par anlhoine Verard libraire demourant | a paris fus le
pont noftre dame a lymage faint ie|han leuaogelifte, ou
au palais au premier pillier | devant la chapelle ou on
chante la mefle de | meiTeigneurs les prefidens. F. 99. b.
In einer Einfassung unter einer von Engeln gehaltenen
Krone das Wappen der Stadt Paris und in einem Herzen
TOVS. PECHEVRS. FAIRE. GRACE. ET. PARDON AN-
THOINE. VERA'D HVMBLEMET. TE. RECORDE. CE. QVIL.
AIL. TIENT. DE TOl PARDON PO* PROVOCQVER TA
GRAT MISER f. F. 100. leer. 100 Bl. mit Signat. ohne
Blatlz. u. Custod. mit 34Zeilen auf der vollenSeite, goth.
Char, und 130 Holzschnitten. fol.
Debure, 2998. Panz. II, 296, 217. Hain 385.
c. Guyot Marchant [Guido Mercator.] (1486).
Bravardinus (Thorn.) Geometria speculativa. Paris. Guido
Mercator. 1495. 20. Mai. fol.
F. 1. a. Geometria fpeculatiua | Thome brauardini re-
coligens omnes conclufiones geo|metrias ftudentib9 artio
t philofophie ariftotelis valde | neceffaricas fimul cum quo-
dam tractatu de quadratura | circuli nouiter edito. | Dar-
nnter ein Holzschnitt. F. 1. b. leer. F. 2. a. (mit Signal
AJJ) Breue copendium artis geometric | a Tboma brauar-
b. Antoine V6rard C1480).
142.
143.
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S55
dioi ex libris Eaclidis Boecij et campani peroptime cnpi-
lalus. | et diuidilur in quattaor Iractalus Prohemium | ( )
Eomelria eft ariihmelice | confecutiua: nam posterioris
ordinis ell et paifiones nume | rorum magniludinibus de-
feruiunt. Propter quod euclides [ geomethe arithmelicam
inlerpofuit. etc. F. 21. b. (Signal. Djjj) Z. 44. manifeftum
patet etiam per fenfum hac figura. I Et fic explicit Geo-
metria Thome brauardini cn tractatulo de quadratura | cir-
culi beue (sic) reuiia a Petro fanohez ciruelo : operaq3
Guidonis mercatoris | diligeliffime imprefl'a parift9 in capo
gaillardi. Anno dni. 1495. die. 20. maij. F. 22. leer. 22
Bl. m. Signal, ohne Blattz. u Custod. mit 50 Zeilen und
geometr. Figur. fol.
Panzer An. II, 307, 335. Hain 3712. Beide schreiben
Bradwardinus.
d. Jean Bouyer und Guillaume Bouchel (1496).
144.
Gesta Caroli Magni s. Karolellus. Paris Job. Bouer et Gail-
lerm Bouchet. s. a. (vor 1500.) 4.
F. 1. a. Gefta Karoli magni | Francorum regis | darun-
ter ein Holzschnitt Carl den Grossen vorstellend, vor wel-
cbem ein Ritter kniet. Unler dem Holzschnilte beginnt
der Text INclita quo meori teneas cordi karoleili, welcher
F. 48. a. Z. 21. 22 schliessl. El quia gesta tenet Karoli
breuis ifte libellus. | Imponatur ei proprium nomen Karo-
lellus. F. 48. b. i| Karoli magni francorum regis Temper
inuicti i|clita gefta defcribens opus egregium opera Magi|
ftrorum Joanis boueri. t Guillermi bouchet. accu|raliffime
cafligatum et a mendis fcriplo^). priorif q5 | impreffionis
vigiii cum diliigenlia (sic) releuatum. Fi- | nit feliciter.*.
Darunter der Druckerstock wie gewohnlich mit der Um-
schrift EN LA PARFIN DE LEWRE LOVER DIEV CHA-
CVN DE NOVS DOIT POVR NOIR SA GRACE A LVY
DOCfts PoYR CE Q'L LVY A PLEV N09 DONNER
T#PS DE CE FAIRE ET ES FAIRE ET ESPACE. 28 Bl.
mit Signat. ohne Blattz. u. Custoden mit 23 Zeilen auf der
Seite. goth. Char. 4.
Catal. de Gaignat Nr. 1712. Dippoldt, Karl d. Grosse
S. 246. Ebert 8444. Neu herausgegeben von Herzdorf
Oldenb. 1855.
XXV. Reutlingen.
Johannes Ottmar (1482).
145.
Bonavenlura (S.) Sermones de tempore et Sanctis cum com-
muni sanctorum. Reutlingen 1485 (Joh. Ottmar). foL
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356
Panzer II, 398, 9. Hain 3517. Das hiesige Exemplar
hat als Vorsatzblatter 2 handschriftliche Bruchstttcke einer
dem Anscheine nach astronomischeo Pergamenlhaudschrift
und hat, wie die Ioschrift bezeugt, 1620 dem Erfarter Je-
suitencollegium gehdrt.
XXVI. Rom.
a. Conrad Sweynheym ond Arnold Pannartz (1467).
146.
Cicero (M. Tullius) epistolae familiares. Rom. Sweynheym a.
Pannartz. Prid. Non. Novemb. 1469. fol.
F. 1. a. M. Tul. Ciceronif ad P. Lentulu Impatore. Po.
Ro. Epiftolaft | Familiariu liber primuf. Cicero. P. Lentulo
Impatori. S. PL. D. j ( ) Go omni oflBtio: ac potiuf pie-
late: erga te: ceterif | fatiffacio omibuf: mihi ipe no)
iatiffacio. Tata | enim magnitudo eft tuorum erga me
meritoru: | at cum (u nill etc. F. 160. Z. 28.
Afpicif llluftrif lector quicunq: libellof
Si cupif artificam nomina nolTe: lege.
Afpera ridebif cognomina teutona: forfan
Hitiget arf mufif infcia uerba uirum.
Conraduf fuueynheym: Arnolduf panarlzq$ magi ft ri
Rome imprefierunt talia multa fimal.
Petruf cum fratre Francifco Maximuf ambo
Hinc operi aptatam contribuere domum
M. CCCC. LXXI.
160 Bl. mit 38 Zeilen ohne Blaltzahl, Signaturen und Custo-
den, rom. Char. fol.
Panz. Ann. II, 413, 22. Hain 5163. Das hiesige schdne
Exemplar ist in den lelzten (8) Blattern handschrifllich yon
gleicher Hand erganzt und endet so wie vorsteht. Da aber
keine Ausgabe von 1471 bekannt und das Qbrige vollkom-
men mit der Beschreibung von Dibdin in Biblioth. Spen-
cer. I, 320 Nr. 166 ubereinstimmt, so ist an der Identil&t
der Ausgabe kein Zweifel. Das hiesige Exemplar hat am
Rande handschriftliche Bemerkungen.
(Fortsetzung folgt.)
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEUIK.
titftfrift
fttr
Bibliothekwissenschaft ^ Handschriftenkunde und
<ere Litteratur*
Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden
herausgegeben
von
Dr. Hobert N aumann.
M 17. Leipzig, den 15. September 1861.
A n 2 e 1 g e.
Bibliograpbie Gantoise. Recherches sur
la vie et les travaux des imprimeurs de Gand. (1483
— 1850.) Par Ferd. Vanderhaeghen, secretaire de la
Commission pour la conservation des Monuments an-
ciens de la Flandre-Orientale, tr^sorier de la Societe
des bibliophiles flamands, bibliothecaire-archiviste de
la Societe Royale des beaux-arts et de litterature de
Gand, etc. Premi&re partie. — XV e fic XVI 8 siecle.
Deuxieme partie. — XVIl e sifeole. (Tome III.) l re par-
tie du XVII e siecle. Gand, imprimerie de Eug. Van-
derhaeghen, rue des champs, 66. Nov. 1858. Fevr.
1860. Juin 1861. Ohne die Titelblatter III, 378, II,
337 u. 482 SS. nebst einer Seite Inhalt bei jedera
Bande. Gr. 8°.
Zu dem anzuzeigenden Werke mochte man sohwerlich
ein demselben in jeder Beziehung enlsprechendes Seitenstfick
linden. Alles in Gent Gedruckte, was zur Kunde des Verfas-
sers gelangte, ist darin, oft nach eigener Ansicht, nicht nor
XX1L Jahrgang. 18
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958
verzeichnet, sondern mit bibliographisctor Genauigkeit be-
schrieben und nachgewiesen, wo das Beschriebene zu suchen
oder in welchen Werken, Katalogen uod ungedrucklen Acten-
stucken dessen gedacht wird ; viele Artikel sind mit Nachrich-
ten von den Verfassern a. dgl. versehen. Den Verzeichnissen
der Drucke gehen, so weit es moglich, aus authenlischen
Quellen geschfipfle biographische Notizen fiber die Buchdruk-
ker, von denen einige auch Buchhandler waren, voran, viel
Interessantes darbietende Ergebnisse der sorgf<igsten For-
schungen.
Die drei bis jelzt erschienenen Bande enlhallen 4809
(die Zusatze milgerechnet 4815) Nuramern und fuhren uns
57 Buchdrucker nebst ihren Witweu oder Erbcn vor, davon
im ersten Bande 19, im zweiten 21, im ersten Theile des
drillen Bandes 17. Im zweilen Tbeile dieses Bandes wird
sich der Yerfasser mit noch 18 beschaftigen.
Von einigen Werken von wissenschaftlichen Wertbe ab-
geschen, kann eine grosse Anzahl von Productionen der gen-
ler Pressen allerdings keinen Anspruch auf einen wirklich
lillerarischen Charakter, auf litterargeschichtliche fiedeutsam-
keit machen: Regierungs- und obrigkeitliche Verordnuugen
and Erlasse aller Art, Tarife, Oertliches belreffeude Broschu-
ren, lateinische und flamische Gelegenheitsgedichte, Sohutdra-
men u. s. w. sind die Hauplgegenslande maucher typographi-
schen Thatigkeit ; man vergleicbe z. B. nur den Titel des aus
den Pressen Gaulier Manilius', 1574—1626, Hervorgegange-
nen, im erslen Bande Nr. 271—521. Herr Vaaderh aegben
hat sich die nicht kleine Mube gegeben stets kurz anzudeu-
ten, worauf sich die offenHichen Bekannlmachungen beziehen,
wenn ihr Tilel den Inhalt nicht ausspricht; diese Arbeit ver-
dienl die dankbarste Anerkennung : sie liefert ein reicbes
Material nicht nur zur Geschichte der politischen ZusUode
der Stadt Karl's des Funflen, sondern auch zur Sitten-, Gul-
tur- und Religionsgeschichte derselben in verschiedenen Zeit-
r&umen. Gestaltete die Tendenz des Serapeums die Dar-
legnng von Belegen, so wurde mir die Auswahl nicht schwer
werden. Ffir die Geschichte des Drama's, zunachst des Schul-
drama's, wurden mehrere nicht unwichtige Beitrage aus dem
Werke zu enlnehmen sein, wenn die meisten Slucke, wie
fiberhaupt alle kleinere genter Drucke, nicht un gem ein
selten waren und der Verfasser deshalb nicht im Stande
war fiber dieselben aus Autopsie n&ber zu berichten; doch
schon die Titel werden die Freunde und Kenner der drama-
tischen Litteralur interessiren. Eine ausgezeichnete Aufmeifc-
samkeit ist der Kalenderlitteratur gewidmet und die genter
Zeitung von ihrem ersten Erscheinen, 1667, („Ghenlsche Post-
Tydinghen 44 ) an unter den verschiedenen Verlegern charakte-
risirt. Der erste war der Buchdrucker Maximilian Graet
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939
(1652—1676), (Herr Vanderhaeghen beabsichtigt diesen
Stoff spater noch ausfQhrlicher zu behandeln.)
Es bedarf wohl kaura bemerkt zu werdeo, dass in raan-
chen Biographien and Noten zu den Titeln die Geschichte
der Wissenschaflen and des wissenschaftlichen Lebens in
Belgien berubrt and bisweilen dunkle Partien aufgeklart sind.
Nicht bios als bibli ographische Nusterarbeit, in wel-
cher Bedeulendes und Unbedeutendes rait gleicber Sorgfalt
and Gewissenhaftigkeit beschrieben wird , sondern auoh aus
den so eben and oben angefuhrten Grunden darf die Bi-
bliographie Gantoise in keiner grossen dffenUichen Bi-
bliotbek feblen. (Nur 250 Exemplare sind fur den Buchhau-
del bestimmt.)
Manchen Lesern des Serapeums, denen das bespro-
chene Werk nicht sofort zugaoglich ist, wird es gewiss er-
wunscht sein, die Namen der genler Buchdrucker des funf-
zehnten and sechszehnten Jahrhunderts kennen zu lernen. Ich
lasse deshalb sie folgen.
Arend De Keyfere (Caesar, Lemperenr), 1483, XI W kal\
sep. - 1485. Nr. 1—7.
Herr Vanderhaeghen hat seit der Verftffentlichung des
ersten Bandes ein nodi ftlteres genter Druckwerk De Keyfe-
re's, den „Traite d'Arras 44 , 8. April 1483, erworben; es soli
in einen Sopplemente umslandlicher beschrieben werden.
Wie Herr Vanderhaeghen die Erzengnisse der De
Keysere'schen Pressen beschreibt, wird man aus Folgendem
ersehen :
1484.
2 Psalterium Davidicnm.
Petit in 8°, s. chiff. ni rtcl., sign, az— Zz (a2— x2), 190
femllets dont le premier ei les irois derniers Wanes, (le der-
nier de ceux-ci toaiefois contient la marque typographique),
initiates peintes; 17 lignes a la page. Le 2 me feuillet com-
mence ainsi: (B) Eatus vir qui non abijt in consilio im-
pioru et in via peceatorum . . . Vers la fin da volume quel-
ques oantiqaes, hymnes, litanies de tous les saints, etc., et la
souscription:
Explicit psalterium impressum Gandaui per me Arnol-
dum cesaris. Anno xpistiane salutis. MUlesimo quadringen-
tesimo octuagesimo quarto, sexto kaF maij.
Ce psautier est (Tune si graude rarete, qu'k notre con-
naissance aacun bibliographe n'en a fait mention; aussi nous
n'avons rencontrt que le seiU exemplaire qui fait partie de
la riche collection d'incunables beiges de Mr. Fr. Vergaowen,
k Gand.
Seine Witwe, 1490. Nr. a
Simon Cock und Joos Pierre (Jodocus Petri aus Halle in
Brabaut, 1513. Nr. 9.
17*
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960
Unter den Nummern 10 — 20 (1508, 1512, 1513. 1519,
1520, 1532) siod einige zn Anfang des 16. Jahrhunderts in
Gent erschieneoe BQcher, dereo Drucker der Verfasser nicht
kennt, verzeichnet.
Pieter De Keysere, 1516-1547. Nr. 21— 46. Er war zu-
gleich Notar, Buchhandler and Buchbinder, besass auch eine
bedeutende Papierfabrik.
Godefrood De Rode, 1532. Nr. 47.
Joos Lambrecht (Lambertus, Lambert), 1536 — 1553. Nr.
48—107. (Nr. 70 doppelt).
Victor De Dayn. (Le Dayn), 1540—1552. Nr. 108. 109.
Er druckte nur ein Bach mil Privilegium von 1552. Der
Verfasser bemerkt, dass dennoch alles unter seinem Namen
Herausgegebene aufgefuhrt werde; in den bibliographischen
Nolizen yon den Qbrigen Buchdruckern solle auch der abge-
kfirzte Titel der BQcher and Schriften, deren Verleger sie nar
gewesen, angegeben werden; die ausfQhrliche Beschreibung
befinde sich in dem BQcherverzeichnisse Derjenigen, die sie
gedrockt haben.
Martin Snoackaert, 1545.
Erasmus Verreecke (Querceus), 1546. Nr. 110.
Cornelius Manilius, 1548—1558. Nr. 111—134.
Jan I Van den Steene, der Aeltere (Lapidarius) , 1552—
1576. Nr. 135-148.
Seine Offizin existirte nur dem Namen nach; er war
bios Buchhfindler und Buchbinder.
Jan Cauweel, 1554—1568. Nr. 149—155.
Gheeraert Van Salenson (Salensonius, De Salens), 1554
—1568. Nr. 156—172.
Seine Witwe 1572—1578. Nr. 173.
Henric Van den Keere (Chaerius, Dutoor), 1556—1567.
Nr. 180—210. (Nr. 185 doppelt)
Er hinterliess einen Sohn, der gleichfalls Henric hiess
und sich ausschliesslich mit der Letlernschneiderei und Schrift-
giesserei beschaftigte. Er war damals in dem ganzen Philipp
dem Zweiten unterworfenen Theile der Niederlande der Ein-
zige in diesem Geschaftszweige. Herr Vanderhaeghen
hat aus den genter Stadtrechnungen die folgende elgenthfiro-
liche Notiz mitgetheilt:
Anno 1574. Henric van den Keere de jonge Letterstecker
3 £ het zelve sedert zekere jaeren binnen deser stede gedaen
hebbende, ter contemplate van zeer eern heer bisschop in
de plaets van vrydom van accysen hem versogt gheconsen-
teert jaerlicx in pensioene ome datler in alle sConincx nedor-
landen geen an der lettersteker en was.
Ghileyn (Gislenus, Gislain) Manilius, 1559—1573. Nr.
211-259.
Die von ihm 1565 gedruckten ^Psalmen Davids Na
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961
(tEbreeusche waerheyt, en folder beste exemplairen, of
translatien, Liedekins-wijs in dichte ghestelt : op <U voysen
en mate, van Clement Marots Psalmen. Autheur L. D. H. u
sind das erste in Gent gedruckte Bach, in welchem die nflthi-
gen Typen zu der Composition der Masiknoten angewandt
sind. (Der Uebersetzer ist Lucas d'Heere. Ungeachtet der
Drackgenehmigung wurde das Buch auf Philipp's des Zweiten
Index gesetzt and ist daher so selten, dass Herrn Vander-
baeghen our ein in seinem Besitze beflndliches Exemplar,
bekannt ist.)
Seine Witwe, 1573-1575. Nr. 260—270.
Ganltier Manilios, 1574—1626. Nr. 271-521. (Nr. 313.
443 u. 448 doppelt.)
Pieter De Clerck (Clericus), 1576. Nr. 524—528.
Seine Witwe, 1577—1579. Nr. 529—547.
Jan II Van den Steene (Lapidarius) . 1576 — 1525. Nr.
548—689.
Jan Van Salenson, 1581—1588. Nr. 691-699.
Cornells De Rekenare, 1581—1584. Nr. 700—726.
Was fiber ihn gesagt ist, mag hier als Beispiel der Ab-
fassung der biographischen Notizen eine Stelle linden.
n Cornelis De Rekenare flbte die Buchdrackerkanst in Gent
wdhrend der Jahre 1581 bis 1584 aus. Es scheint, dass er
die Drackerei der Witwe Pieter De Clerck's Qbernommen,
wenigstens bewohnte er das Haus des Maniiius and behielt
die weisse Taabe als Zeichen. Nach dem Jahre 1584 kommt
C. De Rekenare nicht mehr als Buchdrocker vor; Gautier
Manillas bezog in jenem Jahre wieder die vaterliche Woh-
nung.
Es bietet sich hier eine sehr interessante Frage dar. Wer
war dieser Cornelis De Rekenare? Eine Person dieses Na-
mens, Gelehrter und Dichter, wurde 1597 Rector der Schule
zu Amsterdam. Daniel Heinsius wohnle bei ihm 1603 oder
1604. Heinsius spricht zu De Rekenare von Flandria no-
stra. Sanderus nennt in seinem Werke „de Gand. erud.
Claris", S. 37, einen Cornelias de Rekenare; und Paquot,
ohne einen anderen Beweis als das Erwahnte, macht C. De
Rekenare zum Genter. Es ist richtig, dass David Lindanus
von ihm in seiner Ode uber die Dichter Gent's spricht. Aber
gendgt es nicht in einer Stadt eine Zeit lang gelebt zu haben,
urn seinen Literaten beigezfthlt zu werden?
Unter den Vorstucken des Werkes: n Francisci Nansii ad
Nonni paraphrasin euangeUi Johannis Graec4 etLatine editurn
curat secundae. Lugd.-Batav., /592, u linden wir ein Gedicht
von funfzehn lateinischen Hexametern, unterzeichnet Cornelius
Rekenarius Hulst. Beilaufig bemerkt: Cornelis De Rekenare,
der amsterdamer Schulrector, dichtete in lateinischer und fla-
mischer Sprache. Revius hat in seiner n Daventria illustrate*
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MS
(S. 544) ein lateinisches Gedtcht dieses Heolors wieder ab-
drucken lassen.
Die Vermuthung, welche ans die annehmbarste scheinl,
ist, dass der zu Hulst geboreoe C. De Rekenare sich in Gent
als Buchdrucker etablirte, and als er aos uus unbekannten
Grdnden, vielleicht wegen seiner Religionsansichten — wofur
sein Verhaltniss zu D. Heinsias spricht — diese Stadt ver-
lassen mussle, Holland zu seinem Aufenthalte wahlte and
etwBS spater Rector der Schule zu Amsterdam wurde. Er ist
ubrigens nicht der einzige Belgier, der in Holland zu der-
gleichen Aemlern befordert wurde. Die Gediebte des amster-
dammer Rectors scheinen nicht gesammelt zu sein, und wir
kenned nur die beiden angefuhrten, siud jedoch uberzeugt,
dass man noch mehrere flnden wurde, wenn man die Vor-
stOcke der urn die Zeit seines Aufenthaltes in Holland dort
veroflenllichten Werke beachtete.
Dem ersten Bande sind 13 Tafeln mit Nachbildungen von
genter Buchdruckeremblemen , dem zweiten 7, nebst 2 mit
Facsimiles der Unterschriften von einer Reihe derselben, die
dem siebenzehnten Jahrhunderte angehoren, beigefOgt. Dem
Titelblatte des ersten Bandes gegenQber beflndet sich die
Abbildung eines merkwurdigen kunstreichen Einbandes von
Pieter De Keysere.
Die typographische Einrichtung und Ausstattung des Wer-
kes sind vortreflflich und geschmackvoll.
Hamburg - Dr. F. L. Hoffmann.
A n z e 1 g e.
Catalogue de la portion mathematique , bibliographique
et historique do la celfebre bibliotheque de Mr. Libri,
vendue publiquement a Londres, (Leigh Sotheby et
Wilkinson), 1801. 8°.
Nous avons d6ja (numero du 31 juiiiet) fait mention de
Timportant catalogue dont nous venons de transcrire le litre.
La seconde partie nous est parvenue depuis; elle eontient
les ouvrages dont les litres ou les noms d'auteurs sont com-
pris dans les leltres M—Z; le dernier numero est 7628.
Nous insererons ici en iraduisant, quelques unes de notes
qui sont joinles a Tindication d'ua graud nombre de volumes
et qui renferment presque toujours des renseignements peu
connus.
Marii (A) Marianus Bubo, Peupoli, 1541. 4°.
Traite fort curieux et rare, relatif au hibou; cet oiseaa
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est reprtsentfe perchA sur une 6glise et se defendant contre
la superstition du temps qui l'accusait d'etre la cause de la
pesle, il s'6crie:
Pestem mugitu Bubo non adfero diram,
Sed quia sentisco virus adesse, gemo.
Novarir Civilatis Statuta. Novarix, 1583, in folio. Cou-
tumes locales curieuses el inconnues k la plupart des histo-
riens. II y a des dispositions singulieres; l'adultfcre per vim
est puoi d'une amende de 100 librae Imperialium, et sine vi
de 50, mais la femme doit elre brulee si le mari le demande.
Les joueurs sont mis a l'amende. Le blaspheme et m$me
les insulles a des images de saints ne sont punis que d'une
amende, ou, si le coupable n'esl pas en mesure de payer de
la peine du foueL II est interdit de prendre des velements
noirs a la mort d'un parent.
Pamphile (G.). Descrittione breve sopra le cose del Te-
stamento novo } a terza rima. Venetia, 1543. 8°.
Poeme curieux et rare; le dernier vers de chaque tercet
est constamment pris dans Virgile; en voici un exemple:
Dolce Signor Giene mio dit' adalta
£ fa che io narre de tue flamme acceso ;
Hie mortis durae casum tuaque optima facta.
Pauli de Uiddeburgo. Episcopi Forosemproniensis , De
numero atomorum totius universi in detestationetn usuriae
pravitatis et in augmentum Montis Fietatis Lucubratio.
Ronue, 1518 4°.
Ouvrage trfes rare et curieux qui vante fort l'etablisse-
ment k Rome des Monti di pieta et qui fl6trit avec energie
les ravages de l'usure. Les bibliographes n'ont point parle
de ce livre d'un auteur fort connu par ses travaux pour la
correction du calendrier; on y trouve le calcul de nombres
considerables porte a un degr6 jusqu' alors sans exemple. II
est dit que l'interdt d'un seul ducat a la fin de 3000 ans ne
peut etre exprime que par une serie de 341 chiffres.
Paricello (T. P.) Ambrosianae Mediolani Basilicae ac
monasterii Cisterdencis Monumenta. Mediolani, 1645. 4°.
Volume de 1174 pages, renfermant un grand nombre de
documents jusqu' alors inedits et relatifs a l'histoire de la
Lombardie, de I'an 387 a Tan 1201. Les planches represen-
tent des monuments qui remontent jusqu'au huitieme siecle;
elles sont d'un grand interet; on y voit de beaux portraits
authentiques de Saint Ambroise, de Pierre Oldradus, archeve-
que de Milan et de Saint Bernard.
Rami (P.) Scholarum Mathematicarum libri XXXI, Ba-
sileae, 1569. 4°. Volume tres rare, contenant, pour la pre-
miere fois (pag. 113—145) VArithmetica en deux livres de
cet 6crivain remarquable. Cette circonstance elait inconnue
k Mr. de Morgan, qui, dans son excellent travail bibliogra-
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phique sur rarithm6tique, iodique ce traits de Ramus comme
ayant paru pour la premiere fois en 1584. Mr. Ctfntor dans
sa Vie de Ramus, exprime le regret de n'avoir pa consulter
cette Edition de 1569, et d'avoir 616 force de se contenler de
celle de Francfort, 1627. Dans les vingt-trois livres de ces
scholar, il est qnestion de 1'invenlion de l'imprimerie, de la
decouverte de I'Amerique, etc.
Schotti (P. G.) Magia Universalis, Bamberg*, 1677. 4
vol 4°. Ce titre cache one veritable encyclopedic irks im-
portante pour l'histoire des sciences. II y a des idees singu-
litres; Fauteur pretend donner le nombre des anges, et ce
nombre est exprime par soixante-huit chiffres.
Statuta Lucensis civitatis nuperrimd castigata, Lucae,
1539. in fol., volume curieux et rare; la jurisdiction penale
est souvent digne d'attention. Le chapitre CIIII stipule: „Qui-
cumque carnaliter cognoverit aliquam concubinam seu servi-
tialem, non virginem invitam, puniatur in lib. centum. u Le
chapitre CCXXlfi est intitulg: „De poena incedentium cum
larvis seu mascharis."
Statuta Civitatis Eugubii illustrata ab A. Conciolo,
Gerunds 1685. 4°. D'apr&s cette legislation, la peine de mort
6tait appliqu6e aux Merits calomnieux, a l'adultere avec one
personne parente jusqu'au 4 e degr6, a Tinceste, au viol, itc.
Statuta inclytae Civitatis Avenionis, Lugduni, 1612. 4°.
Diverses prescriptions curieuses. II est interdit aux Juifs de
sortir durant la semaine sainte et les fetes de Paques du
quartier qui leur est assigne, et ils doivent en tout temps
porter une marque distinctive. Les boulangers ne peuvent,
au dela du terme de six mois, rien rtclamer a leurs debiteurs.
Vinci, (Leonardo da), Trattato delta Pittura, Roma,
1817. 4°. Cette Edition, faite d'apris des manuscrits inedits,
est bien preferable a celles qui Font devanc6e; indepen-
damment d'additions importantes dans les quatre premiers livres,
elle a fait connattre les livres V a VIII qui n'avaient pas
encore vu le jour.
Pacioli (Luca) Divina Proportione et Libellus corporum
regularium et dependentium activae perscrutationis, Vene-
tiis, Paganinus, 1509, in fol. Ouvrage peu connu, mais fort
important, renfermant de nombreux renseignements sur Fhi-
stoire de la science et specialement sur Leonard da Vinci
et sur ses grands travaux comme sculpteur a Milan. II y est
question des polyfedres avec des signes algebriques indiquant
les diverses puissances; un alphabet magniflque dessine par
Leonard da Vinci accompagne ce que I'auteur dit au sujet de
la calligraphic et indique les proportions des let! res. Les
aulres planches sont 6galement dues a Leonard ainsi que
I'auteur le dit dans sa d6dicace au c616bre Pier Soderini:
„Vincii noslri Leonardi manibus sculpta." Une de ces plan-
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ches reprisente one tfite humaine d'une beaut6 remarquable;
trois se rapportent a Farchitecture.
Ces notes qu T il serait facile de multiplier montrent quel
interet pent offrir le catalogue dont nous parloos.
Nous avoos d6ja dit que la premi&re partie renfermait
one collection remarqnable d'ouvrages sur ['inquisition. Nous
allons en faire mention des principaux d'entre eax. Cette
reunion s'Atend du n° 3810 aa n° 3826.
Atto publico da Fede celebrato nella citta di Palermo a
6 aprile 1724 dal Tribunale del S. Uffizio di Sicilia, descritto
da Antonio Mongitore, Palermo. 1724, in fol.
Volume tr&s rare. Le chanoine Mongitore s'6tend avec
un plaisir tres marqu6 sur cet auto-da-fe qu'il regarde
comme un acte fort agr6able a dieu. On brfila un moine
et one religieuse; une foule de carosses remplis de dames
entouraient la scfene ou se passait cette atrocity.
Brunemanni (J.) Tractatus duo de Processu turn civili
turn criminali inquisitorio, Wittebergae. 1672. 4°. Livre rare
ou sont discuses de terribles questions: An matres infantem
lactantes torquendae? An in tortura sags examinandae super
visis personis in monte Bructero."
Carena (Casaris) Tractatus de officio Inqmsitoris et
Modo procedendi in causis fidei. Cremona*. 1655. in fol.
Ce volume qui ne se trouve pas facilement renferme
d'amples instructions sur la manure de mettre a la question.
Le temoignage de la femme contre le mari et reciproquement
est non seulement admis, mais mime dans les affaires d'h6-
risie, il pent 6tre exigk
Franchina (D A.) Breve Rapporto del Tribunale della
S.S. Inquisizione di Sicilia. Palermo, 1744. 4°.
On y trouve le r6cit de tous les auto-du-fi celebres en
Sicile depuis 1547 avec de nombreuses pieces justiflcatives
sur cet objet (de 1487 k 1542).
Fatti attenenti air Inquisizione e sua lstoria generate
e Particolare di Toscana, Firenze, 1783. in 12.
Entre autres extraits de divers processi, on y trouve
ceux qui concernent Galilgi, le chanoine Pandolfo Ricaroli,
personnage fort debauche et le celfebre poete Crudeli; cette
d erniire affaire eut lieu en 1740.
Locati (Umberti) Praxis judiciaria lnquisitorum , Vene-
tiis, 1583. 4°.
L'auteur de cet ouvrage 6tait commissaire- general de
[Inquisition a Rome et confesseur de Pie V., qui, en 1568,
le nomma eveque de Baguarea. II donne les plus odieux de-
tails sur les diverses espfeces de tortura, parmi lesquelles
une des plus penibles celle-ci : le patient avait les pieds frott6s
de sel qu'un chfevre les lui 16chait jusqu'au point de le mettre
en danger de mort.
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aw
Masius (F. Eliser) Sacro Arsenate overo Prattica dell
officio delta S. lnquisitione ampliata, Rom®, 1639, 4". Mr.
Libri possedait quatre autres editions de cet ouvrage important
(Genova, 1653.4°.; Bologna, 1665. 8 U . et 1679. 8°. ; Roma, 1730.
4°. Malgre ces reimpressions, il ne se trouve que trfcs difficile-
ment, rautorite ecclesiastique 1'ayant fait retirer avec le plus
grand soin. Parmi les diverses tortures qu'employait I'ln-
quisition (et l'auteur ne manque pas de dire Torlurare negotio
importantissimo). La torture par le feu (Tormento di fuoco),
est minutieusement descrile. La viclime doit etre exposee
nudatis pedibus illisque lardo porcino inunctis et in cippis
juxta ignem vatidum retentis etc.
Menghevi (T.) Regole net Tribunate praticate in alcune
casi imaginarii, Ferrara, 1687. 4°.
Volume trfes rare imprime settlement pour les fonction-
naires de requisition , et a leur mort^ il devait 6tre rendu
au saint office. On y trouve des choses trfes etranges. Voir,
par exemple, pag. 23: Terza denunzia d'una Donna solleci-
tata ad Turpia nella confessione sacramentale.
Paramo (L. de) De Origine et progressu officii sanctae
Inquisitions, Matriti, 1598. in fol. Ouvrage important, con-
tenant enlre autres choses les decrets conlre les Vaudois itc.
un chapitre qui manque parfois: „De solicitatione ad libidi-
nem in actis confessionis vel proxime illi ante vel posl. u
Hepertorium Inquisitorum pravitatis haereticae, Vene-
tiis, 1588. 4°. Volume trfcs rare; il se (ermine par un traite
sur la torture dont voici la derniire phrase: „Tortura etiara
die feriata in honorem Dei permittitur. a
Bordeaux - G. Brunei.
Seltene Drucke geistlicher Dichtungen des 17. Jahr-
hunderts.
Von
Emil Weller in Zurich.
So lange noch Vorarbeiten zu kunfligen Gesammt-Biblio-
graphien — und das wird noch eine geraume Zeit dauern —
getroffen werden mussen, wird jeder Beitrag den Worth eines
Bausteins haben, nicht unbrauchbar sein. Per innere Gehalt
kommt dabei gar nicht in Frage. Unsere Lilterarhistoriker
besprachen immer nur das Charakleristische jeder Epoche,
ohne zu bedenkeu, dass nicht dieses, sondern das, was die
Mehrzahl ausmacht, das Miltelmassige, das Unbedeutende, das
Wesen jeder Epoche bildet. Hervorragende Productionen kenn-
zeichnen den Standpunkt keiner Zeit; sie werden vielmehr
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M7
Leitsterne des kGnfligen Volksgeistes, sie nfitzen erst der Nach-
welt, wirken uugetheilt erst auf sie. Lob oder Tadel darf
ein gerechter, ein unparteiischer Geschichtschreiber niobt aus-
theilen. Leider sind wir noch weit von dieser Gerechtigkeits-
pflicht entfernt, wenn auch der gute Will© bereits gezeigt wor-
aen ist
Zufallig fehlen nachfolgende Dichtungen, welche ich nach
Exemplaren der Zurcher Stadtbibliothek kurz beschreibe,
sammtlich in Godeke's Grundriss.
Der fundfluis, welcher fiber die Mentation gangen ift, zu
der zeyt Noe, von wegen ihres liindllichen lebens, aufs dem
fibenden Capitel Generis. Im thon, Frdlich fo wil ich lingen,
mil lull, ic. Getruckt zu Zurych bey Rudolff Weyflenbacb.
1602. 8 Bl. 8. m. Titelh. Das 1. Lied unterzeichnet : Gwer
Hitter, das 2. Benedickt Gletting. 38 o. 8 Strophen.
1. ZV hohem lob vnd ehren,
der heiligen GOttlichen kraffl,
2. Wilt da by GoU dein wonfig ban,
vnd feinen himei erbe.
Der Sfindflufs, welcher vber die Menfchen gangen ift, za
der Zeit Noe, von wegen jhres fandlichen Lebens, aufs dem
fiebenden Capitel Genefis gezogen, ic. Im Thon, Frdlich To
wil ich Hngen mit lull ein Tageweyfs, ic. Getruckt zu Bern,
bey Jacob Stuber, Anno 1634. 8 Bl. 8. m. Titelh. Nur das
Lied von Gwehr Bitter.
Die Geiflliche Leyter zum Himmelreich, mit jhren zweyen
Leyterbaumen vnnd neun Sprofleu . . Aus heiliger Gottlicher
Schrifflt kurtzlich zufammen gezogen, vnd in teutfche Reimen
gehellt. o. 0. u. J. 11 Bl. 4. m. Titeleinf. u. 12 Uolzscb.
Die beyde Leyterbaum geoennt,
Sind Alt vnd Newes TeAament.
Die in Berlin beflndliche Originalausgabe trfigt den Names
des Verfassers: Die Geiflliche Leyter zum Himmelreich . .
Aufs heiliger Gdttlicher SchriSt gezogen, in teutfche Reimen
vnd in truck verfertiget . . Durch Georgium Gutknecht Burger
in Nurnberg. 1610. o. 0. 6 Bl. 4. m. 16 Holzsch.
Ein Chriflenlich lied, vom Nammen Chrilt . . Im Thon:
vnd Sfindere willu mit. Geftelt durch Jokan Jacob Friefsen
von Zurich, diener der kirchen Chrifli zu Dubendorff. Ge-
truckt zu Zurich, bey Johannes Hardmeyer, Anno 1613. 4 Bl.
8 21 Str.
WArumb wirft gnennt ein Chrift?
Eines rewenden vnd fterbenden Sunders Schwanengfang.
(11 Yerszeilen.) Getruckt zu ZQrich, bey Johau Hardmeyer,
16ia I 1 /? Bog. 8. (letztes Bl. leer). Verfasser laut hand-
schriftl. Notiz: Chriftoffel Pilgeri.
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M8
ZV mir getretten kommt der Tod,
Vertreibt all Frewd, bringt weh vnnd nohl.
Ein fchon new Geiftlich Lied: Von der geifllichen Ge-
mahelfchafft der Gl&ubigen mit Jefa Chrifto. In der Melodey,
Yon grund des Hertzen mein, ic. Getruckt im Jahr Chrifti
1634. o. 0. 4 BL 8. 11 Sir.
MEim lieben Golt allein,
Hab ich mich gantz ergeben,
Johan Drdsemeieri Lob Gefang, Yon der Menfchwerdang
ynd Geburt vnfers Heylandes Jefu Chrifti. Rinleln, Druckts
Peter Lucius, dero Yniverfite* beflalter Buchdr. Im Jahr
M. DC. XXXIX. 8 Bl. 4.
IM Anfang war das Wort bey Gott ffir alien Zeiten.
Ein Gebfitt-Pfalm, in fehr fchwarer anfechtung wegen der
funden. Vermehrl vmb Techs Stuck, durch Herr Hans Ylrich
Engeler Pfarherr zum Predigern. Getruckt zu Zurich, by Georg
Hamberger, 1644 Kleinfolioblatt m. Einfassung. 12 Str.
ACh Gott vnd Herr, wie grofs vnd fchwer,
Sind myn begangen funden,
Ein fchon newes Kirchengefang nach der Wandlung, oder
Auffhebung des heiligen Sacraments zu fingen. Frewt euch
jhr liebe Sfeelen, ic. Neben noch anderen drey Gelangern,
vor der Predig, vom H. Sacrament, vnd vor der Kinderlehr
zu fingen. Alle in voriger Melodey. Gedruckt zu Cofsnitz
bey Johan Geng, 1646. 8 Bl. 8. m. Titelh. Der wahre Drucker
war Georg Decker zu Bafel. 5, 7, 20 und 5 Str.
1. FRewt euch jhr lieben Chriften,
2. FRewt euch jhr lieben Seelen,
3. FRewd euch jhr Chriften alle,
4. FRewt euch jhr fromme Kinder,
Creutz vnd Troft - Spiegel. Darinnen CHRIST VS vorge-
stellel wirdt. Abgesetzt Yon Friderico Reinhardo SS. Theol.
Stud. M. DC. LXII. o. 0. 4 Bl. 4. Am Schlusse der Reichs-
adler. 15 Str.
GLeich wie Seel dein Brautigsm
Ift weifs vnd roth zufchawen an
Wolriechende, Geiftliche Violblumen, Fur eingr&ndige See-
len: Zur Betrachtung Des Gefatzes: Des Glaubens: Des Ge-
betts: und Der Erlofung: Urn das Chriftliche FrQhlings- oder
Oflerfeft: Aufs dem Luftgarten der heiligen Schrift, in Poeti-
sche Gefeffe gefamlel. Zurich, Bey Joh. Jacob Bodmer. Im
M DC LXIX. Jahr. 56 gez. S. 8. Zufchrift des VerfalTers J. J.
Bodmer Zunftmeifters und Druckerherrn an Jorg Miiller Pfar-
rer zu Thalweil, Joh. Wilh. Simler Infpektor zu Zurich und
Joh. Heinr. Meyer Pfarrer zu Winterthur, dat. Sonntag Lae-
lare, A. 1669.
Poetifcher Ehren- Altar Auff welchen Yor die feythero
Vatterliche Vorforg, auch erwiefene Gut und Wohlthaten zur
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999
Schuldiger Dankbarkeit Dem Allmachligen GOlt Ein inbrfin-
Aiges Preifs-Opffer dargeliefert worden. Gedruckt zu Aug!'-
purg, Durch Andereas Hamer, 1670. 8 Bl. 8. Unler der De-
dication an die reformirten Seelen-Sorger: Job. Schmetao.
SOU der Menfcb dann fein fo trig? der lich docb ein
Chriften nenne:
Gefang, fiber Das Gebfitl des HERREN JEfu Chrifli, vn-
fers Heylands. Welches er alien leinen lieben Jungeren fur-
S'efchriben. In underfchiedenlichen Melodeyen zu fingen . .
m Jahr Chrifli 1672. o. 0. 8 BL 8. Unter der Widmung
J. J. St. (Staffen, Pfarrer zu Weinfelden). 13 Sir.
HErr GOtt du vnfer Vatler bift,
Ffir den wir billich tretten
Ein Geiflliches Recept, und gut Praefervatif, wider die
forcht defs Tods, defsgleichen fur andere fchwahre Kranck-
heiten, und Zufahl des Menfchen, Von Sechs kraftigeo krau-
tern aufs dem heilfamen Garten Goftlicher Schriflt zufammen
gezogen, Und zu Reimensweyfs geftellt Getruckt zu Zurich,
Bey Johann Heinrich Hamberger. 1676. 8 Bl. 8.
Menfcb gedenck der letzten Zeit,
So der Tod mit dem Leben ftreit,
Verzeichniss
der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek
zu Oldenburg.
Von
Bibliothekar Dr. Hersdorf in Oldenburg.
(Fortsetzung.)
147.
Seneca (L. Annaeus) Epistolae ad Lucilium. Rom. Arnold
Pannartz 1475. 1. Febr. fol.
F. 1. a. Incipit prologus beati Jeronimi fuper epiftolis|
Pauli ad Senecam : et Senecae ad paulura. [ ( ) Vcius
Anneus Seneca Cordubenfis, Fotini doyci | difoipulus, Pa-
truus Lucani poetae: continenliffimae | uit» fuit, quern etc.
F. 3. a. Z. 15. Epitaphium Senecae in morte. | Darunter 6
Verse, dann: In ifto fequenti Codice continentur epiftola
moralium rerum quas | compofuit uir eloquentiffimus Lu-
cius Anneus Seneca: ad Lucilu Idifcipulum fuum peraman-
tiffimum tranfmiff®. j F. 3. b. Epl'aft Senecae ad Lucilum
rubrics | libri Primi incipiunt. | Das Register endet F. 8. a.
Z. 32. ell: nifi in quo ratio. EpI'a. C. xxv. it ultima.
Poffum multa. | F. 8. b. leer. F. 9. a. Lutii Aenei Senecae
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9T0
ad Lacilum: Epiftola^ liber | primus: Epistola prima, de
colligenda et exiltenda | fuga teporis. Et non effe paope-
rem cui etia modicu | latis eft. | ( ) ta fac ergo mi Lucili,
uendica (e tibi, el tepus quod | adhuc, aut. etc F. 186. b.
Z. 15. FINIS I Praefens h»c epiflolarum Seneca ad Luci-
lum impreffio In alma urbe Roma in domo nobilis | uiri
Petri de maximis non atramento: plumali j calamo: neq$
flilo areo : fed artificiofa quadam | adinuentione imprimeodi
feu characterizandi : | opus fie effigiatum eft, dei laudem
iduftrisq, | p magift2j. Arnoldo pannartz Alamano eft c<rfu|
matu. Anno lalulis. M.CCCC LXXV. | Die uero Prima Men-
ds Februarii: Sedeu. | Sixto Pon. Max. Anno eias qaarto.
F. 181. a. Lagenregister. F. 181. b. leer. 183 Bl. (nieht
166 wie Dibdin will, oder 167 wie Ebert hat) ohne Blalt-
zahl, Signatur. und Custod. mil 35. 36. 37 Zeilen rdm.
Char. fol.
Panz. II, 455, 191. Hain 14601. Ebert 20677. Dibdin
Bibl. Spencer. II, 345, 425. Das vorliegende ExempL hat
am Rande handschriftliche fiemerkungen.
b. Ulricus Gallus s. Han de Vienna (1467).
Jordanus (Can. Osnabr.) De imperio Romano, s. 1. et a. (Rom.
Ulrich Gallus.) fol. vid. Nr. 153, b.
Potestate (De) Romani pontiflcis et generalis concilii s. 1. el a.
(Rom. Ulr. Gallus.) fol. vid. Nr. 153, c.
c. Monasterium S. Eusebii (1470).
148. a.
Poggius (J oh. Francisc.) Facetiae, s. 1. et a. Rom. monast.
Eusebii. 4.
F. 1. a. 4 Pogii florentini oratoris clariflimi | facetiaru
liber incipit feliciter. I ( ) Vltos faturos effe arbitros. q
has nof|tras confabulationes turn ut res leues | et uiro
graui indignas rephendat U13 | in ornatiorem etc. F. 1. b.
Z. 19 endet der Prolog und sogleich beginnt Z. 20. De
• Caietano paupere Nauclero das Buch, welches F. 76. a.
Z. 23 endet: minum culpa omaifq$ iocandi confabulandiq3
co|fueludo fublata. | «j Pogii Aorentini Secretarii apollolici
facetiajrum liber abfolutus eft feliciter. | F. 76. b. leer.
76 BL m. 30 Zeil. rdm. Char, ohne Blattzahl, Gustoden
und Signaturen. 4.
Panzer IV, 178, 988. Hain 13176.
d. Johannes Gensberg (1473).
Phalaris epistolae lat. p. Francisc. Aretinum. s. I. et a. (Rom.
Gensberg) 4. vid. Nr. 148. c.
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871
Justimanus (Bernardus) oratio apud Sixtum IV. Pontificem
habila. s. I. el a. (Rom. Gensberg.) 4. vid. Nr. 148. d.
Laudivius s. Landivius vita beati Hieronymi. s. I. el a. (Rom.
Gensberg.) 4. vid. Nr. 148. e.
Fortius (Agapitus) epistolae. s. 1. et a. (Rom. Gensberg.) 4.
vid. Nr. 149.
e. Stephan Planck (1479).
148. b.
Nicolaus Episcop. JUodrasensis oralio in funere Petri Cardi-
nalis S. Sixti s. i. el a. (Romae Planck.) 4.
Panz. Ann. If, 452, 174. Hain 11770.
148. c.
Phalaris epislolae lal. p. Francisc. Aretinum. s. 1. et a. (Ro-
mae Gensberg.) (1474.) 4.
F. 1. a. Francifci Aretini in phalatidis (sic) tiranil
agrigetini epiftolas ad illuftrs prin|cipe Malaleflsnouellu a
Halateflis. | PROHEMIVM. | (u) Ellem Malatefla nouelle
princeps illu|ftris. tanla michi dicendi facultate5 da|ri ut
uel preftantie tue uel Phalaridis j noftri epiflolis. etc. F. 3. b.
Z. 4 endet das Yorwort: ftauliam tua mitlam. fed ia pha
larim aodiam9. I end beginnt sofort: Pha. Alabo. S. D.
Das Ganze endet F. 41. b. Z. 26 pbatis. Ted fame bcitalis
pmiu accepifTent. Va. | Phalaridis Tirani Agrigetini Epl'e
ad Illu | ftre principe Malatefta. Per Fracil'co Are I Una
tranflale Feliciter abfolnta (sic) font. F. 42. leer. 42 Bl.
mit 30 a. 31 Zeil. rdm. Char, ohne Blattzahl, Signator and
Custoden. 4.
Panzer Ann. IV, 175. 950. 951. Hain 12872. 12881.
Ebert 16657.
148. d. •
Justinianus (Bernardus) oratio apad Sixtum VI. Pontificem
habila. s. 1. et a. (Rom. Gensberg.) 4.
Panz. An. II, 528, 667. Hain 9643.
148. e.
Laudivius s. Landivius vita beati Hieronymi. s. 1. et a. (Rom.
Gensberg ) 4.
F. 1. a. LAVD1V1VS Eqnes Hyerofolimi-|lamus ad
Franfcino beltrandu bachi t| nonenfem de uita beati Hiero-
nymi. | ( ) Am tuo fepe hortatn francine Hieroni|mi vitas
in lucem efBagitares. Cepi me | cu prius ipfe mirari uehe-
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S79
menter. hanc | flue maio^ etc. F. 10. a. Z. 27 da dele-
ctari fenfero at plura fortaffe ac melio|ra deinceps affe-
ramus. | ET SIC EST FINIS. 10 Blatt m. 30 Zeil. rom.
Char, ohne Blattz., Signal, u. Custod. 4.
Panz. Ann. II, 528, 667. Hain 9943. Das vordere
Vorsatzblalt ein Fragment einer Pergament-Missal-Hand-
schrift; auf dem letzlen Blatte flnden sich handschriftliche
Notaten des 15. Jahrhunderts.
149.
Portius (Agapitus) epistolae. s. 1. et a. (Rom. Gensberg.) 4.
F. 1. a. Agapitus portius romanus domi | no luce de
fenis falulem: I ( ) Alneo regii urbi antiquiflime etruri|ae
eftalem vna rerum ducens ne moe|fticiae cedere qua plu-
rimis moleftat9 I annis laboraui etc. F. 10. b. Z. 28 col-
ligere potui: vale. | Finis epiftolarum agapiti porcii. | 10
Blafl m. 29 Z. rom. Char, ohne Blattz., Signat. and Cus-
toden. 4.
VMlig unbekannter Druck.
(Fortsetzung folgt.)
Bibliothekchronik und Mi s cella nee n.
Berlin besitzt bekanntlich fiinf bffentliche stadtische „Volks-
bibliotheken," deren gediegene Sammlung Jedermann unentgelt-
lich zur Benulzung steht. Dieselben werden denn auch in er-
freulichster Weise benutzt und zfihlten im Jahre 1860. 4058 Le-
ser. Unler diesen waren 382 Beamte, 278 Leser und Litterateur
677 Studenten, Gymnasiasten und Seminaristen, 854 Kaufleute,
Gewerbtreibende und Kiinstler, 1149 Handworker, Gesellen und
Lehrlinge, 239 Arbeiter, 67 Soldaten und 367 Frauen. (Leipz.
Tagebl.) .
S a Tank's Bibliothek ist von der Kaiserl. Akaderoie derWis.-
senschaflen in Petersburg angekaufl worden.
A n t r a g e.
Sollte sich auf einer offentlichen Bibliothek Barth. Gesii
Johannes -Passion befinden, so wQrde die Redaction dieses
Blattes eine gefallige Anzeige dankbarst annehmen.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naurnann.
Verieger : T. O. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEUM.
t it f<f) r i f (
fiir
Blbliothekwissenschaft, llaiidschrif'tenkunde uod
aitere Litteratur.
Im Vereine uiit Bibliothekaren und Litteratur Ireunden
hera usgegeben
V O II
Dr. Hobert Bfaumann.
Afi 18. Leipzig, den 30. September 1861#
Der
Streit fiber den Verfasser des Buchleins
„De Imitatione Christi,"
wie solcher im XVHL Jahrhundert in Deulschland
gefuhrt wurde.
Von
Dr. Anton Rutland,
K. Oberbibliothekar in Wurzburg.
J. B. Malou erzdhlt in seinem weit verbreiteten Buche:
„Recherches hisloriques et critiques sur le veritable auleur
du livre de l'imtlation de Jesus- Christ" l ) den Vorgang mit
folgenden Worten: „A peine cette escarmouche etait-elle ter-
ming en France, que le feu de la guerre reprit en Allemagne.
Ange Maerz, religieux B6n6dictin de Schyr 2 ) s'en prit lout
a coup a la repouse qu' Eusebe Amort avail faile au P. Er-
hard en 1725: c'etait remonter bien hautj.cependantses coups
furent sensibles; ii ouvrit toutes les plaies des Chanoines
1) Trosieme Edit. Paris & Tournai 1858. 8°. S. 26—30.
2) Disseriatio critica, qua libri IV de Imitatione Christi, Joanni
Gersen , de Canabacu , postliniinio vindicantur , auctore Angeto Maerz,
Benedictino Schyrensi. Frisingae 1760. in 8°. 143 pages.
XXII. J&hrgang. 18
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974
reguliers, et forfa le P. Amort, devenu vieox, a rentrer dans
Par&ne.
Le courageux defenseur de Thomas a Kempis accepta le
defi, et comme son adversaire, beaucoap plus temeraire que
ses devanciers, avail soutenu que Gersen avail reellement
appartenu a une famille distinguee d'Allemagne, du nom de
Canabaco, et qu'il avail ete abbe de Verceil, et docteur en
droit canon. Amort d£buta par un petit volume plein de sel,
dans lequel, sous le specieux pr6tente de prouver Texislence
de Gersen, et sa parente avec les Comtes de Canabaco, ii
tourna en ridicule, de la maniere la plus spirituelle, la fable
Gersenistes ! ).
Le P. Maerz ne se tint pas pour batlu ; il repliqua deux
fois dans le courant a Eusebe Amort 9 ), qui 6crasa son ad-
versaire sous le poids de sa Deductio critica, enorme volume
de 350 pages in 4"., public a Augsbourg en 1762. Cet ouvrage
resta sans r6ponse, ainsi que les deux opuscules que le P.
Traulwein avait publies l'ann£e precedente a ). Le Ben^dictin
en fut reduit a publier, sous un litre nouveau'), les chicanes
de D. Delfau et les remarques de Mabillon, qui etaient oubltees
depuis pres d'un sifecle. Ce fait prouve la faiblesse des res-
sources dout les partisans de Gersen disposaient, et la ste-
rility de leurs efforts.
Afin d achever son adversaire abbatu, Tinfatigable Amort
publia, en 1764, un dernier o image, dans lequel il tacha de
prouver que les droits de Thomas a Kempis sont morale-
1) loannes de Canabaco, ex comitibus de Canabaco oriundas ....
Canabaci . . 1760. — Lauteur donne jusqu'aux artnoires des comtes de
Canabaco. Le P. Maerz attribua cet ouvrage au P. Greg. Trautwein,
abbe de YVingen.
2) II publia d'abord: Angelas contra Michaetem .... Frisingae
1761. — Amort lui repondit par son Anticrisis in crisin apologelicam
. . . quain edidit Adolphus de Kempis; in 8°. 64 p. Canabaci 1761 et
Appendix . . . . D. Maerz revint a la charge avec sa Crisis in Anti-
chrisim Adolphi de Kempis ... Monachii 1761. Amort repliqua, la meme
annee, par sa Notitia historico-critica de Codice Veneto ... 64 pag. in
8°. Coloniae, 1761.
3) Lapsus Angeh Schyrensis in libello cui ti lulus: Angelus conira
Michael em . . . detecli el castigati a Greg. Trautwein . . . 404 pag. in
8°. Aug. Vin«l 1761., el Lapsus deteriores Didymi Vercellensis (and.
Trautwein). Ibid. On cite encore Publii Vigilii Wenkerose, canonici Meek-
tinensis in Ibin Sckyrensem carmen laureatum, 24 pag. in b°. Swolis,
1761, que je n'ai pu vojr.
4) Basis firma aedificii Gerseniani a F. Delfau el S. Mabillon . .
posita . . . 264 pag. in .8°. Ralisbonae. 1762. On attribue encore a
A. Maerz: Documenta historica ex chronico Windesemensi etc. . . 104
pag. in 6°. Ratisb. 1762. J'omels la vie de Thomas a Kempis, publiee
en 1762 sous ce litre: Vita venerab. Thomae a Kempis . . . anct. J. A.
Zvngo . . . Yenetiis 1762. Lauteur y prouve que Gersen n est qu'un
fanlOme.
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275
ment certains Ce livre est trfcs-curieux par les nombreux
facsimile des manuscrits de limitation qu' Amort y a inse-
rts; il est, quoiqu'un peu indigeste, avec la Plena informalio,
la Deductio crilica, et les ouvrages de Rosweyde, de Carre et
de Heser, un des meilleurs plaidoyers qui aient ele Tails en
faveur de Thomas a Kempis. Amort mourut peu de temps
apres cette publication, et la controverse expira avec lui. u
Diese Darstellung des merkwurdigen mit Heftigkeit ge-
fQhrten Streiles enlhalt viele Unrichtigkeiten, die aber urn so
verzeihlicher sind, als die Pseudonymitfit in dieser Streit-
sache eine grosse Rolle spielle, mit welch 1 erslerer man nur
dann in's Reine kommen kann, wenn man die Moglichkeit
gefunden hat, einen Blick in die Werkslatte der Manner zu
werfen. die sich an diesem Streite betheiligten ! Dieser Blick
wird aber gestattet durch Einsichtnahme der noch vorhande-
nen Originalcorrespondenz, (welche die k. Hof- und
Staatsbibliolhek unter der Bezeichnung „Codices MolIiani u
aufbewahrt, die insgesammt einst zur beruhmten Bibliothek
des Chorherrenstifles Polling gehorten,) so wie durch Ver-
gleichung der erschienenen Streitschriften selbst, deren man-
che nur noch mit Muhe in einzelnen Bibliolheken auffind-
bar sein durften, indessen solche die MQnchener, als Erbe
Pollings, vollstdndig besitzt.
Die Manner, die sich in diesem Streite bewegten, waren
von Seite der regulirten Chorherren der Praelat des
Stifles Polling in Baiern, Diocese Augsburg, Franc iscus
Tdpsel; sein Stinsdechant Eusebius Amort, der Pralat
des regulirten Chorherren-Slifles Wengen (Ad insulas Wen-
genses) bei Ulm Constanzer Diocese, Michael III. Kuen
und sein Stiflsdechant Gregorius Trautwein.
Yon Seite der Benedictiner waren thatig der Urheber
des Streiles P. Angelus Maerz, Conventual der Ablei
Scheyern, welchem zwei Ordensbruder P. Sebastian
Greuter, Conventual der Schweizer Abtei Rheinau, und
P. Martin Mack, Conventual der Pralatur Wiblingen in
Schwaben, ihren Beistand leisteten, indessen der Reichspralat
Furstabt Johannes Baptista Kraus zu S. Emmeram
in Regensburg eine sehr objetive seiner Stellung wurdige
Haltung einnahm.
Es sei gestattet etwas naher auf diese Manner einzu-
gehen I
Der Mann, der zwar in dem Streite selbst nicht als
Schriftsteller auftrat, aber von Seite der Chorherren alle
Ffiden des Streiles mil fester Hand hielt, das litterarische
Streitmaterial beischaffte, die Manner seines Ordens zum Streite
I) Moralis certiludo pro ven. Thoma Kempensi, coutra Exceptiones
novi Gersenistae Ratisboneosis. in 4°. Aug. Vind. 1764.
18*
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976
aufforderte, ermunterte, trostcteund slarkte, war Franc is cus
Topsel, geboren 1711 am 17. November in Munchen, seil
seinem 18. Jahre in Polling lebend, vvelcher 1744 am 1G.
April zum Probst erw&hll worden war, und als solcher, wie
als Depulirter des Baier'schen Pralatenstandes 52 Jahre wirkte.
„Das Klosler Polling" — so erzahlt einer seiner Biographen
in Wahrheit ') — „wurde erst unler ihm in litterarischer Hin-
sicht beruhmt . . . Sein rastloser EiTer war allein fur die
Aufnahme der Wissensehaflen in seinem Vaterlande besorgt,
zu welchem Ende er, mit grossen Geldkoslen, die Bibliothek
zu einer der sehenswurdigsten Kloslerbibliolheken in Teulsch-
land machte, physikalische und inathemalische Inslrumente
beischaffte, die jungen fahigen Geistlichen seines Stifts zum
Sludiren anhielt, und sie durch Reisen bildele 2 ). Mit vielen
beriihmlen Gclehrten stand er in Briefwechsel, und Jedermann,
der mit ihm personlichen oder schriftlichen Umgang halle,
ruhmte seine Kenntnisse in der Litlerargeschichte, seine scharfe
Beurlheilungskraft und seine Humanitat". 3 )
Eusebius Amort, 1G92 am 15. Januar unweil Tolz
in Oberbaiern geboren, war in's Klosler Polling fruhzeitig ein-
gelrelen und 1717 Priester geworden. Ein wirklich grund-
licher und viclseitiger Gelehrler von nahezu Europaischem
Rufe, welcher, wie sein Lobredner Graf Savioli Corbelli
in dem akademischen „Ehrendenkmal des verstorbenen Eu-
sebius Amort . . . Munchen 1777 u meldet, fiber sechzig
grosse und kleine Schriflen zum Druck gab Amort
selbst war 1720 der Slifler einer lilterarischen Gesellschaft
geworden und der Herausgeber des „P amass us Boicus",
wie er denn auch eines der ersten Mitglieder der Munchner
Akademie der Wissensehaflen wurde 4 ). Amort starb 1775
am 5. Februar im 84. Jahre.
1) Vergl. C. A. Baader, Lexikon verstorbener Baierischer Schnflstel-
ler des ac hlzehnien und neuozehnten Jahrhunderls. Augsb. 1624. I r Bd.
2r Theil. S. 263.
2) So z. B. den ausgezeichnelen Gerhoh Steigenberger, geb.
20. April 1741. zu Peissenberg, f 5. Aug. 1787. als Hofliibliothekar in
Munchen, den er von 1763 an drei Jahre in Paris, und zwei Jahre lang
in Kom sludiiun liess, urn ihn namenllich zutn Idciitigen Bibliolbekar zu
bilden.
3) Der gelehrte Biiefwechsel dieses Mannes, den er in alien Theilen
Europa's unlerhicll, ist eine unscbalzbaie Quelle fur die Geschichie und
Lilieratur. Seine eigenen Brief'e haben sith von 1756 an — in Copial-
banden, die er duich einen sprachkundigen Kammerdiener ferligen lirss
— erlialleu. Sein Werk „Bibliolheoa Scriptorum Ordinis Canonicorum
regiilarium S. Augustini," auf 20 Foliobande seiner Handschrifl ange-
wachsen, katn mcht tnehr zum Druck. Gedruckt sind bios von ihm:
Siiccincta inlbrmatio de Canonia Pollingana. etc. Gunzburg. 1760. fol.
und: Elenchus ououiasiicus Scriptorum Ordinis Canonicorutn regular.
S. Augustini. Goltingae 1762 4°.
4j Das Protocoll der Munchner Akademie der Wissensehaflen (bei
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277
Michael Kuen, geboren 1709 am 9. Februar zu Weis-
senborn, einem ehemals vorderosterreichischen, nun baierschen
Sladtchen, war sr-hon 1727 als Novize in Wengen eingetre-
ten, war 1733 am 25. Marz Pries(er geworden, von den Slifts-
capitularen 1743 am 27. Januar zam Decan und 1754 am 2.
Dec. zum Stiftspropsl gewahll. Der an seinein Sterbetage am
10. Januar 1765 ausgegebene Rotulus '), sicher aus Traulwein's
Feder geflossen, schildert ihn als: Mira judicii vi praeditus,
alque incredibili optimarum cogitationum copia dives . . .
Aflabili conversatione, suavi eruditoque lepore, quae inter
homines dos rara est, amicos sibi Canoniae palronos fecit . .
Commissi sibi gregis pastor fnit bonus, non mercenarius.
Baculo usus est ad erigendum, non ad deslruendum, ad ful-
ciendum, non ad Tenendum . . . Fuit poeta, orator, philoso-
phic, malhematicus, historicus, theologus, polemicus, ascela,
crilicus. Neque ullum scienliarum aut arlium liberalium genus
fuit, quod perspicacissimi viri intellectum fugeril u . Als Schrift-
sleller ist er dureh seine Collectio Scriptorum rerum histo-
rico-monastico-ecclesiasticarum variorum religiosorum Ordi-
num. Ulmae 1756— 176(1 Foliobande" ruhmlich bekannt, so
wie seine gegen den Goltinger Professor Walch einst gerich-
tele Schrift, die er unter dem Namen Eusebius Engel-
hard herausgegeben hatle: ^Lucifer Wittenbergensis , oder
vol Istandiger Lebenslauf der Catharina von Bore,
des vermeinten Eheweibes Dr. Martin Luthers u in zvveiter Aus-
gabe erschienen „Landsberg 1749" ungemeines Aofsehen ge-
macht und sich in erster Auflage die Confiscation — in Folge
Auftretens des Corpus Evangelicorum zu Regensburg — zu-
gezogen hatte.
Sein Dechant und Nachfolger in der Wengener Pralalur
Gregorius Trautwein war 1711 zu Asch im Algau ge-
boren, hatte zu Mindelheim, Augsburg und Dilingen studirt,
war frfihzeitig in Wengen eingetreten , dessen Pralat er un-
miltelbar nach Michael Kuen's Tod wurde. Vom Schlage ge-
ruhrt resignirte er am 4. November 1785 und starb im selben
Jahre — wie der Sterbrotul sagt „munitus e vigilia sua in
Vigilia divi Thomae Apostoli circa 5 u,n matutinam Vigil de-
cessit anno aetatis septuagesirno quinto, Professionis quinqua-
gesimo tertio, Sacerdotii quadragesimo nono, regiminis vige-
simo primo inchoato. u Auch Trautwein war ein vielfach gebil-
deter und namentlich im canonischen Rechte erfahrener Mann.
Westenrieder : Geschichte der baierischen Akademie der Wissenschaflen.
Krster Theil. Munchen. 1784. S. 13.) sagt: „Den 19. Od. 175S gab man
dem Kusebius Amort, reg. (Ihorherrn und Oechanl zu Polling, als alle-
stem noch lebendem Milglied des Parnassi boiri , von dem Vorhaben,
cine historische und philosophische Akademie zu errichten , Nachricht .**
1) Zwei Kxemplare dieses seltenen Products — sicher in Ulm pe-
druckt, und je aus einem Foliobogen bestehend, finden sich Cod. Moll. 59.
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978
Blickt man nun auf die Seite der Benedictiner, so war
hier vor alien anderen thatig der Urheber des erneuerten Slreits
P. Angelus Maerz, welcher, zu Schlechdorf in Oberbaiern
1731 geboren, seineu ersten Unterrichl in Polling und Frey-
sing erhalten hatte. Er war 1749 in das Benedictinerstift
Scheyern eingetrelen, hatte da und an der Universitat In-
golstadt seine Studien, worunter anch das der Rechtswissen-
schafl, vollendet und war bald nach der im Jahre 1757 empfan-
genen Priesterweihe Inspector des Scheyerer Studiensemi-
nars, Professor der Philosophie und Theologie, wie auch Bi-
bliothekar seines Klosters geworden. Maerz war ein Mann
nicht ohue Kenntnisse, jedoch weit hinter seinen Gegnern zu-
ruck stehend und von vielen Urtheilen seiner Zeit befangen,
wie namentlich seine Schrift: „Kurze Vertheidigung der lha-
tigen Hexerei und Zauberei, wider eine dem heil. Kreuz zu
Scheyern nachtheilige akademische Rede '). Freysing. 1766 u
sattsam zeigt. Maerz war spater in Folge eines Jagdunglficks
auf einem Auge erblindet und starb bereits 1784 am 3. Fe-
bruar.
P. Sebastian Greuter war Professor an derKloster-
schule zu Rheinau und ist sonst unbekannt.
P. Martin Mack wird in einem Briefe Kuens selbst
vom 21. Juni 1762 geschildert: „Martinus Mackius homo est
jam 50 annorum aut annorum 52 vel 53. Publicum magistra-
turn nunquam gessit in ordine; etsi vir plane eruditus sit,
nunquam tamen aut Professorem alliorum scientiarum egit,
aut publico officio fuit admotus, et nunc Bibliothecae et con-
fratemitatis S. Crucis praefectus est. u Am 23. Dec. 1762
schreibt er dann weiter: „Bibliolhecarii munere a moderno
Praesule absolulus nunc est. Sed quomodo promotus? Jus-
sus est moderalorem studiosae juventutis agere, el in se
suscipere docendae Rhetoricae provinciam." P. Martin als
Profess der Pralatur Wiblingen, in welcher der benachbarte
Propst Kuen sehr bekannt war, stand fruher selbst mil letz-
terem in naherer Verbindung, wie aus der folgenden Mitthei-
lung vom 21. Juni 1762 hervorgeht. „P. Martinus Mackius
Wiblinganus Monachus, est ille ipse, qui geminos lomos,
contra Oliverium (Legipontium) scripsit, mihique inscribere
voluit. Primum tomum legi, in quo fere perpetuo Oliverius
nomine Diaboli honoratur! Facultas tamen ipsi a Congre-
gations praesule, Abbate Weingartensi , denegata fuit, hoc
scriptum suum edendi. Hie ipse Martinus Mackius me insti-
gavit, ut scriberem contra Oliverium, et R*»«» Zwifaltensis,
1) Es war diese Schrift der akademischen Rede, welche 1766 von
D. Ferdinand Sterzinger ,,von dem gemeinen Vorurtheile der wirkenden,
und thaligen Hexerei" gehalten word en war, entgegengeselzt. Vergl.
Westenrieder a. a. 0. S. 154.
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970
at moverem publice contra Magnoaldum Ziegelbauerum , pro-
pterea integrum cistam documentorum mihi trausmisit —
Martin Mack war 1712 am 8. Oct. zu Dillingen geboren,
legte 1729 in Wiblingen die Ordensgelubde ab, ward 1737
am 22. Dec. Priester, 1732 Professor am Gymnasium des
Stifles Kempten und zuletzt Seelsorger seines Stiftes in Un-
terkirchberg. Er starb 1776 am 21. December 2 ).
Endlich ist bezuglich des Furstabtes Johann Baptist
Kraus zu bemerken, dass solcher 1700 am 12. Januar zu
Regensburg selbst geboren ward, schon 1715 in den Bene-
dicliner-Orden eintrat, seine Bildung in den Pralaturen Ober-
allaich, Prifling und Michelfeld erhielt, und 1721 zur Vollen-
dung derselben nach Paris iu das Kloster S. Germain ge-
schickt wurde Nach seiner Ruckkehr versah er alle mog-
liche Stellen im Reichsstifle, selbst die eines Architec-
ted bis er 1742 am 24. October selbst zum Furstabte des-
selben erwahlt ward. Er selbst hatte nahezu an 40 Schriflen,
theologischen , juridischen und kirchengeschichtlichen Inhaltes
vom Jahre 1733 an herausgegeben 3 ). Er starb im selben
Jahre, in dem er sich an diesem litterarischen Slreite belhei-
iigle, 1762 am 14. Juni.
Der Wessobrunner Benedictiner P. Thomas Erhard 4 )
hatte im Jahre 1724 eine neue Ausgabe der Imitatio Chri-
sli unter der Aufschrift veroffentlicht :
Libri quatuor de imitione Chrisli magni, et ven. servi
Dei Joannis Gersen de Canab aco , ordinis
sancti Benedicti, Abbatis Vercellensis in Italia, ad
commodiorem usum io versibus distribute una cum
novis coucordantiis studio H. P. Thomae Aq. Er-
hard, Benedictini Wessofontani. Cum licentia supe-
riorum et speciali sac. Caes. et Regis Cathol. Majestatis
1) Bereits in einem friiheren Briefe vom 22. Dec. 1760 kommt die
Aeusserung vor: „Scio Sueviae Abbates risuros, si Satyram meam le-
Seriiit. I\ihil tamen in ilia jurundius ill is occurret quam Epitaphium
Uverii et honorifica in illo mentio P. Magnoaldi Ziegelbaueri Hoc Par
nobile fratrum horom omnium odia sibi conciliarunt. Sunt mihi origi-
ualia documenta ad nianum, quibus ambo hi Gyrovagi monachi niger-
nmis coloribus depingunlur. P. Martinus Mackius, BibHothecarius Wib-
lingensis duobus spissis tomis in Folio utriusque hujus scriptoria error es
et catumnias delexit, sed minquatn impetrare potuit a Congregations
Praeside illos edendi licentiam"
2) Vgl. „Braig, kurze Geschichte der . . . Abtey Wiblingen in Schwa-
ben. Isni 1834." S. 318-319 , ,
3) Sie finden sich bei Meusel : Lexicon der vom Jahr 17o0 bis 1800
verstorbenen Teutschen Schriftsteller. Band VII. Leipzig. 1H08. S. 318—
3*^2 verzeicbnet.
4) P. Thomas v. Aquin Erhard, geboren 1675 am 9. Nov. zu Sladel
in Oberbaiern, trat 1695 zu Wessobrnnn in den Benedictiner -Orden,
ward 1702 Priester, und entwickelte von 1715 an eine grosse sthrifl-
stellerische Thatigkeit. Er starb 1743 am 8. Januar.
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380
privilegio. August ae Vindelicorum. Sumptibus
Joannis Strotter Bibliop. Typis Antonii Maximiliani
Heis. MDCCXXIV. 8°. 280 pgg.
Als drilten Theil hatte er dieselben Bficher unter dem-
selben Tilel: „Elegiace redditi paraphraste R. P. F. Thoma
Mezlero Monacho Zwifallensi. 182 Pgg. beigefugl Gewid-
met war die Ausgabe dem Baier'schen Geh-Rath Franz Jo-
seph Baron von Unertl. Die Ordensapprobation , ertheilt
von dem Prases der Baier'schen Benedicliner- Congregation
lid ep lions, Abt zu Weihenstephan , sagte ausdrucklich : . .
Concedimus, ut Libellus vere aureus de Imitatione Chrisli,
nosiri Gersenis Abbatis Vercellensis . . . typis edi possit.
Die Vorrede des P. Erhard war sehr bescheiden, indem
er §. III. beztiglich des „Auctor Opusculi u bemerkt: „Caete-
rum in fronte Opusculi juxta exemplar Romanum retinui nomen
Yen. Joannis Gersenis. Idque debeo observantiae sacro ordini
meo, in quo a prima juventute nutritus et educatns sum, de-
bitae. Ac inde spero Tore, ut nemo mihi vitio vertat, si ego,
alias vias ingredi penitus inexpertus, sequar Majores meos. u
Er fiigt bei: atlamen longo jam tempore in historia versatus
ab adversa sententia, quam certam rebar, in Patrum nostro-
rum sensa me jam compelli sentio. Hierbei berief er sich
„velutiper lransennam u auf Johann Mabillon's Italienische Reise
und die Einsichlnahme des Codex der Imitatio im Jesuiten-
Colleg zu Arona, der bekanntlich in dieser Slreitsache eine
wichtige Rolle spieltl
Das war nun fflr den Orden der regulirten Chorherren
des h. Augustinus in Baiern zuviel! Sie betrachleten jene
Ausgabe des P. Erhard als einen Schlag, den der Benedic-
liner-Orden gegen die Chorherren fuhre, welcher nicht stille
hingenommen werden konne. Soforl mussle einer der fahig-
sten Manner, den damals dieser Orden besass, in die Schran-
ken fur Thomas a Kempis treten, und dieser Mann war
P. E use bius Amort, der innerhalb weniger Monate ein
Buch von 334 Octavseiten unter dem Titel schrieb und her-
ausgab:
»Plena ac succincta Infortnatio de statu to-
tius controversiae, quae de Authore libelli de Imita-
tione Christi inter Thomae Kempensis Canonici Ne-
gularis et Joannis Gersenis Ordinis S. Benedicti Ab-
batis patronos jam a centum annis agitatur, ubi simul
utriusque partis Argumenta juxta leges Artis Criticae
expenduntur. Aulhore R D. Eusebio Amort, Ec-
clesiae Collegiatae ad S. Crucem Pollingae Canonico
regulari, Bibliothecario ac SS. Theologiae Professore.
Cum Facultale Superiorum. Augustae Vindelico-
rum, apud Antonium Bonaventuram Bissoni, Biblio-
polam An. MDCCXXV. U
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381
Dasselbe ist den „Reverendissimis , perillustribus , prae-
nobilibus et amplissimis Dominis Sacri, Canonici el Aposto-
lici Ordinis Canonicorum regularium S. Augustini per Boja-
ham Praepositis et Abbatibus." gewidmel. Die bischdfliche
Approbation beginnt: „Si disceptaliones inter catholicos rite
flant et bene inlelligantur, non pariunt scandalum, sed faciunt
etiam ad fldelium aedificalionem. w Vernehmlich spricht die „Li-
centia u des „Praesulis PoIlingani. u — Propst Albert lasst
sich namlich dahin aus: „Prodierunt typis Augustanis anno
praeterito Libri 4tuor de Imitatione Christi sub nomine Joan-
nis Gersen de Canabaco Ord. S. Benedicti cum annexa prae-
fatione suadente eundem illorum librorum Authorem esse, non
Thomam Kempensem Can. Regularem. Cum autem hoc contra
fere omnium ( except is R. R. P. P. Benedictinis) opinionem sit,
el ne Ordo Canonicus tacens consentire videatur, allata ibidem
argumenta Gerseniana dissolvere, ac probationibus solidis in
anliqua ducentorum prope annorum possessione Thomam
Kempisium slabilire conatus est R. D. Kusebius Amort. u
Amort selbst sagt: „Ne silentium nostrum errores ejus-
modi approbare videatur edere jussus sum argumenta in-
viclae semper, atque immobilis veritatis . . . Pareo ergo, quia
sic mihi incumbit parendi necessitas. Promitlo notitiam totius
controversiae plenam ac succinctam, in septem partes distri-
butam. In prima oslendam, cl. Edilorem librum de imitatione
Joanni Gerseni adscribere infeliciter attenlasse. In secunda
profero summariam notitiam omnium eorum, quae in prae-
senti controversia gesta sunt. In terlio monslrabo, pleraque
Gersenistarum argumenta ne quidem umbram habere posse
verae probabilitatis; duo vero fortissima illorum argumenta
contra Kempensem pugnantia, quae aliquam praesumptionem
pariant, opposita morali certiludine enervari. In quarla parte
discutiam argumenta, quae contra Joannem Gersen de Cana-
baco Italum militant, atque evincam, ea proxima esse demon-
strationi. In quinta ea argumenta proferam, quae pro Joanne
Gersen faciunt, atque ostendam, ea nullam parere cerlitudi-
nem, sed nudam, si seorsim spectentur, apparenliam aliquam
ac praesumptionem ; quae tamen comparative sumpta ab op-
posita morali certiludine merito enervetur. In sexta produ-
cam argumenta pro Kempisio, eaque moralem certitudinem
parere demonstrabo. In septima denique parte ea documenta
producturus sum, quorum fidei probationum mearum vis robur-
que innititur. u
Es ist dieses Buch urn so merkwurdiger, als es die Grund-
lage alter spateren Amorfschen Arbeiten Qber Thomas von
Kempis geworden ist, deren letzte die „Moralis certitudo pro
YEN. THOMA KEMPENSI" nach 40 Jahren war! Uebrigens
verlaugnete Amort die Quelle, aus welcher er schdpfte, kei-
neswegs. „Snbsidiis polissimum usus sum ex Manuscriptis
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989
A. R. P. Heseri 1 ) Societatis Jesu Presbyteri ineditis, alque a
Reverendissimo Canoniae Diessensis Praeposito mihi gratiose
communicalis. Continent haec Manuscripta Apologiam pro
Thoma Kempensi ex centum partim manuscriptis, parlim im-
pressis sub nomine Kempisii codicibus, ac plusquam ducenlis
pro Kempisio pronuntianlibus authoribus adornalam ; opus
profecto vastum, ac mira eruditione referlura. u
Eiue Antwort erfolgte von Seile der Benedictiner nicht
Unterdessen ward in Coin eine neue Ausgabe der Werke des
Thomas von Kempis veranstallet. Der lmitatio selbst ward
nun folgende Arbeit Amort's beigefugt:
Scutum Kemp ens e sive Vindiciae quatuor libro-
rum de imitatione Chrisli, quibus Thomas a Kempis
contra Joannem Gersen in sua a tribns saeculis non
interrupta possessione stabililur. Ubi simul utriusque
partis Argumenta pro et contra expendunlur. Authore
A. R. P. Eusebio Amort etc. etc. Coloniae
Agrippinae. Sumplibus Henrici Rommerskirchen,
Bibliopolae. Anno M.DCCXXV1II. Permissu Superiorum.
4°. 67 pagg.
In dem kurzen „Prologus u sagt Amort: „Vindicias has 5
Pariibus absolvo. In 1 trado summariam notitiam scriplo-
rum, quae in hac Controversia prodierunt. In 2 expendo Ar-
gumenta contra Kempensem afferri solita. In 3 Argumenta
pro Joanne Gersen. In 4 Argumenta contra Joannem Gersen.
In 5 Argumenta pro Kempensi mililantia deduco. u
Im Ganzen liegt dieser Arbeit die „Plena ac succincla
inforrnatio u oft selbst wortlich zu Grunde, jedoch isl das 5te
Capitel, namentlich die „Similitudo quoad phrases, et verba
alioquin barbara, aut minus bonis authoribus usitata" etc. etc.
weitlaufiger ausgearbeitet.
Gleichzeilig liess Amort im Vlllten Theil der vom dama-
ligen Memming'schen Stadlbibliolhekar J. G. Schelhorn her-
ausgegebeuen „Amoenilales literariae. Francof. et Lipsiae
1728. w pag. 391 — 442 eine „EpistoIa critica *** C. R. P. ad
T. D. L. C. de punclis controversiae Kempisianae praecipuis u
drucken, 2 ) welche 3 Puncte behandelte.- §. I. Quaenam pro-
dierint novae Gersenianae vindiciae — namlich vom Jahre
1) Amort sctireibt: „Qui olim in causa Kempensi victor A. R. P.
deorgius Heserus S. S. Praesulibus Bojariae Canonici ordinis vivens
Obeliscum Kempensem posuit, per me redivivus iisdem hoc servatum
felicitcr e certamine Sculvm appendit" etc. etc. Daher wohl der Titel
der folgenden Schrift: SCUTUM Kempense.
1) Amort sagt es selbst in der Praefatio seiner „Deductio critica. (<
„Eodem anno 1728 CI. Schelhornius , cujus eximia talenta tminentissi-
mns Cardinalis QUtRINUS clar. mem. Benedictini Ordinis illustrissimum
sydus, suo commercio Episiolico olim honorat, Rpistolam meam Criti-
cam de hac ipsa materia Tomo VIII. Suis Amoenitalibus litter ariis in-
tolit,* 4
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•83
1725 an. $.11. Quodnam sit meuro de his vindiciis Gersenia-
nis Judicium? Diese Frage beanlwortet er dahin: ? ,Dico: Pro-
babilitatem argumemorum ex omnibus his vindiciis pro Ger-
sene conlra Thomam K conflatam secundum leges criticas
ad summum esse ut :, / l0 , adeoque nullam." III. Ad quam
summariam Demonslrationis formulam totius Causae Kempi-
sianae merilum constringi possit? Er antwortel „Thomam
Kempeusem esse aulhorem libri de imilalione. 1. Quia Co-
dices MSS. et Aulhores, Thomae Kempeusi coaevi plus quam
sexaginla eidem librum de lmi(a(ione adscribunt. 2. Quia col-
lectio propemodum infinita proprietatum el accidentium in
authore libri de Imilalione et Thoma Kemp, eadem, qualis
nuspiam in duobus diversis authoribus oslendi potest." Dieses
das Resultat der Forschungen, die Amort in seinem Scutum
niedergelegt hatle!
(Fortsetzung folgt)
A n z e i g o.
Katalog der Aargauischen Kantonsbiblio-
thek. Ersler Theil : Alphabclischer Katalog Zwei-
terBand. H— Q. Aarau, 1800. Gedruckt bei Eduard
Albrecht. 809 SS. Gr. 8°.
Ueber den ersten Band ist im Serapeum, 1858, S. 186—
191, ausfuhrlich berichtet, und muss ich auf diesen Bericht
die Leser verweisen, da ich Wesentliches nicht hinzuzufiigen
weiss. Auch die Titel der unter H— Q verzeichneteu Schrif-
ten sind mil grosser Sorgfall abgefassl; die in einem alpha-
belischen Katalog, der wirklich nutzliche Oienste leislen soil,
unentbehrlichen Verweisungen findet man uberall, wo sie nolh-
wendig sind, z. B. bei Histoire, Hisloria, Historie, Lettre und
Lellres, Memoires, u s. w. Dass die Aargauische Kanlons-
bibliolhek, die zu den jungeren offentlichen Buchersammlun-
gen gehorl, bereils von ansehnlichem Umfange ist, wird man
aus den folgenden Angaben entnehmen: H, S. 1—121, I, S.
121—189, K, S. 189-248, L, S. 249-379, M, S. 379—565,
N, S. 565—610, 0, S. 610-656, P, S. 656-803, Q, S. 804
—809. Reichhaltig, von mehreren griechischen und lateini-
sehen Classikern abgesehen, sind die Artikel: Hieronymus
Slridonensis, Imitatio Chrisli (S. 126—128), Flavius Josephus,
Justinianus, Ath. Kircher, Phil Labbe, Corn, a Lapide, Leib-
nitz, Just. Lipsius (S. 335 — 338), Ludovicus Grandensis (S.
367—370), Mabillon, Marlyrologium, Leonh. Meister, Aloysius
Merz (S. 483—489), Aubertus Miraeus, Missale, Muratori,
Joan. Nass, Officia, Pelbartus de Themeswar, Psalmi.
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284
Auch in diesem Bande beflnden sich manche bibliogra-
phische Merkwiirdigkeiten und Seltenheiten ; die Bibliothek be-
silzt z. B. drei Aasgaben der peinlichen Gerichls-Ordnang
Karl's des Funften, Meyntz, Iuo Schoffer, 1538, 1) imm monat
Hornung, 2) auff d. lGten tag d. Augustmonats, 3) am 18ten
tag d. Octob. vollendet, alle in Folio, und die Ausgabe Ft,
Wolff, 1565, in Quarto; ferner:
1) Maire de Beiges, Jean Le), Lepistre du Roy k Hector de
Troye. Et aucunes oeuures assez dignes de veoir. (Av.
gravv. en bois.) 4°. Par., Geoffroy de Marnef, 1516.
2) — Les Illustrations de Gaule et Singularitez de Troye.
Auec les deux epistres de lamand Verd. (Av. gravures
en bois) 4°. Par., Engelbert et Jan de marnef, et pierre
viart. — Le second liure des Illustrations de Gaule: et
des Singularitez de Troye. 4°. Par., Geffroy (sic) de
marnef, 1516. — Le tier (sic) Liures (sic) des Illustra-
tions de Gaule et Singularitez de troye, Intitule nouuel-
lement de France Orientale et Occidentale. (Av. gravures
en bois.) 4°. Par., Enguillebert et Jehan de marnef et
Pierre viart
3) — La legende des Venetiens. Ou aulrement leur cro-
nicque abbregee. Par laquelle est demonslre le tresiuste
fondement de la guerre contre eulx. La plaincte du de-
sire Cestadire la deploration du trespas de feu monseig-
neur le conte (sic) de Ligny. Les regretz de la dame
inforlunee. (Av. gravures en bois.) 4°. s. 1. n. d. E. G.
de iMarnef (Paris).
4) — Le Iraictie (sic) de la difference des Scismes Qsic)
el des Concilles (sic) de leglise. Et de la preeminence
et vtilite des concilles: De la saincte eglise Gallicaine.
De lentretenement de lunion de princes La vraye hystoire
et non fabuleuse, du prince Syach ysmail dit Sophy. Et
le saufconduyt que le souldan bailie aux Francoys (sic)
pour frequenter en la terre saincte. Auec le blason des
armes des Venetiens. 4°. Paris, Englebert et Jehan de
Marnef et Pierre Viart, 1517.
5) Heures. Les presenles heures a lusaige de Romme furenl
achenez le XI iour de Decembre Lan mil CCCC 1IIIXX
et dixhuit pour Simon voslre Libraire: demourant a Paris.
(Av. 16 figg. et bordures peintes.) 8°.
6) — a lusaige de Romme nouuellement imprimees, esquel-
les a plusieurs belles hystoires de la bible, auec les
figures de lapocalipse, la dance (sic) macabre, et plu-
sieurs aulres. 8°. Par., Thielmann Kerver, 1507.
Bei 1, 2, 4, 5 und 6 hat der Verfasser bemerkt, dass diese
Ausgaben Ebert und Brunet unbekannt.
Hoffentlich wird der dritte Band nebst Anhang (Flug-
blatter) des ersten Theiles bald nachfolgen. Dann stehen
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ass
noch sehr interessante Parlieen der verdienstvollen Arbeit des
Herrn Bibliothekar Dr. Heiririch Kurz zu erwarlen, nam-
lich: ein zweiter Theil in vier Abiheilungen, von denen die
ersle eine sys te matische Uebersicht der sammtlichen
Druckschriften in der gedrangtesten Fassung, die zweite ein
raisonnir endes Verzei cimiss der vorhandenen Incu-
nabeln, welches schon druckfertig isl, enthalten werden;
die dritte Abtheilung soli eine Uebersicht der Qbrigen selte-,
nen oder aus irgend einem Grunde merkwurdigeu Biicher mil
kurzen bibliographischen Nolizen, die vierte ein vollslandiges
Verzeichniss der sammtlichen Handschriflen der
Kantonsbibliothek bilden.
Hambur 8 Dr. F. L. Hoffmann.
Verzeichniss
der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek
zu Oldenburg.
Von
Bibliothekar Dr. Merzdorf in Oldenburg.
(Fortsetzung.)
XXVII. Rostock
Fralres communis vitae ad Sot. Michael (1476).
150. a.
Bernardus (Sanctus) Sermones fuper cantica canticorum. Ro-
stock fratres vitae communis 1481. 5 cat. Aug. fol..
F. 1. a. Col. 1. (roth gedruckt) Repertoriu notabiliu
fentenciarn in omelias mel | liflui doctoris bernhadi (sic)
fuper cantica canticoru. | (schwarz) ( ) bel alacri Cayn
contraclo vultu obtulit. | Abraha cu iuftis omnibus cf.lxxj. b|
expectat. etc. F. 4. b. Col. 2. Z. 37 endet das Register:
Zelus dei in preuaricantes. lxix. b et infra. | (roth) Quii-
quis videris hoc repertorium fi ad vngucm in | puncto no
inneneris (sic) quod queris leges pauliiper vel | fuperiora vel
inferiora et non fraudaberis. Memen|to non potuiffe in fer-
mone conlinuo z indiftincto ta|enucliate fingula difcerni q3
fi per articulos vt apud | nos Deri folet oracio foret degel'ta.)
F. 5. a. (roth) Incipiunt fermones egregij atq5 melliflui
doctoris beati | bernhardi Clareuallenfis abbatis Sup can-
w
tica canticoru | (schwarz) ( ) obis fratres alia q5 alijs
de fecl'o: aut cer- | te aliter dicenda funt. etc. F. 207. b.
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986
Z. 35 Taper omnia deus benedictus in fecula. Amen . . .
Deo gras. | F. 208. a. rolh. Ad laudem et gloriam omni-
polentis dei. gloriole virginis | marie, et omnium fancied.
Finiunt feliciler eleganiiffimi at5 | pulcherrimi fermones
beati. Bernardi clareuallefis abbatis | doctoris melliflui
Toper Cantica canticorum Tuma cu diligen | cia correct!
atqs imprefl'i in Rozftock per fratres Cois vile. | ad Tanclu
Michaelem. Anno a nativitate domini. Millefimo | quadrin-
genteTimo ocluagefimo f>mo qnlo Kaledas AnguTti. | Dar-
unter das Druckerzeichen, die Weltkugel mit Kreuz. 208
Bll. m. 37 Zeil. ohne Blattzahl, Signatur ti. Custoden. fol.
Panzer II, 558, 3. Hain 2856. Lisch, Gesch. d. Buch-
druckerk. in Mecklenb. S. 51 ff.
150. b.
Albertus Magnus opus in evangelium: Missus est Gabriel
angelus. s. 1. et a. fol.
Panzer An. IV, 79, 19. Hain 463. Auf den Deckeln
sind 2 Pergamentblatler einer Missalhandschrift eingeklebt.
XXVlll. Speier.
Petrus Drach (1477).
151.
Vocabularius juris utriusque. Speier Peter Drach 1477. 18.
Mai. fol.
F. 1. leer. F. 2. a. (mit Signal, a 2) Incipit vocabu-
larius Juris utriufqs | ( ) vonia iuri operam datura | prius
nolle oportet vnde | nomen iuris del'cendat. ff. de iu Hi. el
iu. I. | i. in principio. Etiam vt ait Phus primo | Elenco2i
etc. F. 230. b. Z. 17 diat q Tine fine viuit el regnal. Amen |
Finit feliciler opus egregiu Vocabulary Juris vtriusq$ || im-
prelTum infigni in ciuilate Spirenfl per Pelrum Drach | Sub
anno diiice incarnacionis. M.cccc.lxxvij. menfis May | die
decima octaua. | 230 Bl. mit 40 Zeil. goth. Char, mit Sign,
ohne Blattzahl und Custoden. fol.
Panz. Ann. Ill, 18, 3. In unsenn schonen Exemplar,
das dem Kanzler Ludwig gehorle, sind die Initialen ge-
malt und namentlich Blatt a, das Q. und A. sehr schon
ausgefuhrt und mit Arabesken verziert, zwischen denen
sich Drach's Wappen, ein Drache, gut ausgefuhrt vorfindet.
152.
Calderinus (Johann.) auctoritates decretorum. Speier. Petr.
Drach. 1481. fol.
Panz. Ann. Ill, 21, 15. Hain 4247.
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287
153. a.
Franciscus de plalea opus rcstitulionum usurarum et excom-
municalionum. Speier (Peler Drach) 1489. fol.
Panz. Ann. Ill, 25, 35. Hain 13041. Unser Exemplar
ist schlectat gehallen.
153. b.
Jordanus (Canon. Osnabr.) De imperio Romano, s. 1. et a.
(Rom. Ulrich Gallus s. Han de Vienna.) fol.
Panz. Ann. II, 549, 833. Hain 9437. Das hies. Exem-
plar hat am Rande handschr. Nolen.
153. c.
Potestate (De) Romani pontificis et generalis concilii. s. 1.
et a. (Rom. Ulrich Gallus s. Han de Vienna.) fol.
F. 1. a. De poleflate Romani Pon | tificis Et Generalis
Concilii. | ( ) Uero pmo Vndea a quo Roman9 po | tifex
habuit poteflatem. Refpondeo. q> habu | it immediate a
deo. etc. F. 13. b. Z. 30. Cantoribus refpodentib9. Te ro-
gamus audi nos. | Finit. Feliciter. | F. 14. leer. 14 Blatt
ohne Blattzahl, Custoden u. Signatur, mit 36—37 Zeil. rOm.
Char. fol. Unbekannter Druck.
153. d.
Lanfrancus de Oriano de Brixia. Repetitiones. Coin. Koelhoff.
1488. fol.
Panz. Ann. I, 299, 159. Hain 9882. Dem hies. Exem-
plar fehlt das Register. Der ganze Band gehdrte Remmer
voh Seedyck.
154. a.
Guillermus s. Guilerinus Postilla super epistolas et evangelia.
s. I. et a. (Speier. Drach.) fol.
Panz. Ann. Ill, 28, 59. Hain 8226.
154. b.
Albertus Magnus Sermones notabiles de tempore et de San-
ctis, s. 1. et a. (Speier, Drach.) fol.
Hain 469. Fruher im Besilz des Klosters Abdon und
Sennen zu Ringelheim. Einiges handschrifllich am Rande
bemerkt. Auf den Vorsatzblattern Pergamenthandschrift
eines alten Missale's.
155.
Jacobus de Clusa sermones dominicales per anni circulum.
s. 1. et a. (Speier, P. Drach.) fol.
Panz. in, 30, 72. Hain 9334. Das hiesige Exemplar,
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388
auf dessen Blattdeckeln ein altes handschriftl. theologisches
Bruchstuck, gehorle den Carmelitern zu Bamberg.
XXIX. Strassburg.
a. Johaon Menlel (Men(ellio) (1473).
156.
Vincentius Bellovacensis. Speculum quadruple*, naturale,
doctrinale, morale et historiale. Argent. Joh. Menlelin
1473—70. 7 Bde. im Originalbande. fol.
Die Beschreibung stimmt mil Ebert 23612, nor hat
unser Exemplar im Spec, doctrin. statt des gedruckten ein
geschriebenes Register. Das Speculum bistor. ist von
1473. Auf dem Einbande steht: „Codex monafterij fancti
Malhei Apoftoli fanclique Eucbahj primi archiepifcopi extra
muros Hebreorum. Quern fi abftulerit, anathema fit amen. u
Auf dem Einbande inwendig befinden sich Pergamentblatter
einer alien Missalhandschrift eines ascetischen laleinischen
Werks. Ueber das Speculum uberhaupt vergl. man Aloys
Vogel's Programm der Freiburger Universitat 1843. worin
lilterarisch-historische Notizen fiber den Verfasser Vincenz
von Beauvais enthallen sind.
157.
Avicenna Canonis libri V. s. 1. et a. (Argent. Joh. Mentel-
lin.) fol.
Hain 2197. Panzer Ann. I, 75 Nr. 411. Ebert Nr. 1445.
In dem hiesigen Exemplare befinden sich auf Blatl 1 ein
eingemaltes Wappen, aus einem roth und weiss getheilten
deutschen Schilde bestehend, in welchem ein blauerHalb-
mond ist. Merzdorf. biblioth. Unterhalt. T. I. S. 90 ff.
Paulus de Sancta Maria Burgensis scrutinium scripturarum.
s. 1. et a. (Argentor. Mentel.) fol. vid. Nr. 158. b.
(Korlsetzung folgl.)
Bibliothekchronik und Miscellaneen.
Der zum Bibliothekar der Vaticana ernannte greise Cardinal
Antonio Tosti uahm jiingst feierlichen Besilz von seinem Amle.
(Leipz. Zeitg.)
Verantworllicher Kedacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger : T. O. M eigel. Druck von C. P. Melzev in Leipzig.
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SERAPET7M.
titftftift
ftir
Bibliothekwlssenschaft, Handscbriftenkunde uod
<ere Litteratur.
im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden
h era u sgegeben
von
Dr. Hobert N aumann.
JVi 10. Leipzig, den 15. October 1861.
Der
Streit fiber den Verfasser des Btkchleins
w De Imitatione Christy
wie solcher im XVIII. Jahrhundert in Deulschland
gefuhrt wurde.
Von
Dr. Anton Roland,
K. Oberbibliothekar in Wurzburg.
(Fortsetzung.)
Diese fortgesetzten Arbeiten Amorts erbilterten nan die
Bayerische Benedictiner- Congregation, die nunmehr dem P.
Thomas Erhard auferlegle, obigem Scutum eioe Gegen-
schrifl entgegenzustellen. Dieses geschah mit dem Werke:
Poly crates Gersenensis contra Scutum Kem-
pense instructus prodiens; sive Apologia pro Joanne
Gersene Ord S. Benedicti Abb. tanquam genuino Pro-
toparente Libelli de Imit. Chris ti, contra Reverend.
Dom. Eusebium Amort, Canonic. Regul. Authore P.
Thorn a Aq. Erhard, Ord. S. Rened. ex Congreg.
SS. Aug. Custod. Profess. Wessofonlano. August at
Vindelicorum. Sumptibus Joannis Strdtter, ejus-
XX1L Jahrgaag. 19
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990
gue Filii. Typis Antonii Maximiliani Heiss. M.DCC.XXIX.
8°. 324 pag.
Die Schrift ist gewidmet: „Omnibus veri aequique aman-
tibus u . Unter diesen versteht er aber die „Potentissimi, sa-
pienlissimi . . . Anlisliles"! Die Widerlegung hat er begoo-
nen „solius verilatis et obedientiae studio! 11 In der Vorrede
sagt er: r Emisi apno 1724 io luoem publicam Libellum de
Imitatione Chrisli praefixo nomine Yen. Gersenis C. D. Euse-
hius Amort Canonic. Regular, id nomen oblileratum, qnin
etiam annihilatnm volens, vulgavit, anno 1725 Informationem
suam, quajn ipse quidem plenam (licit, sed Gerseoenses nihil
plenitucnnis in ilia recipere potuerunt. Libuit tamen rem to-
tam ex judicio eorum, qui vitae meae rationibus praesunt,
dissitnulare , kaud vane opinantium, forte siientium nullo
clamore temerandum optimum fore contra quosvis assultus
scutum. Sed se deceptos adverterunt , cum anno labente
in format or cm in scutatorem transformatum, suoque sculo
scutum novum objeclum viderenl, aul potius antiquum de
novo procusum . . Quidquid epiqi in informatione oculos in-
currit, recurrit in scuto .
Diesmal scbien der bischflfliche Censor gegen Amort auf-
geijraqht! „Polypra^? i?ip tt — schreibt er — njykty norosn
suum multum in se continet, scilicet Apologiam pro Gersene
contra Kempistas, in qua Scutum Kempense P. Eusebii Amort
sine approbatiohe — (es erscheint bier der Unwille, dass
Amort kerne Augsburger eingeholt balle) — editum solide
dis^lit, reprpbat at cpnfriogit, ac quatuor libellos de Imita-
tione Chrisli Yen. Joanni Gerseni Abbati Yercellensi Ord. S.
Benedicti clare et erudite vindicando, religiosa cum modestia
allaborat nullias personam laedere, pacem custodire, chart-
tatem servare, solum praefatum scutum, et librum con-
futare! u
Der Praeses almpe Congregations Benediclino-Bavariae,
obiger Abt Udephon?, sagte ip seiner Approbation: „semper
quidem in votis habuimus et habemus adhuc, ut non tarn pro
authore aurei libelli de Imit. Chrisli stylo et calamis certetur,
quam Asceseos in eodem exuberant^ Imitalio ac studtym nos
ifitef el qnoscunque alibs ferveat: praesens tamen opus . . .
pro necessaria, nec porro dissimufanda Sacri Ordinis nost^i
iteratd hac in re, et absque suftioienti certe causa lacessiri
defensione, eo libentius publicae lucis fieri permiltimus . . .
qu6ve certius confidimus, pridem coalitam inter utrumque
Sacratissimum ordinem amicitiam et religiosam pacem per-
inde quam ante a perennqturam?
Difes/e Schrift d6s P. Ertiard zerfiel in 64 von denen
besonders hervorfcuheben sibd §. 8. „Ven. Gersen referlur Ca-
nabaci nalus, idqtie varie ph)batur. u 13. Libellus de imit.
Christi jam saeculo 13 legebatur. §. 14. Libellus de imit.
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*91
Christ! lagitm dncentis annis ante Thomam Km. 16. Ll-
bellus de imit. Christi Thomft Kemp, adhuc vlvente alHs Ati-
thoribus adsorihilur. 16. Exemplari* libelli de Imit. Christi
tempore Thomae Kemp, jam erant multum corrupta. §. 24.
Author Imit. respicit ubique ad res Beatdictinas." etc. etc.
Die Lectfire dieser Schrift, ebeo weil sie jew Amorts Schritt
vor Schritt widerlegen will, ist anangenehm. Die Beweise
selbst sind schwach.
Amort liess nicht lange auf sich warlen Er setzte dem
starken Buch eine kleine nor 51 Seiteo zdhlende Gegenschrift
entgegen, in welcher er die ganze BewetsfQhrung Erhard's
auf 33 Sfitze zurucke ffihrte und widerlegte. Sie ftthrt den
Titel:
Poly crates Gersensis exau thor a tus. Seu causa
Kempensis victrix post novissimam R. P. Thomae Er-
hard, Ord. S. P. Benedicti Apologiam Authore Bu-
sebio Amort, Canon. Regul. et SS. Theol. Profes-
sore Pollingae. Cum licentia superiorum. Monachii,
Typis Lucae Straub, statuum Provinc. Bavar. Typogr.
Anno 1729. 8°.
Der bischdfliche Censor ward nun der Sache salt I Er
schreibt: „Legi libellum . . ., Quaestionem autem hanc de
Authore aurei libelli, de imitatione Chrtsti, per editas hucus-
que demonstrationes et remonstrationes, satis, sufficienter
abundanterque ventilatam ac discussam esse, censeo" und
hatte sofort eine andere Anstcht als jene des Propst Albert
von Polling war, dessen „Licentia u lautet: „Litigium de aureo
hnitationis Christi libello, quod anno 1724 recentior Gerse-
nista, citra omnem expectationem sua Praefatione resuscita-
vit, certamen ingeniorum est non animorutn. Proin omnia
ilia, quae habita illorum, quorum interest > licentia pro et
contra scribuntur, inoffenso pede a quo vis legi possunt, et
ponderari."
Amort fuhrt aus, dass das Alterthum zwei „Polycrates u
gekannt habe, den Tyrann von Saraos, der gekreuzigt — und
jenen von Athen, der wegen seiner Schalzefindungs-Traumereien
zum Volksspott geworden sei. „Surgil nunc tertius haeres
infausti nominis, quern, si Samii illius fortuna, hujus vero
Atheniensis utatur divitiis, magnum causae Gersenianae He-
roem sera canet posterilasl u
Das Bttchlein selbst giebt die praciseste Zusammenatet*
lung der Grunde und Gegengruude fur die verschiedenen
Prfitendenten !
Dieses war das letzte Wort I Ueber dretssig Jwhre hatte
nun der Slreit geruhtf Amort war nnterdessen alt geworden,
sein Scutum Kempense aber hatte 1759 mit der neuen C6I-
ner Ausgabe der Werke des Thomas auch einen neuen Ab-
19*
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£99
drack erhalten 1 ), als im October 1760 unerwartet eine 143
Octavseiten starke Schrifl erschien:
DISSERTATIO critic a, qua libri quatoor de imita-
tione Christi Joannis Gersen Abbalis Vercellensis
el Decrelorom Doctoris 0. S. B. postliminio vindican-
tur. Authore t. Angelo Maerz, Benedictino Schy-
rensi. Cam Facultate Superiorum. Frisingae, typis
Philippi Ludovici Bock, Typogr. Aulic. nec non Lycei,
Anno 1760.
Der Verfasser erzahlt in der Vorrede dieser dem Able
Joachim von Scheyern gewidmeten Schrifl: „Incidi nuper in
libellum, cui litulus: Polycrates Gersensis exauthoratus . . .
Authore Eusebio Amort. Mox curiosilati meae indulgens, to-
tarn avidus evolvi. Uibi praeter veterem naeniam non adeo
amicum deprehendi stylum . . . Denique vacuis iternm horis
reassumpsi libellum . . . legebam Informationem plenam
Clariss. Amorti, Apologiam doctiss. P. Erhardi. Et ecce! vidi
ovare adversarios, inspuere nostrorum causam, vidi nimiam
Canonicorum complacentiam, quae eo devenisse scribilur, ut
e cathedra Tempti Polling ani rumor sparger etur, neminem
in Bavaria reperiri, qui informationem plenam reformare au-
deat Jam calamum continere haud polui, quin ilium adver-
sus putativum Kempnistarum triumphum acuerem u Uebrigens
ffigt er bei: „Pleraque argumenta, fateor, quae hie allaturus
sum, aliorum sunt. u
Die ganze Schrifl zerfalll in IV Polegomena, als: I. Vita
Thomae Kempensis. II. Elogia ejusdem Thomae. III. Syn-
optica narratio Concertationis de aureo libello. IV. Quibus
olim authoribus adscriptus fuerit praediclus de imitalione
libellus. Hierauf folgt die Dissertatio, zerfallend in IX Para,
graphe, als: I. Fuit aliquando Joannes Gersen Abbas Vercel-
lensis 0. S. B. II. Verus ac genuinus author est librorum
de Imitalione Christi. III. Diluunlur praecipua contra Gerse-
nem argumenta. IV. Idem Joannes Gersen floruit saeculo XIII.
V. Bellarminus est pro Gersene: Trithemius contra Thomam.
VI. Libellus de imitatione fuit orbi notus , antequam Thomas
natus. VII. Thomam nec Codices, nec domeslicorum tesli-
monia authorem probant. VIII. Mutua Kempensium pugna
causam illorum fortiter atterit. IX. Ipse libellus arguit autho-
rem Benediclinum, non Canonicum. Italum, non Germanum. u
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf diese Schrifl die
Prftlatur Polling, wo der alte Amort noch geistesfrisch lebte,
1) Dieser neue Abdruck durfle zunficbst der Anlass zur Marzischen
Schrift geworden sein, da sich kaum annefamen lasst, dass die kleine
Schrift: „Dissertation sur le veritable auleur du livre de ('imitation, pour
servir de reponse a celle de M. Tabbe Valart, par un Chanoine regulier
de Ste Genevieve, Paris. 1758." 12°. 40 S. in Scheyern bekannt gewor-
den war.
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993
wo iinter dem Pralaten Tdpsel das regste litterarische Leben
herrschte, ein Leben, welches in der Praia tor Wengen bei
Ulm stets lebhaften Nachklang fand. Alsbald schickte Tdpsel,
der bereils nach Tyrol, Italien und Frankreich in dieser An-
gelegenheit urn neues Material geschrieben hatte — seinem
Freunde dem Pralaten Michael Kuen ein Exemplar der
Marz'schen Schrifl nach Wengen. Schon am 20. Oct ant-
wortete dieser 1 ): „Obstupui, steterantqne comae, vox faacibus
haesit ad primnm Litterarii Tui munusculi conspectum. An
iterum Benedictini pugiles in arenam descendont, quam toties
victi deserere coacti sunt inglorii ... Vix non patientia rnpta
disiluisset in partes com pag. 69 legerem: Canonicos Regu-
lares titulo Abbatis ante Saeculum decimum quintum non i'uisse
honoralos. Quisnam ergo fuit in C. Statuimus Abbas ille S.
Rustici ad quern scripsit Urbanus II. Nanqoid Ganonicus Re-
gularis? Quisnam faerat W. Abbas ille Trecensis, quern Ab-
batis titulo honoravil S. Bernardos Epist. 408. alias 349. Quis
Gilduinus Abbas S. Vicloris apud eundem Bernardum Epist
410 antea 366. . . . Certe ut unicum hoc assertum meretur
Schyrensis Angelus poenam , ut per annum in pistrino molat
cum asinis. Ego Apologiae novae titulum ponerem: Novus
Samson in Pistrino. Sed nunquid frustra haec cura me ex-
ercet. Praevideo in spiritu ludicram Entelei cum Darete pugnam
Miserrimus Diabolorum sufficeret confutando Schyrensi Angelo.
Interim Deum laudo, quod vivente adhuc Amorto, vivente
Te, eruditissime Praesul, haec pugna recrudescat. Habebit
denuo Ordo Caoonicus, in quibus triumphet. u Kuen war un-
ermudlichl Bereits am 22. Oct. schrieb er wieder an Tdpsel:
„Io castris Pollinganis jam audiri pro restaurando Kempensi
bello tympanorum strepitum nullatenus dubito u indessen er in
einem Schreiben vom 25. Oct. seinen Spott aosspricht, dass
P. Angelus Mfirz durch einen lappischen Lesefehler seinen
Helden zum Decretorum Doctor creirt habe. Zugleich giebt
er neue litterarische Beilrage in dieser Frage, die er in einem
Schreiben vom 28. Oct. fortsetzt, dasselbe mit den Worten
endend: „Sed nunquid minime vocatus in arena consisto et
subsidiario me inilite nullatenus opus habet Pollinganus Po-
lemarchus? Cedo libenter, id unum in votis habens, ut ille
Daunium cunctatorem non imitetur, sed in proximo Novembri
Schyrensis Martis copiolas deleat ; de victoria jam certus sum. u
Am letzten October setzte er seine Bemerkungen mit der Ein-
leitung fort: „Ego etsi extra belli aleam constitotus tamen
silere haud possum, licet sciam clarissimum Amortum sibimel
ipsi esse murale et antimurale. u
Endlich antwortete Tdpsel am 18. November 1760: „Be-
1) Aus der Corresponded Tdpsels auf der K. Hof- und Staatsbi-
bliothek in Munchen. (Codex Mollianus No. 59.)
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9f»&
nediotint nostri vicini simulant, ae si aegre ferrent altercatie-
nem in his partibas a Monacho quodam juvene esse resasci-
tatam, sed frustra simulant. Juvenis quidem Monachos est
Angelas Mdrz, nondum triginta aanos aetatis habeas, patria
ScUethdeFffeiisis , ei in nostra quondam Seminario educatus,
ac litteris humanioribus imbutns; Ifbellum autem bunc gemrisse
dioitur en adnlteno. Yerus enim ejus Parens LegiporUius l )
sit, qui in pefsecotroue ilka quam passns est ab Abbalib«s
Ordinis snt, Scbyram divertit, et quamvis is illo tempore sae-
pws tentavit, libellam ilium sowm publico litterato obtrudere,
nnnquan tamen facuUatem obtinere potuit a RR mo Beda Wes-
sofontano, tunc congregations Benedictine -Bavariae Abbate
generali. Cum jam ambo in Domino obierint . . . ab aliis
instigatus Gacaogelus isle , ut faceret sibi nomen . . . hunc
partum alienum edidit. Ajunt modernum RR jnMm Andecense» s
qui tunc officio Magi6tri Noritiorum Schyrae flingebatuf, uuum
ex praeeipuis fuisse, qui Angelum Schyrensem animaret . . .
Quidquid autem pra Gersene suo scriptitent, ejus tamen eii-
stentiam . . nunquam probabunt. Est eritque is Abbas sfra>-
mineus . . . Ego Apologiae buic alium non inderem tituhim,
quam hune: „Gersen de Canabaco Abbas Stramineus teste
Naudaeo" fa fronle exhiberera veram ejus effigiem, Atonachi
nempe cujusdam Benediclini straminibus et paleis a talo usque
ad verticem infarcili. Quae autem Tu, venerandissime Prae-
sul in una litterarum tuarum observasti de Codicibus , quo*
Dissertator Schyrensis et jam ante ipsum Legipontius Gerseni
Abbati Vercellensi vendicat, merentur singulari laude extolli
. . . Aut ergo ipse, Praesui doctissime, instar Michaetis
Archangeli descends in arenam adversus blasphemias et
mendcDcia hujus cacmgoli, doetamque aliquatn Dissertation
mm per tnodum ^Epistolue Nonneminis ad Nonneminem aut
Ganomci cujusdam' Regularis W. ad alium Canonioum Rc-
gularem P datae, aut quo alio tibi melius fuerit visum
modo, in orbem litter arium quantocyus sparge, aut oerte
hos duos codices primk occasione ad nos mi lie, ut ad con-
fundendam Angeli hujus superbiam his uti possimus 2 ).
Allein ehe nooh diese Aufforderung an den Propst Mi-
chael Kuen ergangen war, hatte dieser Salyriker bereite
den Entschluss gefasst, der Schrift des P. Angelus eine Sa-
tyre entgegen zu stellen, indem am 16. November folgender
1) Olivier l4gipont war geboren zu Soiron im Limburg'schen, 1698.
1. Dec. und 1720. 19. MSrz Benedictiner in S. Martin zu C6ln gewor-
den. Mit den Gebrudern Pez in Beruhrung gekommen hielt er sich lie—
ber in Bibliotheken und Archiven auf als in seinen Klosterraauern, fuhrte
ein unstetes, oft verfolgtes Leben und starb bei S. Maximin in Trier 1758.
16. Jun. Vgt. (Jean Francois) Bibliotheque generate des Remains de
I'ordre de S. Benoit. Tome II. Bouillon. 1777. 4°. S. 52—57.
2) Codex Mollianus No. 50. Fol. 121—122.
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ft*
Brief nacK Polling an Props* Tdpsel abgegangen war: JtJtrum
amore too, vel odio dignus sim atoiandissime Dne praesuj
nescio Dubium mfhi ingessit tuum ad ternas qualernasve
litteras pertinax silentium. Interim dum in coelo follingano
factum est silentium, Michael commisft bellam, el Angeli ejus
proefiabantuT cum Dracotie. Paravi intereti Scrip tiuncu lam
cdntra Schyrensern Angelum, et quia auius ed Gersenem
swim creare in Decretorttm Doctorem, cr^avi ego in
Co mi tern Palatinum; difficile esi enim, cum Horatio Ib-
quor, Satyram nort scribere. Ecce totam bpuscuti mei Oeco-
nomiam. In vestibulo illius comparebil Comitum fcanabachio-
rom Scutum gentilitium aeri incisum. Tflufus opusculi est:
Joannes de Canabaco ex Ulustrissimh Comitum de Caila-
baco prosapia oriundus. Divisio ! Praefatio ^. I. Art Joan-
nes de Canabaco unqnam extilerit in rerurtl natura? resdl-
vitxir haec quaestio affirmative. §. II. Audiuntur sententiae
negativae authores. §. III. Ostenditur Joannem de Canabaco
ortum esse ex III ,,,H Comitum Canabachioram familia. 6. IV.
Ab objectis liberator ejus nobilitas. V. An Comes noster
cognomen Gessen vel Gersen gesserit? §. VI. An fuerit De-
crerorum Doctor? §. VII. An unqudm fuerit Ordhkem S. Be-
nedict r pro fessos? §. VIII. Ill mi Joanuis de Canabaco com-
pendiosa vitae series. §. IX. Brevis Commertlarfolus in hanc
vitam. §. X. Abbatiae Vercellensis S. Andreae Histofta.
An fuerit Author Librorum de Imitdtione Christi prorsbfc;
abstraho, addam duntaxat in titulo: qui vuljgb venditur pro'
Authore quatuor Librorum de Imitatione Christi. Jam ad cal-
cem Deo sint Laudes, jam perduxi totdm satyram; hac ad-
fauc hebdomade subjicietur praelo. Hanc notitiam praerie
impertiri volui, ut scias, R dm * Praesul, quifj agatur Ulmae! tf
Unterdessen hatte e^ Topsels Brief erhalten, upd erfreut
sehreibt er ihm am 1. Dec. ^Placet mihi, 4 u od tibi placeat
consilidm meum, imo jam nou consilium sed factum ; ad cal-
cem enim usque perduxi meam Satyram, jamque ad umbilicum
fere illam pbsolverunt typography Si par ingenium meum
tuo foreL dicerem ingenia magna conspirasse. Locus impres-
sion^ ent ^Canabacum , u promovebitur in publicum
ptibus ffaeredum loannis Gersenis" Inscribitur clarissimo|
Dno Decano Pollingano opusculum, quod tamen adhuc virum
Clkrtesiitttitn celabis. tt }
Nofch fBgt er bei: „Apologiam AmorU suader'erfi ut alibi
qdatn Utrriae imprimi curares: in Ulmensibus euirri typogra-
phiis adeo occupatae sunt operae, ut vis ab Us impetrarim
impressionem meae Satyrae 1 ).
Am 8. December konnte er seinem Freunde T6psel be-
1) Die Briefe M. Kuens sind s&mmtlich aus dera Codex Mollianus
59 genommen.
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996
reits das erste Exemplar schicken: „Ecce fumantes. aat si
mavis, adhuc madidas e prelo philyras el satyrica folia, quae
Tibi stramineum Comitem de Canabaco a capite ad calcem
depingent, non artiflce quidem penicillo , eo tamen conato,
cui si adscribas : Et volaisse sat est, omne me tulisse punctual
credam. Hoc solum exemplum est, quod e typographi mani-
bus integrum io Orbem prodiit. Post octiduum decadem Ex-
emplarium mittam, quae si amicorum digna oculis judicaveris,
illis distribuas, si supprimenda credas, acquiesscam tuis
consiliis. Lubens et Vulcano consecrabo reliqua, ut vel sic
in lucem prodeant . . . u
Bezuglich des Amort'schen Werkes, von dem Tdpsel am
4. Dec. geschrieben ha tie: „Cum fere quotidie nova succedant
subsidia, quibus Gersenistae ad internecionem usque deleri
possint, dubitamus, an non singula eorum puncta singulis
separatisque successive dispungamus dissertationibus, ne
quod coepit Amortius opusculum nimium increscat" spricht
sich Kuen in eben diesem Briefe dahin aus: -Apologiam
Amorti Amici mei calentissimis votis expecto. Verum non
satisfaciet illorum desideriis si per partes illam edat, prae-
sertim si plures sint quam duae . . . Quaeso propriis sum-
f)libus illam ede, titulo tamen subscribatur: „Augustae Vinde-
icorum. In Commissione Bibliopolarum. u Sic omnes Biblio-
polas amicos habebis pro distractione Exemplarium. u Zugleich
setzt er bei , dass er mit der Wagner'schen Druckerei in
Ulm fiber den Druck einen Vertrag abschliessen wolle.
Bereits am 10. Dec. schickte Kuen 10 Exemplare seiner
Schrifl nach Polling Der Titel dieser 1 18 Octa vseiten starken
Schrift lautet:
Joannes de Canabaco ex Comitibus de Canabaco
oriundus, qui vulgo venditur pro Authore quatuor libro-
rum de Imitatione Christi recenter detectus a quodam
Canonico Regulari S. Augustini Congregations Late-
ranensis. Cum permissu Superiorum. Canabaci l )
Sumptibus haeredum etc. Gersenii. MDCCLX.
Die Dedication an Amort: „Viro clarissimo P. R. D.
EVSEBIO AMORT celeberrimae Canoniae Pollinganae Ordinis
Canonicorum Regularium Congregationis Lateranensis Decano,
serenissimi et reverendissimi D. P. JOSEPHI Episcopi Augu-
stani, S. R. I. Principis Darmstadiani Landgravii Hassiae etc. etc.
Theologo. Causae Kempisianae Polemarcho Praesens Opuscu-
lum. D. D. D.
Quum tot sustineas, et tanta negotia solus
Res nostras calamo tuteris, moribus ornes:
1) Gedruckl, wie oben gezeigt, in Ulm!
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a»7
Legibus emendes: in publica commoda peccem
Si longo Sermone morer tua tempora. VIVE!
et cum Horatio
Ex Musaeo
16. Nov. MDCCLX.
Addictissimus Author
M. P. W. V. u
Voll Spott beginnt die Praefatio: „Quae tempora vivimus,
benevole Leclor! Bellum novum in Bavaria oritur, vel potius
restauratur antiquum, quod dudum justis armis sopitum cre-
didimus. Jam insonuit classicum, jam strepuere tympana,
jam publicata sunt infesti Martis folia . . . Quis ergo resusci-
(avit antiqua odia? Quis causam victricem dubiam iterum
reddit? Quis denuo coliisil Religiosorum pugilum animos?
tantaene animis caelestibus irae? Angelus est novorum horum
motuum author, non quidem de caelo recenter delapsus: sed
ex Cella Schyrensis sui Coenobii prodiens belli hujus novi os
et fauces aperuit, lubamque inflavit scriplo quodam apologe-
tico ... Diu non silebit Pollinga I Hoc scio, Joannem Gerse-
nem currente hoc anno 30 Junii, ex sacro Templi Wessofon-
tani ambone publici, nescio ex quanam Politica, saepius fuisse
dilaudatum. Interim nomino felices Benedictinos Wessofon-
lanos, quod Schyrensis Abbas bonum Angelum ipsis submi-
serit qui doctissimi viri P. Thomae Aquinatis Erhardi partes
in se susciperet et Polycratem* Gersensem ab Amorto exau-
thoratum suo iterum restitueret Throno. Infelicem vero PoU
linganum Theologuml qui nunc, ut quondam Jacobus cum
Angelo colluctari debebit. u
Kuen schrieb fibrigens in seinem Briefe v. 10. Dec. fol-
gendes Urtheil fiber P. Angelus, ohne zu vermuthen, wie viele
bittere Slunden ihm durch selben noch vorbehalten seien:
„Si essem Abbas Angeli Schyrensis pro compensations la-
boris, quern subiit, crearem ilium in Angelum Custodem sed
non rei litlerariae, sed sacrae suppelleclilis et sub obedientia
praeciperem, ne porro aliquid scriberet. Habuisset profecto
doctissima congregatio . . homines hoc Angelo longe do-
cliores. 44
Am selben Tage schrieb Kuen weiter : n Vix Comes mens
e prelo emersit novae Satyrae conscribendae argumentum in
mentem venit, cujus Tilulus : v Septem mulieres apprehenden-
tes Unum virum. u
Am 15. Decemb. erhielt Topsel das ihm zugedachte Ex-
emplar, dessen Empfang er in folgender Weise beschreibt:
„Binas simul iterum a Te accepi heri litleras una cum ge-
minis codicibus Abbatis Vercellensis, partuque tuo litterario
in illustrissimum Comitem de Canabaco . . cumque cum meis
confratribus adhuc sederem ad mensam regularem, opusculum
illud tuum statim lectori tradidi, ut Evangelium istud, quod
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30§
factum est ndBW per Anrgelum Schyrensem omnibus annun-
(iarct. U( pfrifoutrt titulus amplissrmus aurati hujus equitis
personuit ex alto, omrfes attenfis haerere auribus, stupere
omnes, omnes novi ha jus Comitis miracula ertcomiaqtfe mi-
rari; nemo vel mussitare ausus, nec minim ; factum enirn est!
etiam in Caelo silenlfum cum Michael praeliaretur cum Drar-
cone. Discet Schyrensis Angtlus, dum jam ridetur ab omni-
bus, cantos deinceps alieAis peniife volare, suumque tacendo
efiattt venerati Michaelem.
Eine Yorausselzang, die fehl stAlug. Tdpsel scMckte
Kuens Schrift an alle Bekannte, wobei auch Amort nicht
unthfitig blieb. So schickte dieser das Btichleiri dem berilhta-
ten Hfstoriker Scheid nach Hannovef am 5. Jan. 1761 mit
der Zuschrift: „Praecurral Illustrissimus Comes de Canabaco,
levioris armatufae Eques, quern bfevi lurmae calaphractae in
belli Kempensiani campum sequentur. u
Knen selbst meldete noch vorher (13. Dec 1760): ^Sue-
Yicfe Benedtcfinis displicet omnitio, quod haec controversia &
Scriptore tarn inepto resuscitata fuerit. SusjMor ipsumfflet
Reverendissimum Suffiraganeum Friesingensem aegre laturutft,
quod absque ipsius licentia seditiosus hie libellus publicam
lucem Frisingae aspexerit. w
Unterdessen war Amorts Werk zum Abschluss gekommen!
r Conclusum est, u schreibt Tdpsel am 10. Febr. 1761, „Ulmae
imprimatur Apologia Amortii uostri . . . Exemplaria cupereiti
imprimi sexcenta ! u ! ) Von diesem will er 100 an seine Freunde
in Italieu, Frankreich, Oesterreich, Belgien und Nfederdeutsch L
land verschenken, die ubrigen verkaufed lafesen ! Er theflt
dem* Wenger Pralaten die Nachricht mit: „ Tola jam Italia a
tuo Comite illustrissimo de Canabaco excilata praesens jaih
anhele exspectat opusculum. Sed quis correctionem ejus in
se suscipiet, nisi tu doctissime Praestil, unum forte ex tuifr
deputes, qui banc gratiam non tarn mihi, quam Ordini nostro
oanonico lubens praestet; scio laborem esse itnprobum, neb'
ulla mercede compensandum , supremam autetn 1 oorrectibnem 1
revisionemque tibi commendo.
Auf Kuens Vermittelung ubernahm der Buchhandleir Wdb-
let in Ulm den Yerlag des Amortschen Werks. Bezuglich der
Bfcdingungen schreibt er am 13. Febr. 1761 nach Polling 1 :
scire quales? Si 50 florenos eidem submiseris pto ; aliqaali'
1) Nach dem das Werk gedruckt war, schrieb am 5. Aug. 1761 Pra-,
lat K iien an T p s e I : „Ego suaderem autem , ut totam Editiohem sibi
servaret Polling et Bibliopolis duntaxat distrahenda traderet exemplaria,
quod pro libris libenter facietit." Tops el antwortete am 25. Aug.:
, Consilium tuum de servanda integra Edition* operis Amortiani, striven*.
disque Expeosis Typographi non displicet, quern in finem centum hie
adhuc Florenos mttto, ut jam penes te habeas 246 fl. 40 xr., qui abunde
sufficient ad satisfaciendum typographo."
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909
subsidio sumptns omnes reliquos In se snscipiet. Spondet ta-
men quod pro hisce 50 florenis tibi transmissurus sit libros,
quos ex officina ejus desideraveris. 50 Exemplaria gratis
Authori transmitted Addit tamen se sperare Vindicias Amor-
tianas 30 phyliras non excessirum ; secus novum pecuniarum
subsidinm eidem essel traiMtiHtenchim , quod tamen ex libra-
ria supellectili sua denuo esset compensaturus. u
Am 16. Februar ging nun Amorts Manuscript druckreif
nach (Jim ab. Topsel schrieb am 24 Febr. hierzu : „Contra-
ctus, quern Wohlerus Bibliopola tibi, ant potius tu ipsi pro-
posuisti, non displicet, elsi fere centum Florenorum Expensas
turn pro Codice Aronensi 1 ) turn etiam pro authentico lesti-
monio Codicis Throno Martiniani jam fecerim, et adhuc pro
incidendo in aere Codicis Aronensis caractere Augustae vin-
deticorum aliquae faciendae sint. . . Ul primum ab illo catalo-
gum librorum obtinuero, aiiquos ab illo seligam, qui tolidem
florenis statount; hoc enim mihi jperinde est, an ab ho« vel
alto Bibliopola libros emam, dumodo aequum sit prethim.
Quam diu abbatiali indignus fungar officio, ad minimum quot-
annis duo millia Florenorum atiquoties etiam quaiuor pro
solis libris, absque compactura et aliis instrument, eerie
expendi. Si tibi ita videbitur, addi posset conlractui, ut quae
ultra ilia quinquaginta auctori consignanda exemplaria, ego
ab illo petam, propter alias expensas a me jam factas, leviori
pretio prae aliis mihi vendat, inter amicos meos duntaxat,
(juos jam plures in Italia, Gallia, Belgio, Austria etc. etc.
nactus sum dislribuenda. u
Auch fiber die Wahl des Titels spricht sich Tdpsel aus:
„Maluimos etiam loco Demonstrationis aut Dissertationis criti-
cae f vocabulo Deductionis criticae uli, ne si vocabulo De-
monstrationis (qualis re ipsa est) uteremur, Trasonisroi ar-
gueremur. u
(Fortsetzung folgt.)
1) Es ist nicht uninteressant zu wissen , dass die K6nigl. Hof- und
Staats-Bibliothek zu Munch en unter der Signatur P. Lat. 718 in 4° das
Handexemplar der „Deductio critica" — so wie der ,,Moralis cdrtitudo",
letztere ohne Titel und mil Bleisliftcorrectnren des Ensebius Amort,
besilzt, welchem das Original-Facsimile des Codex Aronensis, bestehend
aus 3 geSlten BlatUrn, des Manuscriptum Griesense von 1474 in 2 Blat-
tern, des Mariale Pollinganum yon 1521, und der „Versio Italica" in 2
Blftttern, beigebunden ist. Der Stich der 3 Tafeln des Codex Aronensis
kostete in Augsburg — nach Tdpsel's Mittbeilung v. 9. MSrz 1761 —
7SL
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Verzeichniss
der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek
zu Oldenburg.
Von
Bibliothekar Dr. Meradorf in Oldenburg.
(Fortsetzung.)
b. Georg Hussner (1473).
158. a.
Aureolus (Petrus) Compendium lateralis sensus totius bibliae.
s. 1. el a. (G. Hussner Argentorat.) fol.
Panz. I, 87, 461. Hain 2141.
158. b.
Paulus de Sancta Maria Burgensis dialogus, qui vocatur
scrutinium scripturarum. s. 1. et a. (Argentor. Mente-
lin ) fol.
Panz. I, 72, 400. Hain 10762.
158. c.
Psalterium Latinum e translatione S. Hieronymi. s. 1. et a.
Augsb. Zainer.) fol.
Panz. I, 133, 200. Hain 13470.
Auf dem ersten Blalte dieses Sammelbandes : „Liber
lanctorum martyrum Abdon et Sennen in Ringelheym. u
159.
Boccaccio (Giovanni) compendium de praeclaris mulieribus.
s. 1. et a. (Argentor. G. Hussner.) fol.
Panzer I, 86, 456. Hain 3327.
160.
Duranti (Guilttelmus) Rationale divinorum offlciorum. s. 1. et
a. (Argentor. G. Hussner.) fol.
Panz. I, 86, 458. Hain 6465.
161.
Andreae (Joannes) Additiones ad speculum judiciale Durantis.
s. I. et a. (Argentorat. G. Hussner.) fol.
Panz. I, 19, 13 (glaubt das Buch 1473 gedruckt). Haio
1083. Auf den innern Banddeckeln unseres Exemplares
Blatter eines lateiniscben Werkes aus ebenderselben Of-
ficin.
Augustinus (S. Aurel.) de conflictu vitiorum et virtutum. s. 1.
et a. (Argentor. Husner.) fol. vid. Nr. 276. d.
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801
c. Martin Flach (1475).
162.
Sermones quadragesimales Thesauri novi. Argentor. 1487.
Mart Flach.) fol.
F. 1. a. Sermoes quadragellmales | Thefauri noui. | F.
1. b. leer. F. 2. a. (mil Sign, a 2) Col. 1. Tabula fer-
moou$ | quadragefiinaliu Thefauri noui indicans | quomo
quiuis in pmpto reuoluat £rmone$ | volitum. t vt fciat
quot Hot rmones de vno | quoq$ die qdragefime Freqnter
eni3 ponit | in hoc libro De eodem : quod Temp referen-|
dum eft ad diem immediate precedentem. Das Register
endet F. 2. b. Col. 1. Col. 2. leer. F. 3. a. (mit Sign, a, 3)
nnler der Ueberschrift : Sermo I: Incipiat fermoes | qua-
dragefimales notabiles alqs perutiles | qui thefaurus nouus
intitulantur. | In die Cinerum. | Sermo 1. De epl'a | (c)
Onuertimi | ni ad me in toto corde vro | in ieiunio t fletu
t plactu | et fcindile corda veflra et | non veftimsta vra.
Scri | bitur Johelis. tf. c. etc. F. 141. b. Col. 2. Z. 49:
meo x caro mea exultauer t i deu viuo ic- | Opus putile
fmonu quadragefimalin | Thefaurus nou9 nncupatu Argen-
tine im [ preffum. Anno dui M.cccclxxxvij. Finit | feliciter.
F. 142. leer. 142 Bl. ohne Blattzahl und Custoden mit
Signatur und 54 Zeil. in gespalt. Column, goth. Char. fol.
Panzer I, 31, 99. fehlt bei Hain. Auf den vorderen
Einbanddeckel und auf einige Blatter Einiges von alter
Hand beigeschrieben, auch noch: Ex libris Caroli Trincke
jure me tenet Simplicianus Zanger ex dono fupra scripti
Dni Caroli aet. 1607. — Coitj. Cler. faecul. in coe Vic.
Kraichdorf.
163. a.
Sermones quadragesimales Thesauri novi Argentine 1488.
(Mart. Flach.) foL
F. 1. a. Sermones quadragellmales | Thefauri noui. I F.
1. b. leer. F. 2. a. (mit Signal, a 2.) Col. 1. Tabula ier-
mono | quadrageflmalium Thefauri noui indicas | quomodo
quiuis i prompto reuoluat fermo | nem volitum. t vt scia-
tor quot lint fermones | de vnoquoq3 die quadragefime.
Frequenter | enim ponitur in hoc libro. De eodem: quod,
femper referendum eft ad diem imediate pre- | cedentem.
Das Register endet F. 2. b. Col. 2. Z. 4. F. 3. a. (Hit
Sign, a, 3) unter der Ueberschrift: Sermo I: Incipiat fer-
moes | quadragellmales notabiles atqs perutiles q | thefau-
rus nouus intitulantur. | In die Cinerum | Sermo. 1. De
epiftola. | ( ) Onuertimi | ni ad me in toto corde vfo | in
ieiunio t fletu t planctn | t fcindite oorda veflra t no|
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veftimenta veftm. ScjibU | ^otiel ( ij. c etc. F. 136. a.
Col. a. Z. 28. re oopphela. Cor meu : caro mea exultaoe-|
rot in den viuum ic. | Opus perulile fermono quadragefi-
mali | am Thefanrus n^nus qun&ipato Argenti J n* improf-
i'um. Anno dlii. M.cccclxxxviij. | Finit feliciter. 136 Blatl
ohqe Blattzahl und Custoden mil Signaturen und 63 Zeil.
gespalt. Column, goth. Charact fol.
Panzer I, 34, 122. fehlt bei Hain.
163. b.
Passio domini Jesu Christi secundum qupltuor Evangelia. s. I.
et a. fol.
F. 1. a. leer. F. 1. b. Col. 1. IocipU paflio domini
textualis | putilis. iuxta ocordantiara qaattuor | euangeli-
ftaro. co inlerp | tatone doclo^. Dehinc fequit falci-|
oulus ecclefiaflice ierarchie. obi habe | tur diuerfus modus
faoiendi fermo | nes. el otilia alia multa. Thema | ( )
pprehendent. vij muli | eres viro vao. Yfaie iiij Licet vba
ifta fed's | glo. marginale loqua | tur de interfectone virorfl
mullo^L in popuio etc. F. 68. a. Col. 2. Z. 16. men ani-
maru ficut pigriuia et negli I gentia. tc. A qoanos custo-
dial ihus | xpus. Amen. 68 BL ohfle Blattzahl , Custoden
uqd Signaturen, in gespalt. Columnen rait 38 Zeilen goth.
C^r- fol.
Hain 12440. Type wie von dor folgeudet Numer.
163. c.
Calderinus (Johannes) Concordantia sire Ambidextrium. s. 1.
et a. fol.
F. 1. a. Col. 1. Incipit concordantia, Hue | ambidexte-
rium famofiflimi in- | rildoctoris Johaois calderini. | biblie
videlicet et iurifcanonici. | fcienciaru omni dilectori necef-i
faria* theologo videlicet el iu* | riMootori, ceHigere voleo-
tibus | et omni I iure ftudeti, fimilifet | vnicuiqs pdicati.
q» oia tangit | fere textualia ae nota ppa que | brixieofis.
martinus, et plures | alij et idc Johanes calderini in | fuis
repertorijs filent. Preftat | igit materiam dictadi fimul et |
variant auctoritate loquendi. a | dexlris et a fioiftris. | Pro-
logos. | ( ) Vm fit rela- [ tio umi poli- | ticorum circa|
flne$, fummi | philofophi a | relioliltf , ma | giftro de Too
etc. Die Vorrede endet F. 1. b. Col. 2. und darunter be-
gjqnt Z. 12 gleich das Werk. Dasselbe schliesst F. 90. b.
Col. 2. Z. 16. 9. j. In princ, j^. eradicare. a. | Deo gpa-
tias. | Fiwt felipit pciofiffUoa tabula [ Joiis canity Jurif-
caBoaici do | ctoris famofiffuni , q et avbide | xterimu no
iqcQpgtne bwtifat I multp lafcwe i(tfiq$ vigitanlia j «>r-
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recto, nam ioF mille vix yjm | repit correcta. na$ aliod
int'cifa. | alid' accurtatu. aliud tmpofitu. aliud mendolu
mille vicib3 fuis | in remiflionibj inuenit. Sicut et | illud
qd* nop circa ptes reni co- | flat effe impffu. qd' mille t
mille | carpt remiI?ionib$. lic$ plelet in | multis pa(Tib3
allegalonu. Qd' | etia ut elTet medofo luculetius | ptendit
in frote illud Jere. j. A. I a. a. due nefcio loq. *c. q-l'
potius | locari d3 in deoe loqui. q prinoi- | palit kuinsmoi
fua5 ocernit. Cu | ins indubie corrector extitit qui | foTIo
pfl'us! fi falle corrcore hail | 90 Blatt ohne Blattzahl,
Signalur. u. Custod. in zwei Coiumnen mit 38 Zeilen goth.
Cbdr. fol.
Freytag App. I, 83. Panz. IV, 105, 271. Hain 4245.
Dies Buch ist mit dem Titel: „Auctoritates decretorum u
desselbeu Verfpssers identisch, so wie auch die Invective in
<Jer Schlusscbrift auf die Drachsche Ausgabe (Speier 1481)
geht, wie wir ans der Vergleichung derselben (Nr. 152
upsers Katalogs) ersehen haben. Die Type des vorliegen-
dep Schriftstuckes ist mit der der vorigen Nummer voll-
standig gleich.
Aquino (Thomas de) Postilla in lob. s. 1. (Esslingen) Conr.
Fyner 14^4. fql.
fanz. Ann. I, 379, 3. Hain }397. Braun notitia I. p. 165
Nr. VII. Dem vorliegenden Exemplare fehlen die vier Re-
gisterblatt (die auch Hain nipht kannte) nnd das Blatt mit
der Schlusschrift ; doch ergiebt die Vergleichung mit Hain
und Braun die Identicitfit der Ausgabe.
Der vorliegende Band gehorte in das Kloster Abdon
uod Seunen in Ringelheim. Die Werke a. upd b. haben
emige Randbemerkungen und die innern Blatter der Band-
deqkpl sind einer alten lateinischen Pergamentbapdsp^rift
entnommen.
m
Gerson (Joannes) Opera. Vol. L s. 1. 1489. (Basil. Kessler.)
Vol. 2. 3. 4 Argentine. Flach 1494. 1502. 4 Bde. fol.
Panz. I, 164, 100. Hain 7624. — Panz. Ann. I, 51,
258. Hain 7625. — Panz. Ann. VI, 28, 13. Das ganze
Werk gehdrte 1611 dem Jesuitencollegium zu Erfurt, Bd.
2. hat auch noch auf dem Deckel den Namen Johanpes
Hoipborg 1651.
165. a. b.
Bernardus (S.) Claraevallenf. et Gilbertus de Hoglandia ser-
mones super cantica canticorum. Argentin. Flach 1497.
3 Thle. in I Bd. fol.
Panz. I, 58, 317. Hain 2859.
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304
165. c.
Bernardus (S.) Claraevallens. epistolae cum aliis ejusdem
tractatibus. Basel (Nic. Kesler). 1. Dec. 1494. fol.
Panz. I, 177, 175. Hain 2872.
Auf dem Titel von 165, a. steht: „emptus 1719 Rndo
Dno Berwardo abbate, conflat 18. Marianis. u Auf die in-
nern Banddeckel sind Pergamentblatter, (Bruchstucke eiaes
alien lateinischen Missales mil Noten) geklebt.
166.
Hero It t Joannes) alias Discipulus. Sermones de tempore et
Sanctis cum promptuario exemplorum et de beata virgine.
Argentine Flach. 5. Kal. Septemb. 1499. fol.
Panz. I, 63, 357. Hain 850a
Auf dem Blattdeckel steht: Me liber pertinet Bernhardo
Sefeman, quern sibi comparavit ao. 1506. Auf dem Titel:
Bernhardus Sefeman eft poffeffor huius libri, darunter von
neuerer Hand „Prohibiti w . Auf dem Registerblatte findel
sich: liber mrij SS. martyrum Abdon et Sennen in Rio-
gelem Adm. Rdo Petro Abbate Chr.
d. Joannes Gruninger alias Joannes Reinhard
(1483).
167.
Jordanus de Quedlinburg s. de Saxonia. Sermones de San-
ctis. Argentor. Gruninger. 1484. 27. Marz. fol.
Panz. I, 25, Nr. 56. — Hain 9440. Unser Exemplar
gebdrte frOher der Universitfitsbibliothek von Frankfurt a/0.
Sermones exquisiti super epistolis per anni circulum. Argen-
tin. Gruninger pridie vo Kalend. April. 1489. foL vid.
Nr. 127. b.
(Fortsetiung folgt.)
Bibliothekchronik mid Miscellaneen.
So eben isl von der Kaiserlichen Bibliothek in St. Peters-
burg ausgegeben and versendet worden: Catalogue des publica-
tions de la bibliotheque lmpe>iale publique de St. Pltersbourg,
depuis sa fondation juequ'en 1861. 14 L1V und 38 SS. 4°. Die
interessante Schrift ist sehr splendid ausgestattet.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger : T. 0. Weigel. Druck von C. P. Metier in Leipzig.
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SERAPEUUX.
tttftfvift
fttr
Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde uod
Jlltere Litteratur.
Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden
herausgegeben
von
Dr. Hobert Naumann.
M 20. Leipzig, den 31. October 1861.
Der
Streit fiber den Verfasser des Buchleins
„De Imitatione Christy
wie solcher im XVIII. Jahrhundert in Deutschland
gefuhrt wurde.
Von
Dr. Antoa Roland,
K. Oberbibliothekar in Wurzburg.
(Fortsetzung.)
Am 2. Mfirz bezeugte Kuen den Empfang der Hand-
schrift, die 8 Tage vorher in Ulm angekommen war, and
schickte Papierproben zum Druck fur lOOOExemplare
der Amort'schen Deduotio.
Unter dem 16. Marz meldet derselbe: „Amorti partum
curabo ut proprium 1 . . Observavi — fQgt er bei — aliqua
in Dissertatione critica Amorti, quae cum facilitate mihi con-
cessa diligenter corrigam. . . Utar facultate mihi concessa
summa sinceritate et non nisi in illis locis, ubi certo mihi
constat de contrario, bene enim novi ? modicam eruditionem
meam comparari baud posse eruditiom Amortii."
BezQglich des P. Angelus meldet er: „Dubitas an ju-
IXU. Jahrgaig. 20
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306
venis Scbyrensis post sofidiastmam deraonstrationem Amorti
denao descensurus sit in arenam con Ira Kempensem. Ego
etiam dubito. Hoc scio quod contra me apologias non tan-
turn scripsit, sed ilia jam sit subject a prelo, et proxime
emersura sit in publicum. Ita ad me ipsemet K diau - Schy-
reasis ipsemet Angelus, qui fors
Angelicus juvenis senibus salaniscet in annis.
Utramque Epistolam videbis proxime descriplam ex aulogra-
pho; minime itaque falleris, Angelum hunc niti baculo arun-
dineo . . . Ego tot ioeptias in Dissertalione Maerzii invenio,
ac indies detego, ut plane indignam olteriori refutatione cen-
seam. Congredias nihilominus cum illo secunda vice, pro-
testabor tamen simul, tempus a me male fuisse impensum*
An Amort schrieb er am 6. April 1761 im selben Betreffe:
„Satis jocosa erit repetita cum Crilicaslro Schyrensi pugna,
cujus hallucinationes fere sunt innumerae. Vereor tamen ne
exspeclare jussus sit usque dum lua Apologia lucem publi-
cam viderit. u
Nachdem er am selben Tage an Tflpsel geschrieben hatte:
„Fervet interea sub praelo Amorli opus; jamque ad primnm
argumentum responsa typis expressa legunlur. Quae corri-
genda monuisti corrigam — w fGgl er bei: „Nihil hactwus de
apologia nova contra me a Schyrensi scripta ad me delatum,
est, etsi Reverendissimum Frisingensem Suffraganeum monue-
rim, rogaverimque, ut quam primum edila folia mihi commu-
nicaret Vereor ne omnino suppresserit Infantem in cunis,
cum absque illius praesciiu in lypographaeo aulico impres-
sioni illius factum fuerit initium."
Am 19. Mai meldet Kuen, dass bereits 19 Bogen von
Amorts Werk gedruckt seien, mit dem Beisatze: „Amorti ap-
pendicem avide exspecto, licet in opere suo, quod sub praelo
sudat, vix semel me nominare dignatus sit, imo alicubi nomen
meum deleverit Adhuc addendum aliquid, quod primo loco
debuissem ponere, nempe cur adeo morosi sint Ulmenses
Typographi! Habesis causam. Impedimento per tres fere
hebdomades fuere plures characteres, qui ligno incidi debue-
rant *) , cumque nullus arlifex Ulmae sit inventus , qui hunc
laborem in se susciperet, Augustam MS. initti debuit, atque
inde tardius remissum."
Seine Furcht, P. Angelus Marz werde seine Antworl uu-
terdruckt haben, hatte sich nicht gerechtferligl. Er schreibt:
-Haec mihi Scurrae Schyrensis Apologetjcum adversus me
libellum attulit, quern quidem jam ante biduum Sohyra acoepi
cum litteris petulantissimis, quarum tibi copiam roitto. Nunc
primum intelligo causam Gersenislarum esse causam Diaboli,
I) Diese in Holz ausgeschnitteoe Schriftproben fin den sich in der
Deductio S. 125. 135.
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3*7
qui Angelas, qui contra Michaelem pugnauit, Diabolus fail.
Adversus hanc scarram ego minime vindictam meditor et pu-
gnabo. Parcat ipsi Deus, ego christianam vindictam meditor
et silebo, nec juvabit me tarn ignavo inquinari sanguine.
Nun ffigt er bei : „Me autem silente clamabit aliius R. D.
Decanus tneus, qui pugnabit pro Abbate suo. fitulus Apo-
logetici erit: Lapsus Sckyr en sis Angeli. u
Die obigen „litterae petolantissimae u lautelen:
Reverendissime, Perillustris
ac Amplissime Due Due Praesul, Due Patrone
plurimum gratiose, observandissime!
Dodum acceperis Angelum contra Michaelem, quo oculo, an
severiori, an beniguo ? dubito. Da venium praeeipiti calamo,
da angelo in posterum certe saavissimo, modestissimo.
Suni ex Suevia in Frisingensi noslro Lyceo, qui et fa-
ciem tuam, scripta tua, tuum cum Amorto commercium melius
longe me norunt, igttur horum instructioae ferme omnia scripsi,
quae prae aliis displicere possunl. Ergo, Reverendissime Prae-
sul, accipe denuo simulato saltern animo levidense meam opus-
calum, enormes typographi errores corrige, seu potius be-
nigne tolera. Auctorem audacter refuta. Repeto , habebis ad-
versarium homillimum, pacatissimum. Si vero offensum te
pates, Domine Domine qaid me vis facere? Id unum praeter
veniam rogo, ne diutius Praesul — Decani famulum agas,
operarium agas, agas quasi mercenarium. Possem Erudito-
ram Bavariae exhibere litteras, in quibus tua, non illius ex-
tollitur eraditio. Ajunt, minim non esse, Amortio libros cum
fungis nasci, cum alienis, luis praecipue, volent pennis, tua
se jactent scientia. Relata refero, et haec ipsa salva in tan-
turn virura reverenlia. Vive interim Reverendissime Praesal,
eamque denuo in pateraum sascipe sinum, qui cum sacratae
manus osculo perennat
Dabam Schyrae Humillimus in Xto
29. Aprilis 1761. servus ac cliens P. Angelas
Schyrensis.
Uebrigens schrieb Kaen am selben Tage (19. Mai) noch
an Amort, bezuglich des P. Angelus : „Credebam me rem ha-
bitararo cum javene, sed puerum petulantem expertus sum,
scarram inveni, quovis stabulario Menaloa crudiorem."
Am 20. Mai, wo er dem Pralalea Topsel schreibt: „Abire
ad te jubeo impressa Deductions Amortianae folia u fugt er
bei : ^Seqoentem crisira ab Excell" Domino Minislro caesareo
Dvo de Ramspbwag tulit: Autorem illius non incolam esse
posse religiosi cujusdam asceterii sed Husticani cujasdam
Horrei instruinentura. Frustra me hie Procrustes invitat ad
canpum Martium. Repeto quod Aper quondam dixit Asello:
„facilis vindicta est mihi
Sed inquinari nolo ignavo sangnine. u
20*
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308
Der Titel dieser aus 79 Octavseiten bestehenden Schrifl
lautet:
Angelus contra Michaelem, seu crisis apolo-
getica adversus reverendissimi perillustris ac amplis-
simi Domini Domini Michaelis, Praepositi Wengensis
Ulmae, Abbatis Lateraoensis 4c. Joannem de Canabaco
ex Comitibus de Canabaco oriundum in favorem Ioan-
nis Gersenii, Abbatis Vercellensis 0. S. B. concepta a
P. Angel o Mdrz Benediclino Schyrensi. Com fa-
cilitate Superiorum. Frisingae. Typis ac sumptibas
Philippi Ludovici Bock, typogr. Aul. nec non Lycei
1761.
Die Schrifl ist dem Abt Benedict von Rott dedicirt, and
zwar „ex Musaeo Schyrensi duodecimo Kalendas Aprilis 1761."
Die Riickseite der Dedication enthalt 6 Hexameter begin-
nend:
„Rideat Ulma tuam, Confrater, Amice juventam:
und endend:
Dejiciet tardos prompta Juventa senes.
DieVorrede beginnl spolteud: „Unus allerve Hensis, quo
dissertationem criticam adversus Kempistas edidi, transiit. Et
eccel jam conjurati veniunt ad classica venti. Bella, horrida
bella. Audiamus Reverendissimi clamorem etc. etc. u , macht
Ausfalle auf Eusebius Amort, aud fordert den Pralalen
Kuen zum Kampf herans. Nach der Vorrede folgt ein Elo-
giam reverendissimi adversarii Michaelis Praepositi Wengensis.
Das Werkchen selbst stelll jedem §. der Kuen'schen Schrifl
einen Gegenparagraphen auf. Z. B. „$. I. contra I. An un-
quam exstiteril in rerum natura Joannes de Canabaco. Be-
merkenswerth and fur die Litteraturgeschichte nicht ohne Iu-
teresse ist die S. 66 beigefugte Apologie fur Oliverius
Legipontius.
Topsel selbst sprach sein Urtheil in einem Briefe vom
2. Juni aus: „Unus ex nostris jam senioribns, dam legit pue-
rilia scribillatoris hujus — quasi ex tripode exclamavit
Angele nunc puer es, vir eris cum tempore, quando
Terra feret Stellas, caelum flndetur aratro.
Caeterum glorientur in Puero suo Monachi Schyrenses, quan-
tum illis volupe sit, glorientur et alii levis armaturae mona-
chuli semi-docti, aliter judicabunt de stramineo Gersene mo-
nachi docti, liberique a praejudiciis. Crede mihi, Praesol
doctissime, causa Gerseniana jam ad Triarios redacta est.
Hinc nil magis cupimus, quam ut Deductio Amortiana brevi
e Praelo prodeat in lucem."
Indessen hatte der Wengener Pralat, trotz seines Vor-
satzes nicht mehr zu antworten, bereits unter dem 8. Juni
seine neue Schrift, welche aus 64 Octavseiten besteht and
den Titel fuhrt:
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309
Anticrises in Crisin^apologeticam inscriplam: An-
gelus contra Michaelem f quas edidit Adolphus de
Kempis C. R. Canabaci apud haeredes Joa. Ger-
sen MDCCLXI.
welcher ein
Appendix ad Anticrises contra libellum, cujus
titulus : Angelus contra Michaelem. Addita ab A. DE
K. C. R. Canabaci apud haeredes Joa. Gersen,
MDCCLXI. XVI. Seiten 8°.
folgte, mil dem Schreiben uberschickt, in dem er an Topsel
die Frage stelll : „An autem aegre non sis laturus, quae pro
me Adolphus de Kempis scripsit, scire summa aviditate cupio.
Tacere volebam — fahrl Kuen fort — non siverant autem
Wengenses Musae quae in furorem actae vindicabunt Abba-
tern suum. Post dies quataordecim Thaliam honoris mei vin-
dicem habebis. Si patientiam tuam extenderis nonnihil leges
Trautweinii nostri Lapsus Angeli contra Michaelem certan-
tis. Fors una simul recipies novam dissertationem idolphi
de Kempis Interim haec omnia excudet alius typographus ne
Vogelio injiciatur mora."
Anlangend den Inhalt, so war hier Kuen unter dem
Namen des Adolphus de Kempis sehr persdnlich geworden.
.Gralulari tibi haud possum — schreibt er im Begiune seiner
Schrift seinem Gegner Angelus — quod libellum alterum abor-
tiveris, ingenii et modestiae tuae miserabile specimen." u. s. w.
Er schreibt sogar: „Nolo stare tecum in campo martio, a
quo nemo recedet nisi famam boni nominis perdere velit,
satis enim prodidisti tuam detrahendi libidinem, quam etiam
cum Facultate superiorum et cum scandalo bonorum exerces.
Quare me nomen meum non nihil celasse nullus prudentum
mirabitur. Noli suspicari hanc Anticrisin instantis praelii esse
prodromum. Postquam publicum monuero, quantum vel in
solis tribus primoribus paginis peccaveris, quae titulum, Epi-
gramma et Praefationem tuam continent, discedam ex arena . .
In hac scriptione mea saepius Martialis occurret, quia etiam
tu petulanter contra Reverendissimum Adversarium tuum ilium
produxisli, et versibus lusisti. u
Der erwahnte Appendix handelt „De Palinodia . . Car-
dinalis Roberti Bellarmini in favorem Thomae de Kempis."
Allein noch mehr, bereits am 21. Jun. 1761 schickte
Kuen dem Pralaten eine neue Druckschrifl, 64 Octavseiten
stark nnter dem Titel:
Notitia bistorico-critica de Codice Veneto sive
Januensi, qui in Controversia de authore librorum
quatuor de imitatione Christi saepius allegari solet,
publicata ab Adolpho de Kempis C. R. Coloniae
sumptibus Kempisiorum. Anno MDCCLXI.
In der Vorrede entschuldigt er sich, dass er nochraals
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aio
rede , nachdem er den Vorsatz gehabl habe , zu schweigen,
beruft sich auf die Aneifrung eiaes Freundes urid sagt dano :
„Pungentibus armis adversus jam devictum Adversarium Don
amplius uiar. Miliori calamo non Ulius Personam sed pro-
posilas ab ipso falsitales aggrediar. Imposterum aulem silebo
. . . u Die Abhandlung selbst bezieht sich auf die Venediger
Ausgabe der Imitatio von 1501., welche bekanntlich als ein
Beweis gegen Thomas von Kempis gebrauchl worden war.
Indem Kuen diese neue Schrift uberschickle , schreibt
er in seinem Briefe : „Nescio an, Reverendissime Praesul, An-
ticrises meas receperis. Non polui omnino silere ad pue-
riles injurias. Notitiam historico-criticam nunc mitlo de Co-
dice Veneto . . . Adhuc in fermenlo sunt Wengenses Musae
et nosier Trautweinius in detegendis Angeli lapsibus indies
sudet. Prolixo carmine Ibin Schyrensem coronavit. Necdum
tamen illud publicis lypis est expressum." *)
Das Urtheil Topsels vom 30. Jun. war: „Januensis Co-
dicis imposturas demonstrasli ad oculum. u An Felix von
Oefele schrieb er am 2. Jul. n Adolphus de Kempis, quern
nosti, novam iterum, ut nuper jam in ejus litteris legisli, ad-
versus Gersenislam Schyrensem edidil lucubratiunculam de
Codice Veneto sive Januensi, adeo ab illo laudato, quae mihi
prae reliquis placet, imposturasque Gersenistarum quoad ilium
codicem plane demonstrat. Nescio autera quid rei subsit,
quod adeo sub praelo protrahalur Opus Amortianum, nisi
forte id ipsum in causa, quod levis armaturae equites ad
bellum soleant procedere ante cataphractos, ludicrisque scae-
nis secuturae praeludere cladi."
Endlich am 21. Juli 1761 gab der Pralat von Wengen
die Nachricht, dass das Opus Amortianum vollendet und nun-
mehr 300 Exemplare abgedruckt seien, welche am 23. Jul.
nach Munchen abgingen, 100 Exemplare fur Polling, das Ex-
emplar im Preise zu 1 fl. 15 xr.
Des Buches Titel lautet:
Eusebii Amort, canonici regularis et Decani Pol-
lingani, Deductio critic a, qua juxta sanioris cri-
ticae leges moraliter certum redditur Ven. Tkomam
Kempens em librorum de Imitatione Christi Autho-
rem esse. Cum responsione ad oppositiones Gerse-
nislae Schyrensis frivolas eo modo scripta, ut pro ge-
nerali formula circa conlroversicas hislorias de scriplis,
documentis, monumenlis, vel actis publicis veterum
haberi possit. Cum permissu superiorum. Angus tae
I) Am 24. Jul. schreibt Kuen an Topsel : „Carmen laureatum in
Ibin Schyrensem testatum est, Lapsus Angeli in quavis fere patina
mordent et vutnerant, necdum utrumque optisculum prelo subject, ex-
spectaturus nonnihil, quid novi molilurus sit Schyrensis Onager. 4 '
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311
Vindelicor um, sumptibus Joan. Conradi Wohleri,
Bibliop. Ulmensis. MDCCLXI.
Das Werk besteht aus 344 Quartseiten uml G unbeziffer-
len Blaltern. Eine Dedication Ondel sich nicht vor. l ) Die
Vorrede beginnl: „Andabalarum more, casside infra oculos
depressa, ad exhilarationem populi Romani secuni invicem
congredientium , ludicrum orbi exhibere soleut speclaculum,
qui circa controversias historicas absque peritia Arlis criticae,
aut absque notilia Historiae Litterariae in arenam descen-
duul." Das sei nun der Fall mil dera P. Marz, der funf-
fach gefehlt babe. Diese 5 Fehler sind:
1. Argumentum moraliter cerium ex testimonio septuaginta
septem coaevorum lerlium solvere conatur ex eo, quia
singuli fallere possunt. „Solulionem esse pessimam" —
so fugt er bei — ars crilica monstrat.
2. Argumentum plusquam moraliter cerium ex convenientia
Slyli Kempisiani in NB. quadringentis Idiolismis Styli
Kempisiani solvere conatur ex eo, quia unus alterius
ldiotismos singulos imitari potest. „Verum ars cri-
lica monstrat; id ab orbe condito nec factum esse un-
quam" etc.
3. Ex defectu Historiae Litterariae allegal Acta tanquam
certa, quae ex teslibus oculatis constat esse falsa.
4. Ex defectu sanae rationis praeferl meras praesumpliones
Gerseuianas morali certitudini Kempisianae . . . (oppo-
sitas).
5. Ex quatuor dislinctis veris personis consult unam per-
sonam flctam, videlicet Joaunem Gersen, de Canabaco,
Abbatem Vercellensem, Decrelorum Doctorem.
Amort erklart: „Has quinque Propositiones luce meridiana
clarius demonslrabo in sequenti Deductione critica."
Die Hauptabtbeilungen des Amorl'schen Werkes sind:
Pars I. Vita, Acta el Scripta I. Joannis Gerson, Cancellarii
Parisiensis. 11. Joannis de Kempis. HI. Thomae
de Kempis Fralrum Germanorum.
Pars II. Principia arlis criticae praestabilita
Pars III. Argumenta Thomae Kempisio opposita, sich in XIV
Abtheilungen spaltead.
Pars IV. Argumenta pro Thoma Kempensi. Hier werden 77
gleichzeitige Zeugen aufgefuhrl, darunter LX Co-
dices. — AIs Argument II. wird der Beweis ge-
fuhrt ,,Ex 400 Idiolismis Styli Kempisiani".
1) Amort hatte bereits beschlossen, seia Buch dem Pralaten Michael
Kuen selbst zu widinen, und ihm war bereits die Dedication uberschickt,
ward aber wieder zuruck verlangt! Hieruber schrieb Topsel am 14. Jul.
1761 „Cur Amortus libentissime videal Dedicatiouein Colli , penitusque
oinitti, alia ratio non est, quam quod Tibi Sibique reciproca tiraeat ab
Effronte."
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319
Pars V. „Figmenta Gerseniana". Solcher sind VI, denen
eine eigene Praefatio vorgeschickt wird.
Pars VI. „D. Joseph Valart novus Gersenista a Canonico
Parisiensi convellitur" In 3 Questiones gelheilt.
Pars VII. Varia Documenta.
Pars VIII. Errata Personalia novi Gersenistae io puncto
Eruditionis.
Pars IX. „Animadversiones ad Crisin Apologeticam Gerse-
nistae Schyrensis."
Eine Mappa geographia Kempisiana so wie drei Tafeln,
enlhaltend eia Facsimile des Codex Aronensis, gestocheo vod
J. E. Belling in Augshurg, sind beigelegt.
Amorts Werk, bestehend aus 274 ist eine Ausfuh-
rung seiner vor 36 Jahren veroffentlichten Informatio. Pars
IX derselben ist rein personlich. Er schliesst: „Parcat juve-
nis ineruditos labori . . Maneat proin Domi Gersenistae Schy-
rensis Demonslratio, si nolit confundi. Reliqua aliis libranda
relinquo. Mihi enim, qui olim anno aetatis meae trigesimo
quinto, haud amplius juvenis com Polycrale Gersensi luseram,
nunc prope Septuagenario O non vacat, pluribus verbis reci-
procare, nec Ecclesiae nec Publico profuturas tricas."
Nun aber sollte sich ein neuer Gegner erheben, an den
Niemand gedachl haltel Am 26. Juli 1761 schreibt Kuen an
Tdpsel: „Hoc fero momento lectionem absolvi novi cujusdam
libel Ji adversus me scripli sub hoc litulo: „Didymi Vercel-
lensis ad Camillum Leodiensem Epistolae adversus autho-
rem Joannis de Canabaco." Locus impressiouis nullus ad-
est. . . Verus illius author est Helvelus, humanitati non studuit
nisi inter vaccas. Nihil affert novi nisi quod ratiunculas ali-
1) Bezuglich des Worles „Septuagenario u besteht eine bibliogra-
phische Varietal. Tdpsel schreibt hieruber Tom. II. fol. 120 seiner
Gorrespondenz einem Freunde in Mailand : „Videbis eiiara inter prima
et posteriora exemplaria in ultima pagina 344, Linea fere penultima ali-
quod discrimen; in priinis dicitur ibi Ainorlns prope octuagenarius. in
posleriobus vero prope, Septuagenarius, quod ultimum veruin est. Cor-
rector scilicet propria auctoritate , cum sibi magis scnem contra auto-
graphum flnxerit Amortnin, pro Septuagenario fecit octuagenarium, cum-
3ue prima exemplaria Ulmae impressa slatim Augusta Vindelicorum Me-
iolanum fuerint translata, quin prius aliquod exemplar adhuc Pollinpam
venerit, mansit hie error, qni in posterioribus a Hud imprimendo folium
fuit correctus." Dem alten Amort war der Kehler sehr unlieb : ,,Mendum
ultimum — hatte Tdpsel am 3. Aug. 1761 an Kuen geschrieben —
turpissimum est Nescio qua ratione error hie aut in calamum aut in
typum poferit influere!" Am 9. Aug. autwortete Kuen: Circa ultimum
Deductionis Amortianae folium, factum est, quod peliisti. Judicavi au-
tem melius esse, si integer quaternio reimprimeretur, ne plures vaga-
bundae paginae deperdantur. Commissi erroris, fateor, ipsemet solus
ego reus sum ; credebam enim Amortum jam prope oclogenarivm esse."
Das schon erwahnte Handexeinplar Amorts (P. Lat. 71-\) hat n octuage-
nario (t an fraglicher Stelle!
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313
quas adducat car Bulla Gregorii IX. ad Thomam Galium me-
rito habeoda sit pro supposilitia . . . Hoc exemplar Rhinau-
giensis Monachus cuidam suorum amicorum in vicinia nostra
I>ro mnnere misit, hand dubie etiam Rhinaugiensis quidam
ibelli author est, eoi omnes boves et vaccae hand dubie ad-
rougirent." T dps el antwortete am 3. Aug. „Sero heri ad
noctem accepi gratissimas tuas literas de die 26. Julii, ex
qnibus intelligo, novum te Anlagonistam ex Helvetia natnm
esse, hominum utique stultissimum. Si Bullam Gregorii DL
ex adscripto anno incarnationis Dominicae sublestae fidei ream
agere contendal, mitto hie tibi in Originali authenticum testi-
monium Bullae hujus a RR ino Abbate Frova mihi communi-
catum ..."
Der Titel der kleinen aus 95 Octavseiten bestehenden
Schrift lautet:
Didymi Vercellensis ad Camiltum Docturem Lo-
vaniensem Ep is to la 1. de Joanae a Canabaco ex
comitibus de Canabaco aurei de Imitatione Christi
Libelli Authore a quodam Canonico Regulari S. Augu-
stini Congreff. Lateran. recent er detecto. 1761.
Dieser erste Brief ist datirt: 13. Martii A. I. D. 1761.
Ind. IX. und endet S. 38. Die Epistola II hat wieder ein
eigenes Titelblatt, und beginnt S. 41., datirt vom 12. April
1761.
Am 9. August schrieb Kuen an Topsel: „Nihil gratius
mittere mihi potuisses, quam vidimatam Gregorii IX. Bullam.
Jam enim sub incude est Didytnus Vercellensis, quern quidem
ab initio vilulum vaccae cujusdam Helveticae credebam, sed
nec ovum ovo similius, quam personatus hie Lavernio Schy-
rensi Cacangelo. Am 30. August schreibl er weiter: „Soli-
dam hujus centonis refutalionem brevi etiam accipies ! ). Non
dubitabis mecum sentire, authorem istorum foliorum esse non
alium quam Pseudo-Angelum Schyrensem. Eadem utriusque
est facies, stultum ratiocinium, errores gramaticales , Lapsus
contra orthographiam, Appollo idem minus favens, idem scri-
pturae abusus, eadem calumuiandi ratio, eadem Schlechdorf-
fensium rusticorum bumanitas, eadem argumenta et acrisia."
Am 10. Sept. antwortete Tdpsel: „Didymi Vercellensis binas
litteras, vel potius centum calumnias baud sine bile legi. Nun-
quam ego credidissem eo proterviae devenire posse imberbem
juvenem . . . 2 ) Didymum hunc didymissimum esse Cacange-
1dm Schyrensem non est dubium. Noscitur ex superbia styli
1) Es war die beabsichtigte Schrift: „Lapsus deteriores Didymi Ver-
cellensis" welche spater Actus academicus iiberschrieben ward
2) Auch hier waltete bei Tdpsel noch die Meinung vor, dass An-
§elus Marz der Verfasser oder mil dem Didymus Vercellensis eine und
ieselbe Person sei !
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814
et phrasium Pontani, qoas quondam sob ferula didicit; oosci-
tur ex arte calumniandi . . . noscitur deniqae ex sexcenlis
aliis signis indubiis etc. etc."
Allein dennoch hatten sich beide Manner in dem Autor
geirrl: „Sunt u — schreibt Kuen am 1. Dec. 1761 an Tdpsel
— „qui etiam mihl idemtidem in aurem Uidymum Vercellen-
esse Monacho-Vitulum Rhinaugiensem, quern misernm inge-
nium non sinit esse Bovem. Nomen illi est Sebastian Kreut-
ter vel Greitter 1 ) sic mihi sinceri quidam amici ex Bene-
dictinis."
Die Wiederlegung ward dem Decan Gregor Traut-
wein in Wengen aufgelragen, dessen Carmen in Ibin unter-
dessen erschienen war. Bereits am 9. August 1761 hatle
Propst Kuen 20 Exemplare nach Polling geschickt: „Addo
ex Parnasso Wengensi vigesies Carmen in Ibin Schyrensem.
Fateor, omirino volebam ilium supprimere una cum Lapsibus
AngeU, qui necdum prelum subiere. Cum tamen non cessent
Gersenistici Crabrones me pelulantissime impetere, omnique
seposita religiosa modestia gravissimis calumniis me vulnerare,
flrmum fixumque stat prelo relinquere Lapsus Schyrensis An-
geli. Satis dentatus in iis est Trautweinius, qui pariter post
jam suppeditatas a me responsiones cofodiet novo opusculo
Pseudo-Vercellensem Didymum."
Diese kleine seltene aus 24 Octavseiten bestehende Schrifl
fuhrt den Titel:
P. Vigilii Wenkeros e> Canonici Mechlinensis in
Ibin Schyrensem Carmen laureatum, cantatum amoris,
honoris et verilatis ergo post noviter restauratum bel-
lum in causa Kempisiana. Zwollis, sumptibus Kem-
pissiorum MDCCLAl.
besteht aus 242 Distichen , und ist ein Spottgedicht auf P.
Angelus. Franz Tops el schrieb hieruber am 25. Aug.
„Wenkerosii carmen laureatum in Ibin Schyrensem ego sal-
tern non satis capio, cum illud Nasonis non nisi sexcentas
Yomat execrationes in ibim veterem, hoc autem quasi sub
habitu Epici carminis incedat. Eoquis ejus Auctor?" Ihm
antwortete am 16. September der Praia! Kuen: „Author car-
minis in Ibin Schyrensem est Trautweinius. Per Ibin cico-
niam aegyptiacam intelligil proprio rostro pur-
gantis. Fateor pluribus in locis carmen esse obscurius ; fors
suo tempore accedet lucerna, quae omnes tenebras facile
dissipabit. u In eben diesem Briefe zeigt er nun an: „Tertiae
epislolae locum supplebit recentissimus P. Angeli partus
contra Adolphum de Kempis in pu blicam lucem cum licentia.
Rdni su j Pfrtesulis editus, infernali Lucina favente. Ecce opel-
lae titulum :
1) Der Name wird stets verschieden geschrieben.
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ais
Crisis in Anticrisin Adolphi de Kempis C.
R. lata a P. Angelo Mdrz, 0. S. B. Schyrae. Cum
licentia superionim. Monachii, lypis Joannis Cliri-
stophori Mayr, Civit. Typogr. MOCCLXI.
Dieselbe besleht aus 4 r 2 Octavbogen ohne Seitenzahl. Yon
ihr urtheilt nun der Pralat: „Hic omnino Praesul Wengensis
a Bacchis discerpilur; nullus calumniarum finis, antiqua crambe
apponitur, el redivivae Ranbeckii Eumenides producuntur in
Thealrum. Sed necdum finietur Kempisiorura supplicium.
Redux quidam SS. Theologiae Sludiosus ex Frisingensis Liceo
relulit mihi, se ex ipsius aulici typographi ore intellexisse
sudare sub prelo novum P. Angeli opusculum contra Amorti
Dissertationem aculeatissime scriptum, atque inter paucos dies
finiendum." — Dann fugt er bei: „Mihi fixum firmumque est:
nihil amplius scribam adversus Schyrensem Leopardum. Patiar
tamen publice excudi Trautweinii nostri Lapsus Angeli Schy-
rensis. Jam primum & prelo emersit folium. Alterum illius
opusculum de Authentia Bullae Gregorii IX. Vercellensis datae
sub incude est. . . Quid ad haec piissimus et invictissimus
noster Amortns? An nullum ipsi suppetit medium compe-
scendi per Romanum tribunal Benedictinorum pertinaciam?
Dolendum certe tot bonas horas perdi in hac controversia
prorsus inutili."
In dieser Schrift des P. Angelus waltet allerdings mass-
lose PersOnlichkeit vor, die den Praia ten Kuen ungemein
schmerzte: ,,Dum illam lego" — schreibl er am 27. Sept. —
„vel relego indies nova mendacia, novas calumnias invenio.
Ineptiarum nullus est finis." Indem er eine Blumenlese hier-
von giebt, fugt er bei: „et dedicata est R d,nn Schyrensi!"
Am 28. Oct. theilte Kuen dem Pralaten Tops el mit:
„Frisingae necdum typis expressa est Cacangelli Schyrensis
Apologia contra Amorlum. Interim Ulmenses operae fervent
in excudendis Schyrensis Angeli Lapsibus. Refutatio Didymi
Vercellensis jam ultra umbilicum absoluta est. Adolphus de
Kempis defensus sub incude est R. P. Iosephi Lederer 1 ).
(Fortsetzung folgt.)
1) Topsel schrieb aaf einer Einlage bei: „Non recordor typis esse
excusum u Am 12. Dec. 1761 schreibt Kuen an Topsel: „P. Josephus
eleganti carmine minime stramineum fuisse cecinit Gabrielem iNaudaeum,
qnod certe non absque risu leges. Abigamus satyra, qni mordaciter
adversus nos pugnant. Ante ferias Christi adhuc ad Pollingani Phoebi
tribunal ut deferatur MS. curabo. Hodie postquam haec jam in chartam
effudi lepidam Satyram detulit ad me Author juvenis." Bezuglich dieses
Gedichts schrieb Topsel am 26 Jan. 1762 zuruck: „0 ut brevi typis
impressum hisce oculis cernam Naudaeophili Carmen. Non mihi solum,
sed omnibus, quotquot legerunt, imo Apollini ipsi probatissimum. (< Am
29. Dec. 1861 schrieb Kuen noch uberdies von P. Joseph: »Angelum
recenler depexum.' 1 Gedruckt wurde keine Schrift Lederer' s, die sich
auf diesen Streit bezogen hatte. Lederer's Schriften fiodeo sich ver-
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316
Verzeichniss
der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek
zu Oldenburg.
Von
Bibliotbekar Dr. Meradorf in Oldenborg.
(Fortsetzung.)
168.
Salicetus (Nicolaus) Antidotarius animae. Argentorat. Gru-
ninger. 3 Yd. Augusti 1491. 8.
F. 1. (fehlt in uoserm Exemplar.) F. 2. (mil der rothen
Blattzahl II und derSignatur a, 2) Col. 1. (roth gedruckt):
Nicolai faliceti artio: | 2 medicine doctoris. abbatis | mo-
naflerij beate marie_de pojmerio (alias Bomgast) ordi|nis
Ciflercien Argentine ii. | dyocefis. in anthidotario ate | pre-
fatiuncula. j ( )schwarz: Onfueue|rat arl3 me|dicine cor-|
poralis au|ctores exi-lmij int, ce-|teros quof | demededis
oorporib9 huma|nis edidere libros etc. F. 3. b. Col. 1.
endet die Vorrede, F. 3. b. Col. 2 beginnt das Register
bis F. 6. a. Col. 2. worauf F. 6. b. Col 1. das Werk
selbst beginnt, welches F. 144. a. (mil der falschen Blatt-
zahl CXLVI, da von Blatt 81 an der Irrthum der Zahlen
anhebt) Col. 2. endet: Anftnarn xf>ifidelium an|thidotariu
falutifern3 quo 2 | egrotates ad optala fanitale^ | reftitui. 2
lane in ipfa lanitate | oferuari valeat. hie fine fum|pfiiTe
cernes o lector. deuotiffi|me deo enctipoteti cum fuis
coregnantib9 gras age diligejtiaqj lauda collectors fralr^
Nicolai abbatis Pomerij ci-Jftercienfis ordinis. qui ex va
rijs fancto2|. patro opufculis | excerpes in hue fafcicula
illu3 | cogefut atq3 ad imprimedu | tradit. Induftriofo
viro ma-|giftro Johanni Reynardi. | (aFs grunynger) in in-
iigni ci|uitate Argentinen vbi com-|plel9 extitit Anno nFe
falutis | Mccccxcviij. ydus vo Au-lgufti. F. 144. b. leer.
144 Blatl mit (z. Theil falscher) Numerirung und Signa-
turen, phne Custoden; gespaltene Columnen mit 34 Zei-
len gotti. Char. Der Text bald roth, bald schwarz ist mil
Holzschnittleisten eingefasst 8.
Panz. I, 46, 214. — Hain 14160.
Unserem Exemplare, das an einigen wenigen Stellen
alte handschriftliche Noten hat, fehlt das Tilelblatt. Auf
dem Vorsatzblatte : Ex libris Erhardi Michaelis Semiprae-
bendarii.
zeichnet bei Meusel , Lexicon der verstorbenen teutschen Schriflsteller.
Band VIII. S. 100. Lederer war zn Ziemetshausen 1733 geboren and
surb 1796 im October.
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317
169.
Terentius (P.) com direclorio vocabuloram, glossa inlerlineari
et commentariis Donati, Guidonis et Ascensii. Argentor.
1490 Kalend. Nov. M. viel. Holzschn. fol.
Panz. Ann. I, 56, 299. Hain 15431. (Dem Wappen auf
dem Bande zufolge war unser Exemplar frOher im Besitz
der Familie von Ilten.) Dibdin Bibl. Spencer. II. N. 481.
S. 426—438.
170.
Brant (Sebast.) slultifera navis per Jacob. Locher Iranslata.
Argent. Groninger 1497. Kalend. Junii. M. Holzschn. 4.
Panz. Ann. I, 60, 325. Hain 3749. In dem Bibliotheks-
exemplare fehlen Blatt 21. 22. 33. 34. 43. 44. and Blalt 75
isl zerschnilten.
171.
Horatius Flaccus (Quintus) cum annotationibus (Jacobi Lo-
cher Philomosi etc.) quibusdam. Argentor. Gruninger 1498.
IV. Id. Marc. M. Holzschnitten. fol.
Panz. Ann. I, 61, 339. Hain 8898.
e) Der nnbekannte Drucker mit dem sonderbaren
S.
172.
(Gruner [Vincentius]) Exposilio officii missae sacrique cano-
nis. s. 1. et a. (Argentor. typ. ignot. c. singular! S.) fol.
Panz. Ann. I, 94, 502. Hain 6808.
Unser Exemplar gehdrte fruher der Bibliothek zu Och-
senhausen, wie der Stempel beweist. Ueber diese Biblio-
thek der Benedictiner-Abtei vgl. Stalin Beitrage z. Gesch.
wurttemb. Bibl. S. 90—91,
173.
Melusine. o. T. u. 0. (Argentor. typ. ignot. c. singal. S.) M.
ilium. Holzschn. fol.
Panz. deutsche Annalen I, 53. 95 Hain 11061. Dem
hiesigen Exempl. fehlt Blatt 1. ad Blatt 2 ad 45 sind de-
fect und schlecbt ausgebessert.
174.
Ernst, Herzog von Baiern and Oesterreich. Dessen Historie.
o. J. u. 0. (Argentorat. typ. ign. c. sing. S.) mil ilium.
Holzschn. fol.
Panz. deutsche Annal. I, 42, 75. Hain 6673. In un-
serm Exemplar sind Blatt 29. 37. 39. 47. defect und
schlecht ausgebessert.
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Ariminensis (Henric.J de quatuor virtntibus cardinalibus. Ar-
gent or. s. a. (typ. ign. c. sing. S.) fol. vid. Nr. 276. c.
1) Der unbekannte Drucker mil dem eigenthura-
lichen R.
175.
Plutarchus. Vitae illuslriura virorum sive Parallelae. lat. s.
I. el a. (Argenlor. typ. igo. c. singulari R.) fol. Volumen
secundum.
Panz. Aon. I, 77, 419. Hain 13124. Unser Exemplar
enlbehrt des erslen Bandes, hal auf einigen Blfitiero Be-
merkungeD einer selir alien Hand, die Bande sind von
emer alten lateinischen Perganienthandschrift und das Buch
selbst gehorle 1500 den Canonikern zu Niirnberg.
g) Unbekannte d. i. unbeslimmbare Drucker
Slrassburgs, nach den Jahren.
176. a.
Nider (Joannes) Praeceptorium legis s. expositio decalogi.
Argenlor. 1483. fol.
Panz. Ann. I, 25, 52. Hain 11795.
176. b.
Cyprianus (Caecil.J Libri tres contra Judaeos. s. 1. et a. De-
uenter Patfrael.) fol.
F. 1. a. (mil Signat. A.j) Incipit prologus in libros
beati Cipriani martins contra iudeos j editos. Qui qdem
prolog9 est epistola queda ad Quirina fcripla I ( ) Ip na-
nus quirino Alio i'alutem. Obtemperan|dum fuit flli caril-
iime deliderio tuo I'pirilali im|peliHima etc. F. 2. a. (mil
Sign. Ajj) ( ) Vdeos in offenla dei guiter deliquiffe qdom-
mu reliquent el [ ydola fecuti Tint. Liber primus) | ( )n
exodo populus ad aaron. Ex urge t fac nobis deos q | nos
pcedant. qv moyfes etc. F. 35. b. Z 25. in lege eius me-
ditabitur die ac nocte. | Explicit liber t'rius cecilij Cipriani
gloriofi martins. Archiepifcopi | carlhaginelis Oratoris
excellenlillimi ad qrinu. In quo libro Iicul | el i duobus
prioribus fides catholica contra iudeorum perfidia3 et | gen-
tilium errores lacrarum fcripturarus tel'timonijs fortUTime
mujnitur et corroboratur deo gratias | F. 36. leer. 36 Blalt
ohne BlaUzahl und Custoden mil Signaturen ind 40 Zei-
len goth. Char, der den Paffraelschen Druckea ahnelL fol.
Panz. IV, 119, 406. N. 289, 149. b. Hain 5894. er-
wahnen einer Gesammtaus^abe Cyprians, von welcher vor-
liegendes Drucksluck einen Tlieil zu bilden scheint, was
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018
jedoch ausTden obenangefuhrten Schriften, nichl genugsam
erhellt, da diese Autoren das Buch oicht selbst in Ban-
den batten.
176. c.
Albertus Magnus de abundanlia exemplorum. s. L et a. (Ulm.
Zainer.) fol.
Panz. Ill, 542, 60. Hain 484. Das vorliegende Buch
gehorte schon im 15. Jahrhunderle dem Klosler Abdon und
Sennes in Riogelheiro.
177.
Joannes de Turrecremata expositio super toto Psalterio. Ar-
genlor. in profesto S. Michaelis. 1485. fol.
Panz. Ann. I, 28, 73. Hain 15706.
178.
Jacobus de Voragine lombardica historia, quae a plerisque
aurea legenda sanctorum appellalur. Argentorat. in die
sancti Floriani 1485. fol.
F. 1. a. Lombardica hiftoria | que a plerifqs Aurea |
legenda laclorum ap-|pellatur. F. 1. b. leer. F. 2. a. (mil
Signal j und Ueberschrift Tabula Legendarum). Col. 1.
Incipit tabula super | legendas fcto^ fcd'm ordine alpha- 1
beti collecta. et primo premittitur pjlogus qui oftedil modu
reperiendi ] materias contenlas in diuerfis lo-|cis huius
voluminis. | Prologus. | (q) Woniam ficul | dicil ylldor9 in
libro d' ffimo | bono elc. F. 12. b. Col. 2. endel das Re-
gister: Finit tabula feliciter. | F. 13. a. Col. 1. Incipit pro-
logus fu-|per legendas lacto^j. quas collegit | in vnum
frater iacobus natione ia|nuenfis ordinis fratrum predicate |
rum | (v)NiuerfG tem|puf pntis vite i qltuor di|ftinguitur
etc. Der Prolog eudet auf derselben Seite Col. 2. F. 13. b.
Col. 1. Incipiunt capitula F. 13. b. Col 2. endet das Re-
gister mil: De cena domini. ccxv. F. 15. a. (mil Signatur
a.) Col. 1. Incipit legenda fcto^ que lombarjdica notatur
hiftoria Et primo de fe|ftiuilatib9 que occurmt infra temp9|
renouatois qd' reprefenlat eccl'ia ab i aduetu \i'q$ ad na-
tiuitate domini. | Legenda prima A. | De aduentu domini. |
( ) Duentus do | mini per quatjluor feptimanas agif ad
n-|gniflcanda etc. F. 233. b. Col. 2. Z. 19. Explicit le-
genda lomjbardica Jacobi d'voragine ordinis pdicajtorum
epifcopi ianuefis. ImprefTa Argen | tine. Anno domini.
M. cccc. Ixxxv. Finita i | die fancti Floriani martiris. Cuius
legeda | repitur in additionibus huius voluminis | in legenda.
cxcv. | Sequuntur additiones. | F. 234. leer. F. 235. a. (mit
Sign. I) Col. 1. Sequntur queda3 | legende a quibuldam
alijs fuper adjdite. Et primo de dece$milibusmar|tyrum.|
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320
F. 269. b. Col. 2. Z. 35. bent q corpq chrifti eft t fanguis
ei9. I Explicifit quoru-|dam fancto^ legende adidcte post]
Lombardicam hiftorias. ImprelTe | Argetine Anno dui.
M.cccclxxxv ] Finite in die fancli Floriani marty|hs. F. 270.
leer. 270 Blatl ohne Blatlzahl und Custoden mit Signa-
turen in zwei Columnen und mil 47 Zeilen goth. Char,
fol.
Panzer Ann. typ. I, 28, 78. Der ganze Artikel a To-
ragine fehlt bei Hain.
Der Druck ist mit 180 vollstandig gleich. Am Rande
beflnden sich von aller Hand einige Bemerkungen ge-
schrieben.
323.
Bibet (Deutsche) Pars II. (d. alle Testam. v. d. Spruch. Sa-
lomons an and das N. T.) Strassburg o. Dr. 1485. 2 Mont.
Mai. m. ill. Holzsch. fol
Panz. deutsch. Ann. I, 154, 214. Hain 3138. Das vor-
liegende Exempl. gehorte fruher der Herzogin Elisabeth
Sophie Marie von Braunschweig und spater von Uffenbach.
179.
Crescentiis (Petrus de) Opus ruralium commodorum. Argen-
tine 1486. 5ta feria ante festum sancti Gregorii. fol.
Panz. Ann. I, 29, 87. Hain 5831. Unser Exemplar hat
einige alte Randbemerkungen und die letzten 7 Blatter oben
sehr schlecht ausgebessert.
(Fortsetzung folgt.)
Bibl iothekch ron ik und Mi s ce 11a nee n.
Unter der Ueberschrift: „Das Evangelium Herzog
Heinrich des Ltfwen" berichlet die Neue Hannoversche Zei-
tung (Num. 222. und 224. dies. Jahres) in einem langereo Artikel,
dass dieses prachtvolle Manuscript, welches im 14. Jahrhundert
von dera Kaiser Karl IV. von der Burg Dankwarderode nach Prag
entftihrt worden war, von dem Metropolitan-Kapitel' daselbst wie-
der an Se. Majestttt den K6nig von Hannover zuriickgegeben wor-
den sei. Es wird dasselbe in der Burgkirche zu Dankwarderode
aufbewahrt.
Veranlwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger : T. O. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPETTM.
tttftfrtft
fttr
Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde uod
altera Litteratur.
Im Vereine mit Bibliothekareo und Litteratui freunden
heransgegeben
Dr. Hobert N aumann.
M 21. Leipzig, den 15. November 1861.
Der
Streit flber den Verfasser des Bflchleins
„De Imitatione Christi "
wie solcher im XVIII. Jahrhundert in Deulschland
gefuhrt wurde.
Von
Dr. Anton Ruland,
K. Oberbibliothekar in Wurzburg.
(Fortse tz ung.)
Am 12. December 1761.fiberschickte der Pralat von Wen-
gen nach Polling die Schrift Trautweins:
Lapsus Angeli Schyr ensis in libello, cui Titu-
lus: Angelas contra Michael em, super auctore IVLibb.
de Imitat: Christi detecti et castigati k Gregorio
Trautwein, exemptae Canoniae S. Archang. Michae-
lis ad Insulas Wengenses Ulmae Suevorum Decano,
Notario apostolico. Anno MDCCLXI. Cum praescitu
et permissu Superiorum. Proslat August ae Vindel.
el ulmae. 404 Seiten und 10 Blatter, in 8°.
mit der Zuschrift an Topsel: „Si Tibi placeat Trautweinii
nostri Anlapologeticum scriptum, illudque legendo eruditi tui
XX1L Jahrgug. 21
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defatigati doo fuerint oculi in Xenii locum , quotqnot jusseris
plura subsequentur exempia. Collegii enim mei sumptibus in
publicum prodiit, adeo enim a Benedictinis aut Gersenistis
polius deterriti sunt Bibliopolae et Auguslae et alibi, ut
porro sumptus nullos suppeditaturi sint Kempisiis, imo pas-
sim dislrahere delrectent nostros in hac cootroversia Libel-
los 1 ). Trautweinius meus alteram partum contra Didymom
enixus est solita cum erudilione, verum quantum praevideo,
ob Patrini defectum ad Baptismum non veniet quemadmodum
alter apologeticus Libellus a R D Josepho Lederer scriptus,
quo postremum P. Angeli Centonem conflcere conatus est.
Interim MMSS tamdiu premam, quamdiu novis praestigiis
Collegio nostro non insultabunt. u Tops el antwortete bereils
am 15. December: „Pro lapsibus Angeli Schyrensis a Y. C.
Trautweinio observatis grates, quas debeo, rependo summas ;
mediam fere partem illos jam perlegi, jam flendo cum Hera-
clito, jam ridendo cum Democrito super stupidilate juvenis
hujus scriptoris, vel hoc ipso eliam nomine indignissimi , nisi
me mea lumina fallant. Caeterum qui superbia tumidus Ma-
gistrum quaesivit, jam Magistrum invenit in tuo Trautweinio,
ul sub ferula ejus humilietur. Haec schola quidem Angelo
non placebit, sed cum fuerit Angelus contra Michaelem, etiam
invito placere debebit. Quaeso, reverendissime Praesul, cura
ut brevi et adhuc ante nundinas Monacenses, proxime instantes,
etiam sequatur Appendix lapsuum deteriorum Didymi
Vercellensis 2 ); pretiosam etenim hanc margaritam nugi-
venduli Benedictiui exspectant quam avidissime I Forte in hunc
1) Als Beleg fuhrt er an: „Augustae clanculom P. Angeli et Didymi
Pseudo-Vercellensis lacinias distrahit Bibliopola Maur acker. Wohlerus
hujas pauca admoduoi exemplaria a me expetiit, ac ubique in Benedi-
ctinorum Asceteriis declaravit, se nullatenus suis sumptibus Amortiani
operis editionem promovisse!" Indem er am 29. December 50 „Exem-
plaria Angelicorum Lapsuum'' nach Munchen schickt, fugt er bei: „Cum
tantum impressa sint 300 Exempia a Collegio meo non venditor exein-
plum nisi pro 45 cruciferis. Si tamen Bibliopola Monacensis distrahere
ilia velit, mihi plura non solvel quam 30 crucif., reliquos 15 ser?et sibi
pro labore." Im Schreiben vom 26, Jan. 1762 sagt Tops el: „Ad nun-
dinas Monacenses hoc anno non abii, conatus tamen sum, lapsus Angeli
Schyrensis variis ibidem distribuere bibliopolis. Quo! autem bi Exem-
plaria forte distraxerint, exploratum nondum babeo. u
Ein Brief Gregor Trautweins v. 20. Jun. 1762 setzt den Preis des
„Lapsus 4< pro exemplari pro crucigeris 25 aut etiam 30. und spricht
bezuglich des spater erschienenen Actus academicus u aus: „Ne pretii
difficultas libello forum minus liberum faciat, exemplaria singula pro 12
crucigeris — futuris emptoribus permittimus."
2) Obschon Pralat Kuen am 29. Dec 1761 schreibt: „AbsolYit .. .
item Trautweinius „ Lapsus deteriores" obschon auf dem letzten Blatte
der Amort'schen ,,Deductio" ein ,,\erzeichniss einiger Bucher, welche
zu dieser Controversie gehoren, und in dem Wohlerischen Buchladen in
Ulm zu haben sind u sich findet, in welchein an letzter Stelle geleses
winl : „Lapsus deteriores Didymi Vercellensis. 8. sub prelo" so ist dies*
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ipsum Didymum soum etiam armabit calamum Zvnggius noster,
cui lacubratiunculam ejus ludicram nuper communicavi. u
Anlangend die Arbeit Trautwein's selbst, so geht solcher
mit einer wirklich zersetzenden Kritik auf die Schrifl des P.
Angelas ein In seiner Praefalio fuhrt er an: „Perlectis De-
dicatione et iis, quibus Lectorem futurae leclioni initial, in-
tellexi, authorem esse ea ex gente, cui Comicus Rixosam
tribuit auimam . . . u Allein noch mehr! „Necdum ultra pa-
gellas binas, quibus Lectorem author inslruit, processeram,
cum vitium longe deterius deprehendi, quo Angelica haec la-
borat anima. Genium nutrit Inimicum omnibus, qui quovis
in argumento ab ipso dissentiunt . . . . u Nach 3 Prolego-
mena folgen S. 29. Lapsus Angeli contra virtutes Intellect us.
Als solche werden im „Cap. I Lapsus contra Artem " $.1—11.
Contra Grammalicam et Rhetoricam in Titulo. §. III. Contra
Gramaticam in Carmine. $. IV — V. in praefatione. §. VI.
Contra art. grammat. et Rhetor, in Elogio. §. VII. in octo
Paragraphs.
Cap. II. Lapsus contra Prudentiam. Cap. III. Lapsus con-
tra Sapientiam. Cap. IV. Lapsus contra Intelligentiam. Cap. V.
Lapsus contra Scientiam.
Als Appendix folgt „Spicilegium Plautinum ex Angeli
Schyrensis Lapsibus collectum et Didymo Vercellensi dedica-
tum. Im ubrigea wahlte Trautwein die Gesprachsform ! Be-
reils am 3 Januar 1762 schrieb Pralat Kuen abermal nach
Polling, indem er eine Schrift des Vieira ubersetzt von Traut-
wein uberschickte : „Minori complacentia excipient Benedictini
proxime libellum alium, qui Deo jam annuente publicam aspi-
ciel lucem. Patere tamen, R d(u * Praesul, ut Apelles adhuc la-
teat. Chahssimo et clarissimo nostro Amorto baud, pnto,
iogratus erit, et supplemento suo addere poterit novum Aug-
mentum."
Unterdessen war in dem Streite eine gewisse Stille ein-
getreten: „Nova in causa Kempensi" — schreibt Tops el am
27. Marz einem Freunde — „nulla. Silent omnia, Angelo ad
cathedram Theologicam suo in monasterio, quod omnes mi-
rantur, in praemiom forte laboris sui, promoto."
Auch zwischen Polling und Wengen war Ruhe eingetre-
ten I Tdpsel schickte am 12. April einen Codex de Imitatione
Schrift doch nie in den Druck gekommen, und nur aus diesem Verzeich-
nisse mag sie Malou a. a. 0. S. 2H. Note 2 als erschienen auffuhren.
Uebrigens schrieb selbst Tdpsel am 20. Mai 1762: „Deteriores Didymi
sudant sab praelo, quorum non nisi duas phyliras hucusque habeo u —
sie mit den ersten Bogen des „Actus academicus" offenbar verwecbselnd.
Allein apodictische Gewissheit giebt eine Mittheilnng TSpsels an den
Rebdorfer Bibliothekar Albert Laubscher vom 5. Febr. 1763, wo er die
Lapsus deteriores Didymi Vercellensis sub mmutata titulo Actus acade-
mnx" bezeichnet.
21*
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324
an Kuen mit der Bitte: „Precor duntaxat, ut hunc thesaurum
in Tuo armario librario probe custodias, ne aliquando venial
impostor, qui annoruin numerum, quo is exaralus est Codex
aut deleat, aul excerpat. Terrent vestigia, quae in aliis pas-
sim occurrunt. Caeterum contra ultimam Amorti nostri de-
ductionem criticam hucusque nihil publicis typis prodiit. Spero
obstructum esse os loquentium iniqua."
Am 25. April meldet ihm dagegen der seither onwohl
gewesene Wenger Pralat: „Heri Typographo Ulmensi tradidi
MS. contra Didymum Vercellensem, a Trautweinio noslro
egregie vapulanlem. Opusculum in typo, ni fallor, decern
philyris absolvetur "
Allein bald sollte unerwartet ein neues Leben in die
Sache kommen, der Streit abermal erneuert werden, und zwar
nicht von Scheyern aus, wo unterdessen auf eine ganz andere
Rache gegen den Pralaten Kuen und den Decan Amort, wie
es scheint, gesonnen worden war, sondern von der Reicbs-
pralatur S. Emmeram in Regensburg!
Am 29. April 1762 schrieb Topsel an den Pralaten von
Wengen : „Anle omnia scias novum iterum adversus Amortum
nostrum in causa Gerseniana in arenam descendisse Gigantem.
Celsissimus is est, et S. R. I. Princeps, nisi nos omnia fal-
lant. En libellorum tilulum ; gemini enim prodierunt ano facta.
Titulus unius est iste: „Basis aedificii Gerseniani a R. P.
Delfau et R. P. Mabillonio posita cum no vis animadoersio-
nibus in Deductionem criticam tifc. Auctoritate Supcrioris.
Ratisbonae typis loan. Mich. Englerth. 1762. Alter hone tilu-
lum praefert: Documenta Historica ex Chronico Windese-
mensi 0. Can. Reg. Auctore Inan. Buschio, et ex Chronico
Montis 5. Agnetis Auctore Thoma a Kempis, quibus osten-
ditur Thomam a Kempis libelli de I. C. auctorem did non
debere. Eadem auctoritate Superioris Typisque eisdem.
Utrumque opusculum in 12°. ad legendum accepi nudius ler-
tius a Monacho Andecensi, qui illud ab alio Confratre suo,
hie autem ab Auctore ipso novissime dono obtenuerat, unde
de Celsissimo eorum Parente baud dubitare possum. u
Ihm antwortete bereits am 6. Mai der Priilat von Wengen:
nObstupui ad novi Gigantis nomen, qui recenti ausu redivivos
sistit Delfavium et Mabillonii manes. Vereor, ne actum agat.
Delfavium jam depilavit Brewerus. Mabillonius evidentissime
deceptus fuit a suis synergis, ac jam in regno morluorum
edoctus fuerit veriora et meliora. Documenta historica ex
Chronico Windesemensi libenter videbo. Est in manibus meis
utrumque Chronicon et Windesemense et S. Agnelianum, aut
omnino caecutio, aut caecutit pleno in meridie novus hie Ger-
senianorum Gigas, adeo enim Thomas Kempensis author li-
brorum de Imitatione demonstrari potest ex utroque chronico,
ut omnibus, qui credere id recusant, caput equinum pro hu-
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395
mano cervici imponendum esse jure censeam. Interea hunc
Gigantem minime ex S. R. I. Principum numero esse credam,
donee me certioribus argumentis convincas. Novi hominem,
qui hujusmodi documenta vidit in musaeo R d,ni Abbatis Mo-
naslerii S. Petri in Sylva nigra, atque hie ipse R Abbas,
jam editis libris clams eidem amico meo fassus est, se proxirae
contra Kempisios proditnrum in arenam. Jam credo id factum
fuisse ...
Noch fOgt er bei: „Quid contra Didymum Vercellensem
moliantur Musulae nostris in Insulis ex acclusis philyris di-
gnosces."
Ihm antwortete Tftpsel: (17. Mai 1762) „Basin aediflcii
Gerseniani usque hodie Ratisbona, ubi impressa est, obtinere
baud valui , etsi Bibliopola Monacensis Gastlius simul jam et
Ratisbonensis sit Bibliopola. Petii ab eo decadem Exempla-
riornm jam ante mensem, nullum autem obtinui. Crederem
illud Utopiae impressum, nisi aliud Exemplar, quod a Monacho
Andecensi accepi mutuo, adhuo in manibus haberet Amortius
noster. Novi, si Amortio nostro fides, afferl nihil auctor iile
quisquis sit, imo duo diversi, si non tres, videntur libelli
nujus parentes. Quod ego suspicer, Abbatem San-Emeramen-
sem praecipuum esse illius autorem, non una est Ratio, quam
aliquando prodam. Defendit is Pseudo-Dionysium, cur non et
Pseudo-Gersenem? Quod si Abbas Monaslerii S. Petri in
Sylva magna, quern alias libris clarum nominas, aliquid opel-
lae contulit, eerie nihil novi protulit. Delfavius recusus com-
paret integer; adversus Amortium affertur nihil, quam quod
moralem cerliludinem statuit, Thomam Kempensem polius
quam Gersenem auctorem esse libelli de Imilatione Christi!
. . . Amortius noster non nisi appendicem scribit ad suam
Dednctionem proxime absolvendam, qua sola Scribillatores
hi satis vapulabunt, veritate testimonium praebente illi, qui
verius scripseril. Lucubratiunculam Trautweinianam adver-
sus Didymum avide lustra vi, nec obest Methodus, qua utitur,
ut si non convertantur monachi saltern humilientur. Opto ut
brevi ad parlum veniat."
Der eigentliche Titel der auf 264 Octavseiten gedrucklen
Basis lautet:
Basis firma Aedificii Gerseniani a Franc.
Delfeau, & Joan. Mabilon, Honachis Benedictinis Con-
gregal. S. Mauri Anno MDCLXXIV «L MDCLXXVH. po-
sita, adjectis Animadversionibus novis in Dednctionem
criticam Clarissimi D. Eusebii Amort, Canonici regu-
laris etc. Superioris Aucloritate. Ratisbonae. Typis
Joannis Michaelis Englerth, Aulici tL Episcopalis Typo-
graphi. 1762.
Die Vorrede sagt nun: „Haud admodum religiose viden-
tur agere viri religiosi, professione sua humilitatis statum
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profitentes, qnando pro sola gloria Ordinis sui promovenda
(uti ajunl) magna pertinacia, non absque Christianae Charitatis
dispendio, invicem pugnant, ac evulgatis publicis foliis sese
mutuo fabulatores, somniatores, flgmentorum, umbrae secta-
tores etc. appellant. Accidit nuper, prd dolor! utlis pene jam
ant quata . . . iterum resuscitata fuerit . . . Author Deductio-
ns Criticae anno 1761 evulgatae (quidam CI. R. D. Canonicus
Regularis Pollinganus) Monachum Schyrensem hujus litis re-
stauratorem, magno animi ardore subigere, ac vincere nilitur,
eodemque immodico ardore omnes, qui hactenus Johannis
Gersenis Abbatis causam defendebant, quos Gersenistas vocat,
splendidis Moralis cer titudinis armis . . vinci declarat
. . . ipsumque Mabillonium . . . arguere non erubescit. quod
is . . prae vehemenli suorum amore, non semel illocebrosis-
sima flgmentorum umbra sese capi passus sit. „Pulo" — fahrt
die Vorrede fort — „ejusmodi accuralionem adversus Mabil-
lonium, a viro aetate gravi, Jubilaeo professo, Yenerabili
Decano, sanae crilices amatore, qualem se dicit, insolenter
proferri."
Es isl also diese Schrift, wie die zu ihr gehorige aus
104 Octavseiten bestehende
Documenta Historica ex Chronico Windeshe-
mensi, Ordinis Canonicorum Regularium, Authore
Joanne Buschio, et ex Chronico Montis S. Agnctis,
auctore Thoma a Kempis. Quibus ostendilur, Thomam
a Kempis Libelli de Imitatione Christi Authorem dici
non debere. Auctoritate Superioris. Ratisbonae, Typis
Joannis Michaelis Englerth, Aulici ct Episcopalis Ty-
pographi 1762.
Speciell gegen Amort gerichlet, der nicht hatle Amort sein
mussen, wenn er geschwiegen hfitte.
Das beste Urtheil Qber den Gehalt desBuches gabKuen
in einem Briefe an Topsel vom 23. Mai: „Basin aedificii
Gerseniani una cum Libello altero jam legi . . Basis dudum
subversa est. Ex hoc solo capite grata mihi, meisque com-
militonibus accidit quod integrum Delfavium et animadversio-
nes Mabillionis nobis exhibeat, necdum a me aut illis visas.
Judico et ego, Baseos auctorem , . esse Abbatem San-Erne-
ranensem; Documenta autem e Chronico Windeshemensi
censeo ex calamo R wi Abbatis Monaslerii S. Petri profluxisse.
. . Caeterum quae ex Chronico Windesimensi in favorem
malae Gersenislarum causae contra Kempistas protulit, par-
tim contrita satis sunt ab Amorto et Werlino; partim levi
brachio refelli possent ex ipso hoc chronico.
Bezuglich der im Drucke befindlichen Trautwein'schen
Schrift schreibl er: „Lucubratiunculam Trautweinianam ad
flnem hujus mensis aut ad initium sequentis absolutam abs-
que mora habebis. Fac ocyus me moneas quo numero exem-
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planum desiderio loo satisfacere que am, interim oculos eru-
ditissimos acdusis foliis pasce."
In einem Schreiben vom 1. Juni spricht TOpsel die-
selbe Ueberzeugung bezfialich des Herausgebers der Basis
flrma aus, und meldet dem Wengener Prfilaten bezfiglich
.. Amorts. „Caeterum tolus jam est in eo, at Basin aediflcii
Gerseniani, nulio fondamento nixam, brevi subvertat."
Gleichzeitig hatte er auch aus Wengen die nun vollen-
dete Schrift des Gregorius Trautwein:
Actus Academicus ad versus Pseudo-Didymi Ver-
cellensis Epistolas duas, quibus fervenle controversia
de Authore Libelli de imit. Christ i, Origines Canoniae
Vercellensis S. Andreae probrose impugnat, P. Ange-
lum Schyrensem calamitose juvat, Jo. Gersenem prae-
tensum Authorem dolorose deslituit. Oratore CI. viro
Jodoco Badio Ascensio, auctore Gregorio Traut-
wein, exemtae Canoniae S. Michaelis ad InsulasWen-
genses Ulmae Suevorum Decano, Notario apostolico.
Cum Facilitate Superioris. Papiae in caelo aureo.
MDCCLXII. Sumtu et formis Greutejanis ad Sa-
gittatum 168 Seiten in 8°.
erhalten, bezfiglich welcher er antwortet: „Actus academicos
doctissimi Tui Trautweinii coepi legere cum voluptate; va-
pulant egregie Angelus aeque ac Didymus, par nobile fra-
trum."
Dieses ist nun die Schrift, welche, wie es scheint, fruher,
so lange man den P. Angeius und den Didymus — wie ihn
Trautwein nennt „Larvio quidam anonymus" fur ein und die-
selbe Person hielt, den Titel „Lapsus deteriores" erhaiten
soilte. Sie ist dem Abte Joseph Frova zu Vercelli ge-
widmet, da sie dessen Stift, vielmehr eine Stifts-Urkuude „ad
S. Andream" hauptsachlich betrifft, und er selbst die Urkun-
denmittheilung bethaliget hatte 2 ). Ueber den eigenthumlichen
Titel schreibt Trautwein: „Velustissimis adeo aetatibus sem-
per magnum, semper sacrum, et a plebejo usu disjunctum
videbatur, quidquid ex Academiae Gymnasiis fuit profectum.
. . . Opusculum praesens . . Actum inscripsi Academicum,
1) Es ist klar, dass im Ausdrucke „formis Greutejanis" eine An-
spielung auf den Namen des Verfassers liegt.
2) Dem italifinischen AM Anton Suardi schickte TSpsel 3 Exera-
plare: „quibus Aothenticia Diplomatis cujusdam a vestro Pennotto quon-
dam asserti, nuper autem a malevolo quodam monacho, qui sub Didymi
Vercellensis nomine latere voluit, turpiter impugnati probatur. (28. Jun.
1762.) Pudenda sunt, quae iste Monachus adversus Pennoltum, imo
nniversam Lateranensem congregationom calumniose eflutiit ita, ut plane
Romae configi mereretur!" Ueberhaupt leuchtete in diesera Streite
immer der Wunsch durch, Rom m5ge sprechen!
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non utique mole, non adeo forma et stylo, sed aestimandom
solo argumento." Die Widmung isl vom 8. Mai 1762.
Unterdessen war man in Polling thatig, der in der Vor-
rede der „Basis firma" getadelten Amorl'schen „Moralis cer-
titudo" Geltung, und noch mehr — den Sieg zu verschaffen;
sofort wurden von Tops el keine Muhe und keine Unkosten
gespart, sich fiber deu Stand der Handschriften der „Imitalio
Christi" aus alien Landern Europas Gewissheit zu ver-
schaffen. Es sollte desshalb unler diesem Tilel eine none
Schrift des alten Amort an's Licht treten. Aber auch die
Gegner waren nicht unthfitig geblieben, und nun sollte auf
einmal klar werden, was nach dem Brief Kuens vom 26. Sept.
1761 der „Redux quidam Ss Theologiae Studiosus ex Frisin-
gensi Lyceo" hinterbracht hatte!
Am 12. Juni 1762 schreibl bereits Topsel an Kuen:
„Hodie Diessa ad me veniunt Wettenhusanus, Undenstorffen-
sis, San-Crucianus el Diessensis Praesules, a quibus cupidus
sum rescire, quid de famosa Disquisitione sinl dicturi, si
tamen emerint aut iegerint. Diessensis certe quocum eram
Wessofonli in Festo S. Udalrici nihil adhuc de ilia rescivil,
elsi jam dudum Ferdinando Kellershovero Canonico Diessensi
ea de re scripseram. Apud Honachos ibidem altum erat de
his silentium.
Es war namlich plOtzlich ein wirkliches Pasquill unter
dem Titel aufgetaucht:
Disquisitio juridica num Reverendissimus, peril-
lustris, el amplissiinus Dominus Dominus Michael
Kuen exempti Collegii Canonicorum Regularium S.
Augustini Congregationis Laleranensis Ulmae Praelatus
et Abbas etc. Author sit pudendi libelli sub titolo:
Ioannes de Canabaco ex Comilibus de Canabaco
oriundus, qui vulgo vendilur pro Authore quatuor libro-
rum de Imitatione Christi, recenter deteclus a quodam
Canonico Regulari S. Augustini Congregationis Lalera-
nensis. Cum permissu Superiornm Canabaci sumpti-
bus haeredam Ioannis Gersenii MDCCLX. Negalivam
sentenliam in favorem dicti D. D. Praelati adversus P.
Angelina Maerzium, 0. S. B. Schyrae, amplectitur atque
per notoria fere jura tuetur Theophilus De La
Grand, J. U. C. Praefectus in Falckenslein. Pars I.
Sumplibus Gersenistarum 1762.
Der erste Theil enthalt 72 Quartseiten , der zweite ohne
besonderen Tilel 84.
Es isl dieses nun ein formlich durchgefuhrter Process —
respective die Beweissffihrung dass der Pralat von Wengen
der Yerfasser seines Ioannes de Canabaco nicht sei. Ange-
lus klagt persOnlich, Michael isl durch einen Bevollmachtigten
vertreten, weicher ,,Engelhard u genannl wird, als Anspielung
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319
auf Kuens pseudonymen ,,Lucifer Wittenbergensis " Die Vor-
rede beginnt: „Decantati in utroque fore juris esse, quod
Adore nou probante reus absolvendus sit, etsi te lateret,
Schyrensis Angele, at omnium tamen consensu el praxi quo-
tidiana est exploratum, ut de eo ne dupondii quidem Tyrones
dubitent. Itaque si Reverendissimi etc. D. D. Michaelis, Can.
Reg. S. Aug. Praepositi Wengensis etc. patrocinium a me
suscipi adversum Crisin Tuam Apolegeticam intelligis, una
facile perspicis, id me jure abs Te exigere, ut Actoris prae-
cipuas partes expleas, atque mox dictum R dm Praesulem Scripti-
unculae, a Te exagitatae, verum germanumque parentem esse
prius evincas, quam asseras, ne temere fingere Tibi adversa-
rium voluisse videaris . . Quod nisi praeslileris, Anonymo
cuidam levidensem Lucubratiunculam illam sub titulo: loan-
nes de Canabaco etc. tribuere pergam, et pergent, opinor,
mecum, quicunque cogitaverint , opellam illam Authori suo
parum honoriticam, tibi ipsi, Angele Schyrensis, probrosam,
denique illustrissimo Benedictinorum ordini esse inimicam.
Neque enim isti in animum unquam inducent, tantum Reve-
rendissimum Praelatum Michaelem potuisse sui oblivisci, ut
Nomini suo quidquam indecorum admitteret u . . u. s. w.
Die Schrift selbst ist voll Spott und Hohn gegen Kuen
und Amort!
Am 15. Jun. 1762. schrieb nun T dps el an den Pralaten
▼on Wengen: „Quod ego sentio de infami, quod unquam styx
atra evomuit, libello Martini Mackii, Wiblingani Monachi,
ejusque Complicum, calamo exprimere non possum. Ca-
lumniatores ejusmodi, et Delrectatores pessimos perdet altis-
simus; calumnias et injurias Ordini impactas vindicabit coe-
lum. Ne aulem famam banc ipsam et Ordinis el amicorum,
quos in Deo colimus, negligamus, Res haec ad altius tribunal
deferetur, et quidem hodie adhuc ad Serenissimum nostrum
Ordinarium pudendissimum istud scriptum mittetur, publicis
impressum typis, extraclis inde textibus maxime scandalosis,
quamquam vix linea absque novo scandalo ac calumnia in
loto libello compareat. u
Zwei Tage spfiter, nachdem sich Amort bereits am 15.
Jun. besehwerend an den FQrstbischof von Augsburg, so w\e
an dessen Generalvicar lohann Bapt. Bassi, Decan zu S.
Horitz in Augsburg, gewandl halle, schrieb T dps el an den
Bibliothekar P. N. Buell in Neustift: . . . „Simul accepimus
etiam novum Gersenistarum Partum, cui titulus: ,>Disaui$itio
juridica nurn RR m ** Michael Kuen pudendi libelli: Joannes
ex Comitibus de Canabaco auctor sit.' 4 Hucusque Gerse-
nislae ut Leopardi el Tigrides cum Agnellis Kempisianis di-
micavere, nunc furor eliam in rabiem versus est. Nulla est
calumnia, injuria nulla, nulla calumnia, qua non impetunlur
Praelatus Wengensis, Decanusque mens Amorlus, eorumque
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880
fama publica non ana vice gravissime laeditur. Infamem banc
lucubrationem quanlocyas supprimendam fore aullus dubito,
est enim et ipse Episcopus in ilia laesus. Aulores illius sunt,
etsi in fronle Nomen non gerat, Angelus Schyrensis et qui-
dam alius Wiblingensis Monachus, Martinus Mackius, qui
sab nomine anagramatico Cantamirus Ramus appellari vo-
luit, ac demam anas ex ipso Collegio Wengensi, qui Vicino
sao Mackio *) arcanissima sui Praesulis prodidit. 1
Kuen selbst war, wie sein Schreiben vom21. Jan. zeigt,
fiber die Injurie sehr gefasst, wenn auch schmerzlich berfihrt I
Am 28. Juni 1762 berichtel Topsel dem Pralaten voo
Wengen weiter: „Accepi ultimas laas easqae aequissimas que-
relas adversus Gersenianos Leopardos, non enim homioum
multo minus religiosorum Monachorum tilulo honorare illos
possum, quorum praestilutum unicum est: Calumniarc ati-
dacter semper aliquid haeret. Scias autem RR ,ae Confrater,
non solum Martinum Mackium, ut tu quidem opinaris, famosae
hujus Disquisitionis juridicae eese auctorem, accedit huic et
alius Rubertus Hauff nomine, Honachus Schyrensis, imo et
tertius, Cacangelus nempe ille, fax trioarum omnium. .. col-
laborate Proditore tuo pessimo. Cooperatum autem esse Ru-
pertum Haulfium testis mihi est omni exceptione major. Mo-
nachus alius Andecensis, in nostro quondam Seminario litteris
mansuetioribus imbutus, qui id mihi tanquam rem certissimam
et jam notissimam affirmavit 2 ). „Actus academic^ accepi
propediem .... Scribam etiam RR mi " Abbatibus Suardo et
Frovae de oonflxione Didymi, et reliquorum, praecipue Dis-
quisitionis Juridicae*
(Schluss folgt.)
1) Nach einer an Kuen ergangenen Zuschrift vom 4. Dec 1762.
„ist selbes Product zu Kreysing gedruckt worden."
2) In einem Schreiben an den Bayer'schen Bibliothekar Felix Oefele
vom 8- Jul. 1762 schreibt Tdpsel: „Amortus noster, qui adhuc cogitat
Monachium abire, supplementum parat ad Deduclionem suam criticam,
quo Dalfariuin a Joanne Baptista Krausio Abbate Sant-Emeranensi cel-
sissimo nuper in sua Basi . . . recusum ad lib ram expendet Disquisi-
tionis autem juridicae author vel authores (: complures enim ejusdem
prolis compalres esse feruntur : ) meo arbitrio non responsum sed vir-
gam merentur, quam dabit summus ille librorum censor illis aliquando
ffustandam, qui ut aliquid saltern haereat, viros etiam bene meritos au-
dacter calumniari haud verentur. Angelus quidem Schyrensis monendo,
adhortando, menliendo caput hujus literariae Societatis fuisse creditur;
qui vero rem ipsam litteris imituis perfecere, sunt Ruperlus Hauf/tus
Schyrensis ilidem Monachus, et Martinus Mackius Wiblinganus Biblio-
thecarius et ipse Monachus Benedictinus, Praesulisque Wengensis amicus
olim intimus, et vicinus oplimus, qui sub Cantimiri Kami anagrammalico
nomine cognosci potius quam latere voluit." Vergl. a. a. 0. Bl. 199.
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881
Verzeichniss
der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek
zu Oldenburg.
Von
Bibliothekar Dr. Mersdorf in Oldenburg.
(F ortsetzung.)
180.
Jacobus de Voragine lombardica historia, quae a plerisque
aurea legenda sanctorum appellatur. Argenlorat. in die
sancti Floriani 1486. fol.
F. 1. a. Lombardica hiftoria | que a plerifq3 Aurea |
legenda ftctorum ap-|pellalur. F. 1. b. leer. F. 2. a. (mit
Signat. j und Ueberschrift Tabula Legendarum). Col. 1.
Incipil tabula super | legendas fclo^ fcd'm ordine alpha- 1
beli collecta. et primo premittitur pjlogus qui oftedil moda
reperiendi | materias contentas in diuerfis lo-|cis huius
volumims. | Prologus. | (q) Woniam ficul | dicit yfidor9 in
libro d 1 furao | bono etc. F. 12. b. Col. 2. endet das Re-
gister: Fioit tabula feliciter. | F. 13. a. Col. 1. Incipit pro*
logus Ai-|per legendas fscto^ quas collegit I in vnum
fraler iacobus natione ialnuenfis ordinis fratrum predicalo|
rum | (v)Niuerfu tem|pur pnlis vite I qltuor dijflinguitur
etc. Der Prolog endet auf derselben Seite Col. 2. F. 13. b.
Col. 1. Incipiunt capitula F. 13. b. Col 2. endet das Re-
gister mit: De cena domini. ccxv. F. 15. a. (mit Signatur
a.) Col. 1. Incipit legenda fcto^ que lombar|dica notatur
hiftoria Et primo de fe|ftiuilatib9 que occurrGt infra tempq|
renouatois qd' reprefentat eccPia ab I aduetu vfqs ad na-
tiuitate domini. | Legenda prima A. | De aduentu domini. |
( ) Duentus do | mini per qual|tuor feptimanas agit ad
n-|gnificandfl etc. F. 233. b. Col. 2. Z. 19. Explicit le-
genda lom|bardica Jacobi d'voragine ordinis pdica|torum
epifcopi ianusfls. Impreffa Argen | tine. Anno domini.
M. cccc. Ixxxv. Finita i | die fancti Floriani martiris. Cuius
legeda | repitur in additionibus huius voluminis | in legenda.
cxcv. | Sequuntur addiliones. | F. 234. leer. F. 235. a. (mit
Sign. I) Col. 1. Sequntur queda3 | legende a quibufdam
alijs fuper ad|dite. Et primo de dece$ milibus mar|tyrum.|
F. 269. b. Col. 2. Z. 35. bent q corps chrifti eA i fanguis
ei9. I Explicint quorfi-|dam fancto^ legende adiOcte post]
Lombardicam hiftoria$. Impreffe | Arggtine Anno dui.
M.cccclxxxv | Finite in die fancti Floriani marly |ris. F. 270.
leer. 270 Blatt ohne Blattzahl und Custoden mit Signa-
turen in zwei Columnen und mit 47 Zeilen goth. Char,
fol.
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33*
Panz. Ann. I, 30 , 90. Der ganze Arlikel Jacobns a
Voragine fehlt bei Hain. Der Druck isl mil 178 vollstan-
dig gleich. Auf den innern Blatideckeln onsers Exemplars
finden sich Pergamenlblalter aus einem alien geschriebe-
nen Rechnungsbuche (von Munchen oder Osnabrfick ?j.
181.
Joannes de Turrecremata exposilio super toto Psalterio. Ar-
gentorat. in profeslo S. Francisci 1487. fol.
Panz. Ann. I, 32, 107. Hain 15707.
182.
(Marchesinus [Joannes]) Mammotreetus. Argentin. 1487. foL
Panz. Ann. I, 39, 158. IV, 222, 158. Hain 10568. Ueber
das Buch vergl. Merzdorf biblioih. Unterhalt. II. S. 145
—147.
183.
Alexander Magnus. Hisloria Alexandri Hagni regis de proe-
liis. Argentine 1489. in die setae Gertrudis. fol.
Panz. Ann. I, 39, 164. Hain 780.
184.
Gratianus. Decretum cum apparatu. Argentin. 1490. Kalend.
Febr. 14. fol.
Panz. Ann. I, 44, 193. Hain 7909. Merzdorf bibl. Un-
terhall. II. S. 148—50.
185.
Jacobus de Voragine. Lombardica historia s. legenda aurea
sanctorum. Argentin. altera die assumptionis Hariae. 1490.
fol.
F. 1. a. Titel: Lombardica hiftoriajj que a plerifq3
Aurea || legenda lactorum ap || pellatur. F. 1. b. leer. F.
2. a. Col. 1. (mit Sign, j.) Incipit tabula fuper || legendas
fcto^ fcdTn alphabeti colle- 1| eta. et primo premittitur
prologus q oflen-|dit modn reperiendi materias contentas
1 1| diuerfis locis huius voluminis. || Prologus. || ( ) Woniara
flcut || dicit yfidor9 in libro de fumo || bono, ad overfatoem
t corre- || ctione. F. 12. b. Col. 2. Z. 37. Finil tabula feii-
citer. F. 13. a. Col. 1. Incipit prologus fu- j| per legendas
fancto^ quas collegit in vnu$ || frater Jacobus natione
ianuenfls ordinis ;| fratrum predicatorum. || (Niuerfa tem||
pus pnlis vile in qtuor di || ftinguif. etc. Col. 2. Z. 33.
Explicit prologus. || F. 13. b. Col. 1. Incipiunt capitala.
F. 14. b. Col. 2. Z. 28: De cena domini. cexv. F. 15. a.
Col. 1. (mit Sign, a ) Incipit legenda fcto4 que lombar-
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SS3
dica || noiaf hyfloria. Et pmo de fefliaitatibus q || occurrat
infra tepus renouatois q<T rep re- .| fen la t ecclelia ab ad-
uentu vfq5 ad natiuili j| tern domini. F. 229. a. Col. 2.
Z. 16. Explicit legenda lorn || bardica Jacobi de voragine
ordiois predi- || cato2j. epi Januenfis, ImprelTa Argetine) |
ano diii. Mccccxc. j| Seqauntur additiones. „ F. 229. b. Col. l.
Seqnffntur qaedam |j legende a quibnfdi alijs fupaddile. Et
pri- II mo de dece milibos martyrs. || F. 263. b. Col. 2.
Z. 32. Expliciot quorodam || fancto2j. legede adiucte poll
Lombardicas || hifloria. Impreffe Argetine Anno domi- || ni.
Mccccxc. Finite altera die affumptiois || Marie. F. 264. leer.
264 Blatt ohne Blattz. u. Custod. mit Signat. and 2 Co-
lumnen mit 46 Zeilen goth. Charact. fol.
Panz. Ann. I, 40, 195. Der Artikel Jacobus a Voragine
fehlt bei Hain. Das Exemplar der hiesigen Bibliothek ist
von alterthumlicher Hand am Rande sehr beschrieben und
weist ausserdera noch folgende Besilzer nach: Sum An-
drea e Crusii Cellensis ao. 632. d. 24. Sept. Sum Andreae
Crusii pastoris Hermansburgensis ao. 1644. Hoc munus-
culum non aurum sed aureum sig rexurjQiov grati et infu-
cati animi Viro admodum reverendo Dno Patri Cellario
offert Joh. Gottfr. Gerike Pastor Steinlagensis Anno 1753.
Auf dero Titelblatle steht von alter Hand: empta p. 8 f$
fine ligamine. Das letzte Blatt ist oben etwas defect. Auf
dem hintern Blattdeckel das Bruchst&ck einer Papierur-
kunde.
186.
Speculum exemplorum ex diversis libris in nnum collectum.
Argentor. altera die post domin. Invocavit 1490. fol.
Panz. Ann. I, 43, 192. Hain 14918. Unserm Exemplare
fehlt das Titelblatt, auf dem erslen Blalte steht: Ringelem
liber sanctorum matirum Abdon et Sennes in Ringelem.
Die innern Blattdeckel sind mit Fragmenten einer Perga-
roenthandschrift eines alten Missale's mit Noten beklebt.
187.
Sermones tres de passione chrisli trium venerabilium doclo-
rum. Argentine. 1490 in die fancti Lucae evangeliftae. 4.
F. 1. a. Sermones tres de paffio|ne chrifti trio nene-
rabilin | doctoro Quoru primo co|pilauit fiue Guilermuf
de | Aquil'grano. Hue Gabriel | de Vrach. ceterorum no-|
mina ignoranlur. F. 1. b. leer. F. 2. a. (mit Sign, a, 2)
Col. 1. Sermo deuo| tiffing t magiftralis de paf- lione do-
mini editus per exi|min facre theologie docto- rem Gni-
lermu3 textoris de | Aquil'grano. tunc predican|tem in Ba-
niea. vera quides | moribus. rnrum experietia. | ac colem-
platione maximu. | et ad inAantia3 excellentiffi|mi doctoris
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88t
Guiliermi de rajpeforti. Caacellarij regis fra|cie ingenij t
fanctimonie nojminoris impreffus. | ( ) Efum tradi |dit
volun-|lali eorum. | Luce, xxiij | Sententialiter Joban. xix.|
verba etc. F. 104. b. Col. 1. lnfignis dua|rum pallionO
domioi Jh'u | chrifli noflri falualoris. col- 1 lectio quorfidam
dioini verjbi etc. F. 147. b. Col. 2. Z. 5. Explicit palllo
Jefu | chrifli fm qualtuor | euangeliftas. Ebendas. Col. 2.
Egregij magneqs doctri|ne sacroft eloquio2j. interpret lis
pulilis paffio Due fermo | popularis etc_ F. 176. b. Col. I.
Z. 28. Sermones tres de pa£fi|one dni finiat. Imprefll
Ar|getine. Anno dni. M. cccc. | xc. Finiti in die fancli
Lnce | euangelifle. F. 171. leer. F. 172. a. (mil Signal,
y 4) CoL 1. Anfelmi deuotiUlmi de | pafTione Jh'o xpi
quergt$ el | gloriofiflime Marie vginis | relpodent$. dyalo-
gus inci-|pil feliciler. | (b) Eatus | Anfelmus p fingl'a etc.
F. 177. b. Col. 2. Z. 28. Finis dyalogi bti Anr-|helmi de
palllone Jelu xpi | t beate Marie virginis. F. 178. a. Col. 1.
(mil Sign. z. 2) Tractalus bti Bernar-|di de planctu beate
Marie j virginis. | F. 182. 2. Col. 2. Z. 5. Explicit tractates
bea-|ti Bernardi de plsctu glo- 1 rioiillime Marie virginis. |
F. 182. leer. 182 Blall ohne Blaltzahl und Cusloden mil
Signataren, zwei Columnen und 32 Zeilen golh. Charac-
ter. 4.
Panz. Ann. I, 45, 206. Fehll bei Hain, der nur onter
1139 den Anhang, die Schrift des Anselmns kennt
AUiaco (Petrus de) Tractalus et sermones. Argentorat.
1490. fol. ord. Nr. 281. c.
188.
Bartholomaeus de Glanvilla de proprietatibus rerum. Argen-
tine 1491 fin. altera die post festum sancti Laurentii mar-
tyris. fol.
Panz. Ann. I, 46, 217. Hain 2509. Auf dem ersten
Blatte bezeicbnet: liber Mrj Ringelheimenfis anno 1727
Rndo Dno Bernwardo abbate. Die Bidder einer alten
lateinischen Pergamenthandschrift dienen als Baode.
189.
Vocabularius breviloguus cum arte diphthongandi, punctandi
et accentuandi. Argentine 1493 finit. sexta feria post fe-
stum Erhardi episcopi. fol.
F. 1. a. Wocabulari9 CO arte dipthon|gandi. punctandi.
et accentuandi. | F. 1. b. Sunt qui fibi iam plurima com-
parare uojlumina flaluerunt. a quo^ profecto lecusefepins
dictionn auertit ignorant ia. fastidilq3 | animus legentis.
Z. 30. In pfenli libro olinentur | Item ars dipthongandi
Guarini VeronenHs | Item copendiofus dialog9 de arte pnn-
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888
ctandi. | Item Iraclalns v til is de accentn. | Item Breuilo-
quus vocabularius. | F. 2. a. (mit Signat. Aa. 2) Col. 1.
Guarinus Veronenfis Floro fuo falute | plurimara dicil.|
( ) On sine cau-|fa facte efle certo fcio q di-Jplhonganda
vocabula ici-|re te velle etc. F. 3. b. Col. 1. Z. 17. Finis. |
Compendiofus de arte pBctadi dialog9 | feliciter incipit.
F. 3. b. Col. 2. Z. 14. (v. unten) Finis. | Incipit tractatq
de accentn putilis. | F. ti. b. Col. 2 schliesst dieser Tractat.
F. 7. a. (mil Signat. a) Col. 1. Incipit Breviloquus voca-
bularius. | ( ) A. a. domine de9 | ecce nefcio lo'q. qa|
puer ego fa etc. | F. 247. a. Col. 2. (mil Sign, m) Z. 47.
Fin it pma ps huius vocabularij. | F. 247. b. Col. 1. ( )
Oftquam in | pma pte determiata eft etc. F. 310. a. Col. 2.
(mit Sign, x, 2) Z. 35. Finit fecoda pars huius vocabu-j
larij. videlicet de verbis. F. 310. b. Col. 1. (c) Wm de
nomib9 | as vbis ceteril'q3 declinabilib9 p-|tib9 duplici etc.
F. 321. b. Col. 2. Z. 37. Finit vocabulari9 Breuiloqu9.
triplici al|pbabeto diuerf ex autorib9. necnon corpore|
vtnufq$ iur3 collect9 ad latinu fmone capef-|fendtt vtilif-
fim9. Impreflns Argentine An-|no dui. M.ccccxciij. Finit9
fexta feria pofl | feitum Erhardi epifcopi. F. 322. leer.
322 Blatt ohne Blattzahl und Custoden mit Signaturen in
2 Column, goth. Character mit 52 Zeilen fol.
Panz. Ann. I, 50, 247. Der Artikel Vocabularius fehlt
bei Hain. Auf dom vordern Blattdeckel: Libri magiflri
Henrici Stromer Aurbachenfis.
190. a.
Vocabularius utriusque juris. Argentin. 1494. Idib. Angusli fol.
F. 1. a* Wocabularius vtriufqs ' uris I P, 1- leer. F.
2. a. (mit Sign. a,_2) (q) Uonis iuri | opers datu4 pn*9
nolle | oportet vu nome iuris defcedat. IT. de iufti. t iu|
re. 1. j. ix. i>n. etiam etc F. 129. b. Col. 2. Z. 35. Ex-
plicit vocabularius iuris Impreflus | Argentine pro comuni
omnium vtilitate t I faciliori aditu ad vtriufqs J uris noli-
ciam. | Anno domini. M.cccc. xciiij. Finitus Idi|bns Au-
gufli. | F. 130 leer. 130 Blatt ohne Blattzahl und Custo-
den mit Signaturen, zwei Columnen und 51—52 Zeilen
goth. Character, fol.
Panz. Ann. I, 53, 276. Bei Hain fehlt der ganze Ar-
tikel Vocabularius.
190. b.
Modus legendi abbreviaturas in vtroque jure cum aliis tracta-
tibus iuridicis. Argentine 1494 secunda feria ponst Mar-
gareth. fol.
Panz. Ann. I, 52, 268. Hain 11487.
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3S6
190. c.
Martinus Polonus. Margarita decreti seu tabula Martiniana.
Argentine 1493. fol.
Panz. Ann. I, 50, 253. Hain 10847.
190. d.
Joannes Abbas Nivicellensis Concordantiae bibliorum et ca-
nonum s. 1. el a. (Argentoral. circa 1494). fol.
Panz. Ann. IV, 11 (j, 375. Hain 9412. Auf dem Titel-
blatte des hiesigen Exemplars: Ex libris Joannis Maaritii
Schweins. Civis Lago Politani ao. 1598. Constat 4 fl. —
Monasterii Theres. emptus a. R do Duo Abbate Thoma 4
Martii ib. 24.
191.
Columna s. Colurnnes (Guido de) Historia destrnctionis Tro-
jae. Argentorat. 1494 circa festum S. Jacobi fol.
Panz. Ann. I, 53, 272. Hain 5511.
' 192.
Bonaventura (S.) Opuscula parva. Volumen secundum. Ar-
gentine. 1495 sexta feria ante festum sancti Thomae apo-
stoli. fol.
Panz. Ann. I, 54, 284. Hain 3468. Auf dem Titelblatte
des hiesigen Exemplars steht: liber sctor. martir. Abdon
et Sennes in Ringelheym. Ringlin.
193.
Biblia Latina cum concordantiis veteris et novi testamenti.
Argentine 1497 sexto Kalend. Maji. fol.
Panz. Ann. I, 60, 329. Hain 3122. Auf dem Titelblatte
des vorliegenden Exemplars: Sum ex libris Heinrici Hen-
ningii 1635. Liber Bibliothecae Abbatialis B. Mariae Vir-
ginis in Huysburg ex donatione praefati Dn. Henningii
12. Sept. 1665. *
Ariminensis (Henricus) de quattuor virtutibus cardinalibus.
Argentin. s. a. fol. vid. Nr. 276. c.
Hieronytnus (S) de essentia diuinitatis. s. 1. et a. (Argento-
rat.) fol. vid. Nr. 276. b.
Petrus de Vincula de dei polentia. s. 1. et a. (Argentorat.)
fol. vid. Nr. 276. e.
(Fortsetzung folgt.)
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger: T. O. Weigef. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEUItt.
titfQrlft
fttr
Bibliothekwissenschaft, HandschrJftenkunde iind
Mere Litteratiir.
Ira Vereine mit Bibliothekaren uiid Litteriiturfreujideii
h er a usgege ben
▼ on
Dr. Hobert Nfaumann.
Aft 22. Leipzig, den 30. November 1861.
~— — — — — — — — I Mm
Der
Streit fiber den Verfasser des BOchleins
„De Imitatione Christy
wie solcher im XVIII. Jahrhundert in Deutschland
gefuhrt wurde.'
Von
Dr. Anton Roland,
K. Oberbi bliothekar in Wurzburg.
(Schl uss.)
Unterdessen schrieb der Generalvicar Bassi am 3. Jul.
1762 an Amort: „Epistolam tuam sero accepi: obslupui, ut
verum fatear, in lectione Libelli flammis dignissimi .... De
remediis iisque eflicacibus cogitandum, ut in posterum impu-
dent es scelestique castigationibns lerriti ad meliora se con-
vertant consilia Serenissimo Nostro rem exposui, Epistolam
tradidi, Paragraphos vere abominabiles tremens ex ira eidem
legi; insimul denique de opportnnis remediis cogitavimus,
quae brevi sequentur. u
Am 10. Aug. 1762 theilte Tops el dem Prfilaten in Wen-
gen mit: .Disquisitio ab Episcopo Augustano certo prohibe-
bilur . . . Cum interea Amortus Augustae Yindelicorum esset,
XUL Jihrgang. 22
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3S8
satis certo ulterius innotuit, famosum ilium libellum typis
impressum esse Papenhemii, loco a sacris catholicis alieno,
num aulem impensis Monasterii Schyrensis, vel Mauracheri
Bibliopolae Augustani prima exemplaria divulgantis nondum
constat."
Diese Nachricht hatte namlich der Decan Amort darch
deu Buchdrucker Johann Wagegg zu Giinzburg erfahren, wel-
chen er uunmehr daselbst am 16. August amtlich vernehmen
liess; derselbe sagte eidlich aus: „was massen der Augs-
purgische Buchhandler Mauracher vor incirca 5 bis 6 Wochen,
zur zeit , da er, Wagegg, aus Ulm zuruckh kehrte, alhie in
seiner Ruchdruckerey gekommen seye, ein kleines Werckh
druckhen zu lassen, und ihn bey seiner bald erfolgten zur-
ruckkunfft befragl: ob er auch bey dem Gnadigen Herrn Prae-
laten daselbst gewesen, und ob dieser ihme nichts besonderes
gesagt? Er aber geantwortet habe, ja! und der gnSdige Herr
hatte ihme gemeldet: Es ware ein garstiges Werckh wider
ihme in Vorschein gekommen. Woruber Mauracher lachlend
erwiederte: Es seyen ihme auch einige Exemplaria
davon in Commission gegeben worden: drey Geist-
liche, und zwar Benedictiner waren die Authores
davon, die er Wagenegg ganz wohl kennen wurde,
wan er sie nennen wdlte. u
Allein bereits am 23. Jul. 1762 hatte Mauracher, laat
Augsburger Rathsprotocoll constituirt, solches zugegeben:
„Clagt S. Hochwiirden Hr. P. Amord Decanus des Stuffis Pol-
lingen gegen die Maurachische Ruchhandlung das selbe ein
Buech hier debitiren unter dem Titul: „Disquisitio juridica,
num Rvdmus D: Cong: Lat. Praelatus et Abbas Ulmae Author
sit Pudendi li belli Joannes de Canabaco u und verlangt den
Authorem, oder wenigstens den Correspondenten, so dis buech
anhero gesandt zu wissen. u
„Reklagter Mauracher producirt 2 Handschreiben, woraus
apparieret. dass Hr. Pater Angelus Merz Ord. S. Ben. von
Scheuern von disen Buech Ihme, so wie auch Hr. Rieger und
Veit ebenmassigen Buechhandlern einige Exemplaria zugesandt
habe, beyfuegendt, dass da er als Buechhandler nicht fahig
seye, dergleichen schrifften, woruber sich gelehrte vileicht mil
gleichen grund herumzanckhen , zu unlersuechen , Ihme der
Verkauif diser schrifft eben so gleich gulltig geschienen als
in einer Parilatischen Statt die Verkauffung von Controvers
Predigen seyn konne. Wen also S r Hochw. Hr* P. Amord
sammentliche Exemplaria das Stack a 25 Xr. einlosen oder
seinem Commissario Veit vor disem Preys ubergeben wolle
so were ihme dises so gleich gultig als wan selber an deme
dermalen benanten Authore sich selbst rachen mdge. u
Unterdessen hatte Amort im Auftrage des Augsburgischen
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330
Generalvicars bereils ein Yerdammungs-Decrel concipirt, wel-
ches lantete:
„Nos Iosephus i[.
Universis ex Clero tarn Regular] quam Saeculari
in Dioecesi Augustana Curae Nostrae Pastorali subjectis
Salutem et Benedictionem.
Cum ooo solum per Consliluliones Apostolicas Clementis VIII.
et Benedicti XIV. sed etiam per Consliluliones Imperiales
edilio librorum sine nomine el cognomine Aulhoris, sine loco
et anno Impressionis , sine revisione Superiorum, praeserlim
librorum famosorum authorilali legitimae Superiorum Eccle-
siasticorum vel Temporalium pelulanler insullanlium, aul alie-
nam famam calumniose proscindenlium , severe sub poena
confiscationis el gravis punilionis non solum ipsis authoribus,
sed etiam Typographis el Bibliopolis aliisque librorum Man-
gonibus interdicta sit, non sine gravi indignalione intellexi-
mus, ipsisque noslris oculis perspeximus, nuper in lucem
prodiisse sine nomine Authoris, sine loco impressionis, sine
approbation- Superiorum, sine nomine Bibliopolae ac Typo-
graphi librum scandalosum , seditiosum, calumniosum sub
titulo: Disquisitio juridica Num Revet endissimus, Perilluslris,
ac Amplissimus Dominus Dominus Michael Kuen Exempli
Collegii Can: Heg: S. Auguslini Congreg: Laleran: Ultnae
Praelalus el Abbas el Author sit pudendi Libelli sub Titulo
Ioannes de Canabaco etc. Negativam sententiam tuetur
Teophilus de la Grand etc. Ipsum librum flammis addicimus,
ac potestate nobis a DEO concredita libri Exemplaria ad
Vicariatum nostrum consignari praecipimus (non solum juris-
diction! nostrae ordinariae subjectis, sed etiam regulahbus
exemptis, qui se in rebus ad clericalem disciplinam eccie-
siasticam perlinentibus subjectos Episcopis sciant.) Ne vero
in futurum a quopiam ignorantia Legum Imperialium vel Ec-
clesiasticarum circa editionem librorum praetendi possit, earum
quoad praesentem articulum de libris clandestine editis, prae-
serlim famosis collectionem imprimi, earumque exemplar Cor-
poribas Ecclesiasticis noslrae Dioecesis communicari curavi-
mus. Datum . . . u
Ebenso enlwarf Amort eine Widerrufsformel fur die
Verfasser jener Schrift. Allein der Generalvicar De Bassi
war w&hrenddessen in Ungnade gefallen.
Am 15. Dec. 1762 schrieb T dps el: „De ilia famosa
Disquisitione jam altum silentium , ita ut Benediclini ipsi jam
spargant asserantque nihil, imo potius optent, aeternis illam
in tenebris latuisse. Ajunt namque, Schyrensem Abbatem non
minus quam ejus Cacangelum propterea ab aliis abbatibus,
imo ipso Praeside Congregationis severe fuisse castigatum.
Ego autem his Naeniis nuliam (idem habeo. Id autem capere
non possum, quod nullum prorsus hucusque Responsum
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Augusta Vindelicorum oblinere valeamus. Lalet angais in
Herba . . . Interea stalim post Ferias Natalitias . . . praelnm
subibit supplemenlum Amoriianum, in quo Basis firma aedi-
flcii Gerseniani ita dejicielur, ut jam nulla possit apud Eru-
ditos remanere dubitationis reliquia circa veteres Codices de
Imitatione Chrisli, an ante vel post Thomam Kempensem
nostrum sint exarati. u x )
Am 6. Feb. 1763 meldet Topsel dem Herrn von Oefeie:
„Purpuratus Episcopus Constantiensis Disquisitionem juridi-
cam tanquam Libellum famosum damnavit per Dioecesira
suam. u
Kuen selbst theilte 3 Tage vorher mit: r Curavi at plura
exempia Decreti Constantiensis imprimerentur, ut ita parcatur
molestiae describendi illud." 2 )
Ueber welches Verbot or dann am 5. Feb. 1763 dem Pra-
laten von Wengen weiter schreibt, nnd zwar empfindlich ge-
reizt gegen Augsburgs Unthdtigkeit: „Accepi a te, et paucis
ante diebus a R. 0. Brunone Kuble Bibliothecario Creuzlingano
Exemplar Proscriptionis famosi libelli, cui titulus: Disquisitio
juridica. Dum vigilat pro honore nominis tui Episcopus
purpuratus Constantiensis , in utraroque aurem dormit ceu
ebrius in Baccbanalibus Augustanus. Moderuus vicarius ge-
neralis Augustanus, Dominus de Yerher belle se utique apud
nos haud ita pridem excnsavit, dum rescripsit, ad Politicam
saecularem pertinere potius, ut id genus famosos libellos
damnet; vanas esse Episcoporum sine viribus iras. u
Ueber dieses Constanzer Decret war Topsel so erfreut,
dass er am 22. Feb. 1763 scbrieb: „Decretum Constantiense,
quorum complura exempia turn in viciilia, turn in Tyroli, Sty-
ria imo et Vercellis distraxi, ad calcem opens Amortiani ap-
ponelur, quod tamen a fratribus Veithiis nonduro, ut primum
audio, praelo subjecluro est, etsi illud jam ultra tres menses
in eoruro manibns haereat. u
Auch der Nuntius Joseph Graf >on Garampi nahm sich
nun der Sache an. „Per D. Thomam u — schreibt er am
14. Marz 1763 an Topsel — Jam signiflcanda curavi quae-
cunque pro nova prohibitione libelli famosi egi cum Reve-
rendiss. Vicario Generali Augustano, ad quern potent RR m »
1) Kuen antwortele am 23. Dec. 1762. „Quod Benedictini optarent,
Disquisitionem famosam aeternis tenebris sepultam mansisse credo, si
loqoaris de bonis, secus si de ma I is . . . Mihi jam nou ainplius dobium
sed certain est, infamem libellum Schyrain produxisse in lucem, et P.
Marlinnm Mackium, sive Canlimirum Kamum illius parentem esse. Pri-
mam illius partem licet aliena manu descriptam, ipsemet legendam tra-
didit uni ex sois confratnbus, qui rem mihi manifestaverat . . . Novi
ego hujus hominis Tunas , novi oblrusam ubique eruditionem , novi sti-
lura . .
2) Vier solcher Folioabdrucke : ,,Juxla Originate Constaniiae impres-
sum' ( finden sich im „Cod. Moll. 59."
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Palernitas vestra, si libuerit litteras dare, cam jam aditam
ego aperuerim." ! )
Aber immer noch erfolgte kein Verwerfungs - Decret ! Ja
am 11. Jon. 1763 scbrieb T dps el dem Praia ten in Wengen:
„Remitto Garampiaoas Ii'Ueras cum debita gratiarum aclione,
ex quibus quidero illustrissimi hujus Comitis conafus apud
Curiam August an am intelligo pro confixione famosi illius
libelli contra To et Amortum nostrum editi procuranda, in
effect u tamen nihil adhuc senlio aul video. Scias eliam ve-
lim . . Amortum ipsum hac de re Episcopo locutum esse
Augustae Yindeiicorum die 21. Aprilis currentis anni, cum
illuc ratione libri sui proximo edendi abiret. Et quod putas
ilium tulisse a Serenissimo responsum? „An ergo necdum,
inquiebat, prohibilio ilia a Vicario meo generali executioni
data est, quae jam elapso anno mandata erat? u asseverabat-
que illam jam sine mora effectui dandam esse, quamprimum
Vicarius generalis, qui tunc novi Abbatis election! in Neres-
heim, nisi Tailor, intererat, ad propria rediret. Legit simul
conflxionis Constantiensis exemplar, et quae pauca addita
erant, etiam approbavit. Cur aulem demum in mora sit mo-
dernus etiam Vicarius generalis non capio. Quod eliam scri-
bis, te ejus Exemplar quoddam jam habere prae manibus, de
apographo scripto, quod secreta forte ria obtinere potueras,
ego interpretor. u
Endlich — am 27. Juni 1763 — konnte Tdpsel schrei-
ben: „Tandem aliquando nostra etiam in Dioecesi prohibits
est famosa ilia disquisitio contra Te nostrumque Amortum a
Benedictinis conflata, eaque prohibitio publice apud nos per
Decanatum ruralem, sicut et in aliis promulgata."
Bekanntlich nahm Amort die ^Prohibitio Constantiensis
et Augustana Libelli famosi u in seine spater erschienene Mo-
ralis Certitudo auf, und hiermit kam die lilerarisch merk-
wurdige Geschichte jener famosen Disquisitio juridica zum
Abschluss.
Wahrend der Abwicklung dieser Diffaroations- Geschichte
hatte anch ein bekannter Canonicus Regularis des Klosters
Vorau in der Steyermark — Johann Anton Zunggo —
1) Knen schrieb in obigem Betreffe am 28. Febr. 1763 an Tdpsel:
„Gratiosissime mi hi promisit (Garampius) se Romae defease ram fa mam
meam per prohibitionem famosi libelli: Disquisitio juridica. Illustris.
D. Abbas Marini, qm a secretioribos illi coosiliis est . . . ejusdem com
illo SeotenUae. Code igitur ferrom dom caiet et malleus ad maoam
estl"
Am 8. Mai schreibt derselbe: „Ex gemina iumi Garampi epistola
. . . disces ejusdem beuevolentiae in acceptis referendam esse novam
Prohibitionem Curiae Augustanae famosae Discussionis. Jam habeo Ex-
emplum hujus Prohibitionis ; iisdem fere verbis concepta est quibus Con-
stantiense decretom paucis exceptis. fcmaoavit Augustae 3. Maij. (( Das
Conslanzer Decret ist Tom 3. Januar 1763.
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342
der rail dem Pralalen von Polling in literarischem Verkehre
stand, und fur dessen Werke lefzterer manche Sympalhien
empfand, wie er derm selbst in Venedig fur solche Drucker
und Verleger aufzutreiben suchle, weil Teutschland keinen
Boden fur selbe halle, sich an dem Streite betheiligt.
Bereits am 20. Mai 1762 theilte Topsel dem Tyroler
Chorherrn Philipp Nerius Buell mit: „Ab Avellonio noslro
novissimas habeo litleras, quibus inter alias ait, se..a Te
rogatum esse, ut correctionem Vitae Yen. Thomae Kempensis
a Zunggio edendae Venetiis in se susciperet, quod et se
facturum asserit. U| ) indessen am 10. August bereits 30 Exem-
plare dieser Vita in Polling eingelroffen waren.
Der Titel dieser Schrift lautet:
Vita venerabilis servi Dei Thomae a Kemp is
Canonici Regularis S. Augustini Congregations Win-
desheimensis , et Monasterii S. Agnetis Montis prope
Zwolla, Dioecesis Trajectensis Sub-Prioris. Ex anli-
quis et recentibus Documentis juncta crisi collecta
auctore Joanne Antonio Zunggo, Can. ReguL
Later. Voravii professo et bibliothecario. Venetiis,
MDCCLX1L Apud Simonem Occhi. Superiorum per-
missu ac privilegio.
Sie zahlt VIII und 188 Octavseiten, ist dem Pralalen des
Stifts „Mariae ad Gratias u — Anton — gewidmel, und nimmt
ihren Anlass aus den P. Angel. Marz'schen Verunglimpfuugeo
bezuglich der angeblichen Unfahigkeit des Thomas von Kem-
pen — „Thomam sex Annorum TERTIARIUM, adolescentem,
tyronem imperitum . . adeoque talis opusculi elaborandi peni-
tus fuisse incapacem. u Die eigentliohe Polemik gegen P. An-
geius besteht in einem Praeludium S. 6 — G6, indessen solcbe
in den „Vitis u mehr oder weniger fortgefuhrl wird. — Die
Druckerlaubniss ist vom 27. April 1762. 2 )
1) Am 3. Jun. 1763 schrieb Topsel dem Zunggo: „Vitam Kem-
pensem a te Venetiis editam tot mendis typographies esse plenam vere
doleo, sed jam non miror, cum Amanuensem habeas, qui nilide quidem
scribat, sed certe linguam latinam baud calleat! 4 ' Zur Geschichte des
Buchs dient des Chorherrn in Neustift Phil. Nerius Buell Mit-
theilung an Tflpsel v. 1. Jan. 1762: „Vita Thomae Kempensis a Zunggio
non inerudite scripta Venetiis sub correctione clarissimi viri Danielis
Avelloni, auctore vaide me urgente, typis Occhianis tandem completa
est . . Mille autem hujus opusculi exemplaria se impressisse scribit Ty-
pographus, auorum trecenta per Galliam, Hispaniam et Lusilaniam toti-
demque per Italiam se distracturum dicit; restarent ergo quatercentena,
quorum bina ipse Zunggius suscipit divulganda, centum mihi mittentur, . .
si gratiam habueris, aliquot eorundem distrahendi . . . Veniet unum una
cum transvectione 21 crucigeris pretio non adeo excedente . . ." (Cod.
Moll. 67.)
2) ,,Johannes Antonius Zunggo" nach der Sterb-Rotul seines Klo-
sters „Croata Varasdinensis, professione et sacerdolio Jubilaeus' 1 slarb
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Unterdessen arbeitete in Polling Amort fort und Tort I
Am 22. Dec. 1762 schreibt Topsel: „Post ferias nala-
litias subjicielur ab Amorto nostro prelo Supplementum ad
Deductionem suam criticam in controversia Kempisiana cum
multis caracterum formis aeri incisis, quibus liber de Imi-
taliooe Christi sub suis cunabulis scriptus reperitur. Confu-
tatur in hoc supplement Basis firma aedificii Gerseniani
auctore KR IDO Abbate ac Principe San-Emerauensi, nunc in
alium orbern lranslalo. u
Am 7. Januar 1763 schreibt er nach Vercelli au den Abt
Frova: „Quod allinel postulata Amortii nostri quoad Codi-
cem Bobiensem, quern quoad formam caracterum una cum
aliis, sicut Aronensem, aeri incidere volebat, tempus fere jam
effluxit, nisi id sine incommodo tuo brevi fieri posset. Liber
enim quo adhuc semel cum Gersenistis appellantibus ad Ve-
teres Codices, aetate Kempisiana majores seu anteriores,
Amortus noster congreditur, jam sudat sub praelo, ubi octo-
decim caracterum formae, quibus aureus liber de Imilalione
Christi sub ipsis suis incunabulis scriptus est, comparent.
Bonum quidem fuissel, si etiam in hac colleclione Codicis
Bobiensis caracleres inseri potuissent, ut Bibliolhecarii, Cri-
tici, et in anliquis Manuscriptis versati viri de aelate etiam
hujus codicis potuissent judicare. Sed ut jam dixi, brevi
hoc fieri deberet, cum et Typographus et Calcographus rem
suam intra duos menses, vet tres ad sumrnum perficient"
Demselben schreibt er nochmals am 8. Feb.: n Novum
Amortii opus . . jam sudat sub praelo, ubi uno conspectu
videbis omnes veteres Codices duabus laminis aereis incisos
quoad caracterum formas, quas hucusque Gersenistae et Kern-
pistae protulere in Publicum . . . Bobiensis Codicis Caracte-
rum forma ferme sola deest, quam a te ut illam nobis Bobio
nostris expensis procures pelebamus."
Am 3. Narz schreibt er an Balassi: „Retardant Opus
veterum caracterum, quibus liber de Imitatione ab initio in
vetustis codicibus scriptus reperitur, figurae, quae singulae
aeri incisae simul legentium oculos subeant. Hes ista magno
quidem mihi constat pretio! u
Die Unkosten sollten aber noch vermehrt werden! Am
2. Mai tbeilt er dem Wengener Pralaten mit: „Interea autem
a R. R. Abbate Trombello codicem Bononiensem Joannis de
Gersenis ipsum accepi, cui plane apographum nobis prius
transmissum, et jam in aere multis expensis incisum '), non
♦♦post transactos 85 aetalis, 67 religiosae professionis , 60 sacerdotii
annos u am 11. Juli 1771. (Cod. Mollian. 65.) Nach einem Brief des De-
cans der Abtei (Cod. Moll. 69) war er geboren 1686 am It. Nov.; Pro-
fess 1704 am 8. Nov., Phester 1711 ain 4. Oct
1) Am 8. Sept. 1763 schreibt Topsel: „Sufliciunt ista, aec opus est,
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concordat, unde iterum aliter incidi debet, quod Don exiguam
vulgando libro moram pariet. Nequaquam enim Abbas aliquis
cum crace, sed Cbristus ipse exhibetur radiante vulto el
cum cruce, et post ipsum duo Canonici Congregations Rhe-
nanae. tt
Unlerdessen waren Gerfichte von 2 Schriften aufgetaucbt,
welche in Italien in dieser Streitsache erschienen seien !
Topsel giebt am 18. Jul. hieruber dem Prfilaten yon Wengen
Nachricht mil dem Bemerken, dass er sich nach Brescia an
den Canonicus Savoldi gewaudt babe „ut mihi centonem
ilium Pseudonymi Brixiensis, quam primum fieri potest, trans-
millat, ut si operae pretium sit, lucubrationoulae hujus refn-
talio Amortiano operi ad finem nunc properanti Mantissae
loco adnectalur. w
Garampi theilt ihm gleicb hierauf den Titel der Schrift
mit:
Saggio dell' operetta intitolata De Imitatione Christi,
volgarmente attribuita a Tommaso da Kempis. Coo
una dissertazione sopra V autore della medesima ed
allre aggiunte di Fra Sabiniano Bedaceta, Can-
tore Pistojese. In Brescia MDCCLXU. Dalle stampe
di Giambatista Bossini. Con Licenza de Superiori.
Dieselbe zahlt XX Quartseiten Vorrede, und 29 Seiten
Text.
n Si intra tres vel ad summum quatuor septimanas" —
schrieb am 20. Jul. der Prfilat Topsel — -ad nostras deve-
niret manus, posset hie cento per modum Mantissae ad fioem
opens Amortiani . . adjici et risui publico, quern meretar,
exponi. Teste namque Garampio Pseudonymus bic (quern
monachum Ss. Faustiui et Jovilae Benedictinum esse in rao-
nasterio Brixinensi volunt) libros de Imitatione Christi pntat
esse conflatos et consarcinatos ex pluribus frustulis, turn ex
Joanne Gersone, turn ex Joanne Gersene, quos postmoduro
forte Thomas Kempensis vel descripsit, vel in meliorem or-
dinem redegit. Sed plura de his phantasiis dabit nobis ipsa
libelli hujus ridicali lectio, quern utinam cito prae oculis
habere possemus; chalcographus namque figuras caracte-
rum tandem in aere incidit; reliqua brevi suum finem sor-
tientur. u
Endlich am 20. Sept. konnte TSpsel nach Wengen die
Mitlheilung machen, nicht nor obige, sondern auch eine wei-
tere Schrift erhalten zu haben, ndmlich:
Saggio dell' operetta intitolata De Imitatione Christi,
volgarmente attribuita a Tommaso de Kempis. Con
ut ulteriores faciam expensas, quae jam ad quingentos florenos accedunt,
quam vis reliqua suis expeosis Veithii fratres imprimaot."
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una dissertazione sopra V autore della medesima sin
ora sconoscinto, et altre operette eslranee di Don
Pietro Fait a Bresciano, Abate Casine. Edizione
seconda corretta, el accresciuta. In Brescia. Dalle
stampe di Giammaria Rizzardi MDCCLXIII. Con Licenza
de' Superiori.
Diese zweite Ausgabe der vorigen Schrift hat 96 Octav-
seiten. Letzlere charakterisirt er in folgender Weise: „Petrum
Faitam unum eundemque esse cum Sabiniano Redaceta stalim
deprehendes, ubi velum anogrammaticum, sub quo Bedaceta
sese occulere voluit, removeris . . . Auctorem libell! de Imi-
tatione Christi staluit ex suo ingenio, nullo prorsus teste
adducto, Joannem Gersonem, Priorem Coelestinorum Lugduni
et fratrem cancellarii Parisiensis. Hie autem non suo Marte,
sed ex aliis quorum unum appellal Joannem Gersen, alterum
vero Joannem Gerson potissimum divinum hunc librum con-
sarcinavit, quia in codice Brixiano aliquando nomen Gersenis,
aliquando Gersonis occurrit. u
Am 25. Sept. meldet unser Pralat von seinem Decane
Amort: Jam lotus est in dispellendis somniis infelicis Petri
Failae, qui dum novam Statuam aureamque novo Ioanni Ger-
seni parat erigere, utrumque Joannem Gersenem, novum aeqae
ac veterem simul destrnil. u
So war aber nun bereits der Januar 1764 herbeigekom-
men, ohne dass Amorts Werk erschienen ware. „SuppIemen-
tum nondum typis absolutum est negligentia Veithii, qui modo
hoc modo illud impriroi cural u schreibl Topsel am 12. Ja-
nuar nach Paris.
Endlich im Febrnar erschien das Werk unter dem Tilel:
Eusebii Amort Canonici RegHlaris et Decani Pol-
lingani Rev™ ac Ser mi DD. JOSEPHI Episcopi Au-
gustani, S. R. I. Principis Darmstadiani , Landgravii
Hassiae etc. Theologi M oralis Cert Undo pro
Yen. Thoma Kemp en si contra Exceptiones novi
Gersenistae Ratisbonensis ex LXX testibus coaevis
omni exceptione majoribus, et ex XX formulariis Ma-
nuscriptorum coaevorum aeri incisis, praelensam Ma-
nuscriptorum Gersenisticorum antiquitatem de errore
ad oculum convincenlibus, conformiter ad sanae Crili-
cae Regulas supplement loco vindicata. Accedil he-
sponsio ad novam speciosam Opinionem RR m D. D.
Petri Faita, Abbalis Cassinensis Brixiae; quod Joan-
nes Gerson Abbas Coelestinorum Lugduni, frater Ger-
sonis Cancellarii, sit author librorum de imitatione
Christi nec non ad novos scrupulos V. C. D. Boudet
C. R. S. Antonii in Gallia. Cum facultate Superioris.
Augustae Vindelicorum. Sumptibus Fratrnm Veith,
Bibliopolarum. 1764.
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3U
Das Buch in 4° gedruckt hat 184 Seiten, 6 Blatter (Titel
und Inhalt) so wie 15 Seiten Anhang. Die Schrift hat die
eigenlhumliche Dedication: v BiOliothecarum in Europa ilia—
slrium Praefectis viris erudilione, candore, ac saniore crisi
eximiis Eusebius Amort praesenlem de aetdte manuscriptorum
codicum et de contesseratione coaevorum idoneorum lestium
libellum in venerandum et competens tribunal deponit Anno
MDCCLXIV. Kal. Jan."
Die „Praefalio u zerfallt in 7 §§. Als $. L findet sich
„Regula crilica S. Augustini fundamentalis pro dignoscendis
genuinis librorum controversorum authoribus. §. II. Nolitia
chronologica de orlu, vita et obitu Gersonis et V. Thoraae.
§. III. Quomodo Autographa Kempisiana venerint Lovanium et
Antverpiam? §. IV. De Manuscriptis Gersenislarum el Kem-
pisianorum, et de aliis variis documentis hie aeri incisis.
§. V. De statu controversial §. VI. Regulae criticae de
aetate MSS. Codicum Saeculi XIV el XV. §. VII. De recle
aestimanda probabilitate plurium propositionum probabilium,
si collectim, vel comparative ad summam propositionum oppo-
sitarum probabilium spectetur."
Hierauf folgen „Exceptiones Gersonistarum contra Argu-
menta Kempisiana cum respousione ad excepliones singulas."
Es sind solcher XLIX theilweise gegen den Herausgeber der
Basis firma gerichtet.
Von Blatt 122 an folgen verschiedene „Documenta u ;
Blalt 157—182 findet sich die Widerlegung der beiden Schrif-
ten des Peter Fait a, welcher er das Postscriptum anhangt:
JWirabuntur nonnulli, quod non respondeam ad Librum, cui
Titulus: Disquisitio juridica etc.? Dicam paucis. Scurrilia
Scurris, Juvenilia Coaequalibus, Lepidula oliosis, Phraseologias
Didasculis, Leguleia Rabulis, Taurilia Bubulcis relinqao. Interea
pro Responso sufficiant duo verba, attamen gravissima, unnm
Eminentissimi ; Serenissimi alterum ; — er meinl hier die bei-
den Verbote des Cardinalbischofs von Constanz und des Fursl-
bischofs von Augsburg! — Quibus addo Leges imperiales, et
ponlificias DE LIBELLIS FAMOSIS. w
Sehr werthvoll ist die in Atlantform beigefugte Schrift-
probentafel des gelehrten aber in ungeniessbarer Form ge-
schriebenen Werkes!
Am 18. Feb. 1764 ubermachte Tdpsel dem Pralaten von
Wengen Amorts neueste Schrift, deren Druck er mil Ungeduld
erwartet halte: „Mitto autem tibi hodie tria Exemplaria operis
novissimi Amortiani."
Am folgenden Tage uberschickte er dem Ilalienischen
Pralaten Savoldi gleichfalls Exemplare: „. . Tibi offero
Amortii nostri opus novissimum quod nuper in Controversia
de Aulhore libelli aurei de Imitatione Chrisli primum cusum
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est. Occurrit in eo lepidissimum certe systema RR. Abba-
lis Faila, qui afflictam hucusqne Gersenist&rum causam tan-
dem glorioso lumulo intulit. Voluit namque, ut olim Syna-
goga sepeliri cum honore. Contra famam synchronam de
Authore nil juvant „Possibilitates , verisimililudines, el Proba-
bililates ab aliis serius excoctae, ut sfatim in frontispicio libri
Amortiani ex praeflxa figura desumes."
Am 11. Jul. aber ubersendet er das Werk „quod Author
sub lilulo ^moralis Certitudinis pro Yen. Thoma Kempensi"
inscripsit u an den Prdlaten zu S. Dorothea in Wien, wobei er
bemerkt: r Ad haec jam ante aliquot menses ad D. Decanum
meum scnpsit quidam Consiliarius S. R. I. qui se subscripsit
B. B. V. Blum de Kempis. Hie non solum anecdota quae-
dam de V. Thoma Kempensi nobis communicavit, sed cum
esset compatriota ejus D. Decanum meum animavit, ut pro
ejus Bealiflcatione sua bona officia offerre vellel." Diesem
Blum so wie dem K. Bibliothekar Kollar bat Topsel ein
Exemplar einzuh&ndigen , indem er schreibt: „Cumque hoc
ipsum opusculum Bibliothecarum illustrium Praefectis non
absque singulari ratione inscriptum est, ulterius rogo, ut ac-
clusum quoque Fasciculum dignissimo Bibliothecae Caesareae
Praefecto Kollario per quemdam suorum Canonicorum tradere
dignetur. u
Lobende Anerkennung ward dem kampfrustigen Amort
yon alien Seiten! Dreizehn voile Jahre lebte er noch nach
diesem Streite, ohne dass Jemand zu seiner Lebzeit
abermals denselben aufgenommen hade! Der Freund
Michael Kuen war bereits am 10. Januar 1765 zur ewigen
Ruhe eingegangen, betrauert und beweint von seinem Freunde
Franz Tftpsel, welcher alle die in diesem Streite Bethei-
liglen lange tiberlebte und als 85jahriger Greis am 10. Marz
1796 in seinem Polling entschlief, ohne die Verwustung der
Sacularisation erlebt haben zu mussen!
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A n z o 1 g e.
Tables des manuscrits genealogiques de Le
Fort, conserves aux archives de l'Etat a Liege;
precedees d'une notice sur J. G. et J. H. Le Fort,
herauts d'aimes du pays de Liege au XVII e et au
XVIII 6 siecle, par Stanislas Bormans, Dr. en
philosophic et lettrcs, conservateur adjoint des ar-
chives d'Etat de Liege, secretaire de l'lnstitut ar-
cheologiqae liegeois, etc. I re Partie. Liege, irapri-
merie de J. G. Carmanne. I860 (Auf dem Um-
schlag: Extrait du Bulletin de l'lnstitut archeologique
liegeois. ')
Es ist die \ufgabe solcher Zeitschriflen, die sich mil der
Archivwissenschaft und Genealogie, oder der Geschichte vor-
zugsweise beschaftigen, dieses Werk, in Einzelheilen dessel-
ben, deren es manche interessante und beachlungswerlhe dar-
bietet, eingehend, zu besprechen; unerwfthnt darf es aber im
Serapeum urn so weniger bleiben, da es wahrscheinlich bis
jetzt nur einer kleinen Zahl deutscher Genealogen und Ge-
schichlsforscher zur Kunde gelangt ist und doch Vieles ent-
h81t, was ihre Aufmerksamkeit verdient.
Herrn Bormans" Notizen fiber die beiden Le Fort
(— Jean Gilles, der Vater, starb am 9. Februar 1718,
Jacques Henri, der Sohn, am 3. October 1751, beide als
Wappen-Herolde — ) sind mil grosser Sorgfalt aus Corre-
spondepzen und andern Papieren entnommen und zu einem
Ganzen geschickt zusammengestellt ; sie geben zugleich zum
Theil neue Aufklarungen liber ein eigenlhfimliches Ami, des-
sen Inhaber im Lutticher Lande sich durch ihre Privateinnahme
selbst besolden mussten. Der ziemlich weit ausgedehnte Urn-
fang ihrer amtlichen Thatigkeit isl aus den Original -Bestal-
lungen dargelegt.
Das sog. Archiv Le Fort's, oder vielmehr der Le Fort,
weil es, vom Yater begrundel, vom Sohne vervollstandigt
wurde, wurde im Jahre 1763 vom Staate fOr 1000 Tbaler
(4000 Fr.) von den Le Fort'schen Erben erworben und dem
Staalsarchive zur Bewahrung Qberliefert.
1) Aus der zweiten Lieferung des vierten Bandes, Liege, I860, ent-
haltend S. 301 — 496; S. 301—347 eine neue gediegene geschichtliche
Leistung des auch den deutschen Geschichtsforschern ruhmlichst bekaon-
ten Hrn. Ferd. Hen aux: „Le Palais Carolingien de Liege ;•' S. 349—
496 folgen die „Table$".
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349
Drei sehr verschiedene Bestandtheile bilden die, als
SchOpfung von Privatpersouen wohl einzige Sammlung:
I. Genealogien der a de lichen Fa milieu, 25 Folianten,
jeder von etwa 300 Blattern, im Ganzen 710 Genealogien
umfassend. Herr Bormans hat diese wichtigste, nngemein
sloffreiche Abtheilung, die als unschatzbar bezeichnet werden
mass, umstdndlich beschrieben and den Riesenfleiss, der sie
geschaffen (freilich nebenbei als Erwerbsquelle, was jedoch
ihren hohen Werlh nicht verringerl), gewfirdigt. II. Eine
vermischteSammlung, 27 Foliobfinde; Register, inwelche
Alles, was genealogisch und fur kfinflige Arbeiten benutzbar
erschien, ohne Ordnung hineingetragen wurde. III. Genea-
logische, die adelichen und bfirgerlichen Familien
des Lfitticher Landes betreffende Bruchstucke:
Belege, in 2911 Cappen.
Das Archiv der Le Fort war bisher in der grossten Un-
ordnung und jede Nachforschung in demselben mil ausser-
ordentlichen Schwierigkeiten verknfipft, ja ofr war es durchaus
unmdglich das Gewunschte aufzufinden. Herr Bormans
hatte schon fruher sich der wahrhaft ungeheuern Arbeit unter-
zogen, dieses anziehende und doch abschreckende Chaos zu
entwirren; auf Veranlassung des ehrenwerthen , unermfidlich
thatigea Lfitticher archaologischen Instituts hat er sie wieder
aufgenommen und uns in der angezeigten Schrift mit den Er-
gebnissen derselben erfreut.
In diesem Bande der Tables des manuscrits ginialo-
giques de Le Fort erhalten wir: I re Partie. Genealogies de
families nobles. Auf den Seiten 33 bis 180 sind hier in al-
phabetischer Reihenfolge diejenigen Familien, mit mehr oder
wenigen detaillirten Nachweisen, aufgeffihrt, fiber welche die
Papiere Auskunft liefern. Als Beispiel mag der Artikel „Met-
ternich u dienen:
Metternich (de). Genealogie depuis le XIV e si tele, XV,
28. (Die romische Ziffer zeigt den Band, die arabische
die Seite an.)
Quartiers amories de M. de Yorst de Lombeeck avec at-
testation de Spire sur leur reception, XV, 29.
Plusieurs series de quartiers des Metternich, XV, 29.
Epitaphe armoriee de Ch. H. de Metternich, 61ecteur de
Mayence, 6v6que de Worms, 1679, XV, 42.
Chevaliers teutoniques; chanoines nobles de Worms, de
Mayence, de Treves et de Liege.
V. Bastogne, II, 277; Hall, X, 49.
In der „Notice w heisst es u. A.:
„U n'existe peut-6tre pas en Europe un travail aussi
, consciencieux offrant en mime temps un ensemble aussi vaste
et aussi complet en ce genre ; quoique le fond de Pouvrage
soit consacrt aux families beiges, ce qui en fait un livre
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390
tout-a-fait national, Tauleur n'a pas nigMgi de donner a I'oc-
casion les genealogies des families de France, d'Aoglelerre,
d'Allemagne, d'llalie et d'Espagne qui onl en des represen-
tants dans notre pays, dont, par des alliances, les noms
figurent dans notre noblesse ou donl quelque membre s'etait
fait recevoir dans nos chapilres. u
Ich hebe noch hervor, dass in dem Archiv neben vielen
Familien, die nur ein bedingtes Interesse gevvahren, anch na-
turlich mehrere verlreten sind, deren einzelne Mitglieder in der
Geschichte eine bedeutende Rolle spiel ten, z. B. de S te Alde-
gonde, d'Arschot, de Bourgogne, de Brederode, de Couden-
hove, de Croy, d'Egmoul, d'Eynallen, de Gaure (Gavre), de
Hatzfeld, de Homes de Looz, de Kelleler, de la Tour d'Au-
vergne, de Ligne, de Luxembourg, de la Marck, de Marnix,
de Merode, de Metternich, de Montmorency, de Namur, de
Nassau, de Nuenaer, Perennat de Grandvelle, de Schdnborn,
de Schwartzemberg , de Surlet, t'Serclaes, de Velbruck, de
Wachtendonck, de Zeulen de Nyveld u. A.
Freunde der Epigraphik durfeu auch ergiebige Ausbeute
aus dem Le Forfschen Archiv erwarten, bei welcher Herr
Bormans ihnen gewiss seine Hilfe nicht versagen wird.
Hambur 8' Dr. F. L. Hoffmann.
Verzeichniss
der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek
zu Oldenburg.
Von
Bibliothekar Dr. Meradorf in Oldenburg.
(F or Isetzung.)
XXX. Treviso.
a. Bernard von Coin (1477).
194.
Seneca (L. Annaeus) Opera philosophica et epistolae. Tar-
visii. Bern de Colonia 1478. fol.
Panz. Ann. Ill, 35, 23. Hain 14591.
b. Johannes [Rubeus s. Rosso] Vercellensis (1480).
195.
Livius (Titus) decades historiae Romanae a Luca Porro re-
cognitae. Tarvisii Joan. Vercellens. 1482. fol.
Panz. Ann. Ill, 40, 48. Hain 10135. Das hiesige Ex-
emplar ist ein schones Exemplaire regl6. Auf den hintern
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351
Deckblattern linden sich folgende Liviusausgaben (von ver-
schiedenen Handen) mit deren Besitzern angefuhrt. Livias
Basel. Herweg 1554. M. Ballerus. — Livius ex recenl.
Aicenfiana 1530. — .Livii decades. Paris f. prelo Afcen-
sianis 1511. Joh. Kleefatlel medicinae Doctor. — T. Livii
decades Veneliis p. Joan el Bernardin. fralr. Vercellens.
1500, ifl Herrn Samuel newhaulfer prediger zu vim; Peter
Loder Wirth zu St. Sebaldl beim Burgthor in Nilrmburg —
Titi Liffij in Regal mil fchena grol'fa flgura anno 1568 zu
Frankfurt (also enlweder Ebert 12097 oder 12135) kost
bunda 5 R — Chrillian Reyl3er Buohfierer zv vim. - Die
wichtigsle Notiz isl aber: Dr... ffiilh, oder fTDIIul^ , Bam-
bargifcher Rhatl, ifl Jobst huHsen Nurmburgifchen Wurths
aufm Filchbach vatter, hat j. mfc decadum.
106.
Platina (Bartholomaeus s. Baptista) Vilae ponliflcum. o. 0.
(Tarvisii) Joann. Vercellensis 1485 10. Febr. fol.
Panz. Ann. Ill, 41, 57. Hain 13048. Das vorliegende
Exemplar hat einzelne Randbemerkungen einer alien Hand,
wahrscheinlich des ersten auf dem vordern Randdeckel
angegebenen Besitzers „hic liber est D. pelri Anlonjj lacti
Canonici s. Laurentii : Anne. u Auf dem vordern Vorsatz-
blatle: „Ex_dono amiciffimi Hon. Wriothesly Digby armg:
e coll. omii: dnl: 9 t0 1720. Auf den hintern Einsatz-
blattern befindet sich ein geschriebenes Register von der-
selben Hand wie die Anmerkungen.
XXXI. 01m.
a) Johann Zainer aus Reutlingen (1473),
Albertus Magnus de abundantia exemplorum. s. 1. ef a. (Ulm
J. Zainer.) fol. vid. Nr. 176. c.
b. Leonhard Holl (1482).
197.
Ptolemaeus (Claudius) Cosmographia lat. interprete Jac. An-
gelo. Ulm Leonh. Holl. 1482. 17. Kal. Aug. Mit 32 ilium.
Landkarten fol.
Panz. Ann. Ill, 535. 28. Hain 13539. Dibdin Bibliotheca
Spencehana vol. II. 301—305.
XXXII. Venedig.
a. Nicolaus Jenson (1470).
198.
Plutarchus. Vitae illuslrium virorum s. Parallelae. Veneliis
Nicol. Jenson. 2. Jan. 1478. fol. 2 Thle. in 1 Bde.
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359
Panz. Ann. Ill, 134, 325. Hain 13127. Dibdin Bibl.
Spencer. II, 277. Auf dem vorletzten Blatte unsers Ex-
emplars, das an einigen wenigen Stellen beschrieben ist,
slehl: ^Johannes Slieglitzius" und auf dem Vorsatzblatte
„Osvaldi de Eykh. 1546. tf
b. Johannes de Colonia el Johannes Manthen
de Gherretzem (1473).
199.
Laciantius (Lucius Coelius Firmianus) opera. Venetiis Johann.
de Colonia et Johann. Manthen de Gherretzem 1478. 27.
Aug. fol.
Panz. Ann. Ill, 137, 343. Hain 9814. Unser bis auf
ein paar Stellen reines Exemplar hat auf dem letzten Blatte :
„Ifte liber pertinet monafterio beate Marie Magdalene in
majore Frauckenlall inter Spiram et Wormaliam fltuato
circa Renum. u
c. Adam de Rotwil (1474).
200.
Sisgoreus (Georgius) Carmina. Venetiis Adam de Rodveil
1477. 4.
F. 1. a. Ad egregium iuniorem Petrum fpectati ri-jri
Damiani Tobolei filium Georgius Sifgo-|reus Sibenicenfis
ialulem dicit plurimam. | ( ) Omerus ranarum: murumq$
11-|mul crudelia bella : Virgilius culicem : Lucanus orpheum
tanq5 ftu-|diorum primitias etc. F. 1. b. Z. 9. pocula
Caftalia plena miniltret aqua. | Iterum vale. | Georgii Sif-
gorei Silbenicefis Dalmalae ele-|giarum et carminum liber
primus. I F. 31. b. Z. 16. Georgii Sifgorei Sibenicenfis Dal-
matae: Ele-Jgiarum et Carminu lercii et vltimi (ibri finis :|
ad Petrum Toboles patritiu Sibenicenfe3 | amicum fuauif-
fimum: . . | ImpreU'um eft hoc opufculum in Venetiis perj
magi It rum Adam de Rodueil: Sub anno in-|carnationis
domini 1. 4. 77. F. 32. leer. 32 Blatt ohne Blaltzahl,
Custoden und Signaturen mit 30 Zeil. goth. Char, auf der
Yollen Seite. 4.
Panzer Ann. Ill, 131, 309. Hain 14794.
(Fortsetzung folgt.)
Verantwortlicher Redacteur: Dr. Robert Naumann.
Verleger : T. 0. WeigeL Druck von C. P. JHelzer in Leipzig.
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SERAPEUM.
titfdjtift
fur
Bibliothekwissenschaft, Uandschriftenkunde uod
Ultere Litteratur.
lm Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden
h era nsgegeben
V O 11
Dr. Hobert JXaumann.
M 23. Leipzig, den 15. December 1861.
f^^gff^=^3BBaeaHBen nil ii i i^ag
Die
altdeutschen Handschriften
der
k. k. Offentlichen and Universitatsbibliolhek zu Prag,
verzeichnet
von
Johann Kelle.
(Fortsetzung zu Serapeum 1839. No. 3. 4. 5.)
(cf. Serapeum i860. No. 1. 4.)
(48.) I. B. 6. Folio. Papier, saec. XV.
1. Uebersetzung der Schrift Ciceros de ofBciis. Ich theile
den Anfang und Schluss mit, und habe zur Vergleichung den
lateinischen Text neben gestellt.
fol. 1 a inc. | Lib. I. Cap. 1.
Marce. sinder mein wie wol
dw yetz das jar die Kunftleich
weishait cratippi iernend ge-
hort hart als dan czw athenis
gesetzt vnd gepotn ift Die phi-
losopher durch das hohft vnd
lobleichs der doctor vnd der
flat czw lernen darinn dir ains
merung gibt der kunA Das
Qnamquam te, Harce fili, an-
num jam audientem Cratippum,
idque Athenis, abundare opor-
tet praeceptis institutisque phi-
losophiae, propter summam et
doctoris auctoritatem eturbis;
quorum alter te scientia au-
gere potest, altera exemplis:
tamen, ut ipse ad meam utili-
XX1L JaJurgaag. 23
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ander dich hohL mag an guetn
exemplu doch so (ue als ich
ye zw meinem nutz alwig die!
kriechifch zung mil der latei-|
nilchen gemifcht hab uod hab
das nicht allain in philosopher
mil vbung der red sunder ich
rati dir das selb ze luen das
dw gleich kundenl werdeft in
kunft und reden czw den sel-
ben sachen als wol sichtig ift
wie grofs hilffgetan habn all Ti
den vnnfern dan yetzo nichl
allain die grobn der gefchrifl
kriechifcher buechfchreiber sun-
der auch die wol gelerlii sich
selber fchaczen enphangu vnd
gelernl habn die kunft der ge-
blunten red darumb so lerne
von den fruflen loblichs alters
so lang dw will vnd dw so
lang lernen wollell das doch
dein lernung dich nichl gerew
Sunder aber vnd doch dw le-
fend vnfer gefchrifl vindefl nil
vill mifshelung In der gemai-
nen kunflleichn philosophei
wan wir yetweder als socrali
vnd platon mil hellen von den
sachen (ue dich selber prauchn
vnd vben nach dem verftent-
nizz fur war ich das nil irr.
Expl fol. 5S«
Marce mein fun dw haft
von deinem valler nach mei-
nem versten ain grofse gab
die wirl dir als dw sy babeft
wie wol dy drew pucher pey
Cralippo dem pho vnd der ge-
fchrifl ausleger gehalln wer-
den als gelt war ich selber
komen Athenas ye gefchehfi
war hiel mich das landl nil]
rait lauller heller slyme von I
meime angeuangii wege wider
vmbkerl suuii helleft dw mich |
(atem semper cum graecis La-
lina conjunxi (neque id in phi-
losophia solum, sed etiam in
dicendi exercilalione feci) idem
tibi censeo faciendum ul par
sis in utriusque orationis fa-
cilitate. Quam quidem ad rem
nos, ut videmur, magnum allu-
limus adiumenlum hominibus
noflris, ul non modo Graeca-
rum lilterarum rudes sed etiam
docli aliquanlum se arbitrenlur
adeplos el ad dicendum el ad
iudicandum. Quam ab rem
disces lu quidem a principe
huius aelalis philosophornm,
el disces quam diu voles: lam
diu autem velle debebis, quoad
te, quantum proflcias, non poe-
nilebil: sed tamen nostra le-
gens, non multum a Peripale-
ticis dissidenlia, quoniam ulri-
que Socralici el Plalonici vo-
lumus esse, de rebus ipsis
utere luo iudicio (nihil enira
impedio), oratiouem autem La-
tinam efflcies profecto legendis
nostris pleniorem. Nec vero
hoc arroganter diclum exisii-
mari velim.
Lib. III. Cap. 33.
Habes a patre munus, Marce
fili, inea quidem sententia ma-
gnum; sed perinde eril, ut
acceperis. Quamquam hi tibi
Ires libri inler Gratippi comen-
tarios lamquam hospites erunt
recipiendi. Sed ul, si ipse ve-
nissem Athenas, (quod quidem
essel factum, nisi me e medio
cursu clara voce pater revo-
casset), aliquando me quoque
audires: sic, quoniam his vo-
luminibus ad le profecta vox
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355
selbcr gehort Seid aber In den , ell mea , tribues his temporis
dreyen puchern mein styme quantum poteris : poteris autem,
recht zw dir chomeu ill sol quantum voles, Cum vero in-
halt dich der In diser zeilt tellexero, te hoc scientiae ge-
als vill dw magft als vill dw
wild So ich verftund das dw
nere gaudere, turn et praesens
tecum propediem, ut spero, et
frewd hietell In dil'en dingen j dum aberis absens ioquar. Vale
So red ich alle tag mit dir 1 igitur, mi Cicero, tibique per-
Auch so ich von dir pin als ! suade esse te quidem mihi ca-
w u r ich gegenwartig pey dir rissimum; sed multo fore cario-
leb mit hail rnein Cicero vnd rat 'rem, si talibus monumentis
vnd vervoligl dir das dw mir der » praeceplisque laelabere.
liebfl fe if I dw wirdelt mir aber
vill lieber ob dw In difn ge-
fchriftn vnd lernen dich er-
frewefl. Arjien. Deo gratias.
Et sic est finis.
Nach einem leeren Blattte beginnt 2) foL 60* mit
gefchach vnd von wile sein harnafch als guet nicht gewefen
so hiet er es nicht mugen vber chdmen er Met anftat den tod
muezzen leydli. Was ein werder held der was Theseus ge-
nant vnd war von chriechen purtig etc. Es folgt eine ein-
gehende Darstellung des trojanischen Krieges, von der ich
die einzelnen roth eingetragenen Capiteluberschrifteu mit-
theile.
FoL 61. Wie der t<?d Kassilian gerochen ward.
FoL 62* Was noch furflen leblen an der Troyer tayl.
Was furften noch lebtn an der chriechen tayll.
FoL 62 b - Wie wurden den chriechen funff chunig erflagn.
FoL 63 a Wie hekchtore vnd Ajax an ein ander chomen.
FoL 65 a Wie ein frid angetragen ward mit priamo.
FoL 65 b Wie Nefus Diomiran durch den pach trueg.
FoL 66 b Wie Hercules das hemd anlegt,
FoL 67" Wie sich Hercules in dem fewre verprentt.
FoL 68" So der held patroclus funden ward.
FoL 68 b Der dritt der vierd der funfll der sechft der sybent
der achtift streyt.
FoL 70 b Wie hekchtor den chunig poeftes erslug.
FoL 72 a Der newnt slreytt.
Fol. 73 b Wie veinlleich sich die streytt in ander miCchlen.
Fol. 74 b Wie hekchtor beitalt und begraben ward.
Fol. 76* Agamenius gepot das man ain andern hauptman
setzt.
Fol. 77. Der czehent slreytt.
Fol. 78. Wie Achilles haimleich warb vmb polixinam die
junkfraw.
23*
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Fol. 79» Wie die chunigin Ekuwa priamo ir man chund let
Achilles pegern.
Fol. 79 b Wie Achilles den chriechen sein hilff versagt.
Fol. 81 b Der czweliffl streytt.
Fol. 82 a ' Wie Achilles antwurt Ulixen.
Fol. 82 b Agamenus gepot alien furften czw chomen an ein rat.
Fol. 83 a Der drewzehenl streytt.
Fol. 83 b - Agamenus der chunig chom selben zw Achillen.
Fol 84* Der vierzehent der funffczehent der sechczehent vnd
der sybentczehent streytt.
Fol. 85 a - Der achtzehent streytt.
Fol. 86 a Der newczehent ftreytt darin Troylus verdarb.
Fol. 87 b Wie Achilles in dem Tempi erfchozzen ward.
Fol. 88 b Der czwanczift streytt darin paris verdarb.
Fol. 89 a Der czwainundczwainczift streytt.
Fol. 90 a Der drev nnd czwainczigift streytt.
Fol. 91 a Der vier vnd czwainczigft streytt darin Panthesalia
verdarb.
Fol. 91 b Anthenor vnd Eneas nSttn Priamo das er frid
sucht.
Fol. 92 b Anthenor vnd Eneas petrachth wie sy die stat ver-
rietu.
Fol. 94 b Wie Anthenor vnd Eneas die statt verrietn den
chriechn.
Fol. 95 a Wie Elena den chriechn geantwurt wart.
Fol. 95 b - Priamos versprach das rofs czu nemen.
Fol. 96J; Wie Troja czwftort ward.
Fol. 97 b Wie Paris polixinam ertotl hett.
Fol. 98 b Das Eneas vnd Anthenor die stat ewikchleichen
versagt ward.
Fol. 100 a - In dem lantt Gerwandia liez sich Anthenor nyder.
Wie der chunig Agamenus verdarb.
Fol. 101 b Wie Oreftes rach seins vater tod
Fol. 102 a - Wie Mixes vnd Diomedes Polidamum tottn in
ainens prun.
Fol. 102 b Wie Oetas Diomedum verriet gegii sein haus-
frawn.
Fol. 103 b Wie ezz Ulixn gieng do er von Troja fchied.
Fol. 104 a Was Ulixes leidn muft in dem lant Sicilia.
Fol. 105 b Wie es piro gieng do er von Troya fuar.
Fol. 106 a Merkchl die czal paider tayl.
Fol. 106 a Wie Eneas von Troja fchied.
Fol. 106 b Eneas chom in den wald der goltin Helena.
Fol. 107 b Wie Enea erfchain sein mueter venus.
Fol. 108a. Wie Priamus Parifen gein Troja furtt.
Fol. 108b- Wie der hirt parifen fucht in Thefsalia.
Fol. 108i> Der wirt sagt feinem weib pey nacht in dem pet
wer das chind weer.
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Fol. 109 a Wie Paris vnd hckchtor mil einander fchirmtn in
eio chrayzz.
Fol. 110 b Wie hekchtor den hirtn furt czw priamo.
Fol. 110 b Hie sagt der wirt wie in der chunig hiez das chind
tottn.
Wie Parifen der chunig guet leich auff nam.
Fol. Ul b Wie frawn Thetis chind erczogen ward.
Fol. 113* Wie Peleyus Jasonn riet das er nach dem fchaper
warib.
Fol. H3 b Wie Jasan aus gericht ward auff die vard nach
dem fchaper.
Fol. H4 a Wie czdrnig Jasan ward das im Lamendon vrlaub gab.
Fol. 114 b Wie Jasan mit den sein chdm gein kaltas.
Fol. 115» Wie Jasan vnd Medea an einander wol geuellen.
Fol. 115 b Wie sich Jasan frewt das in Medea trdft.
Fol. 116 b Medea fchfleff das Jasan czw ir chomen foil.
Fol. 117 b Wie Jasan und Medea bey einander lagn.
Fol. 119 a Jafan enpfleng was sy im gab auf die farl.
Fol. 119* Jasan urlaubt sich an dem chunig.
Fol. 120 b Wie Jasan chom in den werd.
Fol. 121 » Do Jasan den fchaper erwarb.
Fol. 121 b Wie Jasan Medeam czu weyb nam.
Fol. 122* Wie mit grozzn frewdn Jasan vnd Medea enpfangen
ward.
Fol. 122 b Wie Medea aus fur nach erczney.
Wie Medea den chunig verjungt het.
Fol. 124* Wie Medea den chunig peleyumb totl vn Jasan
da mit rach.
Fol. 124 b Wie Medea peleyumb erlot het.
Fol. 125 b - Wie mit grozzer macht Hercules gein Troja fur.
Fol. I26 b Wie riett Hercules sein gevallen.
Fol. 127* Wie veintlichen die von Troja vnd die chriechen
vachtn.
Fol. 128 a Wie Troja von erfl erftord ward.
Fol. 129 b Wie ser Jamendon pechlagt ward.
Fol. 130* Wie fraw Thetis Achillen furt von ichyron.
Fol. 131 b Wie Achilles gelegt ward in ain leder fakch.
Fol. 132* Wie Achilles wider sprach frawen chlayder.
Fol. 133 b Wie fraw Thetis redt czw dem chunig Nycomedes.
Fol. 134* Wie den Nycomedes der chunig Achillem auff nam.
Fol. 136* Wie Achilles vnd Dydamey mit frewdn lebtii.
Fol. 137 a Wie die fchon Dydamey von Achillem pefchlaffen
wart.
Fol. 138* Wie chollleich die Edelftat Troja hin wider gepaut
ward.
Fol. 139 b - Wie sich der chunig Priamos periett wie er sich
an den chriechn rechn wolt.
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Fol. 140* Wie Antenor gesant ward gen chriechn lantt.
Fol. 141 a Wie Priamo dem chunig gesagt ward der chriechn
anlwurtt.
Fol. 142 a Wie sich priamus periett wen er gein chriechn
senllli foil.
Fol. 142 b Wie sich hekchtor ver
Fol. 143* Wie Paris pegert das man in gein chriechu senndet.
Fol. 144 a Wie Elenus sprach wider das geuerlt parifen.
Fol. 144 b Wie Trojalus riet das Paris var» solt.
Fol. 145*- Wie Panthus widerriel das geuerlt Parifen.
Fol. 145 b - Wie Paris aufgericht ward auff die varlt
Fol. 146* Do Paris chom gein Citary in das lant.
Fol. 146 b - Wie Paris helenam ansichlig ward.
Fol 147 b - Wie Elena Parifn czw haufs lued.
Fol. 148 b Wie Paris vnd Elena mit lieb verftrikcht wurden.
Fol. 149 b Wie der chunig Menalaus yon haus fur.
Fol. 150 a Paris sagl der chunigin Elena sein williT.
Fol. 151 a Elena anlwurt parifen vber sein red.
Fol. 154 b - Das sich Paris legl czw der fchonen Elena.
Fol. 156*- Das der chunig Menolaus vmb hilff warib.
Fol. 157 b Der furftn nainen die dem chunig Menolaus czw
hilff chomen.
Fol. 158 b - Das der chunig Agamenus ein hindn chozz.
Fol. 160 b Kolcas erfur von den goltern mit wero man das
welter slillt.
Fol. 160 b Agamenus der chunig opfert sein tohter Effigennaz.
Fol. Mil* Der furften nam die denTroyern czw hilff chomen.
Fol. 162* Wie Tenaden czw ftorl ward.
Fol. 163 a - Wie die chriechn chomen gein Troja.
Fol. 164 a Wie der chunig prothefolanus erflagiT ward.
Fol. 165 a - Wie Agamenus Ulixen von Diomedum fant in die
flat.
Fol. 166" Wie Mixes vnd Diomedis retln zw Priamo.
Fol. 167 a Wie ain frid angelragen ward mil Priamo.
Fol. I67 b Wie Ulixes vnd Diomedes fagttn dem chunig Aga-
menus von alien chriecheo In welich macht die von Troja
warn.
Fol. 168 b - Kolcas sagt wo man Achillen vinden soli.
Fol. 169* Ulixes und Diomedes wurden nach Achillen ge-
santt.
Fol. I69 b Der chunig likomedes Antwurtt den poten.
Fol. 170 b - Wie die ihram auffgericht ward.
Fol. 172 a - Wie Achilles erchant ward.
Fol. 174 b Wie Dydamey chlagt Achilles hinvart.
Fol. 174 b Wie die chriechn tetn do Achilles cham.
Fol. 175 a Hekchtor enpfalch die erfl roll Troyalo.
Fol. 175 b Der andern rott pflag Margaritan.
Fol. 176 a Der drittn rolt pflag polidamus der werd furfl.
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Fol. 176- Der vierdn rott pflag dewfebius hekchtorn prueder.
Fol. 17ti b Der funfltn rott pflag pilogoras.
Fol. 177*- Der sechflen roll pflag Kneas.
Fol. 177* Der siebtn roll pflag paris.
Der achtn rott pflag Anthenor.
Fol. 177 b Der newtn rolt pflag der chunig Priamos.
Der czehnten rott pflag Hekchtor.
Fol. 178* Wie hekchtor redl czw alien furfln miteinander.
Fol. 178 b Die chriechn rotierntn ir volck in funffczeho fchar.
Fol. 179 b Wie Agamenus redt gegn furfln.
Wie paide her czwfaiii czugn.
Fol. 180 b Wie heklor in dera streytt czw fuezzn chum.
Fol. 181 * Wie Troyalus geuangn ward.
Fol. 182 1 Margarilan pracht die drift rott.
Fol. 182 b Die vierd roll.
Fol 183* Troyalus pracht die vierdt fchar in den streytt.
Fol. 184 a Deofewus pracht von Troja die funfftn fchar.
Fol. 184 b Die fechft rolt.
Fol. 185* Die fybent rott.
Fol. 185 b Die VIII rott.
Fol. 186* Die newnt rott
Fol. 187* Wie helena chlagt.
Fol. 187 b Die czehnt roll.
Fol. 190* Wie paris geuangn ward das es Elena ansach.
Fol. 190* Wie der werd hekchtor parifn wider ledig macht.
Fol. I90 b Wie hekchtor in grofse notl cham do er Polida-
mum den chunig ledig macht Wie der Anfang f ehit auch
das Ende, und die Darstellung schliesst mit:
des chom hekchtor in grozze not wan der chunig Meno-
laus vnd Theleman chertn auf in mit aller ire macht wi-
der die all strayit hekchtor allaiu un tett das in folichm
czorn das er an den selbn ftatt funnff hundert czw
tod slueg vii yerwunl der andern als vill das ir an czall
was vnd doch halff es gar chlain wan der chriechn als
vil czue eylln damit er umb czogu ward das er dauon
nicht chundt vnd gefchach im von streyt so wee das im
an chainer statt nye wirfer
(Schluss folgt.)
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360
Verzeichniss
der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek
zu Oldenburg.
Von
Bibhothekar Dr. Meradorf in Oldenburg.
(Fortsetzung.)
d. Bernardus Pictor, Erhardt Raldolt de Augusta
(aliein) und Petrus Loslein de Langencen (1476).
201.
Appianus. De bellis civilibus romanis, lat. a. P. Candido De-
cembrio Volumen secundum. Venetiis p. Bern. Piclor.,
Erh. Ratdoll und Petrus Loslein. 1477. gr. 4. (kl. fol.)
Panz. Ann. Ill, 180, 303. Hain 1307. Dibdin. Bibl.
Spencer. I, 254, 117. Das hiesige Exemplar ist enquadrirL
202.
Eusebius Chronicon a S. Hieronymo lat. versum, et ab eo,
Prospero Brilannico et Matthaeo Palmerio conlinuatam.
Venetiis Erhardt Ratdoldt 1483. Idib. Septembr. 4.
Panz. Ann. Ill, 188, 665. Hain 6717. Unserm schdnen
Exemplare fehlen die ersten Blatter, welche das Register
enthalten.
324.
Buck der zehn Gebote. Yenedig. Erhart Ratdolt von Augs-
burg 1483.
Panz. deutsch. Ann. I, 38, 175. Hain 4034. Unserm
schdnen Exemplare fehlt das Register.
e. Thomas de Alexandria de Blauis (1477).
203.
Martialis (Marc. Valer.) Epigrammatum libri XV. c. commen-
tar. Horn. Calderini. Venetiis Thomas Alexandrinus 1482
pridie idus Junii. fol.
Panz. Ann. Ill, 179, 598. Hain 10815. Den Einband
des hiesigen Exemplars bildet eine lateinische Pergaraent-
urkunde von 1343.
f. Philippus Condam Petri (1478).
204.
Justinus. Epitome historiarum Trogi Pompeji. Venetiis. Phi-
lippus Condam Petri. 1479. 12. Dec. fol.
Panz. Ann. Ill, 147, 401. Hain 9651.
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861
g. Georgius Walch, Alamanus (1479).
205.
(Rolevinck [Werner]) Fasciculus temporum. Venctiis. Georg
Walch 1479. Holzschn. fol.
Panz. Ann. HI, 149, 410. Hain 6924. Dibdin Bibl.
Spencer. Ill, 329, 693. Das hiesige Exemplar hat einige
alte ilalianische Randbemerkungen, so wie auf den ein-
gehefteten Blattern am Ende verschiedene handschriftliche
Bemerkungeu bis zum Jahre 1556.
h. Baptista de Tortis (1481).
206.
Juvenalis (Decius Junius) Satirae c. commentaries Dom. Cal-
derini. Venetiis. Baptista de Tortis. 22. Juli 1483. fol.
Panz. Ann. Ill, 197, 712. Hain 9695. Dem hiesigen,
nicht schonen Exemplare fehlen am Schlusse mehrere Blat-
ter, namentlich das mil dem Colophon.
207.
Cicero (M. T.) offlcia c. interpret. Petri Marsii, de senectute
c. notis Philetici ; de amicitia et paradoxa c. notis Omni-
boni Leoniceni. Venetiis p. Baplistam de Tortis 13. Mart.
1484. fol.
Panz. IH, 208, 781. Hain 5273. Das hiesige sehr be-
schriebene und fleckige Exemplar hat auf dem vordern
Randdeckel: „Sum in foro fcrutario Pragenfi 1618 emlus."
i. Matthaeus Capcasa seu de Codeca da Parma
vnd Bernardinus di Pino da Como (1482).
208.
Vocabularius juris utriusque. Venetiis. Matthaeus Capcasa
Parmensis et Bernardinus Pinus Novacomensis. 1485. 18.
Juni. fol.
F. 1. leer. F. 2. a. (mit Sign. 2, a) Col. 1. Termino-
rum frequetatoru ta I potificio q ciuijli iure: Opus precla-
rum x vtile feliciter incipit. | (q) Vonia iuri opera | dalu2|.
prius nofce 05: vnde nomen | iuris descedat. if. de iufti.
x int 1. i. I I ph. el vt ait phus pno ethico4- qui vtutes
vocabulo2|. ignorat etc. F. 98. b. Col. 2. Z. 10: diat qui
fine fine viuit x regnat: Amen. | Explicit Juris Uocabulariu
Uenetiif Impreffu | per Mattheum capcafam parmenfem x
Bernar-|dinum pinum nouacomenfem fociof Anno falut.|
M.cccc.lxxxv. die. xviij. menfis Junij. | Darunter das Lageo-
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363
register. 98 Blatt ohne Blattzahl und Custoden mil Signal.,
gespaltene Columnen und 58 Zeil. goth. Char. fol.
Panz. Ill, 220, 863. Der Artikel Vocabularius fehlt
bei Hain.
k. Paganinus de Paganinis, Brixianus und Geor-
gius de Riuabenis, Arrivabenus Mantuanus (1484).
209.
Officium beatae virginis Mariae. Venetiis Georgius de Riua-
benis et Paganinus de pagauinis 1484. 64.
F. 1—12 (roth und schwarz gedruckt) enthaltend den
Calender, darauf folgt F. 13. a. (roth) Inilitu f. euagelij
fm. Jo|(|)anne. ft (schwarz) Gl'ia tibi dne. i pncipio erat
vbu3 | i vbu erat apud den: t de|us erat vbu Hoc erat i
pnjcipio apud deii. Ola p ip|l'o facta lut: etc. F. 15. b.
Z. 12 rie miferere nobis. Ame: | Laus dec | F. 16. a. (mil
Signal a) [roth] 4 Incipit officium bea|te marie virginis
fecun-|dum confuetudinem ro-|mane curie. Ad mat. v.|
( ) [schwarz] Omie la | bia mea 1 aperies. | etc. F.80. (roth)
Incipiut feplem pfal- 1 mi penitenliales c. Ant. | (schwarz)
Ne reminifcaris domine. | ( ) Omine ne i furo|re tuo
arguaf etc. F. 158. a. Z. 7. Per oia fe. fe. Ameu. | (roth)
4 Officio bte marie vgif | cu miffa eiufde 1 fepte pfal-|
mis peile(ialib9. Et olfiu | defnclo^ fcl fpus 1 fee cru|cis.
AccuralifTime impffu | venetijs p Georgius de ri|uabenis
maluanu: 1 Pa|ganinu de paganinis. bri-jxienfes. Anno
dni. 1484. I F. 158. b. leer. 158 Blatt ohne Blattzahl und
Custoden mit Signaturen, roth und schwarz gedruckt mil
15—16 Zeilen goth. Character 64.
Fehlt bei Panzer und Hain. Es ist dies eines der in
kleinstem Formate gedruckten Bucher. Am Schlusse des
hiesigen Exemplars befinden sich auf den eingehefteten
Blattern noch handschriftliche lateinische Gebete eingefugt.
210.
Salis s. Tromala s. Trovamala (Baptista de) Summa casuum
conscientiae dicta Rosella seu Baptistiana. Venetiis. Geor-
gius Arrivabenus Mantuanus 1495. 5. Id. Septbr. 8.
Panz. Ill, 373, 1937. Hain 14183. Die Vorsatzblatter
unsers Exemplars vielfach beschrieben. Auf dem Titel-
blalte ausser anderem. Lazarus Piper d. d. Balthasari Hen-
rico Obernburgensi anno a nato Christo 1546. — A Schmid
Brunsw. 1777.
1. Bernardinus Rizius de Novaria (1485).
211.
(Bergomensis Jacobus Philippus [Forestus]) Supplementum
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chronicaram. Venetiis Bernardin. Rizius de Novaria. 1492.
15. Febr. fol. M. Holzschn.
Panz. Ann. Ill, 320, 1531. Hain 2809. Unser Exem-
plar besass fruher (1681) David Meder.
m. Simon Bevilaqua (1485).
212.
Aegidius Columna $. Homanus de regimine principum. Ve-
netiis Sim. Bevilaqua 1498. 9. Juli. fol.
Panz. Ann. Ill, 433, 2343. Hain 109.
213.
Lucanus (M. Annaeus) c. Joh. Sulpitii Verulani et Omniboni
Vincentii commentariis. Venetiis. Sim. Bevilaqua. 1498. 20.
Octob. fol.
Panz. Ann. Ill, 434, 2348. Hain 10242.
n. Bonetus Locatellus (1486).
214.
Silius Italicus punicor. libri XVn. c. inlerpretatione Petri Marsi.
Venetiis Bonet. Locatellus sumptibus Oclavi Scoti. 1492.
15. Ka). Jun. tol.
Panz. Ann. Ill 315, 1495. Hain 14740. Dibdin bibl.
Spencer. II, 357, 233. Das hiesige Exemplar ist sehr be-
schrieben.
215.
Quintilianus (M. Fabius) institutiones oratoriae c. annotatio-
nibus Raph. Regii. Venetiis Bonet. Locatellus sumptib.
Octavi Scoti 1493. 16. Kal. Jul. fol.
Panz. Ann. Ill, 333, 1628. Hain 13652.
216.
Gellius (Aul.) noctium Atticar. libri. Venetiis. Bonet. Loca-
tellus sumpt. Octav. Scoti 1494. Idib. Novembr. fol.
Panz. Ann. Ill, 356, 1769. Hain 7525. Am Rande von
alter Hand Einiges beigeschrieben.
217.
Boccaccio (Giovanni) Genealogiae Deorum libri XIII. Venetiis.
Bonet. Lucatellus sumptibus Octav. Scoti 1494. 7. Kal.
Mart. fol.
Panz. Ann. Ill, 349, 1762. Hain 3321.
218.
Priscianus grammaticus. c. commentar. Joann. de Stingre et
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Danielis Cajetani. Venetiis Bonet. Locatellas impens. Octav.
Scoti. 1496. 9. Kal. Mart. fol.
Panz. Ann. Ill, 386, 2025. Hain 13364.
219.
Cauliaco (Guido de) Chirurgia c. alior. tractatibus do eadem
materia. Venet. Bonet. Locatellus imp. Octav. Scoti 1488.
11. Kal. Dec. fol.
F. 1. a. Cyrurgia. Guidonis de cauliaco. | Et Cyrargia
Bruni. | Theodorici Rogerij | Rolandi Bertapalie | Lanfranci.
F. l.b. leer. F. 2. a. (mil Blattzahl 2 und Signatur A, 2)
Cyrurgia Magistri Guidonis de Cauliaco. edita an-|no do-
mini 1363 in preclaro ftudio montis peffulani. Fe-jliciter
incipit. | ( ) Oftqua prius | gralias egero: deo largie|ti
vita perpetua animal | i fanitate corpora z me-|dicanti
morbos per gra5 | qua tulit oi carni ex vtu-|tibus etc. F.
5. a. (mit Blattzahl 5) Col. 1. endet das Vorwort und Re-
p^i o i« Jd^i mifericordis. Incipi tractatus I
gister. Col. 2. In nommej^ iftius operis . f & d , anatomia
continens duas doctrinas. | F. 82. a (mit Blattzahl 82 una
Sign. L, 2) 4 In nomine paths z filij z fpirituffancti Amen.
Quas t | Drmitates curat aq z balnea de porecta. I Diese
Abhandlung endet F. 82. b. Col. 2. F. 83. a. (mit Blatt-
zahl 88 und Signatur L, 3). 4 Incipit cyrurgia magna
Bruni longoburgenfis. | (R)OgaAi me la | est diu Andrea
vicetine | venerabiP amice mi. q, | tibi breui z apto fmoe
l | medicamine etc. Dieselbe endet F. 102. b. Col. 2. F.
103. a (mit Blattzahl 103). 4 Incipit cyrurgia minor Bruni
Logoburgenfis. | (VjT de manuali | operative librus copo-
nere | breuiorem. f. t apliorem q5 | compofuen Andree:
etc. F. 106. a (mit Blattzahl 166 und Signatur 2). cj In-
cipit Cyrurgia edita z spilata a dno fratre Theodo-jrico
epo Ceruiefi ordinis pdicato^. etc. F. 147. a (mit Blatt-
zahl 147 und Signatur T 3) c{Libellus de Cyrurgia editus
fiue compilatus a magi-|ftro Rolando feliciter incipit. F.
161. a. (mit Blattzahl 161 und Signatur H). 4 Incipit parua
cyrurgia magiftri Lanfraci Mediolan. | welche F 166. a.
Col. 2 endet. F. 166. b. 4 Hie incipit practica magiftri
Lanfraci de Mediolano | que dicitur ars copleta totig cy-
rurgie. Proemium | F. 211. a. (mit Blattzahl 211 und Signa-
tur AA). 4 Incipit practica magistri Rogerij. | F. 233. a.
(mit Blattzahl 233 und Signat. DD). 4 He funt recollecte
habile fuj> quarto Auicene ab egre|gio z fingulah doctore
Magiftro Leonardo Bertapa-|lia: z ibi funt mirabilia fe-
creta habita ab eo z per me ex-|cerpta. F. 267. a. (mit
Blattzahl 267). Col. 1. Z.55. 4 Recollecta^ egregij docto-
ris Magri Leonardi Ber-| tapalie fup qrto canois Auicene
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363
finis. Venetijs Impffa-jru madato z expefis Nobilis Viri
Dni Octauiani Scoli | Ciuis Modoetienfis Cura z ante (sic)
Boneti Locatelli Ber-|gomefis. Anno a falulifero virginali
vv
parlu. Millefimo q-|dringelefimo nonagefimo octauo. Un-
decimo Kaledas | Decembres. Col. 2 und F. 267. b. ent-
halten das Lagenregister. F. 268. leer. 268 Bl. m. Blatt-
zahl und Signaturen ohne Custoden, in gespalien. Columne
mil 65 Zeilen golh. Char. fol.
Panz. Ann. Ill, 429, 2307. Hain 4811. Auf dem Titel-
blatle des hiesigen Exemplars: Dono feren. princip. ac
dom. dn. Augufli Due. Br. ab Lun. possidet Hermann Ko-
nerding 1658.
220.
Aquino (Thomas de) commentaria super epistolas Sancli Pauli.
Venetiis Bonetus Locatellus sumptibus Octav. Scoti 1498.
22. Dec. fol.
F. 1. a. Sancti Thome de Aquino fuper epif lolas |Sancti
Pauli Comentaria preclariffima. | Cum tabula ordinatUTima.
isludiose lector
difficile fit: itfs C °P IS e,eCtas
etc. Das Register (in drei Columnen gedruckt) endet F.
12. b. F. 13 a. (mit Blattzahl 7 und Signatur a) Col. 1.
<t Angelici Doctoris Sancti Thome de aquio in Epifto- 1 las
Sancti Pauli. Comentaria Feliciter incipiunt. | (V)As ele-
ctionis | oc. Act. 9. Hores i facra icri|ptura etc. F. 273. a.
Col. 2. Z. 58. «J Finit explanalio fancti Thome de Aquino
ordis fral2j. | pdicatoru in omnes epl'as beati Pauli apl'i:
caracteribus | Boneti Locatelli BergomeHs impffa: Ductu
vo : irope-|fis Nobilis Viri Dni Octauiani Scoti Ciuis Mo-
doetie | fis in medius data. Anno a partu virginis fahiti-
fero Milllefimo quadringentelimo nonagefimo octavo. Die
vo vi|gefima fecuda mefis decebris. In iclita Urbe Ve-
netian | AuguTtini Barbadici Ducis inuictiffimi Tempeftate.
F. 273. b. leer. 273 Blatt wovon 1 — 12 und 273 nicht
num., die andern 1—260 num. mit Signal, ohne Custoden,
der Text in 2 Columnen (Register in 3) mit 85 Zeilen
grOssern und kleinern gothisch. Charact. fol.
Panz. Ann. Ill, 429, 2310. Hain 1341. Auf dem Tilel-
blatte des hiesigen Exemplars: Osualdi de Egkh und Sum
Michaelis Grutzmanni.
221. a.
Aquino (Thomas de) Scriptum super primo et secundo sen-
tentiarum. Venetiis Bonetus Locatellus sumptib. Octaviani
Scoti 1498. Quinto nonas Octobris. II. ib. undecimo Ka-
lend. Januar. 2 Thle. fol.
Panz. Ann. Ill, 428, 2305. Hain 1475. 1478.
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366
221. b.
Aquino (Thomas de) Quodlibetales quaestiones. Yenetiis Bo-
netus Locatellus 1501. Octavo. Id. April, fol.
o. Bar thol omaeus de Zaais de Portesio (1486).
222.
Virgilius (P.) cam commentariis quinque videlicet Servii, Lan-
ding Ant. Mancinelli, Donali, Domitii. Venetiis Bartholo-
maeus de Zanis de Portesio 1495. 8. Aug fol.
F. 1. a. Vergilius cum comentariis quinqj uidelicet|
Seruii | Landini | Ant. Mancinelli | Donati I Domitii | F. 1. b.
ANTONIVS MANCINELLVS VELITERNVS VRSO VRSINO
HEROI CLARISSIMO PON|tifici Thean. ac Gymnasii al-
mae Vrbis Rectori. | (V)Ergilij poetaty fummi etc. Bucolica
Georgia in Romano Gymnailo cuius tu Rector etc. pnjceps
q optimus Vrfe etc. Die Vorstucke nehmen 6 Blatt ein,
dann beginnt F. 1. a. (mit Blattzahl 1 und Signatur b) die
ersle Ecloga, die rings von den Commentaria umgeben ist.
Publii Virgilii Maronis Mantuani Vatis | Opa cum comme-
tariis Serui Mauri Hono-|rali Gramatici etc. Der Com-
mentar: (T)ITYRE tu patulae: PASTOR inducit fecurus:
et dare operam cantilenae Tub arbore recubans | Alter
qui etc. F. 365. b. endet das Moretum, darauf folgt F.
366. a. (mit der Blattzahl 360) Tabula librorum qui in hoc
uolumine continenlur. und Z. 25. Impreffum Yenetiis per
Bartolomeum deZais dePorteHo. Sub anno domini. 1495.
die Oclauo Augulti. darunter das Lagenregister. F. 366. b.
leer. 366 Blatt (wovon 360 numerirt) mit Blattzahl und
Signaturen, ohne Custoden, romisch. Characters, gros-
seren und kleineren und 32 Z. fol.
Panz. Ann. Ill, 374, 1939. Der Artikel Virgilius fehlt
bei Hain.
p. Theodorus de Ragazonibus de Asula (14S8).
223.
Caesar (C. J.) de bello civili libb. VII. et de bello civili libb.
Ill etc. Venetiis Theodor. de Regazonibus (sic) de Asula
1490. 13. Juli. fol.
Panz. Ann. Ill, 290, 1316. Hain 4219.
224.
Juvenalis (Dec. Jun.) cum commentariis Domitii Calderini et
Georgii Vallae. Venetiis Theodorus de Regazonibus (sic)
de Asula. 1491. 16. Juni fol.
Panz. Ann. Ill, 305, 1416. Hain 9704 Das hiesige
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367
Exempl. ist an einigen Slellen des Randcs von alter Hand
beschrieben.
q. Bernardinus de Choris Cremonensis (1488).
225.
Havennas (Petrus) Phoenix sen de artificiosa memoria. Vene-
ris Bernardinus de Choris de Cremona 1491. 10. Jan. 4.
Panz. Ann. Ill, 304, 1411. Hain 13697.
r. Chris top ho ru s de Pensis de Mandello (1488).
Orosius (Paulus). Venetiis. Christoforus de Pensis de Man-
dello opp. Octav. Scoti 1499. 15. Kal.Aug. vid. Nr. 239, b.
s. Philippus Pintius de Caneto Mantuanus (1490).
226.
Diogenes Laertius. Vitae et sententiae philosophorum Arn-
brosio Camaldulensi interprete. Veneliis Philippus Pinzi
Sumptib. Bened. Fonlana. 22. Juni 1497. fol.
Panz. Ann. Ill, 415, 2216. Hain 6205.
I. Joannes de Cereto de Tridino alias Tacuinus
(1492).
227.
Diodorus Siculus bibliotheca s. historiarum priscarum libb.
VI. e gr. in latin, traducti per F. Poggium. Veneliis. Joan-
nes de Cereto de Tridino alias Tacuinus 1496. 12. Kal.
Octobr. fol.
Panz Ann. Ill, 397, 2101. Hain 6191.
228 a.
Sallustius (C. Crispus) opera c. Laurenliae Vallae el Omni-
boni Leoniceni commenlario in bellnm Catilinarium et Soldi
in lugurthinum. Venetiis Joannes Jacuiuus de Tridino 1500.
20. Lui. fol.
Panz. Ann. HI, 474, 2622. Hain 14233.
228. b.
Cicero (M. T.j de partitione oratoria dialogus. M. T. Cic. de
Optimo genere oratorum ac Ctesiphontis et Eschini caussa
libellus. Lips. Melch. Lother 1520. fol.
228. c.
Plutarchus. Problemata emendatissima Petro Lucensi inter-
prete. Lips. Thanner 1518. fol.
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229.
Tibullus c. commentar. Cyllaenii, Catullus c. commentar. Par-
Ihenii et Palladii, Properlius c. comment. Ph. Beroaldi ...
Venetiis Joannes de Tridino de Cereto alias Tacuinus. 1500.
12. Mai. fol.
Panz. Ann. Ill, 473, 2621. Hain 4766.
u. Aldus Manutius (1494).
MB. Die folgendeu NN. sind zwar hier mitgezahlt, sleheo aber io
der Aldinensammlung der Classiker.
230.
Theocritus Idyllia, Catonis sententiae, Theognidis sententiae
etc. etc. Venet. Aldus Manutius 1495. Mens. Februar. fol.
Panz. Ann. Ill, 378, 1964. Hain 15477. Renouard an-
nates de rimprim. des Aides (Paris 1834) p. 5. nr. 3 It
de Dibdin Bibl. Spencer. II. p. 440. ff. Nr. 483.
231.
Aristotelis opera graec. Vol. 1. Venetiis Aldns Manntius 1495.
Calend. Nov. Vol. 2. Ibid. 1497. mens. Febr. Vol. 4. Ibid.
1497. mens. Jan. Vol. 5. ibid. 1498. Jun. 4 Bde. fol.
Panz. Ann. Ill, 379, 1968. 419, 2246. 420, 2248. 438,
3377. Hain 1657. Renouard. p. 7 fT. Nr. 5. p. 10. Nr. 1.
p. 11. Nr. 3. p. 16. Nr. 1. Dibdin Bibl. Spenc. I, 258 ff.
Nr. 121.
232.
Thesaurus cornucopiae et horti Adonidis gr. Venetiis in dom.
Aldi Romani. 1496. mense August, fol.
Panz. Ann. Ill, 400 , 2121. Hain 15493. Renouard p.
9 ff. Nr. 1.
233.
Dictionarium Graecolatinum el alia opuscula. Venetiis in
aedib. Aldi Manulii Romani. 1497. mense Decembr. fol.
Panz. Ann. Ill, 421, 2250. Hain 6152. Renouard p.
13 ff. Nr. 7.
(Fortsetzung folgt.)
Veranlwortlicher Redacteur: Dr. Robert Nautnann.
Verlegor : T. 0. Wei gel. Dnick von C. P. Melzer in Leipzig.
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SERAPEUM.
txtfdjrift
fttr
Bibliothekwissenschaft, Handschriftenkunde uod
altere Litteratur.
Im Vereine mit Bibliothekaren und Litteraturfreunden
herausgegeben
von
Dr. Hobert Naumann.
Leipzig, den 31. December 1801.
Die
altdentschen flandschriftea
der
k. L Offentlichen und Universitatsbibliothek zu Prag,
verzeichnet
von
Johann Kelle.
(Fortsetzung zu Serapeom 1859. No. 3. 4. 5.)
(cf. Serapeum i860. No. I. 4.)
(49.) XL E. 9. Quart Papier, saec. XV.
Dis ift ein buch von dem habiche.
fol 1* Primum quaerite regnum Dei et omnia addicerentur
nobis. Das sprichet. Suchet zd erft gottes rich, Das enlot
nch nil entwichen, Wes ir von ime z u rechte gert, Des
werdent ir vil wol gewert.
Wer do welle kurczwilen
Der ensol nit ylen
Das er gottes dienft lafse
Zu alien dingen hfiret mafse.
Befcheiden zit befcheiden flanden,
Das man jage mit den hnnden
XX1L J&hrgang. 24
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370
Hit den habichen beifsen
Elilat uch nit verdriefsen
Ir sullent czfi der kirchen komen
Es sol uch iener frommen in alien fachen zfi heile
So wird dir gottes Ion zfi teile
Die Sonnentage fol man viren
Nit an das beifsen keren
Andere tage sind gnuge
Die Tint zuo follichem fpile gefQge.
Dis buch leret bekennen die habiche zuo pfle-
gende zuo zemende vnd zuo machende zuo
fpannene veifset zuo machende zuo hubenne
zuo heilende vnd zu helffende.
Cap. 1. Yon was sitten der habichere sein sol.
Der habichere sol ein zuomafsen gewahsen man sein.
Durch das er jme gnug luslig si. vnd mefslichen veifset
Darumbe daz er zuo helffe komen mf»ge vnd von guoten
sitten. Darumbe obe der habich mifsetuo daz er in uit
zucke noch slahe oder jme ut tuo. Da er fchaden von
gewynne vnd sol rofch vnd belegtig sein.
Cap. 2. Welich underfcheit an dem habiche si.
Die habiche sint zweyer leye eins ift der grofse habich
Das ander ift der tertzel. Die ander leye Das ift fperwer
vnd sint dertzel. Mit dem guoten habiche vahet man
kraniche und allerleye grofse vogele. Mit dem sperwer
vohet man ouch krein vnd aller leye clein vogele wie der
fperwer minre sy doch ift er dem habiche glicher kunne
vnd rofch noch sinre maht.
Cap. 3. Was underfcheidung vnder dem habiche vnd under
der habichin si.
Dan noch ift sy und ein er. Sy ift die grfifser vnd die
ftercker vnd durch das ift sy lieber wan sy ift stercker.
vnd mag bafs arbeit liden allein si er wol alfo kune. so
enhat er doch der kreffte nit. Der dertzel ift minre und
das ift er.
Cap. 4. Wa die beflen habiche werdent erlzogen.
Alle andere tier vnd vogele varwe vnd kraft nach den
landen haben Do sy erczogen inne werdent also habent
die habiche varwe und kraft noch dem lande vnd der
stat vnd dem bourne do sy werdent erczogen. Yff der
appfolter vnd dem dome sint die kunen habiche alse
(fol. 2 a ) man saget vnd die sullen von fchwartzer oder
von roter farwen sin. Die valwen ziehent vff den buchen
vnd den birken so man saget allein sy habent kunheit
alse an der grofse habiche, so enhat sy doch der kreffte
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nil in den kalten landen vff den stein verlfen werdent sy
gr6fser vnd Aercker dan sy jergent werdent vnder der
sunnen.
Cap. 5. Von wellichen malen die guoten hebiche sollent sin.
(fol. 2 b ) Cap. 6. Wanne man den habech von nefte nemen
solle.
Cap. 7. Wie man den roten habich ziehn fulle.
(fol. 3») Cap. 8. Von underfcheidunge des afses.
Cap. 9. Was afses dem habiche aller belt sy von vogelen
oder tieren.
(fol. 3 b ) Cap. 10. Welich azs dem habich aller befl si.
Cap. 11. Was azes dem magern habiche aller gesundes sy.
Cap. 12. Von vnderfcheidunge des afses.
{fol. 4») Cap. 13. Wie man den habich zemmen solle.
Cap. 14. Wie man sich vor dem habiche huten solle.
(fol. 4 b ) Cap. 15. Wie man den habich zemen fulle.
Cap. 16. Wie man den habich furen fulle,
(fol. 5*) Cap. 17. Wie man den habich vff den rit fulle
binden.
Cap. 18. Diz ifl das ander buoch wie man in vahen machen
sol.
{fol. 6 a ) Cap. 19. Wie man dem habiche vorlafs geben folle.
Cap. 20. Wele zit an dem tage oder jm jore es beifsendes
zit ifl.
(fol. 7«) Cap. 21. So man beifsen wil was wetlers es fin fol.
Cap. 22. Wie man sich zuo dem beifsende sich fulle richten.
Cap. 23. Wa man das gebeifse fuochen fulle.
Cap. 24. An wele ftat man den habich nit werffen fol.
Cap. 25. Wie man erkennen fol ob die vogel geslon wellent.
Cap. 26. Wie man fol zuo dem wurffe riten.
(fol. 8 b ) Cap. 27. Wie die zeichen Tint des wol vahend ha-
biches.
Cap. 28. Wie man den vahend habich werffen sol.
(fol. 9») Cap. 29. Warumbe roan zuo den f laden vogele
werffe.
Cap. 30. Wie man den habich wider locken fulle.
Cap. 31. Wa mit der vogel dem habich gefchaden mag.
Cap. 32. Wa mit man den habich fol helffen.
Cap. 33. Wie man den habich vff den vogel hfiten fulle.
Cap. 34. Von welichen lide des vogels man dem habiche
geben fulle.
(fol. 10<Q Cap. 35. Wie man den habich von dem vogel
nemen fol.
Cap. 36. Wie man dem habiche vnfiten bufsen fol vnd
weren.
Cap. 37. Wie man den habich veifset machen snlle.
(fol. 11*) Cap. 38. Wie man des habichs pflegen sulle.
24 4
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Das dritte buoch. Cap. 39. Was vnderfcheides des muzerers
vnd des roten habiches fi.
Cap. 40. Welich vnderfcheid des willfanges vnd des nefte-
lengen si.
(fol. 12 a ) Cap. 41. Wie man den wiltfange zemen fulle.
Cap. 42. Wie man bekennen fulle den habich der nie ge-
finge.
Cap. 43. Wie man den habich fchiere mufsende mache.
Cap. 44. Wie man den habich fpenen sulle e man in trage.
Cap. 45. Wie man den habich fpenen 4'ulle.
(fol. 13 a ) Cap. 46. Wie man den habich fulle fchiere_ spenen.
Cap. 47. Die zeichen sint als er vfs der mofsen komen ifl.
Cap. 48. Welich zeichen sint an rechler mafsen zu vahende.
Cap. 49. Welich zeichen sint als er vfs der mafsen komen tit
(fol. 14 a ) Cap. 50. Welich zeichen sint an rechter mafse zno
vahende.
Cap. 51. Wie manige vogele man des tages mil vahen fol.
Cap. 52. Wie man den habich zno rechter mafsen haltn
sulle.
(Jol. 15") Cap. 53. Warvmbe der habich den kranich gerner
vahet des herbfls dan des lentzes.
Cap. 54. Waz vogele vnd tier man mil dem habiche vahen
mag.
Cap. 55. Warumbe der habich fchrie.
(fol. 16*) Das vierde buch. Cap. 56. Wie man dem habiche
den fnabel bufsen sol.
Cap. 57. Wie man den habich bufse das inbrunft.
Cap. 58. Warumbe der habich das afse werffe.
(fol. 17 a ) Cap. 59. Wie man dem habiche helffen sulle als er
das az verwurffet.
Cap. 60. Wie man dem habiche den croph bufsen fulle.
Cap. 61. Wie man dem wunden habiche hellfen sulle
Cap. 62. Wie man ime helffen sol ob im ein fchenckel bricht
oder ein diech.
Cap. 63. Wie man ime die lofse biffsen fulle.
(fol. 18 a ) Cap. 64. Wavon dem habiche der fnabel vnd die
clawen zu lange wahsent.
Cap. 65. Wie man dem habiche machli fulle den fnabel vnd
die clawen.
Cap. 66. In wie maniger hande sachen ime die vedern ver-
derbent.
(fol. I9 a ) Cap. 67. Wie man die weichen vedern bufsen fulle.
Cap. 68. Wie man den gebrochenen vederen helffen fulle.
Cap. 69. Wie man den vedern helffen fulle die an der ken-
geln zerbrochen ifl.
Cap. 70. Wie man dem habiche fuberunge geben fulle.
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(fol 20>) Cap. 71. Wie man dem habiche von dorrenne
helffen fol.
Cap. 72. Wie man ime fwellendes bofsen Aille.
Cap. 73. Das funffle "buch. Wie man den hunt kiefen Tulle.
Cap. 74. Wie man den hunt zu dem habiche gerecht machen
Tulle
(fol. 2K). Cap. 75. Wie man den hunt leren fulle dez er
fanfft oder fere biTse.
(fol. 22 a ). Cap. 76. Obe der hunt wol geleret si zuo dem
habiche.
Cap. 77. Wie vil hunde man zfl dem habiche habn fulle.
zu den grofsen vogelen alfo der kranich vnd die gans
darczu Pint befser zwey (fol. 23 a ) winde dan einer. Ift
ir me das ift boTe. Darvmb zwen ob der eine des habichs
mifse daz der ander ime warte vnd nich darumb obe dem
gefangenen vogele Die vngefangene vogele wollenl helffen.
Daz ein hunt den vogel halte vnd der ander den habich
beware vnd nich darumbe daz der habich den einen hunt
crimme daz der ander den vogel vafste halte vnd darumbe
daz zwene den kranich Tchiere erbifsent daz er dem ha-
biche nit gefchaden muge.
Nu ift das buch vfs von dem habiche alfo ich es gele-
fen han. Stellenweise stimmt diese Abhandlung, die
einen Abdruck verdiente, ziemlich genau zu Kaiser
Friedrich IL de arte venat.
(50.) I. C. 36. Folio. Papier, saec. XV. [cf. Serap. 1860.
pag. 12 fg.]
Fol. 34 a inc. Aliique codices sunt in comparatione preciofi
in collecione prolixi in intelleclione obTcuri et in numero
mulli itaque pauperes fcolares eosdem de facili et pro pre-
cio competenti ralione eorum paupertate habere ac flbi
procurare non valebunt vt tamen eo melius facram fcri-
pturam literaliter intelligere poterint ymo quodlibet fcri-
ptum latibile pro utilitale et necefsitate collectus eft prae-
fens vocabularius secundum ordinem alphabeticum con-
fcriptus ut latinum praecedat et theutouicum subjungitur
post hoc cujus generis declinationis sen cujus partis ora-
tionis quelibet dictio fuerit eft annexum.
A id eft sine praepositio.
Ab. von praepositio.
Abadera. i. petra. feminini generis, prime.
Abalienare. gut von henden brengen. vel entvernen. a.
prime.
Abbatus. eyn korn teyler mit eyner maze das drey sin-
ner hell m. secundae.
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Abante. czu vorn. adverbium.
Abacia. eyn epterey fern, prime.
Abacia. eyn epterey. fern, prime.
Abbas, i. pater monachorum. fern, prime, etc.
explic. 120 a -
Trachos. i. cantos. Inde tragedia tnrpis cantus de regibus.
Tris. i. tres, Inde trivium. i. via tripartita.
Trocus. yolubile. Inde trocns. i. Inslrumenlum ludendi.
Tripos, i. lapis. Inde lilrotripon. i. medicina frangens la-
pidem.
(51.) I. C. 40. Folio. Papier, saec. XV.
Inc. Hye hebt sich an dye new ee vnd das pafsional von
vnfer liebli frawen marie der rain§ magi vnd Ihesus Irs
chinds lebfi lebii (sic I) gantz vnd gar gerecht als uns dy
lerer hablit gefchribli dy hernach werdiit bensnt vnd be-
funder was dy vier Ewaugeliflen vndander. Mil gotes weis-
heit vnd mit feiner ler wil ich hye befchayden vnd auslgu
dy new Ee von maria der chunigin vnd auch von dem
almachtigen got Irm aingeporn sun nach vnd ich die ge-
fchribn ding vnd die gefchrift durch lefen han vnd das
ich das allfo mit hilf der rainen magt maria zw wegu
bring das got dauon gelobt werd all gelaubig seel dauon
getroft werdn und dy welt davon gepefsert dcs helf mir
dy magt maria mit Irm liebn son Ihesu chriftu vnfm liebli
her'n amen.
Ich wil nu anhebu wie maria geporn ward Vnd auch
von ir. chindhait und wie got geporn wolt werdn von der
magt maria. darnach was got in sein' chindhait tet vnd
wie er den JudiT anttwurt Vnd wie er manig' fchar fein
ler let mit wortli und mit werchn etc. . . .
fol. l b Hye hort nu von dem gefchlacht dauon dy drey he-
rodes geporn wurden.
ExpL fol. 158 b Wer dytz puechelein das mit vleys gefchribn
ifl vnd gericht ift weil abl'chreybn der soil es allesfambl
aigntlich an wortn vnd an synnen fchreibn als es hye stel
vsd mit darzw noch dauon legfi noch dy wort verwandlu
vnd soil es dann ain ftund oder zwier hye ab durchnach-
tigklich richfn vnd soli mit sunnders daraus fchreibu etc. . .
fol 159 a Hye hebt sich an ain Epiflel oder ain Senndung
dye gemacht hat Mayfter Samuel ain Jude oder ain ysra-
helifchr geporn von der Stat zu Seyts. In dem kunigreich
zu mariochitan vnd hat sy gesant mayfter Raby ysaac der
fchuele oder Synagoge dy da ift zu Emefa in dem selbu
chunigreich dy selb Epifll hat ain geyfllicher man bruder
AlTran ain prediger von hysponia pracht von hebrayfch
zungen in latein vnd maifter Grenhart oder Freyharl Fe-
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37S
rehart pharrer za Strafsegang hat sy von latein zq Teutfch
pracht etc. Behaldte dich got Brueder Raby yfaac gesondt
vn lafs dich beleibli allfo lanng das vans 1 gefannkchnufs
ein Ende nemb vnd gefchech ein famung von der prayttn
weytn tailung ate wir getaylet sein In vier Enndt der weldt
das vns kumme der genadig des wir wartn vnd das got
sein genade mit uns tail ift das er sein guet mil vns thun
wolle.
Das erft Capitel hye senndt der Junng' das puech
seinem mayfter vnd begert lere.
Expl. fol. 175 b -
Fol. 177» — fol. 240 b fin: Acta apoftolorum finita funt per
me Martinum Saltzman de Wollenzach sub anno dni mil-
lefimo qaadringentefimo septuagefimo nono In vigilia fancti
Mathej apli hora tertia.
fol. 143 a - Hye hebt sich an dy Tauel der zehe gepot nach
ein ander vnd yedes gepot mit seinen artiklu was dye
ausweyfiit nach der zal zu finndu. expl. 214 b -
(52.) V. B. 20. Folio. Papier, saec. XV.
Fol. 1. inc. Daz sein alle Ewangelien vnd die epiftel und die
profecien vnd hebt sich an di Epiftel an dem erflen sun-
tag in dem aduent.
expl fol. 10 b fol. 9 a An dem andern funtag fchreibt pawlus
aucb den romern. Bruder ir fchull nicht weis fein so pei
euch felber daz ir icht geldet vber wider vbel seit vur-
sichtig gute dink nicht allaine zu tun vor gote sunder
auch vor alien lewten ab es gefein mak allz verre alz an
euch ift so habet frid mit alien leuteo allerlibfte wefchir-
met euch selber nicht sunder entweichet dem zorn wann
es ift gefchriben gebel mir di Rache so wider gelde ich
es vn ab deinen veint hunger so speise in ob in d&rfte
so trenk in etc.
(53.) I. H. 11. Octav. Papier, sacc. XV.
fol. 179 R - Von dem heilligen wirdigen Apoftel vnd Ewange-
liften Sant Matheus.
Gegrufset feyst du heilliger wirdiger XHpot vnd Ewan-
gelii't S. Matheus wan der herr Jhus dich so genediglich
von eine suntlichen ftandt zu einem junger beruft vnd er-
welt hat etc. ....
fol. 182 a Ain gut gebeth von dem heiligen wirdig§ ewange-
liften S. Marcura.
fol. t85 a Von dem heiligen wirdigen Ewangeliften Sant. Lucas.
fol. 187 b - Ain fchon gebeth czu der wirdigen mutter goltes
Maria vnd iohannes ewangeliften. expl. 191 b
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376
Die avfgezdhlten Stdcke finden sich in Miscellanhand-
schriften, deren grdsster Theil lateinisch, and die daher auch
unter den lateinischen Handschriften aufgestellt sind.
Noch set bemerkt, dass dem Codex I. A. 29 ein Doppel-
pergamentblatt angeheftet ist, das aus dem XI VJahrh. stammt,
and einer Predigt-Sammlung angehOrt. Zwei Spalten stehen
auf der Seite, jede zu 35 Zeilen. Ich theile ein kleines
Bruchstuck daraus mit: Ir priefter pfleget der leut mil
trewen an der peiht. vnd wo in ewer not gefchiht fo Cult ir
gahes in der naht aufslen vben alle ewer ampt. durich den
allmechtigen got. Das dritte phunt muezze wir auch wider
railen. an dem iungeften gerihte. daz ift von vnferr zeit. Daz
ain ift wier Allien vnfer zeit nuezeleich anlegen niht ver-
tanczen noch mit vnnuczeleichen dingen anwenten. noch
pozleich wan vnfer herre wil die minften zeit niht ybersehen
yon der weil daz wir geftern werden biz daz ain pra an di
anderm chvmt. vntz an vnfern tod als wenig er des chlainlten
hares vergezzen wil. wie wirs verlorn halten. Darvmbe ir
herlchafl allesampt durich den allemechtigen got legt ewer
zeit nuczleichen an. wir chomen alle her vnd muezen alle
fchier von hinnen
Zu
den Breslauer Drucken des Elias Succentor
von
Prof. Dr. Johann Kelle.
Ad solemnem renuntiad'onem virorurrt eruditifsimorum
illuftrilsimorum nobilifsimorum , quibus intra sacra femi-
saecularia univer/itatis Vratislavien/is summos in philoso-
phia honores tribuendos ordo philosopborum iudicavit et
conftituit lud der Dekan der philosophischen Fakullat, Biblio-
thekar Fr. Stenzler durch eine Schrift ein, in welcher:
Librorum Seculo XV imprefsorum , quos Bibliotheca regiae
univer/itatis Vratislauienfis tenet , confpectus generalis sich
befindet.
Nachdem von Seite 1 — 15 nach dem Alphabete des Druck-
ortes geordnet die Drucke der Breslauer Bibliothek im All-
gemeinen aufgezahlt, ist auf Seite 16 unter No. 59 von den
Breslauer Drucken gehandelt, zu denen in den folgenden Zei-
len eine Erg&nzung geliefert werden soil. „Ita poftquam
iultus ordo poftremo loco ad no It ram nos urbem deduxit,
iuuat de Vratislauienfibus libris singilatim dicere, quum prae-
fertim hi sunt omnes rarilsimi, pars hodie primum communi
notitiae traditi u sagt Stenzler und zahlt auf:
1. Staluta Synodalia Episcoporum Vratislauienlium Con-
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radi, Petri et Rudolphi, das zuerst der Breslauer Custos
Friederich 1822 im 76. Bande der Schlesischen Provin-
zialblatter ausfuhrlich beschrieben hat. Ein zweites
fragmenlarisches Exemplar dieses Druckes besass Jo-
hann Willielm Olsner, der es 1834 im 99. Bd. der eben
geuannten periodischen Schrift beschrieb.
2. Johannis Gerson tractatus de modo uiuendi omnium
fidelium et Hieronymi epiftola ad Paulinum presbyterum.
8 Blatter Quart mit 23 Zeilen s. I. s. a. Friederich hat
aucb dieses Exemplar a. a. 0. beschrieben.
3. Antonini Archiepiscopi Florentini Confefsionale. 188
Bidder mit je 23 Zeilen. s. I. $. a. Olsner besass ein
Exemplar dieses Druckes und beschrieb ihn 1834 a. a.
0., jedoch nicht ohne Irrungen.
„Putabanlur, sagt Stenzler p. 20, hucusque hi Ires libri
(siue quatuor, si hifloriam transfigurations in exemplari Sta-
tutorum Synodalium Pragensi addere licet — darauf komme
ich zuruck — ) efse soli typis Vratislauienfibus imprefsi. In
hac igilur librorum Vratislauienfium paucitate summaque ra-
ritate baud inoptatum euenit, quod duos praeterea in biblio-
theca noflra libros inueni, quibus illorum numerum augeri
manifesto apparel ex lilteramm figura. Sunt vero hi:
4. Nicolai de Blonie Tractatus de Sacramentis.
137 Bidder fol. 34 Zeilen s. L s. a.
5. Poggii Facetiae.
104 Bidder Quart. 24 Zeilen s. I. s. a.
Ueber einen sechsten Druck des Elias Succentor soil
hier naherer Nachweis gegeben werden. Er befindet sich in
der Prager Universitatsbibliothek, ist den sub No. 1. erwahn-
ten Statuta synodalia etc. vorgebunden, und wurde bereits
von Hanka in asopis Ceskeho Museum 1840. p. 93 erwahnt.
n Dicit Hanka, sagt Stenzler, in uolumine illo bibliothecae Cle-
mentinae folia duodeviginti, quae Statuta Synodalia anlece-
dant, tenere hiftoriam de Iransflguratione Domini, quae fer-
vatur in choro ecclefiae Vralislauienfis. Ex toto narrationis
contextu concludendum videtur, hanc hiftoriam iisdem typis
exprefsam efse, quibus Statuta Synodalia. Quod si ita eft,
habebimus praeter quinque libros Vratislauienfes, quos hie
Aim enumeralurus, mihi plane ignotum, quern in noftra biblio-
theca indagare adhuc mihi non contigit."
Der Druck enthalt:
Fol. i. r. /. i. Hiftoria de transfiguratone dui que ser || uatur
in choro Ecclesie wratislauien. j| Ad primas vefpas
anth. sup pi || Sunt de hie ftantibus qui non
guftabut >| mortem donee videant Alio homis venien ||
tern in regno suo. ps. Laudate p omia [|
etc.
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Fol. 9. v. I. 1. Offlcium Mifse festi eiusdem seqait' || Introitos.
Uiderunt ingrefsus tuos de? || ingrefsas dei mei
regis mei qui eft in lane |
etc.
I. 8. ajjli. Carifsimi no indoctas fabulas fecu || li. etc.
vide io cedula imposita. Graduale |
Auf einem ungefahr zwei Quadratzoll grosseo
dem Bande eingehefteten Streilen stehen r. v.
8 Zeilen inc.
Carifsimi. no indoctas fabulas feculi. no- || 15
facim9
etc.
fin.
sed fpu fco infpirate locuti funt fancti dei.
Fol. 10. v. I. 1. Incipit Hifloria de prefentatone || beate Marie
virginis. ad vs. au. ;i
Vol 17. r. I. 1. Officium Mifse de pTitacione beate || Marie in
templam. Introitus. !
etc.
fin. Fol. 18. v. Collecta infra octaaas prefentaconis. jl Dens
?[ui fanclum dei genetrice virginem mariam. templo
ancli fpos poft trienniu || in templa tan prefentari
voluifti. prefta quefamus. ut qui putaconis sue fefla
ve i neramur. templum in quo habitare digne || ris
efflciamur. Per do. eiusdem. ||
Deo gracias.
Das Exemplar enthalt auf jeder Seile wie die Statuta
Synodalia 24 Zeilen und stimmt in Allem so mit dem eben
genannlen Werke, bei dem der Drucker genannt isl, uberein,
dass nicht das leisesle Bedenken darQber obwallen kann, dass
die Historia (ransfigurationis aus derselben Druckerei hervor-
gegangen ist, welche die Statuta Synodalia lieferte, also aus
der des Elias Succentor.
Das Exemplar der Statuta Synodalia in der Prager Biblio-
thek stimmt vollstandig mit dem Breslauer, und wenn uach
Slenzler Hanka sagle „Conradi Statuta flniri fol. 18 etc./
wornach Abweichungen der beiden Exemplare angenommen
werden mussten, so ist ihm entgangen, dass diese Differenz
zufallig und ihren Grund darin hat, dass im Prager Exemplar
eine Lage am unrechten One eingebunden war, was Stenzler
bereits vermuthet hat.
Das Prager Exemplar inc.:
a.
Fol. 1. r. /. Synodalia Statuta Epi Conradi || In nomine domini
amen. Nos Conrad9 ||
etc.
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37t>
FoL 13. r. /. 5. Vatir vnler. der du bift in den hymeln. ||
t*. /. 13. Gegrufset seyftu Maria vol gnoden der II
ib. L 17. Ich glewbe in got vatir almechtigs fche ||
ppher
etc.
FoL 13. v. I. 12. Otcze nafs genz gsi nanyebesach ofwys ||
Fo/. 26. c. Statuta sinodalia dni Petri Epi || wratislauieli
feliciter incipiunt. ||
FoL 39. r. /. 23. Hec de ftatutis synodalibns dni Petri. || Epi
wratislauieii. Laus Eterno Deo.
FoL 40. r. Statula Synodalia domini Ru jj dolphi Epi wrat'
feliciter inoipint.
FoL 52. v. L 10. Et tantum de Synodo prima. || Sequit'
Synodus secunda per dictum j| dominum Rudolphum
Episcopum wratis j| lauiensem, eo quo fequif modo
celebrala. ||
FoL 64. r. fin. Que vnaco ftatutis dno2[ Petri et Ru || dolphi
Epi^ wrat* pro laude dei comuniq 3 || vtilitate Cleri
in alma vrbe wraf per C. E- || lyan Collgiate. e. s.
Crucis ibid' Succen- || torem Imprefsa et feliciter
ofumala sunt. || Annodni Mcccclxxv. Nona vero die
men || sis Octobris. Sit Laus Deo.
Die Seiten auf fol. 20. 21 sind wie im Breslauer Exemplar
verdruckt, und mfissen als fol. 21 b 21 s *, 20 b 20 a auf einander
folgen, was bereits vom Drucker selbst bemerkt worden ist,
der die rechte Reihenfolge der Seiten durch die Buchstaben
a — f bezeichnete, welche er von Seite 19 b — 22 a oben an den
rechten Rand setzte. Dass es wirklich der Drucker selbst
war, welcher diese Bezeichnung anbrachte (Stenzler sagt:
animadverlit hoc sive anliquus aliquis lector, sive ipfe Elias
Succenlor), scheint ziemlich sicher daraus hervorzugehen, dass
im Prager Exemplar wie im Breslauer am untern Rande von
fol. 19 b steht: Notentur lilterae supra signatae propter trans-
positionem, abgesehen davon, dass schon die gleiche Anwen-
dung der Buchstaben an derselben Stelle gewichtig dafur
spricht. Eine Vergleichung der Schrift kann daruber unbe-
dmgten Aufschluss geben.
Noch sei bemerkt, dass sich auch Poggii Facetiae aus
der OfRcin des Elias Succenlor in der Prager Universitats-
bibliothek beflnden.
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1
380
Verzeicbniss
der Incunabeln der Grossherzoglichen Bibliothek
zu Oldenburg.
Von
Bibhothekar Dr. Meradorf in Oldenburg.
(F or tsetzong.)
234.
Jamblichus de myfteriis Aegyptiorum, Chaldaeorum, Assyrio-
rum et alia opuscula. Veneliis io aedib. Aldi 1497. raense
Seplembr. fol.
Panz. Ana. III. 420. 2249. Hain 9358. Renooard. p.
13. Nr. 6.
235.
Aristophanes comoediae IX, graece. Venetiis apud Aldum
1498. Ibid. Quintilis. fol.
Panz. Ann. Ill, 379, 1967. Hain 1656. Renouardp. 16.
Nr. 3. Dibdin Bibl. Spencer. I, 256 ff. Nr. 120.
236.
Perottus (Nicol.) Cornu copiae linguae Lalinae. Venetiis Al-
dus Manulius 1499. mens. Jul. fol.
Panz. Ann. Ill, 460, 2522. Hain 12706. Renouard p.
19. Nr. 2.
237.
Epistolae graecae variorum auctorum. Veneliis Aldus Manu-
tius 1499. Mens. Marlio. 4.
Panz. Ann. Ill, 460, 2521. Hain 6659. Renouard p.
18. Nr. 1.
238.
(Columna [Franciscus]) Hypnerotornachia. Veneliis aed. Aldi
Mauut. 1499. mens. Decembr. M. Holzschn. fol.
Panz. Ann. Ill, 462, 2525. Hain 5501. Renouard p. 21.
nr. 5. Das hiesige Exempt, ist in 3 Blallern (darunler dem
Schlussblatte) handschrifllich ergauzt und gehdrle fruher
dem Stempel nach Caesar Barrottus.
324.
Firmicus (Jul.) astronomicorum libb. et alii astronomi. Ve-
netiis Aid. Manut 1499. M. Holzschn. fol.
Panz. Ann. Ill, 461, 2524. Hain 14559. Renouard p.
20. Nr. 3.
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381
325.
Lucretius Carus (T.JWbri sex. Venctiis ap. Aldom. 1500. mens.
Dec. 4.
Panz. Ann. Ill, 477, 2644. Hain 10285. Renouard p.
23. nr. 1. Dibdin bibl. Spencer. II, 156. Nr. 302.
y. Bernardinns Venetus s. Vercellensis 1495—1500.
239. a.
Polybius de primo bello pnnico et Plutarchi paralelia. (in-
terpr. Nic. Perotto) Veneliis. Bemardinus Venetus 1498. fol.
Panz. Ann. Ill, 441, 2387. Hain 13248.
239. b.
Orosius (Paulus) historiarum adversus Paganos libb. VII.
Venetiis. Christof. de Pensis de Mandello opera Octaviani
Scoti. 1499 15. Kal. Aug. fol.
Panz. Ann. Ill, 456, 2494. Hain 12103.
240.
Persius (Aul. Flacc.) c. glosa Scipionis Ferrarii de monle-
ferralo s. 1. et a. (Venetiis Bemardinus Venetus circa
1500.) 4.
F. 1. a. Aulus Flaccus Perfius Cum j glofis Scipionis
ferrarii | Georgii fllii de monte | ferrato arliu x me|dicine
doctoris. | F. 1. b. Illuftriffimo Principi Gulielmo Marchioni |
Montifferrali Scipio uenetus Georjgii Alius de uerolego.
S. P. D. | (C) Ogilanti mihi cui potiilimum has ftudiorum|
meorum primitias dicarem princeps etc. F. 1. a. (mit Blalt-
zahl 2) Francifcus roffetus ueronenfis fludiofiffi. Ado-
lefcenli Scipioni ueneto | Georgii Alio de monleferrato.
S. P. D. | (E) Laboratas in Aulum perfium Aimma cura et
ingenio glofas | tuas fcipio mi fuauiflime cum etc. F.4.a.
(mit Biattzahl 4) beginnt der rings mit der Glosse umgebene
Text. Die Glosse Z. 1. a. Nec. coiuctio eft difiucliua: ut
nec legit nec fcribit. ponit e pno ad-|uerbio. F. 98. b.
endet die Glossa und darauf folgt die Tabula, welche F.
102. a. (mit Biattzahl 102) endet. F. 102. b. Jo. Petri Va-
leriani Bellunenfis In Auli Flacci | Perfii Satyras Periocha.
(darunter 6 Hexameter) dann Eiufdem Ad Scipionem Per-
fii Interprets Telraftichon. (darunter 2 Distichen) und nun:
Cum Gratia t Priuilegio Ob lnuelio-|oem. Ordinem. Mo-
dum. Induftri|am. Tabulla. Poflillas. t Quot-|tationes
Auctoritatu. 102 Blatt m. Biattzahl ohne Custod. and
Signatur. m. 39 Zeil. rdm. Char. 4.
Fehlt bei Panzer und Hain. Ebert 16259.
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389
w. Albertinus Vercellensis. 1499.
241. a.
Josephus (Flavins) Opera, latine. Venetiis Albertus Vercel-
lensis expensis Octaviani Scoti. 1409. 23. Octob. foL
Panz. Ann. ffl, 451, 2464. Hain 9454.
241. b.
Bartholotnaeus de Glanvilla de proprietatibus rerum. Norim-
berg. Ant. Koburger 1492. 20. Juni. fol.
Panz. Ann. II, 210, 205. Hain 2510. Auf dem Titel-
blatte des hiesigen Exemplars: Hermannus Herofle ne jure
poflldet — Ex liberali donalione Conradi Stellinckwerffs
poffidet jufto (itulo Theodorus Krechtinck.
x. Unbekannte Drucker.
242.
Valerius Maximus cum commento Oliveri Arzignanensis. Ve-
neliis 1494. 16. Jul. fol.
Panz. Ann. Ill, 364, 1861. Hain 15793.
243.
Thucydides historia belli Peloponesiaci lat. a Laur. Valla facta,
s. L et a. (Venetiis circa 1485 ) fol.
Panz. Ann. IV, 202, 1226. 482, 1226. Hain 15511.
Dibdin Bibl. Spenc. II, 443, 485.
XXXIII. Wien.
Johan Winterburg (1492).
244.
Vngelt vom Wein. o. J. u. O. (Wien, Winterburg) 8.
F. 1. a. (roth gedruckt) Ungelt vom wein | nach orde-
nung der | loblichn flat wien darunter im Kleeblatt drei
Wappen. F. 1. b. 4 (roth) Vmb 16 ain Achlerin 2 ±\
sodann roth und schwarz die Taxe. F. 15. b. (roth)
4 Vermerkht So gemant hie zu Wienn vonn | Zaphenn
fchennkt Was auff den Weinmaifter | Weintrager Koch
vnnd Leitgebenn get on die | frueftuckh | F 16. a. (schwarz)
4 Ilm Was auf das fruesUckh geet das verrait | der wein-
maifter dem hern des der Aufgefchenkt | wein gewefn ift
4 Ainem geden Leiltgeben | fol man taglich mon fpeis in
oder nicht ain Ach|terin wain raitn Speift mon in nicht
fo sol mon | ym taglich for die fpeife geben 12 a vnd
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383
dar zu | ain Achterin wein. | darunter noch 11 Zeilen.
F. 16. b. leer. 16 Blatt ohne Blallzahl und Cuslod. mit
Signal, und 20 Zeil. auf der Seite, fast durchgangig roth
gedruckL
Fehlt bei Panzer u. Hain. Merzdorf bibl. Unterhalt. II.
p. 96—98.
XXXIV. Zwolle.
Peter van Os (1480).
245.
Sielentrost. Zwolle Peter van Os 1491. op sancti Bartholo-
mew avent. fol.
F. 1. a. leer. F. 1. b. blaltgrosser Holzschnitt, Chri-
stus vorstellend. F. 2. a. Dit boeck is gheheten Der He-
len iroeft darunter Holzschnitt Moses mit den Gesetzes-
tafeln auf der rechten Seite, die Juden urn's goldne Kalb
auf der linken Seite tanzend, Gott in der Hohe herab-
schauend vorstellend. F. 2. b. Col. a. ( ) Ier beghint die
lafele van | defen boecke welck is ghejheten der Helen
Iroeft En | is ghetoghe vut menighe | goede boecken Als
vut die bibel paffio-|nale ende etc. Das Register endet
F. 7. b. Col. 2. Z. 29. Alio eyndet die tafel va defen
boec-|ke dat gheheten is Der fiele troeft. F. 8. a. (mit
Sign. J. a i) Col. 1. ( ) Ieue vader wilt | mi wat ghoe-
des | leren doer god vs | hemelrijcke onfen | here. | lieue
kint d3 | wil ic ghaern doe | op dalftu god van hemelrike
onfen heer | vor mi bidden. Soe wil ic dy wat | ghoedes
leren etc. F. 134. b. Col. 2. Z. 20. mit gode in zijn
ewighe rijc welck 09 I uil gonen de vader die Tone en die
heylijghe gheefL AMEN | Ghelouet fi god darunter
ein kleiner Holzschnitt die Verkundigung Mariae darstel-
lend. F. 135. a Dit boeck dat gheheten is Der fielen
troeft. dat is voleyndet te zwolle | in den ftichte va otrecht.
ter eren gods end' zynre lieuer moeder der fumer ma|ghet
Marie Om heyl ende falichegt alse goeder kerften men-
fchen. Bi mij | Peter van Os Ju (sic) den iare ons heren
doe men fcreef. M.cccc. ende. xci. | op finle Barlholomeus
andt. Deo gracias | Darunter der Druckerstock des Peter
van Os. F. 135. b. leer. 135 Blatter, wo von 126 (unlen)
numerirt mit Signaturen ohne Custoden, in 2 Columnen
mit goth. Lettern und 37 Zeil. m. einigen (7) Holzscbn.
klfol.
Fehlt bei Panzer und Hain. Auf dem letzten Blatte
unsers Exemplars steht von alter Hand „Bidt voir die
oriende ende waeldoners. u Eine Ausgabe von 1485 be-
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384
w
Sanctis, s. 1
schreibt Du Puy de Monlbrun in seinen Recherch. bibliogr.
p. 34.
XXXV. Ohne Angabe des Druckorts, mit Jahnsahl.
1479.
246.
Ars praedicandi in themalibus de tempore et de Sanctis, s 1
1479. 22. April, fol.
F. 1. a. Informalio no(abilis t pclara de Arte predicadi
In themati-|bus De tempore i de ? fanctis arlificialiter de-
ducia Incipit. | ( ) Vatuor lot giia [>dicacois Prima gen9
e qTi cocor|dal' realit' t vocalir Sed'm qii cocordat* folo
rea| liter etc. F. 13. b. Z. 20. Opus preclaru de Arte di-
cendi t predicandi Prefbileris Clejricis t euangelizare vo-
lenlibus. perutile i neceflarium. Non (o|Ium doclis t in-
geniofis led mediocriler lilteralis conferens vi|am % modum
ad quodcaqs Thema magiflraliter t artificiofe | populo de-
ducendum Explicit de quo laudelur deus in fecula fejculo-
rum. Anno. LXXI.X. die. xxij. Aprilis. | F. 14. leer. 14
Blalt ohne Biallz., Sign, und Custod. m. 37 Zeil. gotb.
Char. fol.
Panz. Ann. IV, 21, 133. Hain 1861. Das vorliegende
Exemplar gehorle fruher Niesert in Polen.
I4S2
247.
r #
Augustinus (S. Aur.) Confessionum libb. XIII. s. 1. 1482. in
profesto Laurentii. 4.
Hain 2032. Das hiesige Ex, hat auf i
„Liber bibliolhecae Breidelarienfis."
(For tsetzu ng folgt.)
Bibliothekchronik.
% ftf:
Von dem Kalaloge der Handschriften der KOnigl. und Uni-
versilalsbibliolhek ist der 1. Fascikei (Codices ad iurisprudenliam
pertinentes, digessit et descripsit Aem. Jul. Hugo Steffenhagen)
vor Kurzem erschienen.
\ —
►1L
—
Verantwortlicher Redacteur: Dr. lioberl Naumann.
Verleger: T, O. WeigeL Druck von C, /*. Melzer in Leipzig.
zum
SEBAPE1IJI.
15- Januar. J\@* 1. 1861.
BtbUethekardnungen etc., neueste in- and aaal&ndlsohe Litteratnr,
Anxeigen etc.
Zir Besorgnng aller in nachstchenden Bibliographien verzeichneten Bttcaer
•mpfehle ich raich unter Znaicl>erang ichnellster and bitytgater Bedtenang; denen,
walehe micb direct nit reap. Bestellungen beehren, gicbere ich die grdaatcn Tor-
tbeile an.
T. O. Welgel in Leipzig.
Die konigliche OffenUiche Bibliothel* zu Brfissel.
Wir haben bereits im Intelligenzbiatte zum Jahrgang 1855.
(Nam* 4—9.), so wie zom Jahrgang 1857. (Num. 10—16.) die
interessanten Berichte des Herrn L. Alvin fiber die konigliche
iiflentliehe Biblioihek zu Briissel in den Jahren 1850—1856. mit-
getheUt. Die erw#hnte Biblioihek ist eine treffiicb geleitete und
mit der gewohnten belgischpn Liberalital unterslutzte Anslalt von
so grossartigen Verhallnissen , dass wir auf die yollstandige Bil-
ligung unsrer Leser rechnen diirfen, wenn wir den neusten 8e-
richt des verdienUn Herrn Aivin iiber die Jahre 1866—1857.
und 1857—1858. gUichfalls hier mittheilen. fis ist dieser Be-
nch! erschienen unter dera Titel:
Rapport gfatoral
sur la situation de la bibliotheque royale
pendant les anaees 1856-1857. et 1857-1858,
pr6sent6 4 M. Ch. Rogier, Ministre de l'int6rieur,
par eftl. <&totn, ^
conservateur en cbef.
(BruxeHes, imprimerie de Deltombe 1859. 43 pages, 6°.)
BruxeHes , le 29. decembre 1858.
Monsieur le Ministre,
Voici le troisifeme rapport g6n6ral que j'ai l'honneur d'adres-
ser k voire d£partement depuis que vous m'avez confi6 la direc-
XXII. Jahrgang.
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2
lion de la bibliotbeque royale. Ces trois documents embrassent
uo ensemble de huit ann6es, du ler octobre 1850 au meme
mois de 1853.
Dans mon rapport du 14 octobre 1854, je me sois parti-
culifereraent attache A faire connattre la situation de I'etablisse-
ment, au moment ou j'en ai pris la direction, et j'ai indiqu6 les
moyens de pourvoir k ses besoins les plus urgents. II fallait,
avant de songer k d'autres ameliorations, faire face aux neces-
sity roat6rielles, et c'est surtout dans le but d'obtenir un accrois-
sement de local que j'ai iusiste aupres de l'administration. Mes
efforts n'ont point 616 sans resuitaL Le gouvernement, recon-
naissant la I6gitimit6 de mes demandes, a sollicite de la legis-
lature et a obtenu un cr6dit extraordinaire pour la construction
d'une galerie lat6rale, ce qui nous a permis d'assigner on empla-
cement convenable a certaines parties de notre d6p6t, pr6c6dem-
ment entass6es dans un espace beaucoup trop 6troit, au detri-
ment de l'ordre et de la facility des communications avec le
public.
Mon second rapport; portant la date du 30 d6cembre 1856,
envisageait l'etablissement sous le point de vue plus particulier
de la bibliographic, et s'occupait, en premiere ligne, de Tint6r6t
soientiflque et des services que notre depdt est appel6 a rendre
au public qui le fr6quente. Cette fois encore, 1 administration
sup6rieure a compris les besoins que je lui avais signals et a
arr6te les mesures propres a les satisfaire. D6s I'ann6e suivante,
une somme de six mille francs figurait au budget du d6partement
de Tinterieur pour subvenir aux d6penses de la confection d'ui
catalogue g6n6ral et de la fusion dc nos trois fonds.
De pareils r6sultats, un appui aussi efflcace, dans les hautes
r6gions du pouvoir, me sont un puissant encouragement k per-
s6v6rer dans la direction que j'ai imprim6e aux travaux de notre
etablissement, el a continuer de d6couvrir avec franchise les
cdtes faibles aussi bien que les parties satisfaisantes de son or-
ganisation. En voyant I'usage qui a 6t6 fait jusqu'ici des res-
sources qui m'ont 6t6 accord6es, vous jugerez, je I'espere, M. le
Ministre, que si l'appui solide de fautorit6 sup6rieure nous est
plus n6cessaire que jamais, on peut nous 1'accorder avec con-
fiance, et ce troisieme rapport ne pourra manquer d'avoir pour
la bibliothfeque royale des resultats aussi favorables que ceux
qu'ont eus ses devanciers.
Mon travail est divis6 en six chapilres, savoir:
CHAPITRE PREMIER. — COMMUNICATIONS AVEC LE PUBLIC.
§. I. Mouvement de la salle de lecture.
§. II. Pr6t au dehors.
ClIAPITRE DEUXlfrlE. — ACCROISSEMENT DES COLLECTIONS.
CHAPITRE TROISIEME. — EMM^NAGEMENTS INT^RJEURS.
§. I. Installation des collections.
§. II. Cabinet des estampes.
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3
$. III. Cabinet des mldailles.
CHAPITRE QUATRIEME. — SECTION DES MANUSGRITS.
CHAPITRE CINQUIEME. — TRAVAUX DE LA FUSION ET DU CA-
TALOGUE.
CHAPITRE SIXlAMB. — ADMINISTRATION.
§. Ier. Personnel.
§. II. Defenses.
Bien que cette division ne soit point identiquemen! celle
que j'ai suivie dans chacun des deux premiers rapports, des cir-
constances particulieres ayant chaque fois dlterminl le choix d'un
plan different, Dependant toates les donnles statistiques sont fon-
dles sur des bases identiqnes et peuvent, pour la periode entiere
des huit annles, lire groupies dans un mime cadre.
Le gouvernement a ordonnl l'insertion des deux rapports
precedents au Moniteur. Cette publicity en a provoqul une
autre, la reproduction du mime document, en tout ou en partie,
dans les journaux quotidiens et dans certains recueils splciaux
du pays et de l'ltranger. Kile nous a valu, de la part d'lcrivains
compltents, un examen slrieux de notre gestion et des observa-
tions critiques dont nous avons pu faire notre profit, dans plus
d'un cas. Ces rlsultats vous engageront peut-ltre, M. le Ministre,
k suivre un exemple qui est d'ailleurs dans les habitudes de votre
administration Iclairle et liblrale.
CHAPITRE PREMIER.
COMMUNICATIONS AVEC LE PUBLIC.
§. I cr Mouvetnent de la sails de lecture.
Le mouvement de la salle de lecture de la premiere section
(livres imprimis) continue k suivre une progression croissante.
Chaque annle, notre dlpdt est en mesure de rendre aux travail-
leurs slrieux de plus importants services. Ce rlsultat est d&,
en particulier, au soin que Ton prend de dinger les acquisitions
de maniere k tenir la bibliotheque au courant des publications
relatives aux diverses branches des connaissances humaines. Les
hommes d'ltude, qui forment notre clientele, sont, de jour en
jour, plus assurls de trouver chez nous 1'aliment que rlclament
leurs travaux. On voit qu'ils profitent de cet avantage, puisque,
sans qu'on puisse signaler une augmentation dans le nombre total
des visiteurs; on en constate une tres-grande dans le nombre des
ouvrages communiquls, en mime temps que le chiffre des ouvra-
ges refusls, comme manquant au dlpdt, diminue d'une maniere
sensible.
Auoun livre n'est communique, k moins qu'il n'ait Itl de-
mandl par un bulletin signl. Ces bulletins soigneusement numl-
rotls, me sont remis, k Tissue de la slance; j'en fais chaque
jour un depouillement dont j'inscris les rlsultats dans un registre
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*
ad hoc. J'exerce de cette fa^on on contrite eftttaee aur le
service de la salle de lecture, en tenant note des ouvrages qui
enl ete refuses, et en me faisant rendre cempte des motifs des
refus. Je puis aussi reconnaltre, par le nombre et la speciality
des ouvrages refuses comme faisant defaut sar bos rayons, quel-
les sont les lacunes qu'il est urgent de combler poor que la
bibliotheque royale reponde aux besoins des lecteurs* Cost encore
par la combinaison des donnees consignees dans ce registre, que
je puis dresser une statistique qui offre une idee exacte da moi-
vement de nos livres.
Depuis le ler octobre 1856 josqo'au 15 aout 1857, la sail*
de lecture de la premiere section a ete frequentee, en moyenne
par vingt lecteurs, chaque jour. Onze mille sept cent trente-
sept ouvrages, — au dela de vingt-trois mille volumes, — ont
ete communiques; c'esl done, pour les deux cent cinqoante et
un jours , quarante-*ix ouvrages compulses par seance. Mais le
chiffre varie beaucoup d'uH seance a I'autre; il est descendu a
vingt) dans la premiere semaine du mois de decembre; il s'est
eleve a soixante-seize dans la deuxieme semaine du mois de mars.
Depuis le ler octobre 1857 josqu'au 15 aout 1858, la
moyenne des lecteurs n'a ete que de riix-huit par seance, moyenne
inferieure a celle de l'annee precedents Rt cependant le chiffre
des ouvrages communiques s'est accru de plus de mille; il a' eat
eleve k douze mille sept cent soixante-quatre, — au dela de
vingt-cinq mille volumes. Le nombre des seances ayant et£
de deux cent cinquante-trois, la moyenne generate sur toute
l'annee a atteint le chiffre de cmquanie outrages communiques
par jour. Le minimum des ouvrages communiques en une meme
seance a ete de trente; ce resultat correspond k la 3e semaine
d'octobre. Le maximum, qui correspond k la 3e semaine de
decembre* a ete de soixante et onze.
Les ouvrages refuses de la premiere periode, 1856 — 1857,
comme manquant au depdt, ont atteint la proportion de 4 p. c
des demandes; cette proportion est descendue a 3 1/3 p. c dans
la periode suivante, 1857 — 1858.
Les ouvrages communiques, pendant les deux annees, se sonl
repartis de la maniere suivante entre les dix divisions dont se
compose actnellement notre systeme bibliographiqne:
1856—1657. 1857—1858.
1° Bibliographic, encyclopedic . 352 636
2° Theologie 391 325
3° Philosophic 250 275
4° Jurisprudence 840 640
5° Sciences 1,113 518
6° Medecine 267 389
7° Beaux-arts, technologic, etc. 1,333 1,123
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s
8° Belles-lettres ....
9° Histoire
10 s Publications p6riodiques
2,229
3,498
735
3,173
3,832
838
La dirision de V Histoire est toujours celle qui fouroit le
plus grand nombre d'ouvrages aox lecteurs qui frequentent la
bibliotheque royale; mais Pexcedent en faveur de cette division
est loin d'etre aussi considerable qu'aulrefois. Ainsi, pendant
la pe>iode de sept ann^es, dont j'ai eu, jusqu'a present, k rendre
compte, le chiffre des ouvrages d'Histoire communiques k la salle
de lecture n'est jamais descendu au-dessous de 2,394; il s'est
eieve, en 1852—1853, a 4,526. Celui des Belles-lettres est
arrive de 820 k 3,173; celui des Beaux-arts, de 975 k 1,333.
Cela tient k ce que leg divisions des Belles-lettres et des Beaux-
arts, com me aussi celle des Sciences, se sont conside>ablement
accrues dans ces dernieres ann£es, et r£pondent bien mieux que
par le* passe" aux besoins de nos habitues. Le chiffre croissant
des ouvrages communiques, dans ces deux divisions, est un signe
oertain de Putile direction qui a £t£ impriraee aux acquisitions
faites dans le but de combler les lacunes de la collection.
Autrefois; un tiers du nombre total de livres demanded ap-
partenait k Y Histoire par la raison que cette division etait la
seule qui present&t un ensemble relativement complet. Par une
consequence logique, cetle proportion a diminue, sans pour cela
que le chiffre des ouvrages historiques communiques ait ete sen-
siblement reduit, depuis que les autres parties du depdt ont ete
successivement enrichies des ouvrages essentiels qui leur faisaient
defaut. Le chiffre general des communications a la salle de lec-
ture a ete presque double depuis 1851; il a passe du chiffre
6,875 k 12,764. C'est pres de six fois le nombre constate la
premiere annee de 1'ouverture de retablissement.
On pent connaitre par ces details donnant an releve scrupu-
leusement exact des faits tels qu'ils se sont produits, que Ten ne
pourrait, sans injustice, appliquer aux habitues de la bibliotheque
royale de Belgique les critiques dont ceux d'un grand etablisse-
ment d'un pays voisin ont ete si souvent l'objet. Les lecteurs
qui usent dee ressoorces de notre d6p6t sont, en tres-grande
majorite, des homines d'etude qui y occupent tres-serieusement
et tres-utilement leur temps. La nature des livres qu'ils deman-
dent ne saurait laisser aucun doute k cet 6gard.
Quant aux rapports des agents de ('administration avec le
pubtio, ils ont toujours ete bienveillants et dignes. II ne s'est
pr6sente, dans le cours de ces deux ann6es, aucun fait exigeant
une repression quel con que. Nous n'avons eu qu'a nous louer de
la tenue parfaitement convenable de nos visiteurs. Je crois pou-
vok egatement efflrmer que ceux-ci n'ont eu , de leur cdte , a«-
cune plainte k adresser k 1'administration , gr&ce surtout aux for-
mes poties et k 1'inepuisable complaisance de M. le conservateur-.
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Google
6
adjoint Ed. Fetis, dont f experience et fes connaissances biblio-
graphiques si Vendues sont toujours a la disposition da public.
§. II. PrSt au dehors.
Le r^glement autorise le pret au dehors, a certaines condi-
tions, et sous quelques reserves. L'autorisation n'est accordee
qu'4 des personnes notoirement solvables et connues pour se
livrer k des travaux s£rieux. Les Strangers ne peuvent l'obtenir
que sur la recommandation de 1'agent diplomatique de leur pays,
accredits a Bruxelles.
Toute esp£ce de livres ne peut pas etre communiquee au
dehors. Les ouvrages rares et pr6cieux sont exceptes, par la
raison que s'ils venaient k s'6garer, il serait souvent impossible
de les remplacer. L'interdiction porte aussi sur les grandes col-
lections dont il serait f&cheux de perdre un volume, sur les
ouvrages a planches, sur les recueils periodiques. La sortie des
manuscrits, des estampes et des m6dailles est absolumenl inter-
dite. Le ministre de l'int£rieur a seul le droit de lever cette
interdiction, pour des cas rares et toujours dans I'int£r£t de la
science. Pendant la periode qui fait I'objet du present rapport,
c'est-a-dire, du l er septembre 1856 au l ep aoQt 1858, — le
bureau du pret au dehors reste ouvert pendant tout le mois de
septembre ; il n'esl ferm£ que pendant le mois d'aofit, tandis que
la salle de lecture est ferm^e du 15 aout au premier lundi
d'octobre, — pendant cette periode, six mille cent quatre volu-
mes ont ete erapruntes a notre d^pdt. Cent soixante-cinq per-
sonnes ont obtenu ('automation de profiler de cet avantage,
pendant la premiere ann6e, et cent cinquante-quatre pendant la
seconde.
J'ai eu l'occasion de constater, dans mes rapports precedents,
que cette faculty accordee k un aussi grand nombre de savants
et d'6crivains n'avait produit que des dommages toot a fait in-
signifiants pour notre etablissement. Les r6sultats des deux der-
niires ann^es sont tout aussi satisfaisants.
J'ai re$u, pendant cette periode, seize rapports sur les de-
teriorations constatees a la rentree des livres prdtes. Treize de
oes rapports avaient pour objet de 16g&res dechirures ou des
souillures qu'il a ete facile de reparer et de faire disparattre;
aussi n'ont-ils donne lieu qu'a des observations verbales adres-
s6es aux emprunteurs. Deux rapports signalaient des deteriora-
tions plus graves, mais qui n'exigeaient pas de bien grandes re-
parations; elles ont toutefois ete suivies d'un avertissement et
d'une menace de retrait de l'autorisation pour le cas ok le meme
fait se reproduirait. Le cas le plus considerable consistait dans
une grande tache d'encre maculant un volume de mani&re k le
rendre impropre au service. L'emprunteur a du s'engager k le
remplacer.
Certes, un pareii resultat peut etre considere oomme tr6s-
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7
satisfaisant , si Ton songe a l'avantage que les sciences et les
lettres out pu retirer de la communication de plus de six mille
volumes a des personnes qui se livrent a des Etudes utiles et
fructueuses.
Uue source plus fr6quente de deterioration pour nos livres
se rencontre dans la faculty accorded depuis quelques annees,
aux bibliotheques des universes de l'Etat, de puiser dans notre
d£pdt, pour l'usage de MM. les professeurs, les livres qui font
defaut sur leurs rayons. L'universiie de Gand est celle qui pro-
tile le plus de cet avantage; mais malheureusement les exigences
de 1'administration des posies, qui transporte ces livres, nous
interdisent les moyens de les garantir efflcacement contre les
dangers du transport. Trois cent trente-neuf volumes qui ont
fait le voyage de Gand, alter et re tour, de 1856 a 1858, sont
rentr£s chez nous plus ou moins endommages. C'est surtout la
reliure qui souffre du froissement des cordes au moyen desquelles
nous sommes obliges de les lier, les reglements de la poste ne
nous permettent point d'eroployer des boltes ferm^es.
L'extension que prend le pr£t au dehors, son utility bien
constats, place 1 administration dans la n6cessite de conserver
pour l'usage du public un certain nombre de doubles dont on
avail songl pr6c£demment k se dessaisir, soit au profit d'autres
6tablissements similaires, soit dans l'int^r^t de l'accroissement de
outre institution centrale. Les livres de certaines categories dont
la sortie est interdite par le reglemeot, peuvent sans inconvenient
etre communiques au dehors, du moment que l'elablisseraent en
possede deux exemplaires.
En resume, le service public de la premiere section, tant a
la salle de lecture qu'au bureau du pret au dehors pendant les
deux dernieres annees, a donne les resultats suivants: Les
lecteurs ont fait a noire depdt dix mille quatre vingt-huit visites.
II n'est pas possible de dire combien d'individus differents se
sont presented ; car la plupart ont renouveie leurs visites plusieurs
fois. Trois cent dix-neuf personnes nous ont emprunte des livres
qu'ils ont consultes a domicile. Tous ensemble ont compulse au
deli de cinquante mille volumes appartenant k la biblioth&que royale.
La premifere section comprend, independamment des livres
imprimes, les collections d'estampes et de medailles. Les details
relatifs a ces deux branches de service trouveront place dans
des chapitres sp£ciaux.
Le service public de la premiere section de la bibliotheque
royale commence chaque jour a dix heures, et dure, en ete, jus-
qu'a quatre, et, en hiver, jusqu'a trois heures. Dans le premier
semestre, semes I re d'hiver, la salle de lecture est ouverte de dix
heures a trois; dans le second, de onze heures k quatre. Le
bureau du pr6t au dehors s'ouvre, en tout temps, k dix heures
et se ferme a midi.
(Fortsetzung folgt)
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8
Uebereicht der neaeeten Utteratar.
Brodrfck, Major Karl, der Kampf urn Badajoz im Fruhjahr 1812. Nach
den ursprungl. Quellen u. nach Mittheilgn. v. Aogenzengen. Gintd-
zage a. Beispiele f. krit. Behandlg. kriegsgeschichtl. Stofle. Mit 1
(lUb.) Planskizze (in Fol.) gr. 8. (XI II a. 150 S.) Leipzig, geh.
Cornelias, Carl Sebast, die Theorie d. Sehens a. rSumlichen Vorstel-
lens. Vom physikal., physiolog. u. psycholog. Standpunkte aos be-
trachtet. Mit 191 (eiagedr.) Holzschn. gr. 8. (VI u. 652 S.) HtUt.
geh. n. 4 Tblr.
ftchnaase, Dr. Carl, Geschichte der bildenden Kunste. 6. Bd. A. u. d T.:
tieschichte der bildenden Kunste im Mittelalter. 4. Bd. Die Spitzeit
d. Mittelalters bis zur Blutbe der Eyk'schen Scbule. gr. 8. (aIV u.
642 S. m. eingedr. Holzschn.) Dusseldorf. geh. n. 7 Tklr.
(1— 7.: n. 29 TWr.)
WSrterbach, mittelhochdeutsches, m. benutzung d. nachlasses Geo.
Frdr. Benecke ausgearb. v. Prof. With. Muller u. Prof. Frdr. Zarncke.
3. Bd. Bearb. v. With. Muller. 5. Lfg. Lex.-8. (3. Bd. VIII S. u. S.
Bei Martinua Hljhoff im Hua ist erachienen :
Monumens typographiques des Pays -Bos an XV*
siecle. Collection de fac-simile d'aprfes les origi-
naux conserves a la Bibliotheque Roy. de la Haye
et ailleurs, publiee par J. W. Holtbop, Bibliothecaire
en chef de la Ribl. Roy. Livr. X et XI. Gr. qu.-4 to .
Preis a Lief. 3 Rth.
Das Werk wird regelrottssig forlgesetzt and wird Id 20 Lief,
complet sein.
Uit syn X. goede boerden. Uitgegeven en toegelicht,
door Dr. E. Verwys. gr. 8vo. 20 Ngr.
Erste Ausgabe dieser ein weoig freien mittelniederl&odischen
Gedichte nach der Hulthemschen Handschrift in Brttssel.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Nawnann.
Verleger: T. 0. Wexgel Druck ron & P. Melzer in Leipzig.
DSUTSCHLAHD.
769—963. Schloss.) Leipzig, geh.
n. 1 Thlr.
(I- II, 3. a. III.: n. 13% Thlr.)
A n x e I g e.
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zum
31. Januar.
UMtetteJUrdBUAgen etc., neueste ti- and autllndiscbe Litteratur,
inxelgen etc.
I«r Beforgeng «Uer in nachaleJieaden Bibliofmphien verzeichotten Bicker
empfeble ich mich anter Zusicherung schnellater und billigsUr Bedienung; deaea,
welctae micb direct mil reap. BefteUnngen beehrea, sichere ich die gross ten Vor-
theile zu. _ _ _ m . . _ .
3R O. WTeigei in JLeipElg.
Rapport gfafoal
sur
de la bibliotheque royale
de Belgique,
Rogier, Ministre de i'int£rieur, par
<JM. <?lbtn.
(1*66 — 1S58.)
(.Fortsetzung.)
CHAPITRE II.
AGCROISSEMSMT DE LA SECTION DES IMPRIMIS.
Da l er Janvier 1856 au 31 d^cembre 1857, la section des
imprimes s'est accrue de 5,945 volumes, soil 2,292 eu 1856, et
3,653 en 1857. Ces chiffres se decomposed ainsi pour i'annta
1856:
Achats: 1,718 volumes, savoir: 1,180 appartenant k des
ouvrages complets et termines, et 533 appartenant a des publi-
cations peiiodiques on a des ouvrages en cours d'ex£cution.
Dons et echanges: 579 volumes, savoir; 408 d'ouvrages
complets et 171 de publications penodiques ou d'ouvrages eo
cours d'execution.
XXIL Jabrgang
la situation
pr6sent6 a M. Gh.
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10
Poor l'ann6e 1857:
Achats: 3,042 volumes, savoir: 2,623 appartenant k des
ouvrages complets et terminus, el 419 appartenant k des publi-
catioDS piriodiques ou k des ouvrages en cours d'ex6cution.
Dons el echanges: 611 volumes, savoir: 195 d'ouvrages
complets, et 416 de publications p6riodiques ou d'ouvrages en
cours d'ex£cution.
Quant aux formats, les accroissements des deux anntas
se subdivisent en 481 volumes in-folio, 1,123 in-4° et 4,341
in-8°.
Les sommes employees k ces acquisitions se sont 6lev£es,
en 1856, k fr. 10,578—89. et en 1857, k fr. 16,835—41.
Dans les calculs qui prudent, j'ai compris, parmi les dons,
les ouvrages d6pos£s en vue d'assurer k leurs 6diteurs la pro-
pria littlraire et les ouvrages acquis par le gouvernement au
moyen de souscriptions , et donn6s k la bibliotti6que gratui-
tement.
Je me plais k citer ici, en leur t&noignant tons mes remer-
ciments, les personnes g£n6reuses qui ont fait des dons k la
bibliotb&que, en indiquant les iivres qu'Us nous ont donnas.
Dons. — 1866.
De M. Poltoratzky:
Le mMropolitain Eugene. Dictionnaire das auteurs resses.
La Gazette de Moscou, 1855.
De M. F. F&is, pire:
Une belle collection d'ouvrages relatifs k l'exposition univer-
selle de Paris, en 1855, rapports et documents offlciels, etc.
Du gouvernement papal:
La suite de la belle carte des Etats romains.
De M. Hoffmann, de Hambourg:
Quelques curieuses notices bibliograpbiques.
Du comte Roederer, fits:
CEuvres du comte P.-L. de Rcederer, 5 vol. gr. in-8°.
De M. C. delP Acqua:
Kandler, Inscrizioni de' tempi romani rinvenuli neiP fstria.
Trieste, 1855, vol. in-4°.
De M. Weidhas:
Deux ouvrages de numismatique.
De M. F&ix Nive:
Plusieurs notices bistoriques et philologiques.
De M. Lelewel:
Trois volumes de son Histoire de Pologne.
Du gouvernement bavarois:
Irmischer, Catalogus libroram manuscript, bibl. Erlangensis,
1 vol. 8°.
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II
Amtlicher Berioht fiber die allg. Ausstellung deutscher In-
dustrie zu Mttnchen. 2 vol. atlas photogr.
De la Soci6te 6vang6Iique de Bruxelles:
Diverse* publications.
De M. Maynz:
Elements du droit romain, t. I er
De M. Monfalcon:
Souvenirs d'un bibliolh^caire. Lyon, 1855, 1 vol. in-8° f
Des curateurs de la biblioth&que d' Amsterdam :
Catalogue de la fiiblioth&que d'Amsterdam, 4 parties.
De M. Dawson:
Ordnance Maps. Correspondance respecting the scale for tbe
ordnance survey. London, 1854, 1 vof. in-fol.
Du gouvernement des Pays-Bas:
Catalogue librorum s&culo xv impressorum bibliotb. HaganaB,
1 vol. in-8 u .
De M. Prosper Cuypers:
Plusieurs almanacbs beiges et hollandais extrdmement rares.
La plupart sunt du xvi e sifecle.
Doru. — 1857.
Du gouvernement anglais:
Mackenzie, the architectural Antiquities of the collegiate
cbapel of S. Stepban. London, 1844, 1 vol. gr. in-fol.
Echange aveo la bibliotheque de Boston:
Works of B. Franklin. Boston, 1856, 10 v. gr. in-8°.
Ticknor, History of the Spanish Literature. Boston, 1856.
3 v. 8°.
Collection of the Massachusett historical society. Boston,
1806, etc 33 v. gr. in-8°.
Memoirs of the Academy of arts and science. Cambridge,
1833, etc
Don de M. Lelewel:
Waga, Histoire des rois de Pologne, augm. par Lelewel.
Posen, 1857, 1 v. in-8". (en polonais).
De M. Le Boys des Guays, k Saint-Amand:
(Euvres de Swedenborg, trad, en fran?ais, et divers ouvra-
ges relatifs a la doctrine de la nouvelle Jerusalem. Ensemble,
44 v. in-8°.
De N. Werlauflf, bibliothteaire k Copenbague:
Onze ouvrages d'hisloire, d'archtalogie, etc., relatifs au Da-
nemark.
De M. le comte A. de Beaufort:
Saint-Mauris, g6n£alogie de la maison Saint-Mauris, Vesoul,
1822, 1 vol. in-f°.
De M. Schembri, consul de Belgique k Malte:
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14
Plusieurs ouvrages de linguist! que , de statistiqoe et d'agri-
culture, relatifs k Tile de Malte.
Da gouvernement russe:
Les Antiquity de l'empire de Russie, 6dit6es par ordre de
S. M. Nicolas, Moscou, 1849, etc., 1 vol. texte et 4 vol. io-fol.
atlas. Publication splendide.
De Erdy, de Tabulis ceratis in Transsilvania repertis. Pesthii,
1856, 1 vol. g. in-8".
Du gouvernement badofs:
Typographische Karte ttber das G^H. Baden. Carlsrube,
1838—1855, 59 feuilles grand atl.
Acquisitions aux ventes publiques.
Les ventes publiques de biblioth&ques importantes ont 6t6
norobreuses depuis quelques annles. A la mort de I'amateur qui
a employ 6 une grande partie de son existetioe a r6unir une pri-
cieuse collection, il est rare que les h6ritiers soient disposes k
conserver un capital improductif, et toutes les belles bibliothfe-
ques particulieres se dispersent. Les grands 6tablisseraents publics
ne peuvent laisser 6chapper ces occasions de s'accrottre et de
se completer; raais la frequence de ces occasions fait souvent
regretter l'insuffisance accidentelle des ressources dont nous pou-
vons disposer.
Independamment des ventes pSriodiques de la maison Heuas-
ner, k Bruxelles, nous en avons en plusieurs qui mSritent d*£trc
cities.
A la vente de la bibliotheque de feu I'avoeat Stevens, an
commencement de 1856, nous avons acquis:
Une partie de Guides en divers pays de i'Europe. Une
grande quantity de journaux politiquus et autres, parfaitement
conditionn£s et en collections completes. Nous citerons 1'Aristar-
que, l'Argus, Le Bulletin des Creches, Le Handelsblad, La Nation,
l'Artevelde, I'Europe monarchique, Le D6bat Social, La Recom-
pense du jeune age, etc. Quelques una de ces journaux sont
trfes-rares.
Une collection unique de brochures, pi&oes politiques, Iitt6-
raires, etc., relatives k la Belgique depuis 1814 jusqu'en 1855,
en 57 vol. in-fol. 4°. et 8°. Form6e par M. I'avoeat Stevens
avec un soin tout particulier, cette collection est des plus pr£-
cieuses, pour l'bistoire int6rieure du pays.
Un recueil de m6moires juridiques, de tnotiva jurti, etc.
des tribunaux beiges. Recueil fort int6ressant.
A la vente Boisser6e, k Cologne, dans la m6rae ann£e , une
belle partie d'ouvrages sur les beaux-arts, entre autres:
Abbildungen der bronzenen Statuen in der Hofkirche zu Jnns-
bruck. 1825, in-fol*
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13
Selvatico, sulla capellina degli Scrovegni e su i freschi di
Giotto, 1 yoI. in-8.
Monument! di fabbriche antichi, ecc. da Cipriano. Roma,
1796—1807, 3 vol. in-fol.
Hundeshagen, Friedrichs I Barbarossa Palast zu Gelnhausen,
Munich, 1819, in-fol.
En jnillet, vente k la salle des notaires k Bruxelles (biblio-
theque de M. Gilliodts.)
Une belle collection d'ouvrages de lingnistiqae , de sciences
et de m6decine.
II serait difficile d'y faire un choix: ce sont, pour la plu-
part, les meilleures et les demises publications sur les langues
anglaise, allemande et frangaise, plusieurs bons trails de chimie,
etc., et une foule de monographies m£dicales. La bibliotheque
acqnit k cette vente 400 volumes environ.
Au mois d'aoAt, s'est termin£e la vente de la premiere par-
tie de la riche bibliotheque de M. Libri, k Paris. La bibliothe-
que royale a achete, k cette vente, au delA de 800 volumes, pour
une somme de pres de 5,200 fr. Nous y avons recueilli une
tr&s-pr6oieuse collection d'ouvrages relatifs aux arts, aux sciences
et k la literature en Italic, des recueils de documents, des mo-
nographies de villes italiennes. Nous possedons maintenant, grAce
k cette vente, une tr&s-belle s^rie d'oeuvres historiques sur ce
pays. Pour en signaler les bonnes choses, il faudrait presque
tout citer.
Vente Busch, k Paris, meme annee.
Monuments des arts du dessin chez les peuples tant anciens
que modernes, recueillis par le baron VivantDenon. Paris, 1829,
4 vol. in-fol.
Righetti, Descrizione del Campidoglio, Roma, 1833 — 36,
2 vol. in-fol.
Rigaud, Recueil de 121 des plus belles vues de palais, cha-
teaux et maisons royales de Paris et de ses environs. Paris,
(1780), 1 vol. in-fol.
Le Noir, Alex. Mus6e des monuments frau$ais, Paris, 1800
—1821, 8 vol. in-8°.
Viel-Castel, H. de, collection des costumes, armes et meu-
bles pour servir k l'histoire de France. Paris, 1827, 3 vol. g.
in-fol.
L'lnde fran$aise, par Burnouf, Jacquet et Chabrelie. Paris.
1827—1835. 2 vol. in-fol. *
Vente de la Bibliotheque de M. Trentesaux (Heussner).
Archives de droit et de legislation. Bruxelles, 1837—1841.
5 vol. gr. 8°.
Rau, Archiv der politischen (Ekonomie. Heidelberg, 1835 —
1849. 13 vol. 8°.
Rousseau, J. J. (Buvres completes. Edition Petitain. Paris,
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14
1819—1820. 22 vol. g. 8°. Magniflqoe exemplaire Van Gobbel-
scbroy.
Diodorus Siculus, Bibliotheca historica. Bipooti, 1793 — 1807,
11 vol. 8°.
Bien que 1'annte 1858 so it en dehors de la plriode qui fail
I'objet de ce travail, comme elle est presque acbev6e en ce mo-
ment, je puis placer ici quelques renseignements sur les neuf
premiers mois 6coul6s.
Jusqu'au 31 septembre, noas avons re^u 2,812 volumes,
savoir: 2,279 par voie d'achat, et 533 graluitement. Parmi les
acquisitions, il y a 1,941 volumes appartenant k des ouvrages
complets et terminus, 338 d'lcrils p£riodiques et de livres en
cours de publication. Les dons et les ^changes flgurent dans le
total pour 96 volumes d'ouvrages complets, et pour 437 volumes
de publications non achevles.
En ginlral, les livres achetls dans les ventes sont relics;
ceux qui nous viennent de la librairie le sont rarement. Nos
anciens fonds contiennent encore un grand nombre de volumes
simplement broch6s, auxquels il faut donner une couverture. Cet
arri6r6 doit marcher de front avec le service ordinaire. Nous
consacrons k la reliure six mille francs par an. Depuis le i a
janvier 1856, jusqu'au 31 septembre 1858, la Bibliotheque royate
a fait relier 5,376 volumes, savoir: 450 in-folio, 697 in-quarto,
4,229 in-8°.
Notre atelier int£rieur figure pour la moiti£ environ dans re
travail. Un nombre tr6s-consid£rable de volumes endommages
ont M restaurs et remis k neuf.
(Fortsetzung folgt.)
Ueberstcht der neuesten Utteratnr.
DEDTSCHLAND.
Beer, Dr. Adf., allgemeine Geschichte d. Welthandels. (In 2 Abthlgn.)
1. Abth. Lex.-8. (X u. 277 S.) Wien 1860. geh. n. 1% Thlr.
Berg, Alb., die Insel Khodus, aus eigener Anschaug. u. nach den vor-
handenen Quellen historisch, geographiscii, arch&ologisch, malerisch
beschrieben u. durch Orig.-Radirgn. u. Holzschn. nach eigeoen Na-
turstudien u. Zeichngu. iltustrirt. (In ca. 40 Lfgn.) 1. Lte. Imp. -4.
(S. 1—8 m. eingedr. Holzschn. u. 2 Kpfrst.) Braunschweig.
baar n. ^ Thlr.
Briefe ub. Alexander v. Humboldt's Kosmos. Ein Comtnentar zu diesem
Werke f. gebildete Laien. Hrsg. von Prof. B. v. Cotta, Prof. J.
Schaller, Privatdoc. W. C. Witiwer u. Prof. H. Girard. Supp.-TW.
2. Lfg. gr. 8. Leipzig, geh. 1% Thlr. (cplt. m. Suppl.t 13y, Thlr.)
Inhalt: Alexander v. Humboldt. Sein wissenschaftl. LebeQ u.
Wirken den Freunden der Naturwissenschaften dargestellt von
W. C. Wittwer. 2. Lfg. (S. VII— XIV u. 193-440.)
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IS
Daniels, Ob.-Tribuii.-R. Dr. A. v., Handbuch der deutschen Reichs- u.
Staatenrecbtsgeschichte. 2. Thl.: Deutsche Zeit. 1. Bd. gr. 8. (VI u.
548 S ) Tubingen 1860. geh. (a) 3 Thlr.
Fryxell, Prof. A., Lebensgeschichte Karl's d. ZwOlften Konigs v. Schwe-
den. Nach dem schwed. Orig. frei ubertragen vou G. F. v. Jenssen-
Tusch u. L. Rohrdantz. Id 5 Tblo. gr. 8. (XLV1 a. 1656 S.) Braun-
schweig, geh. n. 6 Thlr.
Gejor, Phil. Jos., Studien ub. tragische Kunst. II. 8. Leipzig, geh. 12 Ngr.
(1. 2.: 21 Ng?.)
In halt: Die aristotelische Theorie der Kunst uberhaupt u. der
tragischen insbesondere. (74 S.)
Halls, Lieder. Persisch m. dem Gommentare d. Sodi hrsg. v. Herm.
Brockhaus. 3.Bd. 2.Hft. gr.4. (S. 81— 160.) Leipzig 1860. n. 2% Thlr.
— HI, 2.: n. 2oVThlr.)
lalribaim, Dr. Karl, Entwurf e. Wissenschaftslehre nach dei Method e
der Natorforschung. Lex.-8. (29 S.) Danzig 1860. geh. % Thlr.
loUUchek, Dr. Jul. Alb., Geschichte der evangelischen Geineinde zu
BiaJa iu Galizien. Als Beitrag zur Geschichte d. ftstreich. Protestan-
tism us uberhaupt nach den Quellen m. Hinzufugg. der wichtigsten
Urkunden dargeslellt. gr. 8. (XIX u. 250 S.J Teschen 1860. geh.
o. 1% Thlr.
Hilton's Gomus. Uebersetzt u. in. e. erliut. Abhandlg. versehen y. Dr.
Imman. Schmidt, gr. 4. (69 S.) Berlin 1860. geh. n. % Thlr.
HUler, Dr. Herm. Alex., der Dom zu Bremen u. seine Kunstdenkmale.
Mit eingedr. Holzschn. u. 4 (lith.) Taf. nach Zeichngn. d. Dombau-
mstrs. Job. Wetzel, (wovon 1 in Tondr., in gr. 4., u. qu. Fol. u.
qu. Imp.-Fol.) gr. 4. (IV u. 48 S.) Bremen, ceh. n. 2 Thlr.
Palacky, Frz., Geschichte v. Bfthmen. Grdsstentheils nach Urkunden u.
Handschriften. 4. Bd. Das Zeitalter Georgs v. Podiebrad. 2. Abth.
K. Georgs Regierung 1457—1471. gr. 8. (VIII u. 706 SJ Prag 1860.
«eh. n. 2% Thlr. (I— IV, 2.: n. 13 Thlr. 4 Ngr.)
Parthey, G., Ptolemaeus Lagi, der Grunder der 32. aegyptischen Dynastie.
[Aus den Abhandlgn. d. K. Akad. d. Wiss. zu Berlin 1860.1 gr. 4.
(18 S.) Berlin i860, geh. n. 8 Ngr.
RoohtsdenkmUer d. deutschen Miltelalters. Hrsg. von Dr. A. v. Daniels,
Dr. Ft. v. Gruben u. Dr. Frdr. Jul. Kuehns. 7. Lfg. gr. 4. Berlin
1860. geh. n. % Thlr. (1—7.: n. 9 1 /. Thlr.)
Inn alt: Land- u. Lehenrechtbuch. Sachsisches Land- u. Lehen-
recht. Schwabenspiegel u. Sachsenspiegel. Von Dr. A. v.
Daniels. 5. Lfg. (1. Bd.: Landrechtbuch. Nebst dem Buch
der Kdnige, hrsg. v. F. A. Massmann. GGXXIII Sp.)
ftthiifton der historisch-statistischen Sektion der k. k. mahr.-schles. Ge-
sellschaft d. Ackerbaues, der Natur- u. Landeskunde. Red. v. Ob.-
Finanzratb Chrn. dEtoerl. 13. Bd. Lex. -8. Brunn 1860. geb.
n.n. 1 Tblr. 16 Ngr.
Inhalt: Beitrage zur Geschichte der konigl. Stadte Mahrens, ins-
besondere der k. Landeshanptstadt Brunn. Von Ob. Finanz-
rath Chrn. dEboert. 1. Bd. (Mit 1 lith. Taf., die Ansicht d.
Spielbergs.] (611 S.)
Umpfenbach, Privatdoc. Dr. Karl, Lehrboch der Finanzwissenschaft. 2. Thl
gr. a (VI u. 208 S.) Erlangen 1860. geb. n. 1 Tblr. 2 Ngr.
(cplt : n. 2 Thlr. 12 Ngr.)
ENGLAND.
Alison (Alexander) — The Philosophy and History of Civilisation. 8fo.
pp. 480, cloth. 14s.
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1«
Baird — The Birds of North America; the Description of Species, based
chiefly on the Collections in the Museum of the Smithsonian Insti-
tution, by Spencer P. Baird, with the Cooperation of John Cassin
and George N. Lawrence. 4to. (Philadelphia, i860) pp. 1005, with
an Atlas of 100 coloured plates, London. £6 6s
Bancroft (G. B.) — History of the United States, from the Discovery
of the American Continent. Vol. 8, 8vo. (Boston, 1660) pp. 475, cloth,
London. 14s.
Bree (Charles Robert) — A History of the Birds of Europe not observed
in the British Isles. Vol. 2, royal 6vo. pp. 200, cloth. 17s.
Burke (Edmund) History of the Life and Times of. By Thomas Macknigat.
Vol. 3, 8vo. pp. 780, cloth. 20s.
Motley (John Lotbrop) — History of the United Netherlands from the
Death of William the Silent to the Synod of Dort; with a full View
of the English-Dutch Struggle against Spain, and of the Origin and
Destruction of the Spanish Armada. 2 vols. 8vo. pp. 1080, cloth, 30s.
Prltchard (Andrew) — A History of Infusoria, including the Desmidia-
cea and Diatomace*, British and Foreign. 4tb edit enlarted and
revised by J. T. Arlidge, W. Archer, J. Ralfs, and W. C. Williamson.
Illustrated by 40 Plates. 8vo. pp. 912, cloth. 36s.; coloured, 50s.
Progress (The) of Nations; or, the Principles of National Development
in their relation to Statesmanship: a Study in Analytical History.
8vo. pp. 660, cloth. 18s.
Vernon (Edmund Johnston) — A Guide to the Anglo-Saxon Tongue, a
Grammar after Erasmus Rask, with Extracts in Prose and Verse, tc
2d edit. 12mo. pp. 190, cloth. 5s.
A n z e 1 g e.
Bei Mart in tu Hijhoff im Haaq ist erscbienen :
Monumens typographiques des Pays -Baa au XV 9
siftcle. Collection de fac-simile d'apres les origi-
naux conserves a la Bibliotheque Roy. de la Haye
et ailleurs, publi6e par J. W. Holtrop, Bibliotbecaire
en chef de la Bibl. Roy. Livr. X et XI. Gr. qu.-4«\
Preis a Lief. 3 Rth.
Das Werk wird regelm&ssig forlgesetzt and wird in 20 Lief,
complet sein.
Uit syn X. goede boerden. Uitgegeven en toegelicht,
door Dr. E. Verwys. gr. 8vo. 20 Ngr.
Rrste Ausgabe dieser ein wenig freien millelniederlftndischen
Gedicbte nacb der Hulthemschen Handschrift in Briissel.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger: 7*. 0. Weiyel. Druok von C. P. Melzer in Leipzig.
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ntttti$tnywitatt
zum
15. Febuar.
SERAPEUJfl.
J# 3.
1861.
Bibllothekordiungen etc., neueste In- and ausllndlsche Lltteratur,
Anieigen etc.
Zur Beiorgnng aller in nachj tebenden Bibliographien yerzeichneten Bttcber
empfehle ich mich unter Zuiicherung tchnellater and billigiter Bedienang; denen,
welcfce mich direet rait reip. Beitellungen beehren, sichere ich die grdsiten Vor-
theile tn.
la situation de la bibliotheque royale
de Belgique,
presents k M. Ch. Rogier, Ministre de l'inte>ieur, par
(1846—1858.)
(Fortsetzung.)
CHAPITRE III.
EMHENAGEMENTS INT&UEURS.
§. 1. Installation des collections.
Dans raon rapport da 14 octobre 1854, apres avoir expose
ao chapitre II, tous les details de Installation de dos collections,
telle que je Favais trouvee lors de mon entree en fonctions, apres
avoir demontr6 l'insuffisance absolue des locaux poor contenir,
non point les accroisseraents futurs, mais les objets deja distant
& la bibliotheque royale, je proposais, dans la Recapitulation,
les moyens qui me paraissaient les plus efficaces et pour parer
au dttaut d'espace actuel, et pour assurer dans Favenir an emm6-
nagement sufflsant et convenable a tons nos accroissements.
„L'agrandissement du local peut s'operer, dissais-je, de plu-
sieurs raanieres, et diff&rents projets ont Afyk mis en avant.
Celui qui rgpond le plus complement au bat, consiste dans le
ZXIL Jahrgang.
T. O. Welgel in Lelpslg.
Rapport general
sur
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(^placement da musee de findustrie, auquel serait assignA on
nooveau local k construire. Si ce projet se realise, la bibliothe-
que royale pourra etre mise en possession de tout le bel Stage
da principal corps de batiraent du palais de i'indastrie : danscetle
combinaison, les manascrits monteraient dans la galerie au-dessus
de celle qu'ils occapent aujourd'hui, et celle qui s'6lend k gauche
du grand escalier, placee alors de plain-pied entre les deux
sections, formerait, pour les manascrits et les imprimis rlunis,
ane seule et meme salle de lecture, dans de larges proportions,
sufflsant k tous les besoins du service. Cet emplacement 6tant
tr&s-vaste, on y 6tablirait facilement tous les meubles ou soot
places les grands ouvrages k planches, dont le format exc&de les
dimensions ordinaires des rayons destines aux in-folio. On pour-
rait alors songer k introdoire k la biblioth&que royale des stances
du soir, qui sont un veritable besoin pour la capitale, et aux-
quelles il faut renoncer, dans la situation actuelle des locaux. u
Ge plan est encore, k mon avis, le meilleur, le plus simple,
et le moins dispendieux qu'on puisse adopter aujourd'hoi. Ne
pouvant esperer d'en obtenir la realisation dans un avenir rap-
proche, j'indiquais, dans le meme rapport, les moyens de sub-
venir aux besoins les plus pressants. Cette partie de mes pro-
positions s'est r6alis£e, gr&ce k un vote de la legislature, qui a
permis d'abattre toutes les constructions 16geres ^levies le long
de la grande galerie, et de les remplacer par use suite de belles
salles, ou sont etablis aojourd'hui le secretariat, le cabinet des
medailles, celui des incunables, et celui des estampes, ainsi que
le d£p6t legal des produits de la librairie fran^aise. De la sorte,
nous avons pu donner k nos collections une installation qui ne
laisserait rien k d&irer, si un dlpdt tel que le ndtre pouvait
demeurer stationnaire.
Je disais, dans le rapport d£j& cit6, en parlant des resultats
qu'on pouvait attendre de la construction de cette galerie la-
terale:
„L'espace que les remaniements resultant de cette addition
laisseraient libre, suffirait aux accroissements d'une dizaine d'an-
n6es, si on commen$ait par en exclure les livres du depot legal,
car, avec ce surcroit, le local ainsi agrandi suffirait k peine pour
deux ans. u
Je ne m'etais point trorape de beaucoup; il y a maintenant
deux ans que nous sommes entree en possession de la galerie
laterale, le depdt legal fran^ais a di y 6tre plac£ et nous som-
mes en presence de la m6me insufflsance de local que je signa-
lais en 1854, avec cette difference toutefois qu'alors il y avait
encombremeut et desordre presque partout, qu'une grande quan-
tity de livres 6taient empil£s dans les recoins, States sur le par-
quet ou sur les cornicbes, tandis qu'aujourd'hui, cbaque livre est
a sa place, en bon ordre et sur les rayons.
Dans les projets dont on s'est occup6 au commencement de
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oette annie, I'agrandissement et mime le deplacement de la bi-
bliotheque royale ont du etre privus ; il n'est pas impossible que
ces projets soient reproduits d'ici a quelque temps. II faudra,
dans ce cas, que les architectes qui auront a combiner les plans,
possident des indications completes et exacles sur les nicessitis
que prisente l'accroissement iventuel de notre itablissement.
Or, voici un relevi qui pourra leur servir: c'est le mitre
exact de tons les rayons qui existent en ce moment k la l re sec-
tion, avec 1'indication des espaces aotuellement libres.
La bibliotheque royale et ses annexes, non-compris les ca-
binets d'estampes et de midailles, et la section des manascrits,
c'est-a-dire la partie seule des imprimis de la premiere section,
contient 8,238 mitres coarants de rayons un diveloppement de
plus de deux lieues de France). Environ 90 mitres servent pour
les ouvrages de grand format atlanlique, pris de mille mitres
pour les in-folio, le double pour les in-quarto, et au deli de
5,000 mitres pour les in-8°. Ces rayons sont distribuis ainsi
qu'il suit:
A. Dans la grande galerie prinoipale, 6,449, dont 6,007
sont occupis, et 442 sont libres. Ce sont les espaces conserves,
dans le fonds des accroissements, pour recevoir le compliment
des ecrits piriodiques et des ouvrages en cours de publication.
B. Dans la galerie latirale nouvellement construite, 927
mitres, dont 580 sont occupis. Le reste, qui se partage entre
le fonds des accroissement et le dipdt legal fran?ais, est riservi
pour l'emminagement successif des nouvelles acquisitions.
C- Dans les deux maisons Maes et Lion, 862 mitres, dont
654 sont actuellement occupis par des doubles. Les 307 mitres
restant viennent d'itre places, et Ton est occupi k en itablir
encore autant. lis suffiront pour ranger les volumes qui, dans
ce moment, sont empilis en divers endroits. Ces livres sont
encore des doubles ou des documents parlementaires et autres,
en grand nombre d'exemplaires, destines, en partie, aux icbanges,
et qui nous ont iti envoyis dans le courant de l'ite par la
questure de la Chambre des reprisentants. On voit par ce qui
pricide, s'il est urgent de songer k donner a la bibliotheque
royale on accroissement de local.
La construction de la galerie latirale dont il vient d'etre
parli a couti 23,000 francs. Cette somme avait iti votie ex-
traordinairement au budget de 1833.
En 1856, une subvention extraordinaire de 7,000 fr. a encore
iti votie pour l'ameublement d'une partie des salles nouvelles,
et principalement du cabinet des estampes. II a iti pourvu a
tous les autres besoins du service au moyen du cridit annuel.
Les dipenses d'ameublement se sont ilevies, en 1856, indipen-
damment du cridit extraordinaire de 7,000 fr. dont il vient d'etre
parli, a la somme de 3,091 fr. 44 et en 1857 a 899 fr. 43 c.
Afin de pouvoir ivacuer la masse de livres qui encombrait
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la bibliotheque, coavrant le parquet et les corniches, remplissant
lous les recoins, le gouvernement a mis k ma disposition, ind6-
pendamment de la maison Maes, atlenant au manage, et dont les
habitants tol£r6s out iik expuls£s en 1852, ane autre maison
conligue k la premi&re, et qui 6tait habitee, moyennant un bail,
par feu M. Lion, qui occupait en mdme temps le manage et ses
ecuries.
Plusieurs pieces de ces deux maisons sont employees k la
salle des stances du conseil d'administration, au cabinet du con-
servateur, au bureau d'entrle, k l'atelier de cartonnage et de
reliure et k Phabitation du concierge- surveillant. Toutes les
autres pieces, y compris les greniers, sont remplies de liyres, la
plupart doubles, convenablement ranges sur des rayons provisoi-
res. C'est \k aussi qu'est 6tabli le d£p6t legal beige.
Si les projets de constructions dont on a parte I'ann6e der-
niere devaient se rlaliser, ces deux maisons seraient abattues;
il s'agirait avant d'y mettre la pioche, de procurer k la biblio-
theque royale un emplacement capable de recevoir ce qui se
trouve actuellement install^ dans les maisons Maes et Lion.
§. II. Cabinet des estampes.
J'ai expos£, dans mon rapport de 1854, Torigine de cette
collection; j'ai indique les 616ments dont elle se composait et la
situation dans laquelle je I'ai trouvge k mon entree en fonotions,
Depuis lors, j'ai consacr6 au travail de classement tout le temps
dont il m'a 6le permis de disposer; j'ai poussl cette operation
assez loin, pour que, des l'annle 1855, il fitt possible d'en tirer
quelque avantage pour l'ltude.
Les principales capitales de l'Europe possident des collec-
tions d'estampes, plus ou moins accessibles au public; il en est
qui rendent aux arts et k Industrie d'importants services , grAce
aux excellentes dispositions des locaux ok elles sont conserves.
Ces mdmes facility ne se rencontrent chez nous que depuis moins
de deux ans. Avant la construction des nouvelles sal les annex£es
k la Bibliotheque royale, Bruxelles avait son cabinet d'estampes
sans en pouvoir profiter: l'espace manquait pour d£velopper ses
ricbesses et pour installer commod6ment le public qui pouvait
6prouver le d6sir de les 6tudier.
En attendant que cette situation put 6tre chang6e, j'ai chereh£
un moyen de remedier aux inconv£nients qu'elle presentait. Au
commencement de l'annle 1855, j'ai sollicit6 du d£partement de
l'interieur 'autorisation de tenter une 6preuve, jusque-l& sans
precedent, mais dont je me promettais plusieurs avantages. fl
s'agissait de transporter dans la grande salle du Cercle artisti-
que et lilter aire une partie de la collection, et de l'exposer,
pendant quelques heures, aux yeux des artistes et des autres
membres de la soctete. Un de vos honorables pr6d6cesseurs,
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M. Pieroot, ayant favorablement accueilli raon idee, j'ai d'abord
consacre* deux stances aux eaux-fortes des Scoles hollandaise et
flaroande. La premiere k la date du 4 raai 1855, a eu pour
objet Rembrandt, le chef de l'6cole des plus puissants coloristes;
le seconde, du 19 du mdme mois, a e^e* consacre*o k Adrien Van
Ostade, Corneille Bega et Teniers , Thomas Wych et Jean et
Andre Both, etc., etc.
Les stances avaient lieu k la lumiere, de huit heures du soir
k dix heures et dernie. Les trois premiers quarts d'heure etaient
employes a une exposition orale, dans laquelle je resuraais les
donn£es biographiques sur les artistes dont les ceuvres faisaient
I'objet de I'exhibilion. Ensuite, l'auditoire se r£pandait dans la
vaste salle du Gercle, ou, sur deux lignes de pupitres convena-
blement 6claires, les specimens, ou pieces k 1'appui, 6taient dis-
poses suivant un ordre roethodique.
Mod but, en m'imposant cetta Uche, 6tait surtout de faire
connaltre quelles ressources offrirait notre collection, des qu'elle
serait convenableraent classee et accessible.
Dans le courant de Fannie suivante, j'ai encore donn£ huit
seances, que j'ai combiners de maniere a parcourir tout le champ
de l'histoire de la gravure, depuis les origines de cet art, jus-
ques et y compris les graveurs de l'6cole de Rubens.
A partir de 1857, les nouvelles salles ont 6l& ouvertes, le
classement etant assez avance" pour permettre de communiquer
les estampes au public. Pendant cette ann£e, je n'ai fait aucune
exhibition au Cercle de Bruxelles; mais M. le bourgmestre de la
yille d'Anvers ayant sollicite* aupres du gouvernement la favour
d'une exhibition au Cercle artistique et litte>aire de cette ville,
j'ai 6i6 autoris£ k acquiescer k ce va3U.
Les plus importantes estampes formant l'osuvre des peintres
anversois, P. P. Rubens, AnL Van Dyck, Jaques Jordaens, ont
£te exposes, dans les salons de cette society pendant trois
jours, dans le courant du mois d'avril.
Enfin, au commencement de la pr£sente ann6e, j'ai renou-
vele", au cercle de Bruxelles, une exhibition des principales eaux-
fortes des 6coles hollandaise et flamande.
II ne m'appartienl point d'apprlcier moi-mgme la valeur de
cet essai; ce qu'il m'est permis de declarer, c'est, d'une part,
qu'il a ii& accueilli avec reconnaissance par les artistes, d'autre
part, qu'il n'a entraine aucun des inconvenienls qu'on aurait pu
redouter.
Les pieces rares, et souvent tres-precieuses qui ont 6te ainsi
montr£es, hors du sanctuaire ou elles sont conserves, n'ont eu
A souffrir aucun dommage, grace k I'active surveillance de tous
les employes de l'^tablissement Sauf pour I'exhibition d'Anvers,
jamais les estampes n'ont passe* la nuit hors de notre depdt;
elles y etaient r&nt6gr£es le soir meme.
A la date du premier octobre 1858, le cabinet des estampes
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de la bibliotheque royale se trouvaii dans la situation dont void
l'exposl.
La collection est installs dans une salle mesurant 14 met.
59 cent, de long, sur 5 met. 72 cent de large, recevant le jour
par on vitrage pratiqul dans la toiture. Deux immenses tables
destinies aux dessinateurs en occupent le milieu. Les murs lat£-
raux sont garnis, k la hauteur du 2 met. 15 cent, d'une boiserie
ou sont retenues les bottes dans lesquelles les estampes sont con-
serves. Elles s'ouvrent corame les boltes de bureaux, et sont
de quatre formats: en carton pour les formats in-8", in-4°. et
in-folio, et en bois de sapin pour les in-folio-plano. Chaque
piece qui entre dans ces boltes doit etre raonlee sur papier fort
de dimension parfaitement uniforme, savoir: Pour le format in-8 .,
23 centimetres de haut sur quatorze de large. Pour l'in-4 .,
trente-cinq de haut sur vingi-six de large. Pour Tin-folio, qua-
rante-neuf sur trente-cinq. Pour I'in-folio-plano , soixante-deux
sur cinquante-trois. Toutes les pieces des trois formats interieurs
qui sont actuellement das les boites sont montees. II en est de
m£me de la moiti6 des pieces in-folio-plano.
Le classement suit rigoureusement I'ordre aJphabetique das
graveurs, sans distinction d'6coles, avec bulletins de renvoi potr
les inventeurs, peintres, dessinateurs, etc. De sorte que, si I'm
veut savoir ce que le depot contient de gravures d'apres Raphael,
par exemple, il suffit de parcourir le bulletin de ce peintre. Oa
y trouvera un relev£ de tous ceux des graveurs de la collec-
tion dans I'oBUvre desquels se rencontrent des estampes d'apres
Raphael.
(Fortsetzung folgt.)
Ueberslcht der nenesten Lltteratar.
DEDTSCHLAND.
Anzetger. neuer, f. Bibliographic u. Bibliothekwissenschaft. Hrsg. v. Bi-
bhothekar Hofrath Dr. Jul. Pelzholdi. Jahrg. 1861. 12 Hfte. (a 2—
2 l / 4 B.) gr. 8. Dresden. n. 2% Thlr.
Atlas des ndrdlichen gestirnten Himmels f. den Anfang d. J. 1855 enU
worfen auf der Konigl. Sternwarte zu Bonn. (Von Ft. Argelander.)
6. Lfg. qu. Imp.-Foi. (4 lith. Tar.) Bonn I860. (4) n. 3 Thlr.
Bulletin de I'academie imperiale des sciences de St.-Petersbourg. Tome III.
36. Fenilles. (B.) Imp.-4. St-Petersbourg. Leipzig. n. 3 Thlr.
Clemen, Gymn.-Prorect. Dr. H., Beilrage zur lippischen Kirchenge-
schichte. 8. (339 S.) Lemgo 1860. (Halle.) «eh. 27 Ngr.
La Roche, Gymn. -Prof. Jac, Homerische Studien. Der Accusativ ira
Homer. Lex.-8. (XII u. 266 S ) Wien. geh. n. 1 Thlr. 24 N*r.
Mlmolres de I'academie imperiale des sciences de St.-Petersbonrg.
7. Serie. Tome III. Nrs. 5—8. Imp. -4. St.-Petersbourg 1860.
Leipzig, geh. n. n 4 Thlr. 14 Ngr.
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23
In halt: 5. Uebor die Strahlenbrechnng in der Atmosphare. Yon
Gen.- Lieut J. J. Baeyer (82 S. m. 1 Steintaf.) o.o. 22 Ngr.
— 6. Das Oionezer Bergrevier geologisch untersucht in den
J. lb56, 1857, 1858 u. 1859 von G. v. Hehnersen. Mil 1
(chromolith.) Karte (in gr. Fol.) (33 S.) n.n. % Tklr. —
7. Ueber den rossischen Epidot o. OrtbiL Von ri. v. Kok-
scharow. Mit 5 (lito.) TaiC (62 S.) n.n. 1 Thlr. 2 Ngr. —
8. Die pharmaceutisch-wichtigen Ferulaceen der Aralo-Cas-
pischen Waste, nebst allgemeinen Untersuchgn. fib. die Ab-
staining, der im Handel vorkommenden Gummiharze : Asa
foetida, Ammoniacum o. Galbanum. Von El. Borszczow.
Mit 8 (lith.) Taf. (in Imp. -4., Fol. u. Imp.- Fol.) (40 S.)
n.n. 2% Thlr.
Merxdorf, Bibliothekar Dr., Geschichte der Freimaurerbruderschaft in
SchoUland nach Will. Alex. Laurie's history of free masonry and
the grand lodge of Scotland frei bearb. gr. 8. (V III a. 167 S.)
Cassel. sen. 1 Thlr.
Plgko, Lebr. F. J., die Fluorescenz d. Lichtes. Mit in den Text aufge-
nommenen Holzschn. gr. 8. (IV u. 116 S.) Wien. geh. 24 Ngr.
Plsling, Dr. Theophil, Volkswirthschaft u. Arbeilspflege im bohmischen
Erzgebirge. 8. (XI u. 148 S.) Pratf. geh. n. % Thlr.
Rflmker, Doc. Geo., die totale Sonnenfinsterniss am 18. Juli 1860. Be-
obachtet zu Castellon de la Plana, gr. 4. (15 S. m. 1 Chromolith.)
Hamburg. cart. n. % Thlr.
RiS8Wirm, Schul-Insp. C, Sagen aus Hapsal, der Wiek, Oesel u.
Run6. Gesammelt u. kurz erlautert. gr. 8. (XX u. 191 S.) Reval.
geh. n. 1 Thlr.
Scriptores rerum Prussicarum. Die Geschichtsquellen der preussischen
Vorzeit bis zum Untergange der Ordensherrschaft. Hrsg. v. Dr.
Tkdr. Hirsch, Dr. Max Tdppen u. Dr. Ernst Strehlke. (In 5 Bdn.)
1. Bd. gr. Lex.-8. (XIV u. 818 S.) Leipzig, geh. n. 6% Thlr.
Verxelchniss der Bucher, Landkarten etc., welch e vom Juli bis zum De-
cember 1860 neu erschienen od. neu aufgelegt worden sind, m. An-
?abe der Seitenzahl, der Verleger, der rreise im 14 Thaler-Fuss,
iterar. Nachweisgn. u. e. wissenschaftl. Uebersicht 125. Fortsetzg.
8. (LXII u. 338 S.) Leipzig, geh. baar n. % Thlr. ;
Scbreibp. baar n. % Thlr.
Weigel's, Hud., Kunstlager-Gatalog. 3. Abth. 2. bericht. Aufl. gr. 8. (HI u.
108 S.) Leipzig, geh. % Thlr.
ENGLAND.
Bible (The) of Every Land : a History of the Sacred Scriptures in every
Language and Dialect into which Translations have been made. New
edit. 4to. halfmorocco. 42s.
Brougham (Lord) — The British Constitution; its History, Structure, and
Working. (Works, Vol. 11). 12mo. pp. 470, cloth. 5s.
Davis (Dr. N.) — Carthage aud her Remains; being an Account of the
Excavations and Researches on the site of the Phoenician Metropo-
lis in Africa and other adjacent Places. Conducted under the auspi-
ces of Her Majesty's Government. 8vo. pp. 640. cloth. 21s.
Forbes (Charles 8.) — Iceland: its Volcanoes, Geysers, and Glaciers.
8vo. pp. 320, cloth. 14s.
Godet (Theodore L.) — Bermuda: its History, Geology, Climate, Pro-
ducts, Agriculture, Commerce, and Government, from the Earliest
Period to the Present Time, with Hints to Invalids. Post 8vo. pp.
270, cloth. 9s.
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32
Squier (E. G.) — Nicaragua: its People, Scenery, Monuments, Resource*,
Constitution , and proposed Canal ; with one hundred original Maps
and Illustrations. A revised edition, 8vo. (New York, 1860) pp. 691,
cloth, London. 18s.
Wright (Thomas] — Essays on Archeological Subjects, and on various
Questions connected with the History of Art, Science, and Literature
in the Middle Ages. 2 vols, post 8vo. pp. 642, cloth. 16s.
A n z e 1 g e.
T. 0. Weigel'8 Bficheranction.
So eben erschien und ist vom Uuterzeichneten, sowie durch
alle Ruch- und Antiquariatshandlungen gratis zu beziehen:
Verzeichniss einer sebr werthvollen naturhistorischen
Bibliothek, welche mit den hinterlassenen Biblio-
theken des Herrn Hofrath Teichmann, Secretair
der Generalintendantur der K. Schauspiele in Ber-
lin, des Herrn Stabsarztes Dr. Basse in Olden-
burg, sowie des Herrn Hofrath Dr. Bechstein in
Meiningen am 18. Marz 1S61 offentlich versteigert
werden soli.
Dieser Katalog umfasst fiber 9000 Werke und enth< in alien
Wissenschaften und in alien Zweigen der Literalur eine grosse
Anzahl der besten und gesuchtesten Werke. Namentlich aber ist
die Naturwissenschaft ganz vorzuglich vertreten; wir begegnen
ausser einer grossen Zahl seltener und werthvoller Biicher auch
vielen ausgew&hlten Prachtwerken , welche sich durch beste Er-
haltung und treffliches Colorit auszeichnen. Es wird geniigen
auf die vollstfindigen grossen naturhistorischen Prachtwerke eines
Panzer, Sturm, Hahn, Sch&ffer, Bloch, Herbst, Cuvier, Esper,
Reichenbach, Schreber, Martius, Spix, auf Naumanns grosses
Werk iiber die Vfigel etc. etc. aufmerksam zu machen, um ein
Bild von der Wichtigkeil dieser Sammlung zu geben.
In einigen Wochen erscheint bei rair der Katalog der be-
riihmten Bibliotbek des Geographen Professor Carl Ritler in
Berlin, auf welchen ich rair im Voraus die Aufmerksamkeit alter
Gelehrten und Bticherfreunde zu lenken erlaube.
Leipzig.
T. O. Welgel, Buchhftndler.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger : T. 0. WeiyeL Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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zom
28. Februar.
SERAPEFII.
4.
1861.
Blbllothekordnungen etc, neueste In- and aasltadlsche Litterttnr,
Anieigen etc.
Z«r Besorfnng tiler in oachitehenden Bibliographien verzeichneten Bttcber
emprehlt ich mich unter Zasicheruag schnellster and billigster Bediennng ; denen,
wetahe mich direct mil resp. Be«t«lluiigen beehren , sichere ich die grdsstea Vor-
Ibeile za.
la situation de la bibliotheque royale
de Belgique,
pr6sent£ k M. Ch. Rogier, Ministre de l'int£rieur, par
Je disais y dans mon rapport de 1854, qu'il n'ltait guire
possible de faire one Evaluation rigoareusement exacte du nombre
des pi&ces contenues dans les immenses registres provenant de
I'ancien fonds de la Ville qui, k cette 6poque, formaient la partie
la plus considerable de la collection; il s'en trouvait des milliers
dans un mdme volume, oA, pour gagner de Fespace, on les avait
collies dos k dos de mani&re k couvrir compl&ement la page.
Cette Evaluation, je ne puis encore la presenter que pour les
jpiices inont£es et olass6es ; elle ne s'61oigne gufcre du chiffre de
quarante roille que j'avais hasardE approximativement ; car les
pieces monies et classles d6passent dEja le chiffre de trente
mille. Ce qui reste k distribuer atteindra bien encore une dizaine
do mille pieces mais la majeure partie de ces derni&res formera
double emploi, et la plupart sont de peu de valeur; car j'ai eu
soin de commencer l'opiration du classement et du montage par
XZIL Jahrgang
T. O. VTeigei in Leipzig.
Rapport g6n6ral
sor
(1846—1858.)
CFortsetzung.)
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34
M. Piot a proc6dA, pendant Tannic 1856, an dassement de
la partie qui avail 6t6 la pins n£glig6e sons l'administration pri-
cAdente, k savoir: 1° les monnaies gauloises, 2° les monnaies
grecques, 3° les monnaies consulates, et 4° les monnaies des
empereors romains.
Pendant les annees 1856, 1857, et jnsqn'au premier octobre
1858, la collection numismatique s'est accrue de 1,162 pi&ces, y
compris 244 eropreintes de sceaux, mais sans compter la grande
collection de specimens de glyptique ancienne et moderne dont
il a 6t6 parte plus haut.
Ces diverses acquisitions ont cofitA au budget de la biblio-
th&que une somme de fr. 2,588-72, r£partie de la manure sui-
vante : en 1856, fr. 500; en 1857, fr. 786-70, et en 1858, fr.
1,302-02.
Cette somme de fr. 2,588-72 n'a servi qu'au payement de
245 pi&ces: le reste ayant 6t6 acquis sans bourse d£lier. En
effet, les dons figurent dans le chiffre de nos acquisitions pour
557 pieces, les ^changes pour 342, et enfin, une heureuse trou-
vaille, faite dans un livre, a procure k notre m£daillier 18 pie-
ces d'or.
Les ^changes nous ont oodii 177 des doubles que nous
conservons sp£cialement pour cet objet.
Le tableau ci-apr&s prtaente tous les details du mouvement
de l'entree et de la sortie pendant les annees 1856, 1857, ainsi
que pendant les neuf premiers mois de 1858.
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Total 3
general.
Prix
fr. c,
2,588 72
PS
I 1
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C'est au mois de d6cembre qu'a ed lieu la curieuse trou-
vaille qui a enrichi de 18 pifeces d'or, la plupart issez rareg,
notre mfedaillier. Le jo|ir mfeme, il a fele dressfe procfes- verbal
de cette trouvaille dans les termes suivants:
„Aujourd'hui, 13 dfecembre 1855, M. Charles Ruelens, em-
ployfe auxiliaire & la Bibliothfeque royale, a dfecouvert, cacbfe dans
le dos d'un livre intitulA: De medicamentorum simpliciorum de-
lectu, etc. Parisiis, 1562, formant le n° 4733 du fonds de la
ville de Bruxelles, et avec lequel se (rouve relife un manuscrit
portant pour titre: De compositions medicamentorum, autkore
D. Joanne Leconte, dix-huit pieces de monnaies d'or, en quatre
paquets, et dans Tun desquels se trouvait un bordereau conte-
nant les indications suivantes:
Vyf croonen van — hoof (?) 8 aesen — noch twee fransch.
Les pifeces susdites ont 6ii reConnues par M. Piot, charge
du mfedaillier de la Bibliothfeque royale, qui en a dressfe l'inven-
taire suivant:
1° Deux couronnes au soleil de Charles VII, roi de France
(1422—1461).
2° Une couronne de Louis XII, roi de France (1483 — 1498).
3° Quatre couronnes an soleil de Francois I er , roi de France
(1515—1547).
4° Un fecu du mSnie pour le Dauphinfe.
5° Trois angelots d'Henri VIII, roi d'Angleterre, (1509—
1547).
6° Cinq nobles & la rose d'Edouard VI, roi d'Angleterre
(1547—1553).
7° Deux angelots du raeme.
Ce volume, qui vraisemblablement a appartenu a Jean Le-
conte, a passfe successivement dans les bibliothfeques des jfesuiles
de Bois-le-Duc et de Gand. u
Ce procfes-verbal a fetfe signfe par le conservateur en chef,
par M. Piot, et M. Ruelens. II en a fetfe envoys un double au
dfepartement de 1'intferieur.
Les 18 pifeces d'or ont fetfe placfees dans le mfedaillier et
inscrites & Tinventaire gfenferal.
Le dfepartement de 1'intferieur. par circulaire du 13 jaillei
1836, a provoqufe la formation d une Collection des seeaux des
villes et communes, ainsi que des anciens corps de metiers et
des corporations religieuses du royaume. Eotrevoyant dans Cette
mesure uue source d'accroissement de nos collections, j'ai solli-
citfe et oblenu, en favour de notre fetablissement, le don de deux
exemplaires de cbacune des empreintes que recevrait le gouter-
neroeat. L'une des fepreuves devait prendre place dans le cabinet
et l'autre devait servir pour les fechangeg.
Le 7 mai 1858, j'ai re^u un envoi qui malheuresement itait
loin de rfepondre a Tespoir que nous avions fondfe sur cette me-
sure. En effet, li plupart des communed auxquelles le gouVer-
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37
Mtofent s'Atait adressi, surtoot lea oommanes rurales, oonfondaut
les sceaox avec les cachets, timbres sees et hamides, out envoys
an roinistire des empreintes de ces deroiers. Mais ces com-
preintes, prises en cire d'Espagne, sont en oreux et presque lou-
joars indtabifTrables. Tous ces timbres et cachets sont de crea-
tion rfcente el n'ont, par consequent, aucun int6r6t an point de
vue de I'arcbtalogie, de la diplomatique et de l'blraldique. Ces
sortes d'empreintes ne peuvent entrer dans notre collection
sphragistique , qui doit &tre uniquement composto d'empreintes
de sceaox.
Parmi les empreintes de sceaox, quelques-unes £taient bien
exiouttos, d'autres aissaient beaucoup a desirer, soit par suite
de la mauvaise quality de la cire, soit k cause de la maladresse
de celui qui les a prises.
Bn sorte que, jusqu'a present du moins, notre collection n'a
pas beaucoup profits de la mesure, d'ailleurs trta-utile, provoqule
par la circulaire minist6rielle du 13 juillet 1856. Le mal peut
6tre facilement r6par6; j'ai signal^ k voire d6partement toutes
les empreintes defeclueuses, par ma lettre du 22 juin dernier.
Comme je l'ai dit plus haul, 557 pieces dont il a &6 fait
don k la biblioth&que royale, sont venues enrichir notre mldail-
lier. Ces dons nous ont 6t6 faits, soit par des gouvernemente
en relation avec la Belgique, soit par des particuliers habitant
le pays, soit par des soci6t£s industrielles ou scientiflques, soit
par des Strangers, et enfin par les ministires de l'int6rieur et
de la justice.
Je me plais k t£moigner ma reconnaissance, au nom de T6ta-
blissement dont la direction m'est confine:
1° Aux gouvernements d'Angleterre, de Danemark, de Prance,
de Hanovre, de Russie et de Saxe;
2° Aux societSs qui nous ont donnA, soit des pieces anoien-
nes trouvees par leurs agents, soit des m6dailles modernes frap-
p6es pour leur usage, k savoir: la Sooi6t6 G6n6rale pour favo-
riser 1'industrie nalionale, la Soci6t6 Arch6ologique d'Arlon, et la
Sooi6t6 du Wyngaert, k Bruxelles.
3° Aux g6n6reux particul era dont les noms suivent:
Feu M. le comte Am6d4e de Beauffort, dont I'administratlon
de la bibliotb&que royale regrette vivement la perte.
MM. Jauly Mison.
Coetlogon.
Thienpont, k Halle.
Langdon, k Londres.
Nettesheim, a Gueldre.
Kubing*, k Pestb.
Hermann, k Bois-le-Duc.
Ad. Mathieu, k Bruxelles.
Sick, ex-ministre de Danemark, k Bruxelles, et
Collin, directeur de la monnaie k Copenhague.
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38
Le don de cet honorable fonctionnaire merite one mention
particuliere.
GrAce k l'obligeante intervention de M. le chambellan Siok,
en dernier lien ministre de S. M. le roi de Danemark k Bruxel-
les, nous avons d'abord re$u, au mois de janvier 1858, unc slrie
de medailles en argent destinies par le gouvernement danois a
ricompenser les actes de courage et de denouement. En boss
envoyant ce cadeau, M. le conseiller d'fitat, Ed. Collin, directeor
de la monnaie, nous avait demand^ la lisle des monnaies danoises
que possede notre collection, promettant de la completer. Dig
le mois de raai, nous recevions un nouvel envoi compost de
oent cinquante-six monnaies d argent, de billon et de cuivre, k
oommencer du regne de Cbristiern IV, jusques et y compris celui
de S. M. Fr6de>ic VII.
Parmi les piipes rares qui se trouvent dans cette collection,
on remarque: le marc de Frederic II, frapp£ en 1563, le marc
de Christiern IV, en 1614, la piece de 8 skillings de 1642, poor
Lubeck, une piece de 2/3 de thaler, pour Lunebourg, et enfin,
des skillings fabriqu6s par les insurges pendant la revolution des
duch£s de Holstein et de Schleswig, pieces ^phemeres dont pli-
sieurs pays ont fourni, vers 1848, des specimens si ourieux et
si recherches des numismates.
M. Collin a joint k ce don un exemplaire de son important
travail sur les monnaies danoises.
Nous serions heureux que l'exemple donn6 par Thonorable
M. Collin trouv&t des imitateurs aussi haut places que oe fonc-
tionnaire.
Si ces exemples ont ete" rares jusqu'ici, nous devons snrtout
l'attribuer k ce que la collection, non encore classed, et mal in-
stance, n'Stait point accessible au public. Depuis que le cabinet
peut etre visite, un jour par semaine (le mercredi, de midi k
trois heures), les amateurs se pr£sentent, ce qui fait nattre l'oc-
casion de dons et d'echanges tres-avantageux a notre 6tablis-
sement
Dans une des dernieres seances, le conseil d'administration,
appreciant les services de M. Piot, qui dirige, avec autant d'in-
telligence que de zele, le cabinet numismatique, a sollicitl,
en favour de ce fonctionnaire, la collation du titre de conse-
vateur.
Je ne puis que m'associer k cette demande, parfaitement
justified.
(Fortsetzung folgt.)
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(Teberalcht der neaesten Lltteratar.
DEDTSCHLAND
A?6 Lailemant, Dr. Rob. C. B., die Benutzung der Palmen am Amazo-
nenstrom in der Oekonomie der Indianer. Mach e. im AthenSum
zu Hamburg am 19. Novbr. 1860 gehaltenen freien Vortrag. gr. 16.
(VI a. 44 S.) Hamburg, geh. n. 6 Ngr.
Bock , Guratgeisil. Conservator Fr(z.) , Geschichte der liturgischen Ge-
wfinder d. Mittelalters od. Entstehg. u. Entwickelg. der kirchl. Ornate
o. Paramente in Rucksicht auf Stoff, Gewebe, Faroe, Zeichnj.,
Schnitt n. rituelle Bedeutg. nachgewiesen n. durch zahlreiche Ab-
bildgn. erlSutert. 4. Lfg. [od. Bd. II. Lfg. 1.] Lex.-8. (S. 1—130 m.
18 Steintaf., wovon 6 in Buntdr.) Bonn. geh. n. l%Thlr.
Prachtansg. n. 2 Thlr. (1—4.: n. 6% Thlr.; Prachtausg. n. 8 Thlr.)
Biwdesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft nebst sSmmt-
lichen in Kraft stehenden Kantonsverfassungen, m. zwei Anh., enth.:
Die revid. Verfassgn. der Kantone Sololhurn, Freiburg, Basel-Stadt,
Appenzell A. Rh. o. Neuenburg. Nach offiziellem Text. 8. (616 S.)
Freiburg in d. Schw. 1859. geh. 1 Thir. 16 Ngr.
Ghantepie de la Saussaje, pasteur D.. la crise religieuse en Hollande.
Souvenirs et impressions, gr. 8. (VI u. 203 S.) Leyde 1860. Leipzig,
geb. n. 1 Thlr. 6 Ngr.
Hartlaub, Dr. G., ornithologischer Beitrag zur Fauna Madagascar's. Mit
BerBcksicht. der Inseln Mayotta, Nossi-B£ u. St. Marie, sowie der
Mascarenen u. Seychellen. [Mit zahlreichen Berichtiggn. u. Zusatzen
aus Gabanis Journal f. Ornithologie abgedr.] gr. 8. (XII u. 87 S.)
Bremen, geh. 18 Ngr.
Hesychll Alexandrini lexicon post Joannem Albertum recensuit Maur.
Schmidt. Vol. III. Fasc. 3. et 4. hoch 4. (S. 145—288.) Jena 1860.
1861. geh. a Fasc. n. % Thlr.
Hldber, Archivar Dr. B., Waadtland wird schweizerisch od. die Eroberg.
der Waadt durch die Berner unter dem Oberbefehle d. Feldhauptm.
Hans Frz. NSgeli m. e. Ruckblick auf die altere Geschichte der West-
schweiz u. Savoyens. Mit 1 Jith. Portr. gr. 4. (56 S.) Bern. geh.
n. 16 Ngr.
Kell, Dr. Rob., ein denkwurdiges Gesellen -Stammbucb aus der Zeit des
30i&hrigen Krieges. Original- Mittheilung als e. Beitrag zur Ge-
schichte der deulschen Spruch-Poesie u. d. deutschen Kultur-Lebens
uberhaupt. gr. 16. (Ill u. 99 S.) Lahr. geh. n. % Thlr.
Hejlan, G. F., Geschichte d. Handels der Europaer in Japan. Ins Deutsche
ubertracen v. Major a. D. F. W. Diederich. 8. (XI u. 233 S.) Leip-
zig, geh. n. 1% Thlr.
Monckeberg, Pred. C, Vorschlage zur Revision v. Dr. Mart. Luthers
Bibelubersetzung. 1. Hit Corrigenda d. Cansteinschen Textes. Theo-
logisch-krit Theil. gr. 8. (X o. 70 S.) Halle. n. V 4 Thlr.
Regterungsfolge , die, im Herzogth. Braunschweig nach d. Erloschen d.
Braunschweig-Wolfenbuttelschen Furstenhauses. gr. 8. (47 S.) Berlin,
geh. 9 Ngr.
Reinkold. Oberger.-Secr. Fr., Fauna Hannoverana. Abth. I. Verzeichniss
der bei Hannover vorkommenden Schmetterlinge. Zusammengestellt
unter Mitwirkg. der H.H. Lehr. Kroesmann u. Revisor GHtz. [Abdr.
aus d. Jahresber. d. naturhistor. Ges. f. 1859/60.] gr. 4. (12 S.) Han-
nover 1860. geh. n. 8 Ngr.
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40
Schleiden, Dr. M. J., zur Theorie d. Erkennens durch den Gesichtssinn.
Mit 29 (eingedr.) Holzscho. Lex.-8. (110 S.) Leipzig, geh. 21 NaT.
Schneider, Gymn.-Prof. Dr. Job. Imman , systematische u. geschichtliche
Darstellung der deutschen Verskunst von ihrem Ursprung an bis aof
die neuere Zeit. Eine gekrtinte Preisschrift in erweiterter Gestalt
gr. 8. (XVI u. 320 S.) Tibingen. geh. n. 1% Thlr.
Sillem, Scbuldir. Dr. H. C. Wilh., Primus Truber, der Reformator Krains.
Ein Beitrag zur Reformatioosgescbicbte Oesterreichs. gr. 8. (XII a.
96 S.) Erlangen. geh. n. 12 Ngr.
Tafeln zur Statistik der osterreichischen Moaarchie. Zusaamengestellt
v. der Direction der administrat. Statistik. iVeue Folge. 2. Bd. Die
J. 1852, 1853 u. 1854 urafassend. 2-4. Hft. gr. Fol. Wien 1859.6a
n. 5 Thlr. 18 Ngr.
2. Hft (171 S.) n. 1 Thlr. 18 Ngr. - 3. Hft. (210 S.) n. 2 Thlr. -
4. Hft. (225 S.) n. 2 Thlr.
Usinger, Dr. Rud., die dSnischen Annalen u. Chroniken d. Mittelalters.
Kritisch untersucht. gr. 8. (IV u. 99 S.) Hannover, geh. 16 Ngr.
Yerxeichniss neuer Kunstsacben, als: Kupfer u. Stahlstiche, Lithogra-
Phien,Photographien, Holzschnitle, Zeicnenvorlagen, Albums, illustrirte
rachtwerke etc. welcbe im J. 1860 erschienen sind, m. Angabe der
Preise u. der Verleger. Nebst e. nach den Gegenst&nden geordne-
ten Uebersicht 3. Jahrg. 2. HSlfle. gr. 8. (XX S. u. S. 35— 122.)
Leipzig, geh. n. 14 Ngr.
Im Verlage von T. 0. WEIGEL in Leipzig erschien so eben:
im Uebergange vom Mittelalter zur Neuzeit
yon
Friedrich KortOm
nnd
Carl Alex. Freiherrn von Beichlin-Meldegg 9
ordentlichen Professoren an der Universilat Heidelberg.
(Jrorftcr $Jonb.
gr. 8. XVI and 544 S. 3 Thlr.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Nautnann.
Verleger : T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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zum
31. Marz.
gERAPEm
JIP 6.
1861.
Bibliothekordnungen etc., neueste In- and tusllndische Lltteratir,
Anxelgen etc.
Znr Besorgung tiler in nacbttehenden Bibliographien veneicbneten BUcber
empfehle icb aich nnfer Zuiiebernng icbnellster and billigster Bedieirang ; denen,
wckbt nick direct mit resp. BctteUangen beebren, ticbere icb die grfosten Vor-
la situation de la biblioth&que royale
pr6senti k M. Ch. Rogier, Ministre de l'int£rieur, par
(1856—1858.)
(Fortsetzung.)
CHAPITRE IV.
SECTION DES MAflUSCRITS.
Depois la publication da dernier rapport, deux faits tris-
importants se sont prodoita dans l'administration de la section
des manuscrits, plus connae sons la denomination de Bibliothe-
fue de Bourgogne. Le respectable conservatenr, M. le chevalier
Marcbal, a iik admis, sar sa demande, k faire valoir ses droits
k la relraite. L'&ge avanc6 de M. Marcbal, la fatigue de travaux
considerables loi conseillaient de se retirer et de prendre on pea
de repos, k la fin d une carri&re tr6s-laborieuse. Malheureseroent,
il n'a point joui longtemps de ces loisirs, et nous avons eu le
regret de perdre notre estimable collfegoe, le 22 avril 1858. II
ttait &g£ de 77 ans, et avait 6t6 conservatenr de la bibliothique
de Bourgogne pendant 27 ann£es. Les services qu'il a rendus k
ce prtaieux d£pdt sont trop connus de voire administration, pour
que j'aie besoin de les rappeler ici.
tbeile so.
T. O. Weigel in Leipzig.
Rapport gfafral
sur
de Belgique,
XXIL Jahrgug.
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42
La direction de la section ds roanuscrits a ete remise, im-
m£diatement apris la retraite de M. Marchal, entre les mains de
M. Adolphe Mathieu, conservateur-adjoint, qui, depuis son entree
k la bibliotheque royale, avait eu le temps de se mettre au con-
rant de l'administration et de prendre one connaissance complete
de cette section du d£p6t.
L'impression da repertoire onomastique, dont la redaction
avail 6te demanded — sur la proposition de M. de Ram — par
le conseil d'administration, dans sa seauce du 31 juillet 1854, a
ete entitlement termin^e. Les epreuves typographiques de ce
long travail, k la confection duquel M. Fl Frocheur a pris one
si large part, ont ete revues, avec un soin extreme, par cet
employed Si quelques erreurs y sont resides, si Ton y signale
quelques lacunes, il ne faut attribuer ces l^geres imperfections
qu'A la designation erron^e ou insufflsante de certains articles,
soit dans l'inventaire, soil dans le catalogue descriptif. Ces erreurs
se rectiflent du reste journellement, et les lacunes que presente
cette premiere partie ne tarderont point k £tre combines, au
moyen de notes k introduire dans la deuxierae, qui aura pour
objet les ouvrages d'auteurs anonymes.
Dans le rapport par lequel il me rend coropte de la situa-
tion de sa section, au l er octobre 1858, M. le conservateur-ad-
joint Mathieu s'exprime en ces termes:
„Une des consequences de la designation erronie ou insuf-
flsante de certains articles de l'inventaire a eie" de nous forcer k
recoromencer ce travail, dont la transcription, pour la partie
manuscrite (le reste se corrigeant sur un ezemplaire inlerfolie k
cet effet), a ete conflee k M. Prevost ! ) qui s'en occupe avec
un zele pers6verant. Ce travail de transcription sera flni avant
le l er janvier.
„J'avais d6jA termine, tant pour mon usage particulier que
pour le service interieur, la table alphabetique de tous les ouvra-
ges indistinctement dont se compose le depdt (volume in-folio
de 524 feuillels), lorsqu'un travail identique, op&r6 k l'aide de
flches coliees legerement k la suite les lines des autres, vous a
ete transmis par M. Marchal, un peu avant sa rnort Ces deux
tables pourront se completer et se corriger simultanement, lors-
qu'une verification bien exacte du titre des ouvrages portes k
l'inventaire perroettra d'en arrSter definitivement la redaction et
d'en commencer la copie, qui demandera necessairement beau-
coup de temps, le nombre des ouvrages du depot, qui etait dejA
de 21,517 k mon entree en fonctions, relevant aujourd'bui k
21,582. La table de M. Marchal et la mienne serout, du reste,
d'ici lors, k la disposition du personnel de la bibliotheque et
1) M. Florian Frocheur etant gravement malade et ne pouvant rem-
plir ses fonctions, j'ai deiache k la deaxieme section M. Prevost, depois
la retraite de M. Marchal.
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43
de tons ceux qui en feront la demande pour facililer leurs re-
cherches."
II manquait a la deuxi&me section un releve par si^cles des
principaux ouvrages renfermant des miniatures, des vignettes, des
lettrines, de la musique, des autographes, des gravures. Ce re-
leve a 6t6 fait avec le plus grand soin, sous la direction de M.
Mathieu. II sera complete et amende au besoin, d&s que la ve-
rification, dont il a ete parie plus haut, des litres des codices,
aura 6te terming.
II reste a exicuter des travaux bien plus importants encore :
un tableau des provenances des ouvrages, et une indication de
ceux d'entre eux qui ont ete imprimis ou qui ont donn6 lieu k
quelque notice. En I'absence de tous renseignements qui puis-
sent nous aider dans ces travaux d'une execution si longue et
si difficile, il nous faut presque d£sesp£rer de pouvoir faire ja-
mais sous ce rapport quelque chose de complet; ce qui etU ete
d'une execution pen laborieuse, il y a vingt-cinq ans, offrant
aujourd'bui des difficulty presque insurmontables et exigeant des
recherches et des lectures auxquelles la besogne journalise de
la section ne permet pas toujours de se livrer, M. Mathieu a
cepeodant entrepris cette t&che resolftment: il a pens6 que la
difficult^ n'etait pas une raison suffisante pour renoncer a une
oeuvre utile.
M. F. Frocheur, dans les moments de relftche que lui laisse
une cruelle maladie, s'occupe du tableau des provenances. De
son c6t6, W. Mathieu a fait interfolier de papier blanc un exem-
plaire de l'inventaire et du catalogue dans lequel il inscrit, au
fur et a roesure qu'il les decouvre, avec tous les details biblio-
grapbiques convenables, en regard des numeros sous lesquels les
ouvrages sont enregistres, les diverses editions qui en ont 6(6
faites et les notices qui concernent le mSme ouvrage.
J'ai fortement encourage M. Mathieu dans son projet; rien
ne serait, en effet, plus utile qu'une table dans laquelle on pour-
rait reconnailre si tel ou tel manuscrit de notre depot a deja
6\e iroprime, s'il a donne lieu a quelque travail scientifique ou
litteraire ; c'est ce que j'avais l'honneur de representor k voire
dlpartement, sous la date du 2 tevrier 1854, ainsi que je l'ai
rappeie dans mon rapport general, public par le Moniteur au com-
mencement de l'ann£e 1857.
Le nombre des personnes qui ont fr^quente la salle de lec-
ture de la 2 e section, du 30 septembre 1856 au 30 septembre
1858, a ete de 1,9410? il leur a ete communique au moins
2,412 ouvrages. Je n'indique ici qu'un minimum, parce que,
corome je l'ai fait remarquer, le chiffre des ouvrages donnes en
1) Ce chiffre indique, non le nombre des individus qui ont frequente
la 2e section, mais bien le nombre de visites faites dans le but de
consulter un manuscrit.
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lecture ne pent se constater d'une mani&re bien exacte , quelqua
soin que Tod prenne d'exiger des lecteurs qu'ils se conforment k
la disposition r£glementaire, qui veut que les demandes soient
faites par bulletins Merits et sign£s: il n'y a pas de jour ou il
ne faille indiquer aux Iravailleurs des sources qu'ils ignorent,
leur mettre sous les yeux des mat£riaux pour les sujets qu'ils
traitent; plusieurs volumes leur sont ainsi communiques k la fois
et sont rerais simultanement sur les rayons, sans qu'on ait pa
obtenir an bulletin pour chaque communication.
Le chiffre que je viens d'indiquer, comme reprfaentant le
nombre des personnes qui ont fr£quent6 la salle de lecture, ne
s'applique point aux visiteurs qui n'ont fait que parcourir les
salles, examinant tr&s-superficiellement les principales raretis
qu'elles renferment. Ces derni&res visiles sont fr£quentes, un
jour de la semaine leur est sp6cialement consaor6. Les volumes,
exhibls dans ces conditions, ne sont point compris dans le re-
lev6 dont le chiffre est indiqug ci-dessus.
Ind6pendamment de ces visites hebdomadaires , notre d6pdt
a repu plusieurs augusles et illustres personnages.
II est rare qu'un prince ou qu'un savant distingu£ s'arr^te
k Bruxelles sans consacrer quelques moments k venir admirer les
chefs-d'oeuvre que nous a 16gu6s la Biblioth6que des dues de
Bourgogne. Dans la pgriode qui fait l'objet de ce rapport, notre
6tablisseroent a &6 honors de la visite de:
LL. AA. I. et RR. Mgr le Due et M me la Duchesse de Bra-
bant;
S. A. R. Mgr le Comte de Flandre;
L'Archiduc Ferdinand, prince h6r6ditaire de Toscane;
Le Prince Alfred d'Angleterre;
L'Archiduc Maximilien, l'Archiduc Charles-Louis et l'Archi-
duchesse Marguerite d'Autriche.
Le nombre des personnes qui ont fr6quenlg notre salle de
lecture, dans un but d'6tude, serait bien plus grand, si le pr6t au
dehors, qui ne peut 6tre autoris£ que par le Ministre de l'inte-
rieur, ne prenait chaque jour plus d'extension. Le chiffre des
savants regnicoles et Grangers qu'il faut ajouter k la liste des
autorisations depuis le 30 septembre 1856, est de 14; celui des
volumes pr&t£s de 312.
Des demandes de renseignements nous sont souvent ad res-
ales par des savants du royaume ou de l'6tranger, il y est tou-
jours r£pondu avec une grande promptitude, k quelques recher-
ches que ces renseignements astreignent le personnel de l'6ta-
biissement.
Quelques personnes ont ktk autoris£es, en vertu des art. 70
et 72 du r&glement k prendre des extraits et k calquer des plans,
sans qu'il en soit r£sulte auoun dommage. Jamais une autorisa-
tion de calquer n'est accord£e qu'aux v£ritables artistes, et toutes
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w
les precautions prescrites par Tart. 70 da reglement sont rigou-
reasemeDt observes.
Cent cioquante-oinq codices nouveaux, la plupart recomman-
dables par leur beaut£, leur anciennete ou lour utility sont venos
prendre place sur nos rayons. De oe nombre sont:
L'histoire de Richard d'Angleterre, les voyages de Guillebert
ou Gilbert de Lannoy; diverges pieces probablement inedites
d'AIain Chartier et de Molinet, les m6moires de J. -Christian Cuno,
manuscrit autographe de ce savant naturaliste, oft sont consigned
de nombreux aper$us sur Thistoire naturelle des plantes et sur
les hommes qui se sont adonn£s k leur 6tude.
L'albura des visiteurs continue k s'enrichir des noms les plus
distinguls dans toutes les branches des connaissances bumaines ;
les registres constatant le nombre des visiteurs, des acquisitions
nouvelles, des travailleurs, des ouvrages donnas en lecture, sont
tenus k jour.
Le Umbrage de tons les ouvrages du d6p6t au sceau de la
bibliothgque se poursuit avec activity.
M. le conservateur-adjoint termine son rapport par des con-
siderations auxquelles, pour ma part, j'adh£rerais volontiers dans
une certaine mesure.
„Je me permetlrai, dit M. Mathieu, d'appeler votre attention
sur la necessity urgente de restreindre la trop grande facility
accorded au public pour la communication de certains ouvrages,
si Ton ne veut que, d'ici k quelques ann£es, le riche heritage
que nous ont laisse* nos p6res, et que nous devons transmettre
k nos descendants, n'ait perdu les trois quarts de sa valeur.
Partout le mdme abus a 6t6 signal^, et partout les hommes sp6-
ciaux, au nombre desquels je me plais k citer MM. Paulin Paris
et Champollion Figeac, h&tent de leurs voeux une mesure restric-
tive dans l'interdt de la conservation de ces objels. 11 va sans
dire que je n'entends parler, comme ces messieurs, que des
manuscrits uniques, de la plus grande rarete, soil comme monu-
ments historiques, soit comme production des arts."
Comme M. Mathieu, je regrette que Ton soit souvent dans
('obligation de laisser feuilleter ces pr6cieux ouvrages par des
mains pen dedicates. Toutefois, il faut, jusqu'A un certain point,
se r&igner k cet inconvenient; car on ne peut pas non plus
mettre la lumiere sous les boisseau. 11 appartient k la sagacite*
de 1'adrainistration de choisir une route sftre entre ces deux
ecueils.
(Fortsetzung folgt)
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46
Ueberalcht der neuesten Lltteratar.
DEDTSCBLAND
Abhandlangen ffir die Kande d. Morgenlandes hrsg. v. der Deolscheo
Morgenlandischen Gesellschafl unfer der Red. cL Prof. Dr. Berm.
/ Brockhaus. II. Bd. Nr. 2. gr. 8. Leipzig 1860. geh. n. 2 Thlr.
(I— II, 2. : n. 10% Thlr.)
Inhalt: Die ffinf Gfttha's oder Sammlungen v. Liedern u. Sprfi-
chen Zarathustra's, seiner Junger u. Nachfolger. Hrsg.,
fibers, a. erklfirt v. Prof. Dr. Mart, Bang. 2. Abth. Die vier
ubrigen Sammlgn. enlh. Nebst e. Schlussabhandlg. (XVI a.
259 S.)
Alterthfimer, die, unserer heidnischen Vorzeif. Nach den in Sffentl. u.
Privatsammlgn. befindl. Origin alien zasammengestellt a. hrsg. t. dera
rdmisch-fferm. Cenrralmuseum in Mainz durch dessen Conservator L.
Lmdenschmil. 7. Hit. gr. 4. (8 Steintaf. m. 8 Blatt Erlautergn.) Mainz.
(a) n. % Thlr.
Andevtugen ub. die Braunschweigische Sukzessionsfrage. Von e. Braun-
schweig. Juristen. gr. 8. (28 S.) Braunschweig, geh. n. % Thlr.
Arcbiv des historischen Vereins d. Kantons Bern. [Neue Folge der 1848
—1854 erschienenen Abhandlgn.] IV. Bd. 4 Fine. gr. 8. (IV u. 538
S. in. 1 Steintaf. in 4.) Bern i860. (Solothurn.) n. 2 Thlr.
Beltr&ge zur vergleichenden sprachforschung auf dem gebiete der ariscben,
celtischen u. slawischen sprachen. Hrsg. v. A. Kuhn u. A. SehleU
cher. 2. Bd. 4. HfL gr. 8. (S. 401 —496. Schluss.) Berlin.
(ft Hit) n. 1 Thlr.
Berg, Alb., die Insel Rhodus, aus eigener Anschaug. u. nach den ror-
handenen Quellen historisch, geographisch, arch Sol ogisch , malerisch
beschrieben u. durch Orig.-Radirgn. u. Holzschn. nach eigenen Na-
turstudien u. Zeichngn. illustrirt. 2. u. 3. Lfg. Imp.-4. (S. 9—24 m.
eingedr. Holzschn. u. 4 Kpfrst.) Braunschw. baar a n. % Thlr.
Bermays, Jac, ub. die Chronik d. Sulpicius Severus. Ein Beitrag zur
Geschichte der klass. u. bibl. Studien. gr. 4. (Ill u. 72 S ) Berlin.
geh. n. 1 Thlr.
Beyrich, E., fib. Semnopithecus pentelicus. [Aus den Abhandlgn. d. K.
Akad. d. Wiss. zu Berlin i860.] Mit 1 (lith.) Taf. gr. 4. (26 S.)
Berlin I860. cart. n. 14 Ngr.
Biblia Veteris Testa men ti aethiopica, in V tomus distribata, ad libr. mss.
fidera ed. et apparatu critico instruxit Prof. Dr. Aug. Dilbnann. Tom.
II., sive Libri Regum, Paralipomenon . Esdrae, Esther. Pars 1. 4.
(VII u. 155 S.) Leipzig, geh. n. 2% Thlr.
Blbliographia theologica. Monats-Uebersicht alter im deutschen Buch-
nandel neu erschienenen theologischen Biicher. Red. v. Just. Alb.
Wohlgemuth. 9. Jahrg. 1861. 12 Nrn. (% B.) gr. 8. Berlin. % Thlr.
Collection of british authors. Copyright edition. Vol. 542 and 543. gr. 16.
Leipzig, geh. a n. % Thlr.
Inhalt: The history of England from the accession of James the
Second. By Lord Macao lay. Vol. 9 and 10. Edited by his
sister, Lady Trevelyan. (The end.) (XIII n. 560 S.)
Ettmllller, Ludw., altnordisches lesebuch nebst kurzgefasster formenlehre
u. wdrterbuch. Zum gebrauche bei vorlesgn. gr. 4. (152 S.) Zurich.
geh. 1% Thlr.
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47
Bye, Dr. A. r., n. Jac. Falke, Kunst a. Leben der Vorzeit vom Beginn
d. Mittelatters bis zum Anfang des 19. Jahrh. inSkizzen nach Orig.-
Denkmalern. 2. nacb chronolog. Reihenfolge zusammengestellte Ausg.
in 3 Bdn. 2. Bd. 3. Hft. gr. 4. (16 Kpfrtaf. m. 16 Bl. Text.) Nurn-
berg 1660. (a Hft) n. 1 Thlr.
Fockel, Leop., Enumeratio fungorum Nassoviae. Series I. Cum tab. lilh.
[Figurae ab auctore ipso coloratae.] [Ex Annal. soc Nass. nat. scrut.j
gr. 8. (VIII u. 126 S.) Wiesbaden, geh. n. 16 Ngr.
Graesse, Bibliothecaire Dir. Jean Geo. fhdr., Tresor de livres rares et
precieux ou nouveau dictionnaire bibliographique. LWr. 12. gr. 4.
(Tome II. Ill S u. S. 521— 648. Schluss.) Dresden, geh. (4) n. 2 Thlr.
Grimm, Jac, u. Wilh. Grimm, deutsches wdrterbuch. 3. Bd. 5. Lfg.
(erscheuern— ewig] hoch4. (Sp. 961— 1200.) Leipzig, geh. n.%Thlr.
(I— HI, 5. ; n. 13% Thlr.)
Heffter, Geh. Ob.-Tnbun.-R Prof. Dr. Aug. Wilh., das europfiische V51-
kerrecht derGegenwart auf den bisherigen Grundlagen. 4. Ausg. gr.8.
(XV u. 475 S.) Berlin, geh. n. 3 Thlr.
Hansel, Rhold., ub. Hipparion mediterraneum lAus den Abhandlgn. d.
K. Akad. d. Wiss. zu Berlin I860.] Mit 4 (lith.) Tar. gr. 4. (97 S.)
Berlin, cart. n. 1 Thlr. 12 Ngr.
flerbst, Prof. Dr. Ed., das juridische Doctorencollegium in Prag u. sein
Anspruch auf die RectorswOrde. Ein Beitrag zur Kenntniss 5ster-
reich. Universitatszustfinde. gr. 8. (IV u. 40 S.) Prag. geh. n. 12 Ngr.
HoUand, Dr. H., die Entwicklung d. deutschen Theaters im Mittelalter u.
das Ammergauer Passionsspiel. Eine literatur - historische Studie.
gr. 8. (Ill n. 66 S.) Munchen. geh. *4 Thlr.
Jeroscbln , Nicol. v., Kronike v. Pruzinlant. Hrsg. v. Ernst Strehlke.
[Abdr. aus „Scriptores rerum prussicarum."] gr. Lex.-8. (IV u. 336
5.) Leipzig, geh. n. 2 Thlr. 12 Ngr.
Lohde, Ludw., die Skene der Alten. 20. Programm zum Winckelmanns-
fest der archSolog. Geseltschaft zu Berlin. Mit 1 (lith.) Bildtaf. gr.4.
(24 S.) Berlin 1860. geh. n. % Thlr.
Ltttxow, D. Carl Fr. A. v., Muncbener Antiken. (In 8—10 Lfgn.) 1. Llg.
Fol. (6 Kpfrtaf. m. 12 S. Text) Munchen. geh. n. 1% Thlr.
Mommsei, Thdr., Rdmische Geschichte. 1. Bd. Bis zur Schlacht v. Pydna.
3. Aufl. Mit 1 (lith.) Militarkarte v. Italien (in 4.) gr. 8. (XV u. 942
S.) Berlin, geh. n. 2 Thlr.
Prowe, Dr. L., de Nicolai Gopernici patria. hoch 4. (33 S.) Thorn 1860.
geh. n. % Thlr. ; Prachtausg. n. 1 Thlr.
Reformation, die, in Italien im 16. Jahrh an dert. Aus d. Ital. v. Mart.
Paul 8. (144 S.) Elberfeld. geh % Thlr.
Rflstow, W., Geschichte d. ungarischen Insurrectionskrieges in den J.
1848 u. 1849, m. Karten u. PISnen. 3. Abth. gr. 8. (2. Bd. S. 1—225
m. 1 lith. Karte in gr. Fol.) Zurich, geh. (a) n. 1% Thlr.
Schaefer, Prof. Dr. Arnold, das preussisch-englische Bundniss im sieben-
jahrigen Kriege. Ein Vortrag. gr. & (38 S.) Berlin, gen. VI Thlr.
Talmud babilonski. (In hebraischer Sprache.) Tom. VII. Fol. Warschau.
geh. (a) n.n. 2% Tblr.
In h at t: Traktat Jewamot. (510 S.)
Wentrup, Dr. Fr , die Belagerung Wittenbergs im J. 1547. Nach den
Quellen dargestellt. gr. 4. (24 S.) Wittenberg, geh. n. 6 Ngr.
ENGLAND.
Chronicles during the Middle ages: Giraldi Gambrensis Opera. Edited
by J. S. Brewer, M. A. Vol. 1, royal 8vo. pp. 534. 8s. 6d.
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48
Fossils — Tabular View of Characteristic British Fossils strategrapbicaUy
arranged. 4to. case. 6s.
Hay (Thomas Erskine) — The Constitutional History of England since
the Accession of George the Third, 1760—1860. 2 vols. Vol. 1, 8vo.
pp. 500, cloth. 15s.
Heen (Joseph A.) — Historical and Descriptive Geography of Palestine,
with Illustrations. l2mo. pp. 170, cloth. Is. 6d.
Herjon (Edward)— The History of Medicine; comprising a Narrative of
its Progress from the Earliest Ages to the Present Time, and of the
Delusions incidental to its Advance from Empiricism to the Dignity
of a Science. Vol. 1, 8vo. pp. 480, cloth. 12s. 6d
Reeve (Lovell) — Elements of Conchology; an Introduction to the Na-
tural History of Shells and of the Animals which form them. 2 vols,
royal 8vo. cloth. 56s.
Waipole (Horace) — Lettres of. Edited by Peter Cunningham. Now first
chronologically arranged. 9 vols. Vol. 1, 8vo. pp. 440, cloth. 9s.
A n z e i g e.
Im Verlage von T. 0. WEIGEL in Leipzig erschien so eben :
6cfd)td)tc Curopa's
im Uebergange vom Mittelalter zur Neuzeit
von
Friedrich Kortfkm
und
Carl Alex. Freiherrn von Reichlin-Meldegg,
ordentlichen Professoren an der University Heidelberg,
^mriter pun*,
gr. 8. XVI und 544 S. 3 Tfalr.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. ft Nautnann.
Verleger : T. 0. WeiyeL Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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zum *
SERAPEUM.
15. April.
J@ 7.
1861.
Blbilothekordnungen etc., neaeste in- and aasl&ndlsche Litteratur,
Anieigen etc.
Znr Besorgung aller in nachstehenden Bibliographien veneichneten Biicher
empfehle ich mich anter Zusicherung schnellster and biiligster Bedienaog; denen
welcbe mich direct mil retp. Bestcllnngen beehren, sichere ich die grossten Tor-
thefle so.
T. O. Weigel in Leipzig.
Rapport general
sur
la situation de la bibliotheque royale
de Belgique,
presents k M. Ch. Rogier, Ministre de l'int6rieur, par
JK. <&tom.
(1846—1859.)
CFortsetzung.)
CHAPITRE V.
TRAVAUX DE LA FUSION BT DU CATALOGUE.
Cette grande operation, poor laquelle la legislature a void
des fonds, k partir de l'ann£e 1857, a 6t6 commence et se
poursoit avec toute 1'activite et tout le soin quelle reclame. Les
bases en avaient d'abord 616 arrgtees dans des reunions auxquel-
les j'avais convie MM. Ed. F6tis, conservateur-adjoint de la pre-
miere section, el Ch. Roelens, chef du bureau d'entr£e. Ces
bases resident dans les quatre points suivanls, r£gl6s apres dis-
cussion.
1° Le catalogue sys(6matique sera dress£ conformAment au
plan bibliographique de Martin ou de Debure, qui a 6t6 suivi
par M. Voisin , pour la redaction du catalogue Van Hulthem , et
qui a 6ga)ement preside a la formation de celui de la bibliotheque
de la ville de Bruxelles. Quoique ce plan ne soil peuMtre pas
XXII. Jahrgang.
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50
le meillenr, au point de vue philosophique, il a M adopts,
comme 6lant g6ueralement en usage, et comme satisfaisaot le
mieux aux exigences du service d'un depdt considerable Nous
y introduirons seulement certaines modifications exigees par fitat
actuel des sciences*
2° Les grandes divisions du catalogue seront done an nombre
de cinq, savoir:
1° Th£oIogie, 2° Jurisprudence et sciences politiques, 3°
Sciences et Arts, 4° Belles-lettres ou Philologie, 5° Hisloire.
3° Apres un mflr examen, qui a fait reconnaltre les avan-
tages du plan adopts par M Voisin pour 4a formation 4e la
partie du catalogue Van Hulthem, dans laquelle sont rgunis les
ouvrages relatifs k I'histoire politique, physique el intellectuelle
des Pays-Bas, il a 6te* re'solu que la bibliotheque royale serait
divis£e en deux grandes classes, 1° Bibliotheque generate, 2°
Bibliotheque nationale. Les cinq divisions ci-dessus mention-
n£e« se reproduiront dans Tune et dans 1'autre.
4° L'inscription des litres de tous les ouvrages dont se com-
posed les trois fonds de la bibliotheque royale, sera faite sur
des bulletins de oarton mtnoe, de 14 centimetres de largour sur
10 centimetres de hauteur. Ces bulletins seront fails en double
et sous deux formes difterentes. Ceux de la premiere categoric,
oontenant le litre exactement copie in extenso, serviront pour le
catalogue syst6matiquo. Ceux de la deuxieroe, contenant 1'indi-
cation da litre abr£ge, serviront k former le catalogue onomasti-
que des auteurs, combing aveo le repertoire alphabetique des
ouvrages anonymes.
Ces bases arrestees, le principal objet dont devait s'occuper
M. le conservateur-adjoint, c'eHait de former des collaborateurs
qui pussent, sous sa direction, accomplir ce programme avec
ensemble et sans deviation. Le travail de la fusion devant dire
d£Anitif, il eflt el6 imprudent d'en faire, en quelque sorte, l'objet
m6me de I'apprentissage des personnes qui devaient y dire em-
ployees.
Les auxiliiires que voire deparlemenl m'a aulorise k m'ad-
joindre pour oe travail special, ont done d'abord recu de M. Fetis
les indications propres k les guider dans les eludes prealables
qu'ils avaienl a faire. La fusion des differenls fonds de la Bi-
bliotheque royale exige des operations compliqu6es et auxquelles
11 faut une sorte d'initiation. Quelques travaux d'essai ont done
d'abord ele* confies, k litre de noviciat, aux nouveaux venus.
C'est ainsi que M. Woutersz a commence par operer la fusion
d'une collection d'environ huit mille placards des souverains des
Pays-Bas, qui se trouvaient Spars dans les fonds de Van Hulthem
et de la Ville et qui sont maintenant classes dans un ordre
chronologique. Une collection considerable de pieces relatives k
I'histoire politique de la Belgique au xvi* siecle a ele" l'objet
d'un travail semblable.
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II en est de mAme da recueil das fois de la rdpoblique fran-
chise, ainsi que des proces-verbaux , rapports et discours de la
Constiiuante, de la Convention, et da Cornell des Cinq cents.
Ces pieces etaient rdunies en Iiasses sans classement methodique.
Ce n'est qu'apres ces travaux preliminaires que M. Woutersz a
entrepris la redaction definitive des bulletins des ouvrages apper-
tenant a la premiere division: Theologie, pour les catalogues
syst6matique et alphabetique.
La deuxieme personne employee temporairement aux travaux
du catalogue a ete M. E. Juste, qui apres avoir passe aussi un
certain temps a 6tudier notre systeme bibliographique, a etc*
oharge de mettre en ordre environ quinze mille brochures, pro-
venant tant du fonds de la Ville que de la vente Dotrenge, faite
sous ('administration de M. de Reiffenberg, brochures qui n'avaient
jamais ele inventorizes. Ellas ont ilk classes d'apres les systeme
adopte pour notre oatalogue, de telle facon qu'on les comprendra,
partie par partie, dans la fusion, an fur et k mesure quelle
avancera. Ce travail prlparatoirc termini, M. K. Juste a dresse*
un catalogue provisoire des cartes g6ographiques. Ce fonctioq-
naire de l'enseignement moyen, momentan6ment sans emploi, ayant
&6 rappele* au service actif, n'a pas continue a prendre part k
nos travaux.
M. Chokier, adrais comma employe temporaire par une de-
cision du mois d'aottt 1857, a egalement d6but£ par un appren-
iissage bibliographique, apres quoi il a entrepris de relever les
litres des ouvrages de la deuxieme division, Jurisprudence, en
commen^ant par le fonds de la Ville.
Deux nouveaux employes sont entres ensuite, MM. Vogley et
Picque, dont votre departement a autorise l'admission par arrets
du mois de janvier 1858. La division de la Philologie (Belles-
lettres) a et£ conA6e k M. Vogley , apres un novieiat de tres-
courte duree.
M. Picque, qui a ete charge de la division des Sciences el
Arts, avail prealablement fait son apprentissage en dreisant, sous
la direction de M. Ch. Ruelens, les bulletins des ouvrages pro-
venant des derniers accroissements.
Nous avons done, en ce moment, quatre divisions du cata-
logue auxquelles les employes que vous avez mis k ma disposi-
tion travaillent simoltanemenL Ce sont, 1° la Theologie, 2° la
Jurisprudence, 3° les Sciences et Arts, 4° la Philologie. Voici,
pour chacune des ces divisions I'etat d'avaneement do travail, k
la date du l er aotit dernier, tel qu'il resulte dun rapport de M.
le eonservateur-adjoint, chef de la 1™ seolion.
Theologie. Le nombre des ouvrages catalogues au \** aeal
etait de 2,768, representant un nombre de 8,300 bulletins syste-
matiques et alphabetiques.
Jurisprudence. Ouvrages catalogues au t pr aout: 1,154,
formast 3,400 bulletins.
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58
Sciences et Arts. Ouvrages catalogues: 600 formant 1,800
bulletins.
Philo logic Ouvrages catalogues: 1,1 15, formant 2,730 bul-
letins.
Les differences qu'on remarque entre le nombre des ouvra-
ges catalogues dans cheque division ne proviennent pas seule-
meni du zfele et de l'aptitude porsonnelle de l'employ& qui en
est charge; elles doivent £tre aussi attribuees k la duree du
temps ecouie depuis que chacun des employes, nomme$ succes-
sivement, a entrepris le travail qui lui etait con fie. Ces diffe-
rences s'expliqueront naturellement si Ton consid6re que M. YVou-
tersz est entre en fonctions en avril 1867, M. Chokier en sep-
tembre de la meme annee, et MM. Vogley et Picque k la fin de
janvii-r 1858.
On trouvera peuMtre que nous aurions pu marcher plus
vite; mais vous le savt'z, M. le Ministre, dans les travaux biblio-
graphiques, la ceieriie n'est pas le point le plus essentiel. II
imporie avant tout d'etre exact, methodique, de bien faire ce
que Ton fait.
Lks personnes que vous m'avez autorise a employer a la
redaction du catalogue auraient pu fournir un plus grand nombre
de bulletins; mais a quoi cela aurail-il servi, si Ton avail ete
force d'en annuler une partie comine donnant une transcription
de litre inexacte ou une analyse mal rediiiee? Si notre marcbe
a ete lente, dans les premiers temps, elle a ete sfire. Chaque
fois qu'un das employes renconlrait une difficult qui n'avait pas
ete prevue dans les inslruclions generates que tous avaient re-
plies, M. Fetis ne se bornait pas k lui donner individuellement
des instructions pour la resoudre, il avait soiu de rendre les
autres redacteurs du catalogue temoins de Implication, afin que
les mdines principes bibliographiques eiant appliques dans la con-
fection des bulletins, ceux-ci fussent, quoique de differentes
mains, rediges d'une mani£re uniforme.
Lorsqu'on entreprend un travail bibliographique tel que celui
qui nous est confie, et lorsqu'on a ('ambition de le rendre aufti
parfait que possible, on ne doit pas (oujours se borner k une
transcription pure et simple du litre imprime, il faut souvent le
completer, f interpreter. Si 1'ouvrage est anonyme, on se livre
aux recherches necessaires pour retrouver le nom de I'auteur.
S'il s'agit d'un pseudonyme, on sVfforce de lever le voile sous
lequel le veritable auteur s'esl cache. Dans le principe, les per-
sonnes employees a la redaction du catalogue ne connaissaient
pas les sources bibliographiques. Le conservateur-adjoint a d&
les leur indiquer et faire les recherches avec elles, toutes les
fois qu'il se presentait un cas embarrassant. Ainsi elles ont
appris k se servir des livres auxiliaires. Les recherches, aux-
quelles les employes se sont livres et se livrent encore chaque
jour auraient pu etre simplifies ou meme supprimees, dira-t-on;
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53
mais, da moment que l'Etat supporte la depense, il faut que le
travail soil digne de son objet, qne le catalogue puisse dtre on
guide fldele et stir pour tons les travailleurs qui viendront le
coDSulter.
L'operation a ete coramenc6e par les ouvrages formant le
fonds de la Ville, par la raison qu'il n'existe pas, pour cette
partie de noire d£pdt, de repertoire alphabetique, ce qui rend
longues et difflciles les recherches qu'exige le service journalier
de la salle de lecture. Ce fonds est d'ailleurs celui qui deman-
dera comparativement le plus de temps aux employes du cata-
logue. II ne comprend gu£re que des ouvrages anciens, dans
les difftrentes branches des connaissances huraaines qui s'y trou-
vent representees. Les litres latins y abondent, compliqu£s coinme
its I'&faient aux xvi e et xvii e sifccles et exigeant, pour eire ana-
lyses ct reduils aux indications necessaires, beaucoup plus de-
tention qu'il n*en faudra donner aux ouvrages modernes en larigue
vulgaire. II est certain que le meme employe transcrira, dans
on temps donne, quatre ou cinq fois plus de bulletins, d'apr£s
les productions de la presse contemporaine, philologique , scien-
tifique ou historique, qu'il n*en peut faire d'apr&s des livres tels
que ceux qui composent la presque totalite du fonds de la ville.
Ce qu'il ne faut pas perdrc de vue non plus, c'est que nous fai-
sons deux catalo2ues k la fois: le catalogue systematique et le
catalogue alphabetique. Dans la plupart des grandes bibliolh£-
ques de ('Europe, on a adopte pour regie de n'en avoir qu'un
seul, soil le catalogue alphabetique, comme k Londres et k Munich,
soit le catalogue systematique, comme k Paris. Nous aurons les
deux, et ce sera un grand avantage. Autant le catalogue alpha-
betique est precieux pour le service de la bibltoth&que, en ce
qu'il rend plus prompte et plus sflre la recherche des ouvrages
demandes, autant le second est utile pour 6tre communique aux
travailleurs dont le desir est de savoir quels ouvrages ont ete
publics concernant la mati£re qui fait I'objet de leurs etudes.
Chaque ouvrage qui passe dans les mains d'un des redacteurs du
catalogue, donne lieu k la transcription d'au moins deux bulletins,
I'un systematique, I'autre alphabetique. Si je parte d'au moins
deux bulletins, c'est qu'en effet il est des ouvrages k la publica-
tion desquels ont cooper^ diflterents auteurs, annotateurs, com-
mentateurs, pour chacun desquels il faut faire un bulletin de
renvoi. Ainsi qu'on I'a pu voir ci-dessus, les 1,154 ouvrages de
Jurisprudence catalogues ont donne lieu k la confection de 3,400
bulletins; les 2,768 ouvrages de theologie k 8300 bulletins. La
mesure adoptee dans la vue de fournir ces renseignements sup-
piementaires, aux personnes qui consulteront nos catalogues dans
un but de recherches biographiques ou bibliographiques, aura
pour resultat de donner un nombre de bulletins alphabetiques
presque triple de celui des bulletins systematiques.
Les travaux de la fusion exigeraient aussi moins de temps,
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si Ton pouvait aveo securite se bonier a relever let litres des
livres sur les catalogues manuscrits ou imprimis qui existent
deja de chacun de nos trois fonds; mais une imperfection qmt
nous voulons eviter serait la consequence de cette maiti&re de
proceder. Les titres des livres ont 6le trop abreges eu mexacte-
raent transcrits dans le catalogue de la ViUe; souvent le now de
k'auteur y est omis, ou bien la date de la publication est fausae.
Des inexactitudes sembtables, quoique moins nombreuses, ont
comraises dans le catalogue Van Hulthem, redige avec preci pita-
lion en vue de servir a une vente publique. Nous ne pouvons
vouloir nous exposer a reproduire les fautes que chaque jour
nous offre Toccasion de constater. Les bulletins ont done M
releves sur les ouvrages memes. Les inconvenients de notre
grande galerie, glaciale en hirer, brntante en ele, n'onl pas per*
mis que les employes allassent s'installer, pour faire leur travail,
en Tace des rayons. II faut que les livres leur soient apperles
par paniers dans la salle ou les exigences de la temperature
rao'nt force de les elablir. L'obligalion du defacement et 4m
replacement des livres est encore une cause de retard, en n&M
temps que de depense.
Les livres, apres avoir ele catalogues, recoivent une Mm
qui est collee k 1'interieur de la eeuverture, depassaut la tranche
d'environ 2 centimetres ot sur laquelle est inschle une marque
conslatant que le litre en a ele releve. Cette precaution eUU
neoessaire pour qu'aucun ouvrage ne put 6lre oblie.
Les ouvrages catalogues sont reportes provisoirement k la
place qu'il occupaient; oe n'est qu'apres avoir termine entice-
ment la transcription des bulletins (Tune memo classe dans les
differents fonds, qu'on poirra operer la fusion, dans Tordre systf-
malrque, en donnant a chaque ouvrage la marque qu'il doit coo-
server, et en portent cette merae marque sur le bulletin.
L'operation de la recherohe des doubles se combine avec
eelle de la formation du catalogue. Chaque fois qu'en onvrage
du fonds de la ville est inscrit, on verifle s'il e'en tronre ui
second exemplaire dans le fonds Van Hulthem. Dans le cas de
rafflrmative, il est fait choix du meilleur exemplaire, et I'autre
est mis aux doubles, a moins qu'il n'y ait des motifs particuJiers
pour les conserver tons les deux.
Souvent, dans le fonds de la ville, plusieurs ouvrages sont
reunis, sous un meme numero, dans le meme volume, tandis que
le catalogue ne mentionne que le premier. Des bulletins sont
faits pour chacun de ces ouvrages , et la bibliotheque royale
s'aecroit, grace k une revision attentive, de livres qui eta i eat
censes lui faire defaut, bien qu'en realite elle tes possedat Des
trouvailles interessantes ont deja ele faites, et Ton en fera encore,
lorsque nous serons arrives a la division de VHistoire, ou se
rencontrent de nombreux recueils arbitrairement formes.
Ainsi que je 1'ai deja dit, en parlant de I'insiallalfation de la
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section das manuscrits, les incunahte* ont rapportes de cette
section ou ils avaient et6 depose provrsoirement , k cause de
I'tnsuffisance de notre local qui ne perraeUait pas de les y placer
d'une maniere convenable. Ces monuments precieux de 1'origine
de la typographic occupent aujourd'hui une des salles de la nou-
valle galerie, et ne seront pas an des rooindres omements de
notre depdt. II sont aa nombre d'environ 2,400, dont la majeure
partie provient du fonds de la Ville. C'est raalheureusement
cette partie de la bibliotheque de Bruxelles qui a le plus souf-
fert, soit en pertes, soit en deteriorations, par I'inoendie de 1820.
Beaucoup de ces precieux volumes ont disparu alors, el la plu-
part de caux qui restent ont perdu leurs reliures.
Au moment oil j'ai pris possession de la bibliotheque royale,
les incunables n'avaieat jamais Me catalogues. M. Marchal, seconde*
par M. Procheur, a profit^ du sejour que ces volumes ont fait
dans les armoires de la deuxieme section, pour en dresser un
triple inventaire: Typographique, c'est-a-dire, par ordre de lieux
depression, Onomastique, ou par noms d'auleors, et Systematic
que ou par ordre de matieres. Execute avec precipitation, afin
de combler une lacune qu'oa voulait s'empresser de faire dis-
paraltre, ce travail offrail naturellement des imperfections et de-
mandait a Sire revise M.M. Ed. Fetis et Ruelens ont uni leurs
efforts pour faire de nos incunables un catalogue digne de cette
partie importante de notre collection ; ils y emploient les moments
de liberty que leur laissent les services speciaux dont ils sont
charges. Je ne doute pas qu'ils ne parviennent a realiser leur
projet en assez peu de temps, le catalogue des incunables etant
la premiere partie qu'il convieudra de livrer k 1'impression.
J'ai parte, en son lieu, des travaux particuliers du cabinet
des estampes. La aussi une grande operation de fusion, de clas-
sement et de catalogue se poursuit avec activity. Vous m'avez
autorise, en janvier 1858, a* attacher a ce service special un
jeune artiste, M. Henri Hymans, qui, depuis dix mois qu'il est
entre k la bibliotheque royale, s'est d'abord mis au courant du
service et a form£ des bulletins provisoires devant servir k la
redaction du catalogue des trente mille pieces environ actuelle-
ment classes.
En resume, void le releve de ce qui a ete fait jusquau
l er aout pour la fusion des trois fonds de la bibliotheque royale,
au moyen des ressources qui ont £t£ mises a ma disposition par
deux votes successifs de la legislature:
1° Classeraent d'environ 8,000 placards et de 4,000 brochu-
res relatives a 1'hisloire de Belgique ;
2° Classement de 15,000 brochures relatives a diverses ma-
tieres, empires precedemment sans aucun ordre, et disposes
aujourd'hui melhodiquement d'apres le plan des cinq divisions
systematiques du catalogue;
3° Catalogue provisoire des cartes geographiques, pour les-
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56
qaelles il n'existait ancnn inventaire an raoyen duquel on pAl
se rendre compte de l'6tat de cette collection ;
4° Confection de 16,230 bulletins d6finitifs, des catalogues
syst&natiques et alphab&iques;
5° Classement des prfes de 30,000 estampes et inscription
des noms de leor autears sar les bulletins de catalogue pro-
viso! re.
Deux armoires contenant des boites destinies & recevoir les
bulletins des catalogues ont ele construites sur un plan qui a
e(6 concerte de la mdine manure que les autres bases de Tope-
ration. L'une renfermera les bulletins du catalogue systematique,
l'autre ceux du catalogue alphabetique. Chacune d'elles peut con-
tenir 120,000 bulletins.
Vours pourrez juger, M. le Ministre, par les details minu-
tieux dans lesquels je viens d'entrer, si les travaux de la fusion
sont en bonne voie d'ex£cution. Pour moi, j'ai le terme espoir
que si rien ne vient l'entraver, ce travail pourra s'accomplir dans
la d£lai que j'ai indique , quand j'ai sollicit£ l'appui du gouver-
nement pour cette importante entreprise.
(Schluss folgt.)
A n as e I g e.
Leipziger Bucher- Auction.
Carl Hitter's
Bibliothek und Lan dkar tens ammluug.
Die Kataloge dieser bedeulenden Sammlungen, deren Ver-
steigerung ira Monat Mai und Juni in Leipzig staltflndet, sind
erschienen und durch alle Buch- und Antiquar-Handlungen, sowie
vom Unterzeichneten zu beziehen.
Leipzig.
T. O* Weiffel, Buchhandler.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Nautnann.
Verleger : T. 0. Weiyel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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zum
sERAPEirni.
30. April.
JW 8.
1861.
Blbliotbekordnungen etc., neueste in- and anslindische Litteratur,
Anxeigen etc
Znr Besorgung aller in nachstehenden Bibliographien rerzeichaeten BUchcr
empfehle ich mich unter Zusicherang schnellster und billigster Bedienwtg; denen,
weJche mich direct mil reap. Bestellnngen beehren, aicbere ich die grdstten Tor*
T. O. Weigel m Leipzig.
Rapport general
sur
la situation de la bibliotheque royale
de Belgique,
pr6sent6 k M. Cb. Rogier, Ministre de l'int£rieur, par
JK. <?U»ro.
(1856—1858.)
(Schluss.)
CHAPITRE VI.
ADMINISTRATION.
§. I er . Personnel.
Les cadres du personnel, (els qu'ils r&ultent de 1'organisa-
tion d£cr6t6e par les r&glements organiques, sont actuellement an
complet. Us se composent:
1° D'un couservateur en chef;
2° De deux conservaleurs-adjoints ;
3° D'un secretaire ;
4° De quatre employes auxiliaires;
5° D'un fonclionnaire charg£ du cabinet des m£dailles;
6° D'un commis aux Ventures, d'un surveillant- concierge et
d'un huissier.
XZ1L Jahrgang
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&8
Le service est partage en trois divisions:
A. V administration, comprenant la direction g^nerale de
retablissement, les rapports qu'il entretient avec le departement
de I'inlerieur, avec le conseil d'adminislration , les institutions
scientifiques et litteraires, les autorites et les particuliers. Ces
attributions speciales sont r^servees au conservateur en chef. 11
est assiste dans cette tfcbe par le secretaire, charge du bureau
de pr&t k l'extlrieur, de la comptabilile, de tout ce qui a rapport
k l'entretien materiel des locaux, des archives, etc., etc Le se-
cretaire a directement sous ses ordres le comrois aux ecri lures,
qui, independamment de 1'expedition des pieces de la correspon-
dance, est encore charge de la tenue de l'lndicateur et de I'in-
scription et de l'accus£ de reception de tous les envois que le
minislere fait au d^pdt legal, tant beige qu'etranger. Le bureau
d'entr^e, auquel est propose Tun des quatre employes auxiliaires,
fait egalement partie de la direction centrale. C'est par l'inter-
mediaire de ce bureau que se Iraitent toules les affaires relatives
aux acquisitions, aux rapports avec les libraires, au depouille-
ment des catalogues de ventes, aux commandes, etc
B. La premiere section. — Departement des imprimis, car-
tes, plans, estampes et medailles.
Le service de ce departement est confle a un conservateor-
adjoint, assiste, pour la salle de lecture et l'emmenagement des
collections, de deux employes auxiliaires et de l'huissier. Le sur-
veillant-concierge lui pr£le aussi son concours pendant une partie
de la seance.
Le cabinet des medailles est oonfie k un fonctionnaire qui
n'y consacre qu'un jour par semaine.
Le cabinet d'estarapes n'a pas encore d'employe en litre; le
service de cette branche imporlante est conAe, depuis moins d'un
an, k un attache temporaire, ainsi que je I'ai dit-ct-dessus.
C. La deuxieme section. — Departement des manuscrits,
ancienne bibliotheque de Bourgogne.
Un conservateur-adjoint, assiste d'un employe auxiliaire, fait
le service de cette section.
J'ai donne, dans le chapitre precedent, des explications sur
le personnel extraordinaire employe temporairement au travail
special de la fusion de nos trois fonds et de la confection du
catalogue general; ces derniers, parmi lesquels est compris Fem-
ploye au cabinet des estampes, sont au nombre de cinq.
Ce personnel serait sufflsant et permettrait de tenir tous les
services au courant, sans les absences assez nombreuses motivees
par des maladies. Je parle de maladies serieuses et malheureu-
sement trop bien constatees. Je n'oserais me prononcer sur la
question de savoir si ces maladies, relativement Ir&s-frequentes
dans notre personnel, opt leur cause dans l'absorption de la pous-
sifcre qui emane des livres journellement rem u 6s par nos employe*;
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59
ce qa'il y a de certain, c'est que depuis huit ans que j'ai pa
observer cet effet, nous n'avons jamais 616 sans malades.
En ce moment, deux de nos employed auxiliaires sont rete-
nus, depuis plusieurs roois, loin de leurs travaux par des affec-
tions graves, et un troisieme est souvent oblige d'interrompre les
siens pour des motifs semblables. Et comme I'&ablissement ne
peut chdmer, il arrive assez souvent que je suis force de rem-
placer les absents par des employes temporaires qui sont ainsi
d6tourn6s momentanement de leur travail.
Ces incidents, bien regretlables , sont d'ailleurs presque les
seules occasions de cootrari6t£s que me donne le personnel de
la bibliotheque royale, dont je me plais a reconnaitre le zele,
Intelligence et I'activite.
La situation de quelques-uns de nos employes auxiliaires,
qui a 6t6 longtemps, je puis dire, intolerable, puisqu'elle ne pro-
curait point k certains d'entre eux le strict n6cessaire, cette
situation a 6t6 sensiblement amelioree, gr&ce k la loi vraimenl
liberate vot6e I'ann6e derni6re, sur le traitement des employes
inftrieurs de l'Etal. Cette situation reclame encore la sollicitude
de l'administralion superieure. Tootes les fonctions dans une
bibliotheque, si humbles qu'elles soient, demandent des connais-
sances et des qualit6s qu'on ne peut renconlrer que chez les
personnes ayant re$u une education soignee et poss6dant une
instruction solide; il les faut done r&ribuer convenablement; le
recrutement de notre personnel en deviendra plus facile.
§. II. Depenses ordinaire*.
La subvention annuelle que la bibliotheque royale peut con-
sacrer au besoins du service ordinaire et k l'accroisseroent des
diverses collections, s^leve k la somroe de fr. 33,320.
L'entretien et le chauffage absorbent annuellement une somrae
d'environ 2,000 fr.
L'ameublement , e'est-i-dire l'etablissement de rayons et de
casiers et autres meubles necessaires pour Temmdnagement, est
evalue k 2,500 fr. environ par an.
Les impressions absorbent environ 1,500 fr.
Enfln, la reliure coflte chaqoe annee une somme qui atteint
presque toujours le chiffre de 6,000 fr.
C'est dono environ 12,000 fr. qu'on doit r6trancher du credit
total de 33,320 fr. pour connattre le chiffre appliqu6 habituelle-
ment aux acquisitions.
Avec vingt et un mille francs, il faut pourvoir k tons les
besoins, de la section des imprimis, du cabinet numisraatique,
du cabinet des estampes et de la section des manuscrils.
Si Ton compare ces resources avec celles de quelques gran-
des bibliotheques, on peut les trouver mesquines Qu'est-ce, en
effet, aupres du credit annuel de 250,000 fr. accord6 au Mus6e
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60
britannique, sorame qui est quelquefois double par des subside
extraordinaires? 1 )
Nous ne pouyons rever one pareille situation qui n'est point
en rapport avec les revenus de notre pays. Mais, si nous pre-
nons pour point de comparaison un autre grand 6tabltssement,
la biblioth&que imperials de Paris, nous pouvons nous estimer
heureux de la situation qui nous est faite par la munificence do
gouvernemenL
Si je m'en rapporte aux donnles qui se rencontrent dans le
travail public, il y a peu de temps, par M. Prosper M6rim6e, sor
la situation de la biblioth&que imperiale de Paris, je trouve que
le credit annuel pour les acquisitions s'est 61ev6, k Fepoque oft
le rapport a M fait, a la somme de 72,202 fr., que, dans cette
somme, le d6partement des imprimis figure pour 30,932 fr., dont
il faut ddfalquer 13,000 fr., absorbs par l'atelier interieur de
cartonnage, ce qui donne en tout 17,932 fr. pour les acqui-
sitions.
Je crois, M. le Ministre, que nous n'avons pas a nous plaindre
de la mani&re dont a et£ fix6 le chiffre de notre credit ordinaire.
II se prlsente cependant quelquefois des occasions oft nous avons
a regretter qu'il ne soit point plus 61ev6, comme la vente de
pr6cieuses collections a la mort des amateurs qui les ont r£unies,
Ces occasions se sont ofFertes assez souvent depuis peu; elles
reviendront encore. II serait desirable qu'en pareil cas, des sub-
sides extraordinaires pussent nous gtre allou£s; cela vaudrait mieux
que d'augrnenter le credit annuel. Mais depuis que je suis
charge de la direction de la biblioth&que royale, je n'ai jamais
obtenu cette bonne fortune, et toutes les acquisitions, m6me cel-
les qui ont eu lieu lors de la vente des bibliothfeques de Neuilly
et du Palais-Royal, ont 6t6 faites avec nos seules ressouroes.
Voila, M. le Ministre, le tableau, aussi complet qu'il m'a
Hi possible de le faire, de la situation de la bibliotbeque royale,
a l'ouverture de l'ann6e 1858 — 1859. Mes appreciations seront
1) Je lis dans tEtoile beige les renseignements suivants sur les res-
sources de la bibliotheque du Musee britannique, renseignements empran-
tes a un article du Journal des Dibals.
* Afin de donner k nos lecteurs une idee des sacrifices que, dans
une vue purement liberate, on s'impose de I'autre cdte de la Manche,
nous dirons gue les depenses du Musee britannique, pour lannee 1857,
se sont elevees a 1 million 694,300 francs. Dans ce budget, les traite-
ments des personnes attach ees au Mus^e figurent pour 811,025 fr.:
422,975 fr. ont ele consacres aux acquisitions ; entin les reliures et Ten-
tretien de la bibliolheque n'ont pas coute moins de 296,500 francs. As-
surement voila des chifFres trfcs-respectables. Eh bien, la somme de-
mandee pour I'annee 1858 les depasse : elle est de 79,275 liv. sterl.
pr6s de deux millions.
Deux millions pour les depenses annuelles d'une bibliotheaue et
d'un Musee! El par qui ce budget formidable sera-t-il vole? Par les
representants d'une nation essentiellement commercante, par des hommes
positifs qui savent trfcs-bien compter.
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61
corroborles, j'en ai l'entiire conAance, par le timoignage des
membres composant le conseil d 'administration de notre etablis-
sement, dont 1'appui et les conseils, aussi eclair£s que bienveil-
lants, ne mW fait d6faut en aucone circonstance.
Je saisis cette occasion, M. le Ministre, de voas offrir les
assurances de roa consideration la plus distinguta et de mon
respect.
Ueberaicht der nenesten Utteratur.
Aschbach, Dr. Jos., die Consulate der Kaiser Augustus u. Tiberius, ihre
Mitconsuln u. die in ihren Consulatsjahren vorkommenden Gonsules
suffecti [A us den Sitzungsber. 1660 d. k. Akad. d. Wiss ] Lex.-B.
Bibllotheca historico-ffeographica od. systematisch geordnete Uebersicbt
der in Deutschland u. dem Auslande auf dem Gebiete der gesamm-
ten Geschichte u. Geographic neu erscbienenen Bucher hrsg. v. Dr.
Gust. Schmidt. 8. Jahrg. 1860. 2. Hft. Juli — Decbr. gr. 8. (105 S.)
Goltingen. n. 9 Ngr.
historico-naluralis, physico-chemica et mathematica od. sytematisch
geordnete Uebersicht der in Deutschland u. dem Auslande auf dem
Gebiete der gesammten Naturwissenschaften u. der Mathematik neu
erschienenen Bucher hrsg. v. Ernst A. Zuchold. 10. Jahrg. i860. 2. Hft.
Juli— Decbr. [Mil e. alphabet Register.] gr. a (91 S.) Ebd. n. 8 Ngr.
medico-chirurgica , pharmaceutico-chemica et veterinaria od. ge-
ordnete Uebersicht aller in Deutschland u. im Ausland neu erschie-
nenen medicinisch - chirurgisch - geburtshulfl., pharmaceutisch - chem.
u. veterinar-wissenschaftl. Bucher. Hrsg. v. Cart Joh. Fr. W. Ru-
precht. 14. Jahrg. 1860. 2. HO. Juli— Decbr. [Mil e. alphabet. Re-
gister.] gr. 8. (54 S.) Gfittingen. n. % Thlr.
philologica od. geordnete Uebersicht aller auf dem Gebiete der
classischen Alterthumswissenschaft wie der alleren u. neueren Sprach-
wissenschaft in Deutschland u. dem Ausland neu erschienenen Bu-
cher. Hrsg. v. Dr. Gust Schmidt. 13. Jahrg 1860. 2. Hft. Juli— Decbr.
[Mit e. alphabet. Register.] gr. 8. (77 S.) Ebd. n. 6 Ngr.
theologica od. geordnete Uebersicht aller auf dem Gebiete der evan-
gelischen Theologie in Deutschland neu erschienenen Bucher. Hrsg.
v. Cart Joh. Fr. W. Ruprecht. 13. Jahrg. 1860. 2. Hft. Juli— Decbr.
[Mit e. alphabet. Register ] gr. 8. (42 S.) Ebd. n. 4 Ngr.
B5bm, Leonh.. Geschichte d. Temeser Banats. 2 Thle. Mit 1 (lith. u. color.)
Karte d. Banats (in Imp.-Fol.) u. 13 lith. Taf., (wovon 6 in Tondr.)
gr. 8. (XX u. 739 S.) Leipzig, geh. n. 4% Thlr.
Breltenelcher , Gymn.-Prof. Dr. Mich., Ninive u. Nahum. Mit Beiziehz.
der Resultate der neuesten Entdeckgn. historisch-exegetisch {bearb.
gr. 8. (IV u. 120 S. m. 1 Steintaf.) Miinchen. geh. % Thlr.
Caro, Dr. J., das Interregnum Polens im J. 1587 u. die ParteikSmpfe der
HSuser Zborowski u. Zamojski. Nach den Quellen bearb. gr. 8.
DEUTSCHLAND.
n.n. % Thlr.
(148 S.) Gotha. geh.
n. 28 Ngr.
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68
CatalogM librorum hebraeorum in bibliolheca Bodleiana, jussu curato-
rum digessit et notis inslruxit M. Steinschneider. gr. 4. (CXXXI1 a.
3304 S.) Berlin 1852—60 geh. n. 33% Thlr.
Corpus juris confoederationis Germanicae od. Staatsacten f. Geschichte
u. 6fFentl. Rechi d. deutschen Bundes. Nach officiellen Qnellen hrsg.
v. Legat.-R. Phil. Ant. Guido v. Meyer. Erganzt u. bis auf die neueste
Zeit lortgefubrt v. Hofrath Prof. Pr. Hetnr. Zopfl. Register znm 1.
a. 2. Bd. hoch 4. (67 S.) Frankfurt a. M. geh. n. % Thlr.
(I. 11. u. Register n. 7% Thlr.)
Dudik, Dr. B., d. kaiserl. Obristen Mohr v. Waldt Ho chverralhs- Process.
Ein Beitrag zur Waldstein's-Kalastrophe. Nach Originalien. [Aus d.
Archi? f. Kunde osterr. Geschichtsquellen abgedr.l Lex. -8. (94 S.)
Wien 1860. geh. * n.n. 14 N*r.
Frohschammer, Prof. Dr. J., 8b. die Aufgabe der Naturpbilosophie u.
ihr Verhaltniss zur Naturwissenschafl. Mil Unlersuchgn. ub. Te-
leologie, Materie u. Kraft gr. 8. (XI u. 239 S.) Munchen. geh.
1 Thlr. 6 Ngr.
Hauschlld, Joh. Frdr., Zur Geschichte d. deutschen Mass- u. Munzwe-
sens in den letzten sechzig Jahren. gr. 8. (VI u. 118 S.) Frankfurt
a. M. geh. " n. % Thlr.
Lowades, William Thorn., the bibliographer's manual of english literature.
New edition, revised, corrected and enlarged by Henry G. Bokn.
Part 6. 8. (3. Bd. IV S. u. S. 1428—1756. Schluss.) London. Leipzig.
In engl. Einb. (a) n.n. 1% Thlr.
Maurenbrecher , Guil., de historicis X. seculi scriptoribus, qui res ab
Ottone Magno gestas memoriae tradiderunt. gr. 8. (Ill u. 74 S.)
Bonn. geh. % Thlr.
Mebes, Oberst z. D. Jul.. Beitrage zur Geschichte d. Brandenburg-Preus-
siscben Staates u. Heeres. (In 4 Bdn.) 1. Bd. Mit (3) genealog. Tab.,
PISnen (auf 1 Steintaf.) u. 1 (lith.) Uebersichtskarte (in Imp.-Fol.)
gr. 8. (XXVU u. 936 S.) Berlin, geh. n. 3 Thlr.
Mttller, Dr. Frdr., zwei sprachwissenschaflliche Abhandlungen zur arme-
nischen Grammalik. [Aus den Sitzungsber. 1860 d. k. Akad. d. Wiss.]
Lex.-8. (11 S.) Wien. geh. n. 2 Ngr.
Keumaan, Kreisger.-R. Jos., Beschreibung der bekanntesten Kupfennun-
zen. 1-12. Hft. gr. 8. (1. Bd. XVII u. 581 S. u. 2. Bd. S. 1—372
m. 17 Steintaf.) Prag 1856—60. baar n. 11 Thlr. 4 Ngr.
Roscher, Wilh., Ansichlen der Volkswirthschaft aus dem gescbicbtlichen
Standpunkte. br. 8. (IX u. 495 S.) Leipzig, geh. n. 2 Thir. 12 Ngr.
Mstow, W., der italienische Krieg 1860 politisch-militSrisch beschrieben.
Mit 7 Karten u. Planen. Des „italienischen Krieges" 2. Bd. (In ca.
4 Lfgn.) 1. Lfg. gr. 8. (S. 1—188.) Zurich, geh. % Thlr.
Schmidt, Dr., Zu der Geschichte der Karischen Fursten d. 4. Jahrh. v.
Ghr. u. ihrer Munzen. 4. (15 S.) GSttingen. geh. baar n. 6 Ngr.
Studenten-Lleder, deutsche, d. 17. u. 18. Jahrhunderts. Nach alten Hand-
schriften gesammelt u. m. einleit. Bemerkgn. ub. die Geschichte d.
deutschen Stndentenliedes versehen v. Dr. Rob. Keil u. Dr. Hick.
KeiL gr. 16. (Ill u. 234 S.) Lahr. geh. n. % Thlr.
Welnhold, Dr. Karl, der Minnesinger v. Stadeck u. sein Geschlecht. [Aus
den Sitzungsber. 1860 d. k. Akad. d. Wiss ] Lex.-8. (37 S.) Wieu
1860. geh. n.n. % Thlr.
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63
ENGLAND.
Adelaide (Queen) — Memoir or Queen Adelaide, Consort of King Wil-
liam IV. By Dr. Doran. Post 8vo. pp. 70, cloth. 2s. 6d.
Gowper (B. H.) — Syriac Miscellanies; or, Extracts relating to the First
and >econd General Councils, and various other Quotations, Theo-
logical, Historical, and Classical. Translated from Syriac MSS. in
the British Museum, and Imp. Library, Paris, with Notes. 8vo. pp.
120, cloth. 3s. 6d.
Macanlay (Lord) — History of England from the Accession of James the
Second. Edited by his Sister, Lady Trevelyan. Vol. 5, 8vo. pp. 400,
cloth. 12s.
He Micoll (Thomas) — Essays on English Literature. 12mo. pp. 350,
cloth. 7s.
Memoirs of the Geological Survey — Report of the Geology of Trinidad;
or, Part 1 of the West Indian Survey. By G. P. Wall, from the
Government School of Mines: and J. G. Sawkins, F. G. S.; with 56
Woodcuts, a Geologically coloured Map of the Island, and four sheets
of sections. Royal 8vo. sewed. 12s.
Inmismatlc chronicle and Journal of the Numismatic Society. Edited
by W. S. W. Yauz and John Evans. 8vo. New Series, No. 1 (to be
published quarterly). 5s.
Simpson (J. T.) — Archsology, its Past and its Future Work : being the
Annual Address to the Society of Antiquarians of Scotland, Jan. 28,
1861. 8vo. (Edinburgh) sewed. Is.
Testament (Greek): containing the Text of Scholz, with the Readings,
both Textual and Marginal, of Griesbach, and the Variations of the
editions of Stephens, 1550; Beza, 1598: the Elzevir, 1633. Narrow
edit. 18mo. cloth. 4s. 6d.
TiUoch (John) — English Puritanism and its Leaders : Cromwell, Milton,
Baxter, Bunyan. Post 8vo. pp. 490, cloth. 7s. 6d.
Tylor (Edward B.) — Anahuac; or, Mexico and the Mexicans, Ancient
and Modern. 8vo. pp. 340, cloth. 12s.
Anzeigen.
Leipziger Bficher- Auction.
Carl Hitter's
Bibliothek und Lan dkartensammlung.
Die Kataloge dieser bedeutenden Sammlangen, deren Ver-
steigerung im Monat Mai and Juni in Leipzig stattfindet, sind
erschienen und durch alle Buch- and Antiquar-Handlungen, sowie
vom Unterzeichneten zu beziehen.
Leipzig.
T. ©. Weigel, Bachhfindler.
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64
Bei T. 0. Weigel in Leipzig ist vorrathig:
Stye ^iblwgrapJjer^ Jttanual
OF
ENGLISH LITERATURE,
CONTAINING
an account of rare, curious and useful books, published in or
relating to Great-Britain and Ireland, from the invention of prin-
ting; with bibliographical and critical notices, collations of the
rarer articles, and the prices at which they haye been sold in
the present century.
BY
WILLIAM THOMAS LOWNDES.
NEW EDITION,
REVISED, CORRECTED AND ENLARGED.
In eight parts, forming four yolumes.
Vol. I. Part 6. a 8°. geb. & 1 Thlr. 5 Ngr.
Cf e s o c h«
Urn gtttige baldige Bezeichnung der ttffentlichen oder privaten
Bibliotheken, in welchen sich Handschriften , dltere oder
neuere Drucke von
$0h, #tau$te'ii jfrhriften
beftnden, ersucht ergebenst auf dem Wege des Buchhandels
die Buchhandlung von H. Schopff
in Dresden.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Neumann.
Verleger : T. 0. Weigel Druck von C. P. Melzer in Leipxig.
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zum
SKRAPE1TM.
15. Mai *%F 9. 1861.
BiMlothekordnungen etc., neaeste in- and ausl&ndische Litteratur,
Anzelgen etc.
Znr Beaorgnng aller in nachatehenden Bibliographien vcrieichncten Biicher
empfehle ich mich unter Znsichernng achnellater and billigsler Bedtenang ; deneu,
welche nich direct mil reap. Beatellnngen beehrcn, licbere ich die grossten Vor~
iheile ia.
T. O. Weigel in Lelpslg .
Die Bibliothek der Cantonal - Lehranstalten zu Zurich.
i.
Beschhss des Regiemngsrathes
betreffend
die Grdndung einer Bibliothek der Cantonal- Lehr-
Anstalten.
Enter Abschnitt.
Zesammensetzung der Bibliothek.
*' *'
fis wird eine Bibliothek der Cantonal-Lehranstalten gegrtindeL
*. 2.
Dieselbe wird zasammengesetzt :
a) aus der Biichersammlnng des aufgehobenen Chorberrenstifles;
b) „ „ * & er University ;
c) „ „ „ des Gymnasiums, einschliesslich dei
AlumnatsbibK otiiek, welche dem Gym»-
nasium iiberwiesen ist;
XXII. Jabrgang.
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66
d) aas der Biichersamralung der Industrieschule ;
e) „ „ „ der Thierarzneischule;
ft. 3.
Diese Bttchersammlungen werden wissenschaftlich geordnet
and zu einem Ganzen verbunden aufgestellt.
ft. 4.
Bticher, welche sich wesentlich zum Gebrauche ffir die
Schiller eignen, sollen abgesondert, jedoch im nttmlichen Locale
aafgestelit werden.
ft. 5.
Vorftndliche Doubletten werden alsbald bei der Aufstellung
ausgesondert und kttnnen zum Nutzen der Bibliotbek verfiussert
werden.
Zweiter Abschnitt.
Vermehrang der Bibliothek.
ft. 6.
Die neuen Anschaffungen in die Bibliothek der Cantonal-
Lehranstallen werden unabh&ngig von einander durch folgende
Goliegien beschlossen, deren jedem dafiir jtthrlich ein bestiromter
Credit angewiesen wird. Der Oberbibliothekar hat jedoch das
Recht, Einwendungen gegen beschlossene Anschaffungen zu raa-
chen, wobei Recurs an den Erziehungsrath vorbehalten bleibt.
Diese Collegien sind:
a) die theologische Facultat der Hochschule;
b) die slaatswissenschaftliche Facultat der Hochschule;
c) die raedicinische Facultat der Hochschule ;
d) die philosophische Facult&t der Hochschule;
e) die Professoren und Oberlehrer des Gymnasiums;
f) die Professoren und Oberlehrer der Industriesohule ;
g) die Lehrer der Thierarzneischule.
Zum Behuf der Anschaffung neuer Werke sind jMhrliche Cre-
dite erdffnet:
a) der theologirchen Facultat der Hochschule : 250 Frk. aef die
Cantonsschulcasse;
b) der slaatswissenschaltlichen Facult&t der Hochschule : 250 Frk.
auf die Cantonsschulcasse;
c) der mediciniscben Facullat der Hochschule: 250 Frk. auf die
Cantonscasse;
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67
d) der philosopliischen Faculty der Hochschule: 350 Frk. auf
die Cantonsschulcasse;
e) dera Gymnasium: 250 Frk, auf die Cantonsschulcasse;
der Industrieschule : 250 Frk. auf die Cantonsschulcasse;
g) der Thierarzneischule : 160 Frk. aus dem durch das Gesetz
betreffend die firrichtung der Thierarzneischule vom 13. Ja-
nuar 1834 fur Lehrmitlel u. s. w. angewiesenen Credite.
Im nfimlichen Verhaltnisse werden die in den §§. 8., 9. und
21. erwahnten Einnahmen auf die in §. 6. bezeichnelen Collegien
yerlheill.
*. 8.
Zu ebeo demselben Zwecke werden die freiwilligen Ehren-
beitrage der Lehrer au den Cantonal -Lehranstalten verwendet,
namlich:
a) die Beitrage der ordentlichen Professoren an der Hochschule
von 6 Franken;
b) die Beitrage der ausserordentlichen Professoren an der Hoch-
schule von 4 Franken;
c) die Beitrttge der Professoren und Oberlehrer des Gymna-
siums und der Industrieschule, so wie der Lehrer an der
Thierarzneischule von 4 Franken;
d) die Beitrage der Httlfslehrer an diesen Anstalten von 2 Franken.
*. 9.
Jeder vom Staal mit Gehall neu angestellte Professor oder
Lehrer leistet beim Antritte seines Amtes einen freiwilligen Eh-
renbeitrag von 16 Franken zur Bibliothek.
i. 10.
Die ftir Ertheilung von academischen Graden durch die Pro-
motionsordnungen der Facultaten festgesetzten Beitrage an die
Universit&tsbibliothek fliessen ebenfalls der Bibliothek fiir die
Cantonal - Lehranstalten zu und werden zu gleichen Theilen zur
Verwendung unter die vier Facultfiten verlheilt.
$. 11.
Die Verwilligungen des Staates werden in der Weise erho-
ben, dass der Cantonsschulverwaller die von der Bibliotheksver-
waltung approbirten Rechnungen auszahll. Derselbe zieht auch
die in den §§. 8., 9. und 21. erwahnten Beitrage jahrlich im
December ein. Die Gebiihren an die Bibliothek von academischen
Promotionen werden ihra, sobald dieselben bezahlt sind, durch
den Pedellen Qberbracht.
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68
Dritter Abschnitt.
Verwaltung der Bibliothek.
§. 12.
Die oberste Leitung der Bibliothek der Cantonal-Lehranstal-
ten fQhrt ein vom Erziehungsrathe auf vier Jahre zu wahlender
Oberbibliolliekar, welcher nach Ablauf der Amtsdauer wieder er-
wtthlt werden kann, and rait den Unterbibliothekaren verbunden
das Verwaitangscollegium der Bibliothek bildet.
§. 13.
Der dem Dienstalfer nach jilngste Professor jeder Facultft
der Hochschule und die beiden jiingsten Professoren oder Ober-
lehrer der beiden Hauptabtheilungen der Gantonsschule sind Un-
terbibliothekare, sorgen fttr vollsUtodige, doppelte Katalogisirang
und leiten iiberhaupt die Ausfiihrung der Anordnungen des Ober-
bibliothekars.
$. 14.
Die Unlerbibliothekare vertheilen die Bibliothek onter einan-
der nach einzelnen wissenschaftlichen Fachern zor Special -Aef-
sicht, mit Vorbehall der Genehmigung des Oberbibliothekars.
$. 15.
Der Pedell der Hochschule ist zur Bedienung verpflichteL
Wird weitere Aoshttlfe erfordert, so wird der Erziehungsrath die
nttthigen Bestimmangen treffen.
§. 16.
Die Diensle in der Bibliothek geschehen, ausserordentliche
Falle vorbehalten, unentgeltlich ; Auslagen ftir Porto, Copiaturea
und Drucksachen werden aus der Canlonsschulcasse vergUtet
*. 17.
Die beschlossenen Ankttufe werden einzig durch den Ober-
bibliothekar besorgt.
*. 18.
Die Kosten fttr Einband, Stempel und dergleichen werden
auf die Credite der verschiedenen Collegien verhaltnissmassif
rertheill.
$. 19.
Die von der Bibliotheksverwaltung jahrlich gestellte Rech-
nung liegt vierzehn Tage zur Einsicht sttmmllicher betheiligter
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09
Lehrer often aod wird sodann dem Erziehungsrath zur Genehmi-
gong Ubersendet.
Yierter Abschnitt.
Benutzung der Bibliothek.
i. 20.
Die Bibliothek ist fttr alle Angehfirigen der Cantonal -Lehr-
anstalten wenigstens drei Mai wflchentlich Eine Stunde abwech-
selnd an Vor- and NachmiUagen zum Bticherausleihen gettffnet.
i 21.
Ebenso kftnnen die Lehrer des Schullehrerseminars gegen
einen jfihrlicheu Beitrsg von 4 Franken diese Bibliothek benutzen.
Dasselbe gill auch fttr andere Freunde der Wissenschaften gegen
einen Jahresbeitrag von 8 Franken.
*. 22.
Fiir die Lehrer der Cantonal - Lehranstslten ist das Arbeiten
in der Bibliothek, so lange es ohne Licht geschehen kann, ohne
Beschrfinkung erlaubt. Der Schliissel wird bci dem anwohnenden
Pedellen abgeholt und wieder zuriickgegeben. Ueber die Beno-
tzung der Bibliothek durch die Studirenden im Lesezimmer wird
ein von dem Verwallungs- Collegium unter Genehmigung des Er-
ziehungsrathes zu eriassendes Reglement das NShere bestimmen.
i. 23.
Wird ein ausgeliehenes Buch von einem andern Bibliotheks-
berechtigten veriangt, so muss es der Besitzer vier Wochen nach
Empfang desselben zuriickliefern.
§. 24.
Alljahrlioh flndet eine allgemeine Revision der Bibliothek Stalt.
Zu diesem Behufe mtissen alle Bttcher in einer ttffentlich bekannt
zu machenden Frist auf eine von der Bestimmuog des Verwal-
tungscollegiums abhfingige Zeitdauer eingeliefert werden. Die
nicht eingelieferten Biicher werden gegen eine Vergtilung von vier
Batzen fttr jeden Schein abgeholt*
Fflnfter Abschnitt.
Uebergangs-Bestimmungen.
§. 25.
Alsbald nach Genehmigung der Bibliotheksordnung wfihlt der
Erziehungsrath einen Oberbibliothekar und bezeicfanet die Profes*
soren und Lehrer, welche Abschnitt III. §. 13. bestimmt.
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70
*. 26.
Bis znr Herstellong eines fiir die vereinigten Bibliolheken
geeignelen Locales bleiben dieselben in ihren dermahgen Auf-
stellungsorten ; jedoch werden alle Besliinmuogen des Reglements,
so weit 8ie ohne Aufslellung der Bibliolheken in gleichem Locale
ausfiihrbar sind, sogleich in's Leben treten. Vor Allem wird
die Kalalogisirung uoier Aufsichl des Oberbibliolhekars sogleich
beginnen.
Beschlossen vor dem Regierungsrathe den 12. Wintermonat
1835.
Naraens des Regierungsrathes :
der Amlsbtirgermeisler
J. J. Hess.
Der erste Staatsschreiber
Hottinger.
(Fortsetzung folgt.)
Uebersicht der neuesten Utteratur.
DEDTSCHLAHD.
Ahmed lbn Abl Ja:qab, noto nomine Al-J arqubl i f Specimen e
literis-orientalibus exhibens Kitabo'l-Boldan , sive librum regionum,
quern nunc primum arabice ed. Abrah. With. Thdr. Juynboll. gr. 8.
(158 S.) Leiden, geh. n.n. 1 Thlr.
Arnoldt, Oberlebr. Prof. Dr. J. F. J , Fr. Aug. Wolf in seinem Verhilt-
nisse zum Scbulwesen u. zur Padagogik dargestellt. 1. Bd. Biogra-
phischer Theil. Mit verschiedenen Beilagen. Lex.-8. (VIII u. 280 S.)
Braunschweig, geh. n. 1% Thlr.
d'Aumale, due, [Henrv d' Orleans], Lettre sur 1'histoire de France
adressee an prince Napoleon. Lex.-8. (22 S.) Leipzig, geh. y 4 Thlr.
Bericht Ob. die zur Bekanntmachung geeignelen Verhandlungen der K6-
nigl. Preuss. Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Aus dem Jahre
1861. [Mit dem Umschlagstitel : Monatsbericht der Kdnigl. Preuss.
Akademie der Wissenschaften zu Berlin.] 12 Hfle. gr. 8. (I. Hfl. 240
S. m. 1 Tab. in Fol.) Berlin, geh. n. 2 Thlr.
Bibliothek der gesammlen deulschen National- Literalur von der altesten
bis auf die neuere Zeit. (1. Abth.) 38. Bd. gr. 8. Quedlinburg.
4 Thlr.; Velinp. 5 Thlr. (1, 1-12. 13c— 39. II, 1—3. Ill, 1.: 95% Thlr.:
Velin 117% Thlr.)
Inhalt: Albrecht v. Halbersladt u. Ovid im Mitlelalter v. Karl
Barlsch. (CCLX u. 496 S.)
Dahn, Privatdoc. Dr. Fel., die KCnige der Germanen. Das Wesen d.
altesten Konigsthums der germ. S tarn me u. seine Geschichte bis auf
die Feudalzeit. Nach den Quellen dargestellt. 1. Abth. Die Zeit vor
der Wanderg. — Die Vandaien. gr. 8. (XXIV u. 265 S.) Muncheo.
«eh. 1% Thlr.
Domili-Petniahevecx, Dr. Alph. de, Precis d'un code du droil interna-
tional. Edition orig. gr. 8. (134 S.) Leipzig, geb. n. 24 Ngr.
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71
Eagal, Dir . Dr. Ernst, die Methoden der Volksz&hlung, m. besond. Be-
rucksicht. der im preuss. Staate angewandten. Eine Denkschhft,
bearb. in Hinblick auf die am 3. Dec. d. J. stattfindende Volksz&hJg.
[Abdr. aus der Zeitschr. d. konigl. preuss. statist. Bureaus.] gr. 4.
(64 S.) Berlin. n. % Thlr.
Gemmingen ?. Massenbach, Hauptmann Frz. Frhr., Deutschland u. seine
Nachbarstaaten. Ein Beitrag zur Militargeographie Mitleleurqpas.
Lex. 8. (XI u. 358 S.) Munchen. geb. n. 2 Thlr.
Laidgrebe, Dr. Geo., Grundzage der physikalischen Erdkunde. 1. Bd.:
Geologic 2 Thle. Lex -8. (991 S.) Leipzig, geh. 4% Thlr.
Lenz, Prof. Dr. Harald Othmar, Mineralogie der alien Griechen u. Romer,
deutsch in Auszugen aus deren Schnflen, nebst Anmerkgn. gr. 8.
(VIII u. 194 S.) Gotha. geh. n. 1% Thlr.
Lillenthal, Progymn.-Dir. Dr. J. A., die Hexenprocesse der beiden Stadte
Braunsberg, nach den Criminalacten d. Braunsberger Archivs bearb.
gr. a (161 S.) KSnigsberg. Theile. seb. n. 1 Thlr.
Lflbke, Wilh. , der Todtentanz in der Marienkirche zu Berlin. Bild u.
Text. Mit 4 (lith.) Taf. Abbildgn. (in Imp.-Fol.) Fol. (48Sp.l Berlin,
geh. n. 2% Thlr.
Monumenta sacra et profana ex codicibus praesertim bibliothecae Am-
brosianae opera collegii doctorum ejusdem. Tomus I. Fasc 1. 4.
Mailand. geh. n.n. 5% Thlr.
Inhalt: Fragmenta latina evangelii S. Lucae, parvae genesis et
assumptionis Mosis. Baruch, threni et epistola Jeremiae ver-
sionis syriacae Pauli Telensis cum nolis et initio prolegomenon
in integram ejusdem versionis editionem. Edidit Dr. Ant. Maria
Ceriani. (XVI, 144 u. 2 lith. S.)
Rots, Ludw., Graf Pasch v. Krienen. Abdr. seiner italien. Beschreibg. d.
griech. Archipelajzus m. Anmerkgn. u. e. Abhandlg. ub. den Veri. u.
seine Auffindg. d. Grabes Homer's auf los. Aus dem Nachlasse d.
Verf. Mit 2 lith. Taf. (in qu. 4. u. Fol.) gr.8. (152 S.) Halle 1860.
geh. n. 1 Thlr.
Schemer, Dr. Doc. Karl Alb., Entdeckungen auf dem Gebiete der Seele.
1. Buch. A. u. d. T.: Das Leben d. Traums. gr. 8. (XX u. 374 S.)
Berlin, geh. n. 2 Thlr.
Schiller, Wallenstein. Nach den Haudschriften u. Verandergn. des Verf.
vom J. 1799. Hrsg. v. Wendetin v. MalUakn. gr. 8. (X u. 89 S.)
Stuttgart, geh. n. 16 Ngr.
Schlacht, die, bei Torgau am 3. Nov. 1760- Nach archival. Quellen
bearb. Nebst 5 Beilagen (wovon 4 lith. in gr. Fol. u. Imp -Fol.)
Beibeft zum Militair-Wocbenblatt f. 1860. gr. 8. (VI u. 85 S.) Ber-
lin 1860. geh. n. % Thlr.
Steinschneider , M., Conspectus codd. mss. hebraeorum in bibliotheca
Bodleiana. Appendicis instar ad catall. librorum et mss. hebr. gr. 4.
(32 S.) Berlin 1857 geh. n.n. 1 Thlr.
Sybel, Heinr. v., Prinz Eugen v. Savoyen Drei Vorlesgn. gehalten zu
Munchen im Marz 1861. 8. (146 S.) Munchen. geh. n. 12 Ngr.
Trotha, Major Thilo v., Vorstudien zur Geschichte d. Geschlechts von
Trotha. gr. 8. (XXXII u. 268 S. m. 1 lith. Karte in Fol., 1 chro mo-
nth. Stammtaf. in Imp.-Fol. u. chromolith. Titel.) Neuwied 1860.
geh. n.n. 5 Thlr.
751ker, Prof. Joh. Wilh., die Kunst der Malerei. Enthaltend das Land-
schafl-, Portrat-, Genre- u. Historien-Fach nach rein kunstlerischer,
leichtfasslicher Methode. 2. verb. Aufl. 8. (XII u. 471 S.) Leipzig,
geh. n. 2 Thlr.
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7a
ENGLAND.
Journal of the British Archaeological Association, I860. 8vo. cl. 3ls. 64.
Low's Index to Current Literature for 1860. Koyal Bvo. 4 quaterly parts
bound together, 4s.; or with the full title of every book added,
sewed. 6s. 6d.
Museum (The): a Qnaterly Magazine of Education, Literature, and
Science. No. 1, 8vo. (Edinburgh) pp. 136. 2s. 6d.
Ogllvie (George) — The Genetic Cycle in Organic Nature; or, the Suc-
cession of Forms in the Propagation of Plants and Animals. Post
8vo. (Aberdeen) cloth. 5s.
Anzeigren.
Verlagshandlung yon Carl RfLmpler in Hahhover.
Urknndenbach
zur Geschichte der Herzoge
van Jraunffhuitijg und jnituburjj
und ihrer Lande.
Herausgegeben
von H. Sudendorf,
Dr. ph., Secretair am Kdnigl. Archiv zu Hannover.
I. II. Theil. Bis zum Jahre 1356.
gr. 4°. geh. & 4 Thaler.
E e i s e
auf den Inseln des Trakischen Meeres
von
A. C o b i f .
Gross Quart. Mil 21 lithogr. Tafeln. Elegant geheflet
3V 3 Thaler.
Veranlwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumanru
Verleger : 7. 0. WeigeL Druck yon C. P. Melzer in Leipiig.
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31. Mai.
sum
SERAPEIJ?!.
J& 10.
1861.
BibUothekordnungen etc., neaeste in- and ausllndiscbe Litteratur,
Anieigen etc.
Zar Besorgung aller in nichitehenden Bibliographien verzeichneten Bflcher
empfohle leb nich anter Zai icherang ichnelUter and billigf ter Bedienang ; denen,
welcbe nich direct mit reip. Bettellungen beehren, sichere ich die grossten Vor-
laefle s«.
2P. O. Weigel in Leipzig.
Die Bibliothek der Cantonal -Lehranstalten zu Zurich.
CFo rtsetzung.)
II.
Reglement
betreffend
die Besorgung und Benutzung der Bibliothek der
Cantonal - Lehr - Anstalten.
Erster Abschnitt.
Bestand der Bibliothek.
*. I-
Die Bibliothek der Cantonal- Lehranstalten, welche neben den
sp&tern Anschaffungen besteht:
a) aus der Biichersammlung des aufgehobenen Chorherrenstiftes ;
b) aus der Biichersammlung der Universit&t;
c) ans der BUchersammlung des Gymnasiums, einschliesslich der
Aluinnatsbibliolhek;
d) aus der Biichersammlung der Industrieschule ;
e) aus der Biichersammlung der Thierarzneischule ;
XXII. Jahrgang.
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bildet eio wissenschaftlich geordnetes Ganzes, in welches alle neiea
Krwerboogen eingereihl werden.
§. 2.
Die zum ausschliesslichen Gebraoche der beiden untern Ab-
theilungen der Gantoosschule geeignelen Biicher werden ausge-
schieden und in einem passenden Lokale anfgestellt. Zur Unter-
hallung und Vermehrung dieser Abtheilung wird von den in §. 5
litt e and f bezeichneten Krediten zusammen ein Betrag von 100
Franken abgezogen, und durch die betreffenden Lehrerconvente
nach 9 verwendet. Diese haben gemeinsebafllich ftir die Ver-
waltung derselben zu sorgen, und geben dero Oberbibliothekar
jfthrlich im Januar eine Uebersicht der neuen Anschaffungen ein,
welche dieser der Jahresrechnung beilegt.
§. 3.
Doubletten konnen zum Nutzen der Bibliothek verfiussert
oder vertauscht werden. In beiden Fallen sind die Titel dersel-
ben in der Rechnung anzuftihren.
Zweiter Abschnitt.
Vermehrung der Bibliothek.
4.
Die neuen Anschaffungen in der Bibliothek der Cantonal-
Lehranstalten werden unabhttngig von einander durch folgende
Collegien beschlossen, deren jedem dafiir jfihrlich ein bestimmter
Credit angewiesen wird. Der Oberbibliothekar hat jedoch das
Recht, Einwendungeo gegen beschlossene Anschaffungen zu roacheo,
wobei Rekurs an den firziehungsrath vorbehalten bleibt.
Die Collegien sind:
a) die theologische Fakultfit der Hochschule;
b) die staatswissenschaflliche Fakultfit der Hochschule ;
c) die medizinische „ „ „
d) die philosophische „ n „
e) die Professoren und Oberlehrer des Gymnasiums;
f) die Professoren und Oberlehrer der Industrieschule ;
g) die Lehrer der Thierarzneischule.
$. 5.
Zum Behuf der Anschaffung neuer Werke sind j&hrliche Cre-
dite eroffnet:
a) der theologischen Fakultfit der Hochschule: 250 Frkn. auf
die Cantonsschulkasse ;
b) der staalswissenschafllichen FakulUU der Hochschule: 250
Frkn. auf die Kantonsschulkasse;
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75
c) der medizinischen FakulUt der Hochschole: 250 Frkn. auf
die Cantonsscholkasse;
d) der philosophischen FakoltMt der Hochschole: 350 Frkn. auf
die Cantonsscholkasse;
e) dem Gymnasium: 250 Frkn. aof die Cantonsscholkasse;
f) der Industrieschule : 250 Frkn. auf die Cantonsscholkasse;
g) der Tbierarzneischole: 100 Frkn. aos dem dorch das Gesetz
betreffend die Errichlung der Thierarzneischole vom 13. Ja-
ooar 1834 fiir Lehrmittel o. s. w. angewiesenen Credite.
Ira namlichen Verh<nisse werden die in den §§. 6 and 22
erwahnten Einnahmen aof die in $. 4 bezeichneten Collegien ver-
theilt. Allfallige Ueberschtisse der einzelnen Collegien am Ende
des Rechnungsjahres diirfen nicht aof andere Collegien obertra-
gen werden. Dorch die freiwilligen Ehrenbeitrfige der Lehrer
an den Cantonal - Lehranstaiten wird der Credit der betreffenden
Fakultat oder Anstalt vermehrt.
§. 6.
Jeder vom Staate rait Gehalt neo angestellte Professor oder
Lehrer leistet beim Antrilte seines Amtes einen Beitrag von Einem
Prozent seines fixen Gehaltes.
* 7.
Die fiir Ertheilong von akademischen Graden dorch die Pro-
motionsordnongen der Fakoltaten festgeselzten Beitrage an die
Universilatsbibliothek fliessen ebenfalls der Bibliolhek der Can*
lonal-Lehranstalten zu, ond werden zo gleichen Theilen zor Ver-
wendung onter die vier Fakult&ten vertheilt.
* a
Ebenso fallt nach §. 18 der Statoten des Preisinstitotes der
Haoptpreis einer zweiraal nicht geldsten Preisaofgabe der Biblio-
thek zo, ond wird nach Massgabe von §. 7 vertheilt.
9.
Die Beitrage des Staates werden in der Weise erhoben, dass
der Cantonsschulverwalter die vom Oberbibliothekar genehmigten
Rechnungen aoszahlt. Derselbe ziehl auch die in den §§. 6 and
22 erwahnten Beitrage nach Anordnung des Oberbibliothekars
jfihrlich im Dezember ein. Die Gebiibren an die Bibliothek von
akademischen Promotionen werden ihm, sobald dieselben be-
zahll sind, dorch den Dekan Ubersendet, onter Anzeige an den
Oberbibliothekar.
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76
Drifter Abschnitt.
Verwaltung der Bibliothek.
f 10.
Die oberste Leitung der Bibliothek der Cantonal-LehransUI-
ten ftthrt ein vora Erziehongsrathe auf vier Jahre zu w&hlender
Oberbibliothekar, welcher nach Ablaaf der Amtsdauer wieder er-
wHhlt werden kann, und mit den Unterbibliothekaren verbnnden
das Verwaltaogscollegiam der Bibliothek bildet
*. 11.
Der Oberbibliothekar fOhr folgende Verzeichnisse :
1) ein Verzeichniss der Fortsetzangen ;
2) ein Verzeichniss ueuer AnschafFungen nach dem Datum der
Anschaffung ;
3) ein Verzeichniss der yon der Universitat oder Cantonsschole
an die Bibliothek abgelieferten Druckschriften.
Auch hat derselbe die Versendung dieser Druckschriften an
diejenigen schweizerischen and deutschen hoheren Lehranstallen
zu besorgen, welche ihre Programme den biesigen Lehranstalten
mitlheilen.
ft. 12.
Jedes der bei der Bibliothek betheiligten Collegien bestimmt
aus seiner Mitte ein Mitglied, das die Geschafte eines Unterbiblio-
thekars wenigstens auf zwei Jahre Ubernimmt. Die Unterbiblio-
thekare sorgen fiir vollstandige, doppelte Katalogisirung, und lei-
ten uberhaupt die Ausftihrung der Anordnungen des Oberbiblio-
thekars.
«. 13.
Der Oberbibliothekar legt im Laufe des Januars den einzel-
nen Kollegien eine Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben vor,
nnd zwar der letztern sowohl fiir Fortselzungen als neue An-
schaffuogen,
*. 14.
Die Unterbibliothekare theilen sich in die Spezialaufsicht der
Bibliothek nach einzelnen wissenschaftlichen Fachern, mit Vorbe-
halt der Genehmigung des Oberbibliothekars.
§. 15.
Der Pedell der Hochschule ist zur Bedienung verpflichtet
16.
Die Dienste in der Bibliothek geschehen, ausserordentliche
Falle vorbehallen, unentgeldlicb. Auslagen fiir Porto, Registratur-
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77
und Kopiaturarbeiten , sowie flir Druoksacheu , werden aus der
Kantonsschulkasse vergtttet bis auf einen Betrag von 200 Frkn.
§. 17.
Die beschlossenen Ank&afe werden einzig darch den Ober-
bibliothekar besorgt, welcher genau dariiber zu wachen hal, dass
der Jahreskredit nirgends tiberschritten and keine Ausgabe auf
das folgende Jahr (ibergetragen werde.
f. 18.
Die Kosten fttr Einband, Stempel u. dgl. werden auf die
Credite der verschiedenen Koliegien verh<nissm&ssig vertheilt
§. 19.
Der Kantonsschulverwalter sendet bis Ende Januars eine
Kopie der Kassarechnang nebst den Belegen dera Oberbibliothe-
kar ein. Diese sowohl als die von der Bibliotheksverwaltnng bis
Ende Febraars zu stellende Rechnung werden sfimmtlichen Be-
theiligten drei Wochen zur Einsicht aufgelegt, und sodann vor
Ende Mftrz dem Erziehungsrathe zur Priifung und Genehmigung
fibersendet.
Tierter Abschnitt.
Benutzung der Bibliothek.
* 20.
Die Bibliothek ist fttr alle Angehorigen der Kantonal-Lehr-
anstalten wenigstens drei Mai wttchentlich Eine Stunde zum Bii-
cherausleihen geblfnet.
§. 21.
Fiir jedes einzelne Werk wird vom Empftnger ein Schein
ausgeslellt. Diese Scheine werden sSromtlich in ein eigenes Buch
eingetragen und nach dem Alphabete der Aussteller geordnet und
aufbewahrt.
*. 22.
Die Lehrer des Schullehrerseminars kronen gegen einen
jahrlichen Beitrag von 4 Franken diese Bibliothek benutzen. Das-
selbe gilt auch fttr andere Freunde der Wissenschaften gegen
einen Jahresbeitrag von 8 Franken.
*. 23.
Fttr die Lehrer der Kantonal-Lehranstalten ist das Arbeilen
in der Bibliothek, so lange es ohne Licht geschehen kann, ohne
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Beschrinkung erlaobt. Der Schltissel wird bei dem anwofcnendet
Pedelleo abgeholt and wieder zurttckgegeben.
*. 24.
An die Stadirenden and Schttler der Kantonal-Lehranstaltea
sollen nicht mehr als Tier Werke gleiohzeitig ausgeliehen werden.
§. 25.
Wird ein ausgeliehenes Bach von einem andern Berecbtigten
verlangt, so muss es der Besitzer vier Wochen nach Rmpfang
desselben zarttokliefern.
$. 26.
Kein Stadirender der Hochschule, and kein Schttler der Kan-
tonschole erhalt ein Abgangszeugniss, ehe er vom Oberbibhotbe-
kar eine Bescheinigung beigebracht, dass er kein Bach tod der
Bibliothek mehr bei Handen habe.
27.
Jahrlich flndet eine allgemeine Revision der Bibliothek State.
Zu diesem Behufe miissen alle Biicher in einer offentlich bekannt
zu machenden Frist eingeliefert werden. Die nicht eingeliefertea
Riicher werden gegen eine Vergiitung von 4 Batzen flir jedea
Schein abgeholt. Fttr vierzehn Tage ist die Bibliothek dann Je-
dermann verschlossen.
i 28.
Dieses Reglement wird sttmmtlichen Rektoren der betheiligten
Kollegien zar Beachtang zugestellt, und dieselben werden auf §.
26 besonders aufmerksam gemacht.
§. 29.
Das Verwaltungskollegium ist ermachligt, ein Reglement fiir
die tttgliche Benotzung aufzustellen, welches der Genehmigang des
Erziehungsrathes unterliegt.
i 30.
Durch diesen Beschluss ist derjenige vom 12. November
1835, betreffend die Begriindung einer Bibliothek der Kantonal-
Lehranstalten, aofgehoben.
Beschlossen Zurich, den 10. Mfirz 1842.
Vor dem Regierungsrathe
der erste Staalsschreiber
Hottinger.
(Schluss folgu)
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79
Ueberalcht der neaenten Lltteratur.
DEUTSCHLAND
Alter thflmer, die, unserer heidnischen Vorzeit. Nach deu in dffeoll.
11. Privatsammlgn. belindl. Originalien zusanimengestellt u. hrsg. v.
dem romisch-gerro. Centralmuseum in Mainz durch dessen Conser-
vator L. Lindenschtnil. 8. Hft. gr. 4. (8 Meintaf. in. 8 Blatt Erlau-
lergn.) Mainz. (a) n. % Thlr.
Berg, Alb., die Insel Rhodus, aus eigener Anscbaug. u. nach den vor-
hindenen Quellen historisch, geographisch. archaologisch , malerisch
beschrieben u. durch Orig.-Radirgn. u. Holzschn. nach eigenen INa-
turstudien u. Zeichngn. illustnrt. 4—9. Lfg. Imp.-4. (S. 25—72 m.
eingedr. Holzsch. u. 10 Kpfrst.) Braunschweig, baar i d. ^ Thlr.
Blaese, Oberlehr. G., die naturlichen Familien der wildwachsenden Pha-
nerogamen hur-, Li?- u. Ehstlands. Bearb. u. systematisch geord-
net zum Gebrauch bei botan. Exkursionen, zunachsl f. die Forst-
>chuler d. Mitauschen Gouv.-Gyinnasiums. br. 16. (XXXII u. 76 S.)
Bock, Fr(z-), das heilige Koln. Beschreibung der uiitielalterlichen Kunst-
scbatze in seinen Hirchen u. Sakristeien, aus dem Bereiche d. Gold-
schmiedegewerkes u. der Paramentik. Auf Wunsch d. Vorslandes
d. chrisU. Kunstvereins der Erzdiocese Koln hrsg. 4. Lfg. hoch 4.
(68 S. m. 12 Steintaf. in Tondr.) Leipzig. (a) n. 3 Thlr.
BanneUter, Dir. Prof. Dr. Herm., Reise durch die La Plata-Staaten, m.
besond. Rucksicht auf die physische Beschalfenheit u. den Cultur-
zustand der Argentinischen Republik. Ausgefuhrt in den J. 1857.
1858, 1859 u. 1860. (In 2 Bdn ) 1. Bd. Die siidl. Provinzen umlas-
seud. Mil 1 (lith.) Karte (in gr. Fol.) u. 1 (lith.) Titel-Bilde (in
Tondr ) gr. 8. (VI u. 504 S.) Halle, geh. n. 3 Thlr.
Ewald, Heinr., Jahrbucher der Biblischen wissenschaft. II. Jahrbuch:
1860—1861. gr. 8. (IV u. 308 S ) Gottingen. geh. n. 1 Thlr. 16 Ngr.
(I — lk.: n. 15 Thlr. II Ngr.)
Crenti. Frdr. v., Tagebucher. Mit e. Vor- u. Nachwort v. K. A. Varn-
hagen v. Ense. [Aus dem Nachlass Varnhagen's v. Ense.] gr. 8. (XI
u. 369 S.) Leipzig, geh. n. 2% Thlr.
Kirchhoffs, Albr., Bucher-Katalog. Verzeichniss der in der 2. Halfte d.
19. Jahrh. im deutschen Buchhandel erschienenen Bucher u. Land-
karten. 2. Bd.: 1856—1860. 4. (391 S.) Leipzig, geh. baar n. 4% Thlr.
Koch, M., Quellen zur Geschichte d. Kaisers Maximilian II. In Archiven
gesainmelt u. erlautert. 2. Bd. gr. Lex.-8. (VIII u. 215 S.) Leipzig,
geh. n. \ l k Thlr. (I. 2.: n. 3% Thlr.)
Lavallee, Th., Jean Sans-Peur, due de Bourgogne. Scenes hisloriques
1407—1419. 12. (480 S.) Leipzig, geh. n. 1 Thlr.
(Uenstedt, Prof. Fr. Aug., Epochen der Natur. Mil zahlreichen (eingedr.)
Holzschn. 3. (Schluss-)Lfg. Lex-8. (VI S. u. S. 513-853.) Tubin-
Rauchensf ein , Prof. Rect. Dr. Rud., Winkelrieds That bei Sempach ist
keine Fabel. Eine historisch-krit. Abhandlg. gr. 4. (32 S.) Aarau.
geh. n. % Thlr.
Reuchlin, Herm., Lebensbilder zur Zeilgeschichte. 1. Graf Casar Balbo.
Den deutschen Palrioten gewidmet. gr. 8. (V u. 68 S.) Nordlingen.
geh. n. 12 Ngr.
Rltter, Carl, Geschichte der Erdkunde u. der Entdeckungen. Vorlesun-
gen an der Universitat zu Berlin gehalten. Hrsg. v. H. A. Daniel.
Mit Carl Bitter's Bildniss (in Stahlst.) gr. 8. (VI u 265 S.) Berlin.
Milau. cart.
Subscr.-Pr. (a) n. 1% Thlr.
geh.
1% Thlr.
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80
Mini*, Dr. Geo. Vict, die mediatisirteo freien ReichssUdtc Tentsch-
lands, gr. a (XVI a. 406 S. m. eingedr. Holzscho.) Frankfort a. M.
geh. n. 2 Thlr. 12 Ngr.
Stripfell, Prof. Ludw., die Geschichte der griechiscben Philosophie tmr
Ubersicht, Repetition a. Orieotiroog bei eigenen Stodien enlworfea.
2. Abth. Die prakt. Philosophie. 1. Absckn. A. a. d. T. : Die Ge-
schichte der praklischen Philosophie der Griechea vor Aristoteles.
gr. 8. (X a. 510 S.) Leipzig. n. 2 Thlr. 12 Ngr.
(I. II, 1.; n. 4 Thlr. 12 Ngr )
Itller, A., ab. die Wirksamkeit Konig Friedrich Wilhelm IV. in dea
Gebiete der bildenden Kunste. Vortrag gehalten am Scbinkelfeste
den 13. Man 1861. gr. 8. (25 S.) Berlin, geh. n. 8 Ngr.
E I 6 L A I D.
D&lrjmple (Donald) — Meteorological and Medical Observations on the
Climate of Egypt) with Practical Hints for Invalid Travellers. Post
8vo. pp. 80, cloth. 4s.
flesiod — The Epics of Hesiod , with an English Commentary by F. A.
Paley. 8vo. pp. 330, cloth. 10s. 6d.
History of the Siege of Delhi. By an Officer who served there. With
a Sketch of the leading Events in the Punjaob connected with the
Great Rebellion of 1857. Post 8vo. (Edinburgh) pp. 340, cloth. 6s. tid.
Hope (A. J. B.) — The English Cathedral of the Nineteenth Centnry.
With illustrations. 8vo. pp. 282, cloth. 12s.
Lowe (E. J.) and Howard (W.) — Beautiful Leaved Plants: being a
Description of the most beautiful Leaved Plants in Cultivatiou in
this Country : to which is added an extended Catalogue. Royai 6vo.
cloth. 21s.
Pearson (Charles H.) — The Early and Middle Ages of England. 8vo.
pp. 470, cloth. * 12s.
Quadrature (The) of the circle. Correspondence between an eminent
Mathematician and James Smith. 8vo. pp. 210, cloth. 10s. 6d.
Raikes (Thomas) — Private Correspondence with the Duke of Wellington
and other distinguished Contemporaries. Edited by his daughter,
Harriet Raikes 8vo. pp. 390, cloth. 14s.
Royal Blue book, Corrected to April, 1861. 12m6. bound. 5s.
Savlle (Rev. Bourchier Wrey) — The Introduction of Christianity into
Britain : an Argument on the Evidence in favour of St. Paul having
visited the extreme boundary of the West. !2mo. pp. 180. cloth. 5s.
Schener (Karl) — - Narrative of the Circumnavigation of the Globe hy
the Austrian Frigate "Novara," Commodore B. von Wullerstorf-
Urbair. Undertaken by Order of the Imperial Government, in the
years 1857, 1858, and 1859, under the immediate auspices of His
imperial and Royal Highness the Archduke Ferdinand Maximilian.
Vol. 1, royal 8vo. pp. 510, cloth. 30s.
Snowden (James Ross) — A Description of Ancient and Modern Coins
in the Cabinet Collection at the Mint of the United States. 8vo.
(Philadelphia, 1860) pp. 412, cloth. 20s.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger : T. 0. Weiyel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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SEKAPEUfl.
15. Juni.
J& 11.
1861.
Bibliothekordnungen etc., neueste in- and auslindische Litteratur,
Anzelgen etc.
Znr Besorgung aller in nachstehenden Bibliographien verzeichnelen Bttcher
empfehle ich mich unter Zusicherung schnellflter and billigster Bedienung; denen,
welche mich direct mil res p. Be*tellungen beehren, tichere ich die grossten Vor-
tbeile in. _ m
S*. O. Weigel io Leipzig.
Die Bibliothek der Cantonal-Lehr-Anstalten zu ZOrich.
(Schluss.)
III.
Reglement
betreffend
die Besorgung und Benutzung der Bibliothek der
Cantonal - Lehr- Anstalten.
Erster Abschnitt.
Bestand der Bibliothek.
*. 1.
Die Bibliothek der Kanlonallehranstalten , welche neben den
spalern Anschaffungen besleht:
a) aus der BUchersammlung des aufgehobenen Chorherrenslifles ;
b) aus der Btichersammluog der University ;
c) aus der BUchersammlung des Gymnasiums, ausschliesslich der
Alumnalbibliothek ;
d) aus der Btichersammlung der Industrieschule ;
e) aus der Biichersammlung der Thierarzneiscbule ;
XXII. Jahrgang.
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bildet ein wissenschaftlich geordnetes Ganzes, in welches alle
neuen Erwerbungen eingereiht werden.
S 2.
Die zum ausschliesslichen Gebrauche der beiden untern Ab-
Iheilungen der Kantonsschole geeigneten Biicher werden ausge-
schieden und in einem passenden Lokale aufgeslellt. Zur Uoler-
hallung und Vermehrung dieser Abtheilung wird von den in 5.
e und f bezeichnelen Krediten zusammen ein Betrag von je 100
Franken fur jede der beiden Abtheilungen abgezogen und dorch
die beireffenden Lehrerkonvenle nach §. 5 verwendet. Diese haben
gemeinschaftlich fiir die Verwallung derselben zu sorgen und
geben dem Oberbibliothekar jahrlich im Januar eine Uebersicht
der neuen Anschaffungen ein, welche dieser der Jahresrechnung
beilegt.
*. 3.
Doubletten konnen zum Nutzen der Bibliolhek verausserl oder
vertauscht werden. In beiden Fallen sind die Titel derselben in
der Rechnung anzuftthren.
Zweiter Abschnitt.
Vermehrung der Bibliolhek.
4 4.
Die neuen Anschaffungen in die Bibliolhek der Kantonal-
Lehranstalten werden unabhttngig von einander durch folgende
Kollegien beschlossen, deren jedem dafUr jahrlich ein bestimraler
Kredit angewiesen wird. Der Oberbibliothekar hat jedoch das
Rechl, Einwendungen gegen beschlossene Anschaffungen zu ma-
chen, wobei Rekurs an den Erziehungsrath vorbehallen bleibt.
Diese Kollegien sind: •
a) die theologische Facullfit der Hochschule;
b) die slaalswissenschaftliche Facullfit der Hochschule;
c) die medicinische Faculttit der Hochschule;
schaftliohe J Facul,al der H^hschule;
f) der Konvent des Gymnasiums;
g) der Konvent der Induslrieschule ; *
h) der Lehrerkonvent der Thierarzneischule.
ft. 5.
Zum Behuf der Anschaffung neuer Werke wird ein jfihrlicher
Gesammtkredit von 2500 Frkn. eriiffnet und zwar im Einzelnen:
a) der theologischen Facullttt 400 Frkn.;
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b) der ataatswissenschaftlichen Fakultttt 400 Frkn. ;
o) der medicinischen Fakultat 400 Frkn.;
d) der philosophischen Fakultat:
1. der philologisch-historischen Sektion 300 Frkn.;
2. der mathematisch-naturwissenschaftlichen Sektion 300
Frkn.;
e) dem Gymnasium 300 Frkn.;
f) der Industrieschule 300 Frkn. ;
g) der Thierarzneischule 100 Frkn.
Ueberdiess ist dem Oberbibliothekar zur Bestreitung aller we item
Kosten fiir Einband, Stempel, Porti u. s. w., sowie far Anschaf-
fongen nach eigenem Ermessen ein jghrlicher Kredif von 1000
Franken erbffnet. Die in den §$. 6, 18 and 23 bezeichneten
Einnahmen fallen zum Kredit des Oberbibliothekars.
*. 6.
Der Bibliothek der Kanlonallehranstalten fallen ferner zu:
a) die fur Ertheilung von akademischen Graden durch die Pro-
motionsordnungen der Fakullaten festgesetzten Beitrage;
b) die nach den Statuten des Preisinstitutes ausgesetzten , aber
nicht zur Verwendung gekommenen Hauptpreise;
o) allfallige, von akademischen Behbrden Studirenden auferlegte,
Geldbussen ;
d) die in der Universittttsordnung fiir Abgangszeugnisse zu Gun-
sten der Bibliothek ausgesetzten Gebiihren.
* 7.
Die BeitrMge desStaates warden in derWeise erhoben, dass
der Kantonsschulverwalter die vom Oberbibliothekar genehmigten
Rechnungen auszahlt. Derselbe zieht auch die in §§. 6, 18 und
23 erwahnten Beitrage nach Anordnung des Oberbibliothekars
jfihrlich im Dezember ein. Die Gebiihren an die Bibliothek von
akademischen Promotioneu werden ihm, sobald dieselben bezahll
sind, durch den Dekan Ubersendet, unter Anzeige an den Ober-
bibliothekar.
Dritter Abschnitt.
Verwaltung der Bibliothek.
«. 8.
Die Oberaufsicht fiber die Bibliothek u. a. w. fiihrt eine Kom-
mission von drei Mitgliedern , welche der Erziehungsrath auf die
Dauer von vier Jahren bestellt.
*. 9.
Die oberste Leilung der Bibliothek fiihrt ein vom Erziehungs-
rathe rait Wiederwahlbarkeit auf vier Jahre gewtthlter Oberbiblio-
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thekar mil einem jtthrlichen Gehalt von 800 Franken. Er wohnt,
wo es sich nicht am seine persbnlichen Verhfiltnisse handelt, den
Sitzungen der Aufsichtskommission mil berathender Stirarae bei.
4. 10.
Der Oberbibliolhekar sorgt fiir die Katalogisirung der Biblio-
thek und fiihrt folgende Verzeichnisse:
a) der Fortselzungen ;
b) der neuen Anschaffungen nach dem Datum der Anschaffung;
c) der geschenklen Biicher;
d) der von der University oder Kantonsschule an die Biblio-
thek abgelieferten Drucksachen.
Aoch hat derselbe die Versendung dieser Druckschriften an
diejenigen schweizerischen and deatschen hdhern Lehranstalten za
besorgen, welche ihre Programme den hiesigen Lehranstalten
mittheilen.
*. 11.
Jedes der vier bezeichneten Kollegien bestimmt fiir die Daaer
von zwei Jahren ein Mitglied, welches die Beschliisse des Kolle-
giums dem Oberbibliothekar (ibermittelt und demselben auf Ver-
langen an die Hand geht.
$. 12.
Der Oberbibliothekar legt im Laafe des Januars den einzel-
nen Kollegien eine Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben vor,
and zwar der letztern sowohl fiir Fortsetzongen als neue An-
schaffungen.
i 13.
Die Bedienung der Bibliothek besorgt der Unterbibliothekar,
der auf Vorschlag des Oberbibliothekars von der Aufsichtskom-
mission unter Bestatigung des Direklors des Erziehungswesens mit
einer Besoldung von 700 Franken gewfthlt wird und einer jfihr-
lichen Bestatigung durch die Aufsichtskommission auf Zeugniss
des Oberbibliothekars bin unterliegt. Er hat die Ausgabe der
Biicher wfthrend der Zeit, wo die Bibliothek gettffnet ist, sowie
tiberhaupt die Auflrage des Oberbibliothekars zu besorgen.
Zur weitern Bedienung der Bibliothek ist auch der Pedell
der Hochschule verpflichtet.
*. 14.
Die beschlossenen Ank&ufe werden einzig durch den Ober-
bibliothekar besorgt, welcher genau daruber zu wachen hat, dass
der Jahreskredit nirgends tiberschritten und keine Ausgabe auf
das folgende Jahr ttbertragen werde.
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8S
§. 15.
Der Kantonsschulverwalter sendet bis Ende Januar eioe Kopie
der Kassenrechnung nebst den Belegen dem Oberbiblinthekar ein.
Diese sowohl, als die von dem Oberbibliothekar bis Ende Februar
zn stellende Rechnung werden den Vertretern der Kollegien zur
Einsicht zugeschickt und sodann vor Ende Marz der Direktion des
Erziehungswesens zur Prfifong und Genehmigung (ibersendet.
Vierter Abschnitt.
Benutzung der Bibliothek.
$. 16.
Die Bibliothek ist fiir sfimmlliche Lehrer der Kantonallehr-
anstalten und des eidgen5ssischen Polytechnikums , sowie fur die
in §. 4 genannten Personen tfiglich yon 11 bis 12 und 1 bis 3,
den Studirenden und Schiilern dieser Anstalten Montag und Mitt-
woch yon 1 bis 2 und Samstag von 1 bis 3 Uhr zum Bticher-
ausleihen getiffnet.
*. 17.
Ftir jedes einzelne Werk wird vom Empftnger ein Schein
ausgestellt. Diese Scheine werden samratlich in ein eigenes Buch
eingetragen und nach dem Alphabete der Aussleller geordnet und
aufbewahrl.
4. 18.
Die Bibliothek kann auch von andern Freunden der Wissen-
schaften auf geniigende Garantie hin gegen einen Jahresbeitrag
von 10 Franken benutzt werden.
*. 19.
Der Einlritt in die Bibliothek selbst ist nur mit Bewilligung
des Oberbibliothekars gestattet.
§. 20.
An die Studirenden und Schtiler der Kantonallehranstalten
sollen nicht mehr als vier Bftnde gleichzeitig ausgeliehen werden.
Besonders koslbare Werke, Handschriflen, Kupferwerke u. s. w.
kdnnen nur mit besonderer Genehmigung des Oberbibliothekars
ausgegeben werden.
$. 21.
Wird ein ausgeliehenes Buch von einem andern Berechtigten
verlangt, so muss es der Besitzer vier Wochen nach Empfang
desselben zuriickliefern. Fiir Beschfidigungen ist Ersatz zu leisten.
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§. 22.
Kein Studirender der Hochschole und kein Schiiler der Kan-
(onallehraostalten erhall ein Abgangszeugniss , ehe er vom Ober-
bibliolhekar eine Bescheinigung beigebracht, dass er kein Buch
voo der Bibliothek mehr bei Handen babe.
$. 23.
JMhrlich ftndet eine allgemeine Revision der Bibliothek statL
Zu diesem Behufe miissen alle Biicher in einer offentlich bekannt
zu machenden Frist eingeliefert werden. Die nicht eingelieferteo
Biicher werden gegen eine Vergtitung yon 60 Bp. ftir jeden Scbeia
abgeholt. Ftir vierzehn Tage bis drei Wochen ist die Bibliothek
dann Jedermann verschlossen.
*. 24.
Durch gegenwartiges Reglement wird dasjenige vom 10. Man
1842 aufgehoben. Die Aufsichtskommission wird ermachligt ionert
den Schranken desselben weitere spezieilere Anordnungen hin-
sichllich der Art der Benutzung der Bibliothek zu treffen.
Den sammtlichen Rektoren and Vorstanden der Kantonallebr-
anstalten ist das Reglement zur Handhabung zuzustellen, wobei
sie auf die Bestimmung des §. 22 besonders aufmerksam gemacht
werden.
Ztirich, den 14. Herbstmonat 1860.
Im Namen des Erziehungsrathes:
Der Direktor des Erziehungswesens,
Dr. Ib. DnbS.
Der SekreUr,
Fr. Schweizer.
Der Regierongsrath
hat
vorstehendem Reglement die Genehmigung ertheilt.
Actum Ztirich, den 6. Weinmonat I860.
Vor dam Regi erungsrathe .
Der zweile Staatssohreiber,
A. Vogel.
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Uebersicht der neuesten Litteratar.
DEOTSCHLAND.
Abeken, Beroh. Rud., Goethe in d. J. 1771 bis 1775. gr. 8. (435 S.)
Hannover, geh. n. 2% Thlr.
Actorum, novorum, academiae Caesareae Leopoldino-Carolinae Germa-
nicae naturae curiosorum vol. XXV11I. seu decadis HI. tomus VIII.
Et. s. t.: Verhandlungen der Kaiserl. Leopoldinisch - Carolinischen
Akademie der Naturforscher. 28. Bd. Mit 38 Stein-Taf. (wovon 1
col., 15 in Bunt- u. 5 in Tondr. in gr. 4., gr. Fol. u. qu. gr. Fol.)
ffr. 4. )XIV u. 443 S.) Jena geh. n. 12 Thlr.
Aegidi, Ludw. Karl, Aus dem Jahr 1819. Beitrag zur deutschen Ge-
schichte. *r. 4. (IV u. 38 S.) Hamburg, geh. n. % Thlr.
Alpenburg, Joh. Nepomuk Rilter v.. deutsche Alpensagen. Gesammelt
u. hrsg. gr. 8. (XIV u. 384 S.) Wien. geh. n. 2 Thlr.
Arlstophanis comoediae edidit Aug. Meineke. 2 Voll. Edit. ster. 16.
CCXXX u. 804 S.) Leipzig, geh. 24 Ngr.
Aofrecht, Th., Catalogus codicum inanuscriptorum sanscriticorum post-
red ico rum quotquot in bibliolheca Bodleiana adservantur. Pars 1.
gr. 4. (Ill u. 203 S.) Oxford 1859. geh. n. 3% Thlr.
Baehring, Pfr. Bernh., Bunsen's Bibelwerk nach seiner Bedeulung f. die
Gegenwart beleuchtet. Lex.-8. (VII u. 104 S.) Leipzig, geh. n. 12 Ngr.
Baumgarten, Oberleut. G., sechszig Jahre d. kaukasischen Krieges, m.
besond. Berucksicht. d. Feldzuges im ndrdlichen Daghestan im J.
1839. Mit 2 (lith.) Uebersichlskarten (in gr. 4. u. «r. Fol.) u. 5
(litb.) Plfinen (in Lex. -8. u. 4) Nach russ. Orig. deulsch bearb.
Lex.8. (IX u. 207 S.) Leipzig, gen. n. 3 Thlr.
Bavaria. Landes- u. Volkskunde des Konigr. Bayern, bearb. v. e. Kreise
bayer. Gelehrter. 1. Bd: Ober- u. Niederbayern. 2. Abtb. Mit e.
Tracbten-Bild in Holzschn., *ez. von A. v. Ram berg. Lex -8. (XVI
S. u. S. 673—1202 m. 2 in Kpfr. gest. Karteu in qu. gr. Fol.) Mun-
chen 1860. geh. (a) n. 2 Thlr.
Bibllographle, allgemeine. Monalliches Verzeichniss der wichtigern
neuen Erscheingn. der deutschen u. ausland. Literatur. Zusainmen-
gestelll v. Paul TrdmeL Red.: Dr. Ed. Brockhaus. Jahrg. 1859—
1861. A 12 Nrn. (B ) gr. 8. Leipzig. A Jahrg. baar n. % Thlr.
Bibliotkek der angelsachsischen Poesie in kritisch bearb. Texten u. m.
vollstfindigem Glossar hrsg. v. Dr. C. W.M. Grein. 3.Bd. [Glossar 1]
1. Hit. gr. 8. (240 S.) G6ttingen. n. 2 Thlr. (I— HI, 1.: n. 7% Thlr.)
Calllmachl Cyrenensis hymni et epigrammala ed. Aug. Meineke. gr. 8.
(XXIII u. 336 S.) Berlin, geh. n. 2 Thlr.
Caesaris, C. Jul., commentary cum supplementis A. Hirtii et aliorum.
Edidit Frid. Kroner. Edit. ster. 16. (LXXV1 u. 580 S.) Leipzig.
geh. 13% Ngr.
Hieraus einzeln: Commentary de bello civili. (150 S.) 6 Ngr. —
Commentary de bello callico. (238 S.) 6 Ngr.
Cartlas, Ernst, griecbische Geschichte. 2. Bd. Bis zum Ende d. Pelo-
ponnes. Kriegs. gr. 8. (Ill u. 704 S.) Berlin, geh. n. 1% Thlr.
(1. 2.: n. 2 Thlr. 21 Ngr.)
Eplpbanll. episcopi Constantiae, opera. Edidit G. Dindorfms. Vol. 111.
Pars I. gr. 8. Leipzig, geh. n. 3% Thlr.
(I— III. 1. u. V.: n. 11 Thlr. 24 Ngr.)
Inhalt: Panarii libri II. tomus II. et libri III. tomi I. II. (XVI u.
588 S.)
Falke, Jak., zur Coslumsgeschichte d. Mittelalters. [Mil 156 (eingedr.)
Holzschn ] Imp.-4. (46 S.) Wien. geh. n. 1 Thlr.
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88
Fock, Otto, Rugen'sch-Pommersche Geschichten aus sieben Jahrhunder-
ten. I. Rugen 1168. Mit 1 (litb.) Karte d. alien Rugen (in gr. 4) a.
1 (chromolith.) Grundriss v. Arkona. gr. 8. (X u. 156 S.) Leipzig,
geh. o. 24 Ngr.
Frohschammer, Prof. Dr. J., Ob. die Freiheit der Wissenschaft. gr. b.
(XI u. 164 S.) Mfinchen. geh. 24 Ngr.
Helm, Lieut., Gescbichte der Kriege in Algier. 2 Bde. Mit 2 (chromo-
lith.) Kaiten u. 1 (lilh.) Plane (in qu. Fol. u. gr. Fol.) gr. 8. (XVI
u. 616 S.) Konigsberg. geh. n. 4 Thlr.
Jansen, K., die Bedingtheit d. Verkehrs o. der Ansiedelongen der Meti-
schen durch die Gestallung der ErdoberflSche, nachgewiesen inson-
derheit an der Cimbrischen Halbinsel. gr. 8. (VIII u. 112 S. m. 1
Steintaf. in gr. 4 ) Kiel. geh. n. IB Ngr.
Jessen, Dr. Karl, Was heisst Botanik? Ein Vortrag gehalten zu Greifs-
wald, den 15. Decbr. 1860. gr. 8. (26 S.) Leipzig, geh. 6 Ngr.
Klein, Gyinn.-Prof. Karl, Geschichte v. Mainz wShrend der ersten fran-
zdsischen Occupation im J. 1792—93 m. sammtl. Aklenstucken. 3. Hft.
Sr. 8. (S. 193 - 288.) Mainz. Subscr.-Pr. (a) n. % Thlr.
m, Frdr., u. Karl Alex. Frhr. v. Reichlin- Meldegg, Proff., Ge-
schichte Europa's im Uebergange vora Mittelalter zur NeuzeiL 2. Bd.
gr. 8. (XVI u. 544 S.) Leipzig, geh. n. 3 Thlr. (cplt.: n. 5% Thlr.)
Lassalle, Ferd. , das System der erworbenen Rechte. Eine Yers6hn|.
d. positiven Rechls u. der Rechtsphilosophie. 2 Thle. gr. 8. (XXXII
u. 1125 S.) Leipzig, geh. n. 5 Thlr.
Hens, H., die Entwicklung d. Menschengeschlechts nach der Geschichte.
gr. 8. (IV u. 130 S ) Berlin, geh. % Thlr.
Rledel's, (Geh. Archivrath Dr. Adph. Frdr.), Codex diplomalicus Bran-
denburgensis. Sammlung der Urkunden, Chroniken u. sonstigen Ge-
schichlsquellen f. Geschichte der Mark Brandenburg u. ihrer Regen-
ten. Fortgesetzt auf Veranstaltung d. Vereines f. Geschichte der
Mark Brandenburg u. ihrer Regenten. Des 1. Haupltheiles od. der
Urkunden-Sammlg. f. die Oris- u. specielle Landesgeschichte 20. Bd.
gr. 4. (Ill u. 516 S.) Berlin, geh. n. 4% Thlr.
dasselbe. Des 3. Haupltheiles od. der Sammlg. f. allgemeine Lan-
des- u. kurfurstl. Haus-Angelegenheiten 3. Bd. gr. 4. (510 S.j Ber-
lin, geh. n. 4*k Thlr. (I, 1-20. II. 1—6. Ill, 1—3.: 130% Thfr.)
Souchay, Dr. E. F., Geschichte der deutschen Monarchic von ihrer Er-
hebung bis zu ihrem Verfall. (In 4 Bdn.) 1. Bd. Geschichte der
Carolinger u. der Ottonen. gr. 8. (XVI u. 640 S.) Frankfurt a. M.
Tlerieljahrs-Catalog aller neuen Erscheinungen im Felde der Literator
in Deutschland. Nach den Wissenschaflen geordnet. Mit alphabet.
Register. 16. Jahrg. 1861. I. Hft. Janr. bis Marz. Nebst Anhang.
Die Rubriken I. Theologie u. Philosophic ; II. Medicin u. Natur-
wissenschaflen ; HI. Padagogik u. Jugendschriften werden auch
einzeln ausgegeben.
Wangemann , Archidiac. Semin.-Dir. Dr., sieben Bucher Preussischer
Kirchengeschichte. Eine aktenmfiss. Darstellg. d. Kampfes urn die
lulher. Kirche im XIX Jahrh. Anhang. A. u. d. T.: Geistliches Regen
u. Ringen am Ostseestrande. Ein kirchengeschichtl. Lebensbild aus
der 1. HSIfte d. XIX. Jahrh. 8. (XII U.248S.) Berlin, geh. n. % Thlr.
Veranlworllicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melter in Leipzig.
d. 2% Thlr.
baar n. Vi Thlr.
(cplt. m. Anhang: n. 6 Thlr.)
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zum
30. Juni.
SKRAPKlTIfl.
•AP 12.
1861.
Blbllothekordnungen etc., neieste 1b- and aisl&ndltche Lttteratur,
Anielgen etc.
Znr Besorgimg aller in nachstehenden Bibliographien yerxeichnelen BOcher
empfehle ick nidi anter Zuichernng schoellster trod billfggter Bedienang; denea,
welche nich direct nit reap. BetteUnnjea beehrea, sichere ich die grdsslea Vor-
tbeile ra.
handschriftlicher Nachlass.
Wer jemals so gliicklich war, in Berlin in die Geburtsstatte
der ,,neueren Erdkunde" in Carl Ritter's Bibliothek- and Ar-
beitszimmer zu gelangen und von ihm selbst eingeheoder Mitthei-
longen aos dem unerschopflichen Schatze seines allnmfassenden
Wissens gewtirdigt zo werden, der wird sich wohl auch jener
sauber bezeichneten und wohl geordneten zahlreichen Cartons
erinnern, in welche der unermtidliche Forscher mil wahrhaft wun-
derbarem Bienenfleisse das reiche Material sammelte, aos welchem
er mit der Kraft seines klaren scharf sichtenden Geistes den Ban
seiner Wissenschaft in so glfinzender Weise theils schon. ausfiihrte,
theils noch auszufiihren gedachte. Aber gewiss nur weBigen der
Allvertrautesten mag es vergonnt gewesen sein, auch nur annahe-
rungsweise die Masse dessen zu schMlzen, was in diesen ein-
fachen HUUen verborgen liegt, theils in selbststftndigen Arbeiten,
theils in hdchst werthvollen Collectaneen nebst Kartenskizzen
und Zeichnungen, theils endlich in einer wissenschafllichen Cor-
respoodenz, wie sie ihres Gleichen kaum wohl je gehabt hat, und
deren Werth flir die Wissenschaft Alexander von Humboldt
dadurch thatsttchlich anerkannte, dass er den grossten Theil der
an ihn selbst gerichteten, aber zunttchst erdkundliches Interesse
gewahrenden Briefe aus alien Theilen der Welt in „Ri tier's
Archiv" — wie er zu sagen pflegte — niederlegte, meinend,
XXII. Jahrgaag.
T. O. Weigel in Leipzig.
Carl Ritter's
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90
dass sie eben nur in solcher Hand gut aufgehoben seieu und der
Wi86en8chafl Nutzen bringen werden. Und alle diese Schfitie
sind, sammt der Bibliothek und bochst werthvollen Kartensamm-
lung, durch Ritter's Tod, nach vergeblichen Versuchen, sie als
ein Ganzes der Berliner Bibliothek erhalten zu sehen, in die Hand
des Unterzeichneten gekommen, den zwar sein Beruf treibt, sie
zu verfiussern, dem es aber nicht desto weniger die grosste Ge-
nugthuung gewtthren wiirde, namentlich den schatzbaren hand-
schriftlichen Apparat, mit Einschluss der Correspondenz , unge-
trennt irgend einer offentlichen Anstalt zur Verwerlhung im
Geiste des grossen Mannes, der, unterstiitzt von alien den gross-
ten seiner Zeitgenossen diesseits und jenseits des atlantischen
Oceans, das Alles wfihrend seines langen, uoermUdlichen fleissigen
Lebens zusaromenbrachte, — unter mtiglichst billigen Bedingungen
iiberlassen zu kiinnen.
Zu dem Ende achtet sich der Unterzeichnete fiir verpflichtet,
im Nachstehenden wenigstens eine ungefthre Uebersicht dessen
zu geben, was der besagte handschrif tliche Nachlass
Rider's enlhalt, wobei er fiir die Collectaneen die alphabe-
tische Anordnung und eigenhaodige Bezeichnung des Sammlers
beibehMlL
A. Collectanea in 4*°-
voll.
Abyssinien 2
Afghanistan 1
Africa centralis
„ historica
„ (Krapf, Knoblecher)
„ nova 1849
„ 1854
„ Mithridates . . .
Aiger, Sahara ....
Alpes
Altai
Alte Geschichte . . .
Alt-Thracien.Deukal ion. Buddha 1
Amerika 13
S. Ansoharius 1
Arabia 3
„ Petraea 1
Armenia 3
Asia
„ Amur
„ Asara
„ Central
44
Asia
voll.
Transport 44
China
Dekan 3 voll.
Euphrat und Tigris . . 9
Ganges Indus
Hindostan 2 voll.
Historica
Hinter-Indien
Hoch-Asien
Kashmir
Kirgisen
Korea
Mesopotam. Kurdestan
Minor 5 voll.
„ 7 voll.
„ Siidkiiste bis Lycien
Nepal und Bhutan
Nord-Sibirien
„ Ost-Ende
„ West-Russia
Ost- 3 voll.
„ Java
53
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91
vol!
Transport 53
Asia Langues Tartarea
„ Qst- Siam
„ „ Tarlarei 2 voll.
„ „ Volker-Slttrarae 2
voll. 37
Astronomic, theorel ... 1
Australia 5
Austria ....... 5
Aves 1
Babylonia l
Bahr el Abiad 1
Bayeri, Nord- und Osl-Europa 1
Bavaria 1
Bochara 1
S. Bonifaz 1
Borussia 1
Bos, Ovis, Capra .... 1
Britannia 1
Burgunden, Allemannen,Sueven
Boji . . 1
Cap Colonic und Land . . 2
Cerealien 1
Ceylon ....... 1
China, christl. (Gulzlaff) * . 1
,, 1854 Hongkon . . 1
Cilicia, Lycia 1
Cliraa 4
3
Congo und Guinea .... 1
Curonia, Livonia, Ballika, Finland 1
Cypern, Creta, Rhodos . . 1
Cyrenaica 1
Dania 1
Dante 1
Delta (Nil) 1
Deutsche Geschichte ... 7
Deutschland, geogn. u. orogr. 1
Don, Dnepr, Dniestr Land . 1
Donau 1
Edrisi, Abulfeda .... 1
Elbe 1
Elephas, Camelus, Equus 1
Espana 6
Ethnographic, allgem. . . 1
Ethnologie . . . . . . 1
154
voli
Transport 15'
Eupbrat und Tigris . . .
Europa
Fichtelgebirge, Thiiringerw. .
France
Flore
Gaue
Gentes Germanorum . . .
Geognosie. ...... 1
Geographia sacra ....
„ malhemat. . .
Gepiden, Hercules, Longobar-
den Varner ....
Germanen
Germania .......
St. Goar .......
Gothen „
Graecia -. 12
Habyssinia ......
Uassia ........ .
Hercynia .
Herodot (eigene Arbeit) . .
Hesychius, deutscher . . .
Himalaya .
Hindostan von Hamilton . .
„ Dekan ....
Hindu Mythologie und Tempel
Historia mapparum . . .
Humboldt, v. Buch . .
Hyperboraei, Argonautae
Japan
Jerusalem
India *
Inda China
Insulae k .
Iran
Island und Faroer ....
Italia 12
Jura Mont
Karpaten
Karten-Literatur ....
Raukasus
Kirche, christl. Germ. . .
Kosmos
Lacus
Litthauen .... . . .
253
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98
voll.
Transport 253
Marco Polo, Sherif Eddin etc 1
Hare Baltic, et Germ. In-
die, et AHant. Mediterr.
Rubrum. Fluxus et reflux.
Okeanos, undae navigatio,
temperatura maris . . 8
Metrologia mapparum ... 1
Minnes&nger 1
Mongolei 1
Montenegro, Serbien ... 1
Mylhologie 1
Neptun 1
New-Zealand 1
Nil 1
Niniveh 1
Norden der Alten .... 1
Novissima 1852. 53 ... 1
Nubia 1
Oasen 1
Oder ........ 1
Ophir 1
Oxus 1
Palaestina . 9
Palmeta, Palmen . . . . i
Persepolis 1
Peru und Amazonas ... 1
Griech. Philosophic . . . i
Phftnicien, Libanon, Nord-
Syrien 1
Phonicier 1
Plato 2
Pol, M'Clure Kane .... 1
„ Nord-West-Passage . 2
Polen . . , 1
West-Pontus 1
Geogr. Produktenkunde . . 3
Prussica 1
Pyrene 1
Quellen. uud Fllisse ... 1
Rhein 2
„ und Mosel-Gebicge . 1
Rh8n, Spessart 1
Rumeli, Bou6 Viquesnel, 1846. 1
Rumelien und Macedonien
1839 . . t f » • • 1
312!
▼oil.
Transport 312
Russia 5
Nieder-Sachsen
Ober-
Sahara
Sarmatia
Scala sumroitatum Alpium
Scandinav. Norden . . .
Schdnbrunn
Schwaben
Schwarzwald, Rauhe Alp, Oden-
wald
Schweden
Senegal und Gambia . . .
Seres Lenca
S. Severin
Sinai, Arabia Petraea . .
Slaven
Sudan und Niger ....
Sprache
Sunda Gruppe
„ Inseln
Syria
Tacitus
Taprobane, Buddha . . .
Tartarus Vulcane ....
Thebais
Theocrit
Thucydides
Thuringi, Saxon., Dani. . .
Topes
Topik
Tiibet
Troas .
Turkistan
Ungarn
Ural
Varia 2
Vegetatio 8
Ventor 2
Vinum 1
Vogesen 2
Wald 1
Weichsel 1
Weisskunig und Thewerdank 1
Weser . . 1
380
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93
voll.
Transport 380
Zigeuner 1
Zoologie .... . ._ . 3
384
voll.
Africa 3
Asia 3
Alte Welt ...... 3
Australian und Afrika . . 1
Chemie 1
Erdkunde ....... 10
Europa, Mittel-* und Ost- . 6
Germania vor a. 1000 — jetzt 3
Neuere Geschichte 1443 —
1700 1
Graecia antiqua . . . . . 2
33
voll.
Transport 384
Dazu
Varia ohne besondere T itel ca. 50
Voll. in 4. ~434
voll.
Transport 33
Griechen v. Perserkrieg-Alex.
Romer bis Augustus
Romische Kaiser bis Odoacher 3
A. v. Humboldt 1827/28 . . 1
18. Jahrhunderl bis 1826 . 1
Italia antiqua 3
Mineralogie 1
Miltelalter 3
Palaestina 2
Statistik 3
Voll. in 8. 50
B. Collectanea in 8 1
C. 4 grosse Folio-Cartons mit Ausarbeilungen von Kilter's Hand,
dabei sammtliche Original-Schriftsliicke derReise von
Richardson, Overweg und Barth. Wetzstein's Reise nach dem
Hauran ira Original. Briefe von Bunsen, E. Vogel, Pauli,
Humboldt, Graf Schlieffen (iiber seine Reise nach Indien),
Richardson, Neade, Sturz, Graf Liittichau, Comte Karacsay,
Prof. Stuhr. Der ganze handschriftliche Nachlass des beriihmten
Kartenzeichners J. L. Grimm etc. etc.
1 gross Folio-Carton enthaltend einen vollslSndigen Apparat zur
Reise von Marco Polo von der Haud des Mitgliedes der Berl.
Akademie Professor Horkel. Von grosser Wichtigkeit und
noch unedirt.
Correspondenz des Major Rennell an Joseph v. Hammer in Origi-
nalbriefen.
2 grosse Folio-Cartons enthaltend den ganzen lilterarischen Nach-
lass des Consuls E. G. Schulz in Jerusalem, bestehend aus
dessen Notizbiichern , Abschriften von Handschriften zur Ge-
schichte der Kreuzziige, Karten und Aufnahmen des gelobten
Landes etc. etc. Von grosser Wichtigkeit.
Vorslehend aufgeftihrte Collectaneen umfassen den vol 1 stein -
digen schriftlichen Nachlass des Professors Dr. Carl Ritter. Sie
befinden sich in Papp-Mappen von 1 bis 3 Zoll Starke und enU
halten Ausarbeilungen von seiner eigenen Hand, Originalbriefe
von Reisenden, Einzeldrucke die nichl in den Handel kamen, Aus-
schnitle aus Zeitungen etc. etc. auf Reisen, Natur- und Vdlker-
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94
knnde beziiglich , eine sehr wichtige Originalcorrespondenz von
A. v. Humboldt an Ritter, eine dergleichen von E. Robinson iiber
seine Reisen in Palaestina. Sehr ausgedehnt sind die Original-
briefe verschiedener Missionaire and Reisenden, die den ver-
schiedenen BMnden am betreffenden Platze beigelegt sind ; so aocb
die Originalberichte beriihmter Reisender, wie Tchihatcheff, Barth,
Vogel, M. Wagner, W. Krafft, Tobler, Major Lloyd, Haossmann,
Russegger, G. E. Day, Hammer-Purgstall , Stone, Prinsep, C. 0.
Mailer, C. F. Neumann, K. Koch, C. Scherzer, J. G. Kohl, E. G.
Squier, P. v. Kbppen, Basiner, Bacr, Helmersen, Mahlmann, H.
MUller, Kiepert, Woronzow, Semenow, Ermann, Beke, Minutoli,
H. Schlagintweit, A. Schlagintwcit, Sturz, Bonpland, L. v. Buch,
Martius, J. D. Hooker, Krapf, Halleur, Bialloblotzky, Abich, Mur-
chison, J. Yates, Dove, Bleek, Karacsay, GUtzlaff, Lepsius, Linth-
Escher, Petermann, Burmeister, R. Schomburgk, G. Engelmann,
Parthey, Chesney, Woodbridge, Lymann, Collmann, G. Rosen,
Blasius, Mouat (in Calcutta), Haug, Mouravieff etc.
D. Ein vollstfindiges Exemplar von Rilter's Erdkunde, des Ver-
fassers Hand-Exemplar, mit zahlreichen Correcturen, Nach-
trfigen and daraaf beziiglichen Briefen, welche in die be-
treffenden BMnde eingelegt sind.
E. Bd. 2, 3, 4, 6 desselben Baches, Exemplar des Professors
Ideler, mit zahlreichen Correcturen von dessen Hand.
F. Eine grosse Anzahl (iiber 1000) Originalbriefe an Ritter von
den ersten Koryph&en der Wissenschaft, darunter mehrere
hundert von A. v. Humboldt.
3F. ©• WPeigel, Buchhdndler in Leipzig.
Uebersf cht der nenesten Utterator.
DEUTSCHL AND.
Baar, Prof. Dr. Gust., Geschichte der alttestamentlichen Weissagung.
1. Thl. Die Vorgeschichte der alttestamentl. Weissagg. gr. 8. (X u.
420 S.) Giessen. geh. n. 2% Thlr.
Bopp, Frz., kritische Grammalik der Sanskrita-Sprache in kurzerer Fas-
sung. 3., umgearb. u. verm. Ausg. 1. Halfle. gr. 8. (192 S.) Berlin,
geh. n. 1% Thlr.
Emmlnghaus , Dr. C. B. Arwed, die schweizerische Volkswirthschaft.
2. (Schluss-)Bd. : Der schweizerische Handel u. die Giiteranwenduog
in der Schweiz. gr.8. (VIII u. 389 S.) Leipzig, geh. (a) n. 1% Thlr.
Ew&ld, Heinr., sprachwissenschaflliche Abhandlungen. 1. Abhandluog ub.
den bau der lhatwdrter im Koptischen. [Aus den Abhandlgn. d. K.
Ges. d. Wiss. zu Gottingen.] gr. 4. (65 S.) GSttingen. geh. n. %Thlr.
Pontes re rum austriacarum. Oesterreichische Geschichts-Qaellen. Hrsg.
v. der histor. Commission der k. Akademie dor Wissenschaften in
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95
Wieo. 2. Abth. Diplomataria et acta. 19. Bd. Lex.-8. Wien 1859.
geh. o. 1 Thlr. 16 N*r. (1, 1. 2. II, 1—20.: n. 37 Thlr. 28 Ngr.
Inhalt: Quellen zur beschichte der Bdhmischen Bruder vornehm-
lich ihren Zusammeuhang in. Deutschland betr. Veroffentlich
v. AnL Gtndelu. (460 S.)
Freytag, Prof. Dr. G. W., Einleilung in das Studium der Arabischen
Sprache bis Mohammed u. zum Theil spater zum allgemeinen Ge-
brauche auch f. die, welche nicht Hebraisch u. Arabisch treibeo.
jr. 8. (XII u. 511 S.) Bonn. geh. u. 3% Thlr.
Ffirstenberg, M. H. F., die Kratzmilben der Menschen u. Thiere. Mil 15
lith. Taf., 10 Umrissfig. (in Holzschn.) a. 3 (eiogedr.) Holzscbn. Fol.
(V u. 240 S.) Leipzig, cart. n. 16 Thlr.
tiraesse, Bibliothecaire Dir. Jean Geo. Thdr., Tresor de livres rares et
precieux ou nouveau dictionnaire bibliographique. Livr. 13. gr. 4.
(Tome III. S. 1—96.) Dresden, geh. (a) n. 2 Thlr.
Hellaorff, General-Major z. D. Frhr. v., aus dem Leben des kaiserlich
russischen Generals der Infanterie Prinzen Eugen v. Wurttemberg,
aus dessen eigenhand. Aufzeichngn. so wie aus dem schriftl. Nach-
lass seiner Adjutanten gesammelt a. hrsg. 1. Thl. gr. B. (Y u. 160 S.)
Berlin, geh. n. i% Thlr*
Huber, Prof Dr. Jobs., Johannes Scotus Exigena. Ein Beitrag zur Ge-
schichte der Philosophie u. Theologie ira Mitlelalter. gr. 8. (XV n.
443 S.) Munchen. geh. 3 Thlr.
Jaba, Otto, die Lauersforter Phalerae erlautert Fest-Programm zu Win-
ckelmanns Gebartstage am 9. Decbr. 1860. Hrsg. v. dem Vorslande
d. Vereins v. Alterthumsfreunden in den Rheinlanden. lmp.-4. (28 S.
m. 1 Kpfr.- u. 2 Steintaf ) Bonn 1860. geh. n. 1% Thlr.
Kef er stein, Prof Dr. Wilh. , u. Ernst Ehlers, zoologische Beitrage ge-
sammelt im Winter 1859/60 in Neapel u. Messina. Mit 15 Kpfrtaf.
gr. 4. (YI u. 112 S.) Leipzig, geh. n. 8 Thlr.
KffUiker, Prof. Alb., Entwicklungsgeschichte d. Menschen u. der hdheren
Thiere. Akademische YortrSge. Mit Fig. in (eingedr.) Holzschn.
2. Halite. Lex.-8. (IV S. a. S. 209—468.) Leipzig, geh. n. 2 Thlr.
(cplt. : n. 3% Thlr.)
KakalJeTlc , Jos., alitor Bassani de Sacchi, Jura regni Croatiae,
Dalmaliae et Slavoniae. Cum privilegiis, libertatibus , articulis et
constitutionibus diaelarum sou generalium congregationum ejusdein
regni, ac constitutionibus diaetarum seu comitiorum regni Hungariae,
idem socium regnum spectantibus, ex corpore juris Hungarici ex-
cerptis. 3 Tomi. hoch 4. (Tom. I. fasc. 1. VII u. 160 S ) Agram.
geh. n. 2% Thlr.
Hichaells, Dr. G., Bericht ub. Moon's Blindenschrift. Mit e. Druckprobe.
ffr. 8. (62 S.) Berlin, pen. n % Thlr.
Ratoke, Heinr, Entwickelungsgeschichte der Wirbelthiere. Mit e. Vor-
wort v. A. KdMker. Lex.-8. (IX u. 201 S.) Leipzig, gen. n. 2 Thlr.
Remling, Domcapit. geistl. R. Dr. F. X., der Speyerer Bom, zunSchst
ub. dessen Bau, Begabung, Weihe unter den Saliern. Eine Denk-
schrift zur Feier seiner 800jahr. Weihe. [Mit e. lith. Beigabe (in
qu. Fol.)] gr. 8. (VI u. 210 S.) Mainz, geh. n. 26 Ngr.
Rieger, Max, alt- u. angelsachsisches Lesebuch nebst allfriesischeu Stu-
cken. Mit e. Worlerbuche. Lex.-8. (XXVIII u. 353 S.) Gessen.
geh. n. 2% Thlr.
Roscher, Wilh., System der Volkswirthschaft. Ein Hand- u. Lesebuch f.
Geschaftsmanner u. Studierende. 1. Bd. A. u. d. T. : Die Grundlagen
der Nationalokonomie. 4., verm. u. verb. Aufl. gr. 8. (XI u. 580 S.)
Stuttgart, geh. n. 3 Thlr.
Vermebren, Konr., die Autorschaft der dem Aristotoles zugeschriebenen
Scbrift : JTtQi Etvoipavovg, ntgl Zrjvavog, negl ro^yCov. Eine phi—
losophisch-krit. Untersuchg. gr. 8. (44 S.) Jena. geh. y 4 Thlr.
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96
Walewski, Prof. Ant. v., Geschichte Leopold's I. a. der hi. Ligue. 165?
— 1700. Nach ungear. Urknnden. 2. Thl. 1. Abth. gr. 8. (L1V u.
568 S.) Krakau. (Wien.) geh. n. 3 Thlr. (I— H, l. : n. 8^4 Thlr.)
ENGLAND.
Buckle (Henry Thomas) — History of Civilisation in England. Vol. %
8vo. pp. 610, cloth. 16s.
Tonche (V.) — Hand-Book of Initial Letlres and Borders : a Series of
Twenty-five Plates from the Sixth to the Sixteenth Century. Post
8vo. sewed. 2s. 6d.
A n z e I g e.
Bei Tendler & Comp. in Wien (Polzelberger ♦ From me)
isl soeben in Commission erschienen und in alien Buchhandlungea
zu haben:
Des
Olmutzer Bischofes
Stanislaus Pawlowski
Gesandtschaftsreisen nach Polen
aus Anlass der Konigswahl nach dem Ableben Stanislaus I.
(1587 — 1598.)
Nach
den handschrifllichen Quellen des k. k. geh. Haus-, Hof- und Staats-
Archivs zu Wien und des Olmutzer furslerzbischofl. Archivs zu Kremsier,
bearbeitet
von
Kduard Kdler ?«n layer,
Olmutzer F. E. Arcbivar und Bibliothekar etc. etc.
Preis : 3 Thlr. 10 Sgr.
Veranlwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger: T. 0. Weigei Druck von C. P. Mefoer in Leipzig.
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zom
iERAPEUII.
15. Juli. 13.
1801.
BibliothekordDungen etc., neueste In- and ausl&ndische Lltteratur,
Anzeigen etc.
Znr Besorgung aller in nachsteheoden Bibliographien verzeichnclen Biicher
empfehle ich mich nnter Zusicbening schoellstcr und billigster Bedienung; deoen,
welcbe mich direct mit reap. Beslellungen beehren, sichere ich die grossten Vor-
theile zu.
T. O. Weigel io Leipzig.
afanuscriptenkataloge
aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse.
Bekanntlich vermachte der im Jahre 1800. verstorbene Frei-
herr Renatus Karl von Senckenberg der Universitatsbi-
bliolbek zu Giessen seine ansehnliche Biichersammlung, die auch
an Handschriften und Urkunden sehr reicb war. Der Oberbiblio-
tbekar der Giessener Universilatsbibliothek Herr Prof. Dr. Adrian
hat die Gtite gehabt, der Redaction einige Handschriftenkataloge,
die sich unler von Senckenberg's Papieren beflnden, mitzu-
theilen. Dieselben folgen hier in diplomatisch genauem Abdruck.
I.
C a t a 1 o g u s 4
Collectorum a Camerarijs, Seculis XVI. et XVII., Manuscripto-
rum, ad Historiam Ecclesiasticam el Polilicam, nec non ad
Philosophiam el Rem literariam h. t. pertinentium.
Volumen I.
Compleclitur typos aliqvot autographos Epistolarum Lutheri
ad Erasmum Rolerodamum et alios, plures Melanchlhonis , inter
qvas habetur ejusdem Consilium de Concilio Tridentino, Item In-
structio Episcopalia Principi Georgio Anhaltino, Coadjutori Mar-
XXII. Jahrga&g.
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i>8
tisborgensi inscripta, item Kpislola Melanchthonis graeca ad Joasa-
phura Palriarcham Constanlinopolitanum, adjunctis qvibusdam Epi-
stolis Casparis Crucigeri.
Volumen II.
Continet Epistolas Melanchthonis manu exaratas ad Principera
Wolffgangum Palatinum, Danielem Stibarum, Hieronymum Baum-
gartnerum, Martinum Lutherum, inter hasce autem qvara plures,
qvibos Lulhero fusius ralionem reddit rerum in Comitijs Augusta-
nis Ao. MDXXX. gestarum, alias ad Ebnerum, Fridencum Abba-
tem Sancli ^Rgidij Norimbergensera , ad Spenglerum, Raulebium,
Georgium Sturtiadem Medicum, ad Brentium, Osiandrum, Ambro-
sium Blaurerum, Bernhardum Ciglerum Theologum Lipsiensero,
Vitum Theodorum, et alios : Harum qvaedam typis jam edit© sunt,
qvaedam tamen ineditae.
Volumen HI.
Constat CCCXLV1I. Epislolis qvarum bene multae lectu sunt
dignissimae, velut XI. Epistolae Lutheri, binse Eras mi Roterodami,
altera ad Joachimum Camerarium, altera ad Melanchthonem ; item
Epistola Huldrici Zuinglij ad Capitonem; Item Epistola Jacob* i
Wimphelingij ad eundem. Plures Thomae et Ambrosij Blaurerorum
fratrum, una etiam Thomae Blaureri Hebraice scripla, cum adhuc
apud Constantienses degeret. Item XXXIII. Simonis Grynaei ad
Joach. Camerarium. Item XXX. Epistolae maximi momenli Cas-
paris Crucigeri ad Vitum Theodorum Norimbergensem. Item typi
Epistolaruin Joachimi Camerarij ad Lutherum, Erasmum, Baum-
gartnerum, Herdesianum etc. Item Epistolae autographae Joannis
Calvini ad Melanchthonem, Ambrosium Blaurerum, el ad Albertum
Hardenbergium, inter Epistolas Calvini editas non extantes. Item
Epistola Urbani Rhegij Ao. MDXXIX. ad Ambrosium Blaurerum
tunc adhuc Ecclesiae Constantiensis Pastorem. Item Epistolae Joanis
Kesleri, Conradi Pellicani, Joachimi Vadiani, Martini Buceri, Bul-
lingeri, Petri Marlyris, Rod. Gualteri, Wolffgangi Musculi, Frechti,
Farelli, Sturmij, Osiandri, Tossani, Salzeri, Bezae, Zanchij,
Pauli Eberi, Matthesij, M. Flaccij Illyrici, 0. Chytraei, Crispini,
et aliorum.
Volumen IV.
Continet Epistolas CCCLXXXIII. qvarum qvam plures sunt
gravissimi momenti, qvalis est Epistola Thomae Crameri Archi-
Episcopi Canluariensis ad Melanchthonem de Concilio irenico
instituendo: alia prolixa ad Melanchthonem scripta firasmi Ao.
MDXXIV. ad eundem Epistolae Vergerij, Julij Pflugij, Justi Jonae,
Justi Minij, Caspar. Hedionis, et Joanis a Lasco. Idem Epistolas
L1X. Joan. Brentii, et LXVII. Erasmi Rudingeri ad Joach. Came-
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99
rarium sen. Epistolae VIII. Matthesij, et XLVII. Zachariae Ursini
ad Joachimum Camerarium juniorem Medicine Doctorem, omnes
historiam Ecclesiaslicam h: t: illustrantes , qvo etiam perlinet
Epistola lifian: Treroelij ad Joach: Camerarium Secretarium Bi-
pontinum de Morle Regina* Marie , et inde orta fausta Ecclesia?
Anglicanae mutatione. Hnbetur bic eliam inedita Responsio graeca
Exarchi Patriarrhici Constantinopolitani ad Literas, qvas Melanch-
thon et Joach: Camerarius ad Patriarcham Joasaphum scripserant.
Volumen V.
Continet Epistolas CCCXXVI. inter qvas sunt XIV. Alberti
Hardenbergij , bina3 Zachar: Ursini ad Herdesianum, autographa
Phil: Messiaci Mornaei, Aria? Montani, Phil: Marnixij, Francisci
Junij, Caspar: Waseri, Guilielmi Stuckij, Cardinalis Baronij, et
aliorum manu saltern scriplorum notabilia. Alia? praeterea Epistola?
bene multa? rerum pondere etiam comendantur. Velut IV. Davidis
Paraei ad Festum Hommium, et ad Frideric : Dorvillaeum, V. Job :
Drusij ad diversos , singula? Lamberti Danaei, J: L: Calandrini,
Job: Piscatoris, Joh: Lampadij, H: A: Verderij, Mart. Lydii,
Front: Ductei, Joh: Alb: Comitis Solmensis ad M: A: de Dominis,
et hujus responsum, D: Salmuthi, Pitisci, Jac: Arminij, S: Gou-
larti etc. V. Epistolae Andr: Riveti, IV. Nicolai Vedelij, binae Frid:
Spanhemij, VII. Alberti Molineri Hungari, VI. Sixti Amamae, III.
Joh: Buxtorffij, VII. aulographae Grilli Lucaris, in Aymonij Monu-
mentis Rer: Germanicar: non editae, XXXIII. Epistolae Abr. Scul-
teti ad Rittershusium , Dorvillasum, et alios, VII. Isselburgij Bre-
mensis ad Ludovic: Camerarium, II. Epistola? P: Molinaei ad Se-
cretarium Medioburgensem.
Volumen VI.
Gravidum est scriptis CXX. varijs, potissimum ad Controver-
siam sacramenlariam, molus Crypto-Calvinisticos, et fata Formulae
Concordiae pertinentibus. Agmen ducunt ultra triginta scripta Har-
denbergiana, ex ipsius scrinijs, ut videtur, collecta. Item Articuli
Torgenses Ao. M.D.LXXIV. cum notis marginalibus Esrami Rudi-
geri. Deinde Summa Colloqvij Guilielmi Landgravij Hassiaci cum
D. Jacobo Andrea?, et alijs Theologis Saxonicis de Libro Con-
cordia?. Item Epistola Melanchthonis ad Philippum Landgravium
Hassiae Anno MDLV. de Responsionibus comodis ad objectiones
adversariorum Protestantibus inconstantiam exprobrantium etc. Acta
varia Maximiliani II. (mperatoris in causa Religionis. Epistola
Casimiri Com: Palat. adversus Formul: Concordia?. Documenta
fere qvinqvaginta Cancellaria? Cassellana? ad Historiam sacramen-
tariam speclantia, nilidissime descripta. Hem Copia Proposilio-
num paciflcarum, qvas Legati Ecclesiarum Reformatarum Franco-
furti Ao. MDLXXVII. congregati Landgravio Guilielmo per 0: P:
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Knibbium J: U: D: exponi corarunL Apologia germanic& scripta
adversus Jac: Andreae Norimbergenses Calvinismi insimulanlem
Ibidem Libellus de Jesu Chrisli Marlyre Anna Burgio, etChristoph:
Herdesiano. etc. Agmen Documentorum horum claudit Copia fa-
mosi Libelli germanicfe scripli, in qvo rythmis scurrilibus charts
lusoriae Singulis Theologis Saxonibus Crypto - Calvinismi no la in-
visis altribuuntur.
Volumen VII.
Exhibet Epistolas CCCXXIX. ICtorum maxlmb Seculo XVI.
celebrium ad Joach : Camerarium sen. Inter illas numeranlur
XXXVU. Joh: Mylij ICli Norimb. XLIV. Slramburgeri Norimb. III.
Andr: Francki Canicziani , de Colloqvio Ralisp: MDXLI. Item
Epistola Chrisloph: Herdesiani de Comilijs August: MDLXVI.
IV. Epistolae Malth: Wesenbecij. XIV. Andreae Pauli ICti Dresd.
IX. Chrisloph: Wuuslij Bambergensis. IV. Petri Wesenbecij, et
aliae, qvibus ut plurimum de rebus domesticis agitur, interjectis
tamen fere ubiqs novis Ecclesiasticis.
Volumen VIII.
Comprehendit Epistolas CCCCXX. Virorum clarorum, eoromqj
proecipue Professorum Allorffinorum exeunle seculo XVI. ad Joach:
Camerarium jun: M: D: et Scholarcham Norimb: scriptas. Inter
eas eminent Epp: XXXIII. Scipionis Gentilis, CLXIX. Conr: RiU
tershusij, LXill. Ph: Scherbij, XXlil. Nic: Taurelli, XXV. Matlhis
Bergij, XXXVI. Joh: Praetorij, XII. Christoph: Coleri etc. pleraeq$
de rebus familiaribus ex curis Academicis, adspersis tamen etiam
hinc inde novis lilerarijs et Ecclesiasticis.
Volumen IX.
Sislit Epistolas CCCLXXVII. ICtorum celebrioruro Seculi XVI.
et XVII. in qvibus non solum singularia multa occurrunl de Causis
forensibus, verum etiam nova literaria et Ecclesiastica. Notari
merentur binae Epp: Gallic® Cujacij, totidem CI: Joach: Hopperi
ad G: Cassandrum, XXV. Epp: Francisci Hotomanni ad Fabianum
Burggravium a Dhona, et ad Joach: Camerarium jun: M: D: bins
Christoph: Herdesiani, XXIII. Henr: Kellneri, s: Cellarij, VII.
Matlh: Wesenbeckij, XVI. Georgij Kemi, XVII. Dionysii Gotbo-
fredi, VIII. Petri Brederodij, XXII. G: M: Liogelshemij , III. B:
Nicolai Krellij Cancellarij Electoris Saxonis.
Volumen X.
Complectitur Epistolas CCCXLV. in qvas VIII. Georgij Sabini
ad Phil: Melanchlhonem Socerum, IX. Greg: Bersmanni Lips: ad
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Jachimos Camerarios palrem at fllium, LI. Joh: Caselij, prater
doas graces omnes lalinae, ad Joach: Camerarium jun: M: D:
Item Jac: Monavij M: f): Bpistolae CXXX. ad eundein, XXV. Joh:
Sambuci Panonis ad eundem, XII. Reineri Reineccij Steinhemij
ad eundem, XI. Malth»i Dresseri ad eundem, IV. Nic: Reussneri
ad Joach: Camerarium sen: XIX. Davidis Hoeschelij Auguslani ad
Joach: Camerarium jun: XXXVII. Pauli Schedij Melissi Franci ad
eundem, XXII. Ioh: Rosini, qvondam Rectoris Ratispon: deinde
Pasloris Vinariensis ad eundem, pleraqs de rebus literarijs, crilicis,
Historicis, et Theologicis, «qj ac familiaribus.
Volumen XI.
Constat Rpistolis CCCXLH. qvales sunt VI. Joh : Alexandri, et
Ludovici Brassicani ad Joach: Camerarij Sen: XXVI. Abdiae et
Godescalci Praeteriorum ad eundem. V. Adami Caroli Consiliarij
Regij Vienn: ad eundem. VIII. Rpp: Petri Collatini posthumi,
germanice Kirchpuchler , Oenipanlanae Nobilitatis Didascali ad
Eundem. XLV. Jacobi Bedrobi Argentoratensis ad Eundem. VI.
Mich: Toxilis Argentorat: ad Joachimum Camerarium juniorem.
XVIII. Nicol: Gerbelij ad Joach: Camerarium Sen: XLVIII. Mi-
zylli ad eundem. XCII. Georgij Fabritij Argentorat: ad eundem.
XV. Adami Siberi ad eund. VII. Joh: Posselij ad eund. XVII.
Petri Lotichij Secundi ad Herdesianura, Neustetterum, Camera-
rium seniorem.
Volumen XII.
Habet Epistolas CCVII. inter qvas notari merentur III. Sigis-
mundi Tordae Geloi, Nobilis Hungari ad Joach: Camerar: sen. et
IX. Epistolae gnecs ad Comercium epistolicum Melanchthonis cum
Patriarcha Constantinop: pertinenles. Plures singulares ad initia
Reformationis spectantes, velut Lazari Spengleri, Bilibaldi Pirck-
heymeri, Andrea3 Sylvi Brugensis etc. ex Collectione Joach: Ca-
merarii Sen. Deinde plures ad Joach: Camerarium fil: M: D. vel
ex ejus el Ludovici fil: Collectione, velut una Tychonis Brahe,
II. Martini Crnsij, cum Epicedio graeco in mortem Joach: Came-
rarij Sen. III. Reineri Reineccij, II. G: Junij ad Ludovic: Came-
rar: el Ubbon: Emmium, el Panegyris in Ludov: Camerarij Pro-
cancellariatum Siles: autore Mart: Opilio. VII. Rpp: Joh: Paludij
Philosophi Genev: ad Joach: Camerar: jun. VII. Joh: de Leet ad
Jos: Scaligerum et Ludovic: item Phil: Camerarios etc.
Volumen XIII.
Continet Epistolas DCXCI. magnorum et clarorum virorum
tam seculi XVI. qvam seqventis ineuntis, eorumq} praecipu& Gal-
lorum, Italorum, Angloruro, et Scotorum prae cieteris hie servari
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merentur. CIX. Epp: Haberti Langueti, sed ex istis autographis
jam bis k Camerarijs edit©. His adjungunlur Epp: CLXXXIII.
Jac: Bongarsij ad Joach: Camerar: jun. item XC. Epp: Italics
Jac: Conlareni. LXXX. Jo. Wrothi Aogli, pleroeq3 Italics et ex
Italia script© ad Joach: Camerar: jun. X. Bonifacij misanthropi
Marchionis Cracoviensis ad ennd. XXVII. Job: Scaligeri ad diver-
808. V. Isaaci Casauboni ad Rittershasium et Sarrazinam etc.
monumenta plurima hue conferri placuit, saltern ideo commen-
danda, qvod autographa sint Personaruro Hlustrium, velut Electri-
cis Palalinte Elisabeth©, Jacobi I. fill®, Vice-Comitis de Turrenne,
Cosmi Medic&i Ducis Hetruri©, Rescripts Catharin© Mediae©
Regin© Gallia?, item Gardinalis du Bellay , Cancellarij Gallici Bru-
larti, Cardinalis Perron ij, item Pithoeorum, Puteanorum, Jac: Aug:
Thoani, Mich: Hospitalij, Cardinalis du Fresne etc. etc.
Voiumen XIV.
Componilur Epistolis CCCCLVIII. magnorum et Doclornm
Relgarum qvarum prime sunt V. gallic© Caroli Audacis Ducis
Burgundi© manu ad Cancellarium suum Dayraeries scripts, cum
ejusdem Rescripto de Ao. 1459. seqventes singulares Cardinalis
Ant: Granvellani, Gall: item Augerij Busbeqvij Gall. IV. Jani
Dons© ad Oldenbarneveldium et alios. X. Abr: Orlelij Regij Geo-
graphi Antverp: ad Joach: Camerar: Jun. etc. LIU autographs
Justi Lipsij. XXVII. Francisci Madij IC H Brugens: ad Joachimun
Camerarium jun. XVII. Hugonis Blolij Bibliothecarij C©sarei ad
eundem. XXIV. fer6 omnes metric® Caroli Utenhovij ad Wieros.
HI. Joh: Meursij. IV. Carmina et Epp: Casp: Gevartij. V. Jani
Gruleri ad Joach: Camerar: jun. Singulares Gerhardi Jo: Vossij,
R. von den Honest. VI. Dan: Heinsij ad Ludovic: Camerarium.
II. Constantini Huygen ad eundem. II. Poemata Baudij. XI. Epp:
Alberli Joachimi Legati Belg: in Anglia ad Ludovic: Camerar.
LXXX. Cornelij Hag© Legati Belgici in Aula Constantinop : ad
eundem; plerseq^ Sleganographicfe scriptae, adjuncta tamen pie-
rumqs interpretatione interlinear], etc.
(Fortset zung folgt.)
Uebersicht der neuesten Mtteratnr.
DEUTSGHL AND.
Barth, J., hohenzollernsche Chronik od. Geschichte n. Sage der hohen-
zollernscheo Lande. Nach dem neuesten Stande der histor. For-
schg. bearb. (In ca. 6 Lfgn.) 1 Lfg. 8. (80 S.) Sigmahngen. geh.
n. % Thlr.
Block, Dr. M., BevSlkerang d. franzSsischen Kaiserreichs in ihren wich-
tigsten slatistischen VerhSltnissen dargestellt. gr. 16. (Ill u. 62 S. m.
12 chromolith. Karten in 4.) Gotha. In engl. Eiub. n. 28 Ngr.
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103
Oaris, Carl Gust., zur vergleichenden Symbolik zwischen Menschen- a.
Affen-Skelet. Mit 2 (Stein-)Taf. (in gr. Fol.) [Abdr. aus den Yer-
handlgn. der k. L.-C. d. A.] gr. 4. (18 S.) Jena. geh. n. 1 Tblr.
■Rdler, Dr. J. H. v., ikb. totale Sonnenfinsternisse in. besond* Beruck-
sicht. der Finsterniss vom 18. Joli 1860. Mit 9 (chromolitb.) Taf.
[Abdr. aus den Verhandlgn. der k. L.-C. d. A.[ gr. 4. (96 S.) Jena,
geh. n. 4% Tblr.
Mayer, Archivar Ed. Edler v., des Olmutzer Bischofes Stanislaus Paw-
lowski Gesandtschaftsreisen nach Polen, aus Anlass der Kdnigswalil
nacb dem Ableben Stefan I. [1587—1598.] Nach den handschriftl.
Quellen d. k. k. geh. Haus-, Hof- u. Staats-Archives zu Wieu u.
d. Olmutzer fursterxbischoff. Archives zu Kremsier bearb. Lex -b.
(484 S. m. 2 Steintaf. in gr. 4.) Kremsier. (Wien.) geh. n. 3% Thlr.
Pagenstecher, Doc. Dr. H. A., Beitrage zur Anatomie der Milben. 2. Hit.:
Ixodes ricinus. Mit 2 lilh. Taf. (in Bunldr.) Fol. (Ill u. 45 S.)
Leipzig, cart. (a) n. 2 Thlr.
Palaeontographica Beitrage zur Naturgeschichte der Vorwelt. 7. Bd.
Hrsg. von Hem. v. Meyer. 5. Lfg gr. 4. (S. 251—300 m. 10 Stein-
taf. in gr. Fol. u. Imp.-Fol.) Cassel. geh. n. 8 Thlr.
(I— VII. 5., MIL u. IX. 1.: n. 143% Thlr.)
Paton, A. A., Researches on the Danube and the Adriatic; or, contri-
butions to the modern history of Hungary and Transylvania, Dal-
matia and Croatia, Servia and Bulgaria. Vol. 1. 8. (VIII u. 446 S.)
Leipzig, geh. n. 1% Thlr.
Rapp, Mor., das goldne Alter der deutschen Poesie. 2 Bde. gr. 8. (XII
u. 702 S.) Tubingen, geh. 2% Thlr.
Relae der ffsterreichischen Fregatte Novara ura die Erde, in d. J. 1657,
1858, 1859 unter den Befehlen d. Commodore B. v. Wullerstorf-
Urbair. 1. Bd. gr. Lex.-8. (XII u. 407 S. in. eingedr. Holzschn., 13
Holzschntaf, in Tondr., 9 lilh. Karten, wovon 8 in Buotdr., 1 Steintaf.
u. 1 Tab. in Lex.-8., qu. 4. u. qu. Fol.) Wien. In engl. Einb. n.3 Thlr.
Rlehl, W. H., die deutsche Arbeit, gr. 8. (X u. 330 S.) Stuttgart, geh.
ROber, Prof.Land-Baumstr. Frdr. Glob., Elementar-Beitrage zu Bestimmung
d. Naturgesetzes der Gestaltung u. d. Widerstandes u. Anwendung
dieser Beitrage auf Natur u. alte Kunstgestaliung. Nacb des Verf.
Tode hrsg. v. Frdr. Rdber. Mit 6 lith. Taf. (in gr. Fol.) Imp.-4. (Ill
u. 86 S.) Leipzig, geh. n. 2% Thlr.
Schirren, C, Nachricht v. Quellen zur Geschichte Russlands, vornehm-
lich aus schwed. Archiven u. Bibliotheken. [Aus d. Bulletin de
l'acad. Imp. des sc.] Lex -8. (80 S.) St. Petersburg 1860. Leipzig,
geh. n.n. % Thlr.
Tlscfiendorf , Prof Dr. Aenolh. Frid. Const., Anecdota sacra et profana
ex oriente et occidente allata sive nolitia codicum graecorum, ara-
bicorum, syriacorum etc. cum excerptis multis maximain partem
graecis et 35 scripturarum anliauissimarum exemplis. Editio repe-
lita, emendata, aucta gr. 4. (XVI u. 242 S. m. 4 Steintaf.) Leipzig,
cart. n. 6 Thlr.
Uhde, Dr. C. W. F. ( lib. die Schadelform der Sandwich -Insulaner. Mit
2 (Stein-)Taf. [Akdr. aus den Verhandlgn. der k. L.-C. d. A ] gr.4.
Yoigt, Pastor Heinr., die Lehre d. Atbanasius v. Alexandrien od. die
kirchl. Dogmatik d. 4. Jabrh. auf Grund der bibl. Lehre vom Logos.
In geordoetein Zusammenhange, wie iin Kampf m. ihren harct. Ge-
gensatzen dargeslellt. gr. 8. (XIX u. 346 S.) Bremen, geh. n. 2 Thlr.
Wackernagel. Wilh., die Umdeutschung fremder Worter. gr. 4. (V S.)
Basel, geh. n. 24 Ngr.
Wagner, Jos. Maria, die Litteratur der Gauner- u. Geheim-Sprachen
seit 1700. Kin bibliograph. Versuch. [Aus Dr. Jul. Petzholdt's „Neuer
n. % Thlr.
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Anzeiger f. Bibliographic etc/' abgedr.] gr. 8. (30 S.) Dresdea.
geh. n. % Thlr.
Weber, Minist.-R. Dir. Dr. Karl v.. Aus vier Jahrhunderten. Mitlheilan-
gen aus dem Haupt-Staatsarchive zu Dresden. Nene Folge. (In 2
Bdn.) 1. Bd. gr. 8. (Ill u. 394 S.) Leipzig, geh. \% Thlr.
Wossldio, Dr. P., ub. die Slruclur der Jubaea spectabilis. Eio Beilrag
zur Anatomie der Palmen. Mit 5 (Stein-)Taf. [Abdr. aus deo Ver-
handlgn. der k. L-C. d. A ] gr. (32 S.) Jena. geh. n. 2 Thlr.
Anzeigen.
lm Verlage von T. 0. WEI6EL in Leipzig ist erschieneos
im Uebergange vom Mittelalter zur Neuzeit
von
Friedrich Kortilm
und
Carl Alex. Freiherrn von Beichlin-Meldegg,
ordentliclien Professoren an der Universilat Heidelberg,
gr. 8. 68 Bogen. 5 Thlr. 20 Ngr.
liiterarlsches.
Die Forscher auf dem afrikanischen Sprachgebiete werdeo
darauf aufmerksam gemachl, dass der Missionar Hugo Hahn,
Verfasser der (lurch die Berliner Academie im Jahre 1857
herausgegebenen Grammatik und eines damit verbundenen
Worlerbuches der Herer6sprache, gegenwartig eine erweiterte
biblische Geschichte, zum grossen Theil genaue Ueberselzung
einzelner Abschnilte der heil. Schrift, des A. and N. Testa-
ments in derselben Sprache drucken lassL Es ist das Werk
mit 150 meist sehr gulen Holzschnitten, welche zum Theil in
den Text gedruckt sind, illuslrirt, und wird etwa 33 Bogen
stark werden. Im Anfange Juli wird es vollstandig erschie-
nen sein, und der Debit der fur den Buchhandel bestimmten
Exemplare durch C. Bertelsmann in Gutersloh besorgt
werden.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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zom
31. Juli.
J\? 14.
1861.
Blbliotbekordnttngen etc., neueste In- and ausl&ndische Litteratur,
Anzefgen etc.
Zur Besorgung aller in nachsteheoden Bibliograpbien verzeicbnelen Bttcher
empfehle ich micb outer Zusicnerung schnellster and billigster Bedieaung; denen,
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tfaeile to.
Comprehendit Epistolas CCCXLfl. inter qvas numerantur X.
Andres Duditij Consiliarij Caesar: ad Joach: Camerar : jun. XII.
Alexandri Fuggeri ad eund. XKl Marci Welseri ad eund., et
ultima ad Jos: Scaligerum. LXXVIII. Jac: Aug: Monavij ad Joach:
Camerar: jun: de rebus fatniliaribus, adspersis la men hinc inde
novis lilerargs et Ecctesiasticis. XL1. Job: Loewenklavij ad eund.
V. Jo. Hervagij ad Joach: Camerar: sen. Plures aliae ad eundem
Typographorum celebrium, Cratonis Mylij, Henrici Petri, Epis-
copij , Jo: Oporini, Henrici Stephani, Plantina, Raphelengi, et
Moreti, Comelini. LXXVII. Hieron: Wolffij Augustani. XVIII. Jo:
Caselij ad Joach: Camerarium jun. XLI. Davidis Hoeschelij ad
eundem. XXIII. Greg: Bersmanni ad Joach: Camerar: sen. XII.
Frider: Sylburgij ad Joach: Camerar: jun: et alios. XIV. Jani
Gruteri ad Joach: Camerar: jun. el alios, aliorumq3 ad Grute-
rum. item Copia Epislolae Antonij de Dominis ad Papam die IX
Octobr. Ao. MDCXXI. Italic* script etc. etc.
Continet Epistolas Wolffgangi Zindelini Constantiensis, causas
diverstrm German!© Principnm Venetijs agentis; prhis Volumen
XXII. Jabrgang.
T. O. Welgel in Leipzig.
BEanuscrlptanJutfaloffe
aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse.
(Fortsetzung.)
Volumen XV.
Volumen XVI. et XVII.
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constituent Kpistolae CCCXLII. ab Ao. MDLXXIII. usqve ad An-
num ejusd: seculi LXXXV1. scripts: Alteram vero Epp: CCLXV.
ab Ao. MDLXXXVU. usqj ad Anum ejusd: seculi XCVIII. omnes
ad Joach: Camerar: jun: M: D: Patririum et Syndicum Norim-
berg: data? , qvibus refert, qvae ad res politicas hujus tempohs
spectaot, pnemissis in priori lorao turn Epistola G: L. Hutteri
de usu haruro Epp:, turn (estimonijs P. Merulae, et G: J: Vossij
de earum Auctore.
Volumen XVIII.
Tradit epislolas CCLXXXVI. Conradi, Caroli, Andres Paolo-
rum ad Joach: Camerar: jun: ejusq} filium Ludovicum, nimirum
XIII. Conradi Pauli ab Ao. MDXCV1. usqs ad Anum MDCXXII.
Deinde CXI!. Caroli Pauli ad Ludovic: Camerar: pleraeqj ab Ao.
MDXCVII. ad Annum MDCXXVII. de varijs arcanis polilicis illius
temporis, el tandem CLXI. Andres Pauli ad eundem qvamvis di-
versis fictis nominibus tectum, ab Ao. MDCXXII. usqs a( * Anum
MDCXXIX. germanice, latine, italic^, el gallic^ scriptas, potissi-
mum de negolijs expulsi Regis Bohemiae Friderici Palatini.
Volumen XIX.
Conflciunt Epistolae CVIII. Andreae Pauli, Consiliarij t: I :
Saxonici, ad Joach: Camerar: jun: ab Ao. MDLXXIV. usqj ad
Anum MDXC. scripts, utplurimum Statum rerum polilicarum ex-
hibentes, adjectis interdum no vis, lam domesticis, qvam exoticis,
lilerarijs et alijs.
Volumen XX.
Complectitur Epistolas CLV. Ludovici Camerarij ad Rusdorf-
fium, Consiliarium Electoris Palatini, Ejusq3 primo in Aula Lon-
dinensi, posthac etiam Caesareft Legatum, ab Ao. MDCXXII. usq$
ad Anum ejusdem seculi XXXVII. scriptas, de rebus desperatis
Electoris particularia multa continenles.
Volumen XXI.
Continel monumenta miscellanea XXXVIII. Actorum publico-
ruin, qvorum pleraqve gravissimi sunt momenti, velut Praesagia
astrologica Lichtcnbergeri , et Carionis ad motus Bohemicos allu-
dentia, item excerpta ex Missalibus, et alijs Libris Pontificijs, Re-
formalionem vel exigenlibus, vel protestanlibus, opera Joach:
Camerarij Senioris. Item Acta Principura Palatinorum cam Ele-
ctore Friderico III. in causa Rcligionis Item Edictum Regis
Daniae adversum Formulam Concordia?. Item Historia Executionis
Magnalum Bohemicorum Friderico V. faventium, et alia afftoia.
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Item scriptum typis excusum de Exaoctoratione Electoris Palatini
Belgio&. Item Excerpta ex Literis Jacobi I. ad Generum, hujusq$
Responsis, gallic6, nec non varia aha motus hujus temporis spe-
ctantia, inter qv© etiam mulla de fatis Rousselij, proditoris fa-
mosi, et poSmata plura de negotijs ejus ©talis.
Vol urn en XXII.
Nihil continet praeter Indices et notas diversorum Signorum
in qvibasdam literis volorainibns superiohbos insertis adhibitorum.
Forma qvarta apparet hoc volumen, estqj steganographia Tritbemij
declarata, s. Porta de occullis literarom nolis.
Volumen XXIII.
Epistolis constat CCXXV. Virorom clarorum et doctoram
secoli maxime XVI. inter qvas eminent IV. Epp : Franc : Dryandri
Hispani ad Ph: Melanchtbonem , et Joach: Camerarium sen. II.
Mich: Rotingij ad Joach: Camerar: jun. III. Leonh: Stbckelij ad
Phil: Melanchth. Totidem Jo. Posselij ad Joach. Camerar: sen.
VI. Valentini Trozendorffij, et IV. Sebastiani Roesleri ad eundem.
Bin© graecse Hordisaei et Jac: Crellij ad Joh: Langium. Singalares
Sethi Galvisij, filmenhorstij , Cluverij, Frischlini , Taubmanni; III.
Epp: graaecae Metrophanis Crilopuli Berrhoensis, Norimbergae et
Altdorffij script®. Item Epistola Anonymi Camerarijs familiaris
de iniqvis fatis Joh: Sturmij apud Argentoratenses.
Volumen XXIV.
Non amplius habet qvam CLXVIII. Epistolas Virorom illustrium
secoli XVI. sed illas otplorimum selectiores, q varum prima est
Reochlini ad Joach: Camerar: sen: Ao. 1518. scripta, altera
Joach : Vadiani ad eundem de Codicibos Bibliothecrc Abbatis Sancto-
Gallensis. Item Epistola Huldrici Hutteni ad Eob: Hessom. XI.
Petri Mosellani. XXXVIII. Epp: et Schedul© Eobani Hessi. VIII.
Pelreii Aperbachij. II. Epp: Sigism: Geloi Hongari, Demetriom
ilium comendantis, cujus et hie Epistola habetur graeca, cujus etiam
mentio fit in Epistola graeca Exarchi Patriarchici Vol. IV. inserta.
Item XVII. Epp: Joh: Schegkij ad Joach: Camerarium sen. III.
Typi Epp: Joh: Homelij, com autographo Ep: germanica3 Lazari
a Schwend ad eundem. Item III. Petri Nigidij Marpurg : ad Joach :
Camerar: sen. et totidem Pauli Pereeandri, nec non Cyriaci Lin-
demanni ad eundem.
Volumen XXV.
Sistit l mo Tabulas Foederis inter Carolum I. Regem Anglia?,
et Christianom IV. Regem Danias Ao. 1625. pacti. 2 do Conditiones
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paciflcas et pacta liberam comeatam speclantia inter Reges Ao-
gliae et Hispanis, et Isab: Claram Eugeniara Austriacam', Gallic*.
3 tio Conditiones restiluendi Electorates auctoritate Christins Re-
ginte Saeciae, in gratiam hsredum Friderici V. Bohemis Regis,
Ao. 1633. 4 t0 conditiones neutralitatis & Gustavo Adolpho Reg*
Suecis Elecfori Trevirensi indultas, sine Anno.
Volumen XXVI.
Coroplectitur tredecim Relationes, qvas Legati Veneti et alij,
i Legationibus reduces, lingu& Italicft exposuerunt de moribus,
religioue, rationeq$ status diversarum Gentium, ad qvas missi fue-
rant, omnes seculo XVI. labente scriptas, de Germania Frid : Ba-
do£ri, de Hispania Mich : Soriani, de Gallia Job : Correrij, de Po-
lonia Hier: Lippomanni, de Anglia Dan: Barbari, de Sabaudia
Franc: Da Molino, de Ferraria Job: Maris Manslessa, de Neapoli
et de Joanne Austriaco Hieron: Lippomanni, de Convento di
Nizza Anon) mi, de Roma et Constantinopoli Bernhardi Novagrero,
de Venetia Legati Hispani anonymi, de Florentia Gussoni.
Volumen XXVII.
Conficit Historia detentionis Philippi Camerarij lC 4i , Joach:
Camerarij sen: Filij, et Petri Rieteri in loqvisitione Romana,
eorumq5 ex eadem liberationis Ao. 1565. aliaqs ad Fata Familis
pertinentia.
Volume* XXVIU.
Constituunt scripta CXHI. germanico, latino, Italioo et Gal-
lico Idiomale contexta, res cam Hungaris et Turcis ab Ao. 1622.
ad Anum 1632. gestas concernentia, inter qym narratio de morte
Sulianis Osmanni, et de Sediiionibus Ottomaniois, Italic* 1622.
Item acta hoc tempore in Silesia etc. adjuncta his aetis est Epi-
stola Cancellarij Ojenatirng ad Joach: Camerarium Ludovi fllium,
qva partem Relationum Turcicarum in Usura Legati Suecioi ad
Sultanem mittendi expetit.
Volumen XXIX.
Exhibet Collectanea actoruti publicormn ad res Imperil Rom :
Gem; pertinentia, velut Acta in Comiljjs Wormatiensibus 1586.
Dubia Camers Imperialis in Comitijs Ratisp: Ao. 1694. exposila.
Libellus memorialis Comissariorum Imperial: ad Judicem Cameralem
Ao. 1595. Consultatio statuum Imperij in Puncto Justitis 1644.
Acta Deputationis extraord: Spirae coacls. 1651. Gravamina Sta-
tuum Imperij adversus Consilium Imperials Aulicum sine Anno.
Omnia lingu4 Germanic^ scripta.
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Volnmen XXX.
Comprehends scripta CXIU. ex Actis Coraitiorum Imperialium
ab Ao. 1623. ad Ann: 1636. plerumq^ collecla, feri omnia ger-
manica, pauca tantum latina, causam exauctorati communi Austria-
corum et Saxonum Consilio Palatini, et restitutionem Bonorum
Rcclesiasticorum concernentia , quaedam etiam ed tendentia at &
protectione Legum, et Tolerantift Iraperij orones religioni Palatini
adherentes excludantur.
Volumen XXXI.
Collectanea continet CL1II. res Belgicas concernentia, qoa-
tenus motibus Europe? et Bello tricennali implicitae fuerunt, ab
Ao. potissimum 1623* ad ann: 1636. admixtis tarn en et anliqvio-
ribus quibusdam, Jura Statuum Provinciarum anitarum illustranti-
bus. Leguntur autem alia germanic&, alia gallicfe, alia Belgice,
alia Latinft scripta.
Volqmen XXXII.
Componit descriptio Chorographica Politica, Ecclesiastica et
militaris Provinciarum confoederataram in Belgio, cum Designa-
tione familiarum nobilium, Academiarum, Professorum, aliorumq3
munera publica obeuntium, item redituuro et Expensarum, nec non
foederum cum Extehs. etc. prior Tractatus latin6 scriptus est,
reliqva germanicfe et Belgic6, imprimis qvod ad rationes status
bellici attinet, ab Ao. 1613. ad 1636.
Volumen XXXni.
Plus qvam centum scriplis plerisq$ autographfs constat ad
Historian! arcanam oblalae et infausto omine accepts & Friderico
V. Corona? Bohemian pertinentia, ano 1618. Inter alia hie ser-
vantur Diaria Burgravij Achatij & Dhona ad Bohemos missi, plura
qvibus Ludovic : Camerarius gravissime cansam suam agit adversus
eos, qvi ipsius potissimum consilio Electionem Bohemicam acce-
ptatam fuisse contendebant, qvod etiam testimonijs autographis
filectoris Friderici V. et aliorum hie refutatur. Multa praeterea
hie occurrunt Unionem Anhaltinam concernentia; Item XCVI. Epi-
stol© arcana3 Ludov: Camerarij ad Comitem Solmensem de rebus
Bohemicis. etc.
Volumen XXXIV.
Complectitur Documenta CLIV. qvorum praecipua ad ea perti-
nent, qvaj inter Regem Bohemias Friderieum V. et Sooerum Ejus
Regem Angliw Jacobua I. Ejusqs Filium Carolum I. gesta sunt
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no
ab Ao. 1619. ad Annum 1635., tam germanict, quern Gallic^ et
Latine concepta, adjunctis alijs politicis, arcanis Instructiooibus
pro desperatA fer& causft Palatini & Socijs nec fortiter, ncc
feliciter adjutd.
Volumen XXXV.
Continet ultra LX. scripta, potissimuro res inter Rlectoren
Palatinum, atqj Reges Angliae, Sueciae et Gallia, an is 1632. et
duobus seqventibus agitatas concerneutia , qvorum alia Latina,
alia Germanica, alia Gallica, alia Ilalica sunt. Agunt autem
pleraq5 de restituto ope Suecorum Palatinatu, et de Conditionibus
restiluendffi Electoralis Dignitatis. Additus Discursus Epistolaris
Forslneri de Foedere Domus WurtembergicsB cum Rege Gallia
pro Conservatione Comitatus Mombeliartici. etc
Volumen XXXVI.
Continet circiter CXXX1V. scripta ut plurimum Legationi Pa-
latini in Anglia inservientia ab Ao. 1622. ad An. 1637. pleraq3
Germanica, qvaedam tamen etiam Latina et Gallica. Inter ilia
notari meretur Responsio Catholicorum ad 7. Qvaestiones de pace
religiosft, et restitutione bonorum Ecclesiaslicorum. afio 1628.
pp. 20. Varise relatione* de diversis Expeditionibus belli tricen-
nalis, et Consilia paciftcatoria , Liter® arcana? Joachimi Camerarij
ad Ludovicum Patrem, negociationes variae pro Restitutione Electo-
rate Palatini.
Volumen XXXVII.
Constat praecipue sex scriptis Regni Sueciae arcana status
attinentibas, qvorum primum est Tractatus pp. 30. nitide descri-
plus, cui Titulus: Imperij Suecorum status, forma, el Constitute :
auctoritate Senalorum etc. in Convenlu generali pacta. Holmis
d. 29. Jun. 1634. Alterum scheda pp. 10. lingua germanica ex-
ponens consilia pacifica slatibus Regni k Regina Christina, anlequam
arma ponerentur, coffiendala. Ao. 1640. Tertium Explanatio du-
biorum adversus Foedus Gallo-Suecicum. Ao. 1673. motorum,
Germanice pp. 5. Quarturo Acta circa abdicationem Reginae Chri-
stina; d. 15. April. 1654. idiomate Suecicd. Qvintum Excerpta
ex peculiari Instrument de forma Regiminis Suecici. 1660. idio-
mate Sueco. Conclusa in Comitijs Regni Suecici 1660. germ.
Adjectic suni huic Volumini qvam plures schedule non compacts,
in qvibus varia notata sunt in subsidium saltern memorise Col-
lectoris.
Volumen XXXVIII.
Sistit scripta CCXXXVI. ad Acta publica Imperij Romano-
Germanici referenda ab Ao. 1619. ad An. 1629. ubi Collector
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Ill
ipse notavit, XVI. priora docuraenla in Tomis Lundorprj I. et II.
edita esse, qvae fere ad Gesla Ludovici Camerarij in Legatione
Saxon ica pertinent. Reliqva Turbas hujus tempohs bellicos, et
Consullationes varies, vel pacificas, vel factiosas, tarn Caesareo-
rum , qvam staluum Imperij spectant. Inter alia Epistola Matlhise
Hoe ab Hoheneck ad D. Georg. Zeemaiium, Pastorem Suevum,
cujas Consilia de uniendis Protestantibus parum pie eludit. Germ.
1627. it. Copia Epistola? a" Confessarid Caesared ad Jesuilam Hil-
desianum Ao. 1628. script© de opprimendis hereticis.
Volumen XXXIX.
Componunt ultra LX. Paciftcationes, Transactiones, Confoe-
derationes, diversorum Regum slatuumq5 Europse ab Ao. 1570.
ad Ann. 1636. velut sunt Pacta inter RR. Sueciae et Daniae, turn
com Caesare, turn inter se, diversis annis; alia inter Suecos et
Polonos, nec non Moscovitas; Foedus Lngaro-Bohemicum. 1620.
Pacta Hispano-Danica, Foedus Caesareo-Hispanicum adversus Pro-
testantes. 1632. Conventio inter Ducem Aurelianensem et R. Hi-
spa niae. 1634. Reconcilialio Gabrielis Bethleni cum Caesare. 1626.
Tractatus Arabico-Gallicus nitidissime in Typographia Regia Paris,
excusus pp. 46. continens conditiones foederis Ao. 1604. initi
inter Henricum IV. et Sultanem Achraetem. Diversa Pacta nuptia-
lia diversorum Regum et Principum. Varite Conventiones statuum
Imperij, turn inter se, turn cum Exteris, imprimis Typis Unionis
Electoralis, Lingua Germ. d. 28. April. 1600. conditte, ad qvam
notalur, hoc Exemplar eo majoris momenti esse, qvod nec Limnaeo,
nec Carpzovio, nec Goldasto innotuerit, et aperte referatur ad
pacta Ann. 1446. 1502. et 1521. Habetur etiam hie pactum in-
ter Fridericum Archi-Episcopum Bremensem, et Urbem Bremen-
sem, in qva Jura Parochialia Reformatis exclusive vindicat. d. 4.
Oct. 1639. &c.
(Fortsetzung folgt.)
Uebersicht der neuesten Litteratur.
DEUTSCHL AND.
Augustini, Aurel. , ars grammatica breviata. Editionem in Germania
priinam et Romana integhorem apographo codicis Bruxellensis usus
curavit Car. Frid. Weber, ut. 4. (31 S ) Marburg, geh. % Thlr.
Beitrage zur vergleicheuden sprachforschnng auf dem Gebiete der ari-
schen, celtischeo u. slawischen sprachen. Hrsg. v. A. Kuhn u. A.
ScJUeicher. 3. Bd. 4 Hfle gr.e. (I. Hit. 128 S.) Berlin, a Hft. n. 1 Thlr.
Bergm&nn, Jos , die Reichsgrafen von u. zu Hohenembs in Vorarlberg.
Dargestellt u. beleuchtet in den Ereignissen ihrer Zeit, vom J. 1560
bis zu lhrem ErISschen 1759. Mit Kucksicht auf die weibl. Nach-
kommen beider Linien von 1759 — 1860. [Abdr. aus den Denkschrif-
ten der k. Akad. d. Wiss.] gr. 4. (124 S.) Wien. n. 1% Thtr.
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112
Biblftothtcft aegyptiaca. Repertoriuni ub. die bis sum J. 1861 in Bezmg
auf Aegypten, seine Geographic, Landeskunde, NaUirgeschichte etc,
erschienenen Schriften, academ. Abhandlgn. u. Aufsaize in wissen-
schaftl. u. anderen ZeitschriRen Von Dr. H.Jotowicz. Nebste. alpha-
bet. Register. Suppl. I. gr. 8. (IV u. 75 S.) Leipzig, geh. n. % Tbfr.
orientalis. Manuel de bibliographic orientate. Cent: Supplement
du 1. vol. Litterature de 1'orient Chretien, de I'lnde, des Parsis, de
rindo-Chine et de la Malaisie, de la Chine, du Japon. Litterature
inantchoue, mongole et tibetaine. Tables des auleurs, des litres
orientaux et des edi tears. Par Dr. J. Th. Zenker, gr. 8- (XV o.
Oaesar, Jul., die Grundzuge der griechischen Rhythmik im Anschluss an
Aristides Quintilianus erlautert. Lex.-8. (XII u. 292 S.) Marburg,
geh. 1% Thlr.
Contzen, Lehr. Leop., die Wanderungen der Kelleu. Histonsch-kntisck
dargelegt Gekrfnte Preisschrift. Lex.-8. (X u. 269 S.) Leipzig,
geh. 1 Thlr. 27% Ngr.
Do?e, H. W., die Ergebnisse zw8lfjahriger, neon Mai taglich v. Uro. Ur.
Lose in Crefeld angestellter Beobachlungen. [Aus d. Abhandlgn. d.
k. Akad. d. Wiss. zu Berlin 1861.] gr. 4. (30 S. m. 4 Steintaf. in
qo. Fol.) Berlin, cart. * n. 1 Thlr. 6 Ngr.
Eichler, Dr. Aug. With., zur Kntwieklungsgescnichte d. Blattes m. be-
sond. Berucksicht. der NebeaJriatt-Bilduagen. Nebst 2 (lith.) Figu-
rentaf. (in qu. ar. 4.) gr. 8. (IV u. 60 S.) Marburg aeh. n. 12 Ngr.
Girgensohn, Gust. Karl, Naturgeschichte der Laub- u. Lebermoose Li?-,
Ehsl- u. Kurlands, nebst kurzer Charakterislik derjenigen Gattgn. u.
Arten, welche in den genanuten Provinzen noch gefunden werden
kdnntea, so wie derjenigen, welch* in den obrigen Theilen Ross-
lands bisher aufgefunden sind. [Aus dem Archiv f. die Naturkende
Liv-, Ehst- u. Kurlands abgedr.J Lex.-8. (488 S.) Dorpat 186a
geh. " " n. 2% Thlr.
Hansaen, Geh. Reg.-R. Prof. Dr. Geo., die Aufhebong der Leibeigenschaft
u. die UmgestaHong der gutsherrhch-bfiuertichen Verhiltnwse Bber-
aaapt in den Herzogth. Schlesvtig u. Holsteio. Gekrfnte Preisschrilt
Lex.-8. (Ill u. 195 $.) St. Petersburg. Leipzig, geh. n.n. % Thlr.
Eauamaun, Oberbaurath B., Albrecht Durer's Kupferstiche , Radirunaen,
Holzschnitte u. Zeichnungen, unter besond. Berucksicht. der dazu
verwandten Papiere a. deren Wasserzeichen. Mit 1 Holzschn. u. 8
(Stein-)Taf. Abbildungen der Wasserzeichen. hoch 4. (Ill o. 130 S.)
Kanitx, F., die romischen Funde in Serbien. [Mit 3 (lith.) Taf. (in Lex -8.
u. qu. gr. 4.) [Aus den Sitzungsber. 1861 d. k. Akad. d. Wiss]
Lex.-8. (11 S.) Wien. geh. n.n. % Thlr.
Meumann, Karl Frdr., ostasiatische Geschichte vora ersten cktnesiechen
Krieg bis zu den Vertragen in Peking. [1840—1860.] gr. 8. (XX u.
532 S.) Leipzig, geh. 3% Thlr.
RelnUcb, Dr. S. L., ub. die Namen Aegyptens in der Pharaonenzeit a.
die chronologische Bestimmung der Aera d. Konigs Neilos. [Aus d.
Sitzungsber. 1861 d. k. Akad. d. Wiss.] Lex.-a (40 S.) Wien. geh.
Stampfer, P. Cdlest., Geschichte Vinstgaus wihrend der Kriegsjahre
1796 — 1801. Mit besond. Beziehg. auf das Gericht Glurns. Mit 1
(lith.) Karte d. Kriegsschauplatzes u. 1 (lith. u. color.) Plane d. Ge-
fechls bei Taufers (in qu. gr. 4.) Lex.-a (VIII u. 155 S.) Bozen.
(Innsbruck.) geh. a. 1 Talr.
Verantworllicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger: 7. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
616 S.) Ebd. geh.
n. 2% Thlr.
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15. August.
J# 15.
1861.
Bibliothekordnungen etc., neneste In- and ausllndische Litteratur,
Anxeigen etc.
Znr Besor&ong alter in nachstehenden Bibliograpbien Yerieichneten Bilcber
empfehle ioh mich unter Zusicherung schnellster and billigster Bedienang; denen
welche mich direct mil reap. Bestellnngen beearen, aichere ich die grfosten Vor-
*heile so.
Ultra qvinqvaginta continet scripta varij generis, omnia ta-
men ad Historiam Pacificationis Westphalia* pertinentia. Velut
sunt Diarium arcanum Joach. Camerarij Ludov. fll. in Comitijs
Monast. Legati Suecico - Palatini , Ann. 1C45. et seqv. pp. 121.
Acta de causa Palatina et de Admissione Reformatorum ad Pacem
religiosam; forraul«q5 qvam plurimae de duplici hac causa in
Comitijs proposit*: Gravamina Klectoris Palatini adversus Caesa-
rem de non impletis promissis 1652. Historia violent® protesta-
tions Electoris Ejusd. adversus Legatum Bavarum in Comitijs
Francofurtensibus ao. 1658. etc. ferfc omnia germanica.
Exhibet Epistolas CCL. qvarura centum priores D. Streifflj
de Lauenstein, Cousiliarij Palatini, ad Joach. Camerar. Ludov. Fil.,
nec non XVII. ali« D. Gernand. v. Frays, et CXIX. ipsius Joach.
Camer. Lud. Fil. ad Streiffium, gallicfc script* sunt, et tandem XIV.
alife Joh. Portmanni , Consiliarij Palatini , germanicfc ; oranes de
Consilijs pacificis in Comitijs Westphal. agitatis ann. 1645. ad
ann. 1647.
XXII. Jahrgang.
T. O. Weigel in Leipzig.
MAnmaciiptenlCAtaloge
aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse.
(Fortsetzung.)
Volumen XL.
Volumen XLI.
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114
Volumen XLII.
Collecta retinet Documenta XIII. praeter primam de Legibus
et Stipendijs Collegij Casimiriani latine scriptom, omnia gerroa-
nica, et fere ad Jura Doraus Palatine, Ejusqs tarn cum Vasallis
proprijs, qvam cum vicinis Juliacensibus, Wormatiensibus, Spi-
rensibus, Moguntinis, Lotharingis etc. controversias pertinentia,
inter qu» diversa Response lC toram et Pacta ab Ao. 1611. ad
1669. excepto Privilegio Electoral! circa res tutelares, Casten-
Voiglheye, ann. 1520.
Volumen XLIII.
Constituunt fere XXIV. Documenta, statum prtecipu6 Politi-
cum Palatioatus utriusq5 Rheni et Bavariae concernentia : velut
Chorographia Palalinatus utriusq5 lat. et germ. pp. 9. Designalio
Praefecturarum, oppidorum et Coenobiorum Palatinatus superioris
pp. 35. germ. Item Acta inter Comitem Palatinum Electorem
Ludovicum et Nobiles germ. pp. 83. Status utriusqj Palatinatus *
tempore belli gal), pp. 2. Varia de Palatinatu Bavar. germ. pp.
21. Descriptio Coenobij Franckenthalensis pp. 5. Inter plurima
alia ejusdem generis notanda sunt Excerpta ex Uistoria Palatina
absoluta. germ, et alia, qvibus Jura Principum Palatinorum Ilia—
strantur.
Volumen XLIV.
Continet Documenta Historic Ecclesiastics inservientia eaq5
gravissima; qvorum fere XX. diverse classes numerari possunl!
velut Henrici Altingij Narratio Historica de Ecclesijs Palatinis
usq5 ad tempora Casimiri. Varia & Ludovico Camerario collecta,
Historiam Eccles. Palat. illustrantia. Varia Theologorum Anglo-
rum, Gallorum, Germanorum. etc. Consilia ad Unionem Prote-
stantium promovendam. Varia de Disciplina Ecclesiastica agentia,
imprimis etiam Canones Discipline Ecclesiastics Reform, in Gal-
lia. Gallice, adjunctis propositionibus reuniendarum illarum Eccle-
siarum cum Catholicis, sine Anno. Qvfedara de Liturgia et fide
iEthiopum. Anecdota qvaedam de controversijs Electori Palat.
Friderico III. motis. etc.
Volumen XLV.
A Collectore Tomus secundus inscribitur rerum ad Historiam
Electoris Colon. Gebbardi, Ejusq5 Successoris Ernesti Bavari
pertinentium, nec tamen in integra Collectione horum MSSC. alius
Tomus habetur hocce prior. Fieri autem potest, ut unicorn et
singulare hoc Volumen ex secundo qvodam Tomo alius Colle-
ctionis descriplum sit: constat plerumqs apographis molimina lam
eorura, qvi i partibus Gebhardr, qvam eorum, qvi a parlibus
Ernesti stabant, detegentia. ab An. 1578. ad An. 1586.
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IIS
Volomen XLVI.
Continet XII. Programata vel orationes Acaderoicas, vel Prae-
fationes Joach. Camerarij Senioris, adjuncts Designatione omnium
Librorum ab Ao. 1524. ad An. 1574. ejus oper& editorum, Item
Epistolis diversorum doctorum ad Eundem, oec non fragmentis et
formis Literarum Laur. Staiberi Norimb. h. t. Joach. Camerario
scribe locd utentis, ad Regem Anglie Henric. VIII. Ejusqve
Ministros. etc. Accedunt etiam IV. aliae Orationes Academicae D.
Phil. Schirbij, et Ludov. Camerarij.
Volumen XLVII.
Gomprehendit ultra LXXX. scripta de rebus gestis in Comi-
tijs Imperialibus , tarn Francofurtensibus , quam Wormatiensibus
an. 1633. usq5 ad an. 1635. fere omnia germanica, acta inter
Axelium Oxenstiern et Legatos Principum confoederatorum, qvibus
Rex Galliae auxilium presens promisit
Volumen XLV1II.
Congesta habet alia Documenta Politica ad Statum Imperij
Romano-Germanici, motusq3 bellicos An. 1632. 33. 34. potissi-
mum pertinentia, ultra LXXX. Inter alia varia Acta in Conven-
tibus Heilbrunnse, Francofurti, Halberstadij coactis, de uniendis
Protestantibus, de Neutralitate Principi Neoburgico concessa, de
Contributionibus ad sumlus Belli ferendos. etc.
Volumen XLIX.
Lingua germanicA exhibet Codices XXXVI. in serie sese in-
seqventes, omnes completos, et nitide satis descriptos, exceplis
prioribus duobus folijs ex parte mancis. Referuntur autem istis
in Codicibus totidem sessiones, s. Protocolla in Comitijs Osna-
brugensibus Ao. 1646. et seqvente; ubi folia aliqratenus lacera
nil praeter praeliminaria ceremonialia spectant.
Volumen L.
Constat Epistolis CCCXXIII. pluribus Principis Nassarij, qvi-
busdam Salvij, plerisq5 Meisterlini, iisq5 germanice scriptis ple-
risq5 ad Ludovic. Caraerariam, potissimum de Juribus Palatinis
et Consilijs paciflcis in Congressu Westphalico agitatis, ab Ao.
1622. ad An. 1650. Uistoriae hujus temporis non exiguam lucem
afferentibus.
Volumen LI.
Complectitur Epistolas CCCCXLI. diversorum Virorum docto-
rum et illustrium , imprimis Schwallenbergij , Curlij , Colladonis,
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116
Calandrini, G. Hottonis, Spanhemij, Godofredi, aliorumqs adJoach.
Camerarium Ladovici Ahum ab Ao. 1627. usq5 ad An. 1686. de
rebus literarijs, Theologicis, et Politico, praemisso Catalogo do-
ctorum Nobilium.
Volumen LII.
Conflciunt turn CIV. Epistolae latinae, qvarum sunt XXV. Va-
riorum XVI, Esromi Rudigeri ad Joach. Camerarium Medic. Doctor.
Joach. fll. et LXIII. variorum ad Ludovicum Camerar. et Joachi-
mura Ludov. fll. turn diversa documenta ad Historian) Vita? Joach.
Camerarij sen. facientia; Item Elogia Doctorum de utroqve Ca-
merario, Patre et Filio, omnia latinfe, exceptis paucis, in qvibus
autographum germanicum Imperatoris Maximiliani II. ad Joacb.
Camerar. ao. 1568. eum Vienam accersentis.
Volumen LIU.
Constituunt ultra CXX. Epistolae germanice Camerariorum,
Ludovici et Joachimi Ludov. fll. autographae ab Ao. 1622 — 1650.
qvarum pnecipuae sunt XXXV111. farailiares, sed maximi moroenti,
qvam Ludovicus Camerar. Alio Joachimo scripsit ab Ao. 1639. ad
an. 1643. cum hie Legati Suecico - Palatini munus obiret in Co-
mitijs Westphalicis, et XXV. Joachimi Camerarij ad Ludovic. pa-
trem ab Ao. 1641. ad Ao. 1650.
Volumen LIV.
Congregat adversaria varij generis Ludovici Camerarij, velot
fasciculum Excerptorum et Schedules fugitivas absqve ordine con-
jectorum, et observationum miscellanearum tarn politioarum, qvam
Theologicarum ; Fragmentum admonitionis ad Reges et Principes de
cavendis fraudibus Curiaa Roman*: Ludov. Camerarij Consilium
juridicum in causa Frider. Dorvilij Rei, et Gerr. Dyckmanni Acto-
ris. Item Metamorphosis Europsa, s. Traclatus de meluenda Mo-
narchia universali Domus Austriacae. Ann. 1627. scriptus.
Volumen LV.
Continet seripta CLXXX, qva3 negotia Suecico - Belgica Lu-
dovico Camerario ab Ao. 1624. ad An. 1645. commissa concer-
nunt, tam de Tractatibus et foederibus inter Suecos, Belgas, et
Danos, qvam de Consilijs pacificalorijs, ubi non paucae occurrunt
Liter® manu Regis Gustavi Adolphi signal®, plura autographa
Cancellarij Oxenstiernij , plurima Senatorum et Comitum Regni
Sueciae Tutorum tempore Christina?, qvaedam Principis Palatini
Caroli Gustavi, nonnulla Legatorum Gallicorum cum Responsis, re-
latioriibus, instructionibus Ladovici Camerarij, et formulis foe-
derum etc.
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Voluraen LVI.
Componilur Epistolis arcanis CCXXX. plera?q$ Cancellarij
Axel. Oxenstiernij ad Ludovio. Camerariora , alia3 Regis Gustavi
Adolphi, Friderici V. Regis Bohem. Electoris Palatini, qvorum
authoritate Ludov. Camerarius Legati munere functus est apud Bel-
gas. Alia latine, alia et pleraq5 germanice scripta ab Ao. 1623.
ad An. 1632.
Voluraen LV1I.
Conslituunt fasciculi VI. rniscellaneorum publicorum latinorum
varij gravisstmiqj argument! , secundum sehem Chronologicam,
qvanlum fieri petuit, digestorum. Talia sunt in fasciculo I.) Va-
ticinia de successoribus in sede Roman& inde k Concilio Constan-
tiensi 1422. Item octo articuli propositi, deliberate et conclusi
in Concilio Turonensi Ao. 1510. de Jure Principum adversus Pa-
pain. Typus mandatorum, qv« ordines Imperij Joachimo Came-
rario cum Comite Mansfeldenst ad Ca3sarem ablegato mandaverant
1629. Oratio Legati Lotharingici coram Sixto V. ao. 1589. ha-
bita etc. Fasciculus II.) Archi-Ducum Austria; cenfoederatio adv.
Rodolphum II. Rempubl. nimis negligentem Ao. 1606. Consultatio
de modis Principes Lutheranos ad Ecclesiam reducendi in 4. pp.
17. scriptum Ao. 1644. Rom& allatum. Exemplar Kpistolae Sa-
tyrica3 Cardinalium ad Schmidlinum Suevum Papatum in Germania
ambientem. 1589. Varia arcana politica, Satyrica. Fasciculus III.)
varia scripta, qvibus Gustavum Adolphum alij k bello dehortati,
alij ad bellum hortati sunt ann. 1630. ss. notari etiam meretur
fragmentum Epistolse, qva Hugo Grotius fratri refert, jrvid Ao.
1635. cum eo egerint Pastores Parisini, ut ad S. Gomunionem
eum allicerent. Varia de Restitutione Electoratus Palatini. Fasci-
culus IV.) qvinquaginta scripta de rebus in Congressu Pacifica-
torio Westphal. gestis, imprimis in caus& Palatine. Inter alia
qveedam de Religione Salmasij. Fasciculus V.) qvsedam de Chri-
stiano, Duce Megapolitano, apud Protestantes solutionem Conjugij
cum Consanguine^ frustra qvcerente, et ob probatum k Pontifice
divortium ad Ecclesiam Romanam transeunte Ao. 1664. qvaedam
de abdicatione et Conversione Reginaa Christina;, de rebus galli-
cis etc. it: Insoriptio Templi Concordi® k Carolo Ludovico Ele-
ctore Palat. exstructo Ao. 1678. Fasciculus VI.) varia de Pro-
ditione Argentoratensi, de Propositionibus Cleri Gallici 1682. de
rebus Polonicis, de obsidione Viennensi, de rebus Palatinis etc
Volumen LVIII.
Continet Acta miscellanea CVUI. tam antiqva pauca, qvam
recentiora Germanica, Gallica, Italica, Belgica, Hispanica et An-
glica, ad Jus publicum et Ecclesiasticum qvodammodo pertinentia.
Qvalia sunt: Confoederatio qvatuor Electorum Circuli Rhenani.
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118
ann. 1492. germ. Tituli authentic! de Potestate Caesaris in rebus
Ecclesiasticis k tempore Caroli M. usq5 ad Maxirail. I. Copia
Responsi M. Lutheri et sociorum de Jure Religionem arrois de-
fendendi. 1530. Aota Theologorum Saxon, cum Anabaptistis. M.
Voegelini Apologia pro Doctrina Melanchthonis Satyrs de de-
sert 6 k Protestantibus Gebhardo Electore Colon. Acta Venetorom
cum Pauld V. PapA. Epistola gallica Cardinal. Ricbelij ad Electo-
rem Saxon, k Conspiratione cum Austriacis adversus Palatinom
eum dehortantis. Acta de Successione Juliacensi. Variae relationes
de bello tricennali. Responsum Ven. Claudij ad Admonittonem
Cleri Gallicani. 1682. Fragmentum Consultationis propositi in
Congregatione de propaganda fide 1627. adversus Patriarchal
Cyrillum Lucarim Italic^. Vaticinia de Regibus Anglias k Henrico
VIII. usqs ad Carolum I. etc etc.
Volumen LIX.
Qvinque fascioulis comprehendit Acta CCLXV. miscellanea
potissimum publica de Anis 1635. Germanica, Gallica, Hispanica,
Italica, Belgica Uorum fasciculus V.) exhibet, quae maxim& ad
statum belli anni 1631. pertinent. Fascic. II.) res ani seqventis,
interqs eas relatio de Colloqvio Gustavi Adolpbi cum Rege Bo-
hernias, _coram qvo Principibus qvibusdam proditaro Caasari cau-
sam comunem exprobrat. Item relatio de infausto praelio Lucensi,
qvo inleriit Rex Sueciae. Fasciculus III.) relationes de statu belli
ann. 1634. Tabula foederis Regis GalliaB cum Principibus Ger-
manise, gallic^. Item relatio Belgica de rebus Brasilia?. Fascic
IV.) de rebus bellicis ejusd. anni, pra3cipu6 in Palatinatu, et ad-
huc de morte Gustavi Adolphi. Fascic. V.) de neutralitate Hel-
vetiorum, gallic^, de pace inita inter Saxonem et Caesarem 1635.
Suma Actorum cum Anabaptistis Monasteriensibus 1534. etc.
Volumen LX.
Quatuor fasciculis includit Acta miscellanea CCXXIIX. de
Annis 1636. usq3 ad Ann. 1639. Fascic. I.) variae relationes de
rebus bellicis, germanicfe et Belgice scriptae; Item de reditu Cy-
rilli ad Constantinopolitanos d. 7. Aug. 1636. german. Fascic
II.) Relationes belgicaB, Hispanic®, et germanicae de statu belli
Ann. 1637. Fascic. III.) Relationes et acta varia politica et bel-
lica Ann. 1637. item status et reditus Cleri Gallicani b. I Fascic.
IV.) Acta de rebus politicis, bellicis, et Ecclesiasticis Ann* 1639.
Item Excerpta ex Literis philosophies gallicis Cartesii ad ElectrU
cem Palatinam Elisabetham.
(Fortsetzong folgt.)
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Uebereicht der neueaten Utteratar.
DEOTSCHL AND.
Abhandlnngen der kdnigl. SSchsischen Gesellschaft der Wissenscbaften.
Inhalt: VII. Abhandlungen der mathematisch-physischen Classe.
5. Bd. Mit 30 (lith.) Taf. (VI u. 760 S.) — VIII. Abhandluo-
gen der philologiscb-historischen Classe. Mit 8 Taf., (wovon
1 lith. 6 chromolith. a. 1 in Kpfrst. in gr. 4. u. Fol.) (Xl\ u.
760 S.)
Aken, A. F., die Grundzuge der Lebre v. Tern pus u. Modos im Griechi-
schen historisch u. vergleichend dargestellt. gr. 8. (XXIV u. 260 S.)
Rostock, geh. " n. 1% Thlr.
Bachofen, Appell.-R. J. J., das Mutterrecht. Eine Untersuchg. ub. die
Gynaikokratie der alten Welt nach ihrer religiosen u. rechtl. Natur.
Mit 9 Steindrtaf. (in gr. 4. u. qu. Imp -Fol.) u. e. ausfubrl. Sach-
register. gr. 4. (XL u. 435 S.) Stuttgart, geb. 4% Thlr.
Banmgaertner, Dr. Jul. der Athmungsprocess im Ki. sr. 8. (VI u. 118
S. m. 2 Steintaf. in qu. 4. u. qu. gr. Fol.) Freiburg im Br. gch.
Baeyer, Generallieut z. D. J. J., uber die Gr6sse u. Figur der Erde.
Eine Denkschrift zur Begrundg. e. mittel-europaischen Gradmessg.
nebst e. (lith.) Uebersichtekarte (in gr. Fol.) gr. 8. (VIII u 111 S.)
Berlin, geh. % Thlr.
Berlchte ub. die Verhandlungen der Kdnigl. Sachs. Gesellschaft der Wis-
senschaften zu Leipzig. Mathematisch -physische Classe. 12. Bd.
(od. Jahrg.) 1860. III. (Hit) Mit 1 (chromolith.) Taf. (in 4.) gr. 8.
IX S. u. S. 175—232. Schluss.) Leipzig. (a Hft.) n. % Thlr.
dieselben. Pbilologisch-historische Classe. 13. Bd. (od. Jahrg.) 1861.
1. Hft. Mit 2 (lith.) Taf. gr. 8. (X u. 74 S.) Ebd. n. % Thlr.
Gaesarls, C. Jul., de bello Gallico libri septem cum libro octavo A.
Hirtii. Recensuit, codices contulit, commentationibus instruct Dr.
Andr. Frigell. Vol. I., Vol. II. Pars 1. et Vol III. Pars 1. gr. 8.
(XIX u. 341 S.) Upsalae. (Berlin.) geh. n. 1% Thlr.
Giceronis, M. Tullii, orationes selectae duodecim. Quarlum recognovit
et praefatus est Dr. Jo. Nicol. Madvig. 12. (XXXI u. 228 S.) Hauniae
1858. (Berlin.) baar n, 1% Thlr.
Clement, Charles, Michel- Ange, Leonard de Vinci, Raphael, avec une
etude sur Tart en Italie avant le XVI. siecle et de catalogues rai-
sonnes historiques et bibliographiques. gr. 12. (403 S.) Leipzig.
geh. n. 1% Thlr.
Flcker, Jul , das deutsche Kaiserreich in seinen universalen u. nationa-
len Beziehungen. Vorlesungen gehalten im Ferdinandeum zu Inns-
bruck, gr. 8. (IV u. 183 S.) Innsbruck, geh. n. 24 Ngr.
Gerhard, Ed., etruskische Spiegel. 3. Thl. 1. u. 2. Lfg. gr. 4. (S 1-96
m. 20 Steintaf.) Berlin. a n. 3 Thlr.
Herrmann, Prof. E., die dsterreichisch-preussische Allianz ?om 7. Febr.
1792 u. die zweite Theilung Polens. Eine Streitschrift gegen Prof.
H. v. Sybel. a (IV u. 142 S.) Golha. geh. n. % Thlr.
Hfibsch, Baudir. Dr. Heinr., die altchristlichen Kirchen nach den Bau-
denkmalen u. alteren Beschreibungen u. derEinfluss d. altchristlichen
Baustyls auf den Kirchenbau aller spateren Perioden. Dargestellt u.
hrsg. f. Arcbitecten, Archaeologen , Geistliche u. Kunstfreunde. 8.
u. 9. Lfg. gr. Fol. (Sp. 61—80 m. 12 Steintaf.) Carlsruhe.
h. • n. 8 Thlr.
(I— VIII. : n. 54 Thlr. 13 Ngr.)
baar a n.n. 3 Thlr. 13 Ngr.
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120
Hofmeister, W. t neue Beitrage zur Kennlniss der Embryobildung der
Phanerogamen. II. (ThI.) Monokotyledonen. Wit 25 (lith.) Taf. [Aus
den Abhdlgn. der math.-phys. Classe der K. Sachs. Ges. d Wiss.]
hoch 4. (132 S.) Leipzig, geh. (a) n. 2% Thlr.
Ling, Dr. Wilh., Michel Aogelo Buonarroli als Dichler. gr. 8. (109 S.)
Stuttgart, geh. n. 24 Ngr.
Meier, Leo, vergleichende Grammatik der griechischen u. lateiniscben
Sprache. 1. Bd. gr. 8 (VI o. 449 S.) Berlin, geh. n. 1% Thlr.
Pyl, Doc. Dr. K. Th., die griechischen Rundbauten im Zusammenhange
m. dem Gotter- u. Heroencultus erlautert. gr. 8. (VI u. 122 S.)
Greifswald. geh. n. 1 Thlr.
Yerzeichniss der Bucher, Landkarten etc., welche vom Januar bis zum
Juni 1861 neu erschienen oder neu aufgelegt worden sind, m. An-
gabe der Seilenzahl, der Verleger, der Preise im 14 Thaler-Fuss,
literar. Nachweisgn. u. e. wissenschaftl. Uebersicht. 126. Fortsetzg.
8. (L1V u. 287 S.) Leipzig, geh. baar n. % Thlr.;
Schreibp. baar n. % Thlr.
von Goethe's Handschriften , Zeicbnungen u. Radirangen , Druckea
seiner Werke, Compositionen u. Ulustrationen seiner Dichtungen,
Busten, Medaillen u. Gemalden, Portraits aus seinem Frenndeskreise,
Andenken u. Erinnerungszeichen, welche im Concertsaale d. Konigl.
Schauspielhauses vom 19. Mai 1861 an ausgestellt sind. Mit 2 (liih.j
Schrifttaf. gr. 8. (79 S.) Berlin, geh. baar n. % Thlr.
Wakernagel, Wilh., kleineres altdeutsches Lesebuch nebst Worterbuch.
Lex. -8. (V S. u. 616 Sp. u. Worterbuch 402 S.) Basel, geh.
n. 2% Thlr.
Das Worterbuch einzeln u. d. T. : Altdeutsches Handwdrterbuch.
n. 1% Thlr.
Will, Dr. Cornel, Acta et scripta, quae de controversy ecclesiae grae-
cae et latinae saeculo undecimo composita extant, ex probatissimis
libris emendatiora edidit, diversitatem lectionis enotavit, annotatio-
nibus instruxit. Praecedunt prolegomena de controversiarum inter
Graecos et Latinos agitatarum ratione, origine et usque ad XI. sae-
culum progressu. gr. 4. (VII u. 273 S.) Marburg, geh. n. 2% Thlr.
Wittstein, Dr. G. C, Autoren- u. Sach-Register zo den Banden I — C
[Jahrg. 1632—1856] der Annalen der Chemie u. Pharraacie. gr. 8.
(IV u. 596 S.) Leipzig, geh. n. 3% Thlr.
dasselbe zu den Banden CI— CXVI [Jahrg. 1857—1860.1 gr. a (II!
u. 123 S.) Ebd. geh. n. % Thlr.
ENGLAND.
Henry I?, and Marie de Medici. Part 2 of the History of the Reign of
Henry IV., King of France and Navarre ; from numerous unpublished
Sources, including MS. Documents on the Bibliothgqne Imperiale,
and the Archives du Royaume de France, &c. 2 vols, post 8vo. pp.
730, cloth. 2ls.
Speculum humans Salvationis. — Le plus ancien Monument de la Xylo-
graphie et de la Typographic Reunies, avec Introduction Historique
et Bibliographique par J. H. Berjeau. 4to. £4. 4s.
Tullack (William) — Malta under the Phoenicians, Knights, and English.
Post 8vo. pp. 330, cloth. 7s. 6d.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger: 7. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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zum
iERAPElll.
31 August. eAP 16. 1861.
Bibliothekordnungen etc., neueste in- and tisl&ndiicbe Litteratur,
Anzeigen etc.
Znr Besorgung allor in nachdtehendcn Bibliograpbien verzeicbnelen Bttcber
empfebte icb mich inter Znsichening schnelliter and billigster Bedienung; deneu,
welche nicb direct mit ref p. Bentellangrn beehren, sicbere ich die grusgtrn Vor-
theile to
T. ©. Weigel in Leipzig.
ManuBCrlptenkatAloge
aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse.
(Fortsetzung.)
Volumen LXI.
Ileram constat qvaluor fasciculis actorum miscellaneorura
Gerraanicorum, Gallicorum, Hispanicorum, Belgicorum , et Italico-
rum, de Ann. 1640. usq$ ad 1643. qvorum in universum nume-
raotur CCVl. Fascic. 1.) inter alia extat relatio Gallica de Con-
spiratione adversus Regem Hispaniae Ann. 1640. Item relatio
Gallica de fixpeditione Ducis Schoinbergici in AfricA, and eddein.
Varia de statu belli. Item gravamina, tarn Ecclesiastica , qvam
polilica, in Comitijs Imperij h. t. exposita. Fascic. II.) varia de
statu belli, et preparatoria ad paciflcationem generalem aim. 1641.
Item diversa gravamina, tarn Catholicorum , qvam Protestantium.
Fascic. III.) alia ejusdem generis de ao. 1643. Item Contenta
Testament! Cardinal. Richelij, gallic^. Item pacta inter Ducem
Bullionaeum et Regem, Gallia?, gallic^. Fascic. IV.) acta ejusd.
anni, imprimis qvoad Tractatus inter Domum Palatinam et Ba-
varicam.
Volumen LXII.
Sex fasciculis comprehendit acta miscellanea de Anis 1644.
usqs ad Ann. 1649. Fascic. I.) RpistOlae et relatione* potissimum
XXII. Jahrgang.
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ex Anglia scripts, tarn de rebus domeslicis, qvam de Causl Pa-
latini, ann. 1644. Fascic. II.) varia de statu belli, item de rebus
Italicis ad Ann. 1645. Fascic. HI.) pleraq5 prsliroinaria paci-
Acationis generalis anni 1646. Item Apologia Reformatorum in
Gallia, gallic^. Fascic. IV.) schpta magni momenti, paciflcationem
Osnabrugensem et Monasteriensem concernenlia, insertis Diarijs
diversis, in qvibus de Causa Palatinatus, el Libertates publics
Ecclesiastics agitur. Hem qvsdam de controversijs Ecclesia? Gal-
ileans cum PapA, et de Concilijs Syncretisticis ad Ann. 1647.
Fascic. V.) pauca ad res Belgicas et Italicas potissimam speclan-
tia. Item Conclave Pontiflcis Innocentij X. ann. 1648. Ilalice.
Fascic. VI.) acta pauca de rebus Belgicis el Anglicis, ann. 1649.
in universum CLXXXIV.
Volumen LX1II.
Fasciculos habet IX. Actorum miscellaneor. publicor. de Aon.
1650. usq5 ad Ann. 1690. qvorum bic nuroerantur CLXVIII.
Fascic. I.) acta ad controversias politicas pertinentia, qvs ab
Ao. 1650. mots fuerunt inter Suecos et Brandenburgicos , ut et
Palatinos, nec non inter Gallos et Cssarem. Fascic. II ) Iria sal-
tern conlinel schpta de rebus Gallicis et Belgicis ad Ann. 1651.
Fascic III.) acta ad Ann. 1652. interq5 ea relationes de statu
afflicto Protestantium in Austria. Item de Litibus Suecorum in
Imperid Romand-Germanicd. Fascisc. IV.) acta ad Ann. 1653. de
Juribus Suecorum et Palatinorum in Comitijs, et de Civilatibus
Imperialibus. Fascic. V.) acta ad Ann. 1654. imprimis de abdi-
catione Regins Christina?, variisq3 de fi& judicijs. Fascic. VI.)
acta ad Ann. 1655. iiilerqj ea mandatum Philippi Regis Hispan.
contra Jesuitas , lingua* Hispan. et nova de Conversione R. Chri-
stina?. Fascic. VII.) duo saltern scripta de rebus Imperij R. G.
et de Regina Christina, ad Ann. 1656. Fascic. VIII.) acta de
rebus bellicis et civilibus ad ann. 1657. Reliqva Fascic. IX.)
contenta diversa sunt ad annos seqventes spectantia, de novis bel-
licis, politicis, Ecclesiasticis, diversi momenli et prelij, plum etiam
de Controversia Regis Gallis cum Papft, de Confirmatione IV. pn>-
positionum Cleri Gallicani, ann. 1682. de invento in Castris Tur-
cicis ann. 1683. tormento, ubi Insignia Gallis cum Insignibus Im-
peratoris Turcarum conjuncta apparent. Item acta in oausA J. L.
Langhansij, etc.
Volumen LXIV.
Prsler tres fasciculos Epistolarum inde ab Ao. 1520. manu
Hieronymi Camerarij ad Joachimum fratrem, et Godofredum Mun-
zerum socerum scriptarum, complectitur VIII. Epistolas Landgravij
Hassiaci Guilielrai ad Joachimum Camerarium, Joach. Fil. M. D.
Norimb. de varijs rebus, .prscipui etiam de motibus in Sazonii
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adv. Crypto-Calvinistas 1591. etc. el XXIII. Epistolas diversorum
Principura, Comitum, Nobilium, clarorumqs Virorum ad Joach.
Camerarium Joach. Fil. de rebus ferfc familiaribas ab Ao. 1581.
Volumen LXV.
Constituunt Bpistolae CCLXXVI. Virorum doclorum et cele-
briam seculi XVI. et seqventis, praetor amplam segetem fragraen-
torum Marqv. Preheri manu conscriptorum de rebus ad antiqvi-
tates germanicas politico-Ecclesiasticas speclantibus, diversa Epi-
thalamia in ejusd. nuptias, et binos Codices Excerptoruro. Inter
Epistolas eminet Ep. Franc Hottomanni et ei adjuncta fip. Jo.
Calvini ann. 1559. de statu violento Reformatorum in Gallia.
VIII. Epp. Curatoruro Leidensium ad Scipion. Gentilem IC ttlw Alt-
do rfflnumab Ao. 1613. XXXf. Epp. Scipion. Gentilis ad Freherum.
Epp. LXXXVI. Goldasti ad eundem. Epp. LXIII. Georgij Reroi ad
eundem, de rebus literarijs, politicis, Ecclesiasticis. etc. Epp. XIII.
diversorum Principum, aliorumqs Virorum Illustrium ad eundem
Freherum. XIX. typi Epistolarum Freheri ad diversos. Apogra-
phum Epistolae gravissima? Is. Casauboni ad Cardinalem Perronium,
ann. 1604. Epp. X. Principum, Comitum. et aliorum ad Eheimium
Cancellarium Palatin. ann. 1572. dC seqv. Epp. XIX. Altingij ad
Frideric. Dorvilium. Epp. IX. Sculteti Tossani etc. ad eundem.
Item Epistola graeca Romani Nicephori ad Gustavum Adolphum.
Volumen LXVI.
Constat Epistolis LXII. ex Friderici Dorvilij Colleclaneis in
qvataor Fasciculos hie distributis, plerisq3 ad ipsum Dorvilium
datis tunc Ephorum Principis Electoralis Caroli Ludovici, iisq$
tarn germanicis, qvam gailicis. Habetur etiam in fasciculo ultimo
Epistola gallica Principis Condaei ad Cancellarium Eheimium d. 12.
Dec. 1572. it. Epp. IV. Regis Henrici IV. ad eundem, res suas ei
comendantis, et pro praestitis apud Electorem offlcijs gratum ani-
raum testantis.
Volumen LXVII.
Tribus fasciculis comprebendit scripta qvsedam autographa
theologioa Esromi Rudigeri, it. varia alia Theologica, consistorialia
etc. sec. XVI. et seqv. v. g. Traotatus Rudigeri de Prsedestina-
tione, de poenis h»reticorum, de Potentia Diabolorum, de Voca-
tione universali, de ubiqvitate. etc. item Collectanea Joach. Ca-
merarij de S. Coena, de Historia Ecclesiastica, moralia et ad
disciplinam Eccles. spectantia. Varia de Jansenislis. etc. it. Epi-
stolas Jo. Calvin ex editione 1617. descriptie, in editione ann. 1575.
omissae.
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Volumen LXVIII.
Duobus fasciculis complectitur Collectanea Ludov. Caroerarij
ad Jus publicum spectantia, velut Curialia a Rege Gallia? obser-
vari solita ad Principes Exteros scribente, gallice. Varia de rebus
politicis et Ecclesiasticis Imperii R. G. item Forstneri judicium
de Barclaii Argenide. Ejusd. Discursus de Pace Germanise, item
Epistolaj ad Luc. Schickhardum, Matth. Berneggerum. etc.
Volumen LXIX.
Componunt pauca, sed gravia scripta ad Jus tarn publicum,
qvam privatum pertinenlia, imprimis slatuta matrimonialia , aucto-
ritate Electoris k Cancellario Ehemio in ordinem redacts pp. eirc,
76. nitide descripla, germanice. VII. consilia Ludov. Camerarij et
alior. in causis feudalibus etc. varia Excerpta Juridica, tarn edita,
qvam inedita.
Volumen LXX.
Constat collectaneis minoris momenti Historico-Genealogicis,
velut sunt varia? genealogia? Regum Anglia?, Sueci®, Gallia?, Kle-
clorum Palatini, Brandenburgicorum, Ducum Brunsuicensium, Wiir-
tenbergensium, Lauenburgensium etc. diversorum Comitum; it:
Calalogus omnium Episcoporum Bambergensium ab Eberhardo ann.
1042. usqs ad Petr. Phil, k Dernbach 1672. it: Genealogia Fre-
heriana, et Ganealogia Cardinalis Richelij k veteribus Austrasia?
Regibus deducta.
Volumen LXXI.
Rinis fasciculis exhibet diversi generis Excerpta de monu-
mentis urbis Augusta? Vindelicorum, Sec. XVI. el seqv. germanice.
Qva?dam de statu Gallia?, gallice. It: qvaedam de statu Regni
Anglia?, Portugalia?; it: de ordinibus nobilibus, praeserlim Perisce-
lidos, latine et gallice. Item de statu Polonia?, Suecia?, Hungarian,
etc. ex diversis scriptoribus. It: fragmenta ex Literis Jacobi I.
ad Generum Electorem Fridericum V. pleraq$ Anglice.
Volumen LXXI!.
Constat duobus fasciculis Adversariorum , tarn Poeticorum,
qvam prosaicorum, literariorum, philosophicoruro , Satyricorum,
malhemalicorum, tarn seculi XVI. qvam seqventis, plura imprimis
de Formula Concordia?. Item Excerpta ex Dictionarijs , materia
ad Emblemata &c.
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m
Volumes LXXIII.
Confinet XXIV. Tractatus pacificatorios, et alia pacta publica,
lingual latinft et gallicft, ah Ao. 1624. usque ad Ann. 1643. velut
Conditiooes arraistitij inter RR. Sueciae dc Poloniae, 1624. Confoe-
deratio inter RR. Sueciae et Daniae. 162S. Induciae inter Suecos
et Brandenburgicos. 1629. Tractatus inter RR. Sueciae et Polonite
1630. Tractatus inter RR. Sueciae et Daniae 1630. Tractat. inter
RR. Angliae et Hispaniae, it: Klisabetham Claram Eugeniam Au-
striacam. Sine Ano gallic6. Tabulae foederis pro conservatione
S. Romani Imperij. Viennae 1632. Tr. Ducis Aurelian. cum Rege
Hispani©. 1634. gallic&. Pacta Gabrielis Trans-sylv. Ducis. 1626.
Paciflcatio inter Imperatorem Turcarum et R. Poloniae. 1627. Pacta
matrimonialia Regis Gallia cum Filia Regis Hispaniae. Sine ano
gallic6 Pacta matrimon. inter Carolum Principem htoredit. An-
gliae cum Filia Regis Galliae. 1624. Gallic^. Pacta matrimon. Prin-
cipis Arausionensis cum Maria Britanica. gallic6 sine anno. Tra-
ctat. inter Caesarem et Regem Galliae. 1630. Tractat. Archi-Ducis
Leopoldi cum Rbaetis. 1622. gallice. Tractat. Regis Galliae cum
Duce Sabaudiae. 1632. gallici. Conditiones pacific© Indultae Re-
formatis & Rege Galliae. 1622. gallicft. Tractat. Regis Galliae cum
Duce Lotharingiae. Gallici 1633. Tractat. inter Venetos et Belgas.
1624. et seqv. gallic^. Pacta conventa inter status Regni Sueciae.
Holmie 1643. gallice. 8.
II.
Catalogus
Manuscriptoru m Reipublicae VImensis.
Bibliotbecae publicae VImensis Codices
manu in membrana exarati.
Fol.
Biblia sacra ueleris et noui testamenti; adiectae sunt in fine
interpretatiooes nominum hebraicorum; cum fig: quibusd. in libro-
rom initiis.
Prophetae minores cum glossa inlerlineari.
Hoseas p. 1. b.
Joel - 25.
Amos - 34.
Abdias - 51. b.
Jonas - 54. b.
Miokeaa - 61.
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126
Sophonias p. 75.
Haggaeus - 83.
Nahum - 88. b.
Habacuc - 95. b.
Zacharias - 103.
Malachias C. I. et II. v. 15 - 132.
Euangelica Christi historia secundum Matthaeum, Marcum, Lu-
cam et Joannem, latine cum Hieronymi praefationibus , itemq5
cum canonibus diuersis. Codex nitidissime exscriptus et picturis
uarie distinctus.
Anonymi Glossa, seu comentarius in epistolas S. Paulli. (codex
eleg: min. et auro pictus.)
Epistolae D. Paulli cum glossa inlerlineari ;
Ep. ad Romanos p. 1.
- Corinthios I. et II - 23.
- Galatas - *4.
- Ephesios - 60.
- Philippenses - 65.
- Colossenses - 70.
- Thessalonicenses I. et II - 74.
iterura ad Colossenses - 80.
- Timotheum I. et II - 84.
- Titum - 92.
- Philemonem .... - 94.
- Hebraeos - 95.
Petri de Herenthal Collectarius, s: catena in Psalmos. (Auctor
fuit Canonicus et Prior Florefflensis , ord. Praemohstrat. an.
1374.)
Anonymi Commentarius in Canticum canticorum.
Haymonis expositio epistolarum S. Paulli.
Ep. ad Romanos P- 1- b.
- Corinthios I . - 52.
— II - 89. b.
- Thessalonicenses. I - 111. b.
_ _n - 116. b.
- Timotheum. I - 119.
— II - 125.
- Galatas - 130.
- Ephesios - 144.
- Philippenses - 159. b.
- Colossenses - 167.
- Titum - 172.
- Philemonem - 173.
- Hebraeos - 175. b.
Anonymi expositio Apocalypseos Joannis (Codex partim in mem-
braoa, partim in charta scriptus.)
Augustinus de consensu euangelistarum, Lib. I. II. Ill- IV.
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1. Aagustini sermones, (qui alias tractatus oocari soIent,) 119
in Joannera p. 1.
2. Ej. de nuptiis et concupiscentia, L. I. et II. . . - 249.
3. Cyprianus de disciplina uirginum, - 273.
4. Hieronymi epist. ad Eustochium, de uirginitate
seruanda - 277.
5. — ad Marcellam, de obitu Leae. .... 286. b.
6. — ad Principiara uirginem, praefatio expla-
nations in Ps. 44 - 287.
7. — ad Marcellam, de laud. Asellae ... - 287. b.
8. — ad Fabiolam, de 40. mansionibus in de-
serto - 288.
9. Augustini, de doctrina Christiana L* 4 - 297.
(codex in membr. et charta scriptus.)
Augustini sermones ad populum de dictis difficilioribus et euan-
gelicis.
Augustini de baptismo L. VII.
Clemeutis VI. P. R. sermones.
Cypriani (Thascii Caecilii) liber ad Donatum, de gra-
p. 1.
2. —
- 4.b.
3. —
ad Fortunatum, de exhort: martyrii . .
- 10. b.
4. —
ep. ad Mosen et Maximum, presbyteros: et
- 18.
5. —
ad Clerum et plebem, de Aurelio confessore,
- 19.
(Kortsetzung folgt.)
Ueberaicht der neuesten LiUeratur.
DEUTSCHL AND.
Archlv f. das Sffentliche Kecht d. deutschen Buodes. Hrsg. von Dr. J.
7. B. v. Unde. 4. Bd. 1. Hft. gr. 8. Giessen. n. 1% Thlr.
CI— IV. 1.: n. 6 Thlr. 17% Ngr.)
In halt: Die staatsrechtlichen VerhSltnisse der FQrsten u. Grafen
Herren v Schfinburg. Historisch u. dogmatisch dargestellt v.
Prof. Dr. Adf. MichaeHs. (XV. u. 434 S.)
Arnold, Prof. Dr. Wilh., zur Geschichte d. Eigenthums in den deutschen
StSdten. Mit Urkundeu gr. & (XXVlIu.487S ) Basel, geh. n. 2% Thlr.
Beneke, weil. Prof. Dr. Ed, Lehrbuch der Psychologic als Naturwis-
senschalt 3. verm. Aufl. Neu bearbeitet u. m e. Anh. ub. Beneke's
saramll Schriften versehen v. Semin.-Dir. a. D. Joh. Glieb. Dressier.
gr. 8. (XX u. 324 S.) Berlin, geh. 1 Thlr. 18 Ngr.
Burmeister, Dir. Prof- Dr. Herm , ub. das Klima der Argentiniscben Re-
publik. Nach dreijahr. Beobachlgn. wShrend e. Reise durch die La
Plata -Staaten geschildert u. m. numer. Angaben der gefundenen
Werthe belcgi [A us den Abhdlgn. der Naturf Ges. zu Halle abgedr.l
gr. 4. (110 S.) Halle, geh. n. 2 Thlr.
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128
GatalogttS codicum manuscriptorum bibliolhecae Bodleianae Oiooieosis.
Pars VII.: Codices aethiopici. Digessit Dr. A. DUimann. gr. 4. (Ill
u. 87 S.) Oxford 1858. geh. n. 2% Tblr.
Dahn, Privatdoc. Dr. Fel., die Konige der Germanen. Das Wesen d.
Sites ten Kfinigthums der german. Stlmme u. seine GeschicMe bis aul
die FeudalzeiL Nach den Qaellen dargestellt. 2. Abth. Die kleioe-
ren goth. Volker. - Die Ostgothen. gr. 8. (XII u. 2b7 S. m. 1 Tab.
in qa. 4.) Miinchen. geh. (a) \% Tblr.
Dllrre, Obergymn.-Oberlehr. Dr. Herm., Geschichte der Gelebrtenschulen
zu Braunschweig. 1. Abth. Vom II. Jahrh. bis zum J. 1671. Ein
Beitrag zur Geschichte der Stadt Braunschweig, gr. 4. (75 S.) Braun-
schweig, geh. % Tblr.
Grttnbagen, Privatdoc. Dr. Col mar, zwei Demagogen im Dienste Friedricb
d. brossen. Nach handschriftlichen Quellen. Nebst e. Beilage, enth.
. einige polit Gedichte aus den Zeiten der schtes. Kriege [Aus den
Abhdlgn. der Schles. Ges. f. vaterland. Cultur 1861.] Lex.-b- (45 S.)
Breslau. geh. n. % TWr.
Jahn, Otto, Ob. Darstellungen griechischer Dichter auf Vasenbildern. Mil
8 Taf. (wovon 1 litb., 6 chromolitb. u. 1 in Kpfrst. in gr. 4. u. Fol )
[Abdr. aus den Abhandlgn. der k. SSchs. Ges. d. Wiss.l hoch 4.
(VIII u. 64 S.) Leipzig, geh. n. 2 Tblr.
Kramer, Dir. G., Beitrage zur Geschichte August Hermann Franckes,
enth. den Briefwechsel Francke's u. Spener's. Mit 1 Bildniss A. H.
Franckes (in Stablst.) u. 2 (litb.) Facs. (in qu. gr. 4.) gr. 8. (XV u.
475 S.) Halle, geh. n. 1% Tblr.
Kugler, Frz., Handbuch der Kunstgeschichte. 4. Aufl., bearb. v. Wilk.
Lubke. (In 2 Bdn.) 1. Bd. Mit Illustr. (in eingedr. Holzscbn.) a. dem
Bildniss v. Frz. Kugler (in Stablst) gr. 8. (XVI u. 580 S.) Stuttgart.
Lugibil, Karl, 5b. das wesen u. die b is tori sen e bedeutung d. ostrakismos
in Athen. [Abdr. aus dem 4. Suppl.-Bd. der Jahrbucber r. class.
Philologie.1 gr. 8. (59 S.) Leipzig, geh. n. 12 Ngr.
miller, Heinr. Dietr., Mythologie der griecbischen StSmme. 2. Bd. 1. Abth.
gr.8. (VIII u 216 S.) Gdttincen. geh. n. 1% Tdlr. (I. II, 1.: n. 2% Tblr.
Reich, Privatdoc. Dr. Ed., die Nab rungs- u. Genussmittelkunde bistorisch,
naturwisseoschaftlich u. bygieinisch begrdndet. 2*Bd. 2. Abth Lex.-R
(VI u. 308 S.) Gdttingen. geh. n. 1% Thlr. (cplt : n. 5% Thlr.)
Waitx, Geo., uber die MunzverhSltnisse in den filtereu Rechtsbuchern d.
Frankischen Keichs. [Aus d. Abhdlgn. d. k. Ges. d. Wiss. zu G6u
tingen.] gr. 4. (39 S.) Gfittingen. geh. n. 12 Ngr.
Wieseler, Frdr., der Apollon Strop a no ff u. der Apollon vom Belvedere.
Eine archfiolog. Abhandlg. Nebst 1 Kpfrtaf. gr. & (121 S.) Leipzig.
Specultm htmaift Salfationls. — Le pins ancieri Monument de la
Xylographie el de la Typographic R6unies, avec Introduction Histo-
rique et Bibliograpbique par J. H. Berjeau. 4to. £\. 4s.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Meher in Leipzig.
geh.
geh.
n. 24 Ngr.
ENGLAND.
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zum
15. September. J& 17.
1861.
Btbltothekerdnungen etc., neneste In- and tusltadlsche Litteratur,
Anielgen etc.
Znr Besorgung aller in nachstehenden Bibliographien verzeichneten BUcber
empfehfe ich mich unter Zusicherang Bchnelbter and billigster Bedienang; denen,
welche mich direct mit rwp. Bettellongen beehren, sichere ich die grossten Vor-
theile W. .
3T. O. Welgel in Leipzig.
Hftnmrcrlptenkataloge
aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse.
(Fortsetzung.)
6. Cypriahi ad Martyres: exulto laetus et etc. ...» 19. b.
7. _ a d Nouatianum liber, de unitate ecclesiae - 21.
8. — de oratione doroinica - 27. b.
9. — tr. de mortalitate . . . - 34. b.
10. — tr. de opere et eleemosynis - 39. b.
11. _ t r . de bono patientiae - 45. b.
12. — tr. de Zelo et liuore - 51.
j 3. _ t r . de disciplina et habitn uirg - 54. b.
14. — tr. de lapsis - 60.
15. — Epist. (quae est in edit: Jo. Cestr. Bremensi
XXX) quamqaara bene sibi etc. . . - 67. b.
— • -u. • (ed. Brem. 60) ad Cornelium: cogno-
aimus etc - 69. b.
— (Brem. 57) ad Cornelium, nomine synodi
africanae : Statueramus quidem etc. . . - 70. b.
— (Brem: 59) ad Cornelium: legi litteras etc - 72.
— (Brem: 63)adCaeciliura:quamquamsciam etc. - 78. b.
— (Brem: 55) ad Antonianum: accepi primas
litteras tuas etc - 82. b.
— (Brem: 6) ad Rogatianum: saluto uos, fra-
tres etc. . - 78. b.
XXII. Jahrgang.
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130
Incerti auotoris epistola, s. oratio, qaam Cypriano per-
peram tribuunt, de laude martyrii (edit: Brem:
inter opuscula Cypriani supposititia p. 8.) . . p. 89. b.
" Cypriani epist. (ed. Brem. 28*) ad Moysen : gloriam fidei
et uirtalis etc - 96.
(ed. Brem. 11) ad Clerum, de deprecando DEO
etc. quamquara sciam, f rat res etc - 96. b.
(ed. Brem. 39) ad Clerum, de Celerino etc.
agnosceoda et amplectenda etc - 98. b.
(edit. Brem. 58) ad Thibaritan. plebem etc.
cogitaueram quidem etc - 99. b.
(edit: Brem. 76) ad martyres et coufessores
in metallo etc. gloria quidem ueslra posce-
bat etc - 102.
ep. (ed. Brem. 73) ad Jubaianum etc. scripsisti
mihi frater, etc - 104.
(ed. Brem. 71) ad Quintum: pertulit ad me etc. - 109.
(ed. Brem. 70) ad Januarium et reliquos; cum
simul in concilio etc - 110.
Concilium Carthaginiense, de baptizandis haere-
ticis. (ed: Brem. opp. p. 229. sqq.) . . . - 111.
epist. (ed. Brem. 74) ad Pompeium coutra
epistolam Stephani; de baptizandis haereticis - 116.
ep. (ed. Brem. 40) 'de Numidico, presbytero
ordinato etc. nuntiandum uobis fuit etc. . . - 118. b.
ep. Cornelii ad Cyprianum (ed. Brem. 49) de
confessoribus reuersis : quanlam sollicitudi-
nera etc - 119.
ep. Cypriani ad Cornelium (ed. Brem. 52) de
Nouato el Nouatiano: et cum diligentia et
cum etc - 120.
ep. (ed. Brem. 47) ad Cornelium, de confes-
soribus: et religiosum nobis etc. etc. . . . - 121.
ep. (ed. Brem. 44) ad Cornelium de ordina-
tione Nouatiani: uenerunt ad nos etc. .... 122.
(ed. Brem. 51) ad Cornelium de Confessoribus
regressis: et egisse nos, et agere etc. . . - 122. b.
(ed. Brem. 13) ad Rogatianum: et iam pridem
uobis etc - 123.
(ed. Brem. 43) ad plebem, de s. presbyteris
schismaticis : quamquam fratres carissimi etc. - 124.
ep. (ed. Brem. 65) ad Epictet. et plebem
Assuril. de Fortunaliano : Grauiler et dolen-
ter etc - 125. b.
(ed. Brem. 1) ad Clerum et plebem Furnitan.
etc. Grauitcr commoti sumus etc - 127.
(ed. Brem. 61) ad Lucium etc. Et nuper qui-
dem tibi etc 127. b.
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131
Cypriani (ed. Brem. 46) ad Maximum : quum frequenter,
carissimi etc. . p. 128.
— (ed. Brem. 66) ad Florentium etc. ego te, fra-
ter, credideram etc - 128. b.
— (ed. Brem. 54) ad Maximum, Vrbanum etc.
lectis litteris uestris etc - 130. b.
— (ed. Brem. 69) ad Magnum filium etc. pro tua
religiosa etc. - 131. b.
— ad eumdem II. (quae est altera pars ep. 69. in
ed: Brem.) - 134.
— (ed: Brem. 67) ad Clerum et plebem in His-
pania etc. cum in unum conuenissemus etc. . - 135. b.
— (ed. Brem. 64) ad Fidum et oollegas eius etc
legimus litteras etc - 137. b.
— (ed. Brem. 2) ad Eucratium, de histrione etc.
pro dilectione tua etc - 139.
— (ed. Brem. 32) ad Presbyter, et Diaconos etc.
quales litteras etc - 139.
— (ed. Brem. 20) ad Clerum Roman, etc. quo-
niam comperi fratres etc - 139. b.
— (ed. Brem. 12) Quamquam sciam, uos, fratres etc - 140.
— (ed. Brem. 78. quamquam ibi haec epistola
non Cypriano, sed Lucio tribuilur) Exultanti-
bus nobis et laetantibus in DEO etc. . . . - 140. b.
— ep. (ed. Brem. 79) Felicis ad Cyprianum, Re-
salutamus te etc -141.
— (ed: Brem. 77) Nemesiani et aliorum ad Cy-
prianum etc. Semper magnis sensibus etc. . . - 141. b.
— (ed. Brem. 31) Moysis et aliorum ad Cypria-
num: inter uarios et multiplices etc ... - 142.
— (ed. Brem. 70) ad Januarium etc. Cum simul
in concilio essemus, fratres carissimi etc. . - 113. b.
— (ed. Brem. 7) ad Clerum etc Saluto uos, fra-
tres cariss. per DEI gratiam - 144. b.
— (ed. Brem. 5) ad Clerum etc. Saluto uos inco-
lumis per DEI etc - 145.
— (ed. Brem. 14) ad Clerum etc. Optaueram qui-
dem, fratres cariss. ut uniuersum Clerum no-
strum etc. - 145.
— (ed. Brem. 4) ad Pomponium : legimus litteras
tuas, frater etc . . . , - 146.
— (ed. Brem. 55) ad Fortunatom etc scripsistis
mi hi, fratres carissimi etc - 147. b.
— (ed. Brem. 3) ad Rogatianura : Grauiter et do-
lenter comoti sumus - 148.
— (ed. Brem. 72) ad Stephanum: Ad quaedam
• disponenda etc -
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133
Cypriani (ed. Brem- 12) ad Clemm: quanquam aciam,
uos fratres etc. . . % . . p. 150.
— (ed. Brern^ 16) ad Clerum: Diu paiieatiam
meara etc.. - 150. b.
— (ed. Brem. 15) ad Martjres et Confesaoree:
Sollicitudo loci nosjri etc - 151. b.
— (ed. Brem. 17) ad plebem: Ingemiscere aoa
et dolere etc. - 152.
— (ed. Brem. 18) ad Clerura etc Miror, aoa
fratres etc. 152. b.
— (ed. Brem. 19) ad Clerum : legilitierasuestraa etc. - 153.
— (ed.Brem. 26) ad Clerum; Dominus loquitur etc - 153. b.
— (ed. Brem. 24) Caldonii ad Cyprianura: Necea-
% sitas temporis etc - 154.
— (ed. Brem. 25) Cypriani ad Caldooiura : aece-
piraus litteras etc. - 154.
— (ed. Brem. 9) ad Clerom Roroanum. Quom de
excessu boni uiri etc.. - 154. b.
— (ed. Brem. 29) ad Clerum: Ne quid oonecien«
tiain etc. - 154. b.
— (ed. Brem. 27.) ad Clerum Roman. Factia ad
uos litieris etc - 155.
— (ed. Brem. 23) Confeaaorum ad Cyprianum:
SciaS; nos uoiueraia etc 156.
— (ed. Brem. 36) Cleri Rom. ad Cypriaoum. Cum
perlegissimus eto - 156.
— - (ed. Brem. 33) ad lapsos: Dominus noster,
cuius etc - 157.
— (ed. Brem. 54) ad Clerum: Integre et cum
discipline fecistis etc - 157. b.
— (ed. Brem. 80) ad Succeasum. Vt non uobia
in contioeoti etc - 158.
16. Liber, qui falso tribuitur Cypriano : Aduersus Judaeos,
qui Christum insecuti aunt - 158. b.
17. Libellus itidem suppoaitiliua, de duobua roontibua
Sina et Sion . - 164.
1. Ephremi Syri, Diaconi Edesaeni (cirea an. Chr. 378)
tractatua de iudieio Dei - 1.
2. Ej. de beatitudine animae - 4.
3. Joannis Osaurei (i. e.Chrysostomi) tractat. da poeni-
tentia et reparatione lapsi - 27. b.
4. Ej. Chrysostomi tr. de oompunotione animae . . - 44. b.
— lib. quod nemo laeditur, nisi a ae ipso , . - 61.
5. Isidori, Arcbiepiacopi Hiapalenais, liber synonymorum - 71.
6. Hieronymi epistpla ad Eustachian! - 86. b.
— — ad Ruaticum monachum . . . - 98. b.
— — ad NepQtianuqa - 103. b.
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133
Hieronymi epistola ad Paulinom de iostitutione cle-
ricorum . . * p. 108. b.
— — ad Heliodorum, de conterotu
— — fflundi . . . , - 111. b.
— — ad Ooeanum, de uita cleric. . - 114. b.
7. Theophili cuiusdam (Adana-Cilicis) poblica prima - 116. b.
8. AagasUDi sermo in natiaitate domini - 122.
9. Leonis Papae sermones aliquot - 123.
10. Gregorii Nazianzeni sermo - 127.
11. ChrysQstomi sermo - 128.
12. Augustini sermo - 129.
Ej. sermo in uigilia adscensionis ..... 130.
13. Leonis Papae sermo - 130. b.
— sermo in uigilia Pentecostae - 132. b.
14. Augustini sermo in uigil. S. Jo. Bapt - 134. b.
15. Leonis papae sermones II - 136. s.
16. Augustini sermo in assumtionem Mariae 137. b.
17. Meditationes (asceticae) disealceati cuiusd. ... - 144.
18. Guilielmi Paris, tr. Cur DEVS homo - 192.
— — tr. de claustro animae .... - 210.
19. Ambrosii, uel Isidori, uel Augustini tr. de conflictu
uirtutum et uitiorum - 228.
20. Augustini tr. de uita Christiana - 248. s.
Gregorii Papae dialogorum libri IV.
1. Gregorii M. Papae expositio cantici canticor. . . - 1.
2. Joannis Gerson (f 1429) tr. de oratione .... - 29.
— — de mystica theologia - 37.
3. Bernhardi, Abb. Claraenallensis (f 1153) tr. de
amando Deo - 54.
4. Anonymi speculum peccatorum . - 62.
5. Augustini (ut falso inscribunt) libelius de contem-
platione Chrtsti - 64. b.
6. (Chrysostomi) de reparafione lapsi - 70.
7. Jo. Gerson, de consolatione theologiae .... - 85.
8. Guilielmi Parisiensis rbetorioa diuina. - 110.
9. Bernhardi homiliae IV. super euangel. Luc. 1. Missus
est angelus etc - 186.
Hieronymi presbyteri epistolae CXXIX.
S. Augustini, Gregorii Papae, Origenis, Leonis, Bedae et aliorum
sermones et homiliae quaedam.
1. Leonis M. Pontiftcis Rom. epistolae quaedam . . p. 1.
2. Hilarii epistolae quaedam - 56.
3. Anselmi, Cantuariensis Archiepiscopi, monologion siue
soliloquium - 58.
4. — Proslogion, s. alloquium - 80.
5. Anonymi quaestio in capita quaedam praecedentis
libri - 86.
6. Anselmi responsio ad hanc quaestion: .... - 88.
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134
7. Anselmi dialogue , oar Deafe homo? I p. 99.
et liber II - 112. b.
8. — roeditatio huraanae redemtionis .... - 122. b.
9. — de processione Spiritus Sancti .... - 126.
Not. in fine desunt aliqua.
Alberti M. postilla super Matthaeum.
1. Alberti M. expianatio to lias Missae - 1.
2. — tract, de sacramento eucharistiae . . - 77.
3. — epistolae.
1. Alberti M. tractates super mulierem fortem . . - 1.
2. Augustinus in VII. Psalmos poenitentiales ... - 77.
1. Cassiani collationes X. priores - 1.
2. (Hieronymi, ut ferunt,) uitae patrum, monachorom,
et eremitarum * - 51.
Thoraae Aquinatis comentarius in Genesin.
Thomae Aquinatis Comentarius in Exodum.
Thomas Aquinas super I. sententiarum.
Thomas Aquinas super II. sententiarum.
1. Thomae Aquinatis quaestiones super quolibet . . - 1.
2. Guilielmi Parisiensis rhetorica diuina, (s. tract de
oratione) . . _ - 61.
Thomae Aquinatis Comenlar. in epist. Paulli
ad Romanos - 1.
ad Corinthios I - 109.
— — II - 196. b.
ad Galatas - 251.
Thomae Aquinatis comentar. in epist. Paulli
ad Ephesios - 1.
ad Philippenses - 40.
ad Colosseoses - 52. b.
ad Thessalonicenses I - 66.
— — II 75. b.
ad Timotheum I. et II - 80.
ad Titum - 114.
ad Philemonem - 123.
ad Hebraeos - 126.
scriptus est hie codex A. C. 1433.
Thomae Aquinatis de ueritate catholicae fldei contra errores gen-
tilium, libri IV.
Thomae Aquinatis commentarius in Canticum canticorum.
Gilberti Porretani (Episcopi Pictauiensis Saec. XII.) sermones su-
per canlica canticorum.
(Fortsetzung folgt.)
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135
Uebersicht der neueaten Utteratur.
DEDTSCHL AND.
Aiialen d. historischen Vereins f. den Niederrhein, iosbesondere die
alle Erzdiocese Koln. Hrsg. v. dem wissenschafll. Ausschusse d.
Vereins J. Mooren, l)r Eckerlz, Dr. Ennen, Dr. Kreb$> Fischbach.
7. u. 8. Hit. gr. a (575 S. m. 1 lith. Karle in qu. Fol.) Koln lb59.
1861. n. 1% Thlr. (1-8.: n. 5% Thlr.)
7. Hft. n. % Thlr.; 8. Hft. n. 1 Thlr.
Bede, weil. Stadtdir. Dr. W J. L., Geschiclite d. Bundes d. Sachsen-
stadte bis zum Ende d Mittelalters m. Rucksicht auf die Territorien
zwischen Weser a. Elbe. [Abdr. aus den Forschgn. zur deutschen
Geschichie.] gr. 8. (88 S.) GcUtingen. geh. n. 12 Ngr.
Bulletin de I'academie imperiale des sciences de St-Petersbourg. Tome
IV. 36 Feuilles (B.) Imp.-4. St.-Petersbourg. Leipzig. n. 3 Thlr.
Btrmeister, Dir. Prof. Dr. Herm., Reise durch die La Plata-Staaten m.
besonderer Rucksicht auf die physische Beschaffeoheit u. den Cul-
turzustand der Argentinischen Republik. Ausgefubrl in den J. 1857,
1858, 1859 u. 1860. 2. (Schluss-) Bd. Die nordwesli. Provinzen u.
die Cordilleren zwischen Catamarca u. Copiapo umlassend. Nebst
e. syslemat. Uebersicht der beobachteten Ruckgratthiere. Mil 1 (lith.)
Cbarte der bereisten Gegenden {in Imp. -Fol.) gr. 8. (V u. 539 S.)
Halle, geh. (a) n. 3 Thlr.
Folkmann, Bibliothekar Jos. Erwin, die gefurstete Linie d. uralten o.
edlen Gescblechtes Kinsky. Ein geschichtl. Yersnch. Lex. -8. (76 S.
ni. 1 Tab. in Imp.-Fol.) Prag. gen. n. 24 Ngr. ;
Velinp. n. 1 Thlr. 2 Ngr.
Gerhard, Ed., 6b. Orpheus u. die Orphiker. [Aus den Abhandlgn. der
k. Akad. d. Wiss. zu Berlin 1861.] gr. 4. (87 S.) Berlin cart
n. 28 Ngr.
G&ler, Generalmajor Frhr. Aug. v., Burgerkrieg zwischen Casar u. Pom-
pejus im J. 50/49 v. Chr. Nach C&sars bell. civ. lib. I. bearb. nebst
e. Anbang ub. r6m. Daten. Mil 2 (lith.) Tar. (in qu. Fol.) Lex,-&
(VU u. 94 S.) Heidelberg, geh. n. 24 Ngr.
finesse, Bibliothfcaire Dir. Jean Geo. Thdr., Tresor de livres rares et
precieuz ou nouveau dictionoaire bibliographique. Li?r. 14. gr. 4.
(Tome 111. S. 97—192 ) Dresden, geh. (a) n. 2 Thlr.
Hiisrttb, Lie. Adf., der Ketzermeister Konrad ?. Marburg, gr. 8. (V u.
57 S.) Heidelberg, sen. n. 8 Ngr.
Heimsoeth, Frdr., die Wiederherstellung der Dramen d. Aeschylus. Die
Quellen. Als Einleitg. zu e. neuen Recension d. Aeschylus, gr. 8.
(500 S.) Bonn. geh. n. 3 Thlr.
Helfert, Jos. Alex. Frhr. v , die Ssterreichische Volksschule. Geschichte,
System, Statistik. 3. Bd. A. u. d. T. : System der dsterreichischea
Volksschule. Vollstandige Sammlg. u. geordnete Zusammenstellung
aller ub. das osterreich. Volksschulwesen in Kraft bestehenden Ge-
setze u. Verordngn Lex.-8. (XXu.652S.) Prag. geh. (a)4 Thlr. 16 Ngr.
H51ty, weil. Probst Arnold, die Bewegung als Princip der mathematischen
Grundbegriffe. gr. 8. (VIII u. 124 S.) Gdttinaen. geh. n. 16 Ngr.
Hober, Privatdoc. Dr. Alf., die Waldstalte Uri, Schwvz, Unterwalden bis
zur festen Begrundung ihrer Eidgenossenschaft. Mit e. Anhange ub.
die geschichtl. Bedeutg. d. Wilh. Tell. gr. 8. (VIII u. 128 S.) Inns-
bruck, geh. n. % Thlr.
Jiistl, privatdoc. F., ub. die zusammensetzung der nomina in den indo-
germanischen sprachen. gr. 6. (Ill u. 136 S.) Gdttingen. geh.
n. 24 Ngr.
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136
lacanlaj, Thorn. Babington, Geschichte Englands seH der Tkronfeestei-
£ung Jacobs II. [Paret'sche Auss.] 10 Bo. Hrsg. ?. seiner Schwester
ady Trevelyan. Uebers. v. Thdr. Stromberg. [Einzige, f. Deutsch-
land autoris. Uebersetz*.] gr. 16 (IV u. 341 S.) Leipzig, geh. l%Thlr.
Medtng, Dr. Karl Heinr., Goethe als Nalurforscher in Beziehung zur Ge-
genwart. 8. (46 S.) Dresden, geh. n. 8 Ngr.
Mering, Frhr. Dr. F. E. v., Geschichte der Burgen, Ritterg&ter, Abttien
n. Kldster in den Rheinlanden a. den Provinzen Jutich, Cleve, Berg
u. Westphalen nach archivar. u. andern authent. Qaellen gesanmelt
u hearb. 12. Hfr. gr. 8. (VIII n. 166 S.) Kdln. 1 Tblr.
littheilugen ans dom Gebiete der Statistik. Hrsg. v. der k. k. Direc-
tion der administrativen Statistik. 9. Jahrg. 2. u. 3. Hft gr. Lex. -8.
Wien. n. 1 Thlr. 18 Ngr.
Inhali: IX. 2. Industrie-Statistik der 5sterreichischen Monarchic
r. d. J. 1658. 3. Hft. Chemische Prodicte. [Mit 1 (chromolith.)
Indnstrie-Karte (in Imp.-Fol.)] (VIII o. 137 SO n. 28 Ngr. —
IX. 3. Uebersicbtliche Nachweisuna der SchinTahrt a. d. See-
handets sfimmtlicher dsterreichischer HaTen w&hrend der J.
1858 a. 1859. Mit 1 (chromolith.) Karte (in qa. Fol.) (91 S.)
n. % Tblr.
Pbllippl , Prdr. , die deotscheu Bitter im Barzenlande. Bin Beitrag zur
Geschichte Siebenburgens. [Abdr. aus dem Hroastidter eraog. Gym-
nasial-Schulprogramm v. J. 186tyl.] Lei -8. (140 S.) Kronsudt
geh. b. 16 Ngr.
Popper, Dr. Jul., der biblische Bericbt Ob. die SliftshQtte. Bin Beitrag
zar Geschichte der Composition u. Diaskeue d. Pentateuch, gr. 8.
(XVI u. 256 S.) Leipzig 1862. geh. 1% Thlr.
duenstedt, Prof. Fr. AniL Epochen der Natur. Mit zablreichen (eingedr.)
Holzschn. Lex.-8. (VI u. 853 S.) TQbingen. geh. Ladenpr.n. 5% Thlr.
Sehmidt-Welssenfels, Ed., der Herzog v. Gotha u. sein Volk. Ein Auf-
satz nebst e. Antwortscbreiben d. Herzogs Ernst y. Sachsen-Koburg-
Gotha. 1—4. Aufl. Lex -8. (45 S.) Leipzig, geh. n. % Thlr.
Winkler, Gust Geo., Island. Seine Bewohner, Landesbildg. u. rulcan.
Natur. Nach eigener Anschaug. geschilderu Mit (eingedr.) Holzscha.
u. 1 (chromolith.) Karte v. Island, (in qu. 4.) gr. 8. (XI u. 308 S.)
Braunschweig, geh. n. 2 Thlr.
ENGLAND.
Beaufort (Emily A.) — Egyptian Sepulchres and Syrian Shrines, in-
cluding some stay in tne Lebanon at Palmyra and in Western Tur-
key, with Illustrations in Cbromolithography and on Wood, from
Sketches by the Author, and a Map. 2 vols, post 8ro. pp. 886,
cloth. 25s.
■'Hauchton (Peter) — The Authenticity of the Poems of Ossian. 8vo.
f Edinburgh j pp. 32, sewed. 6d.
Procter (Francis) — A History of the Book of Common Prayer; with
a Rationale of its Offices. 5th edit. post8vo. pp.470, cloth. 10s. 6d.
Shepherd (George) — The Climate of England: its Meteorological Cha-
racter Explained, and the Changes of Future Years Revealed. 4to.
cloth. 8s. 6d.
Verantwortlioher Redacteur: Dr. J?. Naumonn.
Verleger: T. 0. Weigel. Druck yon C. P. Melzcr in Leipzig.
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zum
(iKBAPKlIll.
30. September. JMS* 18# 186L
Blbliothekordnungen etc., neueste in- and anslindische Litteratur,
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aus R. E. von Senckenberg's Nacblasse.
(F o r t s e t z u n g.)
Nicolai de Lyra postilla super Matthaeum, ....
— — — — Marcura,
— — — — Lucam,
— — — — Joannem
Nicolai de Lyra postilla 8. commentarius in
Jesaiam
Jereroiam
Ezechielem
Danielem
Paulli, Episcopi Burgensis, additiones ad postilJain
Nic. de Lyra in Pentateuchum, ....
— — — Josuam
— — — libros regum
— — — paralipomena . . .
— — : — Danielem
— — — Jobum
— — — lib. Esther
— — — Psalmos
— — — additionesadpostiIJams.com-
mentariom Nic. de Lyra in
Jesaiam
Jeremiam
XXII. Jahrgang.
1.
68.
84.
120.
1.
80.
133.
191.
1.
146.
147. b.
139. b.
141.
181.
200.
203.
1.
35. b.
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138
Ezechielem p. 48.
Hoseam - 56.
Joelem - 59. b.
Amos - 61.
Obadiara - 62.
Jonam - 62. b.
Michafo - 62. b.
Nahum - 63. b.
Habacuc - 64.
Zephaniara - 67.
Haggaeum - 67. b.
Zachariatn - 68.
Malachiam - 72. b.
Maccabaeorum lib - 74. b.
Matthaeum - 75. b.
Marcura - 98.
Lucam - 101. b.
Joannem - 107. b.
Acta Apostolorum • - 117.
Epistol. ad Romanos - 121.
ad Corinthios 1 - 130. b.
— - ||. - 134.
ad Grflatas - 136. b.
ad Ephesios - 139. b.
ad Philippenses - 141.
ad Colossenses -141.
ad Thessalonicenses - 142. b.
ad Timotheum - 142. b.
ad Titum - 145. b.
ad Hebraeos - 145. b.
Jacobi - 155.
Petri - 156. b.
Johannis * - 157. b.
Apocalyps. Joannis - 159.
Nicolai de Lyra moralia bibliorum uideL
in Genesin - 1.
— Exodum - 12. b.
— Leuiticura - 20. b.
— Numeros . . . < - 26. b.
— Deuteronomium - 32.
— lib. Josuae - 39.
— lib. Judicum - 42. b.
— lib: I. Regum - 47.
II. Regum - 52. b.
III. Regum - 57.
IV. Regum - 61.
I. Paralipomenon - 65. b.
II. Paralipomenon - 68.
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in lib. Job p. 79.
— lib. Psalmorum .......... 90. b.
— Jesaitm - 123.
— Jeremiam - 134.
— Eius lib. Ihren - 143. b.
— Ezechiel - 147.
— Daniel - 155.
— Hoseara , ... - 158.
— Joel - 161.
— Amos 167.
— Nahura et Habacuc - 168.
— Zephaniam - 169. b.
— Haggaenm - 170.
— Zacbariam - 170. b.
— Malachiam . . . . , - 173. b.
— Ev. Matthaei 175.
— — Marci . . , - 186. b.
— — Lucae - 191.
— — Joannis - 201.
— lib. Acluum Apostol - 206. b.
— Apocalyps. Joannis - 213. b.
— lib. Tobiae - 222.
Judith - 223. b.
— — Maccabaeoruro I - 225.
— — II - 230. b.
Casus breuiores bibliorura cum suo reperlorta.
Bartholomaei de Vrbino milleloquii Ambrosiani Pars HI.
Not. pars I. et II. desunt.
Aluari Pelagii (s. Pelagii Aluarez, ord. Minor. Hispani, Joannis
XXII. P. R. peenitentiarii , et Juris canonici doctoris, + a.
1353.) iibii II de planctu ecclesiae.
Garlielmi Parisiensis de uniuerso lib. 4. et HI. (+ an. Chr. 1428).
Gufrtoelmi Paris, de uniuerso liber If.
Guilielmi Paris. Episoop i, sumina de uitiis et uirtutibus.
Vberti Lombardi tractalus I. de nomine Jesu. II. 4e amore Jesu.
Petri Comestoxis (presbyteri Trecensis, deinde Canqellarii uniuers.
Paris, etc. Saec. XII.) hislqria sacra ueteris el noui tesia-
menti, alias etwn .dicta: ttistoria scholastica.
Eadem hisloria scholastica Petri Comestoris.
1. Monachi wiusdam, conuentqa Attoneosis nolitia de
Muhammedo p. 1.
2. Odorici, ord. Minor, monachi (+ a. 1331.) itinera-
rium, quod inscribitur: de mirabiUbus mundi . . - 13.
3. Auonyati «zcerptum ex Talmud , swie de haeresi
Judaeorum etc , - 28. b.
4. Anonymi elucidarium diuersarum rerpm .... - 41.
5. Godofredi Viterbiensis Pantheon, siue chronicon
uniuersale ad a. 1186 - 57.
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140
6. Anonymi de orta Pilati , itemque Jadae Ischarioth
(ridicula prorsus) narratio p. 228.
7. Ptolemaei (potiusBartholomaei) Lucensis, Ord. Prae-
dic. historiae eccles. fragmentum, scriptum an. 1329. - 243.
8. Henrici Dapiferi (Truchsess) de Diessenhouen con-
tinuatio hj. historiae - 265.
1. Petri Aureoli compendium literale s. scripturae (in-
scribilur alias in editis: Epitome uniuersae S. Scri-
pturae iuxta litteralem sensura, - 1.
2. Marsilii de Menandrino Patauini defensor pacis . - 92.
(Not. paullo perfectior, quam in editis exem-
plaribus.)
3. Flores ex Augustini libro de ciaitate DEI .... 206.
— — — quaest. diuersar. scripturar. . - 239.
— — — de doctrina Christiana . . - 241.
— — — <j e mirabilibus S. Scripturae - 260.
— — — de Trinitate - 266.
— — — Confessionum - 303.
— — — super genesin ad literam . - 312.
— — — contra Manichaeos .... - 332.
— — — 83. quaestionum .... - 335.
— — — relractationum - 339.
— — — quaestionum super Matth. . - 346.
, — — — — super Lucam . - 348.
1. Odofredi (LL Doctoris) textus pacis inter Frideri-
cum (II.) Romanor. Imperat et ciuitates Lom-
bardiae - 1.
2. Processus de canonicatu et praebenda uacantibus
uel uacantiis, ac personatu, uel dignitate, quem uel
quam duxerit acceptandam; tabula capitura p. 7.
tractatus ipse - 9.
3. Oiplomata quaedam Henrici VII. Imp. rom. ... 34.
4. Petri de Vineis epislolae (usque ad libri V. ep. 94.
reliqua desunt.) - 87.
1. Marsilii Patauini defensor pacis - 1.
2. Guil. Occam, de potestate Papae tr - 144.
3. Anonymi breuiloquium, de principatu tyrannico su-
per diuina et humana: specialiter autem super im-
perium et subditos imperii, a quibusdam uocatis
summis Pontificibus usurpato, lib. VI. quorum uero
postremus integer non est - 204. b.
(Not. ex praefatione liquet, Guilielmum Occa-
mum auctorem esse huius quoque libri, qui
adhuc quidem editus non est.)
Valerius Maximus, codex scriptus an 1385.
Senecae ad Paullum apostolum et huius ad illu episto-
lae, (mutuae ac spuriae) - 1.
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141
2. Senecae de dementia ad Neronem L. I. et II. (cun-
cta prorsus raanca et contaminata) . . p. 2. b.
3. — de paupertate, (lib. spurius et suppositi-
tias) - 6. b.
4. — Epistolae (quae in editis prima est, legitur) - 9.
5. — de benefices L. ( — VI. (omnia el hie raanca
deprehendunlur.) - 146. b.
6. Loci communes ex Seneca collecti, uua cum indice - 169.
Firmianus Lactantius,
de uera religione, - 1.
de origine erroris - 24.
de falsa sapientia - 45. b.
de uera sapientia et religione - 72.
de iustitia - 97.
de uero cultu - 120. b.
de praemio uirtutis - 148.
de ira Dei . - 176.
de opificio Dei - 184.
Versus de Phoenice - 198.
(cod. non melioris notae.)
Anicius Manlius Torquatus Seuerinus Boelius (+ a. Chr. 524.) de
consolatione philosophiae.
1. Franciscus Pelrarcha, de remediis ulriusque fortunae p. 1.
2. De uita Francisci Petrarchae et eius poemate, quod
Africa inscribitur - 212.
Fratris Aegidii, Ord. Eremitarura, Quodlibela, Libr. VI.
Auguslini de Ancona (+ an. 1318.) commentarius in Matlhaeum.
fol. minim.
In 4.
Gregorii Papae expositio in Ezechielem prophetam.
Gregorii Papae homiliae 59.
1. Humbertus de uniuerso statu totius mundi: s. sermones ad
omne genus hominum.
2. Ej. epist. ad Albertum M. consolaloria.
3. — Sermones de 7. diebus
4. Berardini de Senis tr. de uita Christiana.
5. Tabula priuilegiorum ordinis Fratrum Praedicatorum.
Richardi, (Victorini, ut uidetur,) it. Bonauenturae et aliorum, tra-
tatus uarii theologici.
Judicis Guidonis de Columpna, Messanensis, historia Troiana, ex
Dictye Crelensi et Darete Phrygio compilata.
Britonis (Guilielmi) expositiones uocabulorum biblioorum.
Liber Margarita dictus, s. uersus memoriales bibliorum.
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142
Libri MSS. chartacei.
Fol.
1. Immanuelis Calecae tract, contra errores Graecorum,
ex versione Latina Ambrosii Camaldalensis ... p. 1.
2. Tractatus contra errores Graecorum, de proces-
sione Spiritus Sancti ; de aniraabus defunctoniiB ; de
azymis et fermentato; de obedientia romanae ec-
clesiae -91.
(Not. iropressus et insertus est hie lib. Caniaii
lection, antiqu. Tom. IV. Pag. 33.)
3. S. Thomae tractates contra errores graecorum. . - 126.
4. Ej. contra Saracenos - 139. b.
5. Philippi de Pera, Ord. Praedicator. tr. contra Graecos - 147.
6. Anselmi epistola de processione Spiritus sancti,
contra Graecos - 171.
1. Benedict!, Ord. Erem. S. Augustini compilationes quaedam
biblicae.
2. Alberti M. Episcopi Ratisponensis comune sanctorum, 8. ser-
mones varii.
3. Joannis Gersonis, Cancellarii Parisiens. sermones de uita spi-
rituali, et probatione spirituura.
Der Welsche Gaft, in Deutfchen Reimen.
(eine moralifche Schrifft, mil verfchiedenen Gemahlden. Sie
fcheint an. 1216. verfertiget zn fein, (vid. pag. lib. ) der
Verfaffer nent fich einen Welschen etc.
Felicis Fabri, Ord. Praedicator. (t a. 1502.) Euagatorium, s. ad
fratres conuentus Vlmensis de peregrinatione sna Hierosoly-
mitana. Vol. I. et II.
PilgerbUchlein zu dem allerheiligften Grab gen Jerufalem durch
die Wufle zu St. Catharina Grab, durch Felix Schmid, (Fabri)
von Ziirch, Prediger-Miinch zu Ulra.
Laurentii Vallae eleganliae latini sermones. (codex scrip I us an.
1472.)
Johann Wentzelers, Parfuffser -Miinchs in Ulra, Einreden gegen
Conrad Samens, erften Evangel. Predigers dafelbft ao 1524.
gehallene Predigten.
Psalterium Alhanasianum , e Graeco in Latinum sermonem con-
uersum ab Elia Ehingero.
Eliae Ehingeri miscellanea theologico-historica, h. e. 1) E Haute-
rung der Frage, wo die Chriftliche Kirche gewefen, ehe D.
Luther gebohren? 2) oratio, de anno saeculari ecclesiae
Ratisbonensis an. 1642. habita de reformatione ecclesiae Ro-
manae.
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143
EMae Ehmgeri, Aogustani, miscellanea theologico-histerioa , par-
Urn e Patrum, optiraorumq. aulorum monamentis optima fide
deoerpta; partial ab ipso autore eiaborata.
(Fortsetzung folgt.)
Veberaieht der netiesten Litterattir.
DEDTSCHL AND.
Bexold, Prof. Alb. v., Untersuchungen ub. die elect rische Erregung der
INerven u. Muskeln. Mil 2 Kpfrtaf. (in 4 ) u. 14 Abbildgn. in (eingedr.)
Holzschn. Lex.-8. (XIII u. 330 S.) Leipzig, geh. n. 2 Thlr.
Daniel, Prof. Insp. Dr. Herra. Adalb., Handbuch der Geographic 3. Thl.:
Deutschland. 3. u. 4. Lfg. gr. 8. (S. 353—704.) Frankfurt a. M. geh.
a n. 16 Ngr. (1— III, 4 : n. 8 Thlr.)
Geschichte, topographische, der St§dte Oberbayerns hrsg. v. dem histor.
Vereine von u. fur Oberbayern. I. Bd. [Abdr. aus dem 19. Bde. d.
Oberbayer. Archives ] Lei. -8. (XVII u. 358 S. m. 5 lith. Planen in
Lex.-8. n. Fol.) Munchen 1860. geh. baar n.n. 1% Thlr.
In halt: Topographische Geschichte der Stadt Aichach u. ihrer
Umgebung. Von Stadtpfr. Konr. Danhauser. Mit dem (lith.)
Grundplane der Stadt. (44 S.) Einzeln n.n. VI Thlr. — Topo-
graphische Geschichte der Stadt Kaia. Verfasst v. Landger—
Assess. Ludw. With. Fischer. Mit dem (lith.) Grundplane der
Stadl. (50 S.) Einzeln n.n. 8 Ngr. — Topographische Geschichte
der Stadt Reicheuhall u. ihrer Umgebung. Von Oberbaurath
Herm. Herrmann. Mit dem (lith.) Grundplane der Stadt. (M) S.)
Kinzeln n.n. 10% Ngr. — Topographische Geschichte der Stadt
Traunstein. Von Schulbeneficiat Joh. Jos. Wagner. Mit dem
(lith.) Grundplane der Stadt (in Fol.) (119 S.) Einzeln n.n.
14 Ngr. — Topographische Geschichte der Stadt Wasserburg
am Inn. Von Stadtschreiber Jos. Heiserer. Mit dem (lith.)
Grundplane der Stadt (in Fol.) (100 S.) Einzeln n.n. 13 Ngr.
Hafls. Lieder. Persisch m. dem Gommentare d. Sudi hrsg. v. Herm.
Brockhaus. 3. Bd. 3. HfL gr. 4. (S. 161—272.) Leipzig, n. 2% Thlr.
(cplt.: n. 29% Thlr.)
flenrie v. Sargans, Prof. Dr. Ant., die Klingeuberger Chronik, wie sie
Schodoler, Tschudi, Stompf, Guilliman u. Andere benutzien, nach
der v. Tschudi besessenen u. vier anderen Handschriflen zum ersten-
mal ganz, u. in. Parallelen aus gleichzeitig ungediuckten Chroniken
hrsg. Lex.-8. iXXIll u. 376 S. m. 3 Steintaf.) Gotha. geh. n. 4 Thlr.
Heaainger, E., Geschichte der Residenzsladt Braunschweig von 1806 bis
1831. Mit besond. Berucksicht. der westphal. Hof- u. Staatsverhalt-
nisse. 8. (VII u. 291 S.) Braunschweig, geh. n. 1 Thlr.
floltiendorff, Dr. F. v., die Bruderschaft d. Rauheh Hauses, ein Pro-
teslantischer Orden im Staatsdienst. Aus bisher unbekannten Papie-
ren datrgestelH. 4. Anfl. gr 6 (48 S.) Berlin, geh n. % Thlr.
Keaaelmeyer, P. A., ub. den Ursprung der Meteorsteine. Mit3(chromo-
lith.) Taf. (in Imp. -Fol ) [Abgedr. aus den Abhandlgn. der Sencken-
berg. naturforsch. Ges.] gr. 4. (144 S. m.: Versuch e. Quellenver-
zeichnisses zur Literatur ub. Meteoriten. Von Dr. Otto Buchner.
16 S.) Frankfuit a. M. 1860. geh. n. 3% Thlr.
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144
Hadbyl, Univers.-Sekr. Bernh , Chronik v Statistik der koniglicheo Uni-
versitat zu Breslau. Bei Gelegenheil ihrer 50iahr. Jobelfeier am
3. Aug. 1861 im Auftrage d. akadem Senals verfasst u. hrsg. gr. 4.
(Ill u. 89 S.) Breslau. geh. n. % Thlr.
Palacky, Privatdoz. Dr. Joh., wissenschaftliche Geographic Besooderer
Theil. 1. Bd. 2. Abth. 1. Hit. A. a. d. T.: Australien. gr. 8. (163 S.)
Prag 1860. n. % Thlr. (I— II, 1.: n. 2% Thlr.)
Der Preis d. ersten Bandes ist auf n. 2 Thlr. herabgesetzt
Rttjen, Prof. Bibliothekar H , Johann Carl Heinr. Dreyer, Professor d.
deutschen Rechts u. der Praxis in Kiel etc u. Ernst Joachim y.
Westphalen, Rechtslehrer in Rostock, Geh. Rath d. grossfurstl. Hol-
steins u. Curator der Kieler Universitat. Beitrag zur Geschichte der
Kieler Universitat 11. der jurist. Literatur. gr. b. (IV u. 189 S.) Kiel,
geh. n. I Thlr.
Schlosser, Geh. R. Prof. Dr. F. C, Geschichte d. 18. Jahrhunderts u. d.
19. bis zurn Sturz d. franzosischen Kaiserreichs. Mit besond. Rack-
sicht auf seistige Bildg. 4. durchaus verb. Aufl. Vollstaudiges Xia-
men- u. Sachregister. Mit einigen biograph. u. chronolog. Notizen
zur Erlauterg. u. Krganzg. gr. 8. (1*9 S.) Heidelberg, geh. n. % Thlr.
(cplt. in. Register n. 20% Thlr.)
Schmidt, Julian, Geschichte d. geistigen Lebens in Deutschland von Leib-
nitz bis auf Lessings Tod 1681—1781. (In 4 Lfgn.) 1. Lfg. 1. Abth.
gr. 8. (1. Bd. VIII S. u. S. 1-80.) Leipzig, 1862. geh. d. 12 Ngr.
Ulrici, Dr. Herm., Gott u. die Natur. gr. 8. (XV u. 624 S.) Leipzig 1862.
geh. n. 3% Thlr.
A n z e i g e.
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Durch alle Buch- und Antiquariatshandlungen ist zu be-
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Professors Karl Ritter in Berlin (3. Theil: Nach-
trage und Doubletten), welche nebst den Biblio-
theken des Dr. jur. A. J. Collmann in Berlin,
sowie des Professors F. Possart in Bernburg
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ten and Literaturfreunde besonders empfehle.
Leipzig.
T. O. Weigel, Buchhftndler.
Veranlwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P- Melzer in Leipzig.
Digitized by Google
zom
15. October.
SERAPElflH.
1861.
Bibliothefcordiungen etc., neueste in- und titl&ndltcbe Utter&tur,
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theile in.
1. An S. Augastinus nescierit, a Christone, an a B. Maria Vir-
gine sit redemtus et saluatus?
2. An omnes peregrini excomraunicandi ? cuius negatiua 200
argumentis adstruitur, iussu illustrium Austriacorura Ord.
script.
3. De panolethria iraminente Germaniae.
4. ccTio&tcoGLQ Mariana Pontificia.
5. Cbriftliches und in Gottes Wort woblgegrflndeles Bedencken
von der Krbfttnd.
6. Bedencken fiber D. Huebers Erklfirung der proposition, dafs
Gott in Chriflo Jefu alle Menfchen zum Leben verordnet und
envahlet; und doch allein bekomen diefe das LebtiU und See-
ligkeit, die an Chriftura glauben.
7. Motiveu, warum die Evangelifche die P^f^jfche Mef£s a|>-
gefchafft?
8. Ob ein Evangel. Prediger eine Weibs Perfoo, die ihr eigen
Kind umgebracht, copulieren m5ge, mit einem, der fie aus-
bittei?
9. Ob Eltern nichl mit gutem Gewiffen einem Pabiflen ihr Kind
zur Ehe absolute abscfylagen konen; oder ob fie fchuldig
XXII. Jthrgamg.
Aaxeigen etc.
ST. O. Weigel in Leipzig.
M*BV0crlpteiilu»t»loffe
aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse.
(Fortsetzung.)
Contentorum ordo:
Theologica:
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146
feyen, mit ihnen tractieren zu laffen, und der Papifleo Er-
klfirung und erbielen anzuhoren?
10. Ob eine Obrigkeit Macht habe, einen Laflerhaflen Prediger
abzufchaffen ?
11. Oa man kone leichier in Himel komen, und Seelig werden
durch die Jungfrau Mariam, wie die Calholifche daftir Hal-
ten, oder, wie die Evangelifche glauben, allein durch Chri-
Horn.
12. Ob ein Romifcher Catholifcher Kayfer allezeit geglaubt habe,
was der Pabfl zu Rom geglaubt? und ob es folge : wer
nicht glaubt, was der Pabft glaubt, der begehe ein crimen
laefae maieftatis. D. i. ob ein Chrifllicher Unterthan bey
Verluft feiner Seelen Seligkeit zu glauben fchuldig feyn, was
feine weltl. Obrigkeit glaubt?
13. Ob die Gottesgebfihrerin und Hochgelobte Jungfrau Maria eine
Dea, eine Gftttin mfige genenet werden?
14. Ob die Evangel. Stfinde der Augfburg. Confefsion konen
mit gutem Gewiffen darbey feyn, und in comitiis Helffen
fohlieffen, dafs man Chri flu m verfolge?
15. Ob ein rechter Lulheraner mit gutem Gewiffen dem Kayfer
zu Aufsrottung der Evangelifchen , und des Evangelii, (wel-
ches Er fiir Ketzerey halt,) im Krieg dienet?
16. Extract eines GefprMchs, welches in Gegenwart der etc. Graf-
fen Otto Heinrich Fuggers etc zwifchen P. Dominico, Capu-
ciner-Ordens, und M. Elia Ehinger, Bibliothecario zu Augf-
purg den 17. April, a. 1626. ift gehalten worden.
17. Colloquium M. Eliae Ehingeri, turn temp. Zelkingiaci Eccle-
fiastae, cum Wenceslao Jacobo Rulandino, Decano Freifla-
diensi Pontificio, habitum in Auftria tranfanifana d. 5. Maii
an. 1605.
18. De Chriflo Thaumalurgo, miraculorum palratore, et Judaeo-
rum Schemhamphorasch.
19. Ob man k5ne zwifchen dem Herrn Chriflo und dem Teofel
einen Frieden machen und anftellen?
20. Assertio aduersus D. Libauium , opus illud DEI patris , quo
fllium sibi aequalem generabat, genuit, et in perpetuum ge-
nerabit, esse opus, quod multo interuallo mundi pulchritudi-
nem superel. etc.
21. Kurzer Berichl vom Fegfeuer.
22. Discussio qoaestionis, an auima Traiani precibus Gregorii M.
ex inferno fuerit liberate?
23. de astrologia iudiciaria.
24. de locustis apocalypticis.
25. de gentium conuersione et iudaeorum auersione
26. Orationes duae, quarum prima saluationem ethnicorum pro-
babiliter adstruit; altera eamdem destruit.
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147
27. de certitudine oracolorum diuinorura, qua demonstrator, Chri-
stum esse uerum Messiam, contra Judaeos.
28. de fidelitate seruanda in citandis autoribus.
Historioa.
1. De dissensionibus Pontiflcum Romanorura, haeresibus eapila-
libus infamium, per singulas centurias.
2. Speculum pontificum Romanorura, ex historicis catholicis ad-
ornatum.
3. De stipulis patrum et ecclesiae doctorum, urthodoxos non
obligantibus.
4. Papa mulier Johannes VIII.
5. An corpus B. Dionysii Areopagitae apud Ratisbonnenses , an
uero in oppido apud Parisienses quiescat?
6. Historia, S. Marcum Euangeliftam corporaliter quiescere in
insula, quae diues Augia, vulgo Reichenau, dicitur, sub epi-
scopatu Constantiensi, e bibl. Ratisbonnensi eruta.
7. De uita el obitu S. Lucae.
8. An Constantinus Imperator Romae fuerit baptizatus?
9. Epistola bealissimae semper Virginis Mariae, Deiparae, de
miserabili statu ecclesiae ad Clerum Gennaniae, Romae in
bibfiotheca Vaticana inuenta.
10. Relatio, Deum quandoque exlraordinarie uisionibus edocuisse
homines, non lamen S. Scripturae conlradiceulibus, ex anna-
libus Baronii, cum iudicio D. Lutheri.
11. Consilium summi Pontiflcis Innocentii X. et selectorum Car-
dinalium super statu Germaniae.
12. De Nebucadnezare et tyrannico imperio.
13. De potestate reciproca Regum etPrinoipum in suos subditos,
et uicissim subditorum in suos reges et principes.
14. Crudelitas inquisitionis Hispanicae Romanae in Marci Antonii
de Dominis, Archiepiscopi Spalatensis, catholice defuncti,
cadauere exusto. an. 1623.
15. Judicium Amphictyonicum catholicorum in Johanna Lotharin-
gica uirgine, iniuste condemnata, et combusta, ex Aeneae
Syluii commentariis, et annalibus ecclesiae Aurelianensis.
16. De prima origine Societatis Jesu, ex commentariis Pii II.
Pontif. Max. lib. 12. fol. 591. Romae excusis anno 1584,
edente Joanne Gobellino, acced. instruct, seoreta etc
17. De inslituto Jesuitarum, ex nobilissimo Historico Thuano
collecto.
18. Eines Prediger-Mtinchen 3facher Wunfch.
19. S. Franciscus in quibusdam fuit quasi alter Christus.
20. de stigraatibus S. Prancisci.
21. De S. Maria Senensi.
22. Turca est Antichristus, autore Friderico Nausea.
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148
23. Eio alter Lobfpruch yon der fchtinen Maria zu Regenfpurg,
1519.
24. Warum zar Zeit der Reformation kein Politifcher vielweni-
ger ein Cathol. und allgemeiner Fried in Deulfchland zb
hoffen und za gewarten gewefsen.
25. Abfag- Brief Lambertus Hortenfius von Montfort, von den
proteflierenden Krieg an. 1546.
26. Durch was Mittel der Pabfl zu Rom die Chriftenheit regiere?
27. Der Catholifchen Stttnde Schluffs, dafs die Rtiml. Keyfsln.
Maj. die Freyftelluog der Religion in Dero Erblfindern nichl
k&ne noch wolle bewilligen.
28. Vergleicht Enck.
29. Yon Deutfcbland.
30. Ein kurzer Difcurs von ietzigen H&ndeln der Welt.
31. de quatuor quaesitis per epistolam, super fide et religiose
Persarum, el ad eadem responsum Dom. Theodori Hack-
spanii.
32. De Arislotele.
33. de arte Lulli.
1. Sebastian! Hornmoldi, Tubingensis, J. V. D. et poetae lau-
reati, Hierosolyma, h. e. descriptio gloriosae ac felicis ex-
peditions, quara an. Chr. 1095. Henrico IV. Caesare, qoidam
principes christiani ductante exercitum Godofredo duce Bul-
Wonio in terram Palaestinam f. sanctam suscepere. (absol. a.
d. 5. Junii A. S. 1591.)
2. Ej. Poeseos aliquot exercitationes : Ver; Amor; Testamen-
tum, s. de caducitafe uitae humanae etc.
Prudentii hymni TtadrifisQivmv 9 in deutsche Verse ttbereetzt von
Adam Reisner.
Ej. Reisneri Neue Gefang in den Blcbern Mose, Denen Prophe-
ten und Pfalmen etc.
Balthafar Mitfohelens, Vogts Zu NUrtingen, fttrftl. Wurtenb. Hi-
ftorifche Befchreibungen.
Andreae Boldmeyers compendium ohronologicom der Ldbl. ReichTs
Stadt Ulm.
1. Jacobi Miilleri, Torgensis, Med. D. und Mathematici zu Gief-
fen, Sciagraphia Solis; i. e. Griindliche Befchreibung vom
Nutzen und Gebrauch der Sonenfchattens, Jahrzeit, Monat eta
beneben Urlprung und Aufstheilung der Himlifchen Sphaerae;
wie den auch ein geringer Inftrument alle Souen Ubren Bon-
der grofe Miihe damit zu verzeichnen.
2. Ejusd. praxis geometrica uniuersalis, 1. e. wie man alle Li-
nien und flguren in corporibus phyficis aufsmeffen foil, be-
neben vtilligen Bericht von der proportion, und aus was
Grund der Canon trigonometricus erfunden.
3. Johan Ulrich KrafFts, nachherigen Pflegers zu Geifslingen,
oriental. Reife, Gefftngntis und Befreyung etc. — 1575 usque
ad 1585.
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149
4. Herzog Friederichs zu WUrtenberg Reife nach Ualien 1599.
und 1660. befchrieben ?on Heinrich Schikhard von Her-
renberg.
Ramuel Kiechels, Vlmensis Reife nach Orient, an. 1585—1589.
2. Johann Wildens, Burgers in Niirnberg, Reife naoh der Tur-
key, Arabien etc. an 1604 — 1611.
D. Ludovici Rabi Aufslegung aller Sontaglichen Evangelien, yon
Erhard Drechfslern, Praeceptore III. Classis nachgefchrieben.
D. Georg Segers Rrklarung des Kuangelii Johannis (1574.).
D. Johann Vrfenbecks Calechifmus- Pfalmen- und Pafsions - Pre-
digten (1585.)
1. Ntirnbergifches Schemvarts Buch mil gemahlten Aufztigen
der Faftnachts-Tfintze.
2. Der LObl. Stadt Augfpurg Herren Geschlechter. (gedruckt. 2.)
Viti Breitfchwerts rechlliches Bedenken fiber unterfchiedl. Slrit-
tigkeiten der Ltibl. Reichs-Ritterschaffl in Schwaben gegen
unterfchiedliche Herrfchafften. (1528).
(Fortsetzung folgt.)
Uebersicht der neaesten LUteratar.
DEDTSCHL AND.
Abies, Dr. Wilh., Gedanken 6b. Natur- u. Wortpoesie der russischen
Spracbe, m. Beriicksicht. der roman. u. german. Sprachen. Lex. -8.
(XXXVI n. 192 S.) Berlin, geh. n. 2 Thlr.
Accesslonen, die, der Kflnigl. UniversitSts-Bibliothek in Gdttingen wSh-
rend des J. I860, gr.8. (VII a. 132 S.) Braunschweig, geh. n.%Thlr.
Alt Schleiermacher's Leben. In Briefen. 3. Bd. Schleierroacher's Brief-
wechsel m. Freunden bis zu seiner Uebersiedelg. nach Halle, nament-
lich der m. Friedrich u. August Wilhelm Schlegel. Zura Drnck vor-
bereitet t. Dr. Ludw. Jonas , nach dessen Tode hrsg. v. With. Dil-
tkey. gr. 8. (X u. 438 S.) Berlin, geh. (a) n. 1% Thlr.;
in engl. Einb. (4) n. 2% Thlr.
Baeumen, Aug. v., Nach Marokko. Reise- u. Kriegsmemoiren. Mit 1
(lith) Zeichng. der Sladt Tetuan u. dem (lith.) Bildnisse d. General
Prim. 8. (333 S.) Berlin geh. 1 Thlr. 18 Ngr.
Baumleln, W., Untersuchungen fib. griechische Partikeln. gr. 8. (IV u.
320 S.) Stuttgart, geh. n. 2 Thlr. 4 Ngr.
Blanc, Dr. L. G., Versuch e bloss philologischen ErklSrung mehrerer
dunklen u. streitigen Stellen der gdttlichen Komodie. I. Die Hdlle.
2. Hfl. : Gesang XVIll-XXXlV. gr 8. (S. 156-310.) Halle. (*)%ThIr.
Bohlmann, Dr. Otto. Denkschrifl nb. die prioritatischen Anspruche Preus-
sens an das Herzogthum Braunschweig- Wolffenbultel. Nach den
Quellen bearb. Nebst e. Anh. enth. 4 Stammtaf. (in qu. Fol. u. qu.
gr. Pol.) u. die wichtigsten, in Bezug genommeneu Urkuoden in cor-
rectem Abdruck. gr. 8. (XI u. 112 S.) Berlin, geh. % Thlr.
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150
Brenner-Scblffer, Dr. Wilh., Zur Oberpfalzischen Volksmedizin. Darstet-
lung der sanit&tl. Volks-Silten u. d. medizin. Volks-Aberglaubens in
nordostl. Theile der Oberpfalz. Gekrdnte Preisschrift. gr. 8. (40 S.)
Amberg. geh. 6 Ngr
Brlefe, historische, Ob. die seit dero Ende d. 16. Jahrh. fortgehenden Ver-
luste u. Gefahren d. Protestantismns. 8. (XII u. 544 S.) Frankfurt a. M.
geh. n. \% Thlr.
Buckle, Heinr. Thorn., Geschichte der Civilisatiou in England. Mit Be-
willigg. des Verf. fibers, v. Am. Ruge. 2 Bd. gr. 8. fXVI u. 582 S.)
Codex diplomatics dominii temporalis S. Sedis. Recneil de documents
pour servir a I'histoire du Gou?ernement temporel des etats da
Saint-Sie«e, extraits des archives du Vatican pir August Tkemer.
Tome 1.756— 1334. Fol. (Xu.632S.) Rome. (Leipzig.) geh. n. 18Thlr.
Dunker, Prof. Dr. Guil., Mollusca Janonica descripta et tabulis tribes
Iconum illustrata. gr. 4 (111 u. 36 S. m. 3 color. Stointaf. a. 3 Bl.
Erklargn.) Stuttgart, cart. n. 2 Thlr. 4 Ngr.
Geffken, Pred. Dr. Jobs., Johann Wincklei u. die hamburgiscbe Kircae
in seiner Zeit (1684 — 1705) nach gleichzeitigen , vornehmlich band-
schriftlichen Quellen. Mit dem (lith.) Bildnisse Wincklers, e. Facs.
seiner Handschrift u. seinem Wappen. gr. 8. (XII u. 446 S.) Ham-
burg, geh. n. 2 Thlr.
Graeti, Dr. H., Geschichte der Juden von den altesten Zeiten bis aof
die Gegenwart. A us den Quellen neu bearb. 5. u. 6- Bd. gr. 8.
Krotoschin 1860. (Leipzig.) geh. a n. 2% Thlr.
I oh alt: 5. Geschichte der Juden vom Abschluss d. Talmud (5001
bis zum Aufbluhen der judisch-spanischen Cultur [1027]. (X
u. 566 S.) — 6. Geschichte der Juden vom Aufbluhen der
judisch-spanischen Cultur [1027] bis Maimuni's Tod [1205].
(XII u. 471 S.)
firflnhagen , Privaldoc. Dr. Colmar, Breslau unfer den Piasten als deut-
sches Gemeinwesen. gr. 4. (VII u. 124 S.) Breslau. geh. n. 1% Thlr.
Hageby, Premieurlieut. Axel Lind v., Reisebilder u. Skizzen aus Indian
u. dem letzten indischen Kriege 1857—1859. Aus d. Schwed. Mit
dem Portr. des Verf. (in Stahlst.), 10 color. Taf. in Stahlst. nach
Orig v. Hindu-Malern. 16 (lith.) Taf. in Tondr., 3 (lith.) Plaoen a.
1 (lilh.) Karte v. Vorder-Indien. (in Lex.-8. u. gr. 4.) Lex.-8. (X u.
424 S.) Leipzig, geh. n. 4 Thlr.
Heer, Prof. Dir. Osw., Untersuchungen 6b. das Klima u. die Vegetations-
verhaltnisse d. TertiSrlandes. Mit (lith. u. color.) Profilen u. 1 (chro-
molith.) Kartchen Europa's. [Abdr. aus dem 3- Bde. der tertiir*a
Flora der Schweiz.] Fol. (IV u. 170 S.) Winterthur 1860. cart.
flutter, Hofrath Frdr. v., Geschichte Kaiser Ferdinands II. u. seiner In-
tern. Personen-, Haus- u. Landesgeschichte. 10. Bd. A. u. d. T. :
Geschichte Kaiser Ferdinands II. 3. Bd. gr. 8. (606 S.) SchafThausen.
geh. n. 2 l / a Thlr. (I -10 : n. 25fc Thlr.)
Ilae, Prof. Dr. L. Fr., Geschichte der deutscheo Bundesversammlung, ins-
besondere ihres Verhaltens zu den deutschen National -Interessen.
3. Bd. gr. 8. (VIII u. 662 S.) Marburg 1862. geh. 2% Thlr.
(I— III. : 8% Thlr.)
Klttseer iun., Jak., Inhalt d. Talmuds u. seine Autoritat , nebst e. ge-
schichtl. Einleitg. Aus den ersten Quellen geschdpft u. unpartheiisch
behandelt. 2. Ausg. gr. 8. (Ill u. 219 S.) Leipzig, geh. n. 1% Thlr.
Klelnert, Dr. G. 0., Geschichte der HomSopathie. (In 12 Lfgn) 1. Lfg.
gr. 8. (64 S. m 1 Steintaf. in Tondr.) Leipzig, geh. n. % Thlr.
Klopp, Onno, Tilly im dreissigjahrigen Kriege. I. Bd. bis zur Zeit d.
Friedensschlusses v. Lubeck 1629. gr. 8. (XIV u. 557 S.) Stuttgart
Leipzig geh.
n. 3 Thlr. 6 Nj
geh.
n. 3 Thlr.
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151
Kluge, Lehr. Dr. Karl Emil, fiber die Ursa ch en der in den J. 1850 bis
1857 stattgefundenen Erd-Erschutterungen u. die Beziehungen der-
selben zu den Vulkanen u. zur Almosphfire. gr. 8. (124 S.) Stutt-
gart, geh. n. 24 Ngr.
Kunstmann. Dr. Frdr., die Pahrt der ersten Deutschen nach dem por-
tugiesischen Indien. gr. 8. (33 S.) Munchen. geh. n. % thlr.
Ltssen, Prof. Chrn., indische Alterthumskunde. 4. Bd. Geschichte d.
Dekhans, Hinterindiens u. d. Indischen Archipels v. 319 n. Chr. Geb.
bis auf die Muharaedaner o. die Portugiesen. Nebst Umriss der
Kulturgeschichte u. der Handelsgeschichte dieses Zeitraums. 2. Halite
Lex.-8. (S. VII -X u. 529-988.) Leipzig, geh. n. 3 Thlr. 14 Ngr.
Ledebnr, Carl Frhr. v., Tonkunstler - Lexicon Berlin's von den fittest en
Zeiten bis auf die Gegenwart. 7—11. (Schluss-)Lfg. Lex -8. (S. 335
—704.) Berlin, geb. a n. 12 N$r.
Lepsius, Rich., ub. chinesische u. tibetische LautverhSllnisse a. ub. die
Umschrift jener Sprachen. [Aus den Abhandlgn. der K. Akad. d.
Wiss. zu Berlin I860 ] gr.4. (50 S. m. 1 Tab.) Berlin, cart. n. 18 Ngr.
fiber die arabischen Sprachlaute u. deren Umschrift nebst einigen
Erlauterungen fib den harten i Vocal in den tartarischen, slavischen
u. der rumanischen Sprache. [Aus den Abhandlgn der K. Akad. d.
Wiss. zu Berlin 1861.] gr. 4. (58 S. m. 1 Tab.) Ebd. cart. n.%Thlr.
Luge, J. G., Ghromk der Sladt GreifTenberg in Schlesien. gr. & (VIII u.
Mendelssohn Bartholdy, Felix, Keisebriefe aus den J. 1830 bis 1832.
Hrsg. v. Paul Mendelssohn Bartholdy. gr. 8 (VII u. 340 S.) Leipzig,
geh. n. 2 Thlr.: in engl. Einb. n.n. 2% Thlr.
Hock, Dr. Th. D., de donatione a Carolo Magno sedi aposlolicae a. 774
oblata. Dissertatio historica et crilica. gr. 8. (102 a.) Mfinster. geh.
Mommsen, Th., fiber die Zeitfolge der Verordnungen Diocletians u. sei-
ner Mitregenten. [Aus den Abbdlgn. der K. Akad. d. Wiss. zu Ber-
lin I860.] gr.4. (99 S. m. 1 Chromolith.) Berlin, cart. n. 1 Thlr. 6 Ngr.
Monument* Lubensia. Hrsg. v. ProvinziaUArchivar Dr. W. Wattenbach.
gr. 4. (VII u. 64 S.) Breslau. geh. n. 24 Ngr.
Monuments, vetera, Poloniae et Litnuaniae gentiumque finitimarum histo-
riam illustrantia maximam partem nondum edita ex tabulariis vati-
canis deprompta, collecta ac serie chronologica disposita ab Aug.
Theiner. Tomus 11. Ab Joanne Pp. XXIII. usque ad Pi urn Pp. V.
1410—1572. Fol. (XXV u. 782 S.) Romae. (Leipzig.) geh.
Hovlckl, Prof. Max, Sita, Enumeratio lepidopterorum Haliciae Orienlalis.
Lex.-a (XXX u. 285 S. m. 1 Steintaf.) Leopoli 1860. (Berlin.) geh.
Rtumer, Frdr. v., Lebenserinnerungen u. Briefwechsel. 2 Thle. gr. 8.
(XVII u 663 S.) Leipzig geh. u. 3% Thlr.
Relneke ?oss. Plaltdeutsch nach der Lubecker Ausg. v. 1498 bearb. v.
Karl Tannen. Mit e. Vorrede v. Dr. Klaus Grolh. 8. (XI u. 281 S.)
Bremen, geh. n. % Thlr.
Rossel, Biblioth.-Secr. Dr. Karl, die Pfarrkirche S. Severus in Bopard.
Ein Beitrag zur Baugeschichte. gr. 8. (10 S. m. 1 Steintaf. in Toodr.)
Wiesbaden, geh. n. % Thlr.
Urkundenbuch der Abtei Eberbach im Rheingau. Im A a it rag d.
histor. Vereins f. Nassau hrsg. 1. Bd. 1. u. 2. Hit. gr 8. (288 S.)
Ebd. I860. 61. n. 1 Thlr. 3 Ngr.
1. Hft. n. 18 Ngr. 2. Hft n. Vi Thlr.
Stlehler, Regier.-R. a. D. Aug. Wilh., Synopsis der Pflanzenkunde der
Vorwelt. 1. Abth. A. u. d. T. : Synopsis der gamopetalen angio-
(I— IV. : n. 29 Thlr. 6 Ngr.)
n. 1% Thlr.
(a) n. 24 Thlr.
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152
spermen Dicotyledonen der Vorwelt. gr. 8. (XVI u. 196 S.) Qued-
liriburg. geh. 1% Thlr.
Segesser, Ant. Phil, v., die Beziehungen der Schweizer in Mathias Cor-
vinus, Kdnig v. Ungarn in den J. 1476—1490. gr. 8. (IV u. 114 S.)
Luzern i860, geh. 24 Ngr.
Volger, Dir. Dr. Wilh. Frdr. , der Ursprung u. der alteste Zustand der
Stadt Luneburg. Ein Versuch. gr. 8. (VIII u. 54 S.) Luneburg.
geh. n. % Thlr.
ENGLAND.
Arnott (Neil) — A Survey of Human Progress from the Savage State (o
the Highest Civilisation yet attained, a progress as little perceived
by the multitude in any age as is the slow growing of a Tree by
the children who play under its shade, but which is leading to a
new condition of Mankind on Earth. 8vo. pp. 190, cloth. 6s. 6d\
Batemaa (Thomas) - Ten Years 1 Diggings in Celtic and Saxon Grave-
hills, in the Counties of Derby, Stafford, and York, from 1848 to
1858 ; wilh Notices of some former Discoveries hitherto unpublished,
and Remarks on the Crania and Pottery from the Mounds. 8vo. pp.
310, cloth. 15s.
Challice (Dr.) — The Secret History of the Court of France under Louis
XV. Edited from rare and unpublished Documents. 2 vols, post 8vo.
pp. 800, cloth. 21s.
A n z e i g e.
Bficher-Auction.
In alien Buchhandlungen ist zu haben:
Verzeichniss der von 6. B. Niebnhr und H. v. Nie-
bnhr hinterlassenen Bucher-Sammlung, welche
am 27. November d. J. durch den Auct.-Comm.
Muller in Berlin dffentlich versteigert wer-
den soli.
Ausgegeben durch die Bessersche Bochhandlung (W. Hertz)
Berlin, 7 Behrenstrasse, welche Auflrage tibernimmt.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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zom
31. October. JW 20. 1861.
Bibliothekordnungen etc., neueste in- and ausl&ndische Litteratur,
Anxeigen etc.
Zur Besorgung aller in nachstebeoden Bibliographieo yerxeichneteo Bttcber
empfeble ich nich nnter Zusicberniig schnellster and billigster Bedienang; deoen,
welche micb direct mtt rcsp. Bestellungcti beebren, sicbere icb die grotsteo Vor-
theile ra.
T. ©. Weigel in Leipzig.
ManuscriptenkatAloge
aus R. L von Senckenberg's Nachlasse.
(Fortsetzung.)
Difcurs, ob der Geifllichen im Herzogthum Wtirtemberg gelegene
Giiter, tempore necefsitatis publicae in die Steuerbarkeit zu
Ziehen feyen?
Johann Halbrilters Consilium in Renuntiations-Sachen der Reichs-
RiUerfchaffl in Schwaben ertheilt. 1604.
MSSta mifcellanea.
Politifcher MSStorum Tom. 1. Ungarifche, Bflhmifche, and Oefter-
reich. Sachen belreffend.
— — Tom. II. Donaowerth. Jttlichifche, ond Reichfs-
fachen belreffend.
— — Tom. III. meiftens die Btihmifche Unrohe und
30jahrigen Krieg betreffend.
— — Tom. IV. B5bmifch-Oefterr. Religions -Sachen,
und dOjfihrigen Krieg betreffend.
Volumen I. Epistolarom ad D. Cunradum Dietericom, Superint.
Vlmensem, scriptarum. Lat. partim, part. German. Lit. A— D.
Volumen II. epistolarom etc. lit I) — R.
Volomen III. epistolarnm etc. lit. S— Z.
Volumen IV. epistolarom, fiirftl. grftfl. freyherrl. and adelicher
Perfonen, aoch Slttdt. Unioerfitaet und Conflftorial-Schrei-
ben etc entbaltend.
XXII. Ja.hrga.ng.
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154
Volumen Actorum theologicorum, Giefsensium, Tubingensium, Dau-
tiscanorum, Wormatienfium etc.
Programmata Gymnasii Vlmensis, ab an. 1622—1694. voll. 1.2.3.
Johann Dieterici Leopoldt memoria Physicorura Vlmanorum, sea
biographiae medicorum ordinariorum Vlmensium ab an. 1377.
usque ad annum 1733.
Alia quaedam MSta uide inter Patres, Canonibus Aposlolorum etc.
edit. Mogunt. 1525. foi. adiuncta.
Libri MSS. chartacei
in 4.
Publi Terenlii Afri comoediae,
1. Andria p. 1.
2. Eunuchus - 93.
3. Heautontimorumenos, k - 203.
4. Adelpbi - 303.
5. Hecyra - 385.
6. Phormio - 358.
Bruder Berchtolds, Prediger Miinchs, deutfche Ueberfetzung und
Aufszug aus Johannis von Triburg, Ord. Praedicat. Lat. Sume
der Beichtiger. (gefchrieben von Nicolai Doner de Buftetten.
Ein Volumen Schwenkfeldifcher Briefe etc an. 1557.
Erklarung und kurzer Inhalt der Epiflel Pauli an die Hebraer.
Von den fieben geiftiichen und fieben leibiichen Werken der
Liebe.
Der 20fte Pfalm zum Trofl der betrubten Chriftglaubigen aus
dem Hebr. verdeutfcht, und ausgelegt, durch Adam Reifsner
von Miindelheim.
Von Chriftl. Gedult, Demuth und SanAmuth in aller Anfechtung
etc. durch Adam Reifsner. (1572.)
Burcardi Solidi (Schilling) ab Elmandingen (pago Phorcensi) tractat
von den wahren und falfchen Kirche, 1544.
Erasmi Widmanni Zwo neue geiftl. comoediae, die erften vora
Streit Zwifchen dem Babylonifchen Goliath, und Lutherifchen
Dauid, zu Rotenburg auf der Tauber an dem Evangel. Jubel-
feft den 31. Oct und 3. Nov. an. 1617. die andere von
der ablafs Craroerey; faint einem Difcurs 3. Frauen vora
Weg zur Seligkeit etc. den 9. Nov. dafelbft auch publice
agirt etc. etc.
Saulus conuerfus et illuminatus, oder umftandl. Erklarung der
Gefchichle des Apoftels Pauli, in einer Reuocations-Serroon
der Pabftl. Irrfaalen vorgeflelU von Jos. Philipp Dimler von
VYiirzburg, gewefsten Sub-Prior des Carmeliter-Conuents zu
Ravenfpurg. an. 1672.
Politifche Difcurse von dem Anfang und progrefs der in dem
Rtfm. Reich grafsirenden franztffs" Waffen etc.
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I5S
Anon. Excerpta mifcellanea. voll. 2.
Anon. Reifebefchreibung von Ulm aus durch Frankreich etc.
Sebaflian Fifcher Mifcellan-Chronik, befonders von Ulmifchen
Sachen. Der Verfaffer meldet, dafs Conrad Sam, Praedicant
zu Ulra feines Vatters Bruder gewefen.
Not. Diefer Chronik sind an gedrukten SchrifFlen inferirt:
Conr. Sams 3. Predigten von Dauids Ehebruch, Mord,
Strafe, und Bufs. 2.) Bericht, wie Carolus V. den
Churfr. Mauritium an. 1548. Zu Augfpurg mil der Chur
belehnet.
Befchreibung der Uralten Gefchlechter zu Augfpurg; und alfs Tie
an. 1538. bifs auf 8. Gefchlechte im HErrn entfchlaffen, mit
was Perfonen diefelbe durch einen Ehrfamen Rath dafelbft
aus der BtirgerfchafFt erweitert und gemehret worden etc.
2.) der bemeldten ehrlichen Btirger und Gefchlechter zu
Augfpurg Hochzeit-Regifter von an. 1484. bifs 1567.
Eine Copia des vorftehenden Buchs, worinen das Hochzeit-Re-
gifter bifs 1653 continuiret. etc.
ISS. in a
Sebasliani Hornmoidi epistolae familiares ad diuersos scriptae.
roll. 2.
Epistolae familiares ad Sebastianum Hornmoldum scriptae.
III.
B. de Stosoh Index Man us crip to rum.
Pag. Num.
1. 1. Chronicon. urbis Fauentinae ab urbe condita ad annum
1446. circiter, per incertum auctorem latine scriptum.
Ad calcem libri breuis est Dissertatio super ori-
gine Dorainiorum, quae possidet in Territorio Fauen-
tino Episcopus eiusdem urbis.
Catalogus Diplomatum et Contractuum ad S. Se-
dem apostolicam spectantium, quae omnia per Feli-
cem Contelorium Fauentia Romam asportata , in Ar-
chiuo Castri S. Angeli reposita fuere; huic Catalogo
adiicitur alius Diplomatum ad urbem Fauentinam spe-
ctantium, apud heredes D. Bernardini Azurhni.
2. 10. Memorie istoriche delle cose di Firenze dalT anno 1501
insino air anno 1546, per Fra Giuliano Ughi Minore
Osserv.
4. 29. Chronicon Taruisinum compositum a Ser Andrea de
Redusiis de Quero, Cancellario Communis Taruisii,
ab anno 1211. ad 1428. tractum ex Codice Uaticano,
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156
Pag. Nam.
nullibi impressum, nisi in Scriptor. iUl. Muratorii
Tom. XVllll. ubi mancum mutiluraque habetur, cam
, non incipiat nisi ab anno 1369. in calce huius Co-
dicis exstant Acta Sancli Prosdocimi.
4. 31. Hisloria, sou Silua Abbatum Cisterciensium famiiiae
roonasterii Rynlos in Scotia cam aliis plerisque eius
loci uetustatis raonumentis, Johanne Ferrerio Pederaon-
tano auctore, nuper a summa tenebrarum caligine in
lucera restitutis sub Roberto Void, bene merito inter
Abbates, in publicum effertur 1527.
4. 33. Cronica antica di Bologna in Pergamena, dair ohgine
di Bologna, e continuata da diverse mani sin' all 1
anno 1504.
5. 35. Istoria delle Guerre d'ltalia del De' Rossi divisa in due
Codici, il primo de' quali contiene le guerre e tu-
multi, cbe causarono ii sacco di Roma; il secondo
descrive il sacco predetto, ed accidenti occorsivi, ed
in appresso la separazione d'Enrico VIII. Re d'lnghil-
terra e suo Regno, delta Chiesa di Roma.
5. 38. Lo Stato di Roma solto Honorio Ml. dal 1285. sino
al 1288.
Annali delle cose seguite in Italia al suo tempo,
scrilti da Ludouico Monaldesco da Orvieto: principia
dair anno 1327. e fluisce I'anno 1340.
Diario intitolato „Mesticanza, continente interrat-
tamente le cose di Roma dair anno 1374. sino air
anno 1524. al fine di esso vi e una notizia, che
detto Diario sia opera nel suo cominciamento di Liello
Pelrone Romano del Rione di Ponte, continuato poi
da altre persone.
Diarium de rebus Romanis ab anno 1404. ad an-
num 1414. descriptum ab Antonio Petri, Uaticanae
Basilicae Beneflciato.
5. 38. Diario d'incerto Autore dal 1481 al 1492.
Diario di Sebastiano di Branca de' Talini del 1494. al
1517.
Diario di Cola Codeine Romano del Rione di Trastevere
dal 1521. al 1561.
Ingressus in urbem Caroli V. per Blasiim de Caesena,
Magistrum Ceremoniarium anno 1536.
Successi di Roma sotto Gregorio XIII.
8. 65. Acta conuentus Ratisbonensis in caissa Religionis duo-
bus uoluminibus comprehensa.
8. 66. Miscellanea scripta in lingua germanica, uidelioet,
Vita Othainrici Regis Gothorum, ei de origine
germanica Gotborum.
Colloquia diuersa super statum Palatinatus ad
Rhenum.
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157
Pag. Nam.
Historia formulae concordiae rhythmicae.
Controuersiae insigniores inter Protestantes et Ca-
tholicos in materia Religionis.
10. 75. Codex chartaceus Hispanice scriptus, cui tilulus: Varios
Papeles tocantes a diferentes Reinos, en particular a
Castilla.
11. 82. Discorso sopra i Seggi di Napoli.
Diario delle cose d'ltalia dal 1368. al 1497. Incipit A.
D. 1368. foro li brucoli che oscuravono loSole: de-
siDit, Ego Luisius de Rayrao, Antonius Rota etPetrus
Lupus et c. e l'autore 6 il suddeto Luisio di Raymo.
Priuilegia Monasterii ss. Trinitatis de Venusio, extracta
ex authenticis Membranis.
Priuilegia Monasterii S. Stephani del Bosco Ordinis Car-
tusiensis.
Ecclesiae Theatinae Processus, seu Archiepiscopi eius-
dem cum regio Fisco et Barone Uillae Mainae, in S.
Regis Consistorio etc.
Uaria Extracta ex Registris regiis, incipientia a Carolo I.
Andegauensi.
Testamenlum Serenissimi lmperatoris Friderici II.
Testamentum ex libello de successione Regni Siciliae,
composito per Petrum Trosillo de Valentia.
Quamplurima Priuilegia et Concessiones faclae a Re-
gibus Siciliae, extraclae ex publicis Archiuis Regni.
De Neapolitanae ciuitalis Baronibus et Feudatariis a
Carolo I. recensitis Catalogus ad Brutum Capicium
Neapolilanum.
De Origine et Institutione S. Consilii Neapolitani, An-
tonii Bolviti J. C.
Chronicon Amaifitanum ab urbe condita usque ad annum
1294. Accedit Catalogus Archiepiscoporum Amalfita-
norum. Iucipit Chronicon, Tempore quo magnus Im-
perator Constantinus etc desinit, et aliam cruoem
argenteam deauratam.
Testamento di Giovanna d'Aragona, Regina di Sicilia.
Antonii Galatei et c. Calipolis descriptio ad Summontium
suum: Incipit, Sis saluus et c. nemo apertius corri-
puit mores hominum.
Instrumentum admissionis in Sedili Nidi Francisci Gat-
tulae de Caieta; et Descendentium an. 1435.
(Schluss folgt.)
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158
Uebereicht der nenesten Litterateur.
DEDTSCHL AND.
Argel&nder, Dir. Dr. Frdr. Wilh. Aug., astronomische Beobachtungeo auf
der Sternwarte der K. Rhein. Friedrich- Wilhetms-Universitat zo
Bonn. IY. Bd.: Bonner Sternverzeichniss. II. Sect. enth. die ge-
naherten mittleren Oerter von 105,075 Sternen zwischen 20 a. 41
Grad nordl. Declination f. den Anfang des J. 1855. Unter Mitwirkg.
der HH Prof. Dr. E. Schonfeld u. Dr A. Kruger. gr.4. (LX u. 361
S.) Bonn. geh. (a) n. 5 Tblr.
Bibllotheca hislorico-geographica od. systematise^ geordnete Uebersicht
der in Deutschland u. dem Auslande auf dem Gebiete der gesamin-
ten Geschichte a. Geographie neu erschienenen Bucher hrsg. v. Dr.
W. Muldener. 9. Jahrg. 1861. 1. Hft. Janr.-Juni. gr. 8. (121 S.)
Gottingen. n. 9 Ngr.
hislorico-naluralis, physico-chemica et mathematica od. sytematisch
geordnete Uebersicht der in Deutschland u. dem Auslande auf dem
Gebiete der gesammten Naturwissenschaften u. der Mathematik neu
erschienenen Bucher hrsg. v. Ernst A. Zuchold. 11. Jahrg. 1861.
1. Hft. Janr.— Juni. gr. & (85 S.) Ebd. n. 8 Ngr.
medico-chirurgica, pharmaceutic -chemica et veterinaria od. ge-
ordnete Uebersicht alter in Deutschland u. im Ausland neu erschie-
nenen medicinisch - chirurgisch - geburtshiilfl., pharmaceutisch - chem.
u. velerinar-wissenschaftl. Bucher. Hrsg. v. Carl Joh. Fr. W. Ru-
precht. 15. Jahrg. 1861. 1. Hft. Janr.— Juni. gr. 8. (38 S.) Ebd.
n. 4 Ngr.
philologica od. geordnete Uebersicht alter auf dem Gebiete der
classischen Alterlhumswissenschaft wie der alteren u. neueren Spracb-
wissenschaft in Deutschland u. dem Ausland neu erschienenen Bu-
cher. Hrsg. v. Dr. Gust Schmidt 14. Jahrg. 1861. 2. Hft. Janr.— Juni.
gr. 8. (60 S ) Ebd. n. % Tblr.
theologica od. geordnete Uebersicht aller auf dem Gebiete der evan-
gelischen Theologie in Deutschland neu erschienenen Bucher. Hrsg.
v. Carl Joh. Fr. W. Ruprecht. 13. Jahrg. 1861. 1. Hft. Janr —Juni.
gr. 8. (34 S.) Ebd. n. 3 Ngr.
Bungener, Dr. Fel., die Geschichte d. tridentinischen Concils. Uebersetzt
von S. v. B. Vom Verf. anerkannte Ausg. 2 Bde. 8. (754 S.) Stutt-
gart, geh. 2 Thlr. 12 Ngr.
Feifallk. Jul., Studien zur Geschichte der altbSbmischen Literatur. V.
(Hft.) Lex.-8. (75 S ) Wieu. n.n. % Thlr.
Friedrich Prinz v. Schleswig-Bolstein-Noer, Aul'zeichnungen aus den J.
184H— 1850. gr. 8. (IV u. 447 S.) Zurich, geh. n. 2 Thlr.
Gall institutionum juris civilis commentarii quattuor. Recensuit E. Buschke.
8. (241 S.) Leipzig, geh. 24 Ngr.
Gedenk-Rede auf Pehr Henrik Ling, den nordischen Gymnasiarchen u.
Skalden. Aus d. Schwed. ubers. u. m Beilagen n. Anmerkgn. ver-
sehen v. Hugo Rothstein. Mil dem (lith.) Portr. Ling's, gr. 8. (36 S.)
Berlin, geh. n. 6 Ngr.
Geib, Prof. Dr. Gust, Lehrbuch d. deutschen Strafrechts. 1. Bd. Ge-
schichte. gr. 8. (XVI u. 364 S.) Leipzig, geh. 2 Thlr.
Gelpke, Prof. Dr. R. F., Kirchen geschichte der Schweiz. 2. Thl. A. u.
d. T.: Kirchengeschichte der Schweiz unter der Franken-, Burgun-
dischen u. Allemannenherrschaft. gr. 8. (XXXVI u. 656 S.) Bern,
geh. n. 3% Thlr. (I. II. : n. 5 Thlr.)
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159
GMrer, Prof. A. Fr., Pabst Gregorius VII. a. sein Zeitalter. 7. Bd. Lex. -8.
(XX11I a. 966 S. m. 3 lith. Karten, wovoo 2 color., In gr. 4. u.
gr. Fol.) Schaffhausen. geh. n. 5 Tblr. 6 Ngr.
Hartwig, Gymn.-Oberlehr. Dr. E. W., ub. die Berechnung der Auf- u.
Untergange der Sterne. Nebst einigen Hulfstafeln. gr. 8. (47 S. m.
1 Steintaf.) Sckwerin 1662. geh. n. 12% Ngr.
Hermann, Lehr. Fr. C, der rSmische Schalttag seit Julius Caesar. Ab-
handlung. 4. (28 S.) Berlin, geh. ft Tblr.
Hoffmann. Prof. Herm. , Icones analyticae fungorum. Abbilduogen u.
Beschreibgn. v. Pilzen in. besond. Rucksicht auf Anatomie u. Ent-
wickelungs*eschichte. 1. Hft Fol. (HI u. 31 S. m. 6 color. Kpfrtaf.)
Giessen. In Mappe. n. 2% Thlr.
Hflbner, Dr. Otto, Materialien zur Beurlheilung der Twistzollfrage. Fur
den volkswirthschaftl. Congress zusammengestellt. Lex. -8. (32 S.)
Leipzig, geh n. 6 Ngr.
Hntteni, Ulricbi, equitis germani, opera quae reperiri potuerunt omnia.
Edidit Ed. Booking. Vol. V.: Orationes et scripta didascalica cum
corollariis. Et. s. t.: Ulrichs v. Hutten Schriften brsg. v. Ed.
Bdcking. 5. Bd.: Reden u. Lehrschriflen m. erlaut. Zugaben. Origi-
nalien u. gleichzeitige (Jebersetzgn., hrsg. u. in. Anmerkgn. verseben.
Lex.-8. (Vlllu.5156. m. eingedr. Holzscbn.) Leipzig, geb. n. 5% Thlr.
(I. II. IV. u. V. : n. 22% Thlr.)
Jobansen. Chr., die nordfriesische Sprache nach der Fohringer u. Amru-
mer Mundart. W6rter, Sprichworter u. Redensarlen nebst sprachl.
u. sachl. Erlautergn. u. Sprachproben. gr. 8. (VIII u. 287 S.) Kiel
1862. geh. n. 1 Thlr. 18 Ngr.
Jurisprudence anlejustinianae quae supersunt. In usum maxime aca-
demicum composuit, recensuit, adnotavit Ph. Ed. Huschke. 8. (XVI
u. 748 S.) Leipzig geh. 1 Thlr. 24 Ngr.
Klein, Gymn. -Prof. Carl, die romischen Denkmaler in u. bei Mainz,
wetche ausserhalb d. stadtischen Museums an dilentlichen Orten sich
befinden. gr. 8. (18 S.) Mainz, geh. n. % Thlr.
Kollmann, Dr. Jul., die Eniwicklung der Adergeflechte. Ein Beitrag zur
Enlwicklungsgeschichte d. Gehirnes. Mit 1 (photogr.) Taf. Abbildgn.
gr. 8. (VIII u. 40 S.) Leipzig, geh. y, Thlr.
Kretxer, Pfr. G. H. L., Geschichte d. Centgerichts u. der Pfarrei Mass-
bach, gr. 8. (265 S.) Meiningen. geh. n. % Thlr.
Meidinger, Heinr., die sudafrikanischen Colonien Englands, u. die Frei-
staaten der bolland. Boeren, in ihren neuesten Zust&nden. Mit statist.
Belegen u. 1 flith. u. col.) Karte (in qu. Fol.) 8. (XII u. 216 S.)
Frankfurt a. M. geh. n. 24 Ngr.
Miklosicb, Fr., die slavischen Elemente ira Rumunischen. [Aus den
Denkschriften d. k. Akad. d. Wiss.l Imp. -4. (70 S.) Wien. geh.
n. i% fhlr.
Mobl, Bob. v., Staatsrecht, Volkerrecht u. Politik. Monographieen. 2. Bd.
Politik. 1. Bd. Lex.-8. (XII u. 691 S.) Tubingen 1862. geh. n. 4 Thlr.
(I. II. : n. 8% Thlr.)
Molin, Prof. Dr. Raph., Prodromns faunae helminthologicae venetae, ad-
jectis disquisitionibus anatomicis et criticis. [Cum 15 icooibus (lith.)]
[Aus den Denkschriften d. k. Akad. d. Wiss.J Imp.-4. (150 S.) Wien.
geh. n. 4% Thlr.
Honnmenta Vaticana historiam ecclesiasticam saeculi XVI illustrantia. Ex
tabularis S. Sedis apostolicae secretis excerpsit, digessit. recensuit,
prolegomenisque et indicibus instruxit presbyter Dr. Hugo Laemmer.
Una cum fragmenlis Neapolitans ac Florentinis. gr. 8. (XVIII u.
504 S.) Freiburg im Br. geh. n. 3 Thlr.
MGrner, Staats-Archivar Thdr. v., mSrkische Kriegs-Obersten d. 17. Jahr-
hunderts. Ernst Georg u. Otto Christof Sparr. gr. & (X u. 370 S.)
Berlin, geh. n. 2 Thlr.
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160
Olshansen, Justus, Lehrbuch der hebrSiscben Spracbe. Bucb I. Latit- a.
Schriftlehre. Buch II. Formen-Lehre. gr. 8. (XVU u. 678 S.) Braun-
schweig, geh. - n. 2% Thlr.
Of erbeck, J. , BeitrSge zur Erkenntniss u. Krilik der Zeusreligion. [Aos
den Abhandlgn. der k. sfichs. Ges. der Wiss.] boch 4. (110 S. Leip-
zig, geh. n. 28 Ngr.
Party, Prof. Dr. Max., die mytischen Erscheinungen der menschlichen
Natur. gr a (XVIII u. 770 S.) Leipzig, geh. n. 3% Tblr.
Pokorny, Gymn.-Lehr. Dr. Alois, Untersucbungen ub. die Torfmoore Un-
garns. [Mit 1 (chromolith.) Taf. (in qu. gr. 4.)] [Aus den Sitznngs-
ber. 1861 d. k. Akad. d. Wiss ] Lex.-8. (66 S.) Wien. geh. n.%Thlr.
Reiss, Wilh. , die Diabas- u. Laven-Formation der Insel Palma. Mit 1
(Stein-) Taf. (in Fol.) gr. 8. (75 S.) Wiesbaden, geh. n. 24 Ngr.
Rosenthal, Or. Dav. Aug., Synopsis planlarum diaphoricarum. Systema-
tische Uebersicht der Heil-, Nutz- u. Giflpflanzen aller Lander. 1.
HSIfte. Lex.-8. (480 S.) Erlangen. geh. n. 2 Thlr. 12 Ngr.
Rfltimeyer , Prof. Dr. L., Die Fauna der Pfahlbauten in der Schweiz.
Untersucbungen ub. die Geschichte der wilden u. der Haus-Sauge-
thiere v. Mitlel-Europa. Mit (eingedr.) Holzschn. u. 6 (lith.) Taf.
Abbildgn. (in qu. Fol.) gr. 4. (248 S.) Basel, geh. n. 3% Thlr.
Sohalier, Jul., das Spiel u. die Spiele. Ein Beitrag zur Psychologie u.
Padagogik wie zum Verstandniss d. geselligen Lebens. 8. (IV u, 340
S.) Weimar, geh. n. 1 Thlr.
Schlrlltz, Prof. Dr. S. Ch., Grundzuge der neutestaraenllichen Gricitat
nach den besten Quellen f. Studirende der Theologie u. Philologie.
gr. 8. (VIII u. 436 S.) Giessen. geh. n. 2 Thlr.
Teiehmann, Prosect. Privatdoc. Dr. Ludw.. das Saugadersystem yob
anatomischen Standpunkte bearb. Mit 18 Kpfrtaf. gr.4. (XII u. 124 S.)
Leipzig, geh. n. 8 Thlr.
Urkandenbuoh der Stadt Braunschweig. 1. Bd. Statute u. Rechtebriefe.
1. Halite. Mit 2 (lith.) Schriftproben (in gr. 4. u. Fol.) u. 2 (lith.)
Siegelbildern in Farbendr. gr. 4. (184 S.) Braunschweig, geh.
n. 2 Thlr. 12 Njrr-
Waits, Geo., deutsche Verfassungsgeschichte. 4. Bd. gr. 8. (XI u. 619 S.)
Kiel. geh. n. 3 Thlr. 18 Ngr.
Walter, Ferd., Fontes juris ecclesiastici antiqui et hodierni. (In ca. 4
fascc) Fasc. 1. gr. 8. (160 S.) Bonn. geh. n. % Thlr.
ENGLAND.
Analysis of the History of England (from William 1st to Henry 7th),
with References to Hallam, Guizot, Gibbon, Blackstone, 4tc., and a
Series of Questions. By Lofius Fitz Wygram. Second Edit. 12mo.
(Oxford) pp. 96, sewed. 2s. 6d.
Haigb (D. H.) — The Anglo-Saxon Sagas: an Examination of their
Value as Aids to History. 8vo. clolh. 8s. 6d.
Sbarpe (Samuel) — Egyptian Hieroglyphics: being an Attempt to explain
their Nature, Origin and Meaning, with a Vocabulary. 8vo. cloth.
10s. 6d.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger: 7. 0. Weigei Druck von C. P. Melzer in Leipzig.
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zam
15. November. JW 21. 1861.
Bibliothekordnuugen etc., neueste in- aid auslludUohe Utteratux,
Anzelgeu etc.
Znr Besorgvng aller in nachsteneaden Bibliographien verzeichnelen BUcber
empfcble ich mich nnter Znsicberaag schaellster and billigster Bedienung; denen,
welche mfch direct mil reap. Bestellongen beebren, sichere ich die grossten Vor-
tbeile zu.
T. O. Weigel in Leipzig.
ManuscriptenkatAloge
aus R. K. von Senckenberg's Nachlasse.
(Schluss.)
Pag. Nam.
11. 82. Instruzione data dal Re di Sicilia a Guglielmo da S.
Clemente, soo Arabasciatore al Re d'Aragona Ferdi-
nando il Cattolico.
Diploma Ludouici III. Siciliae Regis ad Franciscum Gat-
tola, Regni Marescallum , de Officio et Jurisdictione
Marescalli.
Pii II. Antonio Piccolomineo Daci Amalfiae in feudura
Concessio arcis Scafati.
De immunitatibus Abbatiae S. Sophiae Beneuentanae,
eiusdem Pii II. Diploma.
Caroii II. Mandatum pro taxanda et colligenda general!
subuentione in Ciuitate Neapolitana et District!!.
Roberti et Johannae Regiim Neapp. uariae prouisiones
pro recta administranda Justitia in Regno.
Catalogus Regom Siciliae usque ad Johannem II. ordine
ipsius collectus recognitusque.
Extracta Regom Siciliae ex Registris della Zecca.
Catalogus Regum chronologicus Regni Siciliae ex Regia
Aragonum stirpe.
16. 92. Codex hie continet primo Historiam latinam Pontificum,
imperalorum et Regum Francorum, ab Honorio III I.
XXII. Jahrgaug.
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162
usque ad Alexandrum V. In primo aulem Codicis folio
scriptum est aliis literis et charactere nomen posses-
sors eiusdem his uerbis, videlicet , Alexander Pauli
Alius Petauius Parisiensis anno 1547. deinde
Alperici Calculators Opusculum arithmeticum et astro-
noroicum.
De origine Regum Francorum et Lege Salica.
Poema elegiacum, cui tilulus : Draco Nortmannicus, con-
linens Gesta Metildis Inperatricis et Gaufridi, Comitis
Andegauensis, Originem et Gesta Francorum et Nor-
mannorum.
Epistola Uniuersitalis Parisiensis Carolo VI, Francorum
Regi, de componendo schismate Ecclesiae.
fipistolae Uniuersitatis Parisiensis ad Clementem VII.
Pontiflcem Avenione, et Uniuersitatis Coloniensis ad
Uniuersitatem Parisiensem super eodem schismate, cum
alia epistola ad Pontiflcem.
18. 119. Historia antiquae Ciuitatis Tadini ab urbe condita usque
ad annum 1234.
41. 166. Sixti IIII. Institutiones ad Marcum Barbo Card. S. Marci,
in Germaniam, Hungariam et Poloniam Legatura, de
pace inter Principes tractanda 1472.
Eiusdem Instructiones Episcopo Theanensi, Nuncio, pro
pace inter Imperalorem et Regem Hungariae tractanda;
aliae Instructiones super eadem Concordia; aliae In-
structiones pro Conuentu Nurimbergensi de bello Turcis
inferendo de anno 1481.
Eiusdem Instructiones pro Episcopo Sibiceosi, Nuncio
ad Ducem Burgundiae de anno 1476.
Eiusdem Instructiones Nuncio ad Caesarem; aliae ad
Episoopum Aleriensem, Nunciim ad Partes Germa-
niae.
Eiusdem pro Episcopo Forliuiensi et Aleriensi, uel eorum
alteri, Nunciis ad Caesarem pro liberatione Roberti,
Archiepiscopi Coloniensis anno 1478.
42. 166. Instructiones eiusdem pro Prospero Camulio, Nuncio ad
Caesarem anno 1577.
Eiusdem Instructiones pro L. de Agnellis Protonotario
apostolico et Antonio de Frastis, Auditore Rotae, Nun-
ciis ad Caesarem anno 1488.
Eiusdem ad Protonotarium de Agnellis, Nuncium ad
Caesarem, aliae instructiones.
Instructiones pro Episcopo Ratisbonensi ad Imperatorem,
eiusdem Papae.
Instructiones pro Archiepiscopo Cretensi, Nuncio Colo-
niam et ad Partes Rheni anno 1472. Hem aliae In-
structiones de anno 1475.
Responsio ad Instructions, data per uenerabilem Domi-
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168
Pag. Num.
nam Boccardum Domino Henrico Mollito, misso per
ipsum ad Pontificem.
Respoasum ad ea, quae Archiepiscopus Graynensis no-
mine Caesaris ad Pontificera retulit.
Inslructio pro NN. misso ad Regem Franciae, et omnes
usque hue descriptae sunt Siiti UII.
Innocentii VIII. Instructiones pro Nuncio ad Regem Hun-
gariae.
Eiusdem pro Synolfo, Cubiculario, Nuncio ad Senenses
cum Perusinis conciliandos.
Eiusdem P. Balthasarri ad Regem Franoiae.
Eiusdem pro Petro Episcopo Cesenae , Nuncio ad Fer-
dinandum, Siciliae Regem.
Instructiones pro Episcopo Hortano anno 1489. ab In-
nocentio VIII. ad Hungariae Regem misso.
Instructiones pro Nicolao Franco, Canonico Taruisino,
ab eodem P. ad Hispaniarum Reges misso.
Instructiones eiusdem Philippo Petrohus, Archidiacono
Aptonensi, Nuncio ad Regem Angliae et Archiepisco-
pos Regni.
Sixti UII. Instructiones ad Nuncium ad Regem Franciae
de anno 1487.
Instructiones pro Magistro Gratiano de Villa Nova, Nun-
cio ad Caesarem.
Instructiones pro Episcopo Traguriensi et D. Antonio
de Flores, Nunciis ad Gaesare.
Instructiones trium Statuum Franciae.
Sijii IIII. Instructiones pro Archiepisoopo Regiensi, Nun-
cio ad omnem Liuoniam.
, Inoceniii VIII, Instructiones ad Iavotum de Reb. Neapo-
litanis de anno 1487.
Instructiones pro Johanne Andrea de Grimaldis Prot
apost. Nuncio Sixti IIII. ad Regem Francorum.
Instructio pro Dom. Johanne Herzeman Nuncio in Sco-
tiam.
Sixti UII. Responsio ad Oratores pro rebus Tiphernatum.
Pro Sixto IIII. de rebus Florentinorum.
Alexandri VI. Instructiones pro Hadriano Castellensi, et
Raymundo Centelles, Protonotariis et Nunciis, ad Lu-
douicum, Regem Franoorum.
Instructiones pro Petro Jevalles Gard. Reg. Legato in
Hungariam anno 1506.
Instructiones pro Raymundo Card. Gurgensi, Legato ad
Gaesarem et Principes Germanos.
Instructiones pro Episcopo Tiburtino, Nuncio Venetias
pro liberalione Ascanii Card. Sforziae de anno 1500.
Julii II. Instructiones pro Episcopo Arretino, Nuncio ad
Regem Hispaniarum anno 1-504.
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164
**' ' Instruotiones Carolo de Carrecto Arohiep. Thebano, Nun-
cio ad Regem Francorum de foedere an. 1504.
43. 166. Instruotiones M. Meriano de Perusio, Oratore ad Regem
Hungariae:
Postulationes Regis Franciae ad Sixturo Hit.
Instructiones pro Nicolao, Episcopo Mutinensi, Nuncio
in Gallias.
46. 184. Caussa et Processus pro Archiepiscopatu Treuirensi,
agitata in S. Concilio Basileensi inter Ulricum de
Mansfelt et Dominum Rabanum, Olim Spirensis Eccle-
siae Episcopum.
54. 221. Marano da Giacopo. Annali delta citta di Ferrara dalla
sua fondazione sino air anno 1412. Godice cartaceo
in fogl. p. 240.
55. 238. Ghartelarium Philippi II. Francorum Regis, continens
Concessiones , Diplomata et Epislolas, Nomina horni-
num, qui feuda tenent a Rege. Episcopates et Ar-
chiepiscopatus sub Rege, Abbates regales, Comites,
Duces, Barones, nec nun uariae Bullae et Chartae
conlractuura. Cod. membranac. Sec. XIIII. Fol.
Signata omnia litera F.
79. 1. Donationes diuersae factae Ecclesiae Romaflae ab Impe-
ratoribus et Regibus, neo non diuersae Pontiflcum
concessiones itt feudum et uicariatum. God. chartae.
in fol. '
4. Roselli, Nicola^ Cardinalis de Aragona, GoRectio Diplo-
matum. Cod. membranaceus nitidissimus, Sec. XV. fol.
80: 15. Eiusdem Cortpilatio omnium iurium Seditf apostolicae.
Cod. membr. Sec. XIIII. foi.
81. 19. Descendenza di Giovanni, Re di Francia, Cerimonie, Leggi
e Costumi delta Francia. Codice membr. Secolo XIIII.
fol. lingua gailica conscriptus.
25. Caroli VIII. Francorum Regis Constitutiohes. Cod. membr.
praestantfssimus Sec. XV. fol. qaadraio.
27. Codex chartaceos continens copias foederom initorum
cum uariis Italiae Principibus, id est, cum Domino
Paduae, Marchionibus Ferrariae, cum Imperatore, cum
ciuitatibus Tusciae, per D. Arnoldom Cardinalem no-
mine Urbani V. P. M. Codex optitnus Sec. XIIII.
fol. magno.
89. * 24. Petri de Vineis , Cancellarii Imperatoris Friderici II.
Epistolae. Codex praestantissimus auctoris rarissimi.
92. 7. Codex in Pergameno, quantiuis pretit, continens
Regulae usuales curialibus ciuitatis Barchinonensis
et Cathalauniae circa crimina iudicanda cum interpre-
tationibus et Glossis.
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165
Pag. Num.
Paces et Treguae faotae apud Fontem de Aldara per
D. Regem Ildefonsum I. Pelrum I. Jacobom I. Constitu-
tiones P. Aiberti Cathalauniae inter Dominos et Ua-
sallos. De ordine regalis pugnae, quae lit Barchi-
none.
De conce8sionibufl datis a Petro II. Curiae Bar-
chinonensi. De curiis celebratis a Petro II. Alphonso II.
Jacobo II. et Jaoobo I. et Petro III.
Priuilegia concessa ciuitati BarchiDonensi. Cod.
membr. fol.
IV.
Die von Schannat zu Franckfurt verlassenen
Manuscripta.
N. 77. Die sfimtliohe Materialien zu der Collection derer iu Teutsch-
land gehaltenen Concilien und Synodorum Bestehend in 3.
fasciculis in fol. und 1. octav.
78. Eiflia illustrata, siue Regionis illius geogr. et historica de-
scriplio cum figuris siue monumentis eleganter depictis in
einem grossen Convolut in folio.
79. Codex probationum ad Eifliam illustrate pertinens in einem
grossen und in ordnung gebrachten Convolut Bestehend.
80. Manuscript sub tit: Germania purpurata cum flguris qmplu-
rimis und Worzu vermuthl. die oben Specificierte Medaillen
haben sollen gebraucht werden in mittelmasigem Convolut
in fol.
81. Notitia pro historia ordinis Teutonici.
82. Histoire abreg6e de la maison PalaL
83. Variorum eruditorum epistoto Romae collects.
84. Notitia familiarum Luzelburgensis Provinci© et adjacentium.
85. Observationes antiquariae cum in Italia turn Germ, collect®
in kleinem convolut in fol.
86. Collectio Epitaphiomm et Inscriptionum Illustr. Rccles. Me-
tropol. Mogunt.
87. Manuscr'ptum sub til: Chronica alter Erzbischoffe zu Maynz
als Suffraganien zugethan und angehdfig.
88. Varia Collectanea ad rem litterariam,
als:
a) Collect, ad histor. Silvani.
b) Griindlicher Bericht von einigen gehalt. Turnieren in
Teutschland.
c) Notitia de officio culinario et coquinario. in 1. Bogen
und kleinen fragmentis bestehend.
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106
d) Nachrioht von aHen teutschen Poeten, meistentheils zu
Rom in der Vaticanischen Biblioth. colligieret.
e) De Sacro viduitatis velo, oder einige Nachrichten tod
Leben u. alter Kleider Traoht der Wittwen und Closter-
frauen ein klein Convolut in fol.
f) Onuphhi Panvini de Ron. Pontif. Julif HI. Marcelli II.
Pauli IV. Pii IV. eleotione opus posthumum.
g) Anecdota varia Reformationera Lutheranorum illustrantia
Rons in Vaticano coilecta, in einem kleinen Convolut.
N.89. Ein starckes Convolut, in sich enthaltend:
a) Accessiones ad hist. Palat.
b) Varia Diplom. ad hist. Germ. Spect. et ex variis Archi-
vis depromta.
c) Collectanea de suffraganeis nonnullis Moguntinis.
d) Nolit. pro historia S. Jacobi Moguntise.
e) Monasterii Erbacensis in Ringavia Monuroenta historica.
f) Monum. historica pro Rccles. Colleg. S. Steph. MegunL
g) Chronicou Monasterii montis S. Dysibodi in Comitate
Sponheimensi.
h) Notitia Monasteriorum Schmerlebacensis, Sion vulgo Seal,
vallis coeli, vulgo Hiromelsthal, Clarenthal, Caenobii Co-
ronas, Ste Maria? juxta Oppenheim, S. Johannis prope
Alxey, Montis Sti Mari®, alias Weydas, Comet® alias
Chumbd, Vallis S. Calhariua juxta Creuzenach, Bummers-
heim juxta Odernheim, Engelthal in Superiori Ingelheim,
Gottes Thai in Ringavia, Alien -MUnsler, Mognntise Dal-
heim, extra muros Moguntinos, S. Ruperti juxta Bingen,
Eubingen in Ringavia.
i) Notit* CoBnobii Porcetensis juxta Aquisgr.
k) Coloniensia varii argimenti maximam partem histor. Mo-
nast. concernentia.
I) Notit: pro Tolley et aliis Monaeteriis in Arohi-DiOBcesi
Trevirensi.
m) Wirceburgensia varii argument!,
n) Notitiae Monast. Harresiensis, Immerbacensis, Schwarxen-
sis, Biirckenfeldeasis et Selgenstadensis.
o) Charts varia; varia Monast. conceraentes.
90. Chron. Wiirttb: antiquum Msptum 8vo.
91. Probationes famiiiarum genealogies. In boo Volumine quoq3
adhuc oonspieinntur varia documenta atq3 diplomats, ad
illustrationem quam plurimarum Famiiiarum Illustrium Spe-
ctantia.
92. Manuscriptum vetus Genealogicum , origines et facta diver-
sarum Famiiiarum Illustrium oontinens et proserlim quidem
Blanckenheim , Manderscheidt, Kerpen, Kroneburg, Reifer-
scheidt, Virneburg, Neuenburg, Dun-Bensborn , Daun, Dolo-
dorff, Falokenstein , Gimmich, Sussenburg, Schleiden, Fin-
stingen und viel aadere mehr in 4t.
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167
N.93. Fragmenta varia ad historian! Spectantia, Simul cum VIII
Numis bractealis et duobus sigillis ex cera constantibus pro-
babiliter hue pertineotibus, Mediocri volumine in folio.
94. Ein Convolat yon unterschiedenen zu der Historie, Genea-
logie, Heraldic, antiquitaet etc: gehdrenden Sachen so noch
nicht in Ordnung gebracht, worunter insonderheit ein fasci-
culus ron denen Canonicis ecclesi® Metropolitans Colonien-
sis, so aus dera Blanckensteinischen Arohiv bergenommen.
In einen rnittelrnassigen Verschlag oder Schtiber-KKstgen war
folgendes, so zu Vorhergehender Rubric uoch gehOrig.
95. Unterschiedliche zur Teutschen Geist- und weltl. Historie,
wie auch in Specie ad historiam pontifloum Romanorum ge-
htirige Collectanea.
96. Ein Convolut von eben dergl. Materien, worunter unter-
schiedliche in Rom colligirte Bohemica befindl., unter anderu
auch rerschiedene Treyirensia et ad vitam Balduini, Archi-
episcopi Trevirensis Spectantia.
97. Ein wohl Conditionirtes Manuscript Sub rubro: Diarium sou
chronicon Wormatiense Reinhardt Stolzens, Ralhs-Verwandten
der Stadt Worms de 1490—1509.
98. 4. Convolute von unterschiedenen FUrsten, Graffen, Herrn,
Gelehrten und andern particulier Persohnen, an den seel:
Herrn Schannat abgelassenen Brieffen, in einem paquet zu-
samen gebunden.
Ueberafcht der neuesten LIMeratur.
DEDTSCHL AND.
Alsatla. Jahrbuch f. elsassische Geschichte, Sage, Sitte u. Sprache,
hrsg. v. Aug. Stdber. 1856—1857. gr. 8. (422 S.) Muhlhausen 1858.
(Basel.) geh. n. 1 Thlr. 24 Ngr.
dasselbe. Neue Folge. 1. Abth. 1858—1860. gr. 8. (274 S.) Ebd.
geh. d. 1% Thlr.
Arnold, Prof. Dr. Wilb., das Aufkommen d. Handwerkerstandes im Mit-
telalter. gr. 8. (IV u. 52 S.) Basel, geh. n. 12 Ngr.
Berlichtngen-Rossach, Hammerer Major Frdr. Wolfg. Gdiz Graf v., Ge-
schichte d. Ritters Gfltz v. Berlichingen m. der eisernen Hand u.
seiner Familie. Nach Urkunden zusammengestellt u. hrsg. Mit 10
lith. Taf. (wovon 5 in Ton dr. u. 1 color., in Lex. -8., Fol. u. Imp—
Fol.) Lex.-8. (XII u. 778 S.) Leipzig, geh. n. 6 Thlr.
Bibllotheca juridica. Verzeichniss der vorzuglichsten Werke aus alien
Zweigen der Staats- u. Bechtswissenschafteo. 3. sehr verm. Aufl.
gr. 8. (120 S.) Wien. geh. baar % Thlr.
Bdlpterli, Leutpriest. Jos., die Einffihrung d. Christenthums in das Ge-
biet d. heuticen Kantons Lucern. Zugleich e. Beitrag zur Urge-
schichte d. Kantons Lucern. gr. 8. (IV u. 99 S.l Lucern. geh.
n. % Thlr.
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168
Catalog, osterreichischer. Verzeichniss aller im J. 1860 in Oesterreich
erschienenen Bucher. Zeitschrifien, Kunstsachen, Landkarten u. Mu-
sikalien. 1. Jabrg. 6 Abthlgn. 8. Wien. baar n. 22 Ncr.;
cart, baar n. 27 Ngr.
Inhalt: 1. Verzeichniss aller im J. 1860 in Oesterreich erschie-
nenen Bucher u. Zeitschrifien in deutscher Sprache, sodana
in alien lebenden [in. Ansnahrae der speciell dsterr. Landes-
sprachen] n. todten Sprachen. Zusanimengestellt v. F. An-
driessen. (XXVI u. 89 S.) geh. Einzeln n. % Thlr. — 2. Ver-
zeichniss aller im J. 1860 in Oesterreich erschienenen Bucher
u. Zeiischrifien in slawischer Sprache, Zusammengestellt
Jos. Rank. (32 S.) gen. Einzeln 3 Ngr. — 3. Verzeichniss
aller im J. 1860 in Ungarn erschienenen Bucher, Zeitschrifien
etc. in ungarischer Sprache. Zusammengestellt v. S. T. (XIII
u. 42 S.) geh. Einzeln n. 5 1 /, Ngr. — 4. Catalogo di tutti i
libri e giornali pubblicati in Austria nel 1860 in lingua ita-
liana. (16 S.) geh. Einzeln 1% Ngr. — 5. Verzeichniss aller
im J. 1860 in Oesterreich erschienenen Kunstsachen, Photo-
graphien u. Landkarlen. Zusammengestellt v. Jos. Hermann,
(VIII u. 32 S.) geh. Einzeln n. 3% Ngr. — 6. Verzeichniss
aller im J. 1860 in Oesterreich erschienenen Musikaiien. Zu-
sammengestellt v. Fr. Busing. (Ill u. 34 S.)
Gontzen, Dr. Heinr., Thomas v. Aquino als volkswirlhschaftlicher Schrift-
steller. Ein Beilrag zur national5konom. Dogmengeschichte d. Mit-
telalters. gr. 8. (16 S.) Leipzig, geh. * n. % Thlr.
Girard, Prof. Dr. Heinr., Haudbuch der Mineralogie. Mit gegen 700
(eingedr.) Holzschn. (In 2 Thin.) 1. Tbl. br. 8. (VII u. 320 S.) Leip-
Goldstficker, Thdr., Panini. His place in Sanskrit literature. An inve-
stigation of some literary and chronological questions which may
be settled by a study of his work, hoch 4. (XVI u. 268 S.) Berlin.
In engl. Einb. n. 4 Thlr.
Handbuch, allgemeines, der Freimaurerei. 2., vollig umfiearb. Aufl. v.
Lenning's Encyklopfidie der Freimaurerei. (In ca. 15 Lfgn.) 1. Lfg.
Hefher, Dr. Otto Titan v., Handbuch der theoretischen u. praktischen
Heraldik unter steter Bezugnahme auf die ubrigen historischen Hilfs-
wissenschaften. 1. Thl. Theoretische Heraldik in 17 Kapiteln unter
Anfuhrg. v. 2873 Beispielen u. m. Erklfirg. der herald. Ausdracke
in 6 Sprachen erlautert durch 36 auf Stein gez. Taf. m. 1457 Fig.
unter Aufsicht u. nach Orig. des Verf. gefertigt gr. 4. (VIII U.190S.)
Munchen. geh. n. 6 Thlr.
Herodotl Halicarnacensis musae. Teztum ad Gaisfordii editionem reco-
gnovit, perpetua turn Fr. Creuzeri turn sua annotatione instruxit,
commentationem de vita et scriptis Herodoti, tabulas ceographicas,
imagines lig.no incisas. indicesque adjecit J F. C. Baehr. Editio 11.
emendatior et auctior. Vol. IV gr. 8. (IV u. 764 S. m. 4 lith. Karten
in Fol.) Leipzig, geh. 3% Thlr. (cplt.: 15 Thlr.)
Laband, Privaldoc. Dr. Paul, Beitrage zur Kunde d. Schwabenspiegels.
gr. 8. (Ill u. 80 S.) Berlin, geh. n. % Thlr.
Sprenger, A M das Leben u die Lehre d. Mohammad. Nach bisher grdss-
tentheils unbenutzten Quellen bearb. (In 3 Bdn.) 1. Bd. gr.8. (XXVII
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verleger: T. 0. Weigel Druck von C. P- Melzer in Leipzig.
zig 1862. geh.
n. % Thlr.
u. 583 S.) Berlin, geh.
n. 3% Thlr.
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zam
30. November. J\f 22. 1861.
Bibliothekordnungen etc., neaeste in- and aual&ndische Litteratur,
Anxelgen etc.
Zor Besorgnng aller in nachstehenden Bibliographien verzeichnelen BQcher
empfehle ich mich nnter Zusicherung scbnellster und billigster Bedienong; dencn,
welchc mich direct mil ret p. Bestellungen beebren, sichere ich die grossten Vor-
theile xa.
T* O. Weigel in Leipzig.
Auszug aus den Jahresberichten
der
£t. Petersburg er
Kaiserlich Oeffentlichen Bibliothek
fflr 1359 and 13bO,
anf $kfrl)l Srintz /Slajtftai Its Jiatfrrs
bekaont gemacht
von
dem Director der Bibliothek, Mitgiiede des Reichsrathes und Staatssecretair
Baron IS. von Horff. 1 )
I. Personal-Chronik.
Der Personalbesland der Bibliothek blieb wMhrend der lelz-
ten beiden Jahre derselbe bis auf den Verlust eines jungen hoff-
nungsvollen Mannes, fi. Scholz, der in der Kunslabtheilung be-
sch&ftigt war und durch eine schwere Krankheit hingeraffl wurde.
Mehrere Bearate and Commissionaire der Bibliothek erhielten
fiir ihren Diensteifer Kaiserliche Belobnongen.
Zwei fihrenmitglieder sind mit Tode abgegangen : der General-
Adjutant Rostowzoff, der sicb als President des ComitSs fur
Aofhebung der Leibeigenscbaft in Russland unvergessliche Ver-
di ens te erworben hat, and der beriibmte Slavist Hanka, dem
1) Als besondere Sen rift gedruckt: St. Petersburg. Buchdrackerei
der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. lo61. 18 Seiten. 6°.
XXII. Jahrgaag.
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170
die Bibliolhek manchen gelehrlen Nachweis und die Erwerbung
einiger kostbaren altslavischeii Drucke verdankl.
Neu erwahlt wurden zu Ehrenmitgliedern: der Finanz-
minister Knia shew i tsch , der Finnl&ndische, durch seine biblio-
graphischen Leistungen bekannte Senator Pipping, der Secre-
(air der K. Archaologischen Gesellschaft Pol an off, der durch
seine palaeographischen Arbeilen (in den Klbstern des Berges
Alhos) zu europaischem Ruf gelangte Reisende Sewastiauoff,
und der Akadetniker Ham el, der w&brend seines Aufenthaltes
in England und Amerika mehrfach Gelegenheit hatte der Bibliothek
niitzlich zu sein. Zu Ehrencorrespondenlen wurden ernannl: der
polnische Schriftsleller und Archaologe Kraszewski, der Be-
am te des Moskau'schen Hauptarchives Poludenski, Dr. med.
Spengler in Ems, Coll. -Assessor Michailowski, der Peter-
hofsche Kaufmann Neustrojeff, der Moskau'sche Buchhandler
Koltschugin, der Schuiskische Kaufmannssohn G undo bin und
der Senats Translaleur Sennitzki.
Der urn die slaviscbe Litteratur und Nationalist verdiente
Buchhandler S molar in Bautzen ist Commissionair der Biblio-
thek geworden.
Wahrend der Direktor der Bibliothek im Sommer i860 in's
Auslaud verreist war, wurde dessen Stelle durch den Vice-Director
Fiirsl Odojewski vertreten.
Einer der Oberbibliothekare , Akademiker Dom, befindet
sich, seit dem August vorigen Jahres, im Auftrage der Akademie
der Wissenschaften und der R. Geographischen Gesellschaft in
Transkaukasien. Seine elhnographischen und sprachlichen Unter-
suchungen werden der Bibliothek bei der bereits begonnenen
Bearbeitung des zweiten Theiles des Kataloges ibrer orientalischen
Handschriften zu Statten kommen.
Oberbibliothekar Minzloff benulzte einen viermonatlichen
Urlaub urn die Bibliotheken von Nurnberg, Frankfurt, Leipzig,
Dresden und Berlin zu besuchen und vollzog zugleich einen Auf-
trag der K. Arch&ographischen Commission, indem er in den
Archiven der Stadt Danzig Nachforschungen anstellte, deren Br-
gebniss eine reiche Auswahl noch nicht benutzter Urkunden war,
beztiglich auf die Hanseatischen Verbindungen mit Russland und
Litthauen. Der Bibliothekar Iwanowski bereisle im Auftrage
des Direktors die westlichen Provinzen Russlands, das Konigreich
Polen und die angranzenden Preussischen und Oesterreicbischen
Provinzen. Das Resultal seiner Nachforschungen war die Er-
werbung vieler polnischer Desiderata fiir unsere Bibliothek und
iiberhaupt die Anschaffung von 2,800 Banden, von welchen
die Bibliothek 1,200 kaufte und die tibrigen zura Gescbenke
erhielt.
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II. Einktinfte.
Ausser den stalutenmfissigen Summon standen der Bibliothek
folgende Zuschtisse zur VerfUgung:
1859. 1860.
Aus der Reichs-Kasse zu Bticherankaufen und Rbl. Rbl.
EinbMnden 10,000 10,000
Auf besondern Kaiserlichen Befeh) . . . 2,500 —
Der Verkauf von Doubletten and Bibliotheks-
schriflen ergab 1,827 1,309
Die Procente der Reichs-Kassen-Scheine etc.
betrugen 263 72
Von dem Ehrenmitgliede A. De mid off er-
halten . . . , 300 —
Vou dem Ehrenmitgliede Ch. Lazareff . . 200 200
Von dem Herrn Golodni. 50 —
Von dem Ehrencorrespondenten Daschke-
witscb — 1,000
III. Neue Einrichtungen.
Am 20. Juni 1866 fand die feierliche Grundsteinlegung des
Anbaues stall , welcber den grossen neuen Lesersaal enthalten soil.
Zum Winter war das Gebttude bereils unter Dach.
Der innere Ausbau wird in Jahresfrisl vollendet sein.
Die Ausstellungen in den Bibliothekssalen wurden vielfach
erweitert, namentlich :
1) Die Saramlung von Bildnissen Peters des Grossen erhielt
einen betrachtlichen Zuwachs theils durch Geschenke des Fursten
Labanoff-Rost owski, des Grafen Tyschke witsch, des
Ftirsten N. Golizin, des Ehrencorrespondenten Karatajeff,
so wie des Bibliotheks-Lithographen Begroff, theils durch eigene
Ankftufe.
2) Die Ausslellung des Schreibmaterials aller Zeiten wurde
vermehrt durch einige alte Marmor-Inschriflen, welche Ihre Kais.
Hoheil die Frau Grossftirstin Helene Pawl own a zu diesem
Zwecke in Rom ausgewahlt hatte, so wie durch Gypsabdriicke
verschiedener assyhsch-babylonischer Keil - Inschriften , aus dem
Museum des Louvre, welche der Direklor der Bibliothek wah-
rend seines Aufenthaltes in Paris erworben.
3) Die Ausstellung orientalischer Handschriflen und Einbande
wurde neu organisirt und urn das Doppelte vergrflssert , so dass
jetzt in vier geraumigen Schauladen die schftnsten Proben des
morgenlandischen , auf Manuscripte verwandten Kunstfleisses ver-
einigt siud. Zu dem Ausgezeicbnetsten dieser Art gehtirt: in
arabischer Sprache, die Episteln Pauli vom Jahre 892, ein
Evangelienbuch von 1036, ein, zehn Ellen langes Amulet von
1456; in persischer Sprache, verschiedena Exemplare des
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Schah Nameh, von 1574 etc., Saadis and Hafis Gedichte,
die Chronik des Res ch i d -Ed d in and din „Wunder der Schd-
pfung"; in tiirkischer Sprache, die Alexa nd nade in Ab-
schriften von 1522 und 1561, die Gedichte Nevaiis von 1492;
ttthiopisch, ein fivangelium von 1326- syriscn, Eusebius
Kirchengeschichte vom Jahre 463, bekanntlich das einzig voll-
standige Exemplar in Europa; parsisch, Fragmente desOrmard-
Jagit; georgisch, Blatter mit Miniaturen aus dem Evangelien-
buch von Pitzunda (Xltes Jahrhundert); hin d ostanische Male-
re i en , in Oelfarben auf grossen Blattern Gotzenbilder darslellend,
friiher ira Besitze Lord Hastings; Miniaturen und kalligraphische
Blatter aus dem moselmanischen Indien, von bewundernswerlher
Feinheit etc.
4) Die Aasstellong altgriechischer Handschriflen and Palira-
psesle wurde durch einige von Prof. Tischendorf aus dem Orient
gebrachte Stiicke bereicherl.
5) Die Autographen -Sammlung erhielt einen Zowachs von
mehr als hunderl Numraern, meistens von Celebritaten der neoern
Kunst herrUhrend.
6) Die Ausstellung aller Arten von Bilddrock warde vervoll-
stfindigt durch einen Leblond'schen Farbendruck (Van Dyk's Por-
trait) und durch zwei Stiche von Ploos van Amstel, so wie durch
ein seltenes Blalt, das ira vorigen Jahrhunderte mit einer von
Giovanni Dei im Jahre 1450 gravirten Platte gedruckt ist.
7) Zur Ausstellung Russischer Kupferstiche kam das Facsi-
mile einer merkwttrdigen, von Peter dem Grossen selbst in Kupfer
gestochenen Darstellung hinzu, deren Originalabdruck vom Jahre
1698 sich in dem Museum zu Amsterdam befindet. Es ist ein
kleines allegorisches Bild, welches den Triumph der christlichen
Religion tiber den Islam vorstellt.
IV. Neue Erwerbungen.
Ganze Sammlungen, welche die Bibliothek im Laofe dieser
zwei Jahre erhielt, waren folgende:
a) Auf Kaiserlichen Befehl.
1) Die griechischen and orientalischen Handschriflen, welche
der Leipziger Prof. Tischendorf von seiner letzten, auf Ko-
sten der russischen Regierung unternommenen , Reise aus Syrien
und Aegypten mitgebracht.
2) Die Dolgorukische Sammlung von orientalischen Ma-
noscripten. Ftirst D. Dolgoruki hatte als russischer Gesandter
in Teheran Gelegenheit die.se Sammlung anzulegen, welche an
Werth mit denen, bekanntlich schon friiher der Bibliothek einver-
leibten von Ardebil, Achalzich und Erzerum wetteifert. Dieselbe
bestehl grbsstentheils aus persischen Manuscripten , doch gehtirt
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aoch eine parsische Handschrift , bis jetzt die einzige in Ross-
land, dazu, so wie einige arabische und dsagataische Codices.
3) Die Sammlung aller handschhfllichen und gedrucklen Mu-
sikalien and musikalischen Werke, die sich bisher in der Biblio-
thek der K. Eremitage befunden. Es sind dies hauplsachlich mehr
oder weniger prachtvolle Dedications- Exemplare , welche den
russischen Monarchen, seit Katharine II., dargebracht worden.
4) Aus der Bibliothek des St. Petersburgischen Censur-Co-
milfo fiir auslandische Litleratur, eine Auswah! von 1780 Banden.
b) Dnrch eigenen Anknuf.
1) Die Autographen-Sammlung des Stabs-Capitains Andre-
jeff, in welcher eiu deutscher and ein russischer Brief der
Kaiserin Katharine II., ein Schreiben Napoleons aus Langwood
and manche andere hochst werthvolle Sliicke zu nennen waren.
2) Eine Sammlung alterer und meist seltener Ausgaben von
Partituren italienischer und franzosischer Opern, namentlich von
Gluck, Mehal, Gretry, Nicolo Isouard, Cherubini,
Salieri, Cimarosa, Paesielio etc., im Ganzen 40 Bande.
(Schluss folgt.)
Uebersicht der nenesten Utteratar.
DEUTSCHL AND.
Bibliotbek der augelsSchsischen Poesie in kritisch bearb. Texten u. in.
vollslfindigem Glossar hrsg. v. Dr. C. W. M. Grein. 3. Bd. A. u. d. T.:
Sprachschatz der angelsachsischen Dichler. 1. Bd. 2. Hfl. gr. 8. (VIII
S. u. S. 241—538.) GSttingen. n. 2% Thlr. (I-I1I.: n. 10% Thlr.)
Broun, Heinr. , die Philostratischen Gemalde gegen K. Friederichs ver-
tbeidigt. [Abdr. aus d. Jahrb. f. class. Philologie.] gr. 8. (130 S.)
Leipzig, gen. n. 24 Ngr.
Giceronls, M. Tullii, opera quae supersunt omnia ex recensione Jo. Casp.
Orellii. Edilio II. einendalior. Opus morte Orellii iuterruptum con-
tinuaverunt J. G. Baiterus et Car. Halmius. Vol. IV. Et. s. t.: M.
Tullii Ciceronis libri qui ad philosophiam et ad rem publicam
spectant. Ex libris manu scriptis partim jmmum partim iterum ex-
cussis emendaverunt J. G. Baiterus et Car. Halmius. gr. Lex. -8.
(926 S.) Zurich, geh. n. 3 Thlr. 26 Ngr. (I — IV. : n. 15 Thlr. 14 Ngr.)
Dies, Frdr., etymologisches Wdrterbuch der romanischen Sprachen. 2 Thle.
2. verb. u. verm. Aufl. gr. 8. (1. Thl. XXXII u. 448 S.) Bonn. geh.
Subscr.-Pr. n. 4 Thlr.
Fragmenta gothica selecta ad fidem codicum Ambrosianorum Carolini
Vaticani ed. Andr. Uppstrdm. gr. 8. (XIV u. 48 S.) Upsaliae. (Stock-
holm.) geh. n. 16 Ngr.
Grassmann, Gymn -Prof. Herm., die Ausdehnungslehre. Vollstandig u. in
strenger Form bearb gr.8. (XII u. 388 S.) Berlin 1862. geh. n. 2 Thlr.
Gervlnus, G. G , Geschichte d. neunzehnten Jahrhunderts seit den Wie-
ner Vertragen. 5. Bd. gr. 8. (V u. 516 S.) Leipzig, geh. n. 2% Thlr.
(1-V.: n. 13 l / 6 Thlr.)
Friedrich Christoph Schlosser. Ein Nekrolog. Lex. -8. (86 S.) Ebd.
geh. % Thlr.
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174
Gmppe, 0. F., Reinhold Lenz, Leben u. Werke. Mil Ergfoizgn. der Tieck-
schen Aasg. gr. 8. (XVIII u. 388 S.) Berlin, geh. 1 Thlr. 21 Ngr.
Hagenbach, Prof. Dr. K. R , Vorlesungen ub. die Kirchengeschichte d.
MMelalters. 2. (Schluss-) Thl. A. u. d. T.: Die christliche Kirche
vom 13. bis zum Eode d. 15. Jahrh. gr. 8. (XI u. 363 S.) Leipzig,
geh. (a) 1% Thlr.
Hahndorf, S., zur Geschicbte der deutschen Zunfle. gr. 8. (IV a. 100 S.)
Cassel. geh. % Thlr.
Harless, Prof Dr. Erai!, Maassbeslimmung der Polarisation dnrch das
physiologische Rheoscop. [Ans den Abbandlgn. der k. bayer. Akad.
d. Wiss.1 gr. 4. (44 S. m. 1 Steintaf.) Munchen. geh. n. 18 Ngr.
molekulare Vorgange in der Nervensubstanz. IV. Abhandlg. Maass-
bestimmung der Reizbarkeit im Allgemeinen [Forlsetzung] u. bei der
Quellung insbesondere. [Aus den Abhandlgn. der k. bayer. Akad. d.
Wiss.1 gr. 4. (63 S.) Ebd. 1860. geh. n. 24 Ngr.
(1-4.: n. 3 Thlr. 10% Nir.)
Hering, Dr. Ewald, Beitrage zur Physiologic 1. Hdt. A. u. d. T. : Zor
Lehre vom Ortsinne der Netzhaut. Mit 28 (eingedr.) Holzschn. Lex.-8-
(80 S.) Leipzig. w 21 Ngr.
Hog, Privatdoc. J. C., die Malhematik in syslematischer Behandlungsweise.
Als Lehrbuch zur Vorbereitg. f. e. grundlicheres Fachstadium uber-
haupt sowie insbesond. f. den akadem. u. polytechn Unterhcht.
1. Bd. Algebra u. algebraische Analysis. Synthelische u. analyt. Geo-
metric, gr. 8. (XXIII u. 723 S. m. eingedr. Holzschn.) Leipzig, geh.
n. 2% Thlr.
Hupfeld, Prof. Dr. Herra., die Psalmen. Uebersetzt u. ausgelegt 4.
(Schluss-) Bd. gr. 8. (478 S ) Gotha 1862. geh. (a) n. 2 Thlr.
Johansen, Chr., Beschreibung der nordfhesischen Insel Amrum. Mit 1
(litb.) Abbildg. u. 1 (litli.) anliquar. Karte (in gr. 4.) gr. 8. (46 S.)
Schleswig 1862. geh. n. % Thlr.
Kelchner, Ernst, die v. UfTenbacb'schen Manuscripte auf der Stadtbiblio-
thek zu Frankfurt a. M. Lex.-8. (21 S.) Frankfurt a. M. 1860. geh.
baar n. 9 Ngr.
Klopp, Onno, Tilly im dreissigjabrigen Kriege. 2. Bd. gr. 8. (XIII u. 502
S.) Stuttgart, geh. n. 2 Thlr. 24 Ngr. (cplt.: n. 5 Thlr. 24 Ngr.)
Krlersschauplat* an der Erft u. Roer im Sommer 1758. Nebst 1 (hth.)
Uebersichtskarte (in Fol.) gr. 8. (47 S.) Dusseldorf. geh.
. baar n. % Thlr.
Krug'S, Leop. , nachgelassene Schriften geschicbtlichen, statistischen n.
volkswirthschaftlichen Inhalts. Im Auftrage seiner Erben hrsg. v.
Geh. Reg.-R. Dr. Carl Jul. Bergius. 1. Bd. A. u. d. T.: Geschicbte
der preuss. Staatsschulden. gr. 8. (LI u. 356 S.) Breslau. geh.
n. 3 Thlr.
Laube, Prem.- Lieut., die Katastrophe v. Landeshut i. Sen I. am 23. Juni
1760. Nebst 6 Beilagen u. 1 (lith. u. color.) Plane (in gr. Fol.)
Hrsg. von Landrath v. Ktulzow. gr. 8. (VII u. 83 S.) Landeshut
(Berlin.) geh. n.n. % Thlr.
Leo, H., Vorlesungen fib. die Geschichte d. deutschen Volkes u. Reiches.
3. Bd. gr. 8. (XVI u. 742 S.) Halle, geh. 3 Thlr. 18 Ngr.
(1—3.: 10 Thlr. 25% Ngr.)
Lewis, Dr. L., Geschichte der Freimaurerei in Osterreich im Allgemeinen
u. der Wiener Loge zu St. Joseph insbesondere. gr. 8. (IV u. 164 S.
m. eingedr. Holzschn.) Wien. geh. n. 1 Thlr.
Literatur der Gewerbkunde seit den letzten 12 Jahren. Verzeichniss
vorzugl. v. Mitte 1849 bis Mitle 1860 erschienener Werke aus dem
Gesammtcebiele der Fabrikation, der Kleingewerbe u. der Hand-
werke. Mit Einbeziehg. wich tiger alterer Werke. Hrsg. v. Karl Andri.
Mit e. Verzeichniss der einscblSgigen Zeitschriften u. ausfuhrl. Sach-
register. gr. 8. (IV u. 64 S.) Prag. geh. n. 4 Ngr.
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175
LOwenhen, J., die Aethiopen der alt-classischen Kunst. gr. 8. (68 S.)
Gdtiinsen. geh. n. % Thlr.
L5wenthal, Dr. Ed., System u. Geschichte d. Naturalismos. 1. Abth. Sy-
stem d. Naturalismos. 3. verm. Aufl. gr. 8. (36 S.) Leipzig, geh.
n. 14 Ngr.
Mangold, Prof. Lie. Wilh., Jean Calas n. Voltaire. Ein Beilrag zur Ge-
schichte d. Kamptes uin die Toleranz. gr. 8. (IV u. 50 S.) Kassel.
geh. y 4 Thlr.
lommsen, Thdr., rfimische Geschichte. 3. Aufl. 2. Bd. Von der Schlacht
bei Pydna bis auf Sullas Tod. gr. 8. (VIII a. 470 S.) Berlin, geh.
n. I Thlr. (1. 2.: n. 3 Thlr.)
leamann, Wilh., die Stiftshutte in Bild n. Wort. Mit 79 in den Text sedr.
Abbildgn. (in Holzschn.) u. 5 (lith.) Taf. in Buntdr. Lex.-8. (VI u.
175 S.) Gotha. geh. n. 6 Thlr.
Osann, Dr. Ed., zur Geschichte d. schwabischen Bundes. Von seiner
Grundg., 1487, bis zam Tode Kaiser Friedrich's 111., 1493. Habili-
tationsschrift. gr. 8. (VII u. 106 S.) Giessen. geh. n. % Thlr.
Parthey, G., deutscher Bildersaal. Verzeichniss der in Deutschland vor-
handenen Oetbilder verstorbener Maler. (In 10 Lfgn.) 1. Lfg. gr. 8.
(XII u. 96 S.) Berlin, geh. n. % Thlr.
Perles, Dr. J., die Leichenfeierlichkeiten im nachbiblischen Judentbume.
Eine archaolog. Studie. [Abdr. aus der Frankel'schen Monatsschr.]
gr. 8. (32 S.) Breslau. geh. % Thlr.
Pietraszewskl, Prof. Dr. J., Abrege de la grammaire Zend. gr. 8. (IV
u. 58 S.) Berlin, geh. n. 2% Thlr.
Pflster, Prof. Joh., Abriss der slaatlichen u. statistischen Verb alt nisse
der Schweiz. gr. 8. (104 S.) Luzern. geh. n. 12 Ngr.
Prantl. Prof. Dr. Carl, Geschichte der Logik im Abendlande. 2. Bd. gr. 8.
(XII u. 399 S.) Leipzig, geh. n. 2% Thlr. (1. 2.: n. 6% Thlr.)
Qaellen a. ErSrterungen zur bayerischen u. deutschen Geschichte. Hrsg.
auf Befehl u. Kosten Sr. Maj. d. Konigs Maximilian II. 6. Bd. A. u.
d. T. : Quellen zur bayerischen u. deutschen Geschichte. 6. Bd.
Lex.-a (Vll u. 640 S.) Munchen. geh. n. 1 Thlr.
(I. H, 1. Ill, 1. IV— VIII.: n. 7 Thlr.)
aaeUen-Schriften zur Geschichte MShrens u. Oesterr.-Schlesiens. l.Sekt.:
Chroniken. 1. Thl. A. u. d. T.: Mahrische u. schlesiscbe Chroniken,
hrsg. im Namen der historisch- statist. Sektion der k. k. mahr.-schl.
Gesellschaft zur BefSrderg. d. Ackerbaues, der Natur- u. Landes-
kunde v. Chin. d'Elvert. 1. Thl. Lex.-8. (IV u. 416 S.) Brunn. geh.
n. l£ fhlr.
Rapp, Mor., Geschichte d. griechischen Schauspiels vom Standpunkt der
dramatischen Kunst. gr. a (VIII u. 407 S.) Tubingen 1862. geh.
1 Thlr. 27 S«.
Raumer, Frdr. v., Vorlesungen ub. die alte Geschichte. 2 Bde. 3., noch-
mals wesentlich verb. u. verm. Aufl. gr. 8. (XVIII u. 923 S.) Leip-
zig- geh. n. 4 Thlr.
Reise der 5sterreichischen Fregalte Novara urn die Erde, in den J. 1857,
1858, 1659 unter den Befehlen d. Commodore B. v. Wullerstorf-
(Jrbair. 2. Bd. gr. Lex.- 8. (VI u. 476 S. m. eincedr. Holzschn., 9
Uolzschntaf. in Tondr., 15 Karten, wovon 14 chromolith. u. 1 in
Holzschn., 2 Tab. u. 1 Musikbeilage in Lex.-8 , qu.4., Fol. u. qu. Fol.)
Wien. In engl. Einb. (a) n. 3 Thlr.
Rfistow, Oberst-Brigadier Wilh., Erinnernngen aus dem italienischen Feld-
zuge v. 1860. 2 Thle. Mit e. (lith.) Briefe Garibaldi's In Facs. gr. 8.
fXII u. 571 S.) Leipzig, geh. n. 3% Thlr.
Rossbach, Prof. Dir. Dr. A., Verzeichniss der Gypsabgusse u. Originalien
antiker Bildwerke im K6nigl. Museum f. Kunst u. Alterthum an der
Univorsitat Breslau. gr. 8. (49 S.) Breslau. geh. baar n. % Thlr.
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176
Roth ?. Schreckensteln, Rittmstr. a. D. Dr. Karl Heinr. Frhr., Geschichte
der ehemaligen freien Reichsritterschaft in Schwaben, Franken a.
am Rbeinstrome, nach Quellen bearb 2. (Schluss-) Bd. 2 Abthlgo.
gr. 8. (1. Abth. 394 S.) Tubingen 1862. geh. (a Bd.) o. 3% Thlr.
Sacher-lasoch, Dr. Leop. Bitter v , Ungarns Unlergang u. Maria v. Oester-
reich. Zum Theil nach Urkunden d. k. k. Staatsarchivs zu Wien. gr.8.
(166 S.) Leipzig 1862. geh. n. 24 Ngr.
Schleicher, Aug., Compendium der vergleichenden Grammatik der indo-
germanischen Sprachen. (In 2 Thlu.) I. A. u. d. T.: Kurzer Abriss
einer Lautlehre der indogerman. Ursprache d. Altindischen [Sanskrit],
Alteranischen [Altbaktrischen] etc. gr. 8. (VIII a. 283 S.) Weimar.
geh. n. 2 Thlr.
Schmld, Hauptlehr. Dr. L., Geschichte der Grafen yon Zollern-Hohenberg
u. ihrer Grafschaft nach meist ungedruckten Quellen, nebst Urkunden-
buch. Mit Siegelbildern u. 1 Karte. Kin Beitrag zur schwabischen e.
deutschen Reichs- Geschichte. 2 Bde. Lex.-8. (1. Bd. 1. Abth. Ill u.
400 S. u. 2. Bd. 1. Abth. Monumenta Hohenbergica. Urkundenbuch.
400 S. m. 1 Steintaf.) Stuttgart 1862. geh. n. 8 Thlr.
Stoy, Prof. Dr. K. V., Encyclopadie, Methodologie u. Literatur der Pa-
dagogik. 1. Thl. A. u. d. T. : Encyclopadie der Padagogik. gr. 8.
(VIII u. 343 S ) Leipzig, geh. 2 Thlr.
Strater. Privaidoz. Dr. Thdr., die Komposition yon Shakespeare's Romeo
u. Julia. Drei Vorlesgn., gebalten zu Bonn. gr.8. (104 S.) Bonn. geh.
n. % Thlr.
Studien zur Geschichte der Aesthetik. I. gr. 8. Ebd. geh. n. % Thlr.
Inn alt: Die Idee d. Schdnen in der Platonischen Philosophic.
Nebst e. Einleitg. ub. die Quellen u. die neuere Literatur zur
Platonischen u. Aristotelischen Aesthetik. (XVII u. 91 S.)
Ule, Dr. Otto, die neuesten Entdeckungen in Afrika, Australien a. der
arktischen Polarwelt ra. besond. RQcksicht auf die Natur- u. Kultur-
verhaltnisse der entdeckten Lfinder. Mit Titelvignette (in Holzschn.)
u. 39 (eingedr.) Holzschn. u. 4 Karten (in Holzschn. in gr. 4 ) gr. 8.
(VIII u. 394 S.) Halle, geh. n. 2 Thlr.
YeraeichnUs , systematisches , der Militair- Literatur Deutschlands too
1850—1861. Lex.-8. (53 S.) Berlin, geh. baar % Thlr.
Werner, Prof. Dr. Karl, Geschichte der apologetischen u. polemischen
Literatur der cbristlichen Theologie. On 5 Bdn.) 1. Bd. gr. 8. (XVI
u. 654 S.) Schaffhausen. geh. 2% Thlr.
ENGLAND.
ibercromby, Lieut. -General Sir Ralph, 1793—1801: a Memoir. By his
Son James, Lord Dunfermline. 8vo. (Edinburgh) pp. 330, cloth.
10s. 6d.
Harris (George) — Civilisation considered as a Science in relation to its
Essence, its Elements, and its End. 8vo. pp. 460. cloth. 12s.
Scott (George Gilbert) — Gleanings from Westminster Abbey; with Ap-
pendices supplying further particulars and completing the History of
the Abbey Buildings by W. Burgess, J. Bnrtt, G. Corner, W. H. Hart,
J. J. Howard, Rev. T. Hugo, J. Hunter, H. Mogford, J. H. Parker,
Rev. M. Walcott, Rev. T. W. Weare, Rev. Professor Willis. Illustra-
ted by numerous Plates and Woodcuts, 8vo. cloth. 7s. 6d.
Verantwortlicher Redacleur: Dr. if. Naumann.
Verleger: T. 0. Weigel. Druck von C. P. MeLer in Leipzig.
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zam
SERAPEUJM.
15. December. J\@ 23. 1861.
Bibllotbekordnaagen etc., neaeste in- and auslindlsche Litterttur,
Anzeigen etc.
Zur Beiorgung aller in nachstehenden Bibliograpbien verzeichoelen BQefaer
empfeble ich mich onler Zu.«icberung scbnellster and billigster Bedienang; deoea,
welch e mich direct mil resp. Be* tell un gen beebren, sicbere icb die grosslen Vor-
tbeile xo.
T. O. Weigel in Leipzig.
Auszug aus den Jahresberichten
der
St. Petersburg er
Kaiserlich Oeffentlichen Bibliothek
fQr 1959 und 1S60,
anf $kfrl)l Stxntx /Hajt(lat tow J&atfm
bekannt gemacht
von
dem Director der Bibliothek, Mitgliede des Reichsrathes oad Staatssecretair
Baron SI. von Korff.
(Schluss.)
c) Dorch Schenkung. .
1) Die Fortsetzang der englischen Patent- und Privilegien-
Saramlung, welche die Bibliothek der Vermitlelung des Akade-
mikers Ham el verdankt, und die jetzt fiber 40,000 Hefte zahlt.
2) Von dem Ehrenmilgliede Graf Rostoptschin: cine
Sammlung des Mercure de France und der Ann6e litteraire, von
seltener Vollstandigkeit, zusammen gegeu 1000 B&nde, und aus-
serdem 1058 B&nde Ulterer franzosiscber Werke meist philoso-
pbischen Inhalls.
3) Von dem Hofrath Polowzoff und dem Stabs-Capitain
Annenkoff: die Sammlung Chinesischer Xylographien des ver-
storbenen Orientalisten Senkowski.
4) Von dem Jaroslawschen Kaufmann Olowfinischnikoff:
XXII. Jabrgang.
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die ehemalige Trechleloff'sche Sammlung von kirchenslawi-
schen und russischen Schriflen, bestehend aus 357 Manuscripten,
unler welchen ein Kvangelienbuch auf Pergament, aas dem XIII.
Jahrhundert, und aus 97 gedrucklen Werken, von denen viele zu
den grbssten Seltenheiten der russischen Lilleralur gehoren, wie
das Krakauer Horarium von 1491 , die Ostrog'sche Bibel von
1581 u. s. w.
5) Von den Erben des Staatsrathes Debolzow, dessen bin-
terlassene BUchersammlung , die besonders reich an russischen
TheaterstUcken , Romanen und Zeitschriften des vorigen Jahrhun-
derts ist (1029 Bande).
6) Von dera Staatsrathe K lemming, Bibliothekar S. M.
des K3nigs von Schweden: 258 sellene, aUf Russland beztigliche
Broschiiren in deutscher, lateinischer und schwedischer Sprache
aus dem XVII. bis XIX. Jahrhundert, eine der werlhvollsten Ga-
bon in diesem Fache, welche der Bibliothek in den letzlen Jah-
ren zugeflossen ist.
7) Von dera fihrencorrespondenten Gun do bin: 123 rus-
sische Handschriften des gegenwartigen und des vergangenen Jahr-
hunderls.
8) Von dera Ehrencorrespondenlen Neustrojeff : eine Samm-
lung russischer BUcher in 1176 Banden.
9) Von H. Prschelenski, Beamten des Ministeriums der
auswartigeu Angelegenheiten: 378 Bande spanischer Schriflen, die
er selbst an Stelle und Ort gesammelt und von denen mehrere
sich auf Russland beziehen.
10) Vou der Regierung der Nordamerikanischen Vereinigten
Staaten: die Sammlung der Congress-Acten von 1854 bis 1856,
in 99 Banden.
Ausserdem empflng die Bibliothek im Laufe der Jahre 1859
und 1860 Geschenke von Buchern und Handschriften:
Von I. M. der jetzt in Gott ruhenden Kaiserin Alexandra
Feo dorowna.
Von S. K. H. dem Grossfttrsten Konstantin Nikolae-
w i t s c h.
Von verschiedenen Kaiserl. Ministerien, so wie von der Reichs-
Justiz-Coramission des Konigreichs Polen und den Russischen Ge-
sandtschaften in Madrid und Briissel.
Von der franzosischen Regierung und dem franzosischen Mi-
Ministerium des Unterrichts, von der oslerreichischen , preussi-
schen und wiirtembergischen Regierung, von dem niederlftndischen
Ministerium des Innern, von der englisch-ostindischen Compagnie.
Von den Universilalen Bonn, Charkow, Christiania, Heidelberg,
Helsingfors und Kasan.
Von den Akademien zu Wien und Miinchen, dem Smithson-
schen Institute zu Washington, der Batawischen Gesellschaft, der
amehkanischen, so wie der franzosischen Oriental isoben Gesell-
schaft, von der Koniglich Sachsischen Geseliscbafl der Wiasen-
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schaflen and der Kbniglichen Bibliothek za Dresden, der Jablo-
nowskischen Gesellschafl zu Leipzig, dem Kftnigl. niederlttndischen
meteorologischen Institule und der bffenllichen Bibliothek za Am-
sterdam, der Nassau's! hen Gesellschafl der Wissenschaften , der
internalionalen Gesellschaft zur Feststellang (ibereinstimmender
Masse und Gewichte, dem Germanischen Museum and dem Pegne-
sischen Blumenorden zu Niirnberg, der Gesellschaft fiir Serbische
LiUeratur in Belgrad, der Kaiserlich Archaologischen, so wie der
Philanthropischen Gesellschaft zu St. Petersburg, der Kaiserlich
Medicinischen Gesellschaft zu Wilna, der practischen Akademie
der Handelswissenschaften und der Kaiserlichen Gesellschaft der
Naturforscher zu Moskau, endlich von zahlreichen Privatpersonen
des In- und Auslandes, welchen die Bibliothek ihren, bereits
jedem einzeln abgestatteten Dank hiermit wiederholt.
Im Ganzen empflng die Bibliothek:
1859. 1860.
Handschr. Gedruckte Handschr. Gedruckte
Bucher. Bucher.
Auf Allerhttchslen Befehl und Bande- BSnde.
Verfttgung der Behorden . 153 5,200 26 237
Als Pflichtexemplare ... — 8,117 — 9,294
Von dem Censur-Comit6 ftir
auslandische LiUeratur . — — — 1,780
Als Privatgeschenke ... 263 10,142 736 9,568
Durch eigenen Ankauf . . 898 12,114 132 8,775
Durch Tausch gegen Dou-
bletten . . ■ . . . — 665 — 205
In Allem . 1,314 36,238 892 29,863
Ausserdem an Kupferstichen , Karten, Musikalien und dergl.
31,643 Nummern im Jahre 1859 und 2,749 Nummern im Jahre
1860.
Sfimmtliche Ankaufe der Bibliothek, mit Einschluss der Trans-
port- und Corresponded- Kosten , beliefen sich im Jahre 1859
auf 19,070 Rbl. 62 3 / 4 Kop., im Jahre 1860 auf 14,405 Rbl.
22 V 4 Kop.
Fiir den Einband wurde verausgabt 3,180 Rbl. 12 Kop. im
Jahre 1859, und 4,229 Rbl. 23 Kop. im Jahre 1860.
V. Bibliographische Arbeiten.
Bis auf einige wenige Unterabtheilungen , sind nunmehr die
alphabelischen und Standorts-Kataloge in alien Sectionen der Bi-
bliothek beendigt. Die systemalischen oder Real - Kataloge sind
es gleichfalls fiir die Abtheilungen der altclassischen Litteratur
und allgemeinen Linguislik, der Rechts- und Cameralwissenschaf-
ten, der Naturwissenschaften und Mathematik, der biblischen Tbeo-
logie, der allgemeinen Litteraturgeschicbte und der auf Russland
bezuglicheo Schriften in fremden Sprachen, so wie auch fiir die
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Special-Sammlungen der Alden und Blzevirc, der merkwtirdigsten
Bibel-Ausgaben in alien Sprachen, der topographischen und biblio-
graphischen Sellenheiten , der Grosspapiere und der bistorisch
merkwiirdigen Exemplare und Einbande.
Gedruckt sind, ausser dem letztgenannlen und dera (lithogra-
phirlen) Aldinen- Kataloge, in friiheren Jahren die Kataloge der
Griechischen, der Orientalischen und der Alt- Deutschen Hand-
schriften.
Im Jahre 1860 war das bibliographische Hauptgeschaft der
Bibliolhek die Herausgabe des alphabeliscben Kataloges der
Russica.
Diese Section hat, nach zehnjahrigen unabl&ssigen Bemiibun-
gen, die Zahl von beinahe 30,000 Banden erreicht und enth<
nicht nur unverhallnissmftssig mehr als sonst irgendwo in diesem
Fache vorhanden ist, sondern auch vieles, was Uberbaupt anders-
wo nicht mehr zu finden sein diirfle. Die Bekanntmachung des
vollstandigen Kataloges einer solchen Sammlung entspracb ebenso
sehr dem Verlangen des Publikums, als den Wiinschen ihres Be-
grlinders, des jelzigen Direklors der Bibliolhek, und da die Titel-
copien der Russica stets mit dem Zuwachs gleichen Schritt ge-
halten hatten, auch Ittngst, in Zetleln, sowohl alphabetisch als
auch systematisch geordnet waren, so lag es nahe, dieselben der
Oeffenllichkeit zu Ubergeben, ohne zu viel Gewicht auf die noch
mangelnde Gleichformigkeit und Abrundung ihrer wissenschaft-
lichen Abfassung zu legen, welche vollslandig zu erzielen, bei
steler Benutzung und Vermehrung der Sammlung, bis dahin nicht
mdglich gewesen war. £9 wurde daher beschlossen vorlaufig die
Tilelcopien in alphabetiscber Ordnung lithographiren zu lassen,
und so erschien der Katalog der Russica, ein grosser Quartband
von mehr als tausend Seiten, unter dem Titel „Co rrecturb o-
gen <( mit einer Vorrede in russischer, deulscher und franzQsi-
scher Sprache, in nicht mehr als hunderl Exemplaren, welche
an sammlliche Commissionaire der Bibliothek, so wie an ver-
schiedene gelehrte Bibliographen des In- und Auslandes vertheilt
wurden, urn sie zur Mitwirkung, durch Vervollstandigungen und
Verbesserungen des Kataloges, aufzufordern. Der Erfolg hat die
Erwartungen der Bibliolhek gerechfferligt, indem sie nicht nur
eine Menge von nutzlichen Bemerkungen und Nachweisen, son-
dern auch manche im Kataloge nicht verzeichnete , und also bis-
her unbekannt gebliebene Schriften, auf diese Weise erhalten hat.
Die persbnlichen Nachforschungen des Direktors und die
neuen Verbindungen, welche er bei seinem letzteu Aufenthalte in
Deutschland und Frankreich anzukntipfen Gelegenheit hatte, wa-
ren, wie in mehreren andern, so auch in dieser Beziehung der
Bibliothek von besonderem Nutzen.
Weitere Publi cati onen der Bibliothek waren:
1) Der Bericht des Direktors tiber seine zehn-
jahrige Verwaltung der Bibliothek, vom 18. October
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1849 bis zum 18. October 1859, in russischer Sprache auf Kai-
ser] ic hen Befehl gedruckt. Eine deutsche Uebersetzung er-
schien in Neumann's Serapeum, eine franztfsische im Journal de
St.-P<Hersbourg, 1860.
2) Die russische Uebersetzung eines seltenen deutschen Btich-
leins von ftrtlichem Interesse, welches unter dem Titel: „€rafU
Hrlattan Don Itt wn St. Cjaar. «4Haj. |)ftro JUrrfonritj an lem
grossm YtrtDa-£tr0l)m nnb tocr 4M-$ee nenrrbauten Vtttun% wife
Sitatt Si. JM*rsbnr0 M , 1713 zu Leipzig orschienen ist. Per von
der Bibliothek veranstaltete Pruck (St. Petersburg, bei Strugow-
tschikoff u. Corop. I860, in-24°.) isi eine Minialur- Ausgabe im
Geschmacke der Elzevire. Die Ornamente sind nach Zeichnungen
des bei der Bibliothek angestellten Akaderaikers J. GornostaYef f
ausgeftihrt.
3) Der Wegweiser der K. Oeffentl ichen Biblio-
thek in russischer, deulscher und franzttsischer Sprache. St.
Petersburg, 1860, in- 12°. Der erste Wegweiser der Bibliothek,
welcher 1852 erschienen ist, konnte wegen der mannigfachen
Verfinderungen , die seitdem in der Bibliothek Statt gefunden ha-
ben, dem Publikum nicht mehr dienlicb sein.
VI. Benutzung der Bibliothek.
Im Laufe des Jahres 1859 wurden von der Bibliothek 4154
Leserbillette ausgetheilt, im Jahre i860, wo dieselbe, wegen des
begonnenen Anbau's, vom 20. Mai bis zum 1. December ge-
schlossen war, 2952. Die Bfindezahl der gelesenen Werke belief
sich in diesen beiden Jabren auf 72,371 und 39,427 gedruckte
Biicher, nebst 595 und 416 Manuscripten.
Zur Benutzung ausserhalb der Bibliothek wurde mit Aller-
htichster GenehmiguDg (da die Aosleihung der Biicher hier, wie
bekannt, im allgemeinen verboten ist) verabfolgt: dem Professor
Jungboll in Leiden, eine syrische Handschrift aus der Zahl
der neu erworbenen Palimpseste; dem Senator Hube hierselbst
eine Lex salica und eine Collectio canonum aus dem IX. bis XI.
Jahrhundert; der Verwaltung des Moskau'schen Hauptar-
chives, Briefe Peters des Grossen und einige andere das Kai-
serliche Haus betreffende Papiere; der Akademie derWissen-
schaften hierselbst, eine Handschrift Pershawins; dem Professor
BuslaYeff, behufs seiner Vorlrfige fiber altrussische Litteratur
bei S. K. H. dem Grossfiirste n Thronfolger, russische
Manuscripte aus verschiedenen Epochen; der K. Archfiogra-
phischen Commission und dem Generalstabe in St. Pe-
tersburg, so wie dem Archiv der Auswfirtigen Angele-
genheiten in Moskau, verschiedene Documente; dem Professor
Spiegel in Erlangen, eine Pehlvi-HandsChrift; endlieh dem Iman
Schamyl, der im Jahre 1859 in Gesellschafl seines Sohnes die
Bibliothek mit vielem Interesse in Augenschein genommeu hatte,
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sieben arabische Handschriften religiftsen Inhaltes, zo einslweili-
gem Gebrauche in seinem jetzigen Aufenlhaltsorte Kaluga.
Aus der Zahl der fremden Gelehrten, welche die Bibliothek
im Jahre i860 benutzten, nennen wirhier: Herr Bialitzki, der
in seiner Abhandlung: Rekopisma Dhigosza w Petersburgskisch
Biblioti kach pod wzgtedom paleograficznym i bibliograficznym,
einen Theil der lateinischen Handschriften uoserer Bibliothek, die
sich auf die Geschichte Polens beziehen, beschrieben hat, and
Herr Paul Lacroix (bibliophile Jacob), der Notizen ffir seine
Revue universelle des arts u. s. w. sammelle.
Den 29. und 31. Mfirz 1859 empflng die Bibliothek den Be-
such II. KK. HH. der Prinzessinnen Marie und Eugenie von
Leuch tenberg, so wie der Prinzen und Prinzessin von
Oldenburg; eben so im November den Besuch 11. KK. HH. des
Grossfursten Konstantin Nikolaiewitsch und der Grossfur-
stin Alexandra Josepbowna. II. KK. HH. der Grossftirst
Thronfolger und die Grossfursten Alexander, Wladirair
und Alexis Alexandro witsch beehrten die Bibliothek wie-
derholentlich mil Ihrem Besuche.
Den 29. December geruhten II. MM. der Kaiser und die
Kaiser in die Bibliothek zu besuchen, bei welcher Gelegenheit
Ihrer Majestfit ein Album „Erinnerungsblalter der K. Oeffent-
lichen Bibliothek" iiberreicbt wurde.
Unter den Gfisten des Jahres 1860 befanden sich II. KK. HH.
der Prinz Albert d. j. von Preussen und der Graf von Flandern.
Wie in friiheren Jahren fuhr die Bibliothek fort, ihre Dou-
bletten an verschiedene inl&ndische Bibliotheken zu verlheilen,
namentlich wurden derartige Sendungen nach Paligorsk, Archao-
gelsk, Samara, Kiew und Mohilew bewerkstelligt.
Uebersicht der nenesten Litteratar.
DEUTSCHL AND.
Abhandlungen der mathemat.-physikalischen Classe der Konigl. Bayer.
Akademie der Wissenschaften. IX. Bd. 1. Abth. [In der Reihe der
Denkschriflen der XXXIV. Bd ] gr. 4. (Ill a. 228 S. m. 7 Steintaf. in
gr. 4. a. qu. Fol.) Munchen. geh. baar n. 2% Thlr.
der naturforscheoden Gesellschaft zu Halle. Im Auftrage der Ge-
sellschalt red. v. Max SckulUe. Onginalaufsatze aus dem Gebiete
der gesamraten Naturwissenschaften. 6. Bd. 2. Hft. gr. 4. (XXI S. u.
S. 111-194 m. 5 Steintaf., wovon 1 color.) Halle, geh. n 2 Thlr.
der schlesischen Gesellschaft f. valerian dische Cultur. Abtheilung f.
Naturwissenschaften u. Medicin. 1861. 3. Hft. Lex.-8. (S. 208—344
m. 1 Tab. in qu. Fol ) Breslau. (k) n. % Thlr.
Adels- Lexicon, neues allgemeines deutsches, im Vereine m. mebreren
Historikern hrsg. v. Prof. Dr. Ernst Heinr. Kneschke. 3. Bd. 3. Abth.
gr. 8. (S. 321—480.) Leipzig, geh. n. 1% Thlr.
fl — III, 3.: n. 14% Thlr.)
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183
Alterthfimer, die, onserer heidnischen Vorxeit. Nach den in tiffentl. u.
Privatsammlgn. befindl. Originalien znsammengestellt u. hrsg. v. dem
rdmisch-gerroan. Centralmuseum in Mainz durch dessen Conservator
L. Undenschmit. 9. Hit gr. 4. (8 Steintaf. m. 8 Blatt ErlSutergn.)
Mainz. (a) n. % Thlr.
Ambrof, Aug. Wilh , Geschicbte der Musik. 1. Bd. gr. 8. (XX u. 548 S.)
Breslau 1862. geh. n. 3 Thlr.
Ann&len der k. k. Sternwarte in Wien Hrsg. von Dir. Prof. Dr. Carl v.
LUlrow. 3. Folge. 10. Bd. Jahrg. I860. Lex.-S. (X u. 218 S.) Wien.
geh. baar n. 3% Thlr.
Aniales evangelicorum in Hungaria ad fidem codicum bibliothecae evang.
Posonien. nunc primum typis exscripti. Vol. I. gr. 8. Presburg. geh.
n.n. 16 Ngr.
In halt: Joh. Pogner's Verzeichniss ub. den Bau der evange-
lischen Kirche in Presburg von 1636 — 1638 u. Joh. Lieber-
gott's Tagebuch v. den Verfolgungen der Evangelischen in
den J. 1672—1683 nach den Handschriften der evang. Biblio-
thek m. Urkunden hrsg. durch Prof. Reel. Paul Lichner. (XXII
u. 16S S.)
Annales de 1'observatoire physique central de Russie, publiees par A. T.
Kupffer, dir. de I'observatoire. Annee 1858. 2 Nrs. gr. 4. (A u. 1221
S. u. Compte-rendu annuel. Annies 1859 et 1860. 93 S.) St.-P&ers-
bourg. (Leipzig.) cart. n.n. 7 Thlr.
Bahr, Job. Karl, der dynamische Kreis. Die naturl. Reihenfolge der Ele-
mente u. zusammengesetzlen Korper als Resultat der Beobachtg.
ihrer dynam. Wirksamkeit. 3. (Schluss-) Lfg. lmp.-4. (VI S. u. S.
136—246 m. eingedr. Holischn. u. 21 Steintaf.) Dresden, geh.
(a) n. 3% Thlr.
Becker, Dr. Otto, u. Dr. Alex. Rollett, Beitrage zur Lehre vom Sehen
der dritten Demension. [Mit 2 (lith.) Taf. (in Lex. -8. u. Fol.)] [Aus
den Sitzungsber. 1861 d. k. Akad. d. Wiss.J Lex.-8. (42 S.) Wien.
geh. n.n. % Thlr.
Beschreibong der bisher bekannten bdhmischen Privatmunzen u. Medail-
len. Hrsg. v. dem Vereine f. Numismatik zu Prag. Mit Abbild-n.
1. Abthlg. : Personenmuozen. Beschnebcn v. Heinr. Olokar MiUner.
18. u. 19. Hft. gr. 4. (S. 361-408 m. 8 Steintaf.) Prag 1860, 61.
I n. 1 Thlr.
Brach, Dir. Prof. Dr. Carl, vergleichende Osteologie d. Rheinlachses
(Salmo salar L.] m. besond. Berucksicht. der Myologie nebst einlei-
tenden Bemerkgn ub. die skelettbildenden Gewebe der Wirbeltbiere.
Zum Gebrauche bei Demonstralionen u. zum Selbstudium beschrie-
ben u abgebildet. Mit 7 (color.) vom Verf. lith. Taf. u. 2 (eingedr.)
Holzschn. gr. Fol. (IV u. 22 S.) Mainz. In Mappe. n. 12 Thlr.
Hildebrand, Dr. F., einige Beobachtungen aus dem Gebiete der Pflanzen-
Anatomie. gr. 4. (Ill u. 30 S. m. 2 Steintaf.) Bonn. geh. n. % Thlr.
Kirch hoff, G. , Untersuchungen ub. das Sonnenspectrum u. die Spectren
der chem. Elemente. [Aus d. Abhandlgn. d. k. Akad. d. Wiss. zu
Berlin 1861. J Mit 3 Taf. (wovon 2 lith. u. 1 in Kpfrsl., in gr. 4. u.
qu. Fol.) gr. 4. (35 S.) Berlin, cart. n. 1 Thlr.
Loew, Dir. Dr. Herm., die Dipteren - Fauna Sudafrika's. 1. Abth. Mit 2
Taf. (wovon 1 in Kpfrst. u. 1 lith.) [Abdr. aus den Abhandlgn. d.
naturwiss. Ver. f Sachsen u. Thuringen in Halle.] Imp.-4. (XI u 330
S.) Berlin 1860. geh. n. 10 Thlr.
Perthes, Prof. Clemens Thdr., politische Zustande u. Personen in Deutsch-
land zur Zeit der franzdsischen Herrschafl Das sudl. u. westl. Deutsch-
land. I. gr. 8. (VII u. 352 S.) Gotha 1862. geh. n. 1 Thlr. 22 Ngr.
(Uast, Ferd. v., Denkmale der Baukunst in Preusseo. Nach Provinzen
geordnet. Hft. III. gr. Fol. (4 Steintaf., wovon 3 in Buntdr., u. 2
Kpfrtaf. m. Text S. 23 -34.) Berlin, geh. u. in Mappe. (a) n. 2% Thlr.
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184
Rive, Doc. Dr. Frdr., Gescbichte der deutschen Vormundschaft. 1. Bd.
A. u. d. T. : Die Yormundschaft im Recbte der Germanen. gr. 8.
(XXIV a. 284 S ) Braunschweig 1862. «eh. n 1% Thlr.
Rolandslied, das. Das Slteste fraozosische Epos, lebersetzt ?. Dr. WilM.
Hertz. j>r. 8. (XIV u. 163 S.) Stuttgart, geb. n 28 Ngr.
Wagner, Dr. A., neue Beitrage zur Kenntniss der urweltlichen Fauna des
lithographischen Schiefers. 2. Ablh. Schildkroten u. Saurier. Mtt 6
(litta ) Tar. Abbildgn. (in gr. 4. u. qu. Fol ) [A us den Abhandlgn. der
k. bayer. Akad. d. Wiss.] gr. 4 (60 S.) Munchen. geh. n. 1 Thlr.
(I. 2.: n. 2 Thlr. 6 Ngr.)
Weller, Emil, neue Nachlrage zum Index pseudonymorum u. zu den fal-
schen u. fingirten Druckorten. Lex.-8 (IV u. 72 S.) Leipzig 1862.
geh. n. % Thlr.
A d z e i g e d.
Im Verlage von G. OEHME in Leipzig erschien soeben
und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen:
Neue
NachMge zum Index Pseudonymorom
und zu den
falschen und fingirten Druckorten.
Von
Hmll Weller.
4°. eleg. broch. 20 Ngr.
Index Pseudonymomm.
Worterbuch der Pseudonymen.
Von
Emil Weller.
Zueite vermehrte Autgabe.
4°. 50 Bogen. eleg. broch. 2 Thlr. 15 Ngr.
Veranlwortlicher Redacteur: Dr. R. Neumann.
Verleger: T. 0. Weigel Druck von C. P* Melzer in Leipzig.
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znm
31. December. 24.
1861.
Bibliothekordnuigen etc., neaeate in- and auslindiscbe Litteratur,
Anieigen etc.
Zor Beaorgong aller ia oachstehenden Bibliographies Teraeicfcneten BUcher
empfeble ich mich nnter Zasichrrnag achnellster uod billigater Bediennng; den^o,
welche mich direct mit reap. Bestellungen beebren, sichere ich die groa§ten Tor-
tbeile za.
. V. O. Welgel io Leipzig.
Die
Stadt-Bibliothek zu Hamburg
und
die mil derselben verbundenen Sammlungen.
B e r i c h t
yon
Herra Prof. Petersen. l )
Nach dem ausftthrlichen Bericbte Hber den Stand der Arbeiten
auf der Stadlbibliothek im vorigen Jahre, kttnneo wir uns dieses
Mai kurz fassen. Neben den laufenden Geschafteri, die fast jahr-
lich zunehiaen, ist im verflossenen Jahre die n&cbste sicb unmit-
telbar an deo fejlig gewordenen Katalog anschliessende ArbeH
geweseo die genauere Ordnung und Aufslellung der Bucher, de-
ren Katalog zuietzt fertig geworden war. Demnachst waren die
Bucaersammluogen von grbsserem UmCange, die in den letzten
Jahren geschenkt sind and hatten zuriick gesetzt werdea miissen,
in die Kataloge einzniragen und in die Facher einzureiben, was
noch den grtfsslen Theil des laufenden Jahres in Ansprucb neb-
men wird. In mebrer^n Fttcbern, namentlich der Nalurgesobiohte
1) Ana dem: Verzeicbniss der Vorlesungen, welche am Hamburgi-
schen Akademiscben und Real- Gymnasium yoo Ostern 1b61 bis Ostera
1862 gehalten werden sollen. Herausgegeben von L. K. Aegidi, der
Rechte Dr., Professor der Geschichte, d. Z. Rector. Hamburg 1861. 4°.
Seita XV-XVH.
XXII. Jabrgang.
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186
and classischen Philologie, batten an einzelnen Stellen die Biicher
so zugenommen , dass der bisherige Raum nicht mehr ausreichte
ond daher die Vergrosserung der Borler nothwendig ward. Aus-
ser den daftir erforderlichen Einrichtungen hat Hochlobliche Baa-
deputation auch die Herstellung der erforderlichen Zahl von zweck-
massigen Leitern beschaffen lassen, urn Gesundheit und Leben der
beim Holen und Wegstellen der Biicher lhatigen Beamten, so
weit es nach menschlichen Kraften mbglich isl, gegen Gefahreo
zu sichern.
Vermehrt ward die Bibliothek ura 2900 Bfinde and Hefte
(Brochuren) von denen, obgleich keine Sammlungen von grossem
Umfange hinzu kamen, mehr als 1 160 geschenkt sind. Unter die-
sen Geschenken sind die bedeulenderen: Von Sr. Maj. Frederik V II.
von Danemark : Kongegravene i Ringsted Kirke aabnede istandsalte
og daekkede med nye mindeslene ved Hans Majestaet Frederik den
Syvende. Kjobenhavn 1858 folio ; kleine Sammlungen von Biichern
und Brochuren: fiber Naturwissenschaft von dem hiesigen Nalur-
wissenschaftlichen Verein, tiber Belgische Geschichte vom
Herrn Pastor Dr. J. Geffcken und Herrn Dr. F. L. Hoffmann,
tiber Botanik vom Herrn Inspector Otto, fiber Hamburgische An-
gelegenheiten und allgemeine Polilik vom Herrn J. F. Richter,
der Wiederabdruck mehrerer fiir die alteste Geschichle Nord-
Amerikas wichtiger Werke von deren Herausgeber Herrn J. Lenox
in New-York, die Fortsetzung der Ausgabe der Spanischen Refor-
matoren vom Herrn B. R. Wiffen in Woburn in Bedfordshire,
verschiedene Werke tiber Alterthtimer und Kirchengeschichten von
dortigen lilterarischen Gesellschaften durch Herru D. Laing in
Edinburg, Prof. Dr. J. Opperls neueste Schriften tiber Entziffe-
rung der Keilschrift vom Verfasser und das ,,Urkun denbuch
zur Wiener Sen luss-A cte '* (in der ftir den Buchhandel
nicht bestimmten Gestalt, wie es die Professoren des Gymna-
siums der Universit&t Berlin zur Jubelfeier dedicirt haben) vom
Herrn Prof. Aegidi.
Die Benutzung der Stadtbibliothek hat im verflossenen Jahre
wieder zugenommen und ist von 4800 auf 5226 gestiegen, die
Zahl derer, die das Lesezimmer benutzen von 2222 auf 2504,
obgleich zu einem ausserordentlichen Besuche desselben neuer-
dings keine Veranlassung war, wie im vorigen Winter die Ausle-
gung des Schillerbuchs von C. Wurzbach bot. Auch fttr man-
cherlei litterarische Unternehmungen hier und ausserhalb Ham-
burg sind die Schatze unserer Bibliothek, wie gewbhnlich, aus-
gebeutet. Correspondenzen und Untersuchungen an Ort und Stelle
ftihren dabei oft zu interessanten Entdeckungen. Ein Beispiel der
Art, das bei uns auf grbsseres Interesse rechnen darf, mag hier
angeftihrt werden. Die Anwesenheit des bekannten Reisenden,
Herrn J. G. Kohl, der Zeit in Bremen, gab demselben Gelegen-
heit, bei seinen Sludien tiber die Geschichte der Entdeckung des
Golfstromes, eine urn mehr als ftinfzig Jahre filtere Zeichnuog
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187
dieses Stromes, als alle bisher bekannten, in Happelii Relationes
Curiosae Bd. II. kennen zu lernen. Die Veranlassung zu dieser
Entdeckung gab eioe Bemerkung des kurz vorher anwesenden
Herrn Dr. G. As her aus Berlin, der beim Erblicken der ge-
dachten Karte den Golfstrom sofort erkannte.
Ueber die Bereicherung der et hnographischen Samm-
lung ist No. 50 des Amtsblattes und No. 56 Beilage der Ham-
burger Nachrichten, tiber die der antiquarisch-artisti-
schen S a mm lung in No. 47 des Amtsblaltes und No. 48 Bei-
lage der Hamburger Nachrichten, tiber die der Sammlung
Deulscher und Hamburgischer Alterthumer No. 51
des Amtsblattes und No. 56 Beilage der Hamburger Nachrichten
berichlet und den gtitigen Gebern der Dank ausgesprochen. An-
kauf hat im lelzten Jahre nicht Statl gefunden. Es ist daher hier
nichts hinzuzufugen, als dass es bald gelingen mbge, einen gros-
seren und zweckmassigeren Raum fur diese Sammlungen zu ge-
winnen. Geschenke, die grbsseren Raum in Anspruch nehmen,
kbnnen bis dahin nur ftir die Deutschen und speciell Hamburgi-
schen Alterthumer angenommen werden, ftir welche im Erdge-
schoss noch einiger Raum disponibel ist, obgleich zu beklagen,
dass die neuerdings hinzugekommenen Gegenstande auch solcher
Abtheilungen der Sammlung, die im oberen Zimmer aufgestellt
sind, nur unten untergebracht werden kbnnen, wodurch wesent-
lich Zusammengehoriges getrennt werden musste.
Uebersicht 4er nenesten Utteratnr.
DEDTS CHL AND.
Arndt, Wilh., die Wahl Conrad II. Inaugural-Dissertation, gr. 8. (52 S.)
Gdttingen geh. baar n. 8 Ngr.
Barb, Prof. H. A., ub. die Conjugation d. persischen Verbums. gr. 8.
(118 S.) Wien. geh. n. 1% Thlr.
Beckers, Hubert, ub. die Bedeutung der Schelling'schen Metaphysik. Ein
Beitrag zum tieferen Verstandniss der Potenzen- od. Principienlehre
Schelling's. [Aus den Abhandlgn. d. k. bayer. Akad. d. Wiss.] gr. 4.
(148 S.) Munchen. geh. baar n. iy 4 Thlr.
Beckmann, Prof. Dr. Frz., zur Geschichte d. kopernikanischen Systems.
]Abdr. aus d. Zeitschr. f. d. Gesch. u. Alterthumskunde Ermlands.]
gr. 6. (46 S.) Braunsberg. geh. n. 8 Ngr.
BeUermann, Heinr., der Contrapunct od. Anleitg. zur Stimmfuhrg. in der
musikal. Composition. Mil musikal. Beilagen u. 4 lith. Tar. in Far-
bendr. (in Lex.-8. u. 4.) Lex.-8. (VIII u. 367 S.) Berlin 1862. geh.
n. 2% Thlr.
Bibliotheca homoeopathica. Verzeichniss der im In- u. Auslande er-
schienenen auf die Homfiopathie Bezug babenden Schriflen. 3* bis
zum J. 186! fortgefuhrte Aufl. bearb. v. Dr. G. 0. Kleinert. 8. (IV
u. 152 S.) Leipzig 1862. geh. % Thlr.
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138
Block, Dr. M., Bevolkerung Spaniens u. Portugals nacb deo Orig.-Quel-
len in ihren wiehtigsten Verhallnissen statistisch dargeslellt. gr. 16.
(IV u. 65 S. m. 12 chromotilb. Karten in 4.) Gotha. In engl Einb
n. 28 Ngr.
Bulletin de la soctete imperiale des natural isles de Moscou. Tomes
XXX111. et XXXIV, Aunees i860 et 1861. a 4 Nrs. gr. 8. (l»6t.
Nr. 1. 369 S. m. 9 Steinlaf., wovon 1 color., in gr. 8. u. qu. gr. 4.)
Moskau. geh. a Bd. n. 6 Thlr.
Burmeister , H., Beschreibung e. behaarten Gurtelthieres Praopus hirscr-
tus\ aus dem National -Museum zi Lima. Hierzu 1 (Ktb ) Abbildg.
[Aus den Abbandlgn. der naluiforsch. Ges. zu Halle.] gr. 4. (4 S.)
Halle, geh. n. 8 Ngr.
n. Dr. C. Giebel, die Versteinerungen v. Juntas im Thai d. Rio de
Copiapd. Nach ihren LagerungsverhaMtnissen u. phys. Eigenschaften
geschildert. Mil 2(lith.) Tar. [\us den Abhandlgn der naturforsca.
Ges. zu Halle J gr. 4. (34 S.) fcbd. geh. n. I Thlr.
Catulli, Tttmlli, Propertli carmma a Maur. Hauptio iterum recognita.
16. (372 S. m. Titel in Kpfrst.) Leipzig, geh. n. % thlr.;
in engl. Einb. m. Goldschn. n. \% Thlr.
Oddex diplomatics ordinis Sanctae Mariae Theutonicorum. — Urkunden-
buch d. deuischen Ordens insbesond. der Baileien Coblenz, Allen*
biesen. Westphalen u. Lothringen. Hrsg. v. Jok. Heinr. Hennes.
2 Bd. gr. 8 (IV u. 440S.) Mainz, geh. n. 3 Thlr. (cplt.: n. 5% Thlr )
Gzerwlnski, Alb., Geschichte der Tanzkunst bei den cultivirten Volkero
von den ersten Anffingen bis anf die gegenwSrtige Zeit. Mit 34 In
den Text gedr. Abbildgn. (in Holzschn.) u. 9 alien Tanzmelodien. h.
(VIII u. 264 S) Leipzig 1862, geh. n. 1% Thlr.
D&ubree, A., Betrachtungen u. Versuche ub. den Metamorphisnius u. ub.
die Bildg. der kryslaliin. Gesteine. Aus den Memoires presenter par
divers savants & I'acadeinie des sciences fibers, v. E. Sdchling. gr. 8.
(IV u. 123 S.) Berlin, geh. n. % Thlr.
Dietrich, Dr. Dav., Flora universalis in color. Abbildgn. e. Kupferwerk
zu den Schriften Linne's, Willdenow's. de Candolle's etc. Neue
Serie. 2. Hit. Fol. (10 color. Kpfrtaf. u. 1 Blatt Test.) Jena.
(a) n. 2 Thlr.
Dfintzer, Heinr., Aristarch. Das 1., 8. u 9. Buch der Hias kritisch erdr-
tert. gr. 8. (XVII u. 198 S.) Paderborn 1862. geh. n. 24 Ngr.
Durege, Doc. Dr. H., Theorie der elliplrscben Fnnklionen. Versuch e.
elementaren Darstellung. gr.8. (XIV u. 376 S. m. eingedr. Holzschn.)
Leipzig, geh. ,n. 2% Thlr.
Elscbnlg, Dr. A., uberstchtliche Darstellung der Warmeverhalinisse im
Thierreiche. Mit mehreren in den Text eingefugten Holzschn. [Aus
d. Triester Gymnasialprogramm v. 1861.] gr. 8. (79 S.) Munster.
geh. " n. 12 Ngr.
Encyklopadie, allgemeine, der Physik. Bearb. v. P. W. Brix, G. Decher,
K. C. 0. v. Feilitzsch, F. Grashof, F. Harms etc. Hrsg. v. Gust.
Karsten. 10. Lfg. Lex.-8. Leipzig, geh. n. 2% Thlr.
(1—10.: n. 29% Thlr.)
Inhalt: 1. Bd. : Allgemeine Physik, v. G. Karsten, F. Harms u.
G. Weyer. (S. 113-176 ) — 2. Bd.: Lehrbuch der Krystallo-
graphie v. Prof. Dr. tferm. Karsten. (VIII S u. S. 97—169
m. eingedr. Holzschn.) (cplt. einzeln n. 2 Thlr.) — 5. Bd.:
Angewandte Mechanik, v. F. Grashof. (S. 161—208 m. ein-
gedr. Holzschn.) — 19 Bd. : Fernewirkungen d. galvanischen
Stroms, von F. v. Feilitzsch. (S. 465— 52S m. eingedr. Holz-
schn.) — 20. Bd.: Angewandte Electricitatslehre, v. C Kuhn.
(S. 417—464 m. eingedr. Holzschn.)
allgemeine , der Wissenschaflen u. Kunste, in alphabetischer Folge
v. geuannten Schriftstellern bearb u. hrsg. v. J. & Ersch u. J. G.
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Gntber. 1. Section A— G. Hrsg. v. Herm. Brockhaus. 73. Thl. gr. 4.
(476 S.) Leipzig, cart. (a) n. 3% Thlr. ; Velinp. (a) ». 5 Thir.
Ewald , Heinr., die Johanneischen Schrifien ubersetzt u. erklart. (In 3
Bdn.) 1. Rd. : Des Apostels Johannes Rvangelium u. drei Sendschrei-
ben. gr. 8. (IV u. 516 S.) Gdttingen. geh. n. 2 Thlr.
F&hne, A., Chroniken u. Urkundenbucher hervorragender Geschlechter,
Stifler u. Klftster. 1. Bd.: A. u. d. T. : Urkundenbuch d. Geschlechts
Meschede Mil 1 Ansioht, vielen Siepeln u. Wappen auf 27 Tar. (in
Holzschn .) u. e. vollstandigen Inhaltsverzeicbnisse. 8. (XII u. 432 S.
mit eingedr. Holzschn.) Cflln 1862. geh. n. 2 Thlr.
Falke, Prof. Dr. J. E. L., der Milzbrand u die Htindswuth sind Typen n.
durch die Impfung tilgbar. Gekronte Preisschrift. Lex -8. (Mil u.
60 S.) Jena. geh. n. % TMr.
Feifalik, Jul., Sludien zur Geschichte der altbdhmischen Literatur. VI.
(lift.) [Aus den Sitzungsber. 1861 d. k. Akad. d Wiss.] Lex -8. (38
S.) Wien. geh. n.n. % Thlr.
Fels, Alb., de codicum antiquorum, in quibus Plini naturalis Mstoria ad
nostra tempora propagata est, Talis, fide atque auctoritate. Com-
mentalio pbilologica. gr. 4. (YIH u. 114 S. ) Gdtlingeti. geh.
baar n. 1% Thlr.
Fragment* juris antejustiniani qnae dicunlur Vaticana. Post Ang. Maium
e( Aug. Belhmann-Hollweg recognovit Th. Mommsen Adjectum est
coditis Vaticani specimen. 12. (XXIV u. 144 S. m. 1 Steintaf. in qu.
Fol.) Bonn. geh. n. % Thlr.
Friedrlch Prinz v. Schleswig-Holsteln-Ioer , Aufzeichnongen aus den J.
1848—1^50. 2. Aufl. gr. 8. (IV u. 445 S.) Zurich, geh. n. 2 Thlr.
Gegenbanr, Dr Carl, ub. Bau u. Rntwickelung der WirbelsSule bei Am-
phibien uberhaupt, u. beim Frosche insbesondere. Mit 1 (lilh.) Taf.
[Ans den Abhandlgn. der natorforsch. Ges. zu Halle.] gr. 4. (16 S.)
Halle, geh. n. % Thlr
Graesse, Bibliothecaire Dir. Jean Geo. Thdr., Tresor de livres rares et
pr6cieux ou nou?eau dictionnaire bibliograpbique. Livr. 15. gr. 4.
Tome III. S. 193—288) Dresden geh. n. (a) n. 2 Thlr.
Crete, H., Geschichte d. Kdnigl. Preossischen Wappens. Kritisch, histo-
risch u. kunsl-historisch. [Abdr. aus den Miinzsludien ] gr. 4. (184
Sp. m. 1 Steintaf ) Leipzig, geh. n. 1% Thlr.
Guhl, Ernst, u. Wilh. Konex, das Leben der Griechen u. Rdmer nach
antiken Bildwerken danjestellt. 2. Halfle: Rdmer. Mit 211 in den
Text gedr. Holzschn. Zeichnnng u. Schnitt v. K. Baum. Lex.-8. (VI
it 407 S.) Berlin, geh. (a) n. 2 Thlr.
Gflterbock, Stadtrichter Doc. Dr. Carl, Henricus de Bracton u. sein Ver-
hftltniss zum rdmischen Rechte. Ein Beitrag zur Geschichte d. r5m.
Rechts im Mitlelaller. gr. 8. (V u. 137 S.) I erlin 1862. geh.
n. % Thlr.
Hahn, Dr. M , sur le lieu de naissance de Charlemagne. Memoire pre-
sente k I'acad. royale de Belgique en reponse a la question sui-
vante: Charlemagne est- il ne dans la province de Liege? gr. 8.
(115 S.) Berlin, geh. n. % Thlr.
Heckel, Jak., neue Beitrace zur Kenntniss der fossilen Fische Oester-
reichs. Beendet v. Rud. Kner. (Aus den Denkschriften der k. Akad.
d. Wiss.] [Mit 10 (lilh.) Taf. in Karbendr.] gr. 4. (28 S.) Wien. geh.
n. 2 Thlr.
Heet, Osw., BeitrSge zur nfihern Kenntniss der sachsisoh-thuringischen
Braunkohlenflora. Nebst e. Anh. ub. einige siebenburgische Tertrtr-
pflanzen v. C. J. Andrae. Mit 10 (chromolith.) Taf. (Abdr. aus den
Abhandlgn. d. naturwiss. Ver. f. die Prov. Sachsen.] Imp. -4. (IV u.
32 S.) Berlin, geh. n. 4 Thlr.
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190
Held, Prof. Dr. Jos., Staat u. Gesellschaft vom Standpunkte der Ge-
schichte der Menschheit u. d. Staats. Mit besond. Rucksicht aaf die
politisch-socialen Fragen unserer Zeit. (In 3 Thin.) 1. Thl. gr. 8.
Leipzig, geh. n. 3 Thlr.
Inhalt: Grundanschauungen ub. Staat a. Gesellschaft. (XXV a.
598 S )
Hesse, Prof. Dr. Otto, Vorlesungen ub. analytische Geometrie d. Ratlines
insbesondere ub. Obeiflachen zweiler Ordng. gr. 8. (XV u. 368 S.)
Leipzig, geh. n. 2 Thlr. 12 Ngr.
Hessenberg, Frdr, mineralogische Notizen. Neue Folge. 1 Hft. Mit 2
(lith.) Taf. [Aus d. Abhdlgn. d. Senckenberg. natorforsch. Ges.] gr. 4-
(45 S.) Frankfurt a. M. geh. n. 1 Thlr.
Hessling, Thdr. v., u. Jol. Kollmann, Atlas der allgemeinen thierischen
Gewebelehre. Nach der Natur photograph, v. Jos. Albert. 42 Taf.
2. Lfg. Lex.-8. (17 photogr. Taf.) Leipzig 1862. geh. n. 2% Thlr.
(1. 2.: n. 4% Thlr.)
Hohenegger, Dir. Ludw. , geognostische Karte der Nord - Karpalhen in
Schiesien u. den angrenzenden Theilen v. Mahren u. Galizien. Chro-
molith. qu. Imp.-Fol. Mit Text. (Ill u. 50 S. in hoch 4. m. 1 lith.
Karte in qu. Fol.) Golha. In Mappe. n. 2% Thlr.
Karl Erzherzog v. Oesterreich, militarische Werke. 1. Lfg. gr. Lex.-«.
(I. Bd.: Kleine militarische Aufsalze. S. 1—155.) Wien 1B62
n. 1 Thlr.
Kattner, Ed wart, neun Kapitel ub. die Orts-Namen in Westpreussen a.
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Schade, Osc, alideutsches Lesebuch. Gothisch, altsachsisch, alt- u. mit-
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mels. Mit 5 Kpfrtaf. {in gr. 4. u. Fol.) gr. 4. (XII u. 102 S.) Berlin,
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Bei Hartinua Bijhoff im Haag ist erschienen:
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duction par J. W. Holtrop, Directeur du Museum.
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siecle. Collection de Fac-siraile d'apres les origi-
naux conserves a la Bibliotheque Roy. de la Haye
et ailleurs. Publiee par J. W. Holtrop, Bibliolhecaire
en chef de la Bibl. Roy. Livraison XII et XIII. Gr.4 t0 .
Mit 12 Platten und Text. Preis per Lief. 3 Rth.
Verantwortlicher Redacteur: Dr. R. Naumann.
Verfeger: T. 0. Weigel. Druck von C. />. Mclzer in Leipzig.
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